Ist das noch Schikane oder schon mobbing?
07.02.2016 18:31
Zitat von Joss100:
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:
Zitat von Joss100:
Also ich kann dich auch sehr gut verstehen, dass du diesen alten Vertrag nicht aufgeben möchtest. Auch wenn andere sagen es sei besser als deine Gesundheit aufs Spiel zu setzen. Aber nicht überall bekommt man eine gleichwertige Stelle, auch bei uns ist es sehr schwer und auch ich arbeite bei einer Einzelhandelskette und weiß genau welchem Druck du ausgesetzt bist. Darum habe ich vom ersten Tag meiner SS ein BV bekommen, denn auch ich bin 38 Jahre und Abends ziemlich im Eimer. Rücken und Kaputtheit kommt nicht immer von einem bevorstehenden Burnout, sonder einfach auch mal davon wenn mann schon soooo lange körperlich soooo schwer und unter Zeitdruck arbeitet. Können auch nicht alle verstehen. Das nicht einschlafen und grübeln liegt meistens daran wenn man eine kleine Verantwortungs Position hat. Ich nehme an die hast du?
Nun zu deinem eigentlichen Problem auf Arbeit. Wenn ich richtig liege wirst du da arbeiten wo es keinen Betriebsrat oder ähnliches gibt? Oder wenn, dann schon die Erfahrung gemacht haben das eh alle unter einer Decke stecken und wenn man sich daran wendet es die Situation nur verschlimmert.
Deshalb würde ich dir raten, wirklich hartnäckig zu sein und auf eine Versetzung bestehen, denn dein Verhältnis zu Ihr wird sich nicht mehr bessern. Versuche es etwas zu ignorieren, wenn sie dich anmachen das dein Kind krank ist, oder du selber. Werde etwas egoistisch und zeige es ihnen auch, besonders das du selbstbewusst bist und auch weißt das du deine Arbeit gut machst. Merke dir auch ein paar Fehler von ihr ( denn auch sie wird welche machen ) und konter zum richtigen Zeitpunkt damit.
Ich wünsche dir das es sich bald bessert.![]()
Kann ich sehr gut beides verstehen. Trotzdem liest es sich, nach den Informationen, die sie uns gibt, nicht einfach nur nach Überlastung, sondern schlicht und ergreifend nach einem Burnout. Und tägliche Magenschmerzen haben ganz sicher nichts mit harter Arbeit zu tun. Insgesamt gesehen, wird es zu 90% psychischer Natur sein und daran ist schlicht die Arbeitsstelle Schuld.
Ich kann sehr wohl nachvollziehen, dass man eine langjährige Arbeitsstelle mit entsprechendem Vertrag nicht aufgeben möchte, aber ich speche da aus eigene Erfahrung. Ich war 16 Jahre in ein und derselben Einrichtung tätig, wurde dann versetzt und die Hölle brach los, denn die dortige Chefin wollte mich definitiv nicht. Ende vom Lied, weil ich eben nicht auf mich und meinen Körper hörte, sondern dem guten Vertrag den Vorzug gab: Ich brach richtig zusammen und steckte mitten in einem Burnout. Nichts ging mehr, ich fiel monatelang aus und tat dann das, was ich längst hätte tun müssen: Kündigen. Mit der ärztlichen Diagnose bekam ich auch keine Schwierigkeiten mit dem Arbeitsamt, wechselte dann eine zeitlang die Jobs, weil immer irgendwas war. Entweder passte das Geld nicht, die Arbeitszeiten waren auf Dauer nicht realisierbar und mehr als einmal fragte ich mich, ob es richtig war vom alten AG forzugehen.
Vor 3,5 Jahren dann, fand ich meine jetzige Arbeitsstelle. Ich war die Neue, aber bis heute sage ich mir: Alles im Leben hat seinen Sinn und ich musste genau diesen Weg gehen, denn am Ende (jetzige Stelle) weiß ich einfach warum. Ich habe meinen Traumjob gefunden und das hätte ich nicht mitbekommen, wenn ich noch beim alten AG gesteckt hätte. Gesundheit geht IMMER vor. Und es gibt Arbeitgeber, die das genauso sehen. Wir werden hier explizit nach Hause geschickt, wenn wir krank sind. Als ich länger krank war im vorletzten Jahr, hatte ich echt Schiss, dass ich gehen muss. Das drang bis zur Geschäftsführung durch, die dann persönlich!!! (und wir sind ein ca. 1500 Mann-Unternehmen) Kontakt aufnahm und mir gute Besserung wünschte, mir mitteilte, dass ich in Ruhe gesund werden soll und mir keine Gedanken um meinen Arbeitsplatz machen solle, denn sie schätzen meine Arbeit und wollen mich nicht verlieren, deshalb soll ich auch erst ganz gesund werden, bevor ich wiederkehre. Es geht also... man muss aber danach suchen.
LG Zaubi
Achsoooo natürlich freue ich mich sehr für dich das du so einen AG gefunden hast. Nur leider gibt es so einen nicht immer und überall![]()
Einen versuch ist es wert ... Und zwar am besten noch in einem stadium, wo man nicht kopflos handelt und nichts hinterfragt ... Wenn man bleibt, wird es meist nicht besser, sondern die Abwärtsspirale geht weiter. Wenn man geht, besteht die Chance, dass es besser wird.
In einer Rehaklinik haben sie gesagt, dass 80% der rückenschmerzen psychosomatisch sind. Und das tragische auch noch dann entsteht, wenn es wirklich auch noch Im Mrt oder Röntgen Auffälligkeiten gibt. Die verursachen woh, aber teilweise gar nicht oder nicht in dem Maße das Problem. Man behandelt dann das Symptom, aber nicht die Ursache. ...
07.02.2016 22:13
Oh das ist fies , der Einzelhandel im Allgemeinen wird aber auch immer schlimmer , arbeite dort ja auch seit 15 Jahren. Und ja gerade die ganzen Ketten sind sehr drückend, muss mich bald wieder bewerben und versuche einen Bogen um Ketten zu machen , einfach aus Erfahrung.
- Dieses Thema wurde 2 mal gemerkt



