Mütter- und Schwangerenforum

Ein Buch veröffentlichen??

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Alaska
19498 Beiträge
03.03.2016 00:17
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Zitat von Alaska:

Ich bin eh der Meinung, eine Agentur ist das A und O und auch nicht irgendeine, sondern die, mit den besten Beziehungen zu meinem Traumverlag.


Ja, aber ist eben auch nicht so einfach


Nee, das ist es nicht. Aber es kann funktionieren.
scrittura
700 Beiträge
03.03.2016 12:15
ich bin SPler und veröffentliche über BookRix
habe grad Mini auf mir liegen und bekomme gleich Besuch, merke mir den Thread und schreibe später gerne ausführlicher über meine Erfahrungen
scrittura
700 Beiträge
03.03.2016 18:37
Also, wie bereits geschrieben, bin ich SPler, habe bereits einige Bücher, darunter Lyrik und Kurzgeschichten, sowie drei Romane (ausschließlich EBooks) auf dem Markt. Reich werde ich damit nicht, da muss ich mir nichts vormachen, aber das ist auch nicht meine Intention. Mein Traum ist es Verlagsautorin zu sein, aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Ich sehe SP als eine Trittleiter und einen Übungspfad, um mich zu verbessern, bis ich irgendwann das Manuskript in Händen halte, mit dem ich mich an die Verlagswelt wende. Für mich ist es also der richtige Weg.
Ob es der richtige Weg für dich ist, weiß ich nicht, aber ich kann dir aus meiner Erfahrung die Vorteile und Nachteile des SP ans Herz legen. Vielleicht hilft es dir, eine Entscheidung zu treffen.

Vorteile
-Dein Buch wird veröffentlicht. Keine Absagen, die deine Mühe und deinen Fleiß niederschmettert und dir deine Motivation raubt. Das Produkt kommt an den Leser und du darfst dich gut dabei fühlen.
-Du hast das Zepter in der Hand, oder bestimmst selbst, welche Teile davon du aus der Hand gibst. Niemand redet dir hinein, wenn du es nicht willst. Du entscheidest. Es ist ganz und gar dein Buch und bleibt es auch.
-Du darfst dich Schriftsteller nennen, darfst dich gut fühlen, auch wenn dein Buch nicht perfekt ist. Kannst Erfahrungen sammeln und deine Arbeit ist schon alleine deswegen nicht umsonst.
-Du baust Kontakte auf –wenn du es willst. Du lernst tolle neue Leute kennen, die dasselbe machen wie du, baust dir ein Netzwerk auf und merkst plötzlich, Schreiben ist doch kein so einsamer Beruf.
-Niemand hält dich auf, wenn du dich doch umorientieren und noch nach einem Verlag umschauen willst.

Nachteile
-Um Korrektorat/Lektorat musst du dich selbst kümmern, genauso wie um das Cover. Besser noch, du lässt mindestens Ersteres professionell machen. Das zumindest habe ich zuletzt selbst schmerzlich erfahren. Meine Nachlässigkeit zieht bei einem meiner Bücher negative Bewertungen nach sich. Die Leute haben Recht, und ich könnte mir in den Ar* beißen. –Aber aus Fehlern lernt man bekanntlich.
-Werbung und Sichtbarkeit liegen ebenfalls in deiner Hand. Es gibt keinen Verlag der dich supportet
-Du wirst vermutlich nicht reich damit. Die Frage ist, ob du das willst.
-Der Ruf des SPlers ist noch nicht der Beste. Er bessert sich allmählich, aber viele sehen im SPler noch lange keinen richtigen Autor.

Für mich ist SP im Moment genau das Richtige, um mich auszuprobieren und zu lernen, aber es ist sicher nicht das Ende der Fahnenstange.
04.03.2016 09:37
Thema Buchhandlung:

