Online Ersatzschule
09.02.2026 14:26
Hallo,
mein Kind hat das Asperger Syndrom, aktuell bekommt es noch keine Medikamente, es hat in der Schule einen Nachteilsausgleich, welcher leider sehr oft von den Lehrerinnen und Lehrern ignoriert wird (es sollte eigentlich mehr Zeit für die Aufgaben und in Tests/Klassenarbeiten geben, bekommt es konsequent nicht, angesprochen habe ich es schon diverse Male).
Heute wurde ein Test in Geographie geschrieben, mein Kind konnte das Thema sehr gut, habe es gestern extra nochmal abgefragt, es hat nur die Hälfte geschafft, weil es wieder die Mehrzeit nicht bekommen hat (die anderen Kinder mit NTA auch nicht).
Ich bin langsam wirklich total frustriert (mein Kind auch) und überlege ob es Möglichkeiten gibt mein Kind in einer Online-Schule unter zu bringen.
Hat das schon mal jemand hier gemacht? Wie seit ihr vorgegangen? Ich habe gelesen, dass man einen Antrag auf Ruhen der Schulpflicht stellen muss (was wohl auch nicht so einfach ist, mal abgesehen von den Preisen für solche Schulen, würden wir das trotzdem versuchen weil wir echt die Nase voll habe).
Aktuell geht mein Kind auf ein Gymnasium, aufgrund des sehr hochen IQ's und seiner Wissbegierigkeit sollte und wollte es dahin. Wir haben auch schon über einen Schulwechsel nachgedacht, aber selbst die Psychologin sagt, dass wäre verschenktes Potential (zumal hier alle Schulen so voll sind, also entsprechend große Klassen haben).
Homeschooling während Corona hat hier absolut super funktioniert, daher denken wir, dass das eine Alternative für unser Kind wäre um a) sein Potential auszuschöpfen und b) auch für seine Gesundheit (Mobbing und Ausgrenzung sind leider auch ein Thema).
mein Kind hat das Asperger Syndrom, aktuell bekommt es noch keine Medikamente, es hat in der Schule einen Nachteilsausgleich, welcher leider sehr oft von den Lehrerinnen und Lehrern ignoriert wird (es sollte eigentlich mehr Zeit für die Aufgaben und in Tests/Klassenarbeiten geben, bekommt es konsequent nicht, angesprochen habe ich es schon diverse Male).
Heute wurde ein Test in Geographie geschrieben, mein Kind konnte das Thema sehr gut, habe es gestern extra nochmal abgefragt, es hat nur die Hälfte geschafft, weil es wieder die Mehrzeit nicht bekommen hat (die anderen Kinder mit NTA auch nicht).
Ich bin langsam wirklich total frustriert (mein Kind auch) und überlege ob es Möglichkeiten gibt mein Kind in einer Online-Schule unter zu bringen.
Hat das schon mal jemand hier gemacht? Wie seit ihr vorgegangen? Ich habe gelesen, dass man einen Antrag auf Ruhen der Schulpflicht stellen muss (was wohl auch nicht so einfach ist, mal abgesehen von den Preisen für solche Schulen, würden wir das trotzdem versuchen weil wir echt die Nase voll habe).
Aktuell geht mein Kind auf ein Gymnasium, aufgrund des sehr hochen IQ's und seiner Wissbegierigkeit sollte und wollte es dahin. Wir haben auch schon über einen Schulwechsel nachgedacht, aber selbst die Psychologin sagt, dass wäre verschenktes Potential (zumal hier alle Schulen so voll sind, also entsprechend große Klassen haben).
Homeschooling während Corona hat hier absolut super funktioniert, daher denken wir, dass das eine Alternative für unser Kind wäre um a) sein Potential auszuschöpfen und b) auch für seine Gesundheit (Mobbing und Ausgrenzung sind leider auch ein Thema).
Dieses Thema wurde anonym erstellt, weil:
Zum Schutz meines Kindes.
09.02.2026 14:48
Unser Sohn, auch Autist, ist seit über 3 Jahren von der Schulpflicht befreit und geht auf eine Onlineschule.
