Mütter- und Schwangerenforum

Flüchtlingspolitik : Alle rein oder Grenzen dicht machen?

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schoko_keks1234
3560 Beiträge
07.09.2015 19:52
Zitat von Daniel79:

Ich hab mal eine Frage, die mir selbst das Internet noch nicht richtig beantworten konnte.
Was passiert mit Flüchtlingskindern die Schulpflicht haben?
Kommen die alle in unsere Schulen?

Mein Kind wird nächstes Jahr eingeschult und bei uns sind letzte Woche 700 Flüchtlinge in eine Zeltstadt gezogen. Einige Straßen von uns entfernt und im Einzugsgebiet unserer zukünftigen Schule.

Habt ihr eine Ahnung wie das abläuft?

Danke..
Solange das eine Erstaufnahmestelle ist ist es noch völlig unklar ob und wieviele davon bleiben dürfen. Die meisten kommen dann eh noch woanders hin.
Warum macht man sich über sowas Gedanken? Wäre schön, wenn ein paar der Flüchtlingskinder in den Genuss einer Schulbildung kämen und vielleicht tatsächlich die Chance hätten etwas aus ihrem Leben zu machen.

Wo besteht da deine Angst?
07.09.2015 19:53
Zitat von Daniel79:

Ich hab mal eine Frage, die mir selbst das Internet noch nicht richtig beantworten konnte.
Was passiert mit Flüchtlingskindern die Schulpflicht haben?
Kommen die alle in unsere Schulen?

Mein Kind wird nächstes Jahr eingeschult und bei uns sind letzte Woche 700 Flüchtlinge in eine Zeltstadt gezogen. Einige Straßen von uns entfernt und im Einzugsgebiet unserer zukünftigen Schule.

Habt ihr eine Ahnung wie das abläuft?

Danke..


Soweit ich weiss müssen die zur Schule gehen.
Seesternchen_2.0
10124 Beiträge
07.09.2015 19:55
Zitat von Daniel79:

Ich hab mal eine Frage, die mir selbst das Internet noch nicht richtig beantworten konnte.
Was passiert mit Flüchtlingskindern die Schulpflicht haben?
Kommen die alle in unsere Schulen?

Mein Kind wird nächstes Jahr eingeschult und bei uns sind letzte Woche 700 Flüchtlinge in eine Zeltstadt gezogen. Einige Straßen von uns entfernt und im Einzugsgebiet unserer zukünftigen Schule.

Habt ihr eine Ahnung wie das abläuft?

Danke..


Die Frage kann ich dir beantworten. Ich arbeite als Sekretärin in einer Schule.

In Deutschland herrscht eine Schulpflicht. Somit müssen auch die Flüchtlingskinder in die Schule. Man schaut in welche sie alterstechnisch gehören und schickt sie dort hin, oder eine Klasse tiefer. Sie bekommen im besten Fall eine bis zwei Stunden am Tag mit den anderen Flüchtlingskinder aller Altersklasse Deutschunterricht.

Wenn sie nächstes Jahr schulpflichtig sind, werden sie auch nächstes Jahr erst eingeschult und werden in diesem Fall erstmal in Kindergärten gehen.
schoko_keks1234
3560 Beiträge
07.09.2015 19:58
Zitat von Whistle:

Zitat von Daniel79:

Ich hab mal eine Frage, die mir selbst das Internet noch nicht richtig beantworten konnte.
Was passiert mit Flüchtlingskindern die Schulpflicht haben?
Kommen die alle in unsere Schulen?

Mein Kind wird nächstes Jahr eingeschult und bei uns sind letzte Woche 700 Flüchtlinge in eine Zeltstadt gezogen. Einige Straßen von uns entfernt und im Einzugsgebiet unserer zukünftigen Schule.

Habt ihr eine Ahnung wie das abläuft?

Danke..


Soweit ich weiss müssen die zur Schule gehen.


