Zwei Händchen voll Leben -Leon
12.01.2014 21:50
Hier möchte ich nun über uns berichten, niederschreiben was mir auf dem Herzen liegt und festhalten, wie DU unser Leben Tag für Tag bereicherst.
Ich möchte Erinnerungen sammeln und Gedanken und Gefühle davor bewahren in Vergessenheit zu geraten.
Leon, mein Muckelchen das ist deine Geschichte:
Ich bin mit deinem Papa zusammen seit ich 13 Jahre bin.Als wir uns kennen lernten war ich ein pickeliger Teenager und sowohl vom Verstand als auch vom Aussehen mehr Kind als Frau. Er war mein erster richtiger Freund und meine erste große Liebe. Wir waren unzertrennlich und sind es geblieben bis heute (auch wenn wir uns zeitweise wohl beide gerne schon zum Mond geschossen hätten
Die Anfänge unserer Liebe liegen nun 10 Jahre zurück und in dieser Zeit ist viel passiert. Wir haben zusammen den Führerschein gemacht und mit 18 sind wir von Zuhause ausgezogen und haben uns unsere erste gemeinsame Wohnung gesucht. Kurz darauf haben wir beide unser Abi gemacht und angefangen zu studieren. Wir haben uns verlobt und geheiratet, sind in der Zwischenzeit noch zweimal umgezogen...
Doch das größte und schönste Ereignis warst du kleiner Leon.
Nichts in unserem Leben war je so spannend, aufregend, emotional, packend und hinreißend wie DU.
Du wirst so sehr geliebt und für nichts auf der Welt sind wir dankbarer als dafür, dass du bei uns bist.
Du bist und warst ein Wunschkind.
Doch dein Weg zu uns war nicht ganz unbeschwerlich. Eine Operation brauchte es und ein wenig Hilfe von außen war nötig, damit ich schwanger werden konnte. So dauerte es ein langes Jahr bis du endlich bei mir eingezogen bist.
Wir waren überglücklich als wir von dir erfuhren. Mein Herz pochte so laut in meinen Ohren, mir war schwindelig vor Glück und ich liebte dich vom ersten Moment an. Das war im März 2012.
Die Schwangerschaft wurde schnell von meiner Ärztin bestätigt und mit jedem Millimeter den dein kleiner Körper wuchs, nahm unser Glück zu.
Leider war es uns nicht vergönnt die Freude über dich ungetrübt zu genießen. Durch die Medikamente die ich mir spritzte um mit dir schwanger zu werden, bekam ich ein Überstimmulationssyndrom das mit starken Bauchschmerzen und Wassereinlagerungen einherging. Ich musste mir Heparin zur Blutverdünnung spritzen und es bestand die Gefahr dich zu verlieren.
Doch von Tag zu Tag wurde es besser und du hast dich gut festgekrallt da wo du warst! Aus einem Minipünktchen auf dem Ultraschall wurde ein kleines Gummibärchen mit Ärmchen und Beinchen und einem kräftig schlagenden Herzchen
Obwohl die Babys seit jeher so entstanden sein müssen, bin ich sicher, dass du ein Wunder warst.
Bei der nächsten Untersuchung stellte man fest, dass die Plazenta völlig vor dem Muttermund lag (Placenta praevia) und würde das so bleiben, müsstest du einige Zeit vor deinem Termin per Kaiserschnitt auf die Welt geholt werden. Diese Aussicht machte mich traurig, denn ich wünschte mir so sehr eine natürliche Geburt. Aber es ging dir gut und das das Wichtigste.
Der nächste Schlag lies nicht lange auf sich warten. Beim Routineultraschall wurde eine stark vergrößerte Nackenfalte festgestellt. Wir wollten keine spezielle Untersuchung. Meine Ärztin sah es einfach so und auch ich konnte sehen, dass da etwas verändert aussah an dir.
Man sagte mir, es sei ein Zeichen dafür, dass du krank sein könntest. Obwohl alles andere in Ordnung war schickte man mich direkt zu einer Spezialistin in die Uniklinik nach Homburg. Dort wurde ein sehr langer Feinultraschall vorgenommen und alles bis aufs Kleinste kontrolliert. DIe Nackenfalte war deutlich vergrößert und man fand einen white spot in deinem Hirn. Das Nasenbein war darstellbar aber klein und die Länge deines Oberschenkelknochens (Femur) war sehr gering... Alles Organische war prima und dir ging es sichtlich gut. Doch alle diese Auffäligkeiten liesen den Schluss nahe, dass du ein besonderes Kind werden würdest. Die Ärzte vermuteten eine Trisomie 21, 18 oder 13.
Uns wurde dringend zu einer Chorionzottenbiopsie geraten durch die eine Genuntersuchung von dir stattfinden könnte.
