Mütter- und Schwangerenforum

Flüchtlingspolitik : Alle rein oder Grenzen dicht machen?

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09.09.2015 06:55
Zitat von Blancanieves:

....wollte nur eben mal meine Senf dazu geben, weshalb ich die Angst vor eingeschleussten IS Kaempfern in DE fuer irrational halte...

Ein eingeschleusster IS-Kaempfer muesste sich erst einmal in einen Fluechtlingsstrom einreihen, ohne von einem seiner Opfer erkannt zu werden. Die Reise nach Europa ist bekanntlich lebensgefaehrlich - also gaebe es da auch wieder Verluste. Sodann muss der Kaempfer einem Entscheider seine Geschichte auftischen. Die Entscheider sind natuerlich dafuer ausgebildet Luegen zu erkennen, das ist schon nicht einfach. Sodann müsste er etliche Monate mit Landsleuten in einer Erstaufnahmeeinrichtung verbringen. Auch da besteht das Risiko erkannt zu werden und es ist gut moeglich, dass dort jemandem die Geschichte so seltsam vorkommt, dass er Verdacht schoepft und das auch weitermeldet.

Hat er erst einmal eine Wohnung - und das sind für alleinreisende Maenner WG-Zimmer - muss er sich noch um die Organisation seines Attentats und die Beschaffung von Waffen kümmern - natuerlich ohne von einem echten Fluechtling im Zimmer nebenan durchschaut zu werden.

Natuerlich besteht die Gefahr, dass Islamisten auch hier einen Anschlag begehen - aber sie geht nicht in erster Linie von den Fluechtlingen aus. Das Risiko ist vernachlaessigbar gering.

*wieder geh*


Ich sehe das genauso wie du. Wahrscheinlich wird ein IS Terrorist im nächsten Flüchtlingslager gleich von seinen Landsleuten totgeschlagen.

Was ich zu den IS Terroristen noch schreiben wollte ist folgendes:

Wie haben diesbezüglich ein ganz anderes Problem. Vermehrt gibt es irgendwelche verzogenen Kevins, die der Ansicht sind auch mal IS Terrorist spielen zu wollen. Die lassen sich dann mit aller Kraft ihres Testosterons einen rot-blonden langen Fusselbart wachsen und reisen in die Kampfgebiete aus. Dort bringen diese deutschen Staatsangehörigen (wahlweise auch britischen oder französischen) syrische Staatsangehörige im Namen des Islams um, weil sie der Ansicht sind, dass ihr Mittelalterislam der einzige Weg zur Weisheit ist. Tja und die Opfer - sofern sie überleben - kommen dann nach Europa.

Kevin findet den Islam irgendwann so toll, dass er als deutscher Staatsangehöriger problemlos in sein Heimatland zurückkommen kann und hier einen Anschlag verüben kann. Oder er stellt in Syrien fest, ist doch alles doof. Und dann muss der deutsche Staat seinem eigenen Staatsbürger bei der Ausreise und Befreiung aus den Händen des IS-Terroristen helfen.

Die Anschläge aus den USA, London und Madrid haben im Übrigen gezeigt, dass dafür kein Islamischer Staat und dessen Flüchtlinge notwendig ist
Christen
25090 Beiträge
09.09.2015 07:50
Zitat von hoernchen:

eine Nachricht von zaubi :

