Umgangsregelung funktioniert nicht - brauche mal ne unabhängige Meinung
15.08.2013 20:27
Hi!
Ich hoffe ihr habt Verständnis dafür das ich ein solch brisantes Thema anonym verfasse.
Der KV und ich sind seit Mai 2012 getrennt. Wir haben zuvor nicht zusammen gewohnt, sondern auf Grund unserer verschiedenen Studienstandorte, eine Wochenendbeziehung geführt. Unsere Tochter, 2 Jahre, war zwar nicht geplant aber trotzdem von ganzem Herzen willkommen.
Uns war klar das eine Wochenendbeziehung mit Kind eine Herausforderung werden würde aber wir konnten es nicht anders managen.
Zu Anfang funktionierte alles auch ganz gut. Er kam am Wochenende oder so wie es die Zeit zu lies. Dann bekam er Probleme im Studium und dem folgten ein Rattenschwanz an Problemen. Ich habe versucht ihn so gut es geht zu unterstützen aber er wollte keine Hilfe annehmen. Letztlich er hat sich immer weiter von mir und unserer Tochter entfernt und der Kleinen sogar die Schuld für alles gegeben (was natürlich nicht so ist aber die einfachste Erklärung für alles
)
Nach unserer Trennung habe ich versucht den Kontakt zwischen ihm und unserer Tochter zu aufrecht zu erhalten. Er hat sich erst wenig und dann überhaupt nicht mehr gekümmert bzw. er kam alle paar Wochen mal aus heiterem Himmel. An Verabredungen hat er sich nicht gehalten. Ich bin auch mit der Kleinen zu ihm gefahren aber nach dem er sowieso durch Abwesenheit glänzte hab ich mir zukünftig das Geld für die Fahrt gespart.
Ich hab mich an die Erziehungsberatungstelle gewand. Die schlugen ein Mentoring vor aber er lies 2 Termine platzten. Darauf hin bekam ich von dort den Rat, den Umgang komplett einzustellen und zu schauen ob er von sich aus aktiv wird und sich dann ans Jugendamt wendet.
Machte er auch. Den 1. Termin ließ er sausen aber beim 2. Termin konnten wir uns auf eine Umgangsvereinbarung einigen (bzw. ich sagte zu all seinen Forderungen ja).
Die Vereinbarung steht jetzt seit Januar. Jeden 2. Samstag soll er in meine Stadt kommen, 14 - 18 Uhr, wir treffen und am Bhf und ich bleibe dabei aber halte mich im Hintergrund. Es sollte dann im September ein weites Treffen beim Jugendamt stattfinden.
Die ganze Sache funktioniert leider nicht. Ständig sagt er kurzfristig ab und wenn er kommt dann weiß er nicht was er machen soll hat aber auch auf nichts Lust. Das bedeutet er setzt - nein er sitzt seine Zeit im Einkaufszentrum ab. Ohne Inhalt für das Kind. Vorschläge meiner seits nimmt er nicht an. Die Kleine ist total überfordert mit der Situation. Ihr ist irgendwann langweilig und sie ist mit der Situation überfordert, weil sie es nicht versteht. Es endet jedes mal mit vielen Tränen und Geschrei - es zerreist mir echt das Herz. Beim letzten Treffen hab ich ihm auch gesagt das wir wieder gehen wenn das wieder so läuft. Da waren wir dann auf dem Spielplatz. Das war auch ok.
Jetzt ist die Sache aber eskaliert. Wir haben am So. eine große Feier und ich muss noch einiges vorbereiten. Weil ich aber das Treffen mit ihm nicht absagen wollte( wenn er denn schon mal kommen möchte..) , lud ich ihn zu mir nach Hause ein so das er dort Zeit mit ihr verbringen kann. Das wollte er nicht, weil es nicht zu unserer Vereinbarung gehört. Also hab ich unsere Sachbearbeiterin beim Jugendamt befragt und die sagte es sei ok wenn wir das so machen. Ich habe dann die Gesamtsituation angesprochen. Sie findet das es so nicht gut ist aber das man nicht wirklich etwas machen kann. Letztlich hatte sie 2 Vorschläge für mich:
1. Es läuft so weiter und ich warte bis meine Tochter von sich aus den Umgang einstellen möchte.
2. Ich stelle den Umgang ein und er belässt es dabei oder er geht vor Gericht und es gibt von dort eine verbindliche Umgangsregelung.
Letztlich habe ich heute, nachdem er mich am Telefon drangsalierte, weil ihm das mit dem Treffen bei mir nicht passt, nen Schlussstrich gezogen und ihm gesagt das ich den Umgang einstellen werde.
So, was will ich jetzt von euch?
Ich fühle mich nicht wohl bei der Sache und erhoffe mir mal eine unparteiische Meinung ob ich gerade überreagiere oder einfach nur mal ein Denkanstoß. Wie würdet ihr weiter verfahren oder was anders machen?
Weiß einer von euch welche Kosten bei einem solchen Verfahren auf mich zu kommen würden?