Wir waren fertig mit den Nerven, waren verängstigt,besorgt. Wir entschieden uns dafür und liesen den Eingriff am gleichen Tag durchführen.
Das Ergebnis erhielten wir drei Tage später.
Die Zwischenzeit war schrecklich und ich konnte mich mit nichts anderem befassen als mit der Möglichkeit, dass du krank sein könntest .
Wir belasen uns im Internet über die Chromosomenveränderungen bei Trisomie 21, 18 und 13.
Wir schauten Videos und grübelten, hofften und bangten... um dein Leben.
Es war nicht mehr Angst, dass du krank sein könntest, die Angst wie unser Leben dann laufen würde- es war die Angst, dass du gar keine Chance haben könntest zu leben. Die Angst dich zu verlieren.
Ich wünschte mir, dass du gesund bist und hoffte, dass du wenn du krank sein solltest "nur" Trisomie 21 haben würdest. Denn damit, mit dem Down Syndrom würdest du Leben können. Die beiden anderen Trisomien bedeuteten den frühen Tod.
Wir wollten dich bei uns haben... Mit dem Down Syndrom hätten wir dich zu uns kommen lassen bei Trisomie 13 oder 18 waren wir unschlüssig ...
Schreckliche Gedanken und ich wünschte ich hätte sie mi nie gemacht.
Das Ergebnis kam und alles war in Ordnung. Du warst gesund!!!!!
Wir waren so unglaublich erleichtert und froh.
Wieder hatten wir Glück gehabt. Dazu erfuhren wir,dass du ein kleiner Junge bist!
(Ehrlich gesagt hatte ich mir immer ein Mädchen gewünscht- doch du bist besser als alles was ich mir je hätte wünschen können)
Du hast dich weiter ganz toll entwickelt, bist mächtig gewachsen und hast es dir gerne unter meinen Rippen gemütlich gemacht - das war ein ekliges Gefühl
Ich liebte dich und meinen Babybauch und das Gefühl deine Bewegungen zu spüren und dich unter meinem Herzen zu tragen war unbeschreiblich...
Ab der 19. Ssw verkürzte sich mein Gebärmutterhals. In der 24. SSw verlor ich den Schleimpropf der die Gebärmutter vor Keimen schützt und bekam Wehen. Ich lag 5 Wochen in Homburg in der Uniklinik. Dein Papa war jeden Tag bei uns. Ich durfte nur noch aufstehen um zur Toilette zu gehen und zu duschen- es zehrte an meinen Nerven obwohl ich zwei ganz tolle Freundinnen fand in dieser Zeit.
Astrid und Daniela meine Zimmernachbarinnen.
Fortsetzung folgt...
Ich möchte Erinnerungen sammeln und Gedanken und Gefühle davor bewahren in Vergessenheit zu geraten.
Leon, mein Muckelchen das ist deine Geschichte:
Ich bin mit deinem Papa zusammen seit ich 13 Jahre bin.Als wir uns kennen lernten war ich ein pickeliger Teenager und sowohl vom Verstand als auch vom Aussehen mehr Kind als Frau. Er war mein erster richtiger Freund und meine erste große Liebe. Wir waren unzertrennlich und sind es geblieben bis heute (auch wenn wir uns zeitweise wohl beide gerne schon zum Mond geschossen hätten
Die Anfänge unserer Liebe liegen nun 10 Jahre zurück und in dieser Zeit ist viel passiert. Wir haben zusammen den Führerschein gemacht und mit 18 sind wir von Zuhause ausgezogen und haben uns unsere erste gemeinsame Wohnung gesucht. Kurz darauf haben wir beide unser Abi gemacht und angefangen zu studieren. Wir haben uns verlobt und geheiratet, sind in der Zwischenzeit noch zweimal umgezogen...
Doch das größte und schönste Ereignis warst du kleiner Leon.
Nichts in unserem Leben war je so spannend, aufregend, emotional, packend und hinreißend wie DU.
Du wirst so sehr geliebt und für nichts auf der Welt sind wir dankbarer als dafür, dass du bei uns bist.
Du bist und warst ein Wunschkind.
Doch dein Weg zu uns war nicht ganz unbeschwerlich. Eine Operation brauchte es und ein wenig Hilfe von außen war nötig, damit ich schwanger werden konnte. So dauerte es ein langes Jahr bis du endlich bei mir eingezogen bist.
Wir waren überglücklich als wir von dir erfuhren. Mein Herz pochte so laut in meinen Ohren, mir war schwindelig vor Glück und ich liebte dich vom ersten Moment an. Das war im März 2012.
Die Schwangerschaft wurde schnell von meiner Ärztin bestätigt und mit jedem Millimeter den dein kleiner Körper wuchs, nahm unser Glück zu.