Also zum einen geht es mir da wie Seramonchen, ich lese nur noch Ebooks. Ich kann es mir schon aus Platzgründen nicht mehr leisten, ein ewiger Nostalgiker zu sein, der an physischen Büchern hängt, denn unsere Buchregale platzen aus allen Nähten.
Ich würde das Prinzip des Ebooks jedoch ad absurdum führen, wenn ich, um es zu kaufen, in die Buchhandlung ginge.
Der Coup beim Ebook ist doch, abgesehen davon, dass ich immer meine ganze Bibliothek dabeihaben kann, dass ich neue Bücher jederzeit und an jedem Ort kaufen kann, also z.B. nachts um 3 im Bett (alles schon vorgekommen) und sie SOFORT verfügbar sind.
Wenn ich, um ein Ebook zu kaufen, extra in die Stadt fahre, in die Buchhandlung gehe, mich dort an den PC setze und das Buch runterlade, verdiene ich ja fast den Darwin-Award (wie meine Mutter, die zum Kontoauszüge gucken immer noch 1x die Woche zur Bank im Nachbarort fährt, anstatt sich einfach mal online einzuloggen )

Und zum anderen ist es einfach so, dass ich sehr froh bin, nicht mehr dort hin zu müssen. Ich gehe nicht gern shoppen. Das ist für mich wie Klamottenläden. Ich bestelle Klamotten zu 98% online.
Aus ganz einfachen Gründen: Die Auswahl vor Ort ist kleiner, der Entscheidungsdruck größer, die Ruhe fehlt. In einer Buchhandlung gibt es ja auch nur eine begrenzte Auslage. Da mein Literaturgeschmack extrem eng umrissen ist, ist die Wahrscheinlichkeit nicht groß, dass ich in einer Buchhandlung etwas Passendes finde. Regale durchstöbern ist aufwändiger als online Suchmasken eingeben. Rezensionen stehen auch keine direkt beim Buch dabei, die sind nämlich sehr ausschlaggebend für meine Kaufentscheidung.
Und wenn dann noch jemand meinen Hasssatz sagt, nämlich: "Kann ich Ihnen helfen?", dann bin ich raus.
Ich brauche kein Buch, was die mir dann erst bestellen müssen, wo ich dann wieder in die Stadt fahren muss, um es abzuholen - da bestelle ich es lieber gleich selbst und lasse es bequem zu mir nach Hause liefern.
Ich bin generell ein Einzelhandelszerstörer und stehe dazu. Von mir aus könnte auch Kaufland direkt zu mir nach Hause liefern, dann müsste ich nicht hin. Klamotten, Bücher, Elektronik, Spielzeug, Katzenfutter, wird alles online gekauft.
Der einzige Laden, in den ich liebend gern live hingehe, ist Depot

So, und dann nochmal zum Thema SP/Verlag:

Ich habe mittlerweile so einige erfolgreiche SPler kennengelernt (und damit meine ich nicht ausschließlich solche Mega-Überflieger wie Poppy J. Anderson, sondern einfach so erfolgreich, dass man davon leben kann) und man kann echt sagen: Es kommt drauf an, was man will.
Will man Prestige? Dann Verlag.
Will man Geld? Dann SP.
Man muss sich nur vor allem das richtige Genre aussuchen. Es gibt Genres, die sehr überlaufen sind und bei denen man kaum eine Chance hat, als Neuling noch gesehen zu werden.

Ich habe hier einen Mustervertrag eines großen Publikumsverlags liegen.
Bei den Konditionen weiß ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Ja, du hast keine Kosten vorab - aber die kannst du als multitalentierter Mensch auch so kleinhalten - aber was Tantiemenbeteiligung, Auszahlungshäufigkeit und Vorschuss angeht, ist das echt eine ziemlich maue Geschichte. Und das Marketing übernehmen die nicht allein, sindern sind dir laut eigener Auskunft dabei "behilflich".
Mit so einem Vertrag kannst du dich dann zwar ganz etepetete "Verlagsautorin" nennen, aber von den Tantiemen, wenn's kein Millionenbestseller wird, kannst du vielleicht ein paar Mal schick essen gehen oder einen Spar-Urlaub in der Türkei machen

04.03.2016 11:24
Also... dann will ich mich nochmal zu Wort melden.
DAS ist die Marie, die ich so gar nicht mag. Ich mag dich ja, meistens, aber du hast so ein paar Züge an dir, die kann ich nicht ausstehen. Heute holst du ein paar davon hervor.

