Mütter- und Schwangerenforum

Finanzielle Trennung von Kindern und Eltern im Erwachsenenalter (lang)

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Heati
2780 Beiträge
22.05.2014 12:04
Ich finde das auch in Ordnung, wenn man als Kind etwas im Haushalt beisteuert, aus eben genannten Gründen (essen, wohnen, Wäsche, etc.), würde ich auch so machen ... normalerweise jedenfalls. Aber wenn man nicht in der Lage ist seinen viel zu hohen Lebensstandard aufzugeben und dafür sein eigenes Kind ausnimmt hört es bei mir auf.

Ich habe sie auch schon drauf angesprochen, was denn passiert wenn er auszieht ... tja, da waren sie beide ratlos. Da kam nur ein "da wären wir mächtig in der Klemme" ... und das war vor Sofa- und Bodenbelagkauf.

Mein Vater sagt auch immer, wenn wir mal in finanzielle Not geraten würden und ihn um irgendeine hohe Summe an Geld bitten würden, würde er das irgendwie auftreiben (entweder der tausendste Kredit bei der Bank, wobei sie sowieso keine mehr bekommen, daher auch über meinen Bruder oder alle möglichen Verwandten fragen). Ich seh das da ein bisschen anders. Sollte ich nach Geld gefragt werden und wissen, dass das wirklich gebraucht wird, würde ich es versuchen und ihnen so viel geben wie ich kann. Aber niemals mehr als ich selber habe! Sie kommen aus ihrem Dispo nicht mehr raus seit Jahren und immer wieder kommt irgendetwas dazu ... und von überall haben sie sich auch schon Geld geliehen und irgendwann auch zurückgezahlt, aber das wäre unter meinem Niveau ... Leute um Geld anzubetteln um damit z. B. in den Urlaub fahren zu können (gabs auch schon!)
Genauso auch Autokredit und mindestens 3-4 mal für Urlaube, damit sie Geld haben um wegzufahren oder zu fliegen (besuchen ihre Verwandtschaft im Ausland).

Dieses Jahr wollen sie wieder, und ich weiß ganz genau wer dafür wieder aufkommen darf. Sein ganzes Erspartes ist auch schon hinüber, weil sie das für irgendwas gebraucht haben.
Von mir gibt es rein gar nichts ...
Jetzt will mein Vater mit uns nach Autos schauen, er weiß auch welches wir uns vorgestellt haben, aber ich will ihn bitte nicht beim Kauf dabei haben ... ist schließlich mein Auto und nicht seins, mitsuchen kann er ruhig, aber mehr auch nicht. Er will aber am Liebsten alles erledigen, und wieviel Geld ich nun wie bezahle geht ihn nichts an.

Diese Familie ist echt eine Sache für sich - es gibt tausend Baustellen, aber keiner arbeitet auch nur an einer. Und ich reg mich hier auf und weiß gleichzeitig, es ist völlig umsonst.

Ich habe das Sparen übrigens erst richtig kennengelernt (also mit Konten z. B.), seitdem ich mit meinem Mann zusammen bin. Vorher hatte ich nur die Spardosen, und da war das Geld ja auch nicht sicher ... jetzt sparen wir monatlich für uns alle und für die Mädels auf jeweils eigenen Konten und legen viel zurück, wenn es geht. (Haben hier auch eine Dose, in die 1- und 2-Euro-Münzen kommen, allein dadurch kommt schon eine Menge zusammen ...)
Und ich bin froh, dass ich meinen Kindern später finanziell etwas bieten kann und etwas für sie zurücklege für die erste Wohnung, Führerschein, Studium, was weiß ich ... ich musste schauen, dass ich das irgendwie selber finanziert bekomme mit der ersten Wohnung, zur zweiten hatten wir schon mehr zur Verfügung und das war dann unproblematisch. Ich wusste früher gar nicht, wie das mit den ganzen Sparkonten funktioniert, hatte vorher auch nie ein Konto. Und ich finde sowas schon sehr wichtig, wollte jahrelang ein eigenes Konto - gab es nicht. Und auch mein kleiner Bruder hat kein Sparkonto o. Ä., und ich bin mir sicher, dass auch seine Dose regelmäßig "erleichtert" wird und er das nur noch nicht weiß.
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