Leider war es uns nicht vergönnt die Freude über dich ungetrübt zu genießen. Durch die Medikamente die ich mir spritzte um mit dir schwanger zu werden, bekam ich ein Überstimmulationssyndrom das mit starken Bauchschmerzen und Wassereinlagerungen einherging. Ich musste mir Heparin zur Blutverdünnung spritzen und es bestand die Gefahr dich zu verlieren.
Doch von Tag zu Tag wurde es besser und du hast dich gut festgekrallt da wo du warst! Aus einem Minipünktchen auf dem Ultraschall wurde ein kleines Gummibärchen mit Ärmchen und Beinchen und einem kräftig schlagenden Herzchen
Obwohl die Babys seit jeher so entstanden sein müssen, bin ich sicher, dass du ein Wunder warst.
Bei der nächsten Untersuchung stellte man fest, dass die Plazenta völlig vor dem Muttermund lag (Placenta praevia) und würde das so bleiben, müsstest du einige Zeit vor deinem Termin per Kaiserschnitt auf die Welt geholt werden. Diese Aussicht machte mich traurig, denn ich wünschte mir so sehr eine natürliche Geburt. Aber es ging dir gut und das das Wichtigste.
Der nächste Schlag lies nicht lange auf sich warten. Beim Routineultraschall wurde eine stark vergrößerte Nackenfalte festgestellt. Wir wollten keine spezielle Untersuchung. Meine Ärztin sah es einfach so und auch ich konnte sehen, dass da etwas verändert aussah an dir.
Man sagte mir, es sei ein Zeichen dafür, dass du krank sein könntest. Obwohl alles andere in Ordnung war schickte man mich direkt zu einer Spezialistin in die Uniklinik nach Homburg. Dort wurde ein sehr langer Feinultraschall vorgenommen und alles bis aufs Kleinste kontrolliert. DIe Nackenfalte war deutlich vergrößert und man fand einen white spot in deinem Hirn. Das Nasenbein war darstellbar aber klein und die Länge deines Oberschenkelknochens (Femur) war sehr gering... Alles Organische war prima und dir ging es sichtlich gut. Doch alle diese Auffäligkeiten liesen den Schluss nahe, dass du ein besonderes Kind werden würdest. Die Ärzte vermuteten eine Trisomie 21, 18 oder 13.
Uns wurde dringend zu einer Chorionzottenbiopsie geraten durch die eine Genuntersuchung von dir stattfinden könnte.
Wir waren fertig mit den Nerven, waren verängstigt,besorgt. Wir entschieden uns dafür und liesen den Eingriff am gleichen Tag durchführen.
Das Ergebnis erhielten wir drei Tage später.
Die Zwischenzeit war schrecklich und ich konnte mich mit nichts anderem befassen als mit der Möglichkeit, dass du krank sein könntest .
Wir belasen uns im Internet über die Chromosomenveränderungen bei Trisomie 21, 18 und 13.
Wir schauten Videos und grübelten, hofften und bangten... um dein Leben.
Es war nicht mehr Angst, dass du krank sein könntest, die Angst wie unser Leben dann laufen würde- es war die Angst, dass du gar keine Chance haben könntest zu leben. Die Angst dich zu verlieren.
Ich wünschte mir, dass du gesund bist und hoffte, dass du wenn du krank sein solltest "nur" Trisomie 21 haben würdest. Denn damit, mit dem Down Syndrom würdest du Leben können. Die beiden anderen Trisomien bedeuteten den frühen Tod.
Wir wollten dich bei uns haben... Mit dem Down Syndrom hätten wir dich zu uns kommen lassen bei Trisomie 13 oder 18 waren wir unschlüssig ...
Schreckliche Gedanken und ich wünschte ich hätte sie mi nie gemacht.
Das Ergebnis kam und alles war in Ordnung. Du warst gesund!!!!!
Wir waren so unglaublich erleichtert und froh.
Wieder hatten wir Glück gehabt. Dazu erfuhren wir,dass du ein kleiner Junge bist!
(Ehrlich gesagt hatte ich mir immer ein Mädchen gewünscht- doch du bist besser als alles was ich mir je hätte wünschen können)
Du hast dich weiter ganz toll entwickelt, bist mächtig gewachsen und hast es dir gerne unter meinen Rippen gemütlich gemacht - das war ein ekliges Gefühl
Ich liebte dich und meinen Babybauch und das Gefühl deine Bewegungen zu spüren und dich unter meinem Herzen zu tragen war unbeschreiblich...
Ab der 19. Ssw verkürzte sich mein Gebärmutterhals. In der 24. SSw verlor ich den Schleimpropf der die Gebärmutter vor Keimen schützt und bekam Wehen. Ich lag 5 Wochen in Homburg in der Uniklinik. Dein Papa war jeden Tag bei uns. Ich durfte nur noch aufstehen um zur Toilette zu gehen und zu duschen- es zehrte an meinen Nerven obwohl ich zwei ganz tolle Freundinnen fand in dieser Zeit.