Ich fange mal vorn an. Es täte dir gut, sinnerfassend zu lesen. Wenn du das getan hättest, dann würdest du nicht ein solch alberne These in den Raum werfen. E-Books in Buchhandlungen. Ich merke, dort hast du noch nie eins gekauft, aber magst hier gern mitreden. E-Books in einer Buchhandlung kaufe ich online. NIemand hat geschrieben, dass man da hin müsste, dass man an einen PC muss und irgendwas downloaden soll, es sei denn, du meinst den PC zu Hause.
Um dir den (nicht vorhandenen) Unterschied deutlich zu machen:

Ich kaufe meine E-Books bei ebook.de oder in meiner Buchhandlung. Bevorzugt bei letzterem, aber ich muss zugeben, alle hat er eben nicht, was auch auf ebook. de zutrifft.
Mein Einkauf bei ebook.de: Ich gehe auf die Seite, suche mir mein E-Book, welches ich kaufen will, heraus, packe es in den Warenkorb, klicke auf Bezahlen und zahle via PayPal. Dann lade ich es mir herunter und ja, auf meinen PC, denn ich sichere meine E-Books dort einmal. (Nicht auszudenken, wenn mein Reader kaputt gehen würde und alle meine E-Books sind weg.) Dann schließe ich meinen Reader einmal kurz an den PC an und ziehe mir das eben gekaufte Buch drauf. Lesen kann ich es sofort. Da mein Reader über WiFi verfügt, könnte ich es theoretisch auch gleich auf meinen Reader ziehen, muss mich dann eben nur damit bei ebook.de einloggen.
Mein Einkauf in unserer BUchhandlung: Ich gehe auf die Seite, suche mir mein E-Book, welches ich kaufen will, heraus, packe es in den Warenkorb, klicke auf Bezahlen und zahle via PayPal. Dann lade ich es mir herunter, auf meinen PC zum Sichern. Dann schließe ich meinen Reader einmal kurz an den PC an und ziehe mir das eben gekaufte Buch drauf. Lesen kann ich es sofort. Da mein Reader über WiFi verfügt, könnte ich es theoretisch auch gleich auf meinen Reader ziehen, muss mich dann eben nur damit bei meiner Buchhandlung einloggen.

Findest du einen Unterschied? Offensichtlich nicht, gibt nämlich für den Käufer keinen. Es gibt aber sehr wohl einen für den BUchhandel UND auch für den Autoren. 1. Unterstütze ich so den lokalen BUchhandel und kann einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass die lauschigen kleinen Buchhandlungen erhalten bleiben. 2. Bekommt eine Buchhandlung i.d.R. 25% - 30% Provosion, Amazon, Libri usw. bekommen 50% und teilweise noch mehr. Ich unterstütze also auch den Autor. Beides ist mir wichtig und sollte es jedem, der Bücher liebt.
(Komm ich nachher nochmal drauf)