Die Schulpflicht Befreiung wurde bei uns vom Schulamt angeregt, da unser Sohn als nicht schulfähig eingestuft wurde. Trotzdem ist es jedes Jahr ein Kampf die Befreiung erneut genehmigt zu bekommen. Leider ist es nicht möglich eine dauerhafte Befreiung zu bekommen und wir müssen jedes Jahr einen neuen Antrag stellen.
Die Onlineschule wird bei uns vom Jugendamt bezahlt als Teil der Eingliederungshilfe. Aber auch hier müssen wir jedes Jahr erneut einen Antrag stellen und jedes Jahr erneut argumentieren warum es benötigt wird. Da unser Sachbearbeiter jedes Jahr wechselt ist das ein ständiger Kampf und wir fangen jedes Jahr bei Null an da der Sachbearbeiter keinerlei Informationen vom Vorgänger bekommen hat.
Bei uns kommt noch hinzu dass die beiden Ämter nicht miteinander reden. Zusammenarbeit gibt's gar keine. Daher hatten wir dieses Schuljahr den Fall dass das Schulamt einer Befreiung zugestimmt hat, aber das Jugendamt sich geweigert hat die Bezahlung zu übernehmen (privat zahlen ging nicht). Unser Schulplatz ging deswegen verloren und wir mussten monatelang kämpfen bis die Bezahlung geregelt war und wir bei einer anderen Schule einen Platz bekamen - unser Sohn wurde solange gar nicht unterrichtet.
Der Unterricht an einer onlineschule ist bei weitem nicht so gut wie man denkt. In der Regel werden nur die Fächer unterrichtet die man für den Abschluss braucht (viele Schulen bieten nur Hauptschulabschluss und Realschulabschluss an).
An unseren beiden Schulen war/ist es so dass man täglich ein Fach hat. 45-60min online Unterricht mit dem Lehrer. Dann gibt's Aufgaben zur eigenständigen Bearbeitung.
An der ersten Schule hatten wir einen Lehrer für alle Fächer. An der jetzigen gibt's Fachlehrer.
Wenn du weitere Fragen hast, gerne melden
Die Schulpflicht Befreiung wurde bei uns vom Schulamt angeregt, da unser Sohn als nicht schulfähig eingestuft wurde. Trotzdem ist es jedes Jahr ein Kampf die Befreiung erneut genehmigt zu bekommen. Leider ist es nicht möglich eine dauerhafte Befreiung zu bekommen und wir müssen jedes Jahr einen neuen Antrag stellen.
Die Onlineschule wird bei uns vom Jugendamt bezahlt als Teil der Eingliederungshilfe. Aber auch hier müssen wir jedes Jahr erneut einen Antrag stellen und jedes Jahr erneut argumentieren warum es benötigt wird. Da unser Sachbearbeiter jedes Jahr wechselt ist das ein ständiger Kampf und wir fangen jedes Jahr bei Null an da der Sachbearbeiter keinerlei Informationen vom Vorgänger bekommen hat.
Bei uns kommt noch hinzu dass die beiden Ämter nicht miteinander reden. Zusammenarbeit gibt's gar keine. Daher hatten wir dieses Schuljahr den Fall dass das Schulamt einer Befreiung zugestimmt hat, aber das Jugendamt sich geweigert hat die Bezahlung zu übernehmen (privat zahlen ging nicht). Unser Schulplatz ging deswegen verloren und wir mussten monatelang kämpfen bis die Bezahlung geregelt war und wir bei einer anderen Schule einen Platz bekamen - unser Sohn wurde solange gar nicht unterrichtet.
Der Unterricht an einer onlineschule ist bei weitem nicht so gut wie man denkt. In der Regel werden nur die Fächer unterrichtet die man für den Abschluss braucht (viele Schulen bieten nur Hauptschulabschluss und Realschulabschluss an).
An unseren beiden Schulen war/ist es so dass man täglich ein Fach hat. 45-60min online Unterricht mit dem Lehrer. Dann gibt's Aufgaben zur eigenständigen Bearbeitung.
An der ersten Schule hatten wir einen Lehrer für alle Fächer. An der jetzigen gibt's Fachlehrer.