Ich lese, mal wieder (2 Wochen noch, dann komm ich wieder ) von außen mit und denke die ganze Zeit: Warum sieht denn niemand die Chance, die Deutschland bekommt?
Unbestritten ist wohl die Tatsache, dass diese Menschen, die hier ankommen, eine Tortur hinter sich haben, die WIR uns wahrscheinlich gar nicht vorstellen können. Sie tun mir in erster Linie erst einmal leid. Und da zu helfen, ist FÜR MICH das Normalste auf der Welt.
Dann sehe ich es wie Sera. Ich versetze mich da sofort hinein. Was würde ICH tun? Wie würde ICH reagieren, wenn mein Leben (und das ist mir nicht mal das Wichtigste) aber das Leben meines Kindes minütlich in Gefahr wäre? Ich würde ihn nehmen, meine Mama und Freund dazu, meinen Onkel ebenfalls und auch meinen Bruder samt Familie und ich würde gehen. Koste es, was es wolle. Ich würde mein Haus und alles, was ich besitze zurücklassen, aber ich würde die Menschen, die ich liebe aus diesem Land schaffen. Und dann müsste ich entscheiden, wohin ich gehe. Und wenn ich dann die Wahl habe zwischen einem Land, dass selbst aus dem letzten Loch pfeift (wie eben Ungarn) oder dem wirtschaftsstärksten Land (nämlich Deutschland) – JA, ich würde nach Deutschland gehen. Warum? Weil ich es dann kennen würde, wie es ist, wenn ich nicht weiß, wann es die nächste Mahlzeit gibt, hinter welcher Ecke weiß Gott was auf mich wartet usw.
Berufsbedingt sehe ich auch in Deutschland sehr viel Elend. Meistens ist das hausgemacht. Die wenigsten können nicht nichts für ihre beschissene Situation. Trotzdem bin in den letzten Jahren dankbarer geworden für das, was ich habe. Und ich habe sehr viel. Wenn ich Abends heim komme und in mein kleines Dörfchen fahre, dann ist das, als würde jemand die Luke zur rosa Glocke öffnen. Wenn ich meine Straße hochrolle, dann sehe ich bewusst hin und entdecke jeden Tag, wie schön ich wohne. Als ich heute Abendessen kochen wollte, stand ich vor meinem Gemüseregal und habe mir überlegt, was ich denn nun möchte. Möhren und Zucchini? Oder doch lieber Paprika und Kartoffeln? Oder den Kürbis dahinten? Vom Schnitzel dazu mal ganz zu schweigen. Und dann dachte ich wieder: Luxus. Soviel Luxus. Ich muss mir niemals Gedanken darum machen, ob wir überhaupt essen oder wann das nächste Mal. Ich mache mir Gedanken, WAS von dem Überfluss ich essen will.
Ein Handy in der Hand eines Flüchtlings? Na weia. Kostenloses Wlan nutzen? Großer Gott. Drama. Bei den meisten meiner deutschen Klienten liegen mind. 3 Handys auf dem Tisch.. allesamt mit Vertrag und allesamt das neueste, was es auf dem Markt gibt. Hinzu kommt der Ordner der Überschuldung in dem ich mind. 5 weitere immens hohe Handyrechnungen finde, die schon lange im Mahnverfahren stecken. Also haltet mal die Luft an. Klar gibt es unter den Flüchtlingen mit Sicherheit auch Spitzbuben. Menschen, die nur ausnutzen wollen, aber die gibt es unter den Deutschen auch. Und nicht gerade wenig. Ihr werdet sie in jeder Nationalität finden.
Und ja, die Flüchtlinge kosten im Moment eine Menge Geld. Angefangen bei der Erstversorgung bis hin zur Krankenkasse, denn ganz viele werden Hilfe in Anspruch nehmen müssen, um ihre Traumas zu verarbeiten. Und das sollen sie auch. Aber die Chance, die ich sehe: Uns fehlt Nachwuchs auf allen Ebenen. Uns fehlen jetzt schon jede Menge Arbeitskräfte. In den sozialen Berufen, im Handwerk usw. Also Ärmel hoch, anpacken. Ich finde, wir sollten uns die Menschen nehmen, gesund pflegen (geistig und körperlich) und dann ausbilden. Im Moment lachen sich die anderen Länder ins Fäustchen schrieb jemand. Glaube ich sogar. ABER: WER, wenn nicht Deutschland wird es schaffen, mit diesem Zustrom an Menschen fertig zu werden? Ich sehe die große Chance dadurch noch stärker zu werden. Mehr Menschen, die es verdient haben in Frieden zu leben, ihre Kinder in Frieden und Sicherheit aufzuziehen und die als Deutsche mit uns „Ur“Deutschen dieses Land noch ertragreicher machen. Es noch mehr vorantreiben und reicher macht.
Und ganz nebenbei finde ich dieses Durchmischen der Kulturen interessant. Es kann nur bunter, fröhlicher und aufregender werden.
Angst vor Terror habe ich nicht mehr und nicht weniger, als vor der Flüchtlingswelle. Wenn die IS hier jemand einschleusen will, dann wird sie das tun. Mit oder ohne Flüchtlingsstrom. Wenn sie hier Anschläge planen, dann werden sie das tun. Mit oder ohne Flüchtlingsstrom. Ich sehe da keine vergrößerte Gefahr. Dasselbe gilt für die Kriminalität. Klar im Moment steigen wahrscheinlich die Diebstähle. Nicht schön, aber man muss eben auch schauen, warum sie das tun. Wahrscheinlich ist das seit Monaten, oder gar seit Jahren ihre Überlebenstaktik. Volle Supermärkte wird es wohl nicht gegeben haben unterwegs. Also blieb ihnen nur Diebstahl. Und ja, auch das würde ich tun, wäre ich mit meiner Familie auf der Flucht. Ob nun vor Terror, Krieg oder einfach erbärmlicher Armut. Jeder Mensch hat das Recht auf ein Leben in Frieden und auf die Erfüllung seiner Bedürfnisse. Und Kinder gleich 3x mehr.
Wir können alle ein bisschen zusammenrücken, alle ein wenig abgeben von unserem Überfluss. Es wird uns gut tun. Das ist meine Meinung.
Und als letztes noch: ich finde es lediglich unerträglich, wie sie hier hausen müssen. Ich fände es besser, wenn man sie gleich auf Wohnungen verteilen würde. Dann wäre auch diese geballte Ladung Langeweile nicht mehr vorhanden und die „Krawalle“ würden gar nicht erst zu Stande kommen.
09.09.2015 08:13
Zitat von Furiosa:

Zitat von silbermarie:

Ach ja, und nochwas, was mir bei dieser Debatte auf den Keks geht: Dieses ewige "mea culpa" gehabe.

Mimimi.... wir sind an allem Elend auf der Welt Schuld... mimimi... Waffenexporte... mimimi... wir sind ja so böse, wir hatten mal Kolonien mimimimi

Ein Hoch auf das simple Weltbild


Ich stimme dir in dem Beitrag, den du davor geschrieben hast tatsächlich sogar teilweise zu (sofern ich zu dem Thema hier überhaupt eine Meinung vertrete).

Bei diesem Beitrag hier finde ich es schwierig. Du hattest geschrieben, dass dir dieses "mea culpa" gehabe auf den Keks geht. Aber kann man die von dir nachstehend aufgeführten Beispiele wirklich ausblenden? Ich fühle mich weder schuldig, weil Deutschland Kolonien hatte, noch weil es Waffenexporte gibt. Aber ich kann auch nicht so tun als hätte insbesondere die Kolonialisierung in Afrika nichts mit der derzeitigen Flüchtlingswelle zu tun. Auch wenn es sich dabei "nur" um Wirtschaftsflüchtlinge handelt. Auch die arabischen Staaten haben sich in ihrer derzeitigen Form nicht selbst geschaffen, sondern sind von außen "erstellt" worden. Kannst du historische Ereignisse ausblenden? Oder bist du der Ansicht, dass diese nichts mit der derzeitigen Situation zu tun haben?


Ich verlange gar nicht, dass man diese Beispiele ausblendet, sondern dass die Thematik etwas ausgewogener behandelt wird.
Wir haben hier in Deutschland tatsächlich den Hang, in die Extreme zu verfallen und gerade macht sich neben den rehcten Pegida-Konsorten wieder so eine "Nie wieder Deutschland"-Stimmung breit.
Auch hier in der MC habe ich den Eindruck, dass man auf der gerade populären "Die Flüchtlinge sind ja viel bessere Menschen als Deutsche"-Welle mitreitet.
Wie Serdar Somuncu das so schön ausgedrückt hat: Es geht oft nicht um echte Hilfe, sondern um das Image des größten Wohltäters. Flüchtlinge sind die Ice-Bucket-Challenge von 2015.
Und ich finde es ziemlich erbärmlich, wie damit umgegangen wird, auch hier - dass mittlerweile jeder, wirklich jeder, der Ängste und Bedenken hat, so berechtigt sie auch sein mögen, in die braune Ecke gestellt wird - und über "der Ton macht die Musik" sind wir hier schon lange hinaus!

