Nicht weinend einschlafen lassen aber...
11.06.2015 09:40
Das kommt drauf an. Ich habe mein Kind auch schon weinend bei meinem Partener daheim gelassen oder weinend zur Opa gebracht weil ich arbeiten musste. Mein Chef hätte sich bedankt wenn ich deswegen nicht zur Arbeit gekommen wäre. Im Kiga hatten wir auch mal so eine Phase. Ich musste jedes mal faste selber heulen, aber es geht manchmal einfach nicht anders. Bei Leuten zu denen sie keinen Bezug hat, würde ich sie nicht lassen wenn sie das nicht will. Wir haben immer mal Probleme mit den "Papa-Wochenenden". Da weint sie sehr oft und will nicht dort schlafen. Das muss sie dann auch nicht. Hab aus diesem Grund auch meinen Nebenjob aufgegeben, damit sie nicht mehr beim Papa schlafen MUSS.
11.06.2015 10:45
Das kommt drauf an.
Es gibt Situationen, da hat man keine Wahl und muss das Kind/die Kinder mal fremdberteuen lassen.
Meine Mama hatte immer ein tollte Verhältnis zum Schnuppel. Ist seit er etwa 3 Monate alt war 1x die Woche zu uns gekommen und hat den Tag mit uns/später ihm verbracht.
Es war nie ein Problem ihn da alleine zu lassen.
Einen Tag hat er dann plötzlich geweint als ich ihn zu ihr gebracht habe und gehen wollte.
Ich war hin und her gerissen: Auf der einen Seite war das was ich vor hatte nicht dringend und ich hätte es verschieben können.
Auf der anderen Seite war er da schon knapp 2 Jahre alt und es war eben nie ein Problem. Wenn ich zurück gegangen wäre, hätte das auch "nach hinten" los gehen können.
Er war ja bei einer Person, die er liebt und die ihn liebt und er war gut versorgt.
Daher bin ich gefahren und hab 1 km weiter ein paar Minuten gewartet und dann meine Mama angerufen. Hätte er da noch geweint, hätte ich ihn geholt. Aber da war er schon vollauf damit beschäftigt, den Schrank mit den Tuppersachen auszuräumen.
Hätte er das erste mal geweint, als ich ihn da gelassen hab, wäre ich nie gegangen.
Es gibt Situationen, da hat man keine Wahl und muss das Kind/die Kinder mal fremdberteuen lassen.
Meine Mama hatte immer ein tollte Verhältnis zum Schnuppel. Ist seit er etwa 3 Monate alt war 1x die Woche zu uns gekommen und hat den Tag mit uns/später ihm verbracht.
Es war nie ein Problem ihn da alleine zu lassen.
Einen Tag hat er dann plötzlich geweint als ich ihn zu ihr gebracht habe und gehen wollte.
Ich war hin und her gerissen: Auf der einen Seite war das was ich vor hatte nicht dringend und ich hätte es verschieben können.
Auf der anderen Seite war er da schon knapp 2 Jahre alt und es war eben nie ein Problem. Wenn ich zurück gegangen wäre, hätte das auch "nach hinten" los gehen können.
Er war ja bei einer Person, die er liebt und die ihn liebt und er war gut versorgt.
Daher bin ich gefahren und hab 1 km weiter ein paar Minuten gewartet und dann meine Mama angerufen. Hätte er da noch geweint, hätte ich ihn geholt. Aber da war er schon vollauf damit beschäftigt, den Schrank mit den Tuppersachen auszuräumen.
Hätte er das erste mal geweint, als ich ihn da gelassen hab, wäre ich nie gegangen.
11.06.2015 11:03
Ich finde, das ist immer eine Sache der Notwendigkeit.
Nicht jeder kann es sich leisten, 3 Jahre oder länger zu Hause zu bleiben, um jederzeit für sein Kind da zu sein, wenn es mal nicht zu Person X oder in den Kindergarten gehen will.
