Nicht leiblicher Papa/Exfreund will Das Recht Kind zu sehen, kümmert sich aber
20.08.2009 21:55
Hallo liebe Leute,
ich habe mich hier, nach langem Lesen, angemeldet und bitte um ein paar Ratschläge und Meinungen.
Ich bin 27 Jahre jung und habe einen 4 jährigen Sohn Namens Timothy.
Ich habe folgendes Problem. Ich bin in der Schwangerschaft mit meinem jetzigen Exfreund zusammen gekommen, vom leiblichen Vater war ich zu der Zeit schon getrennt.
Wir zogen also den Kleinen gemeinsam auf. Ende 2006 kam es nun zur Trennung.
Seitdem ist es ein wahnsiniges Hin und Her, was den Kontakt zum Kind angeht.
Erst wollte er sich von dem Kleinen verabschieden, womit ich nicht ganz einverstanden war, da mein Kleiner zu der Zeit erst 2 war, und meiner Meinung nach noch gar kein Empfinden dafür hatte.
Dann hatte sich das Ganze etwas beruhigt und die beiden sahen sich regelmässig.
Nun ist es mittlerweile so, das mein Expartner sich das Recht zuspricht, sich Papa zu nennen und ihn auch immer sehen möchte, mir aber nicht entgegen kommt.
Anfangs wollte er, das ich den Kleinen zu ihm bringe, wenn er ihn sehen wollte. (Entfernung einfach 15 km). Ich lehnte dies ab, weil ich der Meinung bin, das man, auch wenn man nur einen Roller hat, immer zu seinem Kind kommt, wenn man will.
Nun habe ich jeden 2ten Sonntag für 2 Stunden angesetzt, wo er zu mir kommen kann. Er war damit (zum Teil - Wenn es regnet, müsste ich ihm das Kind bringen) einverstanden.
2 Besuchssonntage sind nun vorbei und ich bin sehr verunsichert. Entweder liegt er im Kinderzimmer auf dem Boden und schaut dem Kleinen beim spielen zu, oder er setzt sich zu mir ins Wohnzimmer und schaut mit dem Kleinen fern.
Sonntags ist Badetag bei mir, die Bitten mir dabei unter die Arme zu greifen (ihn einseifen, abduschen und abtrocknen) wurden mit einem Grummeln ignoriert. Auch das ins Bett bringen und Geschichte vorlesen, erfolgte nur wiederwillig.
Immer wieder habe ich versucht mit ihm darüber zu reden, das man sich nicht nur das Recht nehmen darf, sondern auch Pflichten übernehmen müsste. Von der größten Pflicht ist er sowieso entbunden - Unterhalt zahlen. Dennoch hätte ich mir gerne gewünscht, das er mir indirekt unter die Arme greift und dem Kleinen mal etwas gönnt. Und wenn es nur Schuhe oder eine Hose ist. Ich mache momentan eine Fortbildung und bekomme ALG1. Sicher ist das keine Pflicht, aber es war ein Vorschlag um auf das Gleichgewicht zu kommen. ich habe ihn sehr oft gefragt, ob er mir den Kleinen nicht auch mal so abnehmen kann. Wir müssen momentan 2 mal die Woche nach meiner Fortbildung zur Logopädie, es gibt Tage da hat der Kindergarten zu. Wenn er Berufsschule hat ist er Freitags um 14 uhr daheim, ich habe ihm angeboten, den Kleinen aus dem Kindergarten zu holen und etwas mit ihm zu unternehmen. Es kamen immer wieder Ausreden. Ich habe sehr oft versucht, das er mir den Kleinen mal über nacht abnehmen könte, um einfach mal nicht Mama zu sein. Er argumentiert damit nur eine 1Zimmer Wohnung zu haben, ohne es jemals probiert zu haben.
Nun kam es zu einem großen Streit nachdem ich 2 Karten für einen Freizeitpark gewonnen habe.
Ich habe mich gefreut und mir vorgestellt, mit Sohnemann und Papa dorthin zu fahren. Genau das Gegenteil kam dabei herraus.
Ich soll die Karten verkaufen, es gibt dort nichts für den Kleinen und er könne sich eh später nicht mehr daran erinnern.
Ich war am Boden zerstört. Ich habe ihm Vorschläge gemacht, wie wir uns das ermöglichen hätten können. Nachdem er mir nur entgegen arbeitete, riss mir der Gedultsfaden und ich fragte ihn, was genau er denn eigentlich für den Kleinen macht. Er meinte er ist für ihn da und kümmert sich um ihn, als ich das gern genauer wissen wollte, kam nur noch Trotzantworten von wegen, dann eben nicht.