Aber, back2topic: Wir mögen einen Teil zur dereitigen Situation beigetragen haben, aber wir sind nicht daran schuld. Waffenexporte sind nur dort erfolgreich, wo eine Nachfrage an Waffen besteht.
Ansonsten will ich es mal ganz überspitzt ausdrücken: Uns die Schuld an der Misere in Afrika und im Nahen Osten zu geben, ist auf seine Art auch sehr rassistisch. Es entmündigt nämlich die dort lebenden Menschen und spricht ihnen die Fähigkeit ab, Taten zu begehen, für die sie vollverantwortlich sind. Ein bisschen, als würden wir von Kindern reden: "Der Max wusste eben nicht, dass es weh tut, wenn man einem anderen Kind das Auge aussticht". Auch das ist Rassismus!
Wenn wir diese Art von Mea-Culpa-Politik weiter betreiben, dann können diese Länder sich nie wirklich emanzipieren - nicht wegen der Waffenexporte, sondern weil sie sich auf unserem schlechten Gewissen ausruhen.
In Afrika haben Menschen teilweise verlernt, wie man Nahrung anbaut, weil sie nur noch auf Essensspenden und -lieferungen aus dem von Gewissensbissen geplagten Europa warten. Und so weiter.

Helfen? Ja, fraglos.
Aber: Don't go over the top.
Man darf trotzdem kritisch sein, man darf trotzdem Ängste haben (ich habe es bis heute nicht geschafft, unseren Spendenkarton ins Heim zu schaffen, weil ich dort nur Männer sehe und irgendwie Schiss habe, dass ich dort nicht wieder rauskomme, ohne dass ich einmal im Rudel begattet wurde) und man darf dennoch auch ein klein wenig egoistisch sein, i.S. von weiterhin zuerst an seine eigene Familie denken. Das darf zwar nicht in "Ich will keine Ausländer in Sichtweite haben" ausarten, aber warum ich z.B. ein Nazi sein soll, weil ich mal nicht will, dass die Schulbildung meines Kindes leidet, weil es in einer Klasse sitzt, in der 60% der Kinder erst mal Deutsch lernen müssen, ist mir schleierhaft.
09.09.2015 08:23
Ach ja, und zum Thema unberechtigte Flüchtlinge vom Balkan, die hier ja auch schon völlig irrational geführt wird, weil von irgendjemandem hier der Papi vom Balkan kommt: Dort liegen also Jahre nach dem Krieg noch Städte in Trümmern. Ah.
Und das ist jetzt ein Grund, ein "Flüchtling' zu sein?
Ja Leute, glaubt ihr denn, Deutschland hat sich von alleine wieder aufgebaut oder durch weglaufen?

Also da mag ich wirklich mal ganz nazimäßig sein und sagen: Dann sollen sie ihren Hintern hoch kriegen und ihr Land wieder aufbauen. So wie es hier auch war.

Wo kein Krieg mehr ist gibt es auch keine Flüchtlinge. Die nehmen die Ressourcen weg, die für die gedacht sind, die sie wirklich brauchen.
Seramonchen
37809 Beiträge
09.09.2015 08:37
Zitat von silbermarie:

Zitat von Furiosa:

Zitat von silbermarie:

Ach ja, und nochwas, was mir bei dieser Debatte auf den Keks geht: Dieses ewige "mea culpa" gehabe.

Mimimi.... wir sind an allem Elend auf der Welt Schuld... mimimi... Waffenexporte... mimimi... wir sind ja so böse, wir hatten mal Kolonien mimimimi

Ein Hoch auf das simple Weltbild


Ich stimme dir in dem Beitrag, den du davor geschrieben hast tatsächlich sogar teilweise zu (sofern ich zu dem Thema hier überhaupt eine Meinung vertrete).

Bei diesem Beitrag hier finde ich es schwierig. Du hattest geschrieben, dass dir dieses "mea culpa" gehabe auf den Keks geht. Aber kann man die von dir nachstehend aufgeführten Beispiele wirklich ausblenden? Ich fühle mich weder schuldig, weil Deutschland Kolonien hatte, noch weil es Waffenexporte gibt. Aber ich kann auch nicht so tun als hätte insbesondere die Kolonialisierung in Afrika nichts mit der derzeitigen Flüchtlingswelle zu tun. Auch wenn es sich dabei "nur" um Wirtschaftsflüchtlinge handelt. Auch die arabischen Staaten haben sich in ihrer derzeitigen Form nicht selbst geschaffen, sondern sind von außen "erstellt" worden. Kannst du historische Ereignisse ausblenden? Oder bist du der Ansicht, dass diese nichts mit der derzeitigen Situation zu tun haben?


Ich verlange gar nicht, dass man diese Beispiele ausblendet, sondern dass die Thematik etwas ausgewogener behandelt wird.
Wir haben hier in Deutschland tatsächlich den Hang, in die Extreme zu verfallen und gerade macht sich neben den rehcten Pegida-Konsorten wieder so eine "Nie wieder Deutschland"-Stimmung breit.
Auch hier in der MC habe ich den Eindruck, dass man auf der gerade populären "Die Flüchtlinge sind ja viel bessere Menschen als Deutsche"-Welle mitreitet.
Wie Serdar Somuncu das so schön ausgedrückt hat: Es geht oft nicht um echte Hilfe, sondern um das Image des größten Wohltäters. Flüchtlinge sind die Ice-Bucket-Challenge von 2015.
Und ich finde es ziemlich erbärmlich, wie damit umgegangen wird, auch hier - dass mittlerweile jeder, wirklich jeder, der Ängste und Bedenken hat, so berechtigt sie auch sein mögen, in die braune Ecke gestellt wird - und über "der Ton macht die Musik" sind wir hier schon lange hinaus!