Wenn du weitere Fragen hast, gerne melden
09.02.2026 16:07
Freunde von uns leben im Ausland. Die nächste gute Schule ist sehr weit entfernt. Daher bekommt das Kind seit ein paar Monaten deutschen Online-Unterricht.
Der Online-Unterricht ist so ähnlich wie Ano 2 es beschreibt und die Familie ist darüber total enttäuscht. Dort gibt es pro Tag 45 min Online-Unterricht vor dem Bildschirm, also nur 5 Stunden in der Woche. Dieser Online-Unterricht findet in Gruppen von ungefähr 10-12 Kindern statt. Dazu kommen noch Aufgaben zum selbstständigen Bearbeiten, die "kluge Kinder" innerhalb von maximal 60 min erledigt haben. Das Niveau ist entsprechend sehr niedrig. Theoretisch erreicht man ja nach Leistung das Hauptschul- oder Realschulniveau. Aber die Prüfung für diese Schulabschlüsse muss man an einer normalen deutschen Schule ablegen.
Meine Freundin ist damit überhaupt nicht glücklich und informiert sich deshalb jetzt über komplettes Homeschooling. Also wo sie (die Mutter) Material bekommt und den Unterricht komplett selbst durchführen kann. Ich weiß aber nicht, ob das in Deutschland erlaubt ist.
Der Online-Unterricht ist so ähnlich wie Ano 2 es beschreibt und die Familie ist darüber total enttäuscht. Dort gibt es pro Tag 45 min Online-Unterricht vor dem Bildschirm, also nur 5 Stunden in der Woche. Dieser Online-Unterricht findet in Gruppen von ungefähr 10-12 Kindern statt. Dazu kommen noch Aufgaben zum selbstständigen Bearbeiten, die "kluge Kinder" innerhalb von maximal 60 min erledigt haben. Das Niveau ist entsprechend sehr niedrig. Theoretisch erreicht man ja nach Leistung das Hauptschul- oder Realschulniveau. Aber die Prüfung für diese Schulabschlüsse muss man an einer normalen deutschen Schule ablegen.
Meine Freundin ist damit überhaupt nicht glücklich und informiert sich deshalb jetzt über komplettes Homeschooling. Also wo sie (die Mutter) Material bekommt und den Unterricht komplett selbst durchführen kann. Ich weiß aber nicht, ob das in Deutschland erlaubt ist.
09.02.2026 16:21
Danke schon mal für eure Erfahrungen. Das ist ja nicht so schön, wenn die Qualität bei den Beiträgen nicht passt (was ich so gefunden hatte war zwischen 700 und 1200€ im Monat (!!!), für solche Schulgelder erwarte ich dann auch entsprechende Qualität).
Homeschooling ist in Deutschland leider nicht erlaubt, sonst würde ich das sofort machen.
Wir sind langsam echt verzweifelt. Ich hab schon überlegt ob ich einen in Belgien lebenden Freund frage ob ich mein Kind bei ihm anmelden kann, dann dürften wir Homeschooling machen.
Homeschooling ist in Deutschland leider nicht erlaubt, sonst würde ich das sofort machen.
Wir sind langsam echt verzweifelt. Ich hab schon überlegt ob ich einen in Belgien lebenden Freund frage ob ich mein Kind bei ihm anmelden kann, dann dürften wir Homeschooling machen.
09.02.2026 16:49
Ach verdammt, nein wir dürften auch dann kein Homeschooling machen, weil der Aufenthaltsort maßgeblich ist und nicht die Meldeadresse. (grad nochmal nachgelesen, wäre ja auch zu einfach gewesen)
Mich nervt unser Schulsystem so dermaßen.
Mich nervt unser Schulsystem so dermaßen.
09.02.2026 16:54
Ja das stimmt!
Man braucht weiterhin eine deutsche Stammschule an der das Kind gemeldet ist. Und die Abschlussprüfung geht nur als Externenprüfung an einer Regelschule. Wobei es hier sogar Bundesländer gibt die Externenprüfungen nicht erlauben...