Ich muss dazu sagen, das ich weniger das Gefühl habe das er sich um den Kleinen kümmert, zwischen den Besuchssonntagen kommt kein Anruf, er fragt nicht nach ihm (wenn etwas sein sollte, soll ich ihn anrufen), genauso auch sein Verhalten wenn er hier ist. Wie oben auch schon geschrieben, nimmt er keine Vorschläge an, sich mal einen Tag frei zu nehmen um mit dem Kleinen was zu unternehmen.
Ich bin mit meinem Latein am Ende, es kann doch nicht sein, das jemand auf sein Recht besteht, Papa zu sein, aber einem nichts entgegen bringt. Ich weiß ja, dass er nicht der leibliche Vater ist, aber dennoch geht er (in meinen Augen) mit seinem Recht auch einen Teil der Pflichten ein. Und ich würde nie etwas von ihm verlangen. Aber es sollte ein ausgeglichenes Verhältnis sein.
Nachdem das letzte Telefonat in einem Chaos endete und ich irgendwann aufgelegt habe, kam eine Mail von ihm. Sie war respektlos und unterdrückend geschrieben. Er beschimpfte mich und stellte mich als schlechte Mutter da, die ihm das Recht nehmen will, seine Sohn zu sehen. Die Mail ist so böse geschrieben, das ich im Moment nicht weiter weiß.
Ich merke das mein Expartner mir is keinster Weise eine Hilfe ist, ich organisiere alles alleine, entscheide alles alleine (sofern er mir nicht versucht klar zu machen, was für ein Mist ich doch mache).
Vielleicht hat jemand von euch Vorschläge wie man, dem Kind zuliebe, eine Entscheidung treffen kann, in denen es allen gut geht.
Ich danke schonmal im Vorraus.
Liebe Grüße Steffi
ich habe mich hier, nach langem Lesen, angemeldet und bitte um ein paar Ratschläge und Meinungen.
Ich bin 27 Jahre jung und habe einen 4 jährigen Sohn Namens Timothy.
Ich habe folgendes Problem. Ich bin in der Schwangerschaft mit meinem jetzigen Exfreund zusammen gekommen, vom leiblichen Vater war ich zu der Zeit schon getrennt.
Wir zogen also den Kleinen gemeinsam auf. Ende 2006 kam es nun zur Trennung.
Seitdem ist es ein wahnsiniges Hin und Her, was den Kontakt zum Kind angeht.
Erst wollte er sich von dem Kleinen verabschieden, womit ich nicht ganz einverstanden war, da mein Kleiner zu der Zeit erst 2 war, und meiner Meinung nach noch gar kein Empfinden dafür hatte.
Dann hatte sich das Ganze etwas beruhigt und die beiden sahen sich regelmässig.
Nun ist es mittlerweile so, das mein Expartner sich das Recht zuspricht, sich Papa zu nennen und ihn auch immer sehen möchte, mir aber nicht entgegen kommt.
Anfangs wollte er, das ich den Kleinen zu ihm bringe, wenn er ihn sehen wollte. (Entfernung einfach 15 km). Ich lehnte dies ab, weil ich der Meinung bin, das man, auch wenn man nur einen Roller hat, immer zu seinem Kind kommt, wenn man will.
Nun habe ich jeden 2ten Sonntag für 2 Stunden angesetzt, wo er zu mir kommen kann. Er war damit (zum Teil - Wenn es regnet, müsste ich ihm das Kind bringen) einverstanden.
2 Besuchssonntage sind nun vorbei und ich bin sehr verunsichert. Entweder liegt er im Kinderzimmer auf dem Boden und schaut dem Kleinen beim spielen zu, oder er setzt sich zu mir ins Wohnzimmer und schaut mit dem Kleinen fern.
Sonntags ist Badetag bei mir, die Bitten mir dabei unter die Arme zu greifen (ihn einseifen, abduschen und abtrocknen) wurden mit einem Grummeln ignoriert. Auch das ins Bett bringen und Geschichte vorlesen, erfolgte nur wiederwillig.
Immer wieder habe ich versucht mit ihm darüber zu reden, das man sich nicht nur das Recht nehmen darf, sondern auch Pflichten übernehmen müsste. Von der größten Pflicht ist er sowieso entbunden - Unterhalt zahlen. Dennoch hätte ich mir gerne gewünscht, das er mir indirekt unter die Arme greift und dem Kleinen mal etwas gönnt. Und wenn es nur Schuhe oder eine Hose ist. Ich mache momentan eine Fortbildung und bekomme ALG1. Sicher ist das keine Pflicht, aber es war ein Vorschlag um auf das Gleichgewicht zu kommen. ich habe ihn sehr oft gefragt, ob er mir den Kleinen nicht auch mal so abnehmen kann. Wir müssen momentan 2 mal die Woche nach meiner Fortbildung zur Logopädie, es gibt Tage da hat der Kindergarten zu. Wenn er Berufsschule hat ist er Freitags um 14 uhr daheim, ich habe ihm angeboten, den Kleinen aus dem Kindergarten zu holen und etwas mit ihm zu unternehmen. Es kamen immer wieder Ausreden. Ich habe sehr oft versucht, das er mir den Kleinen mal über nacht abnehmen könte, um einfach mal nicht Mama zu sein. Er argumentiert damit nur eine 1Zimmer Wohnung zu haben, ohne es jemals probiert zu haben.
