Mütter- und Schwangerenforum

Alleinerziehend ein Studium beginnen???

PandoraOange
1 Beiträge
18.07.2011 19:28
Hallo Ihr,

ich brauche mal Euren Rat. In den letzten zwei Jahren habe ich mein Fachabi an der Abendschule nachgeholt. In dieser Zeit fand leider auch die Trennung vom Vater meiner Tochter(4) statt. Mein NC ist dadurch nicht berauschend (3,3). Dennoch würde ich gerne an einer Fachhochschule studieren. Ich bin jetzt 29 und habe eine abgeschlossene Berufsausbildung. Einen Freund/Mann gibt es nicht und auch meine Eltern können mich nur selten bezüglich der Kinderbetreuung unterstützen.

1. Ist das überhaupt machbar?
2. Habe ich Chancen auf einen Studienplatz im sozialen Bereich?
3. Wie werde ich finanziell durchkommen?
4. Bleibt noch Zeit für mein Kind?

Wer hat Erfahrung damit und wie gestaltet sich der Alltag dann?
LaVida
1830 Beiträge
18.07.2011 20:05
Also zum Alltag etc kann ich dir nichts sagen.

Nur zum Studium selbst.
Ich hatte mich, allerdings letztes Jahr, informiert, wie der nc sein sollte bei sozialen Studiengängen an Fachhochschulen in sh.
Hier lag er bei 2,4.

Also das kann natürl bundesweit variieren. Ich hatte damals einen Termin beim Arbeitsamt gemacht und die konnten mir alle Infos der Fachhochschulen im Umkreis sagen. Außerdem müsstest du auf den jeweiligen hp's der Fachhochschulen Infos finden.
julia88
8432 Beiträge
18.07.2011 20:16
hallo
ich bin auch alleinerziehend und studier jetzt fast im dritten semester soziale arbeit (im moment hab ich semesterferien)
an unserer fh gibt es eine kinderkrippe nur für studenten, aber da dein kleiner/deine kleine schon 4 ist, muesstest du dich wahrscheinlich so um nen kindergartenplatz kümmern (hast du ja wahrscheinlich eh schon )
ja unser tagesablauf sieht so aus, je nachdem, wann die vorlesungen anfangen, kleine in die krippe bringen (die is direkt auf dem campus) dann zur vorlesung hetzen, wenns ne bloede nacht war auch mal in der vorlesung einschlafen , nee spass bei seite. ja vorlesungen, pflichtveranstaltungen, was halt so alles anfaengt. dann die kleine wieder abholen. dort kriegt sie warmes mittagessen und macht mittagsschlaf und so weiter. die krippe hat theoretisch von 7 bis 20 uhr offen, und in der zeit kann ich sie bringen und holen, wann ich will.
joa, dann nach hause, den rest vom tag noch mit der kleinen geniessen, und dann je nachdem was ansteht (2. semester soziale arbeit ist wohl so ziemlich das vollgestopfteste) abends noch berichte schreiben, referate vorbereiten usw.
zum studium selbst: im 2. semester studienbegleitendes praktikum, wöchentlich mit ca. 2 bis 4 stunden, oder als projektpraktikum, das sind dann 2 wochen am stück. und 4. semester ist ein ganzes praxissemester, also vollzeit in irgendeiner sozialpädagogischen einrichtung arbeiten.
hmm joa, ansonsten kann ich nur sagen, manchmal ist es echt einfach nur mega anstrengend, vor allem dann zur prüfungszeit, weil du irgendwie nur am lernen bist, und dann aber auch gleich wieder ein schlechtes gewissen bekommst, weil du weniger zeit mit deinem kind verbringst (wobei ich mir da im 2. semester weniger stress mit lernen gemacht hab, als im ersten.)
es ist auf jeden fall machbar, wenn man den noetigen ehrgeiz hat, und meine eltern sind auch beide vollzeit berufstätig, das heisst, die koennen auch nicht wirklich auf die kleine aufpassen, wenn was waer, aber da dann eben gutes netzwerk zu anderen studenten aufbauen, wenn man mal ne vorlesung verpasst, zum kinderarzt, wenn die kleinen krank sind und ein attest geben lassen, dann ist das auch kein problem.
so grade fällt mir nicht mehr ein. wenn du noch was wissen willst, frag einfach.
lg julia
julia88
8432 Beiträge
18.07.2011 20:17
achso, zum nc kann ich leider nix sagen... hatte aber auch ein 2,1 abi und dann noch 6 oder 7 wartesemester. aber mit bisschen glueck kommst du da schon rein
Cassiopeia
251 Beiträge
18.07.2011 20:22
Hallo,