Ich bin von unserem Schulsystem auch nur noch genervt und enttäuscht! Und bin daher froh wenn mein Sohn endlich 18 ist und wir uns damit nicht mehr auseinander setzen müssen
Man braucht weiterhin eine deutsche Stammschule an der das Kind gemeldet ist. Und die Abschlussprüfung geht nur als Externenprüfung an einer Regelschule. Wobei es hier sogar Bundesländer gibt die Externenprüfungen nicht erlauben...
Ich bin von unserem Schulsystem auch nur noch genervt und enttäuscht! Und bin daher froh wenn mein Sohn endlich 18 ist und wir uns damit nicht mehr auseinander setzen müssen
09.02.2026 20:09
Zitat von Anonym 1 (212259):
Hallo,
mein Kind hat das Asperger Syndrom, aktuell bekommt es noch keine Medikamente, es hat in der Schule einen Nachteilsausgleich, welcher leider sehr oft von den Lehrerinnen und Lehrern ignoriert wird (es sollte eigentlich mehr Zeit für die Aufgaben und in Tests/Klassenarbeiten geben, bekommt es konsequent nicht, angesprochen habe ich es schon diverse Male).
Heute wurde ein Test in Geographie geschrieben, mein Kind konnte das Thema sehr gut, habe es gestern extra nochmal abgefragt, es hat nur die Hälfte geschafft, weil es wieder die Mehrzeit nicht bekommen hat (die anderen Kinder mit NTA auch nicht).
Ich bin langsam wirklich total frustriert (mein Kind auch) und überlege ob es Möglichkeiten gibt mein Kind in einer Online-Schule unter zu bringen.
Hat das schon mal jemand hier gemacht? Wie seit ihr vorgegangen? Ich habe gelesen, dass man einen Antrag auf Ruhen der Schulpflicht stellen muss (was wohl auch nicht so einfach ist, mal abgesehen von den Preisen für solche Schulen, würden wir das trotzdem versuchen weil wir echt die Nase voll habe).
Aktuell geht mein Kind auf ein Gymnasium, aufgrund des sehr hochen IQ's und seiner Wissbegierigkeit sollte und wollte es dahin. Wir haben auch schon über einen Schulwechsel nachgedacht, aber selbst die Psychologin sagt, dass wäre verschenktes Potential (zumal hier alle Schulen so voll sind, also entsprechend große Klassen haben).
Homeschooling während Corona hat hier absolut super funktioniert, daher denken wir, dass das eine Alternative für unser Kind wäre um a) sein Potential auszuschöpfen und b) auch für seine Gesundheit (Mobbing und Ausgrenzung sind leider auch ein Thema).![]()
Zum Thema Homeschooling kann ich leider nichts beitragen, aber nur aus reinem Interesse möchte ich dich fragen. Das Kind hat einen sehr hohen IQ aber wird nicht rechtzeitig fertig?
09.02.2026 20:13
Zitat von Arielle30:
Zitat von Anonym 1 (212259):
Hallo,
mein Kind hat das Asperger Syndrom, aktuell bekommt es noch keine Medikamente, es hat in der Schule einen Nachteilsausgleich, welcher leider sehr oft von den Lehrerinnen und Lehrern ignoriert wird (es sollte eigentlich mehr Zeit für die Aufgaben und in Tests/Klassenarbeiten geben, bekommt es konsequent nicht, angesprochen habe ich es schon diverse Male).
Heute wurde ein Test in Geographie geschrieben, mein Kind konnte das Thema sehr gut, habe es gestern extra nochmal abgefragt, es hat nur die Hälfte geschafft, weil es wieder die Mehrzeit nicht bekommen hat (die anderen Kinder mit NTA auch nicht).
Ich bin langsam wirklich total frustriert (mein Kind auch) und überlege ob es Möglichkeiten gibt mein Kind in einer Online-Schule unter zu bringen.
Hat das schon mal jemand hier gemacht? Wie seit ihr vorgegangen? Ich habe gelesen, dass man einen Antrag auf Ruhen der Schulpflicht stellen muss (was wohl auch nicht so einfach ist, mal abgesehen von den Preisen für solche Schulen, würden wir das trotzdem versuchen weil wir echt die Nase voll habe).
