Mütter- und Schwangerenforum

Wieviel Schlaf brauch ein Baby...

29.03.2009 20:13
Schlafen ist bekanntlich gesund: Der Körper sammelt neue Energie, durch Träume werden die Eindrücke des Tages und Dinge, die uns beschäftigen, verarbeitet. Schlaf ist also sowohl für unser seelisches wie auch unser körperliches Wohlbefinden von großer Bedeutung.

Erholsamen Schlaf erreicht man jedoch nicht von selbst, sondern durch ein vernünftiges Schlafmuster und gute Schlafgewohnheiten. Diese zu vermitteln ist Aufgabe der Eltern!

Wie viel Schlaf braucht ein Kind?

Wie viel oder wie wenig ein Kind schläft, beeinflusst die ganze Familie. Der Schlafrhythmus des Kindes beeinflusst den Schlaf der Eltern und damit die Familienatmosphäre insgesamt. Feste Gewohnheiten und relativ starre Bettzeiten sind deshalb wichtig.

Das Schlafbedürfnis ist individuell verschieden. Die unten genannten Angaben zum Schlafbedarf in verschiedenen Altersstufen sind daher nur Richtwerte. Ist Ihr Kind besonders aktiv und hat ein recht geringes Schlafbedürfnis, sollten Sie nicht um jeden Preis versuchen, seine Schlafphasen zu verändern.

Wie viel Schlaf braucht ein Säugling?

Säuglinge schlafen in der Regel 16 bis 20 Sunden täglich. Sie erwachen meist alle zwei bis drei Stunden, können jedoch bis zu fünf Stunden durchschlafen, bevor der Hunger sie aufweckt. Einige Säuglinge können jedoch bis zu sechs bis zehn Stunden durchschlafen. Dies ist in Ordnung, solange sie sich normal entwickeln, normal an Gewicht zunehmen und ansonsten aktiv sind.

Hat Ihr Baby einen erhöhten Energiebedarf, z.B. weil es zu wenig zunimmt oder gar an Gewicht verloren hat, muss es alle zwei bis drei Stunden geweckt werden, um zu trinken. Ihr Arzt oder die Säuglingskrankenschwester wird Sie in diesem Fall beraten.

Wie viel Schlaf braucht ein drei Monate altes Kleinkind?

Dreimonatige Kinder schlafen meist 13 bis 15 Stunden pro Tag. Diese Zeit verteilt sich so, dass die Kinder etwa fünf Stunden tagsüber und den Rest der Zeit nachts schlafen. Nachts können sie allerdings noch ein- bis zweimal aufwachen.

Ist es nach wie vor nötig, in der Nacht zu stillen oder zu wickeln, denken Sie daran, dies ohne großes Aufhebens (d.h. mit wenig Licht, ohne Geräusche usw.) zu tun. Wacht das Kind dennoch auf, versuchen Sie zunächst, es wieder einschlafen zu lassen. Streicheln Sie ihm sanft den Rücken, decken Sie es zu, so dass es Ihre Anwesenheit spürt. Lassen Sie ruhig ein paar Minuten vergehen, ehe Sie weitere Dinge tun.

Müssen Sie nachts noch Dinge unternehmen, tun Sie dies rasch, ruhig und ohne Licht zu machen. Sprechen Sie nicht zu Ihrem Baby, und spielen Sie nicht mit ihm. Auf diese Weise lernt es, dass nachts Nacht ist. Es wird sich merken, dass es nachts langweilig ist und dass nur tagsüber gespielt wird.

Bedenken Sie, dass es die Eltern sein sollten, die Ihrem Baby einen Tagesrhythmus beibringen, nicht umgekehrt! Für ein Baby macht es im Prinzip keinen Unterschied, ob es nachts oder tagsüber aktiv ist, daher ist es Ihre Entscheidung, wann es für ein Kind "spannend" ist und wann nicht.

Die hier gegebenen Ratschläge gelten nur für gesunde Babys. Ein krankes Kind oder ein Kind mit Fieber braucht umgehende Fürsorge, wenn es aufwacht.

Wie viel Schlaf braucht ein sechs bis zwölf Monate altes Kind?