Nun kam es zu einem großen Streit nachdem ich 2 Karten für einen Freizeitpark gewonnen habe.
Ich habe mich gefreut und mir vorgestellt, mit Sohnemann und Papa dorthin zu fahren. Genau das Gegenteil kam dabei herraus.
Ich soll die Karten verkaufen, es gibt dort nichts für den Kleinen und er könne sich eh später nicht mehr daran erinnern.
Ich war am Boden zerstört. Ich habe ihm Vorschläge gemacht, wie wir uns das ermöglichen hätten können. Nachdem er mir nur entgegen arbeitete, riss mir der Gedultsfaden und ich fragte ihn, was genau er denn eigentlich für den Kleinen macht. Er meinte er ist für ihn da und kümmert sich um ihn, als ich das gern genauer wissen wollte, kam nur noch Trotzantworten von wegen, dann eben nicht.
Ich muss dazu sagen, das ich weniger das Gefühl habe das er sich um den Kleinen kümmert, zwischen den Besuchssonntagen kommt kein Anruf, er fragt nicht nach ihm (wenn etwas sein sollte, soll ich ihn anrufen), genauso auch sein Verhalten wenn er hier ist. Wie oben auch schon geschrieben, nimmt er keine Vorschläge an, sich mal einen Tag frei zu nehmen um mit dem Kleinen was zu unternehmen.
Ich bin mit meinem Latein am Ende, es kann doch nicht sein, das jemand auf sein Recht besteht, Papa zu sein, aber einem nichts entgegen bringt. Ich weiß ja, dass er nicht der leibliche Vater ist, aber dennoch geht er (in meinen Augen) mit seinem Recht auch einen Teil der Pflichten ein. Und ich würde nie etwas von ihm verlangen. Aber es sollte ein ausgeglichenes Verhältnis sein.
Nachdem das letzte Telefonat in einem Chaos endete und ich irgendwann aufgelegt habe, kam eine Mail von ihm. Sie war respektlos und unterdrückend geschrieben. Er beschimpfte mich und stellte mich als schlechte Mutter da, die ihm das Recht nehmen will, seine Sohn zu sehen. Die Mail ist so böse geschrieben, das ich im Moment nicht weiter weiß.
Ich merke das mein Expartner mir is keinster Weise eine Hilfe ist, ich organisiere alles alleine, entscheide alles alleine (sofern er mir nicht versucht klar zu machen, was für ein Mist ich doch mache).
Vielleicht hat jemand von euch Vorschläge wie man, dem Kind zuliebe, eine Entscheidung treffen kann, in denen es allen gut geht.
Ich danke schonmal im Vorraus.
Liebe Grüße Steffi
20.08.2009 23:02
Hmm schwer zu sagen,kenn mich da nicht so gut aus,aber so wie sich das anhört tut es dem Kind ja auch nicht gut! Würd ihm klipp und klar sagen,wenn sich nix ändert,dann möchtest du nicht mehr das dein Kind ihn sieht,weil sooo wie es bei euch jetzt läuft,hilft es doch keinem! Und ich glaub dein Kind wäre OHNE ihn da nen bisschen besser dran!
20.08.2009 23:36
Frage : Habt ihr zusammen gewohnt ......? Ab 2 Jahren mit Euch hat er automatisch Rechte zu den kleinen . Um es Offiziell zu machen müsste er es Einklagen .....er muß ein Beweis vorlegen das er sich 2 Jahre mit um den kleinen Gekümert hat . Je nach dem wie er sich würklich Verhalten hat als Ersatzpapa .....würde ich es zu lassen . Der kleine hat nichts mit Euren Konflikten zu tun .
21.08.2009 09:04
Schwierig, schwierig.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob er gesetzlich irgendwelche Recht hat. Vorstellen kann ich es mir irgendwie nicht, es sei denn er klagt.
Aber wenn er sich nicht um seine Pflichten als Papa kümmert, dann braucht er sich auch nicht wundern, wenn du ihm irgendwann die Rechte komplette entziehst. So wie es jetzt ist, ist es für das Kind auf keinen Fall gut.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob er gesetzlich irgendwelche Recht hat. Vorstellen kann ich es mir irgendwie nicht, es sei denn er klagt.
