Leben ohne Geld... Für euch vorstellbar?
11.02.2013 10:50
Zitat von beljana:Muss ja auch nicht. Meins ist es auf jeden Fall. *g*
Zitat von ChildrenSurprise:
Zitat von beljana:z.B im Garten mit viel Grundstück.
Für mich wär das absolut nicht möglich und auch die Vorstellung läßt mich schaudern.
Wo lebt man denn dann, wenn man nicht gerade Hausbesitzer ist? Kein fließendes Wasser zum duschen, Warmwasser schon gleich gar nicht.
Kein Auto fahren, vorausgesetzt man hatte schon eins in der Garage stehen, weil kein Benzin. Wie komm ich dann mal schnell von A nach B?
Kein Telefon, weil ich ja keins bezahlen kann, um ggf mal den Notruf wählen zu können, wenn es notwendig ist.
Überhaupt... keinen Strom zu haben. Horror. Wo kühl ich die Lebensmittel im Sommer??
Also nein, ohne Geld ginge es bei mir niemals. Wir brauchen zwar nicht viel Geld, aber ganz ohne ginge es nicht.![]()
Kaltes Wasser kann man selbst erwärmen. also ans Waschen auch mit warmen, oder heißen Wasser solls nicht liegen.
Und sonst nutzt man das Fahrrad! Oder es gibt bestimmt nette Menschen die einen mit nehmen.
Notruf,.. ich gehe jetzt mal davon aus wie ich das kenne. Die Nachbarn kommen einen Regelmäßig besuchen und schauen ob alles i.O ist.
Und man braucht ja nicht gleich ein Tel. oder ein Handy. Aber gut, selbst das z.B hat mein Opa von uns bekommen.
Im Sommer werden die im schuppen gestellt, wo es kühl ist, schön weit unten.Mein Opa hat z.B für sein licht ein Generator. Aber sonst kann man mit Feuer auch gut Licht machen, wenn das andere nicht wär.
Gut, ist nicht jedermanns ding. aber machbar ist es alles.
Sicher wär das machbar, aber meins wär´s nicht. Ich mag noch nicht mal gerne zelten.Ich brauch mein warmes Wasser aus der Wand, mein frisches Bett, meinen Herd zum täglich frisch kochen und ich brauch mein Auto.
Ich brauch dafür nicht jede Woche neue Klamotten oder ich muss auch keine langen Flugreisen in den Urlaub haben. Nee, das nicht. Aber den grundsätzlichen Luxus zum leben in einer beheizten Wohnung, das muss für mich sein.![]()
Aber du hast recht, ich liebe mein Bett und alles was ich habe auch sehr ^^
Da ist man wieder froh, dass alles zu haben, ohne große Umständlichkeit, wenn man zurück kommt
Das finde ich auch immer wieder toll.
11.02.2013 10:50
Zitat von zartbitter:
Zitat von Anja_MTK:
Zitat von zartbitter:
@anja
naja.... ich denke, dass es jedem in unserer gesellschaft bewusst ist, dass man nicht zwingend das neueste handy und auch nicht da 100ste paar schuhe braucht - keine frage. aber was ist daran schlimm, die wirtschaft durch dieses konsumverhalten anzukurbeln?
ich weiss, dass ich geld für unnötiges ausgebe, ich weiss, dass sicherlich ein joghurt der eigenmarke genauso gut ist, wie ein m**ller mit der ecke... aber der schmeckt mir nunmal besser (ist jetz nur ein beispiel!!!!)...
dh - den meisten ist es sicher bewusst, dass man auf vieles verzichten könnte, aber warum sollte man dies freiwillig tun?
wir haben alle nur ein leben und dieses will sich doch fast jeder so angenehnem wie möglich gestalten.
klar, wir könnten zb auch mit dem wohnmobil von den eltern von meinem irgendwohin nach österreich in den urlaub fahren (machen wir auch hin und wieder, nur ohne wohnmobil), aber wieso sollten wir auf den luxus verzichten, uns in nen flieger zu setzen und einmal um die halbe welt nach thailand zu fliegen?
der sinn dahinter ist für mich nicht erkennbar...
