Mütter- und Schwangerenforum

Glaube ja oder nein / geht wer regelmässig in die Kirche

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30.10.2016 07:32
Dieses kirchliche Erziehungsmonopol nervt mich auch latent. In NDS ist in der Grundschule theoretisch nicht mal Ethikunterricht vorgesehen als "Ersatz". Das stößt mir schon auf. In unserem evangelisch-lutherisch geprägten Unterricht, der eigentlich Religionsunterricht sein soll und nicht neutraale Religionskunde, sitzen Lutheraner, Katholiken, Orthodoxe, Jesiden, Muslime, Ungetaufte. Die paar Atheisten und Muslime, die sich weigern, werden quasi als "radikal" wahrgenommen. Unsere Schule versucht in einigen Klassen mit Ethikunterricht, den wir eigentlich nicht im Kontingent haben und der nicht mal einen richtigen Lehrplan hat, auszugleichen. Denn in einem Jahrgang betrifft das hier 20 Kinder, obwohl wirklich viele Eltern ihre Kinder trotzdem in den "normalen" Religionsunterricht schicken.
Das ist doch absurd... Entweder man macht neutrale Religionskunde für alle und überlässt den spezifischen Unterricht den Kirchen oder man sorgt für etwas mehr Gerechtigkeit.
Darwin27
10550 Beiträge
30.10.2016 07:48
Mein Mann und ich sind aus der Kirche ausgetreten, weil wir beide mit ihr nichts zutun haben wollen. Mein Mann glaubt an den Urknall und daran, dass sich alles physikalisch, biologisch und chemisch erklären lässt.

Ich glaube nicht direkt an Gott, irgendwie aber an Schicksal und an Seelen. Wenn es hart auf hart käme, wäre ich aber auch eher ein Verfechter des Urknalls. Ich nehme mir das Recht heraus, mich da nicht festlegen zu müssen.

Unser Kind wird nicht getauft und hat somit die Chance, sich für sich später zu entscheiden. Uns ist beiden ganz egal, ob oder in welche Kirche sie eintritt. Da sind wir tolerant.

Wenn ich in der Kirche bin, komme ich mir vor, wie in einer Sekte. Das soll keine Beleidigung sein, sondern nur meine eigene Empfindung. Dieses Vorbeten und alle jodeln nach hat für mich was von stupider Massenbewegung, die mich erschreckt.
Obsidian
15967 Beiträge
30.10.2016 08:09
Ich bin Atheistin, wenn man so will.
Eigentlich lehne ich es aber ab, mit einem speziellen Begriff belegt zu werden, weil ich an etwas nicht glaube. Ich möchte auch nicht als "Ungläubige" oder "Gottlose" bezeichnet werden.

Ich akzeptiere, dass die Mehrheit der an ein überirdisches Wesen Glaubenden die Gesellschaft derart geprägt hat, dass es sich in Feiertagen, Festen und bestimmten Traditionen widerspiegelt. Vieles davon sind ohnehin nur Neuauflagen von Traditionen und Festen, die es schon lange lange vorher gab und sehr clever und sinnvoll aus verschiedenen Strömungen rausgepickt und festgelegt. Waren ja keine Deppen damals

Dreamgate
35245 Beiträge
30.10.2016 08:16


Wir gehen nicht in die Kirche, mein Freund ist ausgetreten.
Unsere Kinder sind nicht getauft.

Ich bin nicht wirklich gläubig.
30.10.2016 08:19
Zitat von Mamota:

Dieses kirchliche Erziehungsmonopol nervt mich auch latent. In NDS ist in der Grundschule theoretisch nicht mal Ethikunterricht vorgesehen als "Ersatz". Das stößt mir schon auf. In unserem evangelisch-lutherisch geprägten Unterricht, der eigentlich Religionsunterricht sein soll und nicht neutraale Religionskunde, sitzen Lutheraner, Katholiken, Orthodoxe, Jesiden, Muslime, Ungetaufte. Die paar Atheisten und Muslime, die sich weigern, werden quasi als "radikal" wahrgenommen. Unsere Schule versucht in einigen Klassen mit Ethikunterricht, den wir eigentlich nicht im Kontingent haben und der nicht mal einen richtigen Lehrplan hat, auszugleichen. Denn in einem Jahrgang betrifft das hier 20 Kinder, obwohl wirklich viele Eltern ihre Kinder trotzdem in den "normalen" Religionsunterricht schicken.
Das ist doch absurd... Entweder man macht neutrale Religionskunde für alle und überlässt den spezifischen Unterricht den Kirchen oder man sorgt für etwas mehr Gerechtigkeit.


