Mütter- und Schwangerenforum

Kinder anzählen

Gehe zu Seite:
Jani85
27577 Beiträge
16.03.2016 08:49
Zitat von Mel-Ann:

Man darf aber auch einfach die Veranlagung nicht unterschätzen. Also diese Idee, wenn ich als Eltern alles richtig mache, habe ich auch perfekte Kinder ist meiner Meinung nach totaler Humbug. Manche Kinder sind eben von sich aus viel wilder, testen viel mehr Grenzen aus etc., andere sind eben eher ruhiger und ängstlicher. Beides hat Vor- und Nachteile und beides ist okay, und beides kann man als Eltern nur bedingt beeinflussen.
Ich hab eine Bekannte, die hat 4 Kinder und sagt oft, wenn sie ihren dritten nicht hätte, hätte sie sich für die perfekte Mutter gehalten und immer gedacht, die anderen, die so wilde, aggressive Kinder haben, machen einfach alles falsch. Und dann kam halt Nr. drei und hatte Tobsuchtsanfälle, die sich gewaschen hatten, hat sich oft geprügelt und und und - tja, vorher sagte sie immer, Kinder die so sind, kennen das von Zuhause nicht anders, jetzt weiß sie es besser.
Lustigerweise meinte sie, gerade der dritte wäre dafür in der Pubertät am allerumgänglichsten gewesen (sie ist schon älter und die Kids inzwischen alle aus dem Haus).
Natürlich macht der Umgang mit den Kindern, das Elternhaus, die Erziehung auch eine Menge aus, aber ganz, ganz sicher nicht alles!

Ja das stimmt. Mein Großer war/ist ein super vernünftiges Kind. Macht selten unfug und ist echt brav. Hätte ich nur ihn würde ich hier auch den Kopf schütteln Aber ich habe noch meinen süßen mittleren. Der mit 1 1/2 schon so ein kleiner Teufel war....
Meine Bekannte hat drei Mädels. Die zwei Großen MEGA brav, agepasst, mucken nicht auf, gehen brav ins Tennis und ins GEräte turnen etc... und dann kam Nr 3 Und die Mama sagt immer, wäre die die erste gewesen wäre sie einzelkind geblieben....

Wobei man find ich die Geschwisterdynamik auch echt nicht unterschätzen darf. Ein erstes Kind ist immer anders als ein zweites. Schon allein weil man gar nicht mehr immer Zeit hat das sich die ganze welt um das Kind dreht.
Jani85
27577 Beiträge
16.03.2016 08:50
Zitat von Glückskeks2010:

Bei dir lese ich eindeutig raus, dass du einfach keine Antwort auf meine Frage hast.

Ich versteh auch nicht auf was sie herauswill zumal ihr Beitrag irgendwie in keinem Zusammenhang zum Thema steht!?
Jani85
27577 Beiträge
16.03.2016 08:55
Zitat von Milli1990:

Zitat von Mel-Ann:

Zitat von Milli1990:

Zitat von Manveri:

...


Dann hast du sicherlich ein Kind wo das alles klappt. Ich habe auch Glück das meine Tochter ein eher ruhiges Kind ist und ich überhaupt kaum "erpressen" müsste oder ähnliches. Bei ihr reicht es wenn ich es erkläre, manchmal auch zwei mal, aber dann ist es okay. Wenn ich Alternativen finde, dann biete ich diese an und mein Kind ist glücklich. Andere Kinder die ich kenne sind eben viel viel mehr Rabauke und da klappt das mit dem erklären einfach nicht. Ich denke schon das es auch viel mit dem Charakter zu tun hat.

Mütter die zu solch anderen Methoden greifen, wissen wahrscheinlich einfach nicht wie sie es besser bzw anders machen sollen. Anstatt dann in einem anderen Thread darüber zu lästern, könnte man den Mamas ja auch einfach einen Tipp mit auf den Weg geben. Ein Beispiel und vielleicht überdenken diejenigen das dann selber noch einmal. Find ich viel viel besser als sich selbst als "Supermutti" zu betiteln.



