Mütter- und Schwangerenforum

Was ist Freundschaft?

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Marf
30440 Beiträge
15.02.2016 16:19
Inspiriert, durch einen anderen Thread, frage ich das mal in die Runde.
Wie definiert ihr Freundschaft?Was unterscheidet Freund von guten Bekannten?
Und was muss geschehen um eine Freundschaft zu kündigen?

Bianca1980
5619 Beiträge
15.02.2016 16:28
Wahre Freunde erkennst du erst in der not
Wenn du ganz unten bist siehst du wer für dich da ist und wer nur solange da ist wie die Sonne scheint
Ja habe weniger Freunde als ich mal dachte
Aber es war sehr lehrreich für mich
Wer ist da wenn du nachts Hilfe brauchst
Wenn von deinen Bekannten kannst du anrufen
Die trotz allem kommen ? Das sind wahre Freunde
Wenn du sagst mein Auto steht ich habe kein Geld in der Tasche oder was auch immer
Ja ich habe auch solche Freunde
Und für die würde ich das gleiche tun
15.02.2016 16:29
Für mich ist richtige Freundschaft das was ich mit meiner aller liebsten Freundin teile. Wir erzählen uns alles, können uns alles anvertrauen und wissen genau das es bei dem anderen bleibt. Wir haben Spaß zusammen und sind aber genau so füreinander da wenn es dem anderen nicht gut geht. Wir sind ehrlich zueinander, auch wenn wir mal anderer Meinung sind dann akzeptieren wir die des anderen. Wir freuen uns immer riesig aufeinander und die Gespräche sind so toll, das wir oft die Zeit vergessen und morgens um 5 im Bett liegen.
Wir weinen zusammen und wir lachen zusammen. Das teile ich so nur mit einer einzigen Freundin. Dazu habe ich noch Freunde die ich ab und an treffe und auch mit ihnen spreche, aber eben nicht so viel privates und alles. Bekannte sind für mich Leute, die ich zB öfter in einer Kneipe treffe und wir einen lustigen Abend verbringen. Wir haben aber so keinen privaten Kontakt.
Alaska
19542 Beiträge
15.02.2016 16:30
Mh gute Frage. Beste Freunde sind für mich Personen, die ich schon jahrelang kenne und auf die ich mich zu 100% verlassen kann.
Davon hab ich gerade einmal 3. Die sind mir hoch und heilig und da muss richtig viel passieren, dass ich die Freundschaft kündigen würde.
Ansonsten bin ich der Überzeugung, dass Freunde eh gegenseitig Rücksicht nehmen und sich die meisten Probleme lösen lassen. Gerade, wenn man fast 20 Jahre befreundet ist.

Dann kommen die "Freunde", Menschen, zu denen ich regelmäßig bis weniger regelmäßig Kontakt habe, mit denen ich mich aber super verstehe, wir gleiche Interessen haben und uns oft auch schon mehrere Jahre kennen, die zum Geburtstag kommen und theoretisch auch immer ein offenes Ohr haben.
Davon hab ich dann schon etwas mehr.

Und die größte Masse macht für mich die Bekannten aus. Nette Leute, mit denen ich gerne Zeit verbringe. Der Kontakt ist aber noch eher frisch, oder wir haben wirklich selten Kontakt. Wir grüßen uns auf der Straße, kommen ins Gespräch, freuen uns auch, dass wir uns sehen, aber es würde nicht reichen, um auf meinen Geburtstag eingeladen zu sein.
Facebook z.B. besteht bei mir aus hartnäckigen 170 Leuten (mehr lass ich nicht zu, dann sortier ich wieder aus). 140 davon sind Bekannte, ehemalige Klassenkameraden oder ähnliches. Es ist schön von ihnen zu lesen, an ihrem Leben etwas Teil zu haben, aber das wars dann auch schon.
Bianca1980
5619 Beiträge
15.02.2016 16:30
Und in eine Freundschaft zu künftigen nicht da sein wenn man einen ganz dringen braucht
Mit netten Ausreden die
15.02.2016 16:31
Freundschaft:
Eine Freundin oder freund steht mir bei, egal in welcher Situation. Ich kann ihr vertrauen, und bin mir sicher, dass sie dieses niemanden erzählt. Hilft bei Problemen, hat ein offenes Ohr. Freunde erkennt man oft dann wenn man selber probleme hat und diese immer noch zu einem steht. Eine Freundin ist ehrlich.

