Mütter- und Schwangerenforum

Deutsch Diktat Kommasetzung falsch! Hilfe benötigt

Gehe zu Seite:
BlödmannVomDienst
25940 Beiträge
30.11.2023 14:08
Zitat von Finchen1980:

Zitat von Chrysopelea:

Zitat von Finchen1980:

Zitat von BlödmannVomDienst:

...


Es ist deshalb nur dieser Teil der Hauptsatz, da der Infinitivsatz ja ein Nebensatz ist. Ich weiß, dass es sich unvollständig anhört, das liegt an dem Verb "beginnen", weil darauf immer noch etwas folgen muss.
Es hätte zum Beispiel auch heißen können "1765 begann Goethe auf Drängen seines Vaters sein Studium", das wäre dann genauso ein vollständiger Hauptsatz, nur mit zusätzlichem Akkusativobjekt.

Wenn man mal einen anderen Satz nimmt, wird es vielleicht klarer, zum Beispiel:
"Es ist mir ein Vergnügen, für dich zu kochen." Hier ist auch nur "Es ist mir ein Vergnügen" der Hauptsatz. Dieser hört sich allerdings auch vollständiger an.


Da fehlt aber die Sache mit dem Vater. Was wäre mit "Es ist mir ein Vergnügen, trotz meiner Erkältung, für dich zu kochen" oder "Es ist mir ein Vergnügen trotz meiner Erkältung, für dich zu kochen". Für mich ändert sich durch das komma die Bedeutung des Satzes


Bei dem Beispielsatz ging es mir nur um die Erläuterung, dass die Infinitivgruppe nicht zum Hauptsatz gehört.

In Bezug darauf, ob Komma oder kein Komma vor "trotz meiner Erkältung", steht im Duden:
"Als kommunikative Grundeinheit bildet der Satz ein einheitliches Ganzes. Er
soll als einheitliches Gebilde gelesen und gesprochen werden. Die Satzglieder
stehen in enger Verbindung miteinander und werden im Allgemeinen nicht
durch Kommas getrennt."

Ob man den Satz als Einschub sieht oder nicht, ist halt subjektiv und würde in der Schule vermutlich zu weit führen. Deshalb sollen Satzglieder dort vermutlich im Normalfall eben nicht durch Komma abgetrennt werden.


Sie haben ja aber gelernt, dass solche Einschübe durch Kommas abgetrennt werden. Weiß ich auch mit Sicherheit, weil das während der Schließzeiten war und wir da seitenweise Kommasetzung ausarbeiten mussten. Und dieser Satz ausm Duden? Damit kann ich nix anfangen und davon ab, arbeitet in der Schule niemand mit dem Duden. Sie dürfen zwar theoretisch einen benutzen, aber haben eben noch nie mit gearbeitet.
BlödmannVomDienst
25940 Beiträge
30.11.2023 14:10
Zitat von HollyH:

Zitat von Chrysopelea:

Zitat von Finchen1980:

Zitat von BlödmannVomDienst:

...


Es ist deshalb nur dieser Teil der Hauptsatz, da der Infinitivsatz ja ein Nebensatz ist. Ich weiß, dass es sich unvollständig anhört, das liegt an dem Verb "beginnen", weil darauf immer noch etwas folgen muss.
Es hätte zum Beispiel auch heißen können "1765 begann Goethe auf Drängen seines Vaters sein Studium", das wäre dann genauso ein vollständiger Hauptsatz, nur mit zusätzlichem Akkusativobjekt.

Wenn man mal einen anderen Satz nimmt, wird es vielleicht klarer, zum Beispiel:
"Es ist mir ein Vergnügen, für dich zu kochen." Hier ist auch nur "Es ist mir ein Vergnügen" der Hauptsatz. Dieser hört sich allerdings auch vollständiger an.


Da fehlt aber die Sache mit dem Vater. Was wäre mit "Es ist mir ein Vergnügen, trotz meiner Erkältung, für dich zu kochen" oder "Es ist mir ein Vergnügen trotz meiner Erkältung, für dich zu kochen". Für mich ändert sich durch das komma die Bedeutung des Satzes


Die Kommasetzung im zweiten Satz ergibt für mich keinen Sinn.

"Es ist mir ein Vergnügen, trotz meiner Erkältung für dich zu kochen." würde ich jetzt schreiben.


Das würde für mich auch noch Sinn machen.
BlödmannVomDienst
25940 Beiträge
30.11.2023 14:11
Zitat von HollyH:

Zitat von HollyH:

Zitat von Chrysopelea:

Zitat von Finchen1980:

...