Ja und zwar alle! Und das werden die auch alle tun, weil die gierigen Flüchtlingseltern sich da auch voll dahinterklemmen werden, dass ihre Kinder jeden Morgen in der Schule auftauchen! Und dann werden die bestimmt alles hinterhergetragen bekommen und viel besser gefördert werden als unsere armen deutschen Sprösslinge! und überhaupt wird der Unterricht dann auch nicht mehr auf deutsch abgehalten werden und unsere Kinder werden gezwungen werden Kopftücher zu tragen!!!
07.09.2015 19:59
Wir müssen den Flüchtlingen aus Syrien und den Irak helfen, ohne Wenn und Aber. Ich finde es auch schön, News wie aus München zu hören, wo die Flüchtlinge fröhlich begrüßt werden.

Dennoch läuft es zu großen Teilen beschissen.
Die Kommunen sind überfordert, die Einwohner auch, es fehlt an Geld und Koordination. Viele Leute werden zwar aus Eigeninitiative aktiv, aber das reicht einfach nicht, um die wesentlichen Probleme zu lösen.

Was mich an der Debatte nervt, ist die Einseitigkeit auf beiden (!!!) Seiten.

Auf der einen Seite die, für die alle Flüchtlinge schlecht sind, für die alle "Wirtschaftsflüchtlinge" sind und die nicht zwischen denen unterscheiden können, die vor den Auswirkungen des Islam flüchten und denen, die den Islam missbrauchen und eben gerade für diese Massenflucht sorgen.

Auf der anderen Seite die, die völlig unreflektiert positiv an die Flüchtlingsthematik rangehen, die so tun, als würden hier nur Anwälte und Doktoren einwandern und die sich weigern, die Ursache des Problems beim Namen zu nennen, sondern duzi-duzi damit spielen (ungefähr, wie wenn die Alliierten gesagt hätten: "Wir befreien Deutschland, aber wir weigern uns, gegen den Nationalsozialismus anzukämpfen, es waren ja nur ungefähr 7% aller Deutschen Nazis, da kann man ja nicht das ganze System verurteilen" bla bla BLA!!!)

Mich nervt einfach, dass es keinen Mittelweg gibt.
Den Flüchtlingen helfen? Auf jeden Fall!
Die Ursache beim Namen nennen? Unbedingt!

Aber das geht nicht, solange die eine Hälfte der Bevölkerung beim Stichwort "Flüchtling" gleich "Scheiß Ausländer" schreit, und die andere Hälfte der Bevölkerung Islamkritiker gleich als Nazis und Rassisten abstempelt.

07.09.2015 19:59
Also, auch auf die Möglichkeit, dass ich danach verbal gesteinigt werde, ich habe wirklich Angst vor einer Überfremdung.

Wieso kann man dass nicht so regeln wie z.b. in Kanada, eine bedarfsorientierte Einwanderung, für alle, die nicht vor Krieg und Terror fliehen müssen.
07.09.2015 20:04
Ach ja, und nochwas, was mir bei dieser Debatte auf den Keks geht: Dieses ewige "mea culpa" gehabe.

Mimimi.... wir sind an allem Elend auf der Welt Schuld... mimimi... Waffenexporte... mimimi... wir sind ja so böse, wir hatten mal Kolonien mimimimi

Ein Hoch auf das simple Weltbild
07.09.2015 20:10
Ich wohne in einem Ort mit knapp 25.000 Einwohnern und hier sind gestern 500 angekommen, übermorgen kommen nochmal 1000. Also mir macht das Angst, nur wenn man Bedenken äußert ist man ja zurzeit direkt Rassist.
07.09.2015 20:22
Zitat von Daniel79:

Ich hab mal eine Frage, die mir selbst das Internet noch nicht richtig beantworten konnte.
Was passiert mit Flüchtlingskindern die Schulpflicht haben?
Kommen die alle in unsere Schulen?

Mein Kind wird nächstes Jahr eingeschult und bei uns sind letzte Woche 700 Flüchtlinge in eine Zeltstadt gezogen. Einige Straßen von uns entfernt und im Einzugsgebiet unserer zukünftigen Schule.