Wenn ich eine Printausgabe habe, dann kaufe ich die zu 100% im Buchhandel und nicht auf Online-PLattformen. Auch ich ziehe Rezensionen zur Auswahl hinzu, schaue sie mir vorher aber auf Blogs oder auf YouTube an. Beide schaffen bei mir mehr Vertrauen, als die Amazon-Rezensionen, weiß ich doch, dass ma die auch kaufen kann. Die lese ich schon lange nicht mehr, max. die schlechten und die beeinflussen mich nur insofern, dass ich noch neugieriger werde. (Ich rede von den wirklich aussagekräftigen) Hier läuft das also so. Ich habe ein gewisses Budget im Monat, dass ist ganz fest für den Posten "Bücher" eingeplant. Das ist mein Luxus, mein Hobby, also plane ich damit. Ich erstelle mir Listen, welche Bücher neu erscheinen (meist sind das begonnene Reihen oder Bücher von meinen Lieblingsautoren) Das umfasst i.d.R. so 50,- bis 70,- im Monat. Dann habe ich, bedingt durch Youtube, immer welche auf dem Schirm, die mich interessieren würden, ich mir aber gar nicht sicher bin. DIE kaufe ich als E-Book. Dann habe ich bestimmte E-Books, die ich unbedingt als Print im Regal haben will, die kaufe ich so nach und nach, und oft bleiben sie eingeschweißt in meinem Regal. Lese ich sie nochmal, nehme ich das E-Book. Wenn ich also weiß, was ich will, dann schreibe ich meinem Buchhändler im Ort meine Wünsche und schickte anfangs immer meine Telefonnummer mit (Inzwischen brauch ich das nicht mehr, ich glaube, die haben mich eingespeichert ) Ich bekomme dann einen Anruf, wenn die Bücher eintreffen, halte auf dem Nachhauseweg an und hole sie mir ab. Oft habe ich sie einfach vorweg schon online bezahlt, so dass es wirklich schnell geht. Das Buch, welches ich erhalte, ist dasselbe, was ich auch über Amazon und Co. bekommen würde. Der Bestellweg ist beinah derselbe und die Dauer, bis ich es habe ebenfalls. Es fällt nur ein extra Weg an - der in die Buchhandlung. Meine Postbotin ist dankbar, denn sie schleppt mir noch genug Pakete von Medimops und Rebuy an.
Warum ich das so mache? Weil ich nicht will, dass Buchhandlungen aussterben und sie kämpfen mächtig. Warum? Weil ich es liebe, in BUchhandlungen zu gehen. Und damit kommen wir zum Punkt Bücherliebe. Ja, ich liebe es in ein Geschäft zu gehen, in dem es nach Papier riecht, nach Druckerschwärze und was weiß ich, wie es im Buchladen nun mal so riecht. Ich mag es, durch die Regale zu stöbern, mir rauszusuchen, was mich interessieren könnte und was ich gar nicht auf dem Schirm habe. Ich mag es genauso mich mit einer Buchhändlerin oder -händler zu unterhalten, zu fachsimpeln, mir deren Meinung über bestimmte Bücher anzuhören, mich beraten zu lassen. Das ist einfach ein Lebensgefühl, das ich nicht missen möchte. Noch lieber sind mir die Buchhandlungen, in denen man Kaffee bekommt (gibts), in denen sich lauschige, gemütliche Plätze finden, wo man sich mit einem Stapel setzen kann und in Ruhe das durchsehen kann, was man sich ausgesucht hat. Ich kann Stunden in einer Buchhandlung verbringen, muss man nicht, aber kann man. So hat eben jeder seine Vorlieben. Wenn aber jemand von sich behauptet, er liebt Bücher, dann finde ich, gehört sowas dazu. Im Übrigen gehe ich generell gar nicht gern shoppen. Weder Lebensmittel, noch Klamotten, noch Schuhe oder sonstiges... bis auf Bücher, denn die liebe ich nun mal.
Und wenn man das tut, dann sollte man, egal in welcher Form, den lokalen Buchhandel auch unterstützen und sei es nur, dass man dort einen Gutschein holt, statt ihn bei Amazon auszudrucken.

Verlag/ SP:

Welche erfolgreiche SP-ler hast du denn kennengelernt? Ich will SP keinesfalls verteufeln, das kann ein Weg sein, aber wie schon gesagt, sobald diese erfolgreichen SP-ler erfolgreich werden, eine bestimmte Reichweite und entsprechende Nachfrage erhalten, gehen sie, in den allermeisten Fällen, eben doch zum Verlag. Warum? Weil einer allein diesen ganzen Aufwand nicht stemmen kann. Es gab jetzt erst kürzlich eine SP-lerin, die wurde bewundert. Sie war erfolgreich, wurde geliebt, ihre Bücher in den Himmel gehoben. Sie stemmte ihre komplette Werbemaschinerie, den Verkauf und alles was dazugehört ALLEIN. Nebenbei schrieb die Bücher, wie am Fließband, die auch noch gut waren. Naja... eben nicht, denn es stellte sich heraus, dass sie plagiatiert waren. Was keinesfalls heißen soll, dass alle SP-ler plagiatieren, das sind zum Glück nur sehr wenige und es ist, auf die gesamte Masse gesehen, selten. Aber jeder erfolgreiche SP-ler wird dir sagen, dass es eben irgendwann zu viel wird.

Zitat:
Will man Prestige? Dann Verlag.
Will man Geld? Dann SP.