Habe garantiert die Hälfte vergessen, meine achtjährige Tochter sagte gerade, eine Freundin findet man nicht schnell, denn das Vertrauen muss sich aufbauen. Ich kann ihr erzählen wenn du nervst, oder wenn ich Blödsinn gemacht habe, dann hilft sie mir das Problem zu lösen und hilft mir es dann zb dir zu sagen.

Auf die Frage, aber du hast doch viele Freunde in der Schule..., sagte sie, ja Freunde, aber das sind Schulfreunde. Mit ch. verstehe ich mich sehr gut, mit L auch, aber ich kann denen zB nicht alles erzählem wie der M. M. kann ich erzählen was ich will und sie erzählt es nicht weiter...

bekanntschaften, oder Nachbarn oder keine Ahnung was, kann man viele haben. Ich verstehe mich mit einigen Nachbarn sehr gut, aber als Freunde bezeichne ich diese personen nicht, denn ich kann denen nicht vertrauen, keine Ahnung ob sie hinterm Rücken lästern.

so, mehr kann ich nicht schreiben. Tochter will jetzt diskutieren
15.02.2016 16:33
Zitat von Milli1990:

Für mich ist richtige Freundschaft das was ich mit meiner aller liebsten Freundin teile. Wir erzählen uns alles, können uns alles anvertrauen und wissen genau das es bei dem anderen bleibt. Wir haben Spaß zusammen und sind aber genau so füreinander da wenn es dem anderen nicht gut geht. Wir sind ehrlich zueinander, auch wenn wir mal anderer Meinung sind dann akzeptieren wir die des anderen. Wir freuen uns immer riesig aufeinander und die Gespräche sind so toll, das wir oft die Zeit vergessen und morgens um 5 im Bett liegen.
Wir weinen zusammen und wir lachen zusammen. Das teile ich so nur mit einer einzigen Freundin. Dazu habe ich noch Freunde die ich ab und an treffe und auch mit ihnen spreche, aber eben nicht so viel privates und alles. Bekannte sind für mich Leute, die ich zB öfter in einer Kneipe treffe und wir einen lustigen Abend verbringen. Wir haben aber so keinen privaten Kontakt.


Freundschaft kündigen:
Das habe ich so noch nie gemacht und wüsste auch keinen Grund um das zu tun. Meine beste Freundin und ich wir kennen uns seit 8 Jahren und kennen somit auch genau die Grenzen des anderen. Die akzeptieren wir und da gibt es für mich keinen Grund. Sie hat mal eine Entscheidung getroffen die ich so nicht getroffen hätte, aber trotzdem stand ich voll und ganz hinter ihr! Umgekehrt genau so. Deshalb wüsste ich da gerade wirklich nichts.
Vanellope
15566 Beiträge
15.02.2016 16:53
freunde sind für mich ein teil der familie. sie sind tief in meinem herzen.
ich kann mit ihnen über alles noch so wichtige oder unwichtige reden. egal zu welcher tages und nachtzeit.
es spielt dabei auch keine rolle, ob wir uns täglich sehen oder nur alle paar wochen mal. das vertrauen ist da und nur das zählt.
meinen wirklichen freunden würde ich auch jederzeit mein kind anvertrauen, wenn es sein müsste. (also damit meine ich etzt nicht für ein paar stunden oder mal nen tag, sondern, wenn wir z.b. nen unfall hätten und keinen mehr aus der familie, dann weiß ich bei meinen freunden wären sie für immer gut aufgehoben)

bekannte/kumpels habe ich viele. alle aus meinem fußballverein und noch von hier und da ein paar andere. klar redet man mit denen auch mal über was anderes als nur übers wetter. aber es ist halt nicht so eine vertrauensbasis, wie bei meinen wahren freuden.

wahre freunde würde ich sagen habe ich 3.
eigentlich 4. aber das ist kompliziert. momentan ist sie einfach doof und kapselt sich von allen ab, das kann ich aber nicht hier ausführen. wenn sie irgendwann aber mal vor meiner tür steht und hilfe braucht dann helfe ich ihr ohne wenn und aber.

eine echte freundschaft muss/kann man nicht kündigen. es gibt höchstens mal ne pause um abstand zu gewinnen. so zumindest meine erfahrung.