Da fehlt aber die Sache mit dem Vater. Was wäre mit "Es ist mir ein Vergnügen, trotz meiner Erkältung, für dich zu kochen" oder "Es ist mir ein Vergnügen trotz meiner Erkältung, für dich zu kochen". Für mich ändert sich durch das komma die Bedeutung des Satzes


Die Kommasetzung im zweiten Satz ergibt für mich keinen Sinn.

"Es ist mir ein Vergnügen, trotz meiner Erkältung für dich zu kochen." würde ich jetzt schreiben.


Edit: Jetzt verstehe ich, wie deine zweite Variante gemeint ist


Ich nicht....
Yoshi2020
2670 Beiträge
30.11.2023 14:14
Erklärung Deutsch Lehrerin (Gymnasium)

„Derjenige, der das Komma gesetzt hat, versteht das als Einschub.
Der Korrekteur sieht das nicht so, deshalb streicht er das 1.Komma als Fehler an. Das 2. steht, weil danach ein erweiterter Infinitiv mit zu steht, der durch Komma gekennzeichnet werden muss, da er das Objekt des Satzes näher erläutert.“
BlödmannVomDienst
25940 Beiträge
30.11.2023 14:16
Zitat von Yoshi2020:

Erklärung Deutsch Lehrerin (Gymnasium)

„Derjenige, der das Komma gesetzt hat, versteht das als Einschub.
Der Korrekteur sieht das nicht so, deshalb streicht er das 1.Komma als Fehler an. Das 2. steht, weil danach ein erweiterter Infinitiv mit zu steht, der durch Komma gekennzeichnet werden muss, da er das Objekt des Satzes näher erläutert.“


Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, ist die Kommasetzung also Auslegungssache? Das ist aber schon doof, wenn ich das so sagen darf?
nilou
14706 Beiträge
30.11.2023 14:41
Zitat von BlödmannVomDienst:

Wo wir gerade dabei sind. Kind hat halt teilweise Fehler angestrichen, die eigentlich keine sind. Da ich die Schrift meiner Tochter kenne, kann ich schwer beurteilen, ob man bspw. ihr großes und kleines W so schlecht unterscheiden kann. Mal zwei Fotos anbei. Könnt ihr mal drauf schauen?

Also es geht hier um "Des Weiteren".

Achso und nicht wundern, Kind vergisst manchmal Buchstaben beim Schreiben. Warum auch immer, aber das macht sie seit der 1.Klasse. 2 unnötige Rechtschreibfehler, aber egal.


Ja finde ich teilweise echt schwer zu unterscheiden. Und im Zweifel wie hier würde ich es auch als falsch markieren. Da muss sie einfach darauf achten zukünftig.
Yoshi2020
2670 Beiträge
30.11.2023 14:52
Zitat von BlödmannVomDienst:

Zitat von Yoshi2020:

Erklärung Deutsch Lehrerin (Gymnasium)

„Derjenige, der das Komma gesetzt hat, versteht das als Einschub.
Der Korrekteur sieht das nicht so, deshalb streicht er das 1.Komma als Fehler an. Das 2. steht, weil danach ein erweiterter Infinitiv mit zu steht, der durch Komma gekennzeichnet werden muss, da er das Objekt des Satzes näher erläutert.“


Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, ist die Kommasetzung also Auslegungssache? Das ist aber schon doof, wenn ich das so sagen darf?


Nein es ist falsch. Sie wollte nur erklären warum es falsch gesetzt wurde to begin with.
Kerstin002
969 Beiträge
30.11.2023 15:02
Der Satz ist eine typische Falle, in die die glaube ich die meisten von uns getappt wären. Ich hätte auch zwei Kommata gesetzt.
Nickitierchen
26626 Beiträge
30.11.2023 15:13
Zitat von BlödmannVomDienst:

Und Diktate find ich sowieso immer furchtbar, vor allem was Kommasetzung angeht. Fällt entsprechend immer sehr schlecht aus, aber nicht nur bei uns.

Ich habe zwei Kinder mit Legasthenie.

Der mittlere eine hochgradige.
Der kann nicht mal 5 von 10 Wörter richtig ABschreiben. Strategien gehen nicht in sein Kopf... dazu Adhs. Also keine Geduld, keine Kontrollen..

Also ich wäre froh, wenn es nur um ein komma (hätte es wie das Kind gemacht) oder ein kleines oder großes W (ich hätte es zu den großen eingeordnet) ginge

BlödmannVomDienst
25940 Beiträge
30.11.2023 15:16
Zitat von Nickitierchen:

Zitat von BlödmannVomDienst:

Und Diktate find ich sowieso immer furchtbar, vor allem was Kommasetzung angeht. Fällt entsprechend immer sehr schlecht aus, aber nicht nur bei uns.