DAS ist der größte Bullshit, den ich je gelesen habe. Prestige bekommt man über einen Verlag? Was ist für dich Prestige? Bekanntheit? Klar will man bekannt sein, das will aber jeder der schreibt, denn damit wächst auch dein Umsatz. Und ja, es gibt Autoren, denen eifert man nach. Und niemand, der selbst schreibt, kann mir sagen, dass das nicht so sei. Glaube ich nicht. Natürlich mag man Bestseller schreiben - irgendwann. Und einen Amazon-Bestseller ist ein Anfang, das Ziel, das Endziel ist ein anderes. Ein Buch zu schreiben, darin steckt so viel Leidenschaft, Herzblut, Arbeit, Zeit, Tränen usw.... das ist jedes Mal ein kleines Stück von dir selbst, was du da hergibst. Man kann es bei sich behalten, klar, eine gewisse Zeit, aber willst du Bekanntheit, die über FB und Amazon hinausreicht, dann musst du es hergeben. Anders geht es gar nicht. Und dieses Baby braucht das auch. Zeig mir einen SP-ler, der sich ein Lektorat von ca. 7000,-?? leistet, der ein Korrektorat dazunimmt, das nochmal 1500,- bis 2000,- verschlingt. Klar geht das günstiger und ist auch in Ordnung, ist aber wieder mit der Frage verbunden: Was will man? Will man halt einfach veröffentlichen oder will man das Bestmögliche herausholen? Verlage (und nein, ich rede nicht von den ganz kleinen, so wie ich einen hatte) bieten dir genau sowas. Große Publikumsverlage bieten dir dazu noch eine Reichweite, die du allein nie erreichen wirst. Online UND stationär! Und genau das will man doch, wenn man schreibt? Zumindest irgendwann?

Und Geld als SP-ler.... ja irgendwann, aber dann verdienst du bei einem Verlag ebenfalls, wenn es in die Kategorie kommt, wo man wirklcih von Verdienst sprechen kann. Geld sollte niemals die Motivation fürs Schreiben ansich sein. Natürlich braucht man das spätestens dann, wenn man hauptberuflich schreibt, denn man muss ja leben. Das tun aber die wenigstens Autoren, die meisten schreiben neben ihrem normalen Brotjob und ja, dann ist es eben erstmal nur das Ferienhaus im Urlaub (im Übrigen fliegen wir nicht billig in die Türkei, sondern erneut an den Gardasee in ein wunderschönes Ferienhaus incl. eigenen Pool - finanziert vom Buchverkauf und ich bin nun bei Weitem noch nicht erfolgreich) Aber das macht nichts... ich habe Zeit und ich WILL irgendwann in einem Atemzug mit den Autoren genannt werden, die ich bewundere, weil sie es eben schon geschafft haben.
Deine Musterverträge kannst du an die Wand nageln WENN es zu großen Verlagen geht, bekommt man eh einen auf sich zugeschustert. Klar, je bekannter man ist, desto besser wird der, aber ehrlich: Es ist mir egal, wenn ich pro verkauften Buch nur 1,- verdiene, denn da macht es die Masse. Als SP-ler sind es vielleicht 3,-, aber da habe ich den kompletten Umrand, der dafür nötig ist, bei mir. Und bekomme nicht mal die Reichweite. Das ist okay, wenn man das will, oder wenn man ein Buch geschrieben hat, dass niemand will, weil es in kein Genre passt oder in kein Verlagsprogramm oder oder oder... aber auch hier: Es geht auch dann nicht ums Geld verdienen, sondern darum Leser zu erreichen und sie mit der Geschichte zu verzücken.

Ich finde also deine Art und Weise, wie du darüber spricht, mehr als überheblich. Schreib ein Buch - bringe es ZU ENDE- und verlege es selbst. Dann reden wir nochmal.

Und zum Ende nochmal, nur um Missverständnisse zu vermeiden: Ich möchte hier nicht die SP-ler Schiene irgendwie niedermachen oder abwerten, ich finde sie vollkommen in Ordnung und es kann ein Weg sein, eben genauso, wie wenn man sagt: Nein, ich will aber zum Verlag und eben den anderen Weg geht.
Und aus eigener Erfahrung, die ich gerade machen darf, sage ich: NIchts geht über ein professionelles Lektorat, auch wenn ich Heulanfälle bekomme dabei, aber das Buch gewinnt deutlich an Qualität. Die haben es eben drauf und das ist sein Geld wert. ( Ihr glaubt nicht, was sie aus Lumbra machen und Viktor... oh Man, das ist der Hammer )

LG Zaubi
scrittura
700 Beiträge
04.03.2016 12:55
Zitat von silbermarie:

und man kann echt sagen: Es kommt drauf an, was man will.
Will man Prestige? Dann Verlag.
Will man Geld? Dann SP.