Warum man freiwillig auf was verzichten sollte? Warum gehen Menschen ins Kloster und leben in Bescheidenheit und entscheiden sich bewußt dafür , weil für sie andere Dinge eine Rolle spielen, weil es eine KOnzentration auf andere Dinge bringt, weil sie ihre Wertvorstellungen haben und diese sich so leben lassen ...
ja, die Wirtschaft ankurbeln ist eines ... das dahinter aber immer knapper werdende Ressourcen stehen nun mal noch ne ganz andere Sache ...
war für mich noch nie nachvollziehbar...
nur, wenn ich materiellen "luxus" gerne lebe, heisst es doch noch lange nicht, dass nichts anderes eine rolle spielt![]()
Es geht eben um eine andere Priorität ... Verzicht ist in dem Fall eben etwas in gewisser Weise erstrebenswert. Hier wird halt geschrieben: das leben soll schön sein und deshalb will ich auf xy nicht verzichten. Für die Menschen, die darauf verzichten, ist eben das Leben trotzdem schön. Sie verzichten bewußt ...
Und ich glaube schon, daß man, wenn man so im Überfluß lebt, Dinge ein stückweit vergißt. Rein theoretisch weiß man, aber ...
Wie gesagt: es geht mir nicht darum, daß ich sagen würde: he, ich kündige morgen meine Wohnung und dann mache ich das auch genauso ... aber ich finde halt, man kann davon was lernen, reflektieren, vielleicht manche Dinge ein bißchen anders machen. Kann, muß natürlich nicht. Aber diese krasse Ablehnung finde ich halt teilweise heftig ... man tut niemanden damit weh, also ...
11.02.2013 10:51
Ganz ohne Geld...
In dieser Gesellschaft doch gar nicht machbar. Selbst die, die keins verdienen, haben ja ein von irgendjemanden bezahltes Dach überm Kopf.. Und Kinder in so einen Lebensstil mit reinzuziehen, find ich auch nicht gut. Allerdings wäre es auch da so, dass der Steuerzahler die Kosten für Schulbücher und dergleichen übernimmt. Es sind also keine Leute die ohne Geld leben können, nur welche ohne EIGENES auf Kosten anderer...
In dieser Gesellschaft doch gar nicht machbar. Selbst die, die keins verdienen, haben ja ein von irgendjemanden bezahltes Dach überm Kopf.. Und Kinder in so einen Lebensstil mit reinzuziehen, find ich auch nicht gut. Allerdings wäre es auch da so, dass der Steuerzahler die Kosten für Schulbücher und dergleichen übernimmt. Es sind also keine Leute die ohne Geld leben können, nur welche ohne EIGENES auf Kosten anderer...
11.02.2013 10:55
Zitat von JeSa:
Ganz ohne Geld...In dieser Gesellschaft doch gar nicht machbar. Selbst die, die keins verdienen, haben ja ein von irgendjemanden bezahltes Dach überm Kopf.. Und Kinder in so einen Lebensstil mit reinzuziehen, find ich auch nicht gut. Allerdings wäre es auch da so, dass der Steuerzahler die Kosten für Schulbücher und dergleichen übernimmt. Es sind also keine Leute die ohne Geld leben können, nur welche ohne EIGENES auf Kosten anderer...
Das sind halt interessante Fragen: Wie finanziert die Familie Schulausflüge? Wie Schulbücher und Schulmaterialien? Wie finanziert sie sportlichen Ausgleich für das Kind? Das Kindergeld geht ja für die Krankenversicherung drauf. Wenn ich sehe, was allein der Schulalltag meiner Tochter kostet, stellen sich mir diese Fragen wirklich. Und dann hat sie natürlich ncoh andere Bedürfnisse die ich ihr ja auch ermöglichen möchte
Wenn sich Erwachsene dazu entscheiden, finde ich das sehr mutig, wenn Kinder ins Spiel kommen, doch etwas bedenklich.
11.02.2013 11:01
Zitat von ChildrenSurprise:
@Anja_MTK, deine Sichtweise gefällt mir echt gut.
Mir auch
! ich lese so gerne von ihr
!!
11.02.2013 11:11
Ich finde das an sich ein tolles System. Es zeigt vor allem, wie abhängig man sich kopfmäßig von kleinen Metallplättchen und bedrucktem Papier macht.
Ob ich komplett auf Geld verzichten könnte - hm schwierig. In einem Haus mit PV-Anlage und eigener Wasserversorgung sicherlich. Dazu ein Selbstversorgergarten und eine landwirtschaftliche Infrastruktur drumherum, das ginge schon.
Aber dann wäre ich vom auskommen mit meinen "Tauschpartnern" genauso abhängig wie von meinem Arbeitgeber, da ich ja auf deren Kooperation angewiesen bin.