Aber, back2topic: Wir mögen einen Teil zur dereitigen Situation beigetragen haben, aber wir sind nicht daran schuld. Waffenexporte sind nur dort erfolgreich, wo eine Nachfrage an Waffen besteht.
Ansonsten will ich es mal ganz überspitzt ausdrücken: Uns die Schuld an der Misere in Afrika und im Nahen Osten zu geben, ist auf seine Art auch sehr rassistisch. Es entmündigt nämlich die dort lebenden Menschen und spricht ihnen die Fähigkeit ab, Taten zu begehen, für die sie vollverantwortlich sind. Ein bisschen, als würden wir von Kindern reden: "Der Max wusste eben nicht, dass es weh tut, wenn man einem anderen Kind das Auge aussticht". Auch das ist Rassismus!
Wenn wir diese Art von Mea-Culpa-Politik weiter betreiben, dann können diese Länder sich nie wirklich emanzipieren - nicht wegen der Waffenexporte, sondern weil sie sich auf unserem schlechten Gewissen ausruhen.
In Afrika haben Menschen teilweise verlernt, wie man Nahrung anbaut, weil sie nur noch auf Essensspenden und -lieferungen aus dem von Gewissensbissen geplagten Europa warten. Und so weiter.

Helfen? Ja, fraglos.
Aber: Don't go over the top.
Man darf trotzdem kritisch sein, man darf trotzdem Ängste haben (ich habe es bis heute nicht geschafft, unseren Spendenkarton ins Heim zu schaffen, weil ich dort nur Männer sehe und irgendwie Schiss habe, dass ich dort nicht wieder rauskomme, ohne dass ich einmal im Rudel begattet wurde) und man darf dennoch auch ein klein wenig egoistisch sein, i.S. von weiterhin zuerst an seine eigene Familie denken. Das darf zwar nicht in "Ich will keine Ausländer in Sichtweite haben" ausarten, aber warum ich z.B. ein Nazi sein soll, weil ich mal nicht will, dass die Schulbildung meines Kindes leidet, weil es in einer Klasse sitzt, in der 60% der Kinder erst mal Deutsch lernen müssen, ist mir schleierhaft.


Mit Übertreibungen hast du es aber auch, oder? Wo liest du denn, dass die Flüchtlinge bessere Menschen sind als die Deutschen? Hat doch hier niemand geschrieben und das lese ich auch sonst nirgendwo raus. Es sind einfach Menschen, die dramatische Erlebnisse hinter sich haben, die ich meinem ärgsten Feind nicht wünsche und die dann in Länder kommen, wo sie ebenfalls nicht willkommen sind, weil die Leute Angst um ihr Plüschipuschi-Leben haben.

Ich sehe da vor allem, wie zaubi auch, eine Bereicherung und ich glaube auch noch an die Kompetenz der Lehrer, die deutschen Kids nicht untergehen zu lassen - mag naiv sein, ist aber meine Meinung und ich sehe vor allem, dass mein Kind für Flüchtlingskinder eine Bereicherung sein kann, indem es mit hilft, dass diese sich schnell integrieren. Klappt weniger gut, wenn man die Flüchtlingskinder und die deutschen Kinder trennt und in unterschiedlichen Schulen unterbringt. Und kann ja auch nicht der Sinn der Sache sein, wenn hier alle immer laut nach schneller Integration schreien.
Seramonchen
37809 Beiträge
09.09.2015 08:42
Ah und zum Thema des größten Wohltäters: Da hatte ich letztens mit Schatz eine Diskussion in Bezug auf Til Schweiger. Er findet, Schweiger macht das alles nur für die PR. Mag ja sein, aber hier stellt sich mir grundsätzlich die Frage: Was ist so schlimm daran? So lange es auch nur einem Menschen hilft, wieder ein halbwegs normales Leben zu führen, wo liegt das Problem, wenn Leute der Meinung sind, sich dann über ihre Hilfe profilieren zu müssen? Wichtig ist doch, dass etwas getan wird. Da finde ich die viel schlimmer, die sagen: Nee, also ich mache jetzt bei dieser Welle nicht mit, weil ich habe es nicht nötig als Wohltäter dazustehen, daher bleibe ich zu Hause und streichel meinen Kindern über den Kopf, während sie das neue Lego-Technik-Auto aufbauen.
Sturmtochter
1233 Beiträge
09.09.2015 08:43
Anja_FFM
2718 Beiträge
09.09.2015 09:59
Zitat von silbermarie:

Zitat von Furiosa:

Zitat von silbermarie:

Ach ja, und nochwas, was mir bei dieser Debatte auf den Keks geht: Dieses ewige "mea culpa" gehabe.

Mimimi.... wir sind an allem Elend auf der Welt Schuld... mimimi... Waffenexporte... mimimi... wir sind ja so böse, wir hatten mal Kolonien mimimimi

Ein Hoch auf das simple Weltbild


Ich stimme dir in dem Beitrag, den du davor geschrieben hast tatsächlich sogar teilweise zu (sofern ich zu dem Thema hier überhaupt eine Meinung vertrete).

Bei diesem Beitrag hier finde ich es schwierig. Du hattest geschrieben, dass dir dieses "mea culpa" gehabe auf den Keks geht. Aber kann man die von dir nachstehend aufgeführten Beispiele wirklich ausblenden? Ich fühle mich weder schuldig, weil Deutschland Kolonien hatte, noch weil es Waffenexporte gibt. Aber ich kann auch nicht so tun als hätte insbesondere die Kolonialisierung in Afrika nichts mit der derzeitigen Flüchtlingswelle zu tun. Auch wenn es sich dabei "nur" um Wirtschaftsflüchtlinge handelt. Auch die arabischen Staaten haben sich in ihrer derzeitigen Form nicht selbst geschaffen, sondern sind von außen "erstellt" worden. Kannst du historische Ereignisse ausblenden? Oder bist du der Ansicht, dass diese nichts mit der derzeitigen Situation zu tun haben?


Ich verlange gar nicht, dass man diese Beispiele ausblendet, sondern dass die Thematik etwas ausgewogener behandelt wird.
Wir haben hier in Deutschland tatsächlich den Hang, in die Extreme zu verfallen und gerade macht sich neben den rehcten Pegida-Konsorten wieder so eine "Nie wieder Deutschland"-Stimmung breit.
Auch hier in der MC habe ich den Eindruck, dass man auf der gerade populären "Die Flüchtlinge sind ja viel bessere Menschen als Deutsche"-Welle mitreitet.
Wie Serdar Somuncu das so schön ausgedrückt hat: Es geht oft nicht um echte Hilfe, sondern um das Image des größten Wohltäters. Flüchtlinge sind die Ice-Bucket-Challenge von 2015.
Und ich finde es ziemlich erbärmlich, wie damit umgegangen wird, auch hier - dass mittlerweile jeder, wirklich jeder, der Ängste und Bedenken hat, so berechtigt sie auch sein mögen, in die braune Ecke gestellt wird - und über "der Ton macht die Musik" sind wir hier schon lange hinaus!