ICH für meinen Teil gebe meinen Sohn nur DANN ab, wenn es wirklich notwendig ist (sprich ich in die Uni muss, während mein Mann arbeiten muss oder andere wichtige Termine anstehen, zu denen ich ihn nicht mitnehmen kann) ODER wenn er es selbst gerne möchte. Er geht z.B. liebend gerne zu unserer ehemaligen Nachbarin, die ihn auch öfter mal "einfach so" am Wochenende für ein paar Stunden abholt. Das mag der Kleine sehr gerne und er fertigt mich dann meist mit einem "Daudau" (Ciaociao) und einem flüchtigen Abschiedskuss ab
Würde er weinen, müsste er NATÜRLICH nie und nimmer mitgehen, wozu auch?
Wenn aber Not am Mann ist und er tatsächlich mal weint, wenn ich ihn zur Tagesmutter bringe - ja, mein Gott, dann tut es mir leid, aber da muss er dann durch. Da bin ich dann auch gnadenlos, geb Küsschen, sage Tschüss und verlasse kurz und schmerzlos die Situation. Erfahrungsgemäß greift bei ihm nämlich das Prinzip "Aus den Augen, aus dem Sinn" und noch bevor ich die Autotür zugeschlagen habe, herrscht wieder Ruhe
Seit einer Woche geht er nach einer sehr(!) kurzen Eingewöhnung bis mittags in die Kita, und zwar mit großem Vergnügen!
Ich habe da einfach das große Los gezogen mit einem Kind, das quasi jeden mag, der ihm freundlich begegnet und ein bisschen Aufmerksamkeit schenkt
Nicht jeder kann es sich leisten, 3 Jahre oder länger zu Hause zu bleiben, um jederzeit für sein Kind da zu sein, wenn es mal nicht zu Person X oder in den Kindergarten gehen will.
ICH für meinen Teil gebe meinen Sohn nur DANN ab, wenn es wirklich notwendig ist (sprich ich in die Uni muss, während mein Mann arbeiten muss oder andere wichtige Termine anstehen, zu denen ich ihn nicht mitnehmen kann) ODER wenn er es selbst gerne möchte. Er geht z.B. liebend gerne zu unserer ehemaligen Nachbarin, die ihn auch öfter mal "einfach so" am Wochenende für ein paar Stunden abholt. Das mag der Kleine sehr gerne und er fertigt mich dann meist mit einem "Daudau" (Ciaociao) und einem flüchtigen Abschiedskuss ab
Würde er weinen, müsste er NATÜRLICH nie und nimmer mitgehen, wozu auch?
Wenn aber Not am Mann ist und er tatsächlich mal weint, wenn ich ihn zur Tagesmutter bringe - ja, mein Gott, dann tut es mir leid, aber da muss er dann durch. Da bin ich dann auch gnadenlos, geb Küsschen, sage Tschüss und verlasse kurz und schmerzlos die Situation. Erfahrungsgemäß greift bei ihm nämlich das Prinzip "Aus den Augen, aus dem Sinn" und noch bevor ich die Autotür zugeschlagen habe, herrscht wieder Ruhe
Seit einer Woche geht er nach einer sehr(!) kurzen Eingewöhnung bis mittags in die Kita, und zwar mit großem Vergnügen!