Aktuell geht mein Kind auf ein Gymnasium, aufgrund des sehr hochen IQ's und seiner Wissbegierigkeit sollte und wollte es dahin. Wir haben auch schon über einen Schulwechsel nachgedacht, aber selbst die Psychologin sagt, dass wäre verschenktes Potential (zumal hier alle Schulen so voll sind, also entsprechend große Klassen haben).
Homeschooling während Corona hat hier absolut super funktioniert, daher denken wir, dass das eine Alternative für unser Kind wäre um a) sein Potential auszuschöpfen und b) auch für seine Gesundheit (Mobbing und Ausgrenzung sind leider auch ein Thema).![]()
Zum Thema Homeschooling kann ich leider nichts beitragen, aber nur aus reinem Interesse möchte ich dich fragen. Das Kind hat einen sehr hohen IQ aber wird nicht rechtzeitig fertig?
Ein hoher IQ hat mit Schnelligkeit nichts zu tun. Auch wenn man sowas gerne gleichsetzt.
09.02.2026 20:18
@ Threaderstellerin: wegen Nachteilsausgleich am Gymnasium ist wohl sehr schwierig, weil es nicht abstimmbar ist mit dem Folgeunterricht. Versuch doch mal mit Hilfe der Sozialarbeit bzw. UBUS ob es noch andere Möglichkeiten gibt zur Leistungskontrolle. Vielleicht kann die Arbeit verkürzt werden mit entsprechend weniger Punkten. Mündliche Leistungen sind wahrscheinlich kein Problem, oder?
09.02.2026 20:26
Zitat von TiniBini:
Zitat von Arielle30:
Zitat von Anonym 1 (212259):
Hallo,
mein Kind hat das Asperger Syndrom, aktuell bekommt es noch keine Medikamente, es hat in der Schule einen Nachteilsausgleich, welcher leider sehr oft von den Lehrerinnen und Lehrern ignoriert wird (es sollte eigentlich mehr Zeit für die Aufgaben und in Tests/Klassenarbeiten geben, bekommt es konsequent nicht, angesprochen habe ich es schon diverse Male).
Heute wurde ein Test in Geographie geschrieben, mein Kind konnte das Thema sehr gut, habe es gestern extra nochmal abgefragt, es hat nur die Hälfte geschafft, weil es wieder die Mehrzeit nicht bekommen hat (die anderen Kinder mit NTA auch nicht).
Ich bin langsam wirklich total frustriert (mein Kind auch) und überlege ob es Möglichkeiten gibt mein Kind in einer Online-Schule unter zu bringen.
Hat das schon mal jemand hier gemacht? Wie seit ihr vorgegangen? Ich habe gelesen, dass man einen Antrag auf Ruhen der Schulpflicht stellen muss (was wohl auch nicht so einfach ist, mal abgesehen von den Preisen für solche Schulen, würden wir das trotzdem versuchen weil wir echt die Nase voll habe).
Aktuell geht mein Kind auf ein Gymnasium, aufgrund des sehr hochen IQ's und seiner Wissbegierigkeit sollte und wollte es dahin. Wir haben auch schon über einen Schulwechsel nachgedacht, aber selbst die Psychologin sagt, dass wäre verschenktes Potential (zumal hier alle Schulen so voll sind, also entsprechend große Klassen haben).
Homeschooling während Corona hat hier absolut super funktioniert, daher denken wir, dass das eine Alternative für unser Kind wäre um a) sein Potential auszuschöpfen und b) auch für seine Gesundheit (Mobbing und Ausgrenzung sind leider auch ein Thema).![]()
Zum Thema Homeschooling kann ich leider nichts beitragen, aber nur aus reinem Interesse möchte ich dich fragen. Das Kind hat einen sehr hohen IQ aber wird nicht rechtzeitig fertig?
Ein hoher IQ hat mit Schnelligkeit nichts zu tun. Auch wenn man sowas gerne gleichsetzt.
Aha, ja dachte ich tatsächlich.
09.02.2026 22:08
Zitat von TiniBini:Unsere Sozialarbeiter kann man leider vergessen, selbst bei der Mobbinggeschichte helfen sie nicht weiter.