Aber, back2topic: Wir mögen einen Teil zur dereitigen Situation beigetragen haben, aber wir sind nicht daran schuld. Waffenexporte sind nur dort erfolgreich, wo eine Nachfrage an Waffen besteht.
Ansonsten will ich es mal ganz überspitzt ausdrücken: Uns die Schuld an der Misere in Afrika und im Nahen Osten zu geben, ist auf seine Art auch sehr rassistisch. Es entmündigt nämlich die dort lebenden Menschen und spricht ihnen die Fähigkeit ab, Taten zu begehen, für die sie vollverantwortlich sind. Ein bisschen, als würden wir von Kindern reden: "Der Max wusste eben nicht, dass es weh tut, wenn man einem anderen Kind das Auge aussticht". Auch das ist Rassismus!
Wenn wir diese Art von Mea-Culpa-Politik weiter betreiben, dann können diese Länder sich nie wirklich emanzipieren - nicht wegen der Waffenexporte, sondern weil sie sich auf unserem schlechten Gewissen ausruhen.
In Afrika haben Menschen teilweise verlernt, wie man Nahrung anbaut, weil sie nur noch auf Essensspenden und -lieferungen aus dem von Gewissensbissen geplagten Europa warten. Und so weiter.

Helfen? Ja, fraglos.
Aber: Don't go over the top.
Man darf trotzdem kritisch sein, man darf trotzdem Ängste haben (ich habe es bis heute nicht geschafft, unseren Spendenkarton ins Heim zu schaffen, weil ich dort nur Männer sehe und irgendwie Schiss habe, dass ich dort nicht wieder rauskomme, ohne dass ich einmal im Rudel begattet wurde) und man darf dennoch auch ein klein wenig egoistisch sein, i.S. von weiterhin zuerst an seine eigene Familie denken. Das darf zwar nicht in "Ich will keine Ausländer in Sichtweite haben" ausarten, aber warum ich z.B. ein Nazi sein soll, weil ich mal nicht will, dass die Schulbildung meines Kindes leidet, weil es in einer Klasse sitzt, in der 60% der Kinder erst mal Deutsch lernen müssen, ist mir schleierhaft.

Indem Moment, wo ich politische Gegner massiv mit Geld und Waffen unterstütze, damit sie gegen eine bestehende Regierung putschen können, um eben weiterhin Zugang zu Öl zu haben, was mir die bestehende Regierung nicht mehr so garantiert ... dann finde ich schon, dass man sich ganz schön an die eigene Nase fassen in bezug was darauf folgt.
DieEine2
1869 Beiträge
09.09.2015 10:24
Guten Morgen!

Auch ich bin gegen (weitere) Flüchtlinge.
Im Nachbarort ist am Bahnhof ein Flüchtlingsheim aufgemacht worden. Eigentlich nur junge Männer. Da fährt abends keiner mehr mit dem Zug, weil die den ganzen Bahnhof belagern. Im gleichen Ort in einem anderen Flüchtlingsheim geht die Polizei quasi täglich ein und aus. Messerstecherei, Massenschlägerei, Drogen immer etwas neues.

Ich will die hier nicht!
Ich möchte abends mit dem Zug fahren können und im Dunkeln nach Hause laufen, ohne überfallen zu werden.

Wenn die klauen ist das in Ordnung? Das ist doch wohl nicht ernst gemeint! Die kriegen hier zu essen und zu trinken und ein Taschengeld. Diebstahl ist eine Straftat. Und alleine das sollte mMn Grund sein, die zurück zu schicken.

Alleine die "Flüchtlingsfamilie" die neben meiner Mutter wohnt ist schon ein "tolles Beispiel". Die sind seit min. 15 Jahren hier. Roma und Sinti meine ich. Ein paar davon arbeiten sogar. Trotzdem wird den ganzen Tag rumgebrüllt, es ist dreckig, die stellen ihren Müll an die Straße (und zwar nicht zu den Müllzeiten, sondern einfach so und er verteilt sich durch die halbe Ortschaft), min. die Hälfte der Frauen kann immer noch kein richtiges Deutsch.

Alternativ der über Asyl "herbeigeschaffte" Cousin von Bekannten. Ganze Familie kriminell, teils wg Menschenhandels u. Mord verurteilt. Arbeiten tut er nicht, aber sich fleißig an den kriminellen Machenschaften beteiligen.

Eine richtige "Bereicherung" für dieses Land!

Dem ein oder anderen würde es wohl nicht schaden, mal die rosarote Brille abzunehmen.

Und wo ich hingehen würde als Flüchtling? Gäbe es in Deutschland Anlass zu Fliehen, wären meine Wahllänger Holland, Österreich und die Schweiz. Länder, die ohne gefährliche, teure Reise zu erreichen sind, die meine Kultur und ggf. ein wenig meine Sprache teilen. Von denen aus ich wieder in meine Heimat kann, wenn die Gefahr vorüber ist. Wenn das nicht geht, dann Frankreich, Italien, Spanien, Dänemark, Polen.... usw.
Gibt genügend Flüchtlinge, die vorher schon lange in der Türkei waren, dort in Sicherheit gelebt haben. Aber das goldene Deutschland lockte dann doch zu sehr.
cooky
12606 Beiträge
09.09.2015 10:25
Zitat von Seramonchen:

Zitat von silbermarie:

Zitat von Furiosa:

Zitat von silbermarie:

Ach ja, und nochwas, was mir bei dieser Debatte auf den Keks geht: Dieses ewige "mea culpa" gehabe.

Mimimi.... wir sind an allem Elend auf der Welt Schuld... mimimi... Waffenexporte... mimimi... wir sind ja so böse, wir hatten mal Kolonien mimimimi

Ein Hoch auf das simple Weltbild


Ich stimme dir in dem Beitrag, den du davor geschrieben hast tatsächlich sogar teilweise zu (sofern ich zu dem Thema hier überhaupt eine Meinung vertrete).