Astrid und Daniela meine Zimmernachbarinnen.
Fortsetzung folgt...
12.01.2014 22:17
Hab es gerade echt verschlungen was du geschrieben hast klingt so spannend. Ich hab damals echt mit dir gebangt als du Dezemberlies schriebst das der kleine nun da ist und ich freu mich so das es ihm gut geht. Voll schön mal wieder was von dir zu hören
12.01.2014 22:28
*gemerkt*
Und nu auf die Fortsetzung warte...
Übrigens... Super toll geschrieben.
Und nu auf die Fortsetzung warte...
Übrigens... Super toll geschrieben.
12.01.2014 22:31
Huhuu!
Ich lese hier auch mit. Über den Anführer unserer Dezemberlis
Ich lese hier auch mit. Über den Anführer unserer Dezemberlis
12.01.2014 23:09
Toll geschrieben und echt schlimm was ihr habt durchmachen müssen
Bin gespannt wie eure geschichte weiter geht
Bin gespannt wie eure geschichte weiter geht
12.01.2014 23:37
Hallo, ich freue mich, dass unsere Geschichte auf soviel Resonanz stößt- ich lade euch herzlich ein weiter dabei zu bleiben! Liebste Grüße,
Lisa
Lisa
13.01.2014 01:27
Fortsetzung:
Die Zeit im Krankenhaus schlich so langsam dahin, dass ich, hätte ich eine Sanduhr gehabt sicher die einzelnen Sandkörner beim Fallen hätte zählen können.
Aber dir ging es gut, du bist gewachsen, so wie es von dir erwartet wurde und ich freute mich über jedes Gramm, um das deine Gewichtsschätzung stieg...
Ich freute mich über jede Woche und jeden Tag den du in meinem Bauch bliebst-
Immer wieder bekam ich gesagt, dass jeder Tag im Mutterleib zählt.
Der Gebärmutterhals blieb recht stabil und die Wehen hatte man durch Wehenhemmer gut im Griff, du hattest zweimal die Lungenreife bekommen und ich bekam prophylaktisch drei vers. Antibiosen verabreicht...
Die anfänglichen Nebenwirkungen der Wehenhemmer wie Herzrasen, Schwindel und Kopfschmerzen hatten nachgelassen. Ich hatte eigentlich keine Schwangerschaftsbeschwerden wie Übekeit oder ähnliches- aber langsam begann mir von der ständigen Liegerei in dem unbequemen Bett alles wehzutun und ich hatte keine Lust mehr.
Ich war naiv und dumm, glaubte nicht mehr recht, dass du wirklich zu früh kommen würdest... Ich hatte viel gelesen über Frauen mit ähnlichen Erfahrungen und immer wieder las ich davon, dass die Frauen am Ende noch übertrugen wegen den vielen Wehenhemmern und sogar eingeleitet werden mussten...
Ich haderte mit meinem Schicksal und dachte so für mich, dass es mir wohl auch so gehen müsste.
Ich wollte nur noch nach Hause und bei jeder Visite der Ärzte fragte ich, ob ich nicht Zuhause weiter "Bettruhe" halten könnte...
Am 17.09.12 in der 29. Ssw ( 28+6) wurde ich mit einem Gebärmutterhals von 15 mm nach Hause entlassen.
Ich freute mich so, ahnte nicht was passieren würde...
Zuhause richtete ich mein Lager auf der Couch. Aber hier und da, stand ich mal auf um ins Bad zu gehen oder mal schnell in die Küche was essen...
Bei den nächsten zwei Kontrollterminen ( Ssw 29+0 und 29+3) bei meiner Frauenärztin war alles stabil geblieben.
Ich bräuchte nicht mehr nur zu Liegen. Von ganz langsam steigern war die Rede...
Ich beschäftigte mich in den folgenden Tagen mit Fragen rund um die Geburt. Meine Plazenta hatte sich durch das Wachstum der Gebärmutter nach oben gezogen und gab den Muttermund frei- einer natürlichen Geburt stand nichts im Wege.
Ich freute mich darauf, malte mir alles aus und las unzählige Geburtsberichte.Ich träumte von einer ganz natürlichen, friedlichen Geburt und stellte mir wieder und wieder vor wie sein würde, dich zum ersten Mal zu sehen. Wie es sein würde dich zu berühren. Ich fertigte Listen an und besprach alles mit deinem Papa. Ich hatte plötzlich den Drang jetzt alles fertig zu organisieren und endlich die Kliniktasche zu packen. Ich freute mich auf dich.
Am 30. September (Ssw 30+5) wachte ich schon mit ganz leichten Wehen auf. Daher nahm ich meine Wehenhemmer (Adalat 1.30) schon etwas zeitiger und machte es mir wieder auf der Couch bequem. Ich wehte so leise vor mich hin aber es war nicht schlimmer, als ich es schon kannte. Es wurde auch nicht schlimmer, aber es hörte auch nicht auf.