Aber wenn er sich nicht um seine Pflichten als Papa kümmert, dann braucht er sich auch nicht wundern, wenn du ihm irgendwann die Rechte komplette entziehst. So wie es jetzt ist, ist es für das Kind auf keinen Fall gut.
21.08.2009 17:53
Erstmal herzlichen Dank für eure Antworten.
@ Bozena
Er ist zu mir gezogen, da war der Kleine 6 Monate alt.
Wir haben also 1 1/2 Jahre zusammen gewohnt. Ich war im Erziehungsurlaub, er noch in der Schule.
Ich weiß was du meinst, es gibt im BGB einen Paragraphen:
§ 1685
Umgang des Kindes mit anderen Bezugspersonen
(1) Großeltern und Geschwister haben ein Recht auf Umgang mit dem Kind, wenn dieser dem Wohl des Kindes dient.
(2) Gleiches gilt für enge Bezugspersonen des Kindes, wenn diese für das Kind tatsächliche Verantwortung tragen oder getragen haben (sozial-familiäre Beziehung). Eine Übernahme tatsächlicher Verantwortung ist in der Regel anzunehmen, wenn die Person mit dem Kind längere Zeit in häuslicher Gemeinschaft zusammengelebt hat.
Nur frage ich mich dann, wenn man vor Gericht sein recht einfordern will, muss man dann nicht dort auch seine Pflichten nachweisen?
Zumal ich auch schauen würde, wie er sich jetzt dem Kind gegenüber benimmt, denn jetzt ist es in einem Alter, wo es alles bewusster erlebt, also man kann mit dem Kind viel mehr machen als mit 2 Jahren *find*.
Ich muss dazu sagen, das mein Expartner 22 Jahre jung ist und sich momentan in der Ausbildung befindet.
Sein ständiges Arbeiten, macht ihn leider zum Workaholicer.
Er arbeitet seit April 2008 und hat bis heute nicht einmal Urlaub genommen. Für mich recht unverständlich, auch einen gemeinsamen Urlaub an der Nordsee lehnte er ab, so dass ich mit meinem Kleinen alleine dort war.
Ich habe ja oftmals Vorschläge gemacht, aber er argumentiert immer damit, das er arbeiten muss.
Habt ihr vielleicht noch andere Vorschläge, wie man sein Recht und seine Pflicht in ein Gleichgewicht bringen kann?
Ich bin der Meinung, es sollte ein gesundes Geben und Nehmen sein.
Liebe Grüße Steffi
@ Bozena
Er ist zu mir gezogen, da war der Kleine 6 Monate alt.
Wir haben also 1 1/2 Jahre zusammen gewohnt. Ich war im Erziehungsurlaub, er noch in der Schule.
Ich weiß was du meinst, es gibt im BGB einen Paragraphen:
§ 1685
Umgang des Kindes mit anderen Bezugspersonen
(1) Großeltern und Geschwister haben ein Recht auf Umgang mit dem Kind, wenn dieser dem Wohl des Kindes dient.
(2) Gleiches gilt für enge Bezugspersonen des Kindes, wenn diese für das Kind tatsächliche Verantwortung tragen oder getragen haben (sozial-familiäre Beziehung). Eine Übernahme tatsächlicher Verantwortung ist in der Regel anzunehmen, wenn die Person mit dem Kind längere Zeit in häuslicher Gemeinschaft zusammengelebt hat.
Nur frage ich mich dann, wenn man vor Gericht sein recht einfordern will, muss man dann nicht dort auch seine Pflichten nachweisen?
Zumal ich auch schauen würde, wie er sich jetzt dem Kind gegenüber benimmt, denn jetzt ist es in einem Alter, wo es alles bewusster erlebt, also man kann mit dem Kind viel mehr machen als mit 2 Jahren *find*.
Ich muss dazu sagen, das mein Expartner 22 Jahre jung ist und sich momentan in der Ausbildung befindet.
Sein ständiges Arbeiten, macht ihn leider zum Workaholicer.
Er arbeitet seit April 2008 und hat bis heute nicht einmal Urlaub genommen. Für mich recht unverständlich, auch einen gemeinsamen Urlaub an der Nordsee lehnte er ab, so dass ich mit meinem Kleinen alleine dort war.
Ich habe ja oftmals Vorschläge gemacht, aber er argumentiert immer damit, das er arbeiten muss.
Habt ihr vielleicht noch andere Vorschläge, wie man sein Recht und seine Pflicht in ein Gleichgewicht bringen kann?
Ich bin der Meinung, es sollte ein gesundes Geben und Nehmen sein.
Liebe Grüße Steffi
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