Genau so ist es.
Bei meinem Sohn ist es auch so, dass es fast immer reicht, wenn ich ihm erkläre, warum er etwas nicht tun soll. Hier gab es nie Gitter oder Zäune, da musste nie etwas weggesperrt werden etc. pp. Ich kann mit ihm entspannt überall hingehen und kann ihm schon in super vielen Dingen vertrauen; er darf viel selbst entscheiden usw.
Wenn... Dann gibt es hier fast nur mit natürlichen Konsequenzen, also: wenn Du Dich nicht angezogen hast, bis der Häschenzeiger auf der 12 ist, dann ist Turnen/Schwimmen vorbei/ ist die Bibliothek zu/ die Singrunde im KiGa zuende, bevor wir da sind. Is halt so. Ist keine Erpressung, ist eine Tatsache.
Aber ich finde es echt vermessen, daraus jetzt abzuleiten, dass ich eben die Supermutti bin und bitteschön alle alles genau so machen sollten, damit sie auch so tolle Kinder haben wie ich . Nicht alle Kinder sind so pflegeleicht, und nicht mit allen Kindern würde genau das so funktionieren, wie ich es mache. Und nicht alle Eltern haben nur zwei. Ich merke jetzt schon, wie mit zwei Kindern vieles ganz anders läuft als mit einem, weiß ich, wie es mit 4, 5 wäre? Weiß ich, wie ich wäre, wenn ich ein oder zwei so richtig krasse Rabauken hier hätte? Nö.


So ist es hier auch und ich würde niemals behaupten das es so ist, weil ich die einzig wahre Methode gefunden habe. Sie macht es mir mit ihrer Art sehr leicht und da muss ich gar nicht viel zu tun. Trotzdem weiß ich nicht alles besser und manchmal weiß ich auch nicht ob ich 100% richtig gehandelt habe. Deshalb bin ich keine Supermutti, damit kann ich leben

Man muss nicht perfekt sein um eine Supermutti zu sein. Ich finde auch ich bin eine Suoermutti. Na und? Ich hab drei ganz zauberhafte Kinder. Sie sind höflich gut erzogen, sie streiten selten, hören auf das was ich sage und sagen Bitte und Danke. Und wenn sie einen mit ihren großen blauen Kulleraugen anschauen kann man ihnen kaum wieder stehen.... Bis die Haustür hinter uns zu fällt. Dann packen sie die Hörnchen aus Mein Großer hat zB einen sehr netten blauen Gebissabdruck auf dem Unterarm vom Mittleren. Was passiert ist lies sich nicht mehr ganz nachvollziehen... Aber hier kann man auch schon mal ne 1/2 std heulen weil es Hörnchennudeln statt Saghetti gibt.... (und nein das ist kein Grund ihn anzuzählen )
MiramitLionel
7559 Beiträge
16.03.2016 09:29
Zitat von Marf:

....diese Kinder sind mit Ohrenzuhalten beschäftigt,die haben keine Zeit und keine Arme um Mist zu bauen.


Tja bei mir wissen beide, Mann und Sohn, einmal mit mir eine Diskussion angefangen, haben sie keine Chance Und bei meinem Freund geht so ne Diskussion gern mal über viele viele Stunden.
zuckerlie
15684 Beiträge
16.03.2016 10:47
Ich finde anzählen und Wenn, dann auch nicht so prall, aber auch ich wende das an. Immer mit der Aufführung einer logischen Konsequenz, wie schon oft hier erklärt.

Ich finde das mit der Geschwisterdynamik ganz interessant. Ich habe ja Zwillinge, zwei Jungs, beide sehr aufgeweckt und fröhlich. Schon seit sie mobil sind, nehmen sie ihren Bruder als ebenso emotional wichtig an, wie mich. Die Solidarität untereinander ist unbeschreiblich groß. So stand es seit Geburt quasi 2 gegen 1, wenn ich allein war Was meine ich damit. Es war z. B. schwer, mit beiden zu Fuß unterwegs zu sein, als sie unter 2 1/2 waren. Denn sagte ich zu dem einen Stopp, dann lief der andere einfach weiter und der erstere nahm sich halt seinen Bruder als Bsp. - Konsequenz war, dass sie bis zu dem Alter halt kutschiert wurden. Alleine war es zu gefährlich. Auch bei anderen Quatschdingen, ist es manchmal cooler mit dem Bruder durch die Gegend zu rammeln, als auf Mama zu hören. Ja, auch ich kenne das Phänomen, dass sie bei anderen sehr lieb sind, überhaupt sind sie sehr sozial und achten auf andere und in der Kita wurde auch die Höflichkeit besonders betont. Aber zu Hause.. jajaja...