Mittags waren wir bei deiner Oma Carola zum Essen eingeladen. Ich freute mich das Haus zu verlassen. Schließlich wohnte sie nur eine Minute Fahrtzeit entfernt und ich dachte, dass es wohl keinen Unterschied macht an welchem Tisch ich sitze zum Essen.
Ich war so abgelenkt, dass ich nicht mehr auf das Ziehen und hartwerden des Bauches achtete, bis es beim Essen plötzlich unangenehmer wurde.
Wir notierten die Zeitabstände. Es waren regelmäßige Kontraktionen im Abstand von 10 Minuten, nicht schmerzhaft aber unangenehm. Ich telefonierte mit meiner Hebamme und beschloss meine zweite Dosis Adalat (Wehenhemmer) einzunehmen und mich hinzulegen.
Ich hoffte auf Besserung. Natürlich dachte ich darüber nach in die Klinik zu fahren aber ich war hin und hergerissen. Ich war mir unsicher was da vorging, hatte Angst davor wieder stationär im Krankenhaus bleiben zu müssen. Ich war dumm und habe die Situation falsch eingeschätzt.
Um 7 Uhr abends sind wir schließlich losgefahren ins Krankenhaus.
Dort wurde zunächst ein CTG geschrieben und die Wehen kamen ca alle 5 Minuten. Sofort wurde ein Zugang gelegt und die Tokolyse (Wehenhemmer) auf höchster Stufe angehängt. Die Untersuchung ergab, dass der Gebärmutterhals fast vollständig verstrichen war und fingerdurchlässig. Die Fruchtblase drückte sich bereits unter den Wehen heraus.
Ich dachte noch immer, dass die Tokolyse gleich anschlägt...
Der Oberarzt kam und lies mich für alle Fälle eine Aufklärung zum etwaigen Kaiserschnitt unterschreiben.
Ich kann nicht mehr richtig beschreiben was danach alles passierte. Ich war so aufgeregt und durcheinander. Ich war so kindisch und egoistisch, dass ich gar nicht recht an dich dachte mein kleines Muckelchen. Ich war wie in Trance. Sie sagten mir, dass sie dich auf die Welt holen, wenn die Tokolyse nicht bald hilft.
Jetzt denke ich, dass ich mich hätte konzentrieren müssen auf dich und mich, meinen Körper. Ich hätte versuchen sollen, mich zu entspannen. Ich hätte mit dir sprechen sollen, dir sagen sollen, dass ich dich liebe. Ich hätte es schaffen müssen, dass du noch bei mir bleiben kannst.
Ich weiß nicht, was ich gedacht habe und warum mir nicht bewusst war, dass du jetzt noch nicht zur Welt kommen solltest. Ich weiß nicht, warum ich nur mit mir beschäftigt war.
Es tut mir so leid. Ich wünschte ich hätte es aufgehalten. Ich wünschte ich könnte jetzt sicher wissen, ob ich es hätte aufhalten können.
Ob es anders gekommen wäre, wenn wir früher ins Krankenhaus gefahren wären. Ob es anders gekommen wäre, wenn ich mich nicht so dumm verhalten hätte.
Immer wieder habe ich den Gedanken, dass die Tokolyse vielleicht doch angeschlagen hatte und ich nur zu panisch war um es zu merken, dass es besser wird.
Man fragte mich ob es schon besser ist. Ich sagte "Nein" und damit fiel der Entschluss dich zu holen.
Es ging alles zu schnell. Bevor mir wirklich klar wurde was passiert wurde ich schon in den Op gefahren. Ich fragte noch ob ich dich nicht normal entbinden darf. Der Arzt riet allerdings davon ab.
Eine Schwester wollte mir den Blasenkatheter legen und ich spürte ein Stechen und dann wurde alles nass. Ich dachte schon mir sei die Fruchtblase geplatzt, dabei hatte sich meine Blase entleert bei dem Versuch den Katheter einzuführen. Alles brannte zwischen meinen Beinen.
Danach wurde ich in meinem Bett in den Op geschoben.Jens musste zurückbleiben. Ich zitterte am ganzen Körper stark. Ich erinnere mich noch an das grelle Licht über mir. An meinen nackten Babybauch und die vielen verschwommenen Gesichter um mich herum. Die Anästesistin setzte mir schon eine Maske auf während sie noch erklärte, dass ich eine Vollnarkose bekomme.
DU wurdest geboren am 01.10.2012 in der Ssw 30+6, 9 Wochen und ein Tag vor deinem errechneten Entbindungstermin mit 40 cm Größe und 1705 g Körpergewicht.
