Mütter- und Schwangerenforum

Wer hat Emil gesehen? Kindesentführung 15.1.13

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17.01.2013 21:02
Zitat von _manu_:

Zitat von Alica:

Aber trotzdem hatte der Papa nicht das Recht so zu handeln, dass war ein Fehler und ich hoffe er wird schnell wieder "klar" im Kopf und geht den richtigen Weg!


Ich kenne die Hintergründe nicht genau, um dies zu beurteilen.

Genauso könnte man sagen, dass die Mutter nicht das Recht hatte, so zu handeln... - schließlich hat ein Gericht über ein vorläufiges Wechselmodell entschieden. Der Junge bleibt, bis zur Entscheidung des Sorgerechtsverfahrens, 5 Wochen beim Vater und 1 Woche bei der Mutter.

Der Vater hat sich an dieses Modell gehalten und den Jungen entsprechend zu seiner Mutter gebracht.

Die Mutter hat daraufhin gegen diesen richterlichen Beschluss gehandelt, sich mit dem Kind versteckt und somit jeden Kontakt zwischen Vater und Sohn unterbunden.

Ich kann verstehen, wie sich anfangs die Mutter und - später - der Vater gefühlt haben - insbesondere die Angst, ihr Kind für immer zu verlieren. Dennoch hätte keiner der beiden so handeln dürfen, wie sie es jeweils getan haben.

Es wäre meiner Meinung nach besser gewesen, wenn beide Eltern eine Entscheidung nach dem Haager Kindesentführungsübereinkommen bzw. den Ausgang des Sorgerechtsverfahren abgewartet und sich solange an das beschlossene Wechselmodell gehalten hätten.

So hat das Verhalten der Eltern leider zu einer Eskalalation der Situation geführt.


Na aber genau nach dem soll das Urteil aus Norwegen ja nichtig gewesen sein. Die haben das dort einfach so entschieden, weil der Vater dort Staatsbürger ist. Alles andere war egal.

Aber ja, es haben beide falsch gehandelt.. ich kann die Angst sein Kind nie wieder zu sehen nachvollziehen - ich könnte nicht beschwören das ich nicht genauso gehandelt hätte - leider haben beide das wichtigste aus den Augen verloren.. das Emil gut geht EGAL bei wem von beiden er aufwächst.
_manu_
4 Beiträge
17.01.2013 22:15
Zitat von Alica:

Zitat von _manu_:

Zitat von Alica:

Es wäre meiner Meinung nach besser gewesen, wenn beide Eltern eine Entscheidung nach dem Haager Kindesentführungsübereinkommen bzw. den Ausgang des Sorgerechtsverfahren abgewartet und sich solange an das beschlossene Wechselmodell gehalten hätten.


Na aber genau nach dem soll das Urteil aus Norwegen ja nichtig gewesen sein.


Die Mutter hat aber schon vor der Entscheidung zum HKÜ gehandelt... - statt die Entscheidung abzuwarten.

Beim Vater - der ja bis dahin, das Recht auf seiner Seite hatte und sich auch daran hielt - stellt es sich dann wahrscheinlich so dar:

1. Mutter entzieht ihm "unrechtmäßig" das Kind und gestattet ihm die darauf folgenden Wochen keinen Kontakt zu seinem Sohn. Noch schlimmer, er weiss nicht, wo sein Kind sich befindet.

2. In ihm entsteht die berechtigte Angst, dass dies für die Zukunft so bleibt.

Anders war das übrigens bei der Mutter... - sie hatte eigentlich keinen Grund, einen dauerhaften Kontaktverlust zu befürchten, denn iimmerhin brachte der Vater den Sohn wie verabredet zu ihr.

3. Insofern hat der Vater mit der anschließenden Entscheidung des - diesmal deutschen - Gerichts ein Problem. Statt das ihm angetane Unrecht zu beseitigen, wird ihm der Umgang mit seinem Sohn sogar extrem erschwert.

Er hat nur noch stundenweise Umgang mit seinem Sohn - und das auch noch unter Aufsicht in fremder Umgebung.

Anders als bei der norwegischen Regelung (1 Woche freier Umgang in häuslicher Umgebung der Mutter), kann keine normale Vater-/Kind-Beziehung fortbestehen.

Anmerkung : Das Gericht begründet interessanterweise den Beschluss damit, dass der Vater der Mutter den Sohn entziehen könnte, obwohl das Verhalten des Vaters im Vorfeld - im Gegensatz zur Mutter - keine Anhaltspunkte dafür gegeben hat.

4. Die Angst des Vaters wird zur Panik und er handelt, in dem er mit seinem Sohn aus dem von ihm jetzt als Unrechtsstaat wahrgenommenen Deutschland nach Norwegen flieht.