Habt ihr eine Ahnung wie das abläuft?

Danke..

Ja, die werden eingeschult. Freiwillige Helfer und Fachkräfte versuchen an den Schulen aufzufangen, was an Mehrbelastung für Lehrer wie Kinder anfallen würde. Wo die Konzentration an Flüchtlingskindern besonders hoch ist, werden sogenannte "Willkommensklassen" eingerichtet. Zudem bekommen die Familien noch zusätzlichen Deutschunterricht von Freiwilligen am Nachmittag.
Hier (Kleinstadt in Niedersachsen) sind die Eltern der Neuankömmlinge sehr engagiert. Bei mir sitzt seit letzter Woche sogar ein deutsch sprechender Onkel mit im Unterricht, um seinem Neffen zu helfen und die Lehrer zu entlasten. Der hat sich dafür extra Urlaub genommen. Total süß.

Bisher haben wir nicht das Gefühl, dass die anderen Kinder in irgendeiner Weise Nachteile von der Situation hätten.

Wie es wo anders ist, kann ich natürlich nicht sagen.

Bei 700 Leuten und in einer Großstadt gehe ich aber davon aus, dass die Kinder erst mal ein Jahr lang extra beschult werden oder in speziellen Integrationsklassen.
Daniel79
2653 Beiträge
07.09.2015 20:26
Zitat von Mamota:

Zitat von Daniel79:

Ich hab mal eine Frage, die mir selbst das Internet noch nicht richtig beantworten konnte.
Was passiert mit Flüchtlingskindern die Schulpflicht haben?
Kommen die alle in unsere Schulen?

Mein Kind wird nächstes Jahr eingeschult und bei uns sind letzte Woche 700 Flüchtlinge in eine Zeltstadt gezogen. Einige Straßen von uns entfernt und im Einzugsgebiet unserer zukünftigen Schule.

Habt ihr eine Ahnung wie das abläuft?

Danke..

Ja, die werden eingeschult. Freiwillige Helfer und Fachkräfte versuchen an den Schulen aufzufangen, was an Mehrbelastung für Lehrer wie Kinder anfallen würde. Wo die Konzentration an Flüchtlingskindern besonders hoch ist, werden sogenannte "Willkommensklassen" eingerichtet. Zudem bekommen die Familien noch zusätzlichen Deutschunterricht von Freiwilligen am Nachmittag.
Hier (Kleinstadt in Niedersachsen) sind die Eltern der Neuankömmlinge sehr engagiert. Bei mir sitzt seit letzter Woche sogar ein deutsch sprechender Onkel mit im Unterricht, um seinem Neffen zu helfen und die Lehrer zu entlasten. Der hat sich dafür extra Urlaub genommen. Total süß.

Bisher haben wir nicht das Gefühl, dass die anderen Kinder in irgendeiner Weise Nachteile von der Situation hätten.

Wie es wo anders ist, kann ich natürlich nicht sagen.

Bei 700 Leuten und in einer Großstadt gehe ich aber davon aus, dass die Kinder erst mal ein Jahr lang extra beschult werden oder in speziellen Integrationsklassen.