Ich habe zwei Kinder mit Legasthenie.

Der mittlere eine hochgradige.
Der kann nicht mal 5 von 10 Wörter richtig ABschreiben. Strategien gehen nicht in sein Kopf... dazu Adhs. Also keine Geduld, keine Kontrollen..

Also ich wäre froh, wenn es nur um ein komma (hätte es wie das Kind gemacht) oder ein kleines oder großes W (ich hätte es zu den großen eingeordnet) ginge




Na im letzten Diktat gabs mit 10 Fehlern trotzdem eine 6. Also von daher. Ich bin natürlich trotzdem heilfroh, dass meine Kinder halbwegs vernünftig schreiben können. Diesmal wars immerhin mit 6,5 Fehlern auf ca. 200 Wörtern noch ne 4. Und 6,5 Fehler find ich gar nicht mal so viel.
BlödmannVomDienst
25940 Beiträge
30.11.2023 15:18
Zitat von Yoshi2020:

Zitat von BlödmannVomDienst:

Zitat von Yoshi2020:

Erklärung Deutsch Lehrerin (Gymnasium)

„Derjenige, der das Komma gesetzt hat, versteht das als Einschub.
Der Korrekteur sieht das nicht so, deshalb streicht er das 1.Komma als Fehler an. Das 2. steht, weil danach ein erweiterter Infinitiv mit zu steht, der durch Komma gekennzeichnet werden muss, da er das Objekt des Satzes näher erläutert.“


Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, ist die Kommasetzung also Auslegungssache? Das ist aber schon doof, wenn ich das so sagen darf?


Nein es ist falsch. Sie wollte nur erklären warum es falsch gesetzt wurde to begin with.


Hab jetzt endlich Rückmeldung von meiner Freundin und meiner Großen. Beide sind der Meinung, dass man das Komma stehen lassen kann, wenn man es als Einschub betrachtet. Ist also nicht per se falsch. Achso meine Freundin: Deutschlehrerin gymnasiale Oberstufe. Meine Große: Angehende Grundschullehrerin (Hauptfächer Deutsch und Englisch). Da scheiden sich jetzt offensichtlich die Geister. Und dann sollen die Kinder noch klar kommen.
Nickitierchen
26626 Beiträge
30.11.2023 15:18
Zitat von BlödmannVomDienst:

Zitat von Nickitierchen:

Zitat von BlödmannVomDienst:

Und Diktate find ich sowieso immer furchtbar, vor allem was Kommasetzung angeht. Fällt entsprechend immer sehr schlecht aus, aber nicht nur bei uns.

Ich habe zwei Kinder mit Legasthenie.

Der mittlere eine hochgradige.
Der kann nicht mal 5 von 10 Wörter richtig ABschreiben. Strategien gehen nicht in sein Kopf... dazu Adhs. Also keine Geduld, keine Kontrollen..

Also ich wäre froh, wenn es nur um ein komma (hätte es wie das Kind gemacht) oder ein kleines oder großes W (ich hätte es zu den großen eingeordnet) ginge




Na im letzten Diktat gabs mit 10 Fehlern trotzdem eine 6. Also von daher. Ich bin natürlich trotzdem heilfroh, dass meine Kinder halbwegs vernünftig schreiben können. Diesmal wars immerhin mit 6,5 Fehlern auf ca. 200 Wörtern noch ne 4. Und 6,5 Fehler find ich gar nicht mal so viel.

Das einzig gute, in jeden Fach wird kein einziger Fehler gewertet. Diktate werden hier an der Gemeinschaftsschule aber eh nicht geschrieben. Ich habe es als Schülerinnen auch echt gehasst, obwohl ich ganz gut war.
Chrysopelea
17162 Beiträge
30.11.2023 15:21
Zitat von BlödmannVomDienst:

Zitat von Nickitierchen:

Zitat von BlödmannVomDienst:

Und Diktate find ich sowieso immer furchtbar, vor allem was Kommasetzung angeht. Fällt entsprechend immer sehr schlecht aus, aber nicht nur bei uns.

Ich habe zwei Kinder mit Legasthenie.

Der mittlere eine hochgradige.
Der kann nicht mal 5 von 10 Wörter richtig ABschreiben. Strategien gehen nicht in sein Kopf... dazu Adhs. Also keine Geduld, keine Kontrollen..

