Mütter- und Schwangerenforum

Heultage oder schon Wochenbettdepression? Bitte wer kann helfen!?

Cassiel
1825 Beiträge
08.12.2011 22:05
Hallo mädels!!

brauch wirklich mal euren Rat und eure Erfahrungen!!
Weiß solangsam auch nicht mehr weiter...

Es ist so.. Meine kleine Tochter ist morgen genau 3 wochen alt und ich muss immer noch so viel heulen!... Wegen allem möglichen..
Am anfang weil ich mir so extreme sorgen um sie gemacht habe, weil sie so klein und dünn auf die welt kam (2435 g und 48 cm).
Sie konnte ihre körpertemperatur nur schlecht halten und kühlte schnell aus, außerdem hat sie dann noch so abgenommen bis auf 2250 g
Das Stillen wollte auch erst nicht bzw nur sehr schwer klappen.. ( sie war zu schwach zum richtig trinken) seid so 3 tagen geht das nun relativ gut..
Jedenfalls bin ich fast umgekommen vor sorge und angst um sie.
Konnte nicht schlafen ohne sie auf mir zu haben und bei jedem stillen hab ich heulen müssen aus angst ich könne ihr nicht genug milch geben..

mittlerweile hat sie schön zugenommen (heute war sie bei 2920 g und 49 cm)
und das stillen klappt auch recht gut (habs geschafft troz aller schwierigkeiten, dass ich nun voll stille)
Kann sie nun auch nachts im stubenwagen schlafen lassen und kann dabei dann auch selbst schlafen..
Trozallem mach ich mir immer wieder mal so arge sorgen bzw muss ich los heulen und fühl mich total elendig..
Heut sind wir zum kinderarzt weil ich fand sie sei irgendwie blass und die haut war so marmoriert (laut arzt ist alles in ordnung und es liegt daran dass sie immer noch ziemlich wenig fettgewebe hat).

Aber die sorge bis zum arzttermin hat mich wieder dauernd heulen lassen.. ganz schlimm ists dann wenn ich mit meinem mann streite oder es eben ne spannung zwischen uns gibt (hats momentan leider öfter mal) dann heul ich teils ne stunde durch und fühl mich als schlechteste ehefrau und mutter der welt und denke beide wären vielleicht ohne mich besser dran... nach ner weile wenn wir uns wieder vertragen haben gehts meist wieder...
Ich kümmer mich um alles... also die kleine ist stets satt sauber und auch sonst umsorgt (brauch viel körperkontakt zu ihr.. vielleicht mehr als sie zu mir ) und der haushalt ist eigentlich auch tip top immer gemacht.. Hier ists jedenfalls konsequenter sauber und aufgeräumter als vor dem baby

Wem ging es hier vielleicht auch so? Wann hört das auf? Hört das überhaupt auf? was kann ich tun?
Ist das überhaupt noch der babyblues oder steck ich da schon in soner depression?
Jede mit Erfahrung bitte raus damit!!
Danke schonmal!!
LadyDiam0nd
1252 Beiträge
08.12.2011 22:22
huhu
also mein sohn wog 2570 gramm und war 48 cm groß.. weil ich fast 20 stunden unter höllen wehen gelitten habeund er um 23.57 uhr geboren wurde, wurde er die erste nacht ins kinderzimmer gestellt. Wärmelampe, Inkubator und Wärmelampe + Inkubator hat nicht geholfen die temperatur zu halten. Erst als er mir dann am nächsten morgen nackt auf meinen nackten oberkörper gelegt wurde, hat er an temperatur zugenommen. Wenn sie noch immer diese Probleme hat, dann leg sie so oft wie es geht nackt auf deinen nackten oberkörper und natürlich zudecken. babys passen sich der temperatur eher an wenn sie direkten körperkontakt haben. Einen tag nach der geburt wog er nurnoch 2400 gramm und wir mussten ein tag länger im kh bleiben. Ich musste noch im kh abstilltabletten nehmen, weil er absolut nichts aus der brust raus bekommen hat.. ich hatte zu wenig milch, die brustwarzen waren sofort blau und hatte höllische schmerzen als er versucht hat zu trinken und zusätzlich hatte ich einen gutartigen tumor in der brust. Naja wieder zum thema zurück.. Ich bin seit der Geburt meines sohnes auch sehr emotional geworden.. egal ob es nur ein kleiner streit ist oder sonst was ich heul auch sofort ich denke, dass es vielen frauen nach der geburt so geht. man wird halt sehr emotional
Snooze
7752 Beiträge
08.12.2011 22:23
also ich würde Dir raten, mal mit Deiner hebamme zu reden, die können das schon viel weiterhelfen.

ansonsten vom FA eine Überweisung zum Psychater holen, denn wenn Du schon so gedanken hast, wie " die wären ohne mich besser dran", ist doch schon bedenklich.

Ich spreche da aus Erfahrung, meine Kleine ist am 25.6.11 zur Welt gekommen, die ersten 6 Wochen war alles in Ordnung, dann kam es aus heiterem Himmel, ständiges Heulen und sehr schlechte Laune, aggressive Stimmung. Dann hab ich schon Anzeichen wie Ablehnung gegenüber der Kleinen bekommen, schließlich kamen Panikattacken und Angstgefühle dazu, zum Schluß war es so schlimm, das ich auch dachte es ist besser aus dem Fenster zu springen.
Ich hatte aber noch genug Verstand mich selbst um Hilfe zu kümmern und bin freiwillig in die Psychiatrie gegangen, dort war ich 6 Wochen, habe Antidepressiva bekommen, nach diesen 6 Wochen war es eigentlich so als wenn nie was gewesen wäre, sicherlich ab und an gibts nochmal paar schlechte Tage, aber das dauert auch bis man da völlig wieder raus ist.