Wenn du Prestige rein im Sinne von "Als vollwertiger Autor angesehen werden" meinst, gebe ich dir Recht. Prinzipiell kann aber auch ein SPler einen guten Ruf haben und Ansehen genießen. Da kommt es eher auf das Werk, den Zahn der Zeit und die Güte der Leser an -als auf den Verlag. Und dann wäre da noch die Frage, wo fängt Prestige eigentlich an? Obbjektiv oder Subjektiv betrachtet. In meinem kleinen Kosmos habe ich einen gewissen Ruf. Aufs große Ganze betrachtet, eher keinen.
Das große Geld als SPler? Mehr als ein Verlagsautor? Ich mache offensichtlich was falsch Aber ums Geld geht es mir so oder so nicht. Auch da muss man letztlich wissen, was einem eigentlich wichtig ist
scrittura
700 Beiträge
04.03.2016 12:57
Achja: ich selbst lese übrigens noch immer das gute alte Buch im gedruckten Format.
Nur für die Uni nutze ich meinen EReader. ich schleppe nämlich ungern einen ganzen Rucksack voller Bücher mit mir rum.
04.03.2016 13:14
Ich bin seit einer Weile SP-ler und ich springe jeden Monat lachend im Kreis, weil mein Kontostand so anwächst.

Mehr möchte ich dazu nicht sagen. Weder werde ich meinen Autorennamen, noch meine(n) Buchtitel hier in der MC bekannt geben. Aber ich weiß, wovon ich rede. Und ich habe eben ein Angebot eines großen Verlages bekommen, in dem ich null Vorteile sehe.
Der Grund, warum viele sehr erfolgreiche Autoren zu Verlagen wechseln, ist, wie du richtig sagst, einmal der Aufwand (denn umso populärer du wirst, umso mehr steigt er), aber eben auch, dass solchen Überfliegern gesonderte Konditionen wie sehr hohe Vorschüsse geboten werden. Die hast du beim SP ja nicht.
Aber ein Verlag, der dir eine gestaffelte Tantiemenbeteiligung ohne Vorschuss anbietet, hat in dem Moment keine Vorteile, außer die theoretische Möglichkeit, mehr Leser zu akquirieren.

Prestige: Das ist nicht meine Ansicht, sondern die schlichte Tatsache, dass für sehr viele Menschen SPler immer noch keine richtigen Autoren sind, sondern die, die es ihrer Meinung nach "nicht in einen Verlag geschafft" haben. Also Autoren 2. Klasse. AUCH das ist für viele der Grund, in einen Verlag zu wechseln.

Ich glaube allerdings, dass SP die Zukunftsmusik ist. Darum reagieren ja mittlerweile auch immer mehr Verlage darauf. Aber SP läuft zur Zeit eben noch fast ausschließlich über digitale Medien und nicht über die Buchhandlung.
Meine "lokale" Buchhandlung ist letztendlich auch nur 'n Thalia. Die eine private Buchhandlung, die wir hier haben, ist eine christliche und die haben weder einen Online-Shops, noch bieten sie Ebooks in irgendeiner Form an.
Meine einzige Möglichkeit, die zu unterstützen, wäre es, dort hinzugehen und Printbücher zu kaufen, die ich nicht haben will. Abgesehen davon, dass bei einem Print für den Autoren fast nichts abfällt, während ich für ein verkauftes Ebook beim großen A 70% kassiere. Ich kann mich jedenfalls nicht beklagen, ich wäre momentan finanziell vollkommen unabhängig
Man kann immer schön behaupten, es ginge einem nicht ums Geld, aber "nein" sagt ja auch keiner, wenn reichlich davon abfällt

Edit: Zaubi, meinst du Katja Piel?
04.03.2016 13:34
Ja, die meine ich. Unter anderem, sind ja auch noch andere, die das betraf in letzter Zeit.

04.03.2016 14:17
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Ja, die meine ich. Unter anderem, sind ja auch noch andere, die das betraf in letzter Zeit.