also wie das nun genau mit dem Studium im sozialen Bereich aussieht kann ich dir nicht sagen (hab eine andere Richtung studiert), aber zum Alltag.

Ich hab unsere Große während des Studiums bekommen und es war durchaus machbar - aber echt hart!
Bachelor ist eh ein ganz anderes Kaliber als Diplom (viel mehr in viel kürzerer Zeit) - von lockerem Studentenleben also keine Spur. Wobei das auch nicht der Grund war weshalb ich mit dem Studium begonnen hab.

Unsere Maus ging wärend der Vorlesungszeiten in Betreuung und danach war Mama * Kind Zeit. Alles andere - Recherche, Vorbereitung, Nachbereitung, lernen für Klausuren, Haushalt hab ich dann erledigt wenn Schnucki dann abends im Bett war.
Ich hatte damals Bafög beantragt (war vor meiner Maus noch zusätzlich nebenbei Jobben - aber das ging dann nicht mehr)- war zwar nicht viel aber wir sind über die Runden gekommen.
Muss vielleicht noch dazu sagen: Bin nicht alleinerziehend aber der Papa war damals eigentlich nur an den Wochenenden da- was ja quasi fast auf das Selbe hinausläuft.

LG
miayan
546 Beiträge
18.07.2011 20:52
Also ich denke, du musst dich mal genau erkundigen. Guck einfach mal im Internet nach der gewünschten FH, da gibts sicher auch ne Studienberatung.
Ich habe mit 29 auch noch ein Studium angefangen, allerdings an der Uni, ich glaube da hat man noch mehr Freiheiten als an der FH.
Als ich anfing zu studieren waren meine Kinder knapp 2 und knapp 4 Jahre alt und es klappt definitiv nur, weil mein Mann und meine Schwiegereltern mich unterstützen. Vorallem in der Prüfungszeit brauch ich sie und die Kinder müssen mit Papa und Oma/Opa vorlieb nehmen.
Beide sind im Kiga, mit 45 Stunden/Woche, allerdings sind sie meist "nur" von halb 9 bis 15 Uhr da. Ich hole sie meist sofort nach der Uni ab und der Nachmittag gehört allein ihnen, aber mein Mann kommt auch erst gegen sieben von der Arbeit. Wenn die Kinder im Bett sind ist dann lernen, Hausaufgaben erledigen angesagt. Leicht ist das nicht. Aber ich mache etwas weniger in der Uni damit ich mindestens einen Tag pro Woche frei habe und Zeit für den Hauhalt.
Ob dir Bafög zusteht kann ich dir nicht sagen, ich denke aber wahrscheinlich schon. Da gibt es aber auch einen Höchstsatz von ca. 630,- Euro, aber du bekommst noch einen Kinderzuschlag von 113,- Euro, der auch nicht zurückgezahlt werden muss.
Aber du musst dich darauf einstellen, dass es bis zu 6 Monaten dauern kann bis du das erste Geld bekommst und in dieser zeit muss ja auch die Kinderbetreuung schon bezahlt werden.
Es ist hart, aber machbar. Wäre natürlich um einiges leichter, wenn der Papa sich auch mit ums Kind kümmern würde.
julia88
8432 Beiträge
19.07.2011 21:14
kinderbetreuungskosten koennen vom jugendamt uebernommen werden. einfach mal dort anrufen und nachfragen. bei mir werden sie jetzt endlich vom ja gezahlt...
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