@ Threaderstellerin: wegen Nachteilsausgleich am Gymnasium ist wohl sehr schwierig, weil es nicht abstimmbar ist mit dem Folgeunterricht. Versuch doch mal mit Hilfe der Sozialarbeit bzw. UBUS ob es noch andere Möglichkeiten gibt zur Leistungskontrolle. Vielleicht kann die Arbeit verkürzt werden mit entsprechend weniger Punkten. Mündliche Leistungen sind wahrscheinlich kein Problem, oder?
@arielle.... wie Tini schon sagt, die Motorik hat nichts mit dem IQ zu tun. Der wurde offiziell getestet.
09.02.2026 22:10
Achso vergessen, doch mündliche Leistungen sind wegen dem Mobbing und der Ausgrenzung leider doch ein Problem. Wenn es einen Vortrag nur vor dem Lehrer in einem extra Raum halten darf klappt das super, auch Aufgaben die es zu Hause für eine Benotung machen darf funktionieren (dauern zwar entsprechend lang, werden aber sehr gut).
10.02.2026 15:04
Hallo,
ich weiß nicht ob welchem Bundesland du lebst und wie eure Schulen aufgebaut sind, aber wir haben uns für unser Kind bewusst für eine Oberschule (bei uns gibt es nur die Unterscheidung zwischen Oberschulen und Gymnasien) entschieden, die bis zur 10. Klasse geht, obwohl der diagnostizierende Arzt damals aufgrund des IQs auch klar zum Gymnasium geraten hat. Unser Sohn hat ASS und ADHS und uns war klar, dass er auf einem Gymnasium mit überfüllten Klassen, wo quasi alle im Gleichschritt laufen müssen, nicht gut aufgehoben sein wird. Seine jetzige Schule hat einen reformpädagogischen Absatz und hat sich sehr individuell auf ihn eingestellt, er müsste in den ersten 1,5 Jahren z.b. keine Gruppenarbeiten machen, die ansonsten fest zum Unterricht gehören, bis er selbst bereit dazu war.
Klar, der Stoff fällt ihm leicht und er muss kaum was machen und evtl. wird der Übergang auf eine Oberstufe schwieriger, als wenn er von Anfang an auf einem Gymnasium gewesen wäre, aber das ist es uns absolut wert!
Vielleicht schaut ihr mal nach freieren Schulformen in eurer Umgebung, muss auch nichts privates sein, unsere Schule ist ganz normal staatlich.
ich weiß nicht ob welchem Bundesland du lebst und wie eure Schulen aufgebaut sind, aber wir haben uns für unser Kind bewusst für eine Oberschule (bei uns gibt es nur die Unterscheidung zwischen Oberschulen und Gymnasien) entschieden, die bis zur 10. Klasse geht, obwohl der diagnostizierende Arzt damals aufgrund des IQs auch klar zum Gymnasium geraten hat. Unser Sohn hat ASS und ADHS und uns war klar, dass er auf einem Gymnasium mit überfüllten Klassen, wo quasi alle im Gleichschritt laufen müssen, nicht gut aufgehoben sein wird. Seine jetzige Schule hat einen reformpädagogischen Absatz und hat sich sehr individuell auf ihn eingestellt, er müsste in den ersten 1,5 Jahren z.b. keine Gruppenarbeiten machen, die ansonsten fest zum Unterricht gehören, bis er selbst bereit dazu war.
Klar, der Stoff fällt ihm leicht und er muss kaum was machen und evtl. wird der Übergang auf eine Oberstufe schwieriger, als wenn er von Anfang an auf einem Gymnasium gewesen wäre, aber das ist es uns absolut wert!
Vielleicht schaut ihr mal nach freieren Schulformen in eurer Umgebung, muss auch nichts privates sein, unsere Schule ist ganz normal staatlich.
10.02.2026 15:08
Zitat von Anonym 1 (212259):
Hallo,
mein Kind hat das Asperger Syndrom, aktuell bekommt es noch keine Medikamente, es hat in der Schule einen Nachteilsausgleich, welcher leider sehr oft von den Lehrerinnen und Lehrern ignoriert wird (es sollte eigentlich mehr Zeit für die Aufgaben und in Tests/Klassenarbeiten geben, bekommt es konsequent nicht, angesprochen habe ich es schon diverse Male).