Ich habe da einfach das große Los gezogen mit einem Kind, das quasi jeden mag, der ihm freundlich begegnet und ein bisschen Aufmerksamkeit schenkt
11.06.2015 17:24
Die ersten Wochen war es meiner Tochter egal auf welchem Arm sie liegt
Dann fing es an, dass sie immer weinte, wenn sie bei den Oma's und Opa's auf dem Arm war und sie wurde dann auch gleich mir wieder zurückgegeben. Mein Vater ist dann öfters mit ihr raus (Da wars ihr wieder egal wer den Kinderwagen schiebt) und ist danach zu denen gegangen (Wir wohnen auf einem Flur) erst ne halbe Stunde und dann immer länger. Hatte auch gut geklappt. Ich hatte meiner Schwiegermutter auch schon nahe gelegt, dass sie mal mit ihr spazieren gehen sollte. Aber anscheinend warte sie lieber darauf das sie älter wird. Bei meinen Eltern hat es sich dann so entwickelt das sie da auch bleibt, wenn sie sieht, dass ich gehe. Ohne Probleme. Dann kam das fremdeln. Meine Schwiegermutter,Patenonkel und Onkels durften ihr nicht zu Nahe komme. Danach musste sie Notoperiert werden und dann wars völlig vorbei es durften nur noch mein Mann und ich (nicht mal andere Kinder) an sie ran egal wer ihr 10 Schritte zu nahe kam, hatte sie richtig Panik. Jetzt hat sie sich vor ein paar Wochen um 180 Grad verändert. Obwohl sie meine Schwiegermutter mehrere Wochen nicht gesehen hat, hat sie nicht geweint auf den Schoss und so weiter.. Auch mit fremden Kindern spielt sie jetzt freut sich..Richtig schön sie ist jetzt 1 1/2 Jahre alt. Aber mit dem weinen ist es immer noch, wenn ich gehe (halt nur nicht bei meinen Eltern). Leider sagen auch die Familienmitglieder meines Mannes dann muss sie weinen lassen "ich bekomme sie schon ruhig" und die sind der festen überzeugung sie würden sie ruhig bekommen. Eine Bindung zu denen hat sie einfach nicht da sie die auch nicht wirklich oft sieht. Und ich habs jetzt vor zwei Wochen wiedergesehen, dass es nicht geklappt hat nur das ich sie gleich zu meinen Eltern gebracht habe und nicht 1 Stunde weinen lassen habe. In der Krippe war ich schon und hab das auch der Erzieherin erzählt und sie hatte es auch gemerkt und die meinte "Wir werden es nicht einfach haben es wird länger dauern und wenn ich die Möglichkeit habe, sollte ich solange wie möglich zu Hause bleiben". Ich finde es echt traurig das sich keiner die Mühe macht an der Bindung zu "arbeiten" wahrscheinlich zu viel verlangt. Anders kann ich ihr auch nicht beibringen, dass ich immer wieder komme. Weil ich sie einfach nicht weinend da lassen möchte. Sie ist halt eine die sich richtig reinsteigert da muss man echt aufpassen das sie Luft holt
Ich hoffe das es jetzt nicht zu verwirrend war
Dann fing es an, dass sie immer weinte, wenn sie bei den Oma's und Opa's auf dem Arm war und sie wurde dann auch gleich mir wieder zurückgegeben. Mein Vater ist dann öfters mit ihr raus (Da wars ihr wieder egal wer den Kinderwagen schiebt) und ist danach zu denen gegangen (Wir wohnen auf einem Flur) erst ne halbe Stunde und dann immer länger. Hatte auch gut geklappt. Ich hatte meiner Schwiegermutter auch schon nahe gelegt, dass sie mal mit ihr spazieren gehen sollte. Aber anscheinend warte sie lieber darauf das sie älter wird. Bei meinen Eltern hat es sich dann so entwickelt das sie da auch bleibt, wenn sie sieht, dass ich gehe. Ohne Probleme. Dann kam das fremdeln. Meine Schwiegermutter,Patenonkel und Onkels durften ihr nicht zu Nahe komme. Danach musste sie Notoperiert werden und dann wars völlig vorbei es durften nur noch mein Mann und ich (nicht mal andere Kinder) an sie ran egal wer ihr 10 Schritte zu nahe kam, hatte sie richtig Panik. Jetzt hat sie sich vor ein paar Wochen um 180 Grad verändert. Obwohl sie meine Schwiegermutter mehrere Wochen nicht gesehen hat, hat sie nicht geweint auf den Schoss und so weiter.. Auch mit fremden Kindern spielt sie jetzt freut sich..Richtig schön sie ist jetzt 1 1/2 Jahre alt. Aber mit dem weinen ist es immer