Die Zeit im Krankenhaus schlich so langsam dahin, dass ich, hätte ich eine Sanduhr gehabt sicher die einzelnen Sandkörner beim Fallen hätte zählen können.
Aber dir ging es gut, du bist gewachsen, so wie es von dir erwartet wurde und ich freute mich über jedes Gramm, um das deine Gewichtsschätzung stieg...
Ich freute mich über jede Woche und jeden Tag den du in meinem Bauch bliebst-
Immer wieder bekam ich gesagt, dass jeder Tag im Mutterleib zählt.
Der Gebärmutterhals blieb recht stabil und die Wehen hatte man durch Wehenhemmer gut im Griff, du hattest zweimal die Lungenreife bekommen und ich bekam prophylaktisch drei vers. Antibiosen verabreicht...
Die anfänglichen Nebenwirkungen der Wehenhemmer wie Herzrasen, Schwindel und Kopfschmerzen hatten nachgelassen. Ich hatte eigentlich keine Schwangerschaftsbeschwerden wie Übekeit oder ähnliches- aber langsam begann mir von der ständigen Liegerei in dem unbequemen Bett alles wehzutun und ich hatte keine Lust mehr.
Ich war naiv und dumm, glaubte nicht mehr recht, dass du wirklich zu früh kommen würdest... Ich hatte viel gelesen über Frauen mit ähnlichen Erfahrungen und immer wieder las ich davon, dass die Frauen am Ende noch übertrugen wegen den vielen Wehenhemmern und sogar eingeleitet werden mussten...
Ich haderte mit meinem Schicksal und dachte so für mich, dass es mir wohl auch so gehen müsste.
Ich wollte nur noch nach Hause und bei jeder Visite der Ärzte fragte ich, ob ich nicht Zuhause weiter "Bettruhe" halten könnte...
Am 17.09.12 in der 29. Ssw ( 28+6) wurde ich mit einem Gebärmutterhals von 15 mm nach Hause entlassen.
Ich freute mich so, ahnte nicht was passieren würde...
Zuhause richtete ich mein Lager auf der Couch. Aber hier und da, stand ich mal auf um ins Bad zu gehen oder mal schnell in die Küche was essen...
Bei den nächsten zwei Kontrollterminen ( Ssw 29+0 und 29+3) bei meiner Frauenärztin war alles stabil geblieben.
Ich bräuchte nicht mehr nur zu Liegen. Von ganz langsam steigern war die Rede...
Ich beschäftigte mich in den folgenden Tagen mit Fragen rund um die Geburt. Meine Plazenta hatte sich durch das Wachstum der Gebärmutter nach oben gezogen und gab den Muttermund frei- einer natürlichen Geburt stand nichts im Wege.
Ich freute mich darauf, malte mir alles aus und las unzählige Geburtsberichte.Ich träumte von einer ganz natürlichen, friedlichen Geburt und stellte mir wieder und wieder vor wie sein würde, dich zum ersten Mal zu sehen. Wie es sein würde dich zu berühren. Ich fertigte Listen an und besprach alles mit deinem Papa. Ich hatte plötzlich den Drang jetzt alles fertig zu organisieren und endlich die Kliniktasche zu packen. Ich freute mich auf dich.
Am 30. September (Ssw 30+5) wachte ich schon mit ganz leichten Wehen auf. Daher nahm ich meine Wehenhemmer (Adalat 1.30) schon etwas zeitiger und machte es mir wieder auf der Couch bequem. Ich wehte so leise vor mich hin aber es war nicht schlimmer, als ich es schon kannte. Es wurde auch nicht schlimmer, aber es hörte auch nicht auf.
Mittags waren wir bei deiner Oma Carola zum Essen eingeladen. Ich freute mich das Haus zu verlassen. Schließlich wohnte sie nur eine Minute Fahrtzeit entfernt und ich dachte, dass es wohl keinen Unterschied macht an welchem Tisch ich sitze zum Essen.
Ich war so abgelenkt, dass ich nicht mehr auf das Ziehen und hartwerden des Bauches achtete, bis es beim Essen plötzlich unangenehmer wurde.
Wir notierten die Zeitabstände. Es waren regelmäßige Kontraktionen im Abstand von 10 Minuten, nicht schmerzhaft aber unangenehm. Ich telefonierte mit meiner Hebamme und beschloss meine zweite Dosis Adalat (Wehenhemmer) einzunehmen und mich hinzulegen.
Ich hoffte auf Besserung. Natürlich dachte ich darüber nach in die Klinik zu fahren aber ich war hin und hergerissen. Ich war mir unsicher was da vorging, hatte Angst davor wieder stationär im Krankenhaus bleiben zu müssen. Ich war dumm und habe die Situation falsch eingeschätzt.
Um 7 Uhr abends sind wir schließlich losgefahren ins Krankenhaus.