Bei diesem Beitrag hier finde ich es schwierig. Du hattest geschrieben, dass dir dieses "mea culpa" gehabe auf den Keks geht. Aber kann man die von dir nachstehend aufgeführten Beispiele wirklich ausblenden? Ich fühle mich weder schuldig, weil Deutschland Kolonien hatte, noch weil es Waffenexporte gibt. Aber ich kann auch nicht so tun als hätte insbesondere die Kolonialisierung in Afrika nichts mit der derzeitigen Flüchtlingswelle zu tun. Auch wenn es sich dabei "nur" um Wirtschaftsflüchtlinge handelt. Auch die arabischen Staaten haben sich in ihrer derzeitigen Form nicht selbst geschaffen, sondern sind von außen "erstellt" worden. Kannst du historische Ereignisse ausblenden? Oder bist du der Ansicht, dass diese nichts mit der derzeitigen Situation zu tun haben?


Ich verlange gar nicht, dass man diese Beispiele ausblendet, sondern dass die Thematik etwas ausgewogener behandelt wird.
Wir haben hier in Deutschland tatsächlich den Hang, in die Extreme zu verfallen und gerade macht sich neben den rehcten Pegida-Konsorten wieder so eine "Nie wieder Deutschland"-Stimmung breit.
Auch hier in der MC habe ich den Eindruck, dass man auf der gerade populären "Die Flüchtlinge sind ja viel bessere Menschen als Deutsche"-Welle mitreitet.
Wie Serdar Somuncu das so schön ausgedrückt hat: Es geht oft nicht um echte Hilfe, sondern um das Image des größten Wohltäters. Flüchtlinge sind die Ice-Bucket-Challenge von 2015.
Und ich finde es ziemlich erbärmlich, wie damit umgegangen wird, auch hier - dass mittlerweile jeder, wirklich jeder, der Ängste und Bedenken hat, so berechtigt sie auch sein mögen, in die braune Ecke gestellt wird - und über "der Ton macht die Musik" sind wir hier schon lange hinaus!

Aber, back2topic: Wir mögen einen Teil zur dereitigen Situation beigetragen haben, aber wir sind nicht daran schuld. Waffenexporte sind nur dort erfolgreich, wo eine Nachfrage an Waffen besteht.
Ansonsten will ich es mal ganz überspitzt ausdrücken: Uns die Schuld an der Misere in Afrika und im Nahen Osten zu geben, ist auf seine Art auch sehr rassistisch. Es entmündigt nämlich die dort lebenden Menschen und spricht ihnen die Fähigkeit ab, Taten zu begehen, für die sie vollverantwortlich sind. Ein bisschen, als würden wir von Kindern reden: "Der Max wusste eben nicht, dass es weh tut, wenn man einem anderen Kind das Auge aussticht". Auch das ist Rassismus!
Wenn wir diese Art von Mea-Culpa-Politik weiter betreiben, dann können diese Länder sich nie wirklich emanzipieren - nicht wegen der Waffenexporte, sondern weil sie sich auf unserem schlechten Gewissen ausruhen.
In Afrika haben Menschen teilweise verlernt, wie man Nahrung anbaut, weil sie nur noch auf Essensspenden und -lieferungen aus dem von Gewissensbissen geplagten Europa warten. Und so weiter.

Helfen? Ja, fraglos.
Aber: Don't go over the top.
Man darf trotzdem kritisch sein, man darf trotzdem Ängste haben (ich habe es bis heute nicht geschafft, unseren Spendenkarton ins Heim zu schaffen, weil ich dort nur Männer sehe und irgendwie Schiss habe, dass ich dort nicht wieder rauskomme, ohne dass ich einmal im Rudel begattet wurde) und man darf dennoch auch ein klein wenig egoistisch sein, i.S. von weiterhin zuerst an seine eigene Familie denken. Das darf zwar nicht in "Ich will keine Ausländer in Sichtweite haben" ausarten, aber warum ich z.B. ein Nazi sein soll, weil ich mal nicht will, dass die Schulbildung meines Kindes leidet, weil es in einer Klasse sitzt, in der 60% der Kinder erst mal Deutsch lernen müssen, ist mir schleierhaft.


Mit Übertreibungen hast du es aber auch, oder? Wo liest du denn, dass die Flüchtlinge bessere Menschen sind als die Deutschen? Hat doch hier niemand geschrieben und das lese ich auch sonst nirgendwo raus. Es sind einfach Menschen, die dramatische Erlebnisse hinter sich haben, die ich meinem ärgsten Feind nicht wünsche und die dann in Länder kommen, wo sie ebenfalls nicht willkommen sind, weil die Leute Angst um ihr Plüschipuschi-Leben haben.

Ich sehe da vor allem, wie zaubi auch, eine Bereicherung und ich glaube auch noch an die Kompetenz der Lehrer, die deutschen Kids nicht untergehen zu lassen - mag naiv sein, ist aber meine Meinung und ich sehe vor allem, dass mein Kind für Flüchtlingskinder eine Bereicherung sein kann, indem es mit hilft, dass diese sich schnell integrieren. Klappt weniger gut, wenn man die Flüchtlingskinder und die deutschen Kinder trennt und in unterschiedlichen Schulen unterbringt. Und kann ja auch nicht der Sinn der Sache sein, wenn hier alle immer laut nach schneller Integration schreien.


Das Fettgedruckte finde ich leider wirklich etwas "naiv". Denn das hat ja nicht nur was mit Kompetenzen zu tun. Es stoßen doch jetzt schon viele Lehrer an ihre Grenzen, da die Klassen immer größer werden, einem unausgereift die Inklusion vor die Nase gesetzt wird und andere Reformen kopflos durchgepeitscht werden. Da ist eine weitere Aufgabe echt nochmal ein Batzen, trotz Kompetenz.
Mit bessere Organisation und Unterstützung, ja. Aber undurchdacht und husch husch?
DieEine2
1869 Beiträge
09.09.2015 10:28
Zitat von Seesternchen_2.0:

Zitat von Obsidian:

Zitat von Whistle:

Zitat von julemaus:

...


Lustig, dass solche Beleidigungen immer nur aus der Pro Asylbewerber Ecke kommen. Ich habe noch nie in meinem ganzen Leben irgendeinem Menschen irgendwas getan, nur meine Ansichten darf ich nicht vertreten.