noch, wenn ich gehe (halt nur nicht bei meinen Eltern). Leider sagen auch die Familienmitglieder meines Mannes dann muss sie weinen lassen "ich bekomme sie schon ruhig" und die sind der festen überzeugung sie würden sie ruhig bekommen. Eine Bindung zu denen hat sie einfach nicht da sie die auch nicht wirklich oft sieht. Und ich habs jetzt vor zwei Wochen wiedergesehen, dass es nicht geklappt hat nur das ich sie gleich zu meinen Eltern gebracht habe und nicht 1 Stunde weinen lassen habe. In der Krippe war ich schon und hab das auch der Erzieherin erzählt und sie hatte es auch gemerkt und die meinte "Wir werden es nicht einfach haben es wird länger dauern und wenn ich die Möglichkeit habe, sollte ich solange wie möglich zu Hause bleiben". Ich finde es echt traurig das sich keiner die Mühe macht an der Bindung zu "arbeiten" wahrscheinlich zu viel verlangt. Anders kann ich ihr auch nicht beibringen, dass ich immer wieder komme. Weil ich sie einfach nicht weinend da lassen möchte. Sie ist halt eine die sich richtig reinsteigert da muss man echt aufpassen das sie Luft holt
Ich hoffe das es jetzt nicht zu verwirrend war
11.06.2015 21:12
Also ich denke nicht das ein Kind weinend da durch muss. Die Bindung ist doch sehr wichtig und das Urvertrauen auch. Da muss sich jeder für Zeit nehmen. Das ist nun nicht so einfach aber gehört nun mal dazu. Auch wenn sie weinen und wenn du trotzdem da bist.Das ist wichtig finde ich.
11.06.2015 21:51
Es kommt auch sehr, sehr stark darauf an, warum das Kind weint. Wenn es bei einer Person ist, zu der es keine Bindung hat - das ist ja Mist! Warum sollte ich sowas tun?
Aber ab und an haben wir die Situation, dass unser Sohn lieber von Person X als Y betreut/ gewickelt/ ins Bett gebracht... werden mag. Das geht dann eben nicht immer. Beispiel: Mama soll ihm unbedingt noch Winken, bevor Oma ihn zum KiGa bringt. Mama muss aber halt 30Min vor ihm aus dem Haus. Also muss er eben bei Papa bleiben und dann mit Oma gehen.
Aber da er dann und wann auch mal weint, weil er gerade lieber von Papa ins Bett gebracht werden will statt von Mama oder weil er jetzt unbedingt bei Oma schlafen will... naja, klar sieht jeder sein Kind lieber lachen und es tut mir dann auch leid, wenn er jetzt gerade gerne Mami-Zeit hätte aber nicht haben kann, aber da mache ich mir keinen allzu großen Kopf, da ich ja weiß, er liebt Papa und Oma genau so innig und fühlt sich dort schnell wieder wohl und getröstet und kaum bin ich um die Ecke gebogen, lacht er auch wieder.
Einer mehr oder weniger wildfremden Person das Kind in die Hand zu drücken und es dann tatsächlich panisch Schluchzend zurückzulassen - das wäre für mich ein völlig anderes Kaliber! Das würde ich nicht ohne wirklich große Not machen.
Aber ab und an haben wir die Situation, dass unser Sohn lieber von Person X als Y betreut/ gewickelt/ ins Bett gebracht... werden mag. Das geht dann eben nicht immer. Beispiel: Mama soll ihm unbedingt noch Winken, bevor Oma ihn zum KiGa bringt. Mama muss aber halt 30Min vor ihm aus dem Haus. Also muss er eben bei Papa bleiben und dann mit Oma gehen.
Aber da er dann und wann auch mal weint, weil er gerade lieber von Papa ins Bett gebracht werden will statt von Mama oder weil er jetzt unbedingt bei Oma schlafen will... naja, klar sieht jeder sein Kind lieber lachen und es tut mir dann auch leid, wenn er jetzt gerade gerne Mami-Zeit hätte aber nicht haben kann, aber da mache ich mir keinen allzu großen Kopf, da ich ja weiß, er liebt Papa und Oma genau so innig und fühlt sich dort schnell wieder wohl und getröstet und kaum bin ich um die Ecke gebogen, lacht er auch wieder.
Einer mehr oder weniger wildfremden Person das Kind in die Hand zu drücken und es dann tatsächlich panisch Schluchzend zurückzulassen - das wäre für mich ein völlig anderes Kaliber! Das würde ich nicht ohne wirklich große Not machen.
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