MĂŒtter- und Schwangerenforum

Late Night Talk đŸ„”

09.01.2021 00:20
Hallo ihr lieben,

ich bin „nur“ eine Bonus Mama, ich hoffe ich bin hier trotzdem willkommen, wenn nicht werde ich natĂŒrlich direkt gehen.

Ich brauche einen Rat...

Ich (21) bin jetzt 1 1/2 Jahre mit meinem Freund zusammen, der zwei Kinder (M-5/W-3) hat. Ich komme mit den zwei (aus meiner Sicht, ich weiß natĂŒrlich nicht wie sie denken) super klar.

Also mache ich mir natĂŒrlich Gedanken, ĂŒber ein paar Kleinigkeiten. Nicht wundern, ich möchte es Anonym lassen, bei den Namen.
Die zwei sind dieses Wochenende bei uns und liegen natĂŒrlich schon im Bett. Mein Freund schlĂ€ft auch, da er frĂŒher anfĂ€ngt zu arbeiten.. So nun zum eigentlichen Thema. Vor ca. Zwei Stunden habe ich ein schlurzen gehört und habe nachgeschaut. Der kleine war Anscheinend auf der Toilette und die kleine hat geweint.
Er hat sich direkt aufs Bett geschmissen und hat sein Kopf ins Kissen gedrĂŒckt und ebenfalls geschlurzt . Ich habe die kleine erstmal gefragt was los ist, sie meinte sie hat Durst. Okay alles gut, ich habe sie versucht zu beruhigen und ihr gesagt dass ich ihr was bringe. WĂ€hrenddessen habe ich versucht Ihn zu beruhigen. Jedoch hat er nicht geantwortet (und dass ist das Hauptthema, da dies bei beiden passiert ..) egal was ich gesagt habe, es kam nichts nur die Stille..wie gesagt ich habe Sie beruhigt, ihr was zu trinken gebracht und ĂŒber die kleine versucht herauszufinden was los ist, ich sagte ihr dass sie ihn bitte fragen soll, wenn ich das Trinken hole.
Als ich wieder kam sagte sie mir:“(...) hat gesagt, dass ich ihm auf den Sack gehe.“ ja Sack..das andere Thema wo ich Rat brauche..die Ausdrucksweisen. Also habe ich nach dem Satz gefragt, warum er so etwas sagt. Von ihm kam keine Antwort, von ihr kam die Aussage, dass sie die ganze Zeit wach ist weil sie Durst hatte und ihn mit wach gehalten hat.. also um die Geschichte ein bisschen kleiner zu halten..ich habe Sie beruhigt, habe ihm noch gesagt, dass er mit mir ĂŒber alles reden kann egal was ist und zu beiden habe ich gesagt, dass wenn Sie was haben (Durst oder Toilette) sie keine Angst haben mĂŒssen und rauskommen sollen und Bescheid zu geben (wegen dem Trinken, auf die Toilette können beide gehen egal wann und natĂŒrlich ohne Bescheid geben).

Soooo..
Thema: Reden
Ich befĂŒrchte, dass beide vor unserer Reaktion in verschiedenen Situationen Angst haben. Was ich jedoch nicht verstehe, ich rede immer ruhig mit beiden damit ich evtl. Eine Antwort kriege. Zum Beispiel, wenn Sie sich verletzten, da kommt außer das Weinen nichts. Wir nehmen sie in den Arm und fragen was passiert ist und es kommt kein Ton.. oder wenn der Vater ihnen mal Ärger gibt. Da wird in die Ecke gestarrt und nichts gesagt. Auf Fragen danach kommt auch nichts..
Aber ich frage mich wieso??? Wie kann ich reagieren, dass beide wissen mit uns beiden dĂŒrfen sie reden.. ich habe (bitte versteht mich nicht falsch, da kommen viele andere Faktoren dazu die mich das schreiben lassen) die Vermutung, dass beide durch den Umgang bei ihrer Mutter eingeschĂŒchtert sind. Also dass sie dort wegen jeder Kleinigkeit Ärger bekommen.. ich möchte klarstellen, dass ich kein Mutter Ersatz sein möchte oder werden möchte. Nein eher eine Freundin mit der die zwei ĂŒber alles reden. Der kleine hat auch schon mal was erzĂ€hlt, aber ich muss wissen wie ich beide wirklich wissen lasse, dass ich da bin als neutrale Person die niemanden, egal ob Mama oder Papa, was erzĂ€hlt wenn es um die Eltern geht.

Ich habe keine Kinder, jedoch bin ich mit 13 nochmal Schwester geworden und habe mit meiner Mutter meinen Bruder „groß gezogen“ und habe eine kleine Nichte seit dem ich 17 bin. Und beide sind total anders vom Charakter. Also lebensfreudig, lustig, laut und und und. Klar jedes Kind, jeder Mensch hat seinen eigenen Charakter. Aber sie ruhige Kinder ?

Was soll ich tun, ja ich weiß das der Vater sich villt drĂŒber Gedanken machen sollte. Aber ich weiß wie es ist wenn die Eltern getrennt leben und neue Partner haben. Und ich habe deshalb Angst, dass es ihnen in irgendeiner Situation schlecht geht, oder sie schlecht behandelt werden oder es denken..