Vielleicht auch noch von Bedeutung: der KV ist kein EU Bürger und seit 2012 nur noch zur Personensorge in DE. Er darf zwar sein Studium beenden aber primär ist er wegen seiner Tochter da. Er hat auch beschlossen nach dem Studium zurück in seine Heimat zugehen.
Ich sag schon mal danke fürs Lesen und hoffe auf zahlreiche antworten von euch
Ich hoffe ihr habt Verständnis dafür das ich ein solch brisantes Thema anonym verfasse.
Der KV und ich sind seit Mai 2012 getrennt. Wir haben zuvor nicht zusammen gewohnt, sondern auf Grund unserer verschiedenen Studienstandorte, eine Wochenendbeziehung geführt. Unsere Tochter, 2 Jahre, war zwar nicht geplant aber trotzdem von ganzem Herzen willkommen.
Uns war klar das eine Wochenendbeziehung mit Kind eine Herausforderung werden würde aber wir konnten es nicht anders managen.
Zu Anfang funktionierte alles auch ganz gut. Er kam am Wochenende oder so wie es die Zeit zu lies. Dann bekam er Probleme im Studium und dem folgten ein Rattenschwanz an Problemen. Ich habe versucht ihn so gut es geht zu unterstützen aber er wollte keine Hilfe annehmen. Letztlich er hat sich immer weiter von mir und unserer Tochter entfernt und der Kleinen sogar die Schuld für alles gegeben (was natürlich nicht so ist aber die einfachste Erklärung für alles
) Nach unserer Trennung habe ich versucht den Kontakt zwischen ihm und unserer Tochter zu aufrecht zu erhalten. Er hat sich erst wenig und dann überhaupt nicht mehr gekümmert bzw. er kam alle paar Wochen mal aus heiterem Himmel. An Verabredungen hat er sich nicht gehalten. Ich bin auch mit der Kleinen zu ihm gefahren aber nach dem er sowieso durch Abwesenheit glänzte hab ich mir zukünftig das Geld für die Fahrt gespart.
Ich hab mich an die Erziehungsberatungstelle gewand. Die schlugen ein Mentoring vor aber er lies 2 Termine platzten. Darauf hin bekam ich von dort den Rat, den Umgang komplett einzustellen und zu schauen ob er von sich aus aktiv wird und sich dann ans Jugendamt wendet.
Machte er auch. Den 1. Termin ließ er sausen aber beim 2. Termin konnten wir uns auf eine Umgangsvereinbarung einigen (bzw. ich sagte zu all seinen Forderungen ja).
Die Vereinbarung steht jetzt seit Januar. Jeden 2. Samstag soll er in meine Stadt kommen, 14 - 18 Uhr, wir treffen und am Bhf und ich bleibe dabei aber halte mich im Hintergrund. Es sollte dann im September ein weites Treffen beim Jugendamt stattfinden.
Die ganze Sache funktioniert leider nicht. Ständig sagt er kurzfristig ab und wenn er kommt dann weiß er nicht was er machen soll hat aber auch auf nichts Lust. Das bedeutet er setzt - nein er sitzt seine Zeit im Einkaufszentrum ab. Ohne Inhalt für das Kind. Vorschläge meiner seits nimmt er nicht an. Die Kleine ist total überfordert mit der Situation. Ihr ist irgendwann langweilig und sie ist mit der Situation überfordert, weil sie es nicht versteht. Es endet jedes mal mit vielen Tränen und Geschrei - es zerreist mir echt das Herz. Beim letzten Treffen hab ich ihm auch gesagt das wir wieder gehen wenn das wieder so läuft. Da waren wir dann auf dem Spielplatz. Das war auch ok.
Jetzt ist die Sache aber eskaliert. Wir haben am So. eine große Feier und ich muss noch einiges vorbereiten. Weil ich aber das Treffen mit ihm nicht absagen wollte( wenn er denn schon mal kommen möchte..) , lud ich ihn zu mir nach Hause ein so das er dort Zeit mit ihr verbringen kann. Das wollte er nicht, weil es nicht zu unserer Vereinbarung gehört. Also hab ich unsere Sachbearbeiterin beim Jugendamt befragt und die sagte es sei ok wenn wir das so machen. Ich habe dann die Gesamtsituation angesprochen. Sie findet das es so nicht gut ist aber das man nicht wirklich etwas machen kann. Letztlich hatte sie 2 Vorschläge für mich:
1. Es läuft so weiter und ich warte bis meine Tochter von sich aus den Umgang einstellen möchte.
2. Ich stelle den Umgang ein und er belässt es dabei oder er geht vor Gericht und es gibt von dort eine verbindliche Umgangsregelung.
Letztlich habe ich heute, nachdem er mich am Telefon drangsalierte, weil ihm das mit dem Treffen bei mir nicht passt, nen Schlussstrich gezogen und ihm gesagt das ich den Umgang einstellen werde.
So, was will ich jetzt von euch?