Und ich hoffe sehr, dass meine Kinder cleverer sein werden. Dass die so schlau sind und endlich wieder Grenzen ziehen und erst gar keinen reinlassen.

Nur vermutlich werden die gar keine Gelegenheit mehr dazu haben frei zu wählen, was sie noch machen wollen oder verändern wollen, da die Generation vor ihnen systemathisch alles zerstört hat.

Ach und zu Deutschland, wem soll Deutschland denn sonst gehören, wenn nicht den Deutschen? Geh doch mal in die Türkei und erkläre denen ihr Land gehöre nicht ihnen sondern der Multikulti Allgemeinheit, mal gucken was dann passiert.


So langsam kommt mir dein braunes Gequatsche bekannt vor Seesternchen hilf mir mal, du hast son gutes Gedächtnis was das betrifft....irgendwas mit Kindergarten, Kind von ausländischem Mitkind geschubbst und beleidigt...


Ich weiß wen du meinst, mir fällt aber der Namen gerade nicht ein.

Ich weiß nur noch, sie war 35 und regte sich nicht über das schubsen des Kindes auf sondern um ein türkisches Wort das in dem Zusammenhang wohl vom Vater (?) gesagt wurde.

Gib oben in der Suchfunktion das türkische Wort ein, dann hast du den Thread. Mir fällt das Wort nicht ein... Da sie sich aber gelöscht hat bist du vermutlich auf der richtigen Fährte gewesen.


Ich meine das Kind wurde als Kufra o.ä. beschimpft? 1. ist das arabisch, 2. nenn du so einen Schlag doch mal "Scheiß-Moslem". Mal gucken, was dann passiert . Ist die gleiche Beschimpfung, nur andersrum.
Marja
6987 Beiträge
09.09.2015 10:36

Zitat von Furiosa:

Das ist ja mal ein netter post! *ironie off*

1. Ich bin fast 30 und muss an der Uni das Denken nicht mehr lernen, das kann ich schon. Bin ja groß.
2. Empfinde ich es als Frechheit, mich als unstrukturiert und undifferenziert zu betiteln.
3. Ich bin nunmal der Meinung, dass wir tatsächlich an dem Tod vieler Flüchtlinge selber Schuld sind. Und auch diejenigen, die die Grenzen jetzt nicht dicht machen, machen sich noch weiter schuldig.
Ich erkläre das Ganze lieber noch einmal richtig, nicht dass mir wieder Populismus vorgeworfen wird:
Stell dir mal vor, eine Familie lebt in einem afrikanischen Land. Die Lebensverhältnisse sind schwierig, man lebt vielleicht in Armut. Plötzlich herrscht auch noch Krieg!
Dann bekommst du mit, dass sich alle nach Deutschland aufmachen. Ein Land, indem du umsonst leben kannst. Du bekommst ein Bett in einem Haus aus Stein (kein Wellblechverschlag oder Holzhütte), Essen und Trinken, sogar noch Geld dazu! Geschenkt!! Du bekommst teilweise soviel Geld pro Monat, wie manch einer nichtmal in einem Jahr verdient.
Dann siehst du Fotos, wie Deutsche lächelnd mit Fahnen und Bettlacken mit der Aufschrift "Flüchtlinge Willkommen" winken. Du denkst: Wahnsinn, die warten ja auf uns! Da müssen wir hin!
Vielleicht hatte die Familie vorher damit spekuliert, ins sichere Nachbarland zu fliehen. Aber nun gibt es ein Land, das nur auf alle Flüchtlinge wartet! DIE WOLLEN, DASS WIR KOMMEN! Da müssen wir hin!
Also wird das letzte Geld zusammengekratzt und sich in die nächste Nussschale aufs Mittelmeer gesetzt.... Die Folgen kennen wir.
Wenn sich die Familie bei nur bis zur Grenze durchgeschlagen hätten , wäre wohl niemand im Mittelmeer ertrunken.
Ja, ich bin der Meinung, dass wir mit unserer unsäglichen Willkommenskulturkampagne Menschen in den Tod treiben.


Haha..jo. Stelle mir gerade bildlich vor, wie der Afrikaner, kaum mehr als mit einem Lendenschurz bekleidet, in seiner Wellblechhütte hockt, dann kommt aus der Nachbarhütte die Afrikanische dicke Frau, mit ihren 20 Kindern zu besuch, packt ihr etwas zerfleddertes Foto-Album aus, mit den Bildern von lauter fröhlichen Afrikanern, die es in Deutschland bereits zu Reichtum und Wohlstand gebracht haben.
Sie schauen aus dem Fenster ihrer Wellblechhütte, sehen die Völkerwanderung vor Ihrer Haustür fragen jemanden, wo es hingehen soll. Der antwortet: "Nach Deutschland, wo alle in Steinhäusern wohnen und etwas zu essen und zu trinken haben". Daraufhin packen die dicke Frau mit den 20 Kindern und der afrikanische Mann im Lendenschurz, ihr Fotoalbum und schließen sich kurzer Hand dem Strom an Menschen an.... auf in eine neue Zukunft. Das gelobte Land, in dem Menschen in Steinhäusern wohnen und Kühlschränke besitzen um die ganzen Lebensmittel aufzubewahren... Weil ja natürlich auch jeder Mensch dieser Welt nur darauf aus ist, ein Smartphone zu besitzen, in einem schicken Haus zu leben und sich den Kühlschrank mit Essen vollzustopfen. Gibt ja auch nichts wichtigeres auf dieser Welt....
09.09.2015 10:38
ALLE können wir eben nicht aufnehmen !!! Und noch mehr Steuern zahlen ? Nur damit wir (Deutschland ) ALLE aufnehmen können ? Defintiv nein !!!

Flüchtlinge sollten in allen Ländern gleich bekommen ... Dann würden sie auch nicht extra soweit hier her kommen und noch mehr auf sich nehmen !
Ich sage nicht sie sollen weniger bekommen als bei uns, aber eben überall das gleiche.

Helfer Syndrom hin oder her ... In Deutschland muss genauso viel geholfen werden !
Seramonchen
37809 Beiträge
09.09.2015 10:39
Zitat von cooky:

Zitat von Seramonchen:

Zitat von silbermarie:

Zitat von Furiosa:

...


