Mütter- und Schwangerenforum

Erfahrungen mit Geburtshäusern

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LauraMmK
1004 Beiträge
22.05.2016 20:28
Ich bin immer hin und her gerissen, wenn ich solche Threats lese, ob ich etwas dazu schreiben soll.
Denn einerseits bin ich ein großer Fan der außerklinischen Geburtshilfe, andererseits waren meine persönlichen Erfahrungen mit dem Geburtshaus nicht so, dass ich es noch mal machen würde. (Kind 1 kam im Geburtshaus, Kind 2 war eine geplante Hausgeburt und für Kind 3 plane ich wieder eine Hausgeburt)
Ich hatte einfach Pech, würde ich im Nachhinein sagen. Aber jedes Geburtshaus arbeitet anders und ich würde sicher ein Geburtshaus immer einer Klinik vorziehen (wenn medizinisch nichts dagegen spricht), aber ich würde nicht mehr ins Geburtshaus gehen, wenn eine Hausgeburt möglich wäre.
bineybaby
1705 Beiträge
22.05.2016 20:57
Meine Maus ist auch im GH zur Welt gekommen, war ganz gut. Sachen kannst du mitnehmen wie du meinst ( Musik, Duft, usw....)
22.05.2016 21:04
Ich habe vor 13,5 Jahren im Geburtshaus entbunden und es war eine sehr schöne, selbstbestimmte Geburt . Liste für eine Tasche gab es bei mir nicht .
LIttleOne13
26290 Beiträge
22.05.2016 21:05
Zitat von LauraMmK:

Ich bin immer hin und her gerissen, wenn ich solche Threats lese, ob ich etwas dazu schreiben soll.
Denn einerseits bin ich ein großer Fan der außerklinischen Geburtshilfe, andererseits waren meine persönlichen Erfahrungen mit dem Geburtshaus nicht so, dass ich es noch mal machen würde. (Kind 1 kam im Geburtshaus, Kind 2 war eine geplante Hausgeburt und für Kind 3 plane ich wieder eine Hausgeburt)
Ich hatte einfach Pech, würde ich im Nachhinein sagen. Aber jedes Geburtshaus arbeitet anders und ich würde sicher ein Geburtshaus immer einer Klinik vorziehen (wenn medizinisch nichts dagegen spricht), aber ich würde nicht mehr ins Geburtshaus gehen, wenn eine Hausgeburt möglich wäre.


Ich denke, es ist ein guter Mittelweg wenn man außerklinisch gebären (nicht entbinden, entbunden wird man im KH) möchte und es zuhause nicht möglich ist.
22.05.2016 21:09
Ich finde das nicht wichtig, wie man das nennt, solange man es aktiv und nicht passiv ausdrückt. Ich "wurde entbunden" im Geburthaus wäre natürlich paradox, aber bei "Ich habe entbunden" passt das für mich durchaus, warum auch nicht. Finde, da braucht man sich nicht an Worten aufhängen, die ohnehin regional oder auch persönlich völlig unterschiedlich konnotiert sind .
zetten
14302 Beiträge
22.05.2016 21:27
Wir hatten eine wunderschöne Geburtshausgeburt.
Eigentlich war zuerst eine Hausgeburt geplant, leider ging das dann nicht. Aber so war es vielleicht auch besser. Ich konnte mich sehr gut entspannen, hatte keine Bedenken, dass mich jemand hören könnte, weil ich in einer komplett anderen Stadt war. Der einzige Nachteil war die Heimfahrt (halbe/dreiviertel Stunde), aber der Kleine hat seelenruhig geschlafen

Ich habe von meiner Hebamme eine Liste bekommen, was ich mitbringen sollte (Handtücher, Waschlappen, Bettwäsche, Kleidung für Kind und mich, Binden, evtl Verpflegung für den Papa, Hausschuhe)

LauraMmK
1004 Beiträge
22.05.2016 21:28
Ich wusste beim ersten Kind ja so gar nicht, wie ich unter einer Geburt so bin und hab mich mit der Situation mit meinen damaligen Nachbarn nicht so richtig wohl gefühlt.
Das Geburtshaus in dem ich geboren habe, arbeitet mit zwei Teams und man lernt während der Schwangerschaft alle Hebammen aus seinem Team kennen. (Vorsorge, Kurse, Anmeldung)
Es hat immer eine Hebamme aus jedem Team Rufbereitschaft von 10:00 Uhr bis 10:00 Uhr und als zweite Hebamme kommt zur Geburt die Hebamme, die aus dem anderen Team grade Bereitschaft hat. Wenn die Geburt über die 10:00 Uhr Grenze geht und man nicht kurz vor Schluss ist, wechselt die Hebamme um 10:00 Uhr.
Ich war um kurz nach acht Uhr morgens im Geburtshaus mit einer tollen Hebamme, bin in die Wanne und war glücklich. Dann wurde es 10:00 Uhr und eine andere Hebamme kam. Von da an lief nichts mehr so, wie ich es mir gewünscht hatte. R. mochte keine Wassergeburten (hab ich erst später erfahren) und ich musste raus aus der Wanne, aber egal was ich versucht habe, sie hatte was dran auszusetzen. Hocker, Vierfüßler, Knieend vorm Bett, egal was ich wollte, sie hatte was dagegen. Am Ende hab ich meine Tochter wie ein Käfer auf dem Rücken liegend geboren und alles hat sich falsch angefühlt. Ich wusste nicht wohin mit dem Druck und war einfach nur wütend und traurig.
Dass sie dann noch einen Dammschnitt machen wollte, war zum Glück der Hebamme aus dem anderen Team zu viel.
Aber alles in allem, war es nicht die Art von Geburt und Betreuung, die ich von einem Geburtshaus erwartet hatte.

Ich wollte das beim zweiten Kind nicht wieder riskieren und hatte eine Hebamme (eine zweite wäre eingesprungen) von der ich wusste, dass sie Wassergeburten mag und ich gut mit ihr zurecht kam. Auf dieses Glücksspiel mit einem Team hätte ich mich nicht noch einmal einlassen wollen.
Aber es gibt zum Glück bessere Teams und zum Teil ja auch ganz andere Konzepte.
Außerdem fand ich das Autofahren mit Wehen total ätzend und war einfach dankbar, dass mir der Teil bei der Hausgeburt erspart geblieben ist.
Mir wäre es auch lieber, wenn ich von meiner Geburtshaus Geburt berichten könnte, dass sie selbstbestimmt und gut war, aber das war sie nicht und das ist für mich wirklich traurig, denn genau deswegen hab ich mich ja schon beim ersten Kind gegen eine Geburt in der Klinik entschieden.
22.05.2016 22:28
Ich selbst hätte gern im GH geboren aber meinem war das zu riskant.
Informier dich vorher über das GH in das du möchtest!
Wir haben hier nämlich eins das teilweise echt riskante Sachen betreibt wie zu späte Transporte bei Geburtsstillstand etc.
Tamy210916
174 Beiträge
22.05.2016 22:39
Zitat von Cookie88:

Ich selbst hätte gern im GH geboren aber meinem war das zu riskant.
Informier dich vorher über das GH in das du möchtest!
Wir haben hier nämlich eins das teilweise echt riskante Sachen betreibt wie zu späte Transporte bei Geburtsstillstand etc.


Haben wir gemacht und das soll gut sein. Bisher gefällt mir auch der Umgang der Hebammen mit uns. Jetzt können wir nur noch die Daumen drücken, dass es kein Ausschlusskriterium gibt.
Natürlich würde ich lieber ins Krankenhaus gehen, als etwas zu riskieren. Aber wenn ich es mir wünschen kann, würde ich das nach ganz hinten anstellen. Ich muss nur eines sehen und bekomme Herzrasen und Panik, die hier bei uns sind aber auch nicht so toll in anderen Bereichen, die ich aus eigener Erfahrung kenne. Da will ich gar nicht probieren, was die bei einer Geburt machen. Von den 5 gibt es nur eines, auf das ich mich freiwillig einlasse.

Was ist denn anders bei einer Hausgeburt? Außer, dass man zuhause ist^^
Serafinchen
4537 Beiträge
22.05.2016 22:46
Zitat von Tamy210916:

Zitat von Cookie88:

Ich selbst hätte gern im GH geboren aber meinem war das zu riskant.
Informier dich vorher über das GH in das du möchtest!
Wir haben hier nämlich eins das teilweise echt riskante Sachen betreibt wie zu späte Transporte bei Geburtsstillstand etc.


Haben wir gemacht und das soll gut sein. Bisher gefällt mir auch der Umgang der Hebammen mit uns. Jetzt können wir nur noch die Daumen drücken, dass es kein Ausschlusskriterium gibt.
Natürlich würde ich lieber ins Krankenhaus gehen, als etwas zu riskieren. Aber wenn ich es mir wünschen kann, würde ich das nach ganz hinten anstellen. Ich muss nur eines sehen und bekomme Herzrasen und Panik, die hier bei uns sind aber auch nicht so toll in anderen Bereichen, die ich aus eigener Erfahrung kenne. Da will ich gar nicht probieren, was die bei einer Geburt machen. Von den 5 gibt es nur eines, auf das ich mich freiwillig einlasse.

Was ist denn anders bei einer Hausgeburt? Außer, dass man zuhause ist^^

In unserem Fall eigentlich nichts, die Hebamme hat einen Koffer mit allem drum und dran dabei, egal ob Geburtshaus oder Zuhause. Im Geburtshaus gibt es bei uns höchstens so ein Tuch das über dem Bett hängt zum hochziehen oder so ein Stuhl zum entbinden.
Der größte Unterschied ist aber dass man zuhause alles abdecken muss was nicht dreckig werden darf, im Geburtshaus ist alles dafür vorbereitet.
Möhne
1826 Beiträge
22.05.2016 22:55
Huhu
unsere Tochter wurde auch im Geburtshaus geboren. Trotz Schwierigkeiten unter der Geburt habe ich diese als schön erlebt. Ich hab ich mich von Beginn an total gut aufgehoben gefühlt, in den Räumlichkeiten und mit den Hebammen und sowohl die Vorsorge als auch die Geburt waren sehr selbstbestimmt.
LauraMmk genau damit das nicht passiert wollte auch ich ins Geburtshaus ... Das macht mir noch mal klar, dass wir einfach auch ein - für uns - tolles erwischt haben. Eine gute Freundin ist auch sehr unzufrieden mit ihrer Geburtshausgeburt.
Tamy: Wir mussten nichts besonderes mitbringen, Klamotten für uns uns die Kleine, Babyschale für die Rückfahrt, Schokoriegel und ggf. eine Badehose für den werdenden Papa . Ich hatte aber zuhause eine Notfall-Kliniktasche, falls ich hätte verlegt werden müssen.
LIttleOne13
26290 Beiträge
22.05.2016 23:10
Zitat von Mathelenlu:

Ich finde das nicht wichtig, wie man das nennt, solange man es aktiv und nicht passiv ausdrückt. Ich "wurde entbunden" im Geburthaus wäre natürlich paradox, aber bei "Ich habe entbunden" passt das für mich durchaus, warum auch nicht. Finde, da braucht man sich nicht an Worten aufhängen, die ohnehin regional oder auch persönlich völlig unterschiedlich konnotiert sind .

Worte haben Kraft und beeinflussen das Denken. Gebären ist aktiv, entbinden, oder schlimmer noch, entbunden werden, passiv. Die gesamte Grundeinstellung, sich in die Hände des Personals zu geben oder sich selbst zu bestimmen... weißt du was ich meine?

Ent-binden finde ich, davon ab, persönlich ohnehin einfach ein doofes Wort. Die Bindung ist doch da, auch, wenn die Nabelschnur Mutter und Kind nicht mehr verbindet.

So, und nun ab ins Bett mit mir.
23.05.2016 07:42
Zitat von LIttleOne13:

Zitat von Mathelenlu:

Ich finde das nicht wichtig, wie man das nennt, solange man es aktiv und nicht passiv ausdrückt. Ich "wurde entbunden" im Geburthaus wäre natürlich paradox, aber bei "Ich habe entbunden" passt das für mich durchaus, warum auch nicht. Finde, da braucht man sich nicht an Worten aufhängen, die ohnehin regional oder auch persönlich völlig unterschiedlich konnotiert sind .

Worte haben Kraft und beeinflussen das Denken. Gebären ist aktiv, entbinden, oder schlimmer noch, entbunden werden, passiv. Die gesamte Grundeinstellung, sich in die Hände des Personals zu geben oder sich selbst zu bestimmen... weißt du was ich meine?

Ent-binden finde ich, davon ab, persönlich ohnehin einfach ein doofes Wort. Die Bindung ist doch da, auch, wenn die Nabelschnur Mutter und Kind nicht mehr verbindet.

So, und nun ab ins Bett mit mir.


Das meine ich eben mit der Konnotation. "Ich entbinde" ist für mich weder schwach noch negativ besetzt . "Ich werde entbunden" schon, aber das sagt ja selbst im KH keiner mehr heutzutage . Und mit der inneren Bindung von Mutter und Kind hätte ich es nicht einmal in Verbindung gebracht .
Tamy210916
174 Beiträge
23.05.2016 09:15
Zitat von Möhne:

Huhu
unsere Tochter wurde auch im Geburtshaus geboren. Trotz Schwierigkeiten unter der Geburt habe ich diese als schön erlebt. Ich hab ich mich von Beginn an total gut aufgehoben gefühlt, in den Räumlichkeiten und mit den Hebammen und sowohl die Vorsorge als auch die Geburt waren sehr selbstbestimmt.
LauraMmk genau damit das nicht passiert wollte auch ich ins Geburtshaus ... Das macht mir noch mal klar, dass wir einfach auch ein - für uns - tolles erwischt haben. Eine gute Freundin ist auch sehr unzufrieden mit ihrer Geburtshausgeburt.
Tamy: Wir mussten nichts besonderes mitbringen, Klamotten für uns uns die Kleine, Babyschale für die Rückfahrt, Schokoriegel und ggf. eine Badehose für den werdenden Papa . Ich hatte aber zuhause eine Notfall-Kliniktasche, falls ich hätte verlegt werden müssen.


Schokolade steht sowieso ganz oben auf der Liste, ich kenn mich ja

Danke für die vielen Antworten und Erfahrungen bisher :3
zetten
14302 Beiträge
23.05.2016 12:30
Zitat von LIttleOne13:

Zitat von Mathelenlu:

Ich finde das nicht wichtig, wie man das nennt, solange man es aktiv und nicht passiv ausdrückt. Ich "wurde entbunden" im Geburthaus wäre natürlich paradox, aber bei "Ich habe entbunden" passt das für mich durchaus, warum auch nicht. Finde, da braucht man sich nicht an Worten aufhängen, die ohnehin regional oder auch persönlich völlig unterschiedlich konnotiert sind .

Worte haben Kraft und beeinflussen das Denken. Gebären ist aktiv, entbinden, oder schlimmer noch, entbunden werden, passiv. Die gesamte Grundeinstellung, sich in die Hände des Personals zu geben oder sich selbst zu bestimmen... weißt du was ich meine?

Ent-binden finde ich, davon ab, persönlich ohnehin einfach ein doofes Wort. Die Bindung ist doch da, auch, wenn die Nabelschnur Mutter und Kind nicht mehr verbindet.

So, und nun ab ins Bett mit mir.


das hast du sehr schön gesagt
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