Das mit den Ausdrucksweisen, wĂŒrde ich wenn schreiben, wenn es zur Diskussion passt. Da ich den Text ein bisschen kleiner halten möchte.

Also vielleicht könnt ihr mir aus einer Mama Sicht etwas dazu sagen. Ob ich ĂŒberreagiere oder sonstiges.
Seid bitte ganz ehrlich zu mir!
Danke
JaneMargolis
1125 BeitrÀge
09.01.2021 06:49
Also zunÀchst mal: Schön, dass du dir Gedanken machst.

Ich möchte Dir eigentlich nur raten, positive Wahrnehmung und Erfahrungen bei den Kids nicht durch reden sondern durch dein/euer verbindliches, gleichbleibendes Verhalten zu schaffen.

Vor allem möchte ich vor „ausfragen“ warnen. Gerade Kids in solch einer Situation haben so ultra feine Antennen und sind evtl ohnehin bereits unsicher in der „neuen“ Situation.

Versuch auch, Deine Gedanken bzgl etwaigen Verhaltens der Mutter mal komplett auszublenden. Auch sowas merken Kids oft schneller, als es uns bewusst ist. Und dafĂŒr braucht man es nichtmal auszusprechen.

Schaff ihnen durch verlÀssliches, liebevolles Verhalten und Reaktionen erstmal einen sicheren Hafen. Dazu muss nicht gesprochen werden (auch von den Kids nicht!). Alles andere entwickelt sich dann mit zunehmender Bindung.

Sie möchten nicht reden wenn sie sich weh getan haben? Ok. Dann erfĂŒlle das BedĂŒrfnis, das sie Dir zeigen (drĂŒcken? Trösten?). Nimm die Kommunikationsangebote auf, die du bekommst. Dabei kannst DU ja sprechen (Mensch, Mist, Du hast Dir weh getan, komm, ich tröste Dich..) aber nicht „Wie ist denn das passiert? Jetzt sag doch mal was!“. So lernen die Kids, dass Du ohne Bedingungen (dazu gehört auch die Wahl der Kommunikationsform) fĂŒr sie da bist.

Achso und ich persönlich wĂŒrde davon abraten, das eine Kind ĂŒber das andere zu befragen bzw. hier einzubeziehen (Frag ihn mal, was er hat). Das ist eine komische Rollenverschiebung. Der Große sieht in deinem Verhalten und im GesprĂ€ch mit der Kleinen auch so mit der Zeit, dass er mit dir sprechen und dir vertrauen kann - wenn er das möchte und so weit ist.
Elsilein
10313 BeitrÀge
09.01.2021 18:07
Zitat von JaneMargolis:

Also zunÀchst mal: Schön, dass du dir Gedanken machst.

Ich möchte Dir eigentlich nur raten, positive Wahrnehmung und Erfahrungen bei den Kids nicht durch reden sondern durch dein/euer verbindliches, gleichbleibendes Verhalten zu schaffen.

Vor allem möchte ich vor „ausfragen“ warnen. Gerade Kids in solch einer Situation haben so ultra feine Antennen und sind evtl ohnehin bereits unsicher in der „neuen“ Situation.

Versuch auch, Deine Gedanken bzgl etwaigen Verhaltens der Mutter mal komplett auszublenden. Auch sowas merken Kids oft schneller, als es uns bewusst ist. Und dafĂŒr braucht man es nichtmal auszusprechen.

Schaff ihnen durch verlÀssliches, liebevolles Verhalten und Reaktionen erstmal einen sicheren Hafen. Dazu muss nicht gesprochen werden (auch von den Kids nicht!). Alles andere entwickelt sich dann mit zunehmender Bindung.

Sie möchten nicht reden wenn sie sich weh getan haben? Ok. Dann erfĂŒlle das BedĂŒrfnis, das sie Dir zeigen (drĂŒcken? Trösten?). Nimm die Kommunikationsangebote auf, die du bekommst. Dabei kannst DU ja sprechen (Mensch, Mist, Du hast Dir weh getan, komm, ich tröste Dich..) aber nicht „Wie ist denn das passiert? Jetzt sag doch mal was!“. So lernen die Kids, dass Du ohne Bedingungen (dazu gehört auch die Wahl der Kommunikationsform) fĂŒr sie da bist.

Achso und ich persönlich wĂŒrde davon abraten, das eine Kind ĂŒber das andere zu befragen bzw. hier einzubeziehen (Frag ihn mal, was er hat). Das ist eine komische Rollenverschiebung. Der Große sieht in deinem Verhalten und im GesprĂ€ch mit der Kleinen auch so mit der Zeit, dass er mit dir sprechen und dir vertrauen kann - wenn er das möchte und so weit ist.

Das hast du so schön geschrieben, dass dem gar nichts mehr hinzuzufĂŒgen ist.

Willkommen im Forum! Wie lange kennst du die Kinder denn schon und wie hÀufig sehr ihr euch?
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