Darum muss auch ich ab und an ein paar Takte sagen, wenns zu doll wird, sonst läuft es hoch geschaukelt einfach aus dem Ruder. Da hilft dann eine Alternative oder lieb reden einfach nicht mehr.

Dennoch haben meine Kinder viele Freiheiten und durften und dürfen sich viel ausprobieren
saluki87w
3804 Beiträge
16.03.2016 21:49
Zitat von Indira:

Ich zähle auch hin und wieder an .

Nicht hier zu Hause, nicht regelmäßig und es folgen bei 3 auch keine Strafen.
Es erfolgt die logische Konsequenz auf das Verhalten und diese kündige ich vor dem zählen an.

Außerdem macht das Anzahlung auch erst ab einem gewissen Alter Sinn. Ich würde sagen so ab 3,5-4 Jahre.

Ich nutze es aus zwei Gründen.
Erstens um die Ernsthaftigkeit meiner Bitte, Aufforderung zu untermauern.
Und zweitens um den Kindern einen Zeitraum einzuräumen, in dem ich gerne eine Entscheidung hätte.
Meistens klappt es auch

Ein Beispiel: Wir sind auf einer privaten Feier. Kind 5 Jahre findet es unglaublich lustig ständig ein Schluck Sprudelwasser um dann zu rülpsen
Ich bitte das Kind damit aufzuhören.
Keine Reaktion, wir sind ja unter Leuten, da wird die Mama doch bisschen lockerer sein...

Ich sag dann sowas, ich zähl bis drei dann hört das auf, oder du trinkst nur noch stilles Wasser.

Funktioniert meistens, sonst ist der Sprudel halt weg.
Dem fett markierten muss ich ganz klar widersprechen....je nach Entwicklungsstand des Kindes geht das schon weit früher.

Ich kann den genauen Zeitpunkt nicht mehr benennen, aber irgendwann um 1,5 Jahre fing das "anzählen" bei uns an...
Kleines Beispiel...mein Sohn konnte gewisse Teile seiner Kleidung selbst anziehen und tat das sehr gern. Natürlich war es dann ein riesen Drama, wenn ich diese Teile anzog...
Allerdings hielt mein kleiner Sturkopf auch nichts davon, sich morgens brav eben diese Teile anzuziehen, zeitgleich durfte Mama das auch nicht tun.
Was tat ich? Wenn du dich bei 3 nicht anziehst, dann mach ich das...und spätestens bei 2 legte mein kleiner Mann los.
Mocca
4470 Beiträge
17.03.2016 09:49
Zitat von Manveri:

Belohnungen sind genauso kontraproduktiv wie Strafen

Ich lese mich gerade noch durch den Thread.
Vielleicht hast Du es schon erklärt (dann komme ich bestimmt noch zu der Stelle), aber wenn für Dich Belohnun gund Strafe ausfällt und so Sachen wie zählen auch nicht geht, wie setzt Du Dinge durch, die nun einmal sein müssen? Z.B. Pünktlich zu Terminen erscheinen oder in den Kindergarten gehen, weil man selbst nun einmal arbeiten muss?

Ich selbst habe den Trödler vor dem Herren hier zu Hause. Er war und ist noch immer sehr reizoffen und es fällt ihm schwer sich zu fokusieren.
Mir erscheint es manchmal, dass er eben auf halbem Weg durchs Schuhe anziehen vergisst, was er eigentlich gerade macht, weil er etwas IRRSINNNIG Spannendes (wie einen Stein, den er mir vor zwei Tagen geschenkt hat) sieht.
Manchmal versuche ich ihn dann mit einem "Raketenstart" - also von 10 runterzählen - wieder auf die Aufgabe zu bringen, was ja auch nichts anderes als Zählen ist, ihm aber häufig noch Spaß macht.
Wirkliches bis drei zählen ist selten geworden und für ihn klar das Zeichen, dass Mamas Rakete zur dunklen Seite der Macht gleich startet, wenn der '#+§%##&>%$te Schuh nicht gleich an ist.
datschi
667 Beiträge
17.03.2016 10:08
Zitat von Mocca:

Zitat von Manveri:

Belohnungen sind genauso kontraproduktiv wie Strafen

Ich lese mich gerade noch durch den Thread.
Vielleicht hast Du es schon erklärt (dann komme ich bestimmt noch zu der Stelle), aber wenn für Dich Belohnun gund Strafe ausfällt und so Sachen wie zählen auch nicht geht, wie setzt Du Dinge durch, die nun einmal sein müssen? Z.B. Pünktlich zu Terminen erscheinen oder in den Kindergarten gehen, weil man selbst nun einmal arbeiten muss?