Im Alter von einem halben bis einem Jahr schläft ein Kind in der Regel zwölf bis 14 von 24 Stunden. Wenn Ihr Kind immer noch nachts aufwacht und Sie sicher sind, dass es nicht krank ist, ist es in Ordnung, wenn Sie erst einmal fünf Minuten vergehen lassen. Erst dann brauchen Sie zu reagieren. Streicheln Sie Ihrem Kind den Rücken und decken Sie es zu, sprechen Sie leise und beruhigend zu ihm, so dass es Ihre Anwesenheit spürt. Hat es Durst, geben Sie ihm lediglich Wasser.

Für Kinder in diesem Alter ist auch ein Kuscheltier oder ein Kuschelkissen eine sinnvolle Einrichtung. Sie geben ihm Geborgenheit, wenn es nachts aufwacht.

Wie viel Schlaf braucht ein ein- bis dreijähriges Kind?

Ein- bis Dreijährige schlafen meist zehn bis zwölf Stunden. Um das Kind auf das Zubettgehen vorzubereiten, ist ein Gute-Nacht-Ritual hilfreich. Es ist gemütlich und schafft einen festen Rahmen. Das Kind lernt so, dass der Tag zu Ende ist und nun geschlafen wird.

Wie viel Schlaf braucht ein Kind im Vorschulalter?

Auch im Vorschulalter schläft ein Kind meist zehn bis zwölf Stunden. In diesem Alter sind Schlafgewohnheiten oft schon fest etabliert. Denken Sie daran, dass Kinder in diesem Alter oft Albträume haben. Wacht Ihr Kind auf und weint, braucht es Trost und Geborgenheit. Streicheln Sie es sanft und flüstern Sie ihm ein paar beruhigende Worte zu.

Wecken Sie es nicht mehr von sich aus. Fragen Sie Ihr Kind auch nicht nach seinem Traum, wenn es nicht wirklich wach ist. Meist wachen Kinder nach einem Albtraum nicht richtig auf und fallen schnell wieder in den Schlaf. Am nächsten Morgen wissen sie dann meistens nicht einmal mehr, dass sie geträumt haben.

Wie viel Schlaf braucht ein Schulkind?

Das Schlafbedürfnis eines Schulkindes beträgt in etwa zehn Stunden. Es ist wichtig, die Bettzeiten mit den Aktivitäten des nächsten Tages zu koordinieren. Dadurch ist das Kind ausgeschlafen und ausgeruht für die Aufgaben des Tages.

Morgenkämpfe mit einem müden Kind sind alles andere als angenehm. Das gilt für alle Seiten, auch für das Kind selbst. Es ist aber wichtig, dass Sie als Eltern die Grenzen bestimmen und durchsetzen.

Das Gute-Nacht-Ritual

Ein Gute-Nacht-Ritual ist eine feste Routine, die sich täglich vor dem Schlafengehen wiederholt, und könnte etwa so aussehen:

* Lassen Sie Ihr Kind "abkühlen", indem Sie ein ruhiges Spiel spielen.

* Suchen Sie gemeinsam das Nachtzeug aus.

* Hören Sie gemeinsam etwas ruhige Musik.

* Lesen Sie etwas vor oder erzählen sie einander Geschichten.

* Bringen Sie Ihr Kind zu Bett. Ein Kuscheltier gibt Geborgenheit.

* Ein Gute-Nacht-Ritual sollte 15 bis 30 Minuten dauern.

Ist es normal, dass mein Kind so wenig schläft?

Bei der Beurteilung dieser Frage appellieren Sie zunächst an Ihren gesunder Menschenverstand. Ist Ihr Kind morgens ausgeschlafen, entwickelt es sich normal, ist es aktiv und gesund, dann schläft es auch genug. Dies gilt unabhängig von der absoluten Schlafdauer. Zur Sicherheit können Sie auch das Schlafmuster Ihres Kindes mit denen der übrigen Familienmitglieder vergleichen. Manchmal sind auch Schlafgewohnheiten erblich.

Wenn Sie nach wie vor unsicher sind, ob Ihr Kind genug schläft, sprechen Sie mit einem Arzt.

Soll sich ein Kind in der Nacht ausweinen?

Nein! Ein Kind, das weint, muss getröstet werden! Es braucht Geborgenheit. Streicheln Sie es sanft, flüstern Sie ihm etwas Beruhigendes zu, decken Sie es zu, bis es zur Ruhe kommt.

Weint Ihr Kind nachts, sollten Sie darüber hinaus sicher gehen, ob ihm nichts weh tut, es nicht krank ist und es kein Fieber hat.
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