Hab ich mitbekommen Eine hat ja mal eben eine komplette Mangareihe plagiiert. Ironischerweise aus dem Verlag, von dem sie dann selbst ein Angebot bekommen hat
Seramonchen
37809 Beiträge
04.03.2016 15:48
Zitat von silbermarie:

Thema Buchhandlung:

Also zum einen geht es mir da wie Seramonchen, ich lese nur noch Ebooks. Ich kann es mir schon aus Platzgründen nicht mehr leisten, ein ewiger Nostalgiker zu sein, der an physischen Büchern hängt, denn unsere Buchregale platzen aus allen Nähten.
Ich würde das Prinzip des Ebooks jedoch ad absurdum führen, wenn ich, um es zu kaufen, in die Buchhandlung ginge.
Der Coup beim Ebook ist doch, abgesehen davon, dass ich immer meine ganze Bibliothek dabeihaben kann, dass ich neue Bücher jederzeit und an jedem Ort kaufen kann, also z.B. nachts um 3 im Bett (alles schon vorgekommen) und sie SOFORT verfügbar sind.
Wenn ich, um ein Ebook zu kaufen, extra in die Stadt fahre, in die Buchhandlung gehe, mich dort an den PC setze und das Buch runterlade, verdiene ich ja fast den Darwin-Award (wie meine Mutter, die zum Kontoauszüge gucken immer noch 1x die Woche zur Bank im Nachbarort fährt, anstatt sich einfach mal online einzuloggen )

Und zum anderen ist es einfach so, dass ich sehr froh bin, nicht mehr dort hin zu müssen. Ich gehe nicht gern shoppen. Das ist für mich wie Klamottenläden. Ich bestelle Klamotten zu 98% online.
Aus ganz einfachen Gründen: Die Auswahl vor Ort ist kleiner, der Entscheidungsdruck größer, die Ruhe fehlt. In einer Buchhandlung gibt es ja auch nur eine begrenzte Auslage. Da mein Literaturgeschmack extrem eng umrissen ist, ist die Wahrscheinlichkeit nicht groß, dass ich in einer Buchhandlung etwas Passendes finde. Regale durchstöbern ist aufwändiger als online Suchmasken eingeben. Rezensionen stehen auch keine direkt beim Buch dabei, die sind nämlich sehr ausschlaggebend für meine Kaufentscheidung.
Und wenn dann noch jemand meinen Hasssatz sagt, nämlich: "Kann ich Ihnen helfen?", dann bin ich raus.
Ich brauche kein Buch, was die mir dann erst bestellen müssen, wo ich dann wieder in die Stadt fahren muss, um es abzuholen - da bestelle ich es lieber gleich selbst und lasse es bequem zu mir nach Hause liefern.
Ich bin generell ein Einzelhandelszerstörer und stehe dazu. Von mir aus könnte auch Kaufland direkt zu mir nach Hause liefern, dann müsste ich nicht hin. Klamotten, Bücher, Elektronik, Spielzeug, Katzenfutter, wird alles online gekauft.
Der einzige Laden, in den ich liebend gern live hingehe, ist Depot

So, und dann nochmal zum Thema SP/Verlag:

Ich habe mittlerweile so einige erfolgreiche SPler kennengelernt (und damit meine ich nicht ausschließlich solche Mega-Überflieger wie Poppy J. Anderson, sondern einfach so erfolgreich, dass man davon leben kann) und man kann echt sagen: Es kommt drauf an, was man will.
Will man Prestige? Dann Verlag.
Will man Geld? Dann SP.
Man muss sich nur vor allem das richtige Genre aussuchen. Es gibt Genres, die sehr überlaufen sind und bei denen man kaum eine Chance hat, als Neuling noch gesehen zu werden.

Ich habe hier einen Mustervertrag eines großen Publikumsverlags liegen.
Bei den Konditionen weiß ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Ja, du hast keine Kosten vorab - aber die kannst du als multitalentierter Mensch auch so kleinhalten - aber was Tantiemenbeteiligung, Auszahlungshäufigkeit und Vorschuss angeht, ist das echt eine ziemlich maue Geschichte. Und das Marketing übernehmen die nicht allein, sindern sind dir laut eigener Auskunft dabei "behilflich".
Mit so einem Vertrag kannst du dich dann zwar ganz etepetete "Verlagsautorin" nennen, aber von den Tantiemen, wenn's kein Millionenbestseller wird, kannst du vielleicht ein paar Mal schick essen gehen oder einen Spar-Urlaub in der Türkei machen

Schon mal was von den Bringmeistern gehört? Die bringen meine Online-Einkäufe von Kaisers nach Hause, wenn ich nicht schaffe einkaufen zu gehen ist mir bei deinem Kaufland-Kommentar grad eingefallen
Seramonchen
37809 Beiträge
04.03.2016 15:51
Zitat von silbermarie:

Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Ja, die meine ich. Unter anderem, sind ja auch noch andere, die das betraf in letzter Zeit.