Ich selbst habe den Trödler vor dem Herren hier zu Hause. Er war und ist noch immer sehr reizoffen und es fällt ihm schwer sich zu fokusieren.
Mir erscheint es manchmal, dass er eben auf halbem Weg durchs Schuhe anziehen vergisst, was er eigentlich gerade macht, weil er etwas IRRSINNNIG Spannendes (wie einen Stein, den er mir vor zwei Tagen geschenkt hat) sieht.
Manchmal versuche ich ihn dann mit einem "Raketenstart" - also von 10 runterzählen - wieder auf die Aufgabe zu bringen, was ja auch nichts anderes als Zählen ist, ihm aber häufig noch Spaß macht.
Wirkliches bis drei zählen ist selten geworden und für ihn klar das Zeichen, dass Mamas Rakete zur dunklen Seite der Macht gleich startet, wenn der '#+§%##&>%$te Schuh nicht gleich an ist.


Bei uns genau das Gleiche. Interessiert mich auch sehr! Immer wenn ich was dazu lese, find ichs ganz toll und würde das gern auch so handhaben. Klappt aber nur in Situationen, in denen es nicht so wichtig/eilig ist. Und was tun, wenn die 3jährige ihren Babybruder zu fest drückt, weil sie genauso eifersüchtig ist wie sie ihn liebhat?
17.03.2016 10:53
Ich finde es erstaunlich, dass es in manchen Familien immer so harmonisch und respektvoll zugeht. Zunächst einmal ist es doch so, dass die Wünsche und Bedürfnisse der Kinder nicht immer denen der Eltern entsprechen. Dass Kinder die Autorität ihrer Eltern (die eben nun einmal die Entscheidungen treffen MÜSSEN, aufgrund ihres Wissens und ihrer Erfahrungen) nie infrage stellen, ist für mich eher ungewöhnlich und wohl eine Frage des entsprechenden Charakters.

Kleinere Kinder kann man ja auch einfach mal zappelnd auf den Arm nehmen und später fertig anziehen. Aber was tun, wenn eine 5-jährige stur auf dem Boden sitzt und nicht will?

Ich mag es grundsätzlich auch lieber harmonisch, aber manche Situationen erfordern klare Ansagen.

Und logische Konsequenzen stehen nicht immer zur Verfügung oder ziehen manchmal einfach nicht. Z.B. "Wenn Du dich jetzt nicht anziehst, bleibt nachher keine Zeit mehr zum Spielen!", wird gerne mal mit einem trotzigen "Ist mir egal!" beantwortet. Oder "Dann ist der Sandmann vorbei!" wird mit "Dann schauen wir ihn eben am Computer an!" quittiert. Da bleibt doch eigentlich nur noch: "Dann darfst Du aber keinen Sandmann schauen!" (?)

Gerne würde ich meine Kinder stets spielerisch (z.B. Countdown, oder "wer als erster fertig ist, hat gewonnen") oder mit Humor dazu bewegen, mitzuarbeiten. Aber in einer wirklich stressigen Situation habe ich keine Nerven für so etwas bzw. fällt mir sowas in dem Moment auch nicht ein).

Ich habe auch schon öfters erlebt, dass sich irgendwelcher Quatsch ausgedacht wird, um Kinder zum Handeln zu bewegen. Z. B. "sonst nimmt der Weihnachtsmann Deine Geschenke wieder mit". Damit fühlt sich das Kind sicher nicht von mir erpresst (Mama kann ja nicht dafür, der Weihnachtsmann ist der Böse) … Aber da bin ich dann doch lieber ehrlich

Mocca
4470 Beiträge
17.03.2016 10:55
Zitat von BlödmannVomDienst:

Ich hab ja mal nen Artikel gelesen, wo drin stand, dass man Kindern nicht sagen soll, was sie NICHT machen sollen, sondern ihnen sagen soll, was sie stattdessen machen sollen.