Also komplett ohne Geld wäre nix für mich, einen Grundbetrag möchte ich schon zur Verfügung haben. Aber an sich finde ich das Konzept wirklich gut. Bin selbst auch bei foodsharing angemeldet
Bei uns gibt es keinen Fernseher mehr und es wird auch in den nächsten Jahren keiner angeschafft. "Neuanschaffungen" laufen meist über ebay und Flohmärkte, weil mir dieses Konsumkarussell einfach auf den - entschuldigung - Sack geht. Strom kriegen wir über Naturstrom und unser Balkon wird im Sommer zum Gemüsegarten. Verzichten muss ich auf nix, im Gegenteil
Ach ja, mit ein Problem wäre für mich, dass weder mein Mann noch ich eine handwerkliche Ausbildung haben, wir sind beides Kopfarbeiter. Da greift das Prinzip "Arbeit gegen Gegenleitung" recht schlecht. Ich denk mal dass es als Handwerker leichter ist, Dienstleistungen gegeneinander zu "tauschen".
Die Kommentare im anderen thread fand ich größtenteils erschütternd. Ich bin immer noch fassungslos, mit welcher Arroganz und engstirnigkeit es sich manche Menschen anmaßen, die Lebenskonzepte anderer so niederzumachen und nur irgendwelche vorgetretenen gesellschaftlichen Trampelpfade als erstrebenswertes Lebensziel ansehen. Wenns danach ginge, würden wir immer noch auf den Bäumen leben.
Und ich bin mir sicher, dass mein Kind keine furchtbare Kindheit haben wird nur weil es kein Schrott-TV zu sehen bekommt und möglichst naturbelassene Nahrung zu futtern
Und ich enthalte ihm auch nix vor, im Gegenteil. Wer von klein auf mit geistigem Müll zugeschi**en wird, wer kann sich denn da vernünftig entwickeln? Und werbung ist für mich nix anderes.. Erziehung zum kritikfreien Konsum.
Ob ich komplett auf Geld verzichten könnte - hm schwierig. In einem Haus mit PV-Anlage und eigener Wasserversorgung sicherlich. Dazu ein Selbstversorgergarten und eine landwirtschaftliche Infrastruktur drumherum, das ginge schon.
Aber dann wäre ich vom auskommen mit meinen "Tauschpartnern" genauso abhängig wie von meinem Arbeitgeber, da ich ja auf deren Kooperation angewiesen bin.
Also komplett ohne Geld wäre nix für mich, einen Grundbetrag möchte ich schon zur Verfügung haben. Aber an sich finde ich das Konzept wirklich gut. Bin selbst auch bei foodsharing angemeldet
Bei uns gibt es keinen Fernseher mehr und es wird auch in den nächsten Jahren keiner angeschafft. "Neuanschaffungen" laufen meist über ebay und Flohmärkte, weil mir dieses Konsumkarussell einfach auf den - entschuldigung - Sack geht. Strom kriegen wir über Naturstrom und unser Balkon wird im Sommer zum Gemüsegarten. Verzichten muss ich auf nix, im Gegenteil
Ach ja, mit ein Problem wäre für mich, dass weder mein Mann noch ich eine handwerkliche Ausbildung haben, wir sind beides Kopfarbeiter. Da greift das Prinzip "Arbeit gegen Gegenleitung" recht schlecht. Ich denk mal dass es als Handwerker leichter ist, Dienstleistungen gegeneinander zu "tauschen".
Die Kommentare im anderen thread fand ich größtenteils erschütternd. Ich bin immer noch fassungslos, mit welcher Arroganz und engstirnigkeit es sich manche Menschen anmaßen, die Lebenskonzepte anderer so niederzumachen und nur irgendwelche vorgetretenen gesellschaftlichen Trampelpfade als erstrebenswertes Lebensziel ansehen. Wenns danach ginge, würden wir immer noch auf den Bäumen leben.
Und ich bin mir sicher, dass mein Kind keine furchtbare Kindheit haben wird nur weil es kein Schrott-TV zu sehen bekommt und möglichst naturbelassene Nahrung zu futtern
Und ich enthalte ihm auch nix vor, im Gegenteil. Wer von klein auf mit geistigem Müll zugeschi**en wird, wer kann sich denn da vernünftig entwickeln? Und werbung ist für mich nix anderes.. Erziehung zum kritikfreien Konsum.
11.02.2013 14:31
Ganz ohne Geld ?
Wohl kaum.
Wir schwimmen zwar nicht in Geld, aber können uns Kleidung kaufen, Essen, neue Spielsachen, irgendwann Schulsachen etc.
Finde ich absolut unrealitstisch ohne Geld zu leben, grade mit Kinder.
Wohl kaum.
Wir schwimmen zwar nicht in Geld, aber können uns Kleidung kaufen, Essen, neue Spielsachen, irgendwann Schulsachen etc.