Ich verlange gar nicht, dass man diese Beispiele ausblendet, sondern dass die Thematik etwas ausgewogener behandelt wird.
Wir haben hier in Deutschland tatsächlich den Hang, in die Extreme zu verfallen und gerade macht sich neben den rehcten Pegida-Konsorten wieder so eine "Nie wieder Deutschland"-Stimmung breit.
Auch hier in der MC habe ich den Eindruck, dass man auf der gerade populären "Die Flüchtlinge sind ja viel bessere Menschen als Deutsche"-Welle mitreitet.
Wie Serdar Somuncu das so schön ausgedrückt hat: Es geht oft nicht um echte Hilfe, sondern um das Image des größten Wohltäters. Flüchtlinge sind die Ice-Bucket-Challenge von 2015.
Und ich finde es ziemlich erbärmlich, wie damit umgegangen wird, auch hier - dass mittlerweile jeder, wirklich jeder, der Ängste und Bedenken hat, so berechtigt sie auch sein mögen, in die braune Ecke gestellt wird - und über "der Ton macht die Musik" sind wir hier schon lange hinaus!

Aber, back2topic: Wir mögen einen Teil zur dereitigen Situation beigetragen haben, aber wir sind nicht daran schuld. Waffenexporte sind nur dort erfolgreich, wo eine Nachfrage an Waffen besteht.
Ansonsten will ich es mal ganz überspitzt ausdrücken: Uns die Schuld an der Misere in Afrika und im Nahen Osten zu geben, ist auf seine Art auch sehr rassistisch. Es entmündigt nämlich die dort lebenden Menschen und spricht ihnen die Fähigkeit ab, Taten zu begehen, für die sie vollverantwortlich sind. Ein bisschen, als würden wir von Kindern reden: "Der Max wusste eben nicht, dass es weh tut, wenn man einem anderen Kind das Auge aussticht". Auch das ist Rassismus!
Wenn wir diese Art von Mea-Culpa-Politik weiter betreiben, dann können diese Länder sich nie wirklich emanzipieren - nicht wegen der Waffenexporte, sondern weil sie sich auf unserem schlechten Gewissen ausruhen.
In Afrika haben Menschen teilweise verlernt, wie man Nahrung anbaut, weil sie nur noch auf Essensspenden und -lieferungen aus dem von Gewissensbissen geplagten Europa warten. Und so weiter.

Helfen? Ja, fraglos.
Aber: Don't go over the top.
Man darf trotzdem kritisch sein, man darf trotzdem Ängste haben (ich habe es bis heute nicht geschafft, unseren Spendenkarton ins Heim zu schaffen, weil ich dort nur Männer sehe und irgendwie Schiss habe, dass ich dort nicht wieder rauskomme, ohne dass ich einmal im Rudel begattet wurde) und man darf dennoch auch ein klein wenig egoistisch sein, i.S. von weiterhin zuerst an seine eigene Familie denken. Das darf zwar nicht in "Ich will keine Ausländer in Sichtweite haben" ausarten, aber warum ich z.B. ein Nazi sein soll, weil ich mal nicht will, dass die Schulbildung meines Kindes leidet, weil es in einer Klasse sitzt, in der 60% der Kinder erst mal Deutsch lernen müssen, ist mir schleierhaft.


Mit Übertreibungen hast du es aber auch, oder? Wo liest du denn, dass die Flüchtlinge bessere Menschen sind als die Deutschen? Hat doch hier niemand geschrieben und das lese ich auch sonst nirgendwo raus. Es sind einfach Menschen, die dramatische Erlebnisse hinter sich haben, die ich meinem ärgsten Feind nicht wünsche und die dann in Länder kommen, wo sie ebenfalls nicht willkommen sind, weil die Leute Angst um ihr Plüschipuschi-Leben haben.

Ich sehe da vor allem, wie zaubi auch, eine Bereicherung und ich glaube auch noch an die Kompetenz der Lehrer, die deutschen Kids nicht untergehen zu lassen - mag naiv sein, ist aber meine Meinung und ich sehe vor allem, dass mein Kind für Flüchtlingskinder eine Bereicherung sein kann, indem es mit hilft, dass diese sich schnell integrieren. Klappt weniger gut, wenn man die Flüchtlingskinder und die deutschen Kinder trennt und in unterschiedlichen Schulen unterbringt. Und kann ja auch nicht der Sinn der Sache sein, wenn hier alle immer laut nach schneller Integration schreien.


Das Fettgedruckte finde ich leider wirklich etwas "naiv". Denn das hat ja nicht nur was mit Kompetenzen zu tun. Es stoßen doch jetzt schon viele Lehrer an ihre Grenzen, da die Klassen immer größer werden, einem unausgereift die Inklusion vor die Nase gesetzt wird und andere Reformen kopflos durchgepeitscht werden. Da ist eine weitere Aufgabe echt nochmal ein Batzen, trotz Kompetenz.
Mit bessere Organisation und Unterstützung, ja. Aber undurchdacht und husch husch?


Ich kann ja immer nur von dem ausgehen was ich hier erlebe und bei uns werden die Klassen eher kleiner als Größer, die Lehrer sind sehr engagiert und auch die Schüler helfen sich gegenseitig. Daher mag es naiv sein aber ich denke es wäre keine bessere Lösung, Flüchtlingskinder und deutsche Kinder komplett zu trennen in Schule und Kindergarten.
Seramonchen
37809 Beiträge
09.09.2015 10:41
Zitat von YouAreMyLife:

ALLE können wir eben nicht aufnehmen !!! Und noch mehr Steuern zahlen ? Nur damit wir (Deutschland ) ALLE aufnehmen können ? Defintiv nein !!!

Flüchtlinge sollten in allen Ländern gleich bekommen ... Dann würden sie auch nicht extra soweit hier her kommen und noch mehr auf sich nehmen !
Ich sage nicht sie sollen weniger bekommen als bei uns, aber eben überall das gleiche.

Helfer Syndrom hin oder her ... In Deutschland muss genauso viel geholfen werden !


Naja genauso viel geholfen werden wie wo? Wie in einem Land in dem täglich die Bomben hoch gehen? Nicht wirklich oder?

Aber ich stimme dir zu, es sollte überall die gleichen Hilfen für Flüchtlinge geben. Das ist aber nun mal leider nicht überall umsetzbar auch wenn es schön wäre.
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