Ja! Religionskunde für alle. Und wenn man schon dabei ist, kann man mal die bayerischen Bildungsziele überarbeiten und ein paar Kreuzchen aus den Klassenzimmern verschwinden lassen. Dann müsste ich mir nicht jetzt schon überlegen, wie ich mein Kind vor dieser Indoktrination schützen kann Ich wäre ganz sicher auch die Sorte "radikal" aus deinem Beispiel. Kann ja nicht sein, dass ich mein Kind in den Religionsunterricht setzen muss. Bei uns gabs damals auch kein Ethik in der Grundschule. Wir durften uns in die Leseecke setzen und Bücher lesen.
Dreamgate
35245 Beiträge
30.10.2016 08:24
Achso :mein Sohn besucht in der Schule auch keinen Religionsunterricht.
30.10.2016 08:33
Das mit dem Religionsunterricht finde ich in der heutigen Zeit auch total überholt...
Blumenwiese33
5096 Beiträge
30.10.2016 08:34
Bei uns in der schule gibt es keinen Religions Unterricht.
Meine Tochter ist getauft, unser Sohn noch nicht
Niji
32929 Beiträge
30.10.2016 09:07
Zitat von Mamota:

Dieses kirchliche Erziehungsmonopol nervt mich auch latent. In NDS ist in der Grundschule theoretisch nicht mal Ethikunterricht vorgesehen als "Ersatz". Das stößt mir schon auf. In unserem evangelisch-lutherisch geprägten Unterricht, der eigentlich Religionsunterricht sein soll und nicht neutraale Religionskunde, sitzen Lutheraner, Katholiken, Orthodoxe, Jesiden, Muslime, Ungetaufte. Die paar Atheisten und Muslime, die sich weigern, werden quasi als "radikal" wahrgenommen. Unsere Schule versucht in einigen Klassen mit Ethikunterricht, den wir eigentlich nicht im Kontingent haben und der nicht mal einen richtigen Lehrplan hat, auszugleichen. Denn in einem Jahrgang betrifft das hier 20 Kinder, obwohl wirklich viele Eltern ihre Kinder trotzdem in den "normalen" Religionsunterricht schicken.
Das ist doch absurd... Entweder man macht neutrale Religionskunde für alle und überlässt den spezifischen Unterricht den Kirchen oder man sorgt für etwas mehr Gerechtigkeit.

JA genau so seh ich das auch.

als kind war ich total heiss drauf als in klasse 3 der Religionsunterricht losging. Ich hatte ja shcon einiges aus Büchern und wollte so viel dazu lernen. Tja also Mama überredet mcih dazu anzumelden (war bei uns zusätzlich udn freiwillig) nahc nichtmal einem Halbjahr hat Mama nen riesen Aufstand gemacht weil ich da nun angeblich nciht so leicht wieder mit aufhören könne wenn ich das doch erst wollte. Das war kein Religionsunterricht sondern Christenlehre. Das wollte ich nicht und meine Eltern auch nicht. Und das ist echt traurig
daisydee
3282 Beiträge
30.10.2016 14:26
Ich glaube an Gott und gehe regelmässig in die Kirche.
Wir gehen in eine freichristliche Gemeinde.
Ringelblümchen
817 Beiträge
31.10.2016 08:31
Ich war eigentlich nie gläubig bzw war es mir immer egal. Dann hsb ich meinen Freund kennengelernt. Er ist sehr gläubig. Er geht auch oft in die afrikanische Kirche. Mit der Zeit hab ich einfach angefangen mir Gedanken zu machen und sehe nun vieles anders, auch durch eigene Erfahrungen. Mir gefällt es sehr in der afrikanischen Kirche, mit deutschen kann ich mich bisher nicht anfreunden, es wirkt so auswendig gelernt...
02.12.2016 21:41
Ich glaube an Gott und gehe (mit den größeren unserer KInder) sonntags zur Kirche. Wir versuchen auch immer es zeitlich so hinzubekommen, dass wir beide eine Sonntagsmesse besuchen können - wenn es irgendwie geht.
Tja, wir sind katholisch - unsere Kinder auch.

Unsere Kinder werden auch im kath. Glauben erzogen, einfach weil uns das wichtig ist. Ist eigentlich eines meiner obersten Erziehungsziele.
Wir beten täglich auch in der Familie (morgens, mittags, abends). Manchmal nehme ich die Große auch mit in den Rosenkranz oder zu Andachten.

Kommunion und Firmung, sowie die kirchlichen Feste im Jahreskreis sind bei uns nicht einfach nur Tradition, sondern kleine und größere Höhepunkte des Jahres, auf die wir uns auch entsprechend vorbereiten.

Jetzt aktuell Weihnachten z. B.: Da "feiern" wir jetzt den Advent (eine kleine Fastenzeit übrigens) mit Adventskranz, Verzicht auf zu viele vorweihnachtliche Süßigkeiten (damit die Plätzchen an Hl. Abend noch schmecken), Beichte ... .

Ja, so ist das bei uns.

LG Mia
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