Dort wurde zunächst ein CTG geschrieben und die Wehen kamen ca alle 5 Minuten. Sofort wurde ein Zugang gelegt und die Tokolyse (Wehenhemmer) auf höchster Stufe angehängt. Die Untersuchung ergab, dass der Gebärmutterhals fast vollständig verstrichen war und fingerdurchlässig. Die Fruchtblase drückte sich bereits unter den Wehen heraus.
Ich dachte noch immer, dass die Tokolyse gleich anschlägt...
Der Oberarzt kam und lies mich für alle Fälle eine Aufklärung zum etwaigen Kaiserschnitt unterschreiben.
Ich kann nicht mehr richtig beschreiben was danach alles passierte. Ich war so aufgeregt und durcheinander. Ich war so kindisch und egoistisch, dass ich gar nicht recht an dich dachte mein kleines Muckelchen. Ich war wie in Trance. Sie sagten mir, dass sie dich auf die Welt holen, wenn die Tokolyse nicht bald hilft.
Jetzt denke ich, dass ich mich hätte konzentrieren müssen auf dich und mich, meinen Körper. Ich hätte versuchen sollen, mich zu entspannen. Ich hätte mit dir sprechen sollen, dir sagen sollen, dass ich dich liebe. Ich hätte es schaffen müssen, dass du noch bei mir bleiben kannst.
Ich weiß nicht, was ich gedacht habe und warum mir nicht bewusst war, dass du jetzt noch nicht zur Welt kommen solltest. Ich weiß nicht, warum ich nur mit mir beschäftigt war.
Es tut mir so leid. Ich wünschte ich hätte es aufgehalten. Ich wünschte ich könnte jetzt sicher wissen, ob ich es hätte aufhalten können.
Ob es anders gekommen wäre, wenn wir früher ins Krankenhaus gefahren wären. Ob es anders gekommen wäre, wenn ich mich nicht so dumm verhalten hätte.
Immer wieder habe ich den Gedanken, dass die Tokolyse vielleicht doch angeschlagen hatte und ich nur zu panisch war um es zu merken, dass es besser wird.
Man fragte mich ob es schon besser ist. Ich sagte "Nein" und damit fiel der Entschluss dich zu holen.
Es ging alles zu schnell. Bevor mir wirklich klar wurde was passiert wurde ich schon in den Op gefahren. Ich fragte noch ob ich dich nicht normal entbinden darf. Der Arzt riet allerdings davon ab.
Eine Schwester wollte mir den Blasenkatheter legen und ich spürte ein Stechen und dann wurde alles nass. Ich dachte schon mir sei die Fruchtblase geplatzt, dabei hatte sich meine Blase entleert bei dem Versuch den Katheter einzuführen. Alles brannte zwischen meinen Beinen.
Danach wurde ich in meinem Bett in den Op geschoben.Jens musste zurückbleiben. Ich zitterte am ganzen Körper stark. Ich erinnere mich noch an das grelle Licht über mir. An meinen nackten Babybauch und die vielen verschwommenen Gesichter um mich herum. Die Anästesistin setzte mir schon eine Maske auf während sie noch erklärte, dass ich eine Vollnarkose bekomme.
DU wurdest geboren am 01.10.2012 in der Ssw 30+6, 9 Wochen und ein Tag vor deinem errechneten Entbindungstermin mit 40 cm Größe und 1705 g Körpergewicht.
13.01.2014 06:42
*gemerkt*
Les mir es nachher mal durch...
Schau doch mal bei mir vorbei
http://www.mamacommunity.de/forum/geburtsberichte/ unser-fruehchen-emilia?page=1
Les mir es nachher mal durch...
Schau doch mal bei mir vorbei
http://www.mamacommunity.de/forum/geburtsberichte/ unser-fruehchen-emilia?page=1
28.01.2014 01:38
Fortsetzung
Um 0.56 Uhr wurdest du auf diese Welt geholt.Ich weiß nicht, was du als erstes gesehen und gehört hast. Ich weiß nur, dass es weder dein Papa noch ich waren, die du gesehen hast und auch unsere Stimmen konntest du nicht hören.
Ich wollte dich friedlich und liebevoll auf dieser Welt willkommen heißen.
So gerne hätte ich dich gespürt und berührt, dich geküsst und dir zugeflüstert wie sehr ich dich liebe. Deine Geburt hätte doch DIESER EINE GANZ BESONDERE MOMENT werden sollen, denn ich nie vergessen würde. Stattdessen lag ich in Narkose und du wurdest in die Atmosphäre eines sterilen und grell beleuchteten Operationssaal geboren, umgeben von Fremden.
Es tut mir leid.
Du hast geatmet und geschrien, du warst rosig und lebendig. Dein Papa durfte einen kurzen Blick auf dich werfen, bevor du auf die Frühchenintensivstation gebracht wurdest. Er hat zwei Bilder von dir geschossen, die er mir zeigte als ich im Aufwachraum zu mir kam.
