Was bekommt man für Geld,wenn man länger als ein Jahr Zuhause bleibt?
23.04.2013 11:46
Zitat von Mathelenlu:
Zitat von Sommerkind:
Zitat von Mathelenlu:
Zitat von Sommerkind:
...
Inwiefern widerspricht sich das? Der Staat setzt seine Gelder nicht unbedingt immer sinnvoll ein. Und dass es für manche H4 Kinder durchaus nicht schlecht ist, fremdbetreut zu werden, ist auch klar. Aber Fakt ist, dass die Kitaplätze mehr kosten, als an Steuergeldern durch die arbeitenden Mütter (von Spitzenverdienerinnen abgesehen) wieder reinkommt. Sprich, deutlich formuliert, die arbeitenden Mütter kosten den Staat sehr viel Geld. Dann kann man den nicht arbeitenden Müttern aber nicht vorwerfen, dass sie kosten. Verstehst Du, was ich meine? Die betreuten H4 Kinder kosten doppelt, das ist richtig. Aber das ist ja nicht der Punkt der Diskussion.
Ich verstehe deine Denkweise schon irgendwie, bis zu einem gewissen Punkt gebe ich dir auch rechtAber wenn nun jede Mutter so denken und handeln würde, würden die doppelten Kosten doch irgendwann überwiegen oder?
Denn wenn die arbeitenden Mütter den Staat schon viel Geld kosten, wie wäre es dann erst, wenn es sie auch nicht mehr(ok, unwahrscheinlich, eher deutlich reduziert) geben würde?
![]()
Wenn alle Mütter zuhause blieben und H4 bekämen UND ihre Kinder in die Betreuung geben würden, dann ja. Aber es geht ja gerade darum, dass man sein Kind weiter von zuhause selbst betreuen möchte. Dann hätte der Staat nicht wirklich einen Nachteil, selbst wenn er diese Mütter finanziell unterstützt.![]()
Bin ich dann quasi der Porsche unter den Müttern?!
Arbeite von zu Hause aus, verdiene Geld, bin nicht vom Staat abhängig und mein Sohn wird nur von mir zu Hause betreut?!
23.04.2013 11:48
Zitat von Primadonna:
Zitat von Mathelenlu:
Zitat von Sommerkind:
Zitat von Mathelenlu:
...
Ich verstehe deine Denkweise schon irgendwie, bis zu einem gewissen Punkt gebe ich dir auch rechtAber wenn nun jede Mutter so denken und handeln würde, würden die doppelten Kosten doch irgendwann überwiegen oder?
Denn wenn die arbeitenden Mütter den Staat schon viel Geld kosten, wie wäre es dann erst, wenn es sie auch nicht mehr(ok, unwahrscheinlich, eher deutlich reduziert) geben würde?
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Wenn alle Mütter zuhause blieben und H4 bekämen UND ihre Kinder in die Betreuung geben würden, dann ja. Aber es geht ja gerade darum, dass man sein Kind weiter von zuhause selbst betreuen möchte. Dann hätte der Staat nicht wirklich einen Nachteil, selbst wenn er diese Mütter finanziell unterstützt.![]()
Bin ich dann quasi der Porsche unter den Müttern?!
Arbeite von zu Hause aus, verdiene Geld, bin nicht vom Staat abhängig und mein Sohn wird nur von mir zu Hause betreut?!![]()
Richtig - so eine bin ich nämlich auch. Zahle brav Steuern und spare dem Staat die Kitasubvention
.
23.04.2013 11:49
Zitat von Mathelenlu:
Zitat von Primadonna:
Zitat von Mathelenlu:
Zitat von Sommerkind:
...
Wenn alle Mütter zuhause blieben und H4 bekämen UND ihre Kinder in die Betreuung geben würden, dann ja. Aber es geht ja gerade darum, dass man sein Kind weiter von zuhause selbst betreuen möchte. Dann hätte der Staat nicht wirklich einen Nachteil, selbst wenn er diese Mütter finanziell unterstützt.![]()
Bin ich dann quasi der Porsche unter den Müttern?!
Arbeite von zu Hause aus, verdiene Geld, bin nicht vom Staat abhängig und mein Sohn wird nur von mir zu Hause betreut?!![]()
Richtig - so eine bin ich nämlich auch. Zahle brav Steuern und spare dem Staat die Kitasubvention.
Sooo ich will jetzt ne Krone
23.04.2013 11:49
Zitat von Primadonna:
Ganz normale gängige Situation auf dem Spielplatz. Gerade erst gestern wieder erlebt. Man sitzt auf der Bank, Kind spielt vor einem im Sand oder ist am Rutschen und man kommt automatisch mit anderen Müttern ins Gespräch.