15.02.2016 18:20
Freunde sind ein Teil von mir und ich von ihnen.Die nicht fragen WARUM,sondern sagen"das packen" wir.Die mit mir Lachen und weinen,mit mir streiten und mir nicht nach dem Mund reden,sondern auch Kritik üben.Und Freunde muss man nicht jeden Tag sehen oder hören ,aber wenn dann ist es so,als wenn sich erst vor 5 Minuten getrennt hat.
Meine längsten Freundschaften bestehen seit fast 40 Jahren,wir sind zusammen aufgewachsen und heute noch ein Dreiergespann.Meine jüngste Freundschaft ist 13 Jahre alt,der Rest sind gute Bekannte.
Freundschaft kündigen?Mir fällt grad tatsächlich kein Grund ein.
Mocca
4471 Beiträge
15.02.2016 18:24
Ich les später mal, was die andern so geschrieben haben...

Für mich gibt es gar nicht nur eine Art von Freundschaft.
Ich habe viele Freunde. Ich freue mich, sie zu sehen, zu hören,was in ihrem Leben so geschieht und zu erzählen, was mich bewegt. Ich kann mich darauf verlassen, dass das, was ich erzähle nicht einfach in die Welt getratscht wird und manchmal sind die Unterhaltungen oberflächlich und manchmal tiefgründiger.
Wir helfen uns gegenseitig und haben uns gern.

Und dann habe ich ein paar wenige Freunde - da weiß ich gar nicht, wie ich sie beschreiben soll.
Mit vier von ihnen habe ich nach viel zu langer Zeit endlich mal wieder ein Wochenende verbracht. Wir haben uns in einer Wohnung verschanzt, gekocht, gegessen, getrunken, zusammen gelacht bis uns die Bäuche weh taten und gemeinsam geweint.
Ich habe keine Scheu, mich vor diesen Menschen seelisch komplett zu entblättern und weiß, dass mich niemand von ihnen betrügen würde oder lästern würde über das, was ich gesagt habe.
Ich habe zu keinem meiner Geschwister eine so tiefe Bindung, wie zu diesen Menschen.
Eine besondere Freundschaft erkennt man (bei mir) häufig daran, dass es kein peinliches Schweigen oder krampfhafte Suche nach einem Gesprächsstoff gibt.
Da viele dier Freunde weiter weg wohnen, spreche ich häufiger auch mal wochenlang nicht mit ihnen.
Wenn wir wieder quatschen, dann machen wir einfach da weiter wo wir aufgehört haben und der Rest ergibt sich von selbst.
Leek
1274 Beiträge
15.02.2016 18:36
Freundschaft...Was das ist?

Die selbst ausgesuchte Familie!

Freunde sind Menschen, denen man zu 100% vertrauen kann. Denen es nicht egal ist wenn es dir gerade nicht gut geht. Die sich mit einem freuen, auch wenn sie eigentlich nicht so dafür sind. Die einem immer ehrlich gegenüber sind, auch wenn die Wahrheit manchmal böse sein kann.

Ich habe 2 beste Freunde, die ich schon seit der Grundschule kenne. Mittlerweile haben wir alle eine eigene Familie und wir sehen uns nicht mehr ganz sooft wie vor den Kindern. Aber wenn wir uns treffen, können wir uns tagelang in einem Raum sperren, lachen, weinen, blödsinn machen,... Wie viele Nächte haben wir bereits zu dritt in einem Bett geschlafen. Und das ist egal ob wir da 7 waren und jetzt 25 sind. Zu Anfang konnte mein Mann nicht so gut mit dieser Freundschaft umgehen, vermutlich weil er es komisch fand dass seine Freundin und jetzt Ehefrau mit einem anderen Mann in einem Bett schläft aber mittlerweile weiß er, dass mein bester Freund sowas wie mein Bruder ist.
Und ich zähle die beiden zu meiner Familie. Für die ich alles tun würde und sofort alles stehen und liegen lassen würde wenn sie mich bräuchten
Jojou
5440 Beiträge
15.02.2016 20:28
Das ist ein sehr interessantes Thema!
Ich hatte viele Jahre lang eine beste Freundin. Wir sind durch dick und dünn gegangen. Nach 11 jahren haben sich aber unsere lebensansichten so stark geändert dass es einfach nicht mehr ging. (sie heute noch keinen Schulabschluss, tägliche Partys, saufen und sonst was). Ich war da eher nicht die bisschen voran kommen wollte. Was ok so ist. Wir sind beide erwachsen. Wenn wir uns über den weg laufen grüßen wir uns und unterhalten uns. Manchmal wenn ich an sie denken muss, muss ich sogar schmunzeln. Das war jemand dem ich alles erzählen konnte. Wir konnten uns gegenseitig auf einander verlassen.