Finde ich absolut unrealitstisch ohne Geld zu leben, grade mit Kinder.
11.02.2013 14:37
In unserem jetzigen System würde es mir schwerfallen.
Geld ist ja unser Tauschobjekt.Wir tauschen Geld gegen Ware.
Jedoch wäre ich in der Lage ohne Strom,fließend Wasser zu leben.
Geld ist ja unser Tauschobjekt.Wir tauschen Geld gegen Ware.
Jedoch wäre ich in der Lage ohne Strom,fließend Wasser zu leben.
11.02.2013 18:48
Zitat von zartbitter:
wie sieht ihr das mit dem eigenen kind? ist eine solche lebensweise zumutbar? was schätzt ihr, auf welche reaktionen eine solche lebensweise in der schule treffen würde?
Ja, finde ich zumutbar und auch gar nicht schlimm. Denn die Familie um die es dir ja geht, sind Idealisten und genau das geben sie auch an ihr Kind weiter und ich bin mir relativ sehr sicher, dass dieses Kind etwas sehr wertvolles in Leben mitbekommt, nämlich, dass es nicht so konsumgeil wird, ( wir wir alle hier.. mich eingeschlossen).. das es mehr werte im Leben vermittelt bekommt, auf die es tatsächlich ankommt.. bzw. diese Werte unverfälschter, echter, nicht überladen von Konsum ect...
Reaktionen in der Schule???? Keine Ahnung... kommt auf die Klasse an in die das Kind kommt. Grundsätzlich wird das wohl ein tolles Kind, welches sich nicht in eine Schublade stecken lässt, seine Meinung vertritt ect... und entweder gerät es in eine Klasse samt lehrer, die das zu schätzen wissen oder eben nicht... und wahrscheinlich lacht sich das Kind eins, wenn es diese oberflächlichen Mobbingsversuche zu spüren bekommt, weil es nämlich im Gegensatz zu allen anderen gelernt hat, dass es wichtigeres im Leben gibt, als Konsum. Und auch wie toll, wenn man für seine Ideale kämpft und dazu steht... usw... ein Querdenker und das sind genau die menschen die dieser Staat und auch die Welt braucht, denn nur die bringen uns weiter.
alle großen Menschen in der Geschichte waren Aussenseiter... und sie waren es, die uns weiterbringen.
LG Zaubi
11.02.2013 18:54
Zitat von Seramonchen:
Zitat von JeSa:
Ganz ohne Geld...In dieser Gesellschaft doch gar nicht machbar. Selbst die, die keins verdienen, haben ja ein von irgendjemanden bezahltes Dach überm Kopf.. Und Kinder in so einen Lebensstil mit reinzuziehen, find ich auch nicht gut. Allerdings wäre es auch da so, dass der Steuerzahler die Kosten für Schulbücher und dergleichen übernimmt. Es sind also keine Leute die ohne Geld leben können, nur welche ohne EIGENES auf Kosten anderer...
Das sind halt interessante Fragen: Wie finanziert die Familie Schulausflüge? Wie Schulbücher und Schulmaterialien? Wie finanziert sie sportlichen Ausgleich für das Kind? Das Kindergeld geht ja für die Krankenversicherung drauf. Wenn ich sehe, was allein der Schulalltag meiner Tochter kostet, stellen sich mir diese Fragen wirklich. Und dann hat sie natürlich ncoh andere Bedürfnisse die ich ihr ja auch ermöglichen möchteWenn sich Erwachsene dazu entscheiden, finde ich das sehr mutig, wenn Kinder ins Spiel kommen, doch etwas bedenklich.
An dem Punkt ist die familie doch aber noch lange nicht. UNd wer weiß.. dann machen sie es eben für ein paar Jahre anders.... vll. steigene sie aber auch komplett aus und gehen samt Kind ins Ausland... finden dort iwo auf dieser welt ein lebensmodell, was dem jetzigen sehr nahe kommt, und das Kind wird zu Hause von den Eltern unterrichtet??? Vll. innerhalb einer Kommune mit anderen Kindern zusammen???? Es gibt soviele Varianten... nur im armseeligen Deutschland eben nicht...
was die Schule angeht. Und wenn sie das SO machen.... dann haben sie meine endgültige Bewunderung, denn das Schulsystem in Deutschland ist ja ohnehin stark reformbedürftig und ich habe nicht den Mut gehabt, wirklcih auszusteigen... das war nur meine Notlösung... wer das jedoch bewußt so tut... bekommt meine absolute Hochachtung.
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