Heute wurde ein Test in Geographie geschrieben, mein Kind konnte das Thema sehr gut, habe es gestern extra nochmal abgefragt, es hat nur die Hälfte geschafft, weil es wieder die Mehrzeit nicht bekommen hat (die anderen Kinder mit NTA auch nicht).
Ich bin langsam wirklich total frustriert (mein Kind auch) und überlege ob es Möglichkeiten gibt mein Kind in einer Online-Schule unter zu bringen.
Hat das schon mal jemand hier gemacht? Wie seit ihr vorgegangen? Ich habe gelesen, dass man einen Antrag auf Ruhen der Schulpflicht stellen muss (was wohl auch nicht so einfach ist, mal abgesehen von den Preisen für solche Schulen, würden wir das trotzdem versuchen weil wir echt die Nase voll habe).
Aktuell geht mein Kind auf ein Gymnasium, aufgrund des sehr hochen IQ's und seiner Wissbegierigkeit sollte und wollte es dahin. Wir haben auch schon über einen Schulwechsel nachgedacht, aber selbst die Psychologin sagt, dass wäre verschenktes Potential (zumal hier alle Schulen so voll sind, also entsprechend große Klassen haben).
Homeschooling während Corona hat hier absolut super funktioniert, daher denken wir, dass das eine Alternative für unser Kind wäre um a) sein Potential auszuschöpfen und b) auch für seine Gesundheit (Mobbing und Ausgrenzung sind leider auch ein Thema).![]()
Ich hab gerade noch nachgelesen, dass eure Schulen alle sehr voll sind, das ist natürlich blöd. Dann kommt vielleicht doch ein privater Träger in Frage oder eine etwas größere Entfernung?
10.02.2026 15:20
Private Träger oder freie Schulen haben wir hier auch nur 2, beide hatten wir uns angesehen, auf beide wollte unser Kind auf gar keinen Fall. (ganz abgesehen davon, dass die Chancen da einen Platz zu bekommen auch verschwindend gering sind) Größere Entfernung wäre dann eine andere Stadt und das bekomme ich organisatorisch nicht hin (oder es müsste ins Internat und da brach es gleich wieder in Tränen aus, weil es nicht von zu Hause weg möchte).
Alles nicht so einfach.
Ja die Gemeinschaftsschulen (bis 10. Klasse) sind hier genauso voll.
Ich habe heute einen Termin in der psychiatrischen Ambulanz gemacht, unsere Therapeutin hatte uns ja dazu geraten, dass wir zur Tagesklinik sollen, dafür muss erst einen Termin in der Ambulanz wahrgenommen werden, wo dann entschieden wird ob Tagesklinik ausreichend ist oder ob stationär besser wäre. Der Termin ist am 20.5. ("schon" sagte die Schwester am Telefon, dauert wohl sonst alles deutlich länger). Ich hoffe einfach, dass unserem Kind da geholfen werden kann. Ein Neurofeedback wäre noch eine zusätzliche Möglichkeit meinte unsere Therapeutin, das wird da im Krankenhaus auch angeboten.
Das Gespräch mit dem Mathelehrer musste auf nächste Woche verschoben werden, er ist krank.
Alles nicht so einfach. Ja die Gemeinschaftsschulen (bis 10. Klasse) sind hier genauso voll.
Ich habe heute einen Termin in der psychiatrischen Ambulanz gemacht, unsere Therapeutin hatte uns ja dazu geraten, dass wir zur Tagesklinik sollen, dafür muss erst einen Termin in der Ambulanz wahrgenommen werden, wo dann entschieden wird ob Tagesklinik ausreichend ist oder ob stationär besser wäre. Der Termin ist am 20.5. ("schon" sagte die Schwester am Telefon, dauert wohl sonst alles deutlich länger). Ich hoffe einfach, dass unserem Kind da geholfen werden kann. Ein Neurofeedback wäre noch eine zusätzliche Möglichkeit meinte unsere Therapeutin, das wird da im Krankenhaus auch angeboten.
Das Gespräch mit dem Mathelehrer musste auf nächste Woche verschoben werden, er ist krank.
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