Seit dem das auseinander gegangen ist hatte ich allerdings keinen mehr den ich richtig als freund bezeichnen würde. Es gibt etliche Leute die ich kenne, mit denen man sich unterhält. Aber für mehr reicht es dann auch irgendwie nicht.

Dann sind da noch zwei Mädels aus der Ausbildung. Wir versuchen einmal im Quartal essen zu gehen und plaudern über dies und jenes.

Im Moment freunde ich mich mit jemanden an und habe ein echt gutes Gefühl dabei. Ich bin gespannt was daraus wird. Eine echt tolle Person. 3 jahre älter als ich. Hat ebenfalls ei tochter (schon mal was worüber man reden kann ) auch so verstehen wir uns sehr gut.

Dann gibt es noch eine ganz wichtige Person in meinem leben wo ich selbst nicht so genau weiß wo ich sie einordnen soll, ob bekannte, Freundin, ziehmutter oder ersatzoma. Sie ist irgendwie alles von diesen Dingen und ich möchte sie nicht missen

Freunde sind für mich menschen die immer für einen da sind. Einem direkt ins Gesicht sagen was sache ist. Man denkt drüber nach und kann dann vielleicht gemeinsam darüber lachen. Sie ziehen nicht hinter dem rücken de anderen her. Man kann ihnen vertrauen! Das erwarte ich von einem Freund / einer Freundin und genau das kann er oder sie auch von mir erwarten und erhält es auch
Jojou
5440 Beiträge
15.02.2016 20:29
Und, mein Mann ist mein bester freund
MiramitLionel
7564 Beiträge
15.02.2016 21:20
Für mich sind meine Freunde ein Teil von mir. Und wenn ich nachts anrufe und es geht mir nicht gut, sind sie sofort zur Stelle und da für mich. Leider sehe ich meinen engsten Freund selten, da er krank ist und wir immer schauen müssen, dass weder ich noch mein Sohn irgendwie auch nur eine leichte Erkältung haben

Allerdings ist es für mich wirklich so, dass mein Freund gleichzeitig auch mein bester Freund ist. Wir reden über alles. Es gibt nichts, was er nicht weiß von mir und ist immer da, wenn ich ihn brauche. Einen besseren besten Freund kann ich mir für mich nicht vorstellen
Lana_Fey
6790 Beiträge
15.02.2016 22:46
Ein Freund ist der, der sich deinen Mist anhört, dir sagt, dass es Mist ist und sich noch mehr von deinem Mist anhört

Meine beste Freundin kenne ich seit der Grundschule.
Haben uns knapp 15 Jahre weder gesehen noch gehört und durch FB wiedergefunden.
Sie wusste noch so vieles aus unserer Kindheit und schwärmte von unserer Freundschaft als Kinder, da war ich direkt peinlich berührt. Ich wusste so gut wie gar nichts mehr.
Wir sind nun beide verheiratet, sie hat 3 Kinder, ich 2.
Sie wohnt knapp 1std weit weg, fährt aber mitten in der Nacht zu mir, wenn ich sie brauche. Wir sind beide extreme Sturköpfe und es kracht auch mal, aber länger als 10 Min können wir uns nicht anschweigen, da brechen wir vorher in schallendes Gelächter aus

Wäre ich lesbisch, wäre das eine perfekte Beziehung
Aber da ich hetero bin, habe ich meine Mann - der ebenso mein bester Freund ist
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