So habe ich dich nicht gesehen, als ich nach 15 Stunden das erste mal im Rollstuhl zu dir gefahren wurde...
Mit Schutzkittel und desinfizierten Händen durfte ich zu dir. Da lagst du, so winzig klein in deinem Inkubator, übersäht mit Infusionsschläuchen, Zugängen und Elektroden. Du warst völlig regungslos, wie tod, abgesehen von dem mechanischen Heben und Senken deines zierlichen Brustkorbs durch die Beatmungsmaschine .
Dieser Anblick zeriss mir das Herz. Mir wurde der Boden unter den Füßen weggezogen und ich bekam eine erste Ahnung davon, was die Frühgeburt wirklich bedeutete.
Ich liebte dich und freute mich dich endlich zu sehen, doch der Schmerz war übermächtig. Ich fühlte mich hilflos, verzweifelt und traurig. Ich konnte die Tränen nicht zurückhalten und unter dem Schluchzen schaffte ich es nicht, etwas zu dir zu sagen.
Ich hatte zu diesem Zeitpunkt noch keine Minute alleine mit dir verbracht, dich nicht berührt, nicht an dir gerochen, hatte noch keinen Schrei von dir gehört, keine Bewegung gesehen und doch konnte ich mir ein Leben ohne dich nicht mehr vorstellen. Der schlimmste Gedanke war, dich verlieren zu können.
Durch zwei Luken im Inkubator durfte ich dich berühren- was sich als schwerer herausstellte als gedacht, da meine Hände zitterten und dein kleiner, zerbrechlicher Körper kaum eine unverkabelte, freie Stelle aufwies.
Im Hintergrund ertönte ein ständiges Piepsen der Maschinen und jeder Alarm machte mich wahnsinnig.
Ich hatte solche Angst um dich.
Um 0.56 Uhr wurdest du auf diese Welt geholt.Ich weiß nicht, was du als erstes gesehen und gehört hast. Ich weiß nur, dass es weder dein Papa noch ich waren, die du gesehen hast und auch unsere Stimmen konntest du nicht hören.
Ich wollte dich friedlich und liebevoll auf dieser Welt willkommen heißen.
So gerne hätte ich dich gespürt und berührt, dich geküsst und dir zugeflüstert wie sehr ich dich liebe. Deine Geburt hätte doch DIESER EINE GANZ BESONDERE MOMENT werden sollen, denn ich nie vergessen würde. Stattdessen lag ich in Narkose und du wurdest in die Atmosphäre eines sterilen und grell beleuchteten Operationssaal geboren, umgeben von Fremden.
Es tut mir leid.
Du hast geatmet und geschrien, du warst rosig und lebendig. Dein Papa durfte einen kurzen Blick auf dich werfen, bevor du auf die Frühchenintensivstation gebracht wurdest. Er hat zwei Bilder von dir geschossen, die er mir zeigte als ich im Aufwachraum zu mir kam.
So habe ich dich nicht gesehen, als ich nach 15 Stunden das erste mal im Rollstuhl zu dir gefahren wurde...
Mit Schutzkittel und desinfizierten Händen durfte ich zu dir. Da lagst du, so winzig klein in deinem Inkubator, übersäht mit Infusionsschläuchen, Zugängen und Elektroden. Du warst völlig regungslos, wie tod, abgesehen von dem mechanischen Heben und Senken deines zierlichen Brustkorbs durch die Beatmungsmaschine .
Dieser Anblick zeriss mir das Herz. Mir wurde der Boden unter den Füßen weggezogen und ich bekam eine erste Ahnung davon, was die Frühgeburt wirklich bedeutete.
Ich liebte dich und freute mich dich endlich zu sehen, doch der Schmerz war übermächtig. Ich fühlte mich hilflos, verzweifelt und traurig. Ich konnte die Tränen nicht zurückhalten und unter dem Schluchzen schaffte ich es nicht, etwas zu dir zu sagen.
Ich hatte zu diesem Zeitpunkt noch keine Minute alleine mit dir verbracht, dich nicht berührt, nicht an dir gerochen, hatte noch keinen Schrei von dir gehört, keine Bewegung gesehen und doch konnte ich mir ein Leben ohne dich nicht mehr vorstellen. Der schlimmste Gedanke war, dich verlieren zu können.
Durch zwei Luken im Inkubator durfte ich dich berühren- was sich als schwerer herausstellte als gedacht, da meine Hände zitterten und dein kleiner, zerbrechlicher Körper kaum eine unverkabelte, freie Stelle aufwies.
Im Hintergrund ertönte ein ständiges Piepsen der Maschinen und jeder Alarm machte mich wahnsinnig.
Ich hatte solche Angst um dich.
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