Ich bitte Dich suche Dir Hilfe, dest eher eine Wochenbettdepression erkannt wird desto besser.

Ich wünsche Dir alles Gute.
08.12.2011 22:27
Erstmal tief durchatmen, Luft holen und dann erstmal HERZICHLEN GLÜCKWUNSCH

DU bist Mama geworden Das ist toll und du solltest dich entspannen. Na klar kommen nach der Geburt Ängste und Sorgen dazu. Das ist normal und ich glaube das bleibt auch so

Trotzdem glaube ich das du doch schon recht unentspannt bist. Du solltest jetzt die Zeit mit deiner Maus genießen. Viele sagen das sie die Zeit, in der ihre Kinder noch so kleine waren nicht bewusst genug genossen haben weil sie sich viel zu viel Sorgen gemacht haben. Ich bin total entspannt und versuche mir nicht so viele Gedanken zu machen. Meine Hebamme meinte, das wenn mehr man sich verkrampft und unsicher ist geht es aufs Kind über.

Hast du mal mit deinem FA oder deiner Hebamme darüber gesprochen?
08.12.2011 22:32
Sind deine Gedanken denn wirklich ernst gemeint, wenn du denkst deine beiden wären ohne dich besser dran oder ist das in dem Moment eher Selbstmitleid?

Wenn man so lange so große Sorgen um sein Kind hatte wie du, dann finde ich das noch vollkommen legitim, wenn man sich manchmal in Selbstmitleid oder auch einfach nur in "sinnloses heulen" ergießt. Weinen ist auch eine Art der Entspannung und wenn du so unter Dauerstrom stehst durch deine Sorgen, irgendwie muss das ja mal raus.

Aber wenn du das wirklich ernst meinst und dir nicht im nächsten Moment denkst, dass du da gerade Blödsinn denkst, dann solltest du wirklich Hilfe in Anspruch nehmen, weil es dann tatsächlich in die Depression geht.
Mit der Hebamme reden hilft schon ungemein
Cassiel
1825 Beiträge
13.12.2011 12:20
hey mädels! danke für die lieben antworten!! konnte ein bisschen runterkommen.
Ich glaube solangsam wird es immer besser..
hatte jetzt vor dieser nacht 2 richtig heftige nächte wo die kleine einmal 4 und einmal fast 6 stunden nur geweint hat.. da musst ich dann auch wieder mitheulen. Aber ansonsten gehts eigentlich ganz gut weil sie echt ne liebe maus ist.
Ich glaub bei mir geht das einfach nur ein bissel länger, weil der anfang so hart war... zu klein und zu leicht, stillprobleme vom feinsten und diese ganzen dinge.
Erst jetzt fängt es an normal zu werden, sprich ich kann sie nun auch mal allein schlafen lassen ohne das sie gleich zu kalt wird und sie kann seid 3 tagen auch mal ohne mützchen zuhause sein und bleibt warm (braucht halt immer noch mehr kleidung und decke wir normale babys...)
Eure worte haben mir aufjedenfall gut getan und mich echt etwas beruhigen können.
Denk mittlerweile nicht mehr, dass ich überflüssig und schlecht bin... immerhin pennt sie gerade seelig auf meiner brust und es fühlt sich wundervoll an...
14.12.2011 16:23
Hallo,

erstmal herzlichen Glückwunsch.
Ich habe die anderen Antworten nicht durchgelesen, hoffentlich wiederhole ich mich nicht.
Mein Sohn wog anfangs 2500 Gr und war auch sehr klein und zart, da empfehle ich gleich mal Wolle/Seide Kleidung zum wärmen.
Ich verstehe nicht, warum du nicht das Familienbett nutzt (für deine Kleine das Beste und für dich sicher auch). Außerdem kannst du sie auch jetzt schon im Tragetuch tragen (ich habe anfangs das Hoppediz genommen).
Und nun zum eig. Thema: vielleicht bist du auch trotzallem ein wenig überfordert, das ist ja ne riesige Umstellung auf einmal sooo viel Verantwortung zu haben. Du solltest dir vielleicht mal Gedanken machen, ob da irgendwo Ängste/Unsicherheiten bestehen, damit du dich damit auseinander setzen kannst.
Aber sprich unbedingt mit deiner Hebamme, die ist jetzt deine Verbündete und auch deinem Frauenarzt kannst du dich anvertrauen.
Such dir aufjedenfall Hilfe, denn die Kleinen sind meist die ersten Wochen noch recht "einfach" und dann gehts los und da brauchst du dann sicherlich all die Kraft für deine Tochter.

toi toi toi
Leny2011
757 Beiträge
14.12.2011 16:31
du setzt dich unheimlich unter druck find ich. deine sorgen um dein würmchen sind stets berechtigt und auch nachvollziehbar. und man darf auch weinen, wann immer einen danach zu mute ist. so ein kleines wesen verändert sehr viel und auch du wirst dich verändern durch sie. und genauso wie sie dazulernt lernst du dazu. und da kann die welt durchaus schonmal ne zeitlang kopf stehen. ich würd dir raten einfach das zu tun wonach dir ist und wenn es das kuscheln und schmusen mit deinem töchterlein ist. sie brauch das mehr als du glaubst und zu viel kuscheln gibbet net, zumindestens nicht in der welt der kleinen würmchen die lieben es nämlich vom mama den ganzen tag geschmust, getragen usw.zu werden. Also Kopf hoch, bald wird alles entspannter!!!!
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