Ich fühle mich nicht wohl bei der Sache und erhoffe mir mal eine unparteiische Meinung ob ich gerade überreagiere oder einfach nur mal ein Denkanstoß. Wie würdet ihr weiter verfahren oder was anders machen?
Weiß einer von euch welche Kosten bei einem solchen Verfahren auf mich zu kommen würden?
Vielleicht auch noch von Bedeutung: der KV ist kein EU Bürger und seit 2012 nur noch zur Personensorge in DE. Er darf zwar sein Studium beenden aber primär ist er wegen seiner Tochter da. Er hat auch beschlossen nach dem Studium zurück in seine Heimat zugehen.
Ich sag schon mal danke fürs Lesen und hoffe auf zahlreiche antworten von euch
15.08.2013 20:48
Schwierige Situation...
Aber ganz ehrlich?
Wenn der KV so wenig Interesse und in absehbarer Zeit das Land verlässt ist es vielleicht besser den Kontakt einzustellen.
Bin eigentlich nicht dafür Kindern ihren Vater zu nehmen aber in dieser Situation ist es wohl besser deine Kleine nicht weiter zu quälen.
Aber ganz ehrlich?
Wenn der KV so wenig Interesse und in absehbarer Zeit das Land verlässt ist es vielleicht besser den Kontakt einzustellen.
Bin eigentlich nicht dafür Kindern ihren Vater zu nehmen aber in dieser Situation ist es wohl besser deine Kleine nicht weiter zu quälen.
15.08.2013 20:54
Zitat von Zimtstern0402:
Schwierige Situation...
Aber ganz ehrlich?
Wenn der KV so wenig Interesse und in absehbarer Zeit das Land verlässt ist es vielleicht besser den Kontakt einzustellen.
Bin eigentlich nicht dafür Kindern ihren Vater zu nehmen aber in dieser Situation ist es wohl besser deine Kleine nicht weiter zu quälen.
Irgendwie fühle ich mich dabei trotzdem schuldig. Letztlich habe ich auch einfach Angst davor, dass meine Tochter mir das später mal vorhalten wird. auf der anderen Seite denke ich aber das diese Treffen nur Probleme bereiten. Ich kann aber auch nicht beurteilen ob das mit dem in die Heimat gehen nur son Hirngespinnst von ihm ist oder er einfach nur Öl ins feuer kippen will.
15.08.2013 21:08
Hmm, also ich würde ein letztes Gespräch mit dem Vater suchen, das er doch die letzte zeit, die er noch in D ist, mit seiner tochter verbringen sollte, wenn er eh vorhat, das land zu verlassen.
danach wird es keine treffen mehr alle 14 tage geben können, der entfernung halber.
aber so wie ich das rauslese, hat er absolut kein interesse an seiner tochter. entweder er kann das nicht, oder er will es einfach nicht.
tu dir und deiner kleinen und lass es auslaufen. und rede mit deinem ex darüber, vielleicht braucht er auch nur eine aussage, das man ihm die entscheidung abnimmt.
danach wird es keine treffen mehr alle 14 tage geben können, der entfernung halber.
aber so wie ich das rauslese, hat er absolut kein interesse an seiner tochter. entweder er kann das nicht, oder er will es einfach nicht.
tu dir und deiner kleinen und lass es auslaufen. und rede mit deinem ex darüber, vielleicht braucht er auch nur eine aussage, das man ihm die entscheidung abnimmt.
15.08.2013 21:20
Zitat von beljana:
Hmm, also ich würde ein letztes Gespräch mit dem Vater suchen, das er doch die letzte zeit, die er noch in D ist, mit seiner tochter verbringen sollte, wenn er eh vorhat, das land zu verlassen.
danach wird es keine treffen mehr alle 14 tage geben können, der entfernung halber.
aber so wie ich das rauslese, hat er absolut kein interesse an seiner tochter. entweder er kann das nicht, oder er will es einfach nicht.
tu dir und deiner kleinen und lass es auslaufen. und rede mit deinem ex darüber, vielleicht braucht er auch nur eine aussage, das man ihm die entscheidung abnimmt.
also versucht mit ihm zu reden habe ich schon genüge aber irgendwie will er das nicht sehen. er besitzt auch überhaupt keine Empathie oder der gleichen. Früher war er nicht so. Was mich letztlich so zögern lässt ist, dass er den Umgang ja auch nicht einstellen möchte. Wir stehen ja nicht zum 1. Mal an dem Punkt jetzt. Allgemein "funktioniert" er nicht mehr richtig. Er bekommt nichts mehr auf die Reihe. er hatte früher neben seinem Studium nen ganz guten Job, nen Zimmer in einer WG aber mittlerweile ist der Job weg und die das Zimmer auch. Er ist bei einem freund gemeldet aber ich glaube nicht das er dort wohnt. Irgendwie tut mir auch leid weil er so tief gesunken ist aber das muss ja seine Tochter nicht ausbaden.
Ihr hab da schon recht.
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