Danke für die Antwort.
Botticelli
9291 Beiträge
07.09.2015 20:28
Hier in Bremen sind auch etliche Flüchtlinge. Momentan kommen die Flüchtlinge die aus Ungarn nach München reisen hier in einer Sporthalle der Polizei unter. Die Bundeswehr hat auch eine Halle zur Verfügung gestellt. Ich frag mich, wo sollen die ganzen Leute irgendwie dann mal wohnen? Von der Zeltstadt in Oberneuland ( einem Stadtteil spreche ich mal gar nicht. Was passiert im Winter oder mal ein wenig Ruhe und Privatsphäre. 100 Leute in einer Sporthalle... das stresst doch nur.
Zum Thema Kriminalität, seid es eine Debatte gab die unbegleiteten Flüchtlinge die mehrfach straffällig geworden sind in einem Sondertrakt im Gefängnis unterzubringen sind die Straftaten in dem Bereich gewaltig gesunken.
Ich finde es sollten irgendwo Zentrale Aufnahmelager gebaut werden. Türkei, Griechenland, da wo halt bedarf ist. Finanziert von der Eu. Dort werden die Flüchtlinge aufgenommen, registrierte und nach einem festgelegten Schlüssel auf alle EU Staaten verteilt. Gerne können die Flüchtlinge wünsche abgeben wo sie hin wollen, aber sonst werden sie dahin geschickt wo es Platz gibt etc. Vielleicht können sich so die Länder auch besser auf die Flüchtlinge einstellen als wenn plötzlich tausende über Ungarn hier her kommen. Mir denen hat ja auch keiner gerechnet.
07.09.2015 20:31
Zitat von Whistle:

Ich wohne in einem Ort mit knapp 25.000 Einwohnern und hier sind gestern 500 angekommen, übermorgen kommen nochmal 1000. Also mir macht das Angst, nur wenn man Bedenken äußert ist man ja zurzeit direkt Rassist.

Wenn man es so macht wie du weiter vorn? Verständlich

Hier gabs auch dörfer, in denen die Leute bedenken geäußert haben... gemäßigt, nicht extrem oder in panik. Sie bekamen antworten und gut...

geht auch ohne die nazikeule, wenn man sich vorher die mühe macht, seine bedenken gesittet zu formulieren
07.09.2015 20:34
Zitat von Viala:

Zitat von Whistle:

Ich wohne in einem Ort mit knapp 25.000 Einwohnern und hier sind gestern 500 angekommen, übermorgen kommen nochmal 1000. Also mir macht das Angst, nur wenn man Bedenken äußert ist man ja zurzeit direkt Rassist.

Wenn man es so macht wie du weiter vorn? Verständlich

Hier gabs auch dörfer, in denen die Leute bedenken geäußert haben... gemäßigt, nicht extrem oder in panik. Sie bekamen antworten und gut...

geht auch ohne die nazikeule, wenn man sich vorher die mühe macht, seine bedenken gesittet zu formulieren


Wo bitte habe ich jetzt die Nazikeule geschwungen?????
07.09.2015 20:39
Zitat von Whistle:

Zitat von Viala:

Zitat von Whistle:

Ich wohne in einem Ort mit knapp 25.000 Einwohnern und hier sind gestern 500 angekommen, übermorgen kommen nochmal 1000. Also mir macht das Angst, nur wenn man Bedenken äußert ist man ja zurzeit direkt Rassist.

Wenn man es so macht wie du weiter vorn? Verständlich

Hier gabs auch dörfer, in denen die Leute bedenken geäußert haben... gemäßigt, nicht extrem oder in panik. Sie bekamen antworten und gut...

geht auch ohne die nazikeule, wenn man sich vorher die mühe macht, seine bedenken gesittet zu formulieren


Wo bitte habe ich jetzt die Nazikeule geschwungen?????

Hab ich doch gar nicht geschrieben? lies doch bitte ohne "ich werde angegriffen" im Hinterkopf und beziehe den ganzen text ein

nochmal anders:
Ich meine damit, dass es auch geht, ohne eine abzubekommen...
machen viele menschen, tut nichmal weh... einfach ein bischen vorher drüber nachdenken, WIE man etwas sagt... dann verstehen die leute einen auch richtig und stopfen einen nicht in die nazischublade (gut, kann immer mal allein dadurch passieren, dass man aus Deutschland ist... aber ich gehe nun einfach von der regel aus )
07.09.2015 20:40
Mittlerweile ist das doch eher eine “Wir kommen Kultur“, statt einer Willkommenskultur. Und dass unsere Politik in diesem Land nicht nur komplett versagt hat, sondern auch die Gesellschaft spaltet, denke darüber sind sich viele endlich einig.
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