Hab ich mitbekommen Eine hat ja mal eben eine komplette Mangareihe plagiiert. Ironischerweise aus dem Verlag, von dem sie dann selbst ein Angebot bekommen hat


verrätst du über welchen anbieter du veröffentlichst?
04.03.2016 16:40
Zitat von Seramonchen:

Zitat von silbermarie:

Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Ja, die meine ich. Unter anderem, sind ja auch noch andere, die das betraf in letzter Zeit.


Hab ich mitbekommen Eine hat ja mal eben eine komplette Mangareihe plagiiert. Ironischerweise aus dem Verlag, von dem sie dann selbst ein Angebot bekommen hat


verrätst du über welchen anbieter du veröffentlichst?


großes A
Seramonchen
37809 Beiträge
04.03.2016 18:14
Zitat von silbermarie:

Zitat von Seramonchen:

Zitat von silbermarie:

Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Ja, die meine ich. Unter anderem, sind ja auch noch andere, die das betraf in letzter Zeit.


Hab ich mitbekommen Eine hat ja mal eben eine komplette Mangareihe plagiiert. Ironischerweise aus dem Verlag, von dem sie dann selbst ein Angebot bekommen hat


verrätst du über welchen anbieter du veröffentlichst?


großes A


Danke
elfriedegant
69 Beiträge
12.03.2016 12:00
Danke für eure vielen Tipps! Es hat mich wirklich sehr bereichert eure Erfahrungen hier zu lesen. Ich denke jetzt habe ich schon ein bisschen ein klareres Bild von der Situation.
Also das mit der "örtlichen Buchhandlung mit Online-Shop" finde ich großartig! Wenn man über die Buchhandlung dann quasi alles bestellen kann, was man so sucht, dann sehe ich auch keinen wirklichen Grund mehr auf Amazon und co. auszuweichen! Da unterstütze ich auch schonmal gerne die lokalen Produzenten.

Ich finde es sehr lobenswert, dass ihr euch für eure selbstpublizierten Werke so engagiert! Kann mir vorstellen, dass das ziemlich viel Arbeit ist! Ich weiß noch, dass eine Freundin von mir damals auch mit dem Gedanken gespielt hat, selbst zu veröffentlichen, aber letzten Endes hat sie dann doch beim Novum-Verlag veröffentlicht, dort musste sie sich zwar an den Kosten beteiligen und die waren wohl auch etwas höher wie wenn sie sich die Dienstleister selbst engagiert hätte, aber sie meinte ihr wäre es das wert gewesen, weil sie 40 Stunden arbeitet und halt gerne ihr Buch in den Händen haben wollte. Manche würden ihre Entscheidung anzweifeln, aber sie hat mir gesagt, sie hat gerne dafür gezahlt "den ganzen "*&%?" einfach loszuhaben und am Ende zu wissen, dass mein Buch rauskommt."

Ich schätze mal der Weg ist wie ihr schon schreibt ein steiniger, aber wo ist er das denn nicht? Von Nix kommt ja bekanntlich nix und ich bin schon auch gewillt etwas in mein Werk zu investieren, denn zu oft denke ich mir: Es gibt zu viele schlechte Bücher auf dieser Welt. Werde es wohl mal bei den herkömmlichen Verlagen probieren, denn ich hege die Hoffnung letzten Endes ein wirklich gutes Buch zu produzieren (gut, sonst würde ich es ja wohl auch nicht schreiben )
Heutzutage glaube ich sollte man halt vor allem viel über Marketing und Online-Vermarktung lernen, denn mit dem Internet hat man ja heute wirklich alle Möglichkeiten an der Hand, sich einem großen Publikum zu "offenbaren".
Auf alle Fälle werde ich jetzt mal weiter an meinem Buch schreiben, von Nix kommt ja jedenfalls mal nix
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