Mal als Beispiel:

Statt "Du sollst das nicht machen!" sagt man einfach: "Jetzt hör bitte damit auf!"

Irgendwie war das so erklärt: Das die Kinder dann genau das Gegenteil machen, weil sie das Wörtchen NICHT nicht wirklich zur Kenntnis nehmen.

Beispiel war: "Denken sie jetzt NICHT an einen Drachen!"

Woran denkt man automatisch: An einen Drachen!

Das war natürlich im Artikel deutlich besser erklärt und ich fand das interessant und hab das direkt ausprobiert. Ein "Hör bitte auf damit!" funktioniert tatsächlich besser als ein "Mach das nicht!" oder ein "Du sollst das doch nicht machen!"

Das ist definitiv so.
Selbst in der Kommunikation mit Erwachsenen kommt man mit positiv formulierten Sätzen weiter als mit Verneinungen.
Wir versuchen die Verneinung zu vermeinden, aber das ist ganz schön schwer. Trotzdem hat uns das ziemlich geholfen - gerade als Schnuppi noch zu klein war um einige Dinge zu verstehen und richtig einzuordnen.
Mocca
4470 Beiträge
17.03.2016 11:04
Zitat von Blümelein:

Ich finde es erstaunlich, dass es in manchen Familien immer so harmonisch und respektvoll zugeht. Zunächst einmal ist es doch so, dass die Wünsche und Bedürfnisse der Kinder nicht immer denen der Eltern entsprechen. Dass Kinder die Autorität ihrer Eltern (die eben nun einmal die Entscheidungen treffen MÜSSEN, aufgrund ihres Wissens und ihrer Erfahrungen) nie infrage stellen, ist für mich eher ungewöhnlich und wohl eine Frage des entsprechenden Charakters.

Kleinere Kinder kann man ja auch einfach mal zappelnd auf den Arm nehmen und später fertig anziehen. Aber was tun, wenn eine 5-jährige stur auf dem Boden sitzt und nicht will?

Ich mag es grundsätzlich auch lieber harmonisch, aber manche Situationen erfordern klare Ansagen.

Und logische Konsequenzen stehen nicht immer zur Verfügung oder ziehen manchmal einfach nicht. Z.B. "Wenn Du dich jetzt nicht anziehst, bleibt nachher keine Zeit mehr zum Spielen!", wird gerne mal mit einem trotzigen "Ist mir egal!" beantwortet. Oder "Dann ist der Sandmann vorbei!" wird mit "Dann schauen wir ihn eben am Computer an!" quittiert. Da bleibt doch eigentlich nur noch: "Dann darfst Du aber keinen Sandmann schauen!" (?)

Gerne würde ich meine Kinder stets spielerisch (z.B. Countdown, oder "wer als erster fertig ist, hat gewonnen") oder mit Humor dazu bewegen, mitzuarbeiten. Aber in einer wirklich stressigen Situation habe ich keine Nerven für so etwas bzw. fällt mir sowas in dem Moment auch nicht ein).

Ich habe auch schon öfters erlebt, dass sich irgendwelcher Quatsch ausgedacht wird, um Kinder zum Handeln zu bewegen. Z. B. "sonst nimmt der Weihnachtsmann Deine Geschenke wieder mit". Damit fühlt sich das Kind sicher nicht von mir erpresst (Mama kann ja nicht dafür, der Weihnachtsmann ist der Böse) … Aber da bin ich dann doch lieber ehrlich

Bocken kenn eich im Augenblick auch sehr.
Wenn eine Konsequenz angekündigt wird, dann wird gerade mal gerne die Stirn kraus gezogen, die Unterlippe vorgeschoben und die Arbe schwungvoll vor der Brust verschränkt und gesagt "Das wollte ich sowieso nicht."
Trotzdem versuche ich immer, einen konkreten Bezug zwischen "dem Vergehen" und der Konsequenz herzustellen. Bei uns wäre das z.B. beim Sandmann, dass ICH dann keine Zeit habe fernsehen zu schauen (ich schaue immer mit) oder aber, dass ich den Computer nicht an mache (der geht nämlich nur "von Mamas Gnaden" an bei uns).
Ich muss gestehen, dass die Konsequenzen manchmal etwas konstruiert sind, aber ich habe eben auch bessere und schlechtere Tage
Gehe zu Seite:
  • Dieses Thema wurde 13 mal gemerkt