PS: Für mich ist das Verhalten des Vaters durchaus nachvollziehbar, aber gleichermaßen ist es auch falsch. Unrecht kann durch weiteres Unrecht nicht zu Recht werden...
19.01.2013 01:04
Zitat:
Emil wurde von Reportern in Norwegen gefunden!!! Anscheinend geht es ihm gut und wir sind so erleichtert, dass ihm bei der Entführung zumindest körperlich nichts passiert ist!!! Tausendfachen Dank an euch alle für eure Unterstützung!! Wir werden das nie vergessen, wie toll wir von wildfremden Menschen aufgemuntert, getröstet und unterstützt wurden, diese Hilfsbereitschaft ist einfach überwältigend!!
Wir werden jetzt den legalen Weg gehen, Emil zurück nach Detschland zu holen und dann in einem fairen Prozess um das Sorgerecht kämpfen. Es ist tragisch, dass wir erst am 4. Tag nach der Entführung nur dank der Hilfe von Reportern erfahren konnten, dass es Emil den Umständen entsprechend gut geht, aber wir sind von Herzen dankbar für diese allerwichtigste Information.


Gott sei Dank geht es ihm gut! Endlich ein Lebenszeichen vom kleinen Schatz
19.01.2013 01:32
Zitat von Alica:

Ich meine mal gelesen zu haben, dass - ist ein Kind erstmal in einem anderen Land wo der Vater Staatsbürger ist gelten nur noch die Rechte des Vaters... aber obs überall so ist oder gar stimmt, keine Ahnung.


ist in algerien so, da kommt mein mann her.
19.01.2013 01:35
Zitat von _manu_:

Zitat von Alica:

Zitat von _manu_:

Zitat von Alica:

Es wäre meiner Meinung nach besser gewesen, wenn beide Eltern eine Entscheidung nach dem Haager Kindesentführungsübereinkommen bzw. den Ausgang des Sorgerechtsverfahren abgewartet und sich solange an das beschlossene Wechselmodell gehalten hätten.


Na aber genau nach dem soll das Urteil aus Norwegen ja nichtig gewesen sein.


Die Mutter hat aber schon vor der Entscheidung zum HKÜ gehandelt... - statt die Entscheidung abzuwarten.

Beim Vater - der ja bis dahin, das Recht auf seiner Seite hatte und sich auch daran hielt - stellt es sich dann wahrscheinlich so dar:

1. Mutter entzieht ihm "unrechtmäßig" das Kind und gestattet ihm die darauf folgenden Wochen keinen Kontakt zu seinem Sohn. Noch schlimmer, er weiss nicht, wo sein Kind sich befindet.

2. In ihm entsteht die berechtigte Angst, dass dies für die Zukunft so bleibt.

Anders war das übrigens bei der Mutter... - sie hatte eigentlich keinen Grund, einen dauerhaften Kontaktverlust zu befürchten, denn iimmerhin brachte der Vater den Sohn wie verabredet zu ihr.

3. Insofern hat der Vater mit der anschließenden Entscheidung des - diesmal deutschen - Gerichts ein Problem. Statt das ihm angetane Unrecht zu beseitigen, wird ihm der Umgang mit seinem Sohn sogar extrem erschwert.

Er hat nur noch stundenweise Umgang mit seinem Sohn - und das auch noch unter Aufsicht in fremder Umgebung.

Anders als bei der norwegischen Regelung (1 Woche freier Umgang in häuslicher Umgebung der Mutter), kann keine normale Vater-/Kind-Beziehung fortbestehen.

Anmerkung : Das Gericht begründet interessanterweise den Beschluss damit, dass der Vater der Mutter den Sohn entziehen könnte, obwohl das Verhalten des Vaters im Vorfeld - im Gegensatz zur Mutter - keine Anhaltspunkte dafür gegeben hat.

4. Die Angst des Vaters wird zur Panik und er handelt, in dem er mit seinem Sohn aus dem von ihm jetzt als Unrechtsstaat wahrgenommenen Deutschland nach Norwegen flieht.

PS: Für mich ist das Verhalten des Vaters durchaus nachvollziehbar, aber gleichermaßen ist es auch falsch. Unrecht kann durch weiteres Unrecht nicht zu Recht werden...



hab ich mir auch gedacht die wahren hintergründe kennt keiner.
Harley
7713 Beiträge
19.01.2013 17:42
Er wurde wohl von einer norwegischen reporterin gefunden
19.01.2013 19:36
Zitat von Harley:

Er wurde wohl von einer norwegischen reporterin gefunden


Ja Norwegische Reporter haben ihn entdeckt und zum Glück wieder erkannt

Ich für meinen Teil bin einfach nur froh das es diesmal nicht zu eienr Horrornachricht geführt hat und es dem kleinen gut geht.. wie genau der Sorgerechtsstreit ausfällt ist für mich nicht von belang. Ich bin mir sicher das der kleine es sowohl beim Vater als auch bei der Mutter sehr gt haben wird! (wobei der Vater mit seiner Aktion sich wohl selbst ins Aus geschossen hat..)
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