Man schnackt über die Kinder und das Leben und dann fragte ich irgendwann "Und? Als was bist du jobtechnisch angestellt?"
"Ach, ich bin auf Staatskosten zu Hause"
Nein. Ich habe den Wortverlauf nicht übertrieben dargestellt, sondern genauso wie es oben steht. Ich würde an ihrer Stelle Lügen, ich würde nieeeeeemals so von oben herab erwähnen, dass ich von h4 zu Hause sitze. Mir wärs unglaublich unangenehm und ich distanziere mich bewusst von solchen Leuten. Habe selbst im ehemaligen Bekanntenkreis solche Schoten erlebt. Ne, danke. Leute mit derartigen Lebenseinstellungen dürfen einen mindestabstand von 15 m einhalten. Komm ich nicht mit klar und rege mich im Unterbewusstsein unglaublich darüber auf.
Es gibt immer Ausnahmen, aber dieses larifari....wääh ne. Man mag mir nun Oberflächlichkeit unterstellen, aber so bin ich und nein, es tut mir nicht leid. Ich bin gerne mit Müttern zusammen, mit denen ich auf einer Wellenlinie bin. Mit denen man Eis essen oder mal ein,zwei Tage weg fahren kann.
Also, ich bin im Moment auch daheim und lebe vom Geld meines Mannes. Ich habe im November meinen (Neben-)job hingeschmissen, da ich mein Studium beendet hatte und mich selbständig machen wollte. Das hab ich zu Anfang des Jahres dann auch getan - nur leider läuft es nicht so lukrativ, wie ich dachte. Tja nun, was solls - ALG1 bekomm ich nicht, da ich ja nur nen Nebenjob neben der Uni hatte und ich weigere mich beharrlich, H4 zu beantragen. Ich will nicht, dass ich da in diese Maschinerie reinrutsche. Mal abgesehen davon, dass ich eh kein H4 bekommen würde, da mein Mann zuviel verdient. Daher lebe ich jetzt auf Kosten meines Mannes und trage minimal zum Einkommen bei, indem ich ein paar Aufträge hier und da an Land ziehe. Wenn das Baby da ist, bleibe ich zu Hause, mache dann aber noch eine Ausbildung zur Tagesmutter - soweit der Plan
Die Ausdrucksweise "Ach, ich bin auf Staatskosten zu Hause" finde ich auch krass. Kommt aber auch darauf an, was dahinter steht - ich habe genug Freunde, die ein gutes Diplom gemacht haben und direkt von der Uni ins Hartz4 gerutscht sind, weil einfach keine Stellen zur Verfügung stehen. Und die suchen teilweise nicht nur blandesweit, sondern sogar im Ausland... Das sind dann auch keine abgefahrenen Studiengänge, die die gemacht haben, sondern sowas wie Ernährungswissenschaft und so. Ich kann mich nicht gut über die stellen, ich weiß ja, dass die suchen wie doof und eben trotzdem nix finden - da distanziere ich mich nicht. Klar, es gibt genug Hartz4 Empfänger, die das machen, damit sie zu Hause bleiben können - aber es gibt mehr Hartz4 Empfänger, die tatsächlich nichts finden oder von einer unsinnigen Maßnahme in die nächste gesteckt werden (so erlebt bei meiner Freundin mit nem 2er Diplom - die sollte nur aufgrund ihres nicht deutsch klingenden Nachnamens dann erstmal einen Deutschkurs machen
). Da ist es schon schwer, rauszukriegen, was eigentlich dahinter steht und ob jemand faul zu Hause bleiben will oder vielleicht wirklich nichts findet...
23.04.2013 11:50
Zitat von Primadonna:
Zitat von Gnampf:
Zitat von Primadonna:
Zitat von Cappotella:
...
Ne, aber mal ernsthaft. Was ist das für ein "Leben" am Existensminimum zu Leben? Das ist das was ich meinem Kind mit auf dem Weg geben will? In jungen Jahren schon täglich zu Hause? Ich bin in der Elternzeit schon arbeiten gegangen, weil ich zu Hause sonst lachend mit voller Wucht gegen die Wand gerannt wäre. Wie soll man seinem Kind so etwas bieten können? Und da appeliere ich an die Vernunft der Eltern/Mütter, die das so handhaben. Freizeitparks, Urlaub, Eis essen oder allgemein Essen gehen. Das sind für uns ganz normale aktivitäten, die keine Krohne aufgesetzt bekommen, weils ja sooo etwas außergewöhnliches ist. Das kann mir niemand erklären, dass einem das "genug" ist.
Eigentlich is mir auch egal,was ihr denkt.