Also ich wäre froh, wenn es nur um ein komma (hätte es wie das Kind gemacht) oder ein kleines oder großes W (ich hätte es zu den großen eingeordnet) ginge




Na im letzten Diktat gabs mit 10 Fehlern trotzdem eine 6. Also von daher. Ich bin natürlich trotzdem heilfroh, dass meine Kinder halbwegs vernünftig schreiben können. Diesmal wars immerhin mit 6,5 Fehlern auf ca. 200 Wörtern noch ne 4. Und 6,5 Fehler find ich gar nicht mal so viel.


Ich hatte in Diktaten auch immer super schlechte Noten, obwohl ich in Rechtschreibung grundsätzlich (also z.B. in Aufsätzen) eigentlich immer gut war. Aber Diktate, da habe ich teilweise ganze Wörter vergessen, i-Punkte und natürlich den Klassiker, den letzten Punkt hinter dem letzten Satz... Und auch bei uns war es so, dass man nicht viele Fehler machen durfte, so hatte ich dann meist mit meinen vergessenen Punkten allein schon die 4 oder 5
Aber zum Glück wurden irgendwann keine Diktate mehr geschrieben und aus mir ist wohl trotzdem was geworden
BlödmannVomDienst
25940 Beiträge
30.11.2023 15:21
Zitat von Nickitierchen:

Zitat von BlödmannVomDienst:

Zitat von Nickitierchen:

Zitat von BlödmannVomDienst:

Und Diktate find ich sowieso immer furchtbar, vor allem was Kommasetzung angeht. Fällt entsprechend immer sehr schlecht aus, aber nicht nur bei uns.

Ich habe zwei Kinder mit Legasthenie.

Der mittlere eine hochgradige.
Der kann nicht mal 5 von 10 Wörter richtig ABschreiben. Strategien gehen nicht in sein Kopf... dazu Adhs. Also keine Geduld, keine Kontrollen..

Also ich wäre froh, wenn es nur um ein komma (hätte es wie das Kind gemacht) oder ein kleines oder großes W (ich hätte es zu den großen eingeordnet) ginge




Na im letzten Diktat gabs mit 10 Fehlern trotzdem eine 6. Also von daher. Ich bin natürlich trotzdem heilfroh, dass meine Kinder halbwegs vernünftig schreiben können. Diesmal wars immerhin mit 6,5 Fehlern auf ca. 200 Wörtern noch ne 4. Und 6,5 Fehler find ich gar nicht mal so viel.

Das einzig gute, in jeden Fach wird kein einziger Fehler gewertet. Diktate werden hier an der Gemeinschaftsschule aber eh nicht geschrieben. Ich habe es als Schülerinnen auch echt gehasst, obwohl ich ganz gut war.


Ja also ich hatte auch immer ne 4 in Rechtschreibung, ne 4 in Grammatik und ne 4 in Ausdruck (gab damals noch auf alles Einzelnoten im Aufsatz). Und ich kenne Leute, die ne deutlich schlechtere Rechtschreibung haben als ich.
Enfelchen
14276 Beiträge
30.11.2023 15:21
Zitat von BlödmannVomDienst:

Zitat von Enfelchen:

Zitat von BlödmannVomDienst:

Wo wir gerade dabei sind. Kind hat halt teilweise Fehler angestrichen, die eigentlich keine sind. Da ich die Schrift meiner Tochter kenne, kann ich schwer beurteilen, ob man bspw. ihr großes und kleines W so schlecht unterscheiden kann. Mal zwei Fotos anbei. Könnt ihr mal drauf schauen?

Also es geht hier um "Des Weiteren".

Achso und nicht wundern, Kind vergisst manchmal Buchstaben beim Schreiben. Warum auch immer, aber das macht sie seit der 1.Klasse. 2 unnötige Rechtschreibfehler, aber egal.


Für mich ist das W auch eindeutig als klein zu werten.
Den Satz hätte ich allerdings ebenso mit den Kommas getrennt. Er hat eben in Leipzig studiert. Das ist für mich die wichtige Info. Nebeninfo, dass es auf Drängen des Vaters war.


Dann wären die anderen großen Ws theoretisch auch nicht eindeutig als groß zu werten? Muss ich dem Kind mal wieder erklären, dass sie deutlicher schreiben muss. Ist leider nicht das erste Mal, dass sie wegen sowas unnötige Fehler angekreidet bekommt.


Ich glaube, wenn sie den 2. Strich vom W so hoch gemacht hätte wie den ersten würde das optisch noch etwas mehr rausreißen.
Aber tröste dich... mein Sohn hat das gleiche Problem. Im Übrigen ebenfalls mit dem W Ab und an auch das S.
Da lob ich mir die Schreibschrift, da sehen die Buchstaben doch öfter unterschiedlich aus
Gehe zu Seite:
  • Dieses Thema wurde 7 mal gemerkt