Nur noch kurz was zum Thema "dem Kind was bieten können"bzw.für euch sind teure Ausflüge normal...meine Eltern hatten auch immer gut verdient und ich war als Kind ständig in irgendwelchen tollen Urlauben usw. Aber das hat mir auch nichts genützt. Ich hätte lieber mal ein bisschen Wärme und Liebe gespürt als sowas.
Und wenn ihr das als selbstverständlich anseht,hoffe ich für euch ihr verliert mal nie euren Job. Denn mein Freund war früher auch sehr verwöhnt in der Hinsicht und auf einmal hat er viel weniger verdient und kam nicht mehr klar,weil er sich diesen Lebensstandard nicht mehr leisten konnte. Man hat lieber ein bisschen weniger als das man es nixht zu schätzen weiss!
Warum schwingst du jetzt die Keule "Wenn man sich was leisten kann, gibt man seinem Kind keine Liebe"?
Getroffene Hunde bellen? Ich weiß mein Leben zu schätzen, danke der Nachfrage. Mein Sohn wurde 8 Monate lang gestillt, schlief 8 Monate im Familienbett und ich liebe ihn mehr als mein Leben und DAS ist der Grund, warum ich ihm alles ermöglichen möchte. Er soll eine unbeschwerte Kindheit haben. Mein Sohn sagt mit 2 Jahren bitte und danke und er wird nicht mit Schwierigkeiten übers Geld aufwachsen, dass er später in seinem Leben selbst zu schaffen hat.
Warum ist es schlecht seinem Kind eine unbeschwerte Kindheit zu bieten? Wir sind nicht jeden Tag essen, im Freizeitpark, Kino oder wo auch immer, aber wir KÖNNEN und müssen nicht erst aufs Konto gucken, um dann zu sagen "Och ne, wir müssen noch sparen".
Ich wusste, dass so eine Antwort kommt. Weil das das Standardargument ist, was ich fast täglich zu hören bekomme und das stimmt mich traurig. Das klingt für mich nach einer Ausrede, nach einem allrounder Argument, um bloß etwas positives aus der abhängigkeit gegen über dem Staat zu ziehen.
Primadonna, also in meinen Augen hast du teilweise Recht.... Klar ist es schön seinem kind (Kindern )was bieten zu können... Und weil das jemand ohne Probleme kann heisst das natürlich nicht das es deswegen an Liebe mangelt...
Aber die meisten Familien, MÜSSEN auf iheren Kontostand achten, das heisst ja aber nicht das die von dir genannten Sachen nicht möglich sind.
Kann ja nur von mir bzw uns sprechen. ICh bin die ersten 2 Jahre zuhause geblieben. (kein Hart V.....Elterngeld und das Geld von meinem Mann, was ausreichen war) Seitdem arbeite ich wieder... Unser Sohn hat alles was er braucht. Ich denke wir können ihm sehr voiel bieten, aber wir müssen schon auf unser Geld achten... Wir überlegen uns genau wie wir was investieren...
Das kennt doch jeder oder? Anfang des Jahres gehen die Autoversicherungen ab die KFZ Steuer, evt Strom und Nebenkosten NAchzahlungen. und und und. Also das schütteln wir auch nicht aus dem Ärmel. Da wird genau überlegt bzw /(früh genug) zurückgelegt. Oder auch mal einen Monat nicht das geld "zum Fenster rausgeschmissen"
Aber das heisst nicht das wir auf Ausflüge und mal essen gehen verzichten müssen Hmmmm
CIh galube man darf sich gegenseitig nicht so schnell verurteilen...
23.04.2013 11:53
Zitat von schwarzgefieder:
Zitat von Primadonna:
Ganz normale gängige Situation auf dem Spielplatz. Gerade erst gestern wieder erlebt. Man sitzt auf der Bank, Kind spielt vor einem im Sand oder ist am Rutschen und man kommt automatisch mit anderen Müttern ins Gespräch.
Man schnackt über die Kinder und das Leben und dann fragte ich irgendwann "Und? Als was bist du jobtechnisch angestellt?"
"Ach, ich bin auf Staatskosten zu Hause"
Nein. Ich habe den Wortverlauf nicht übertrieben dargestellt, sondern genauso wie es oben steht. Ich würde an ihrer Stelle Lügen, ich würde nieeeeeemals so von oben herab erwähnen, dass ich von h4 zu Hause sitze. Mir wärs unglaublich unangenehm und ich distanziere mich bewusst von solchen Leuten. Habe selbst im ehemaligen Bekanntenkreis solche Schoten erlebt. Ne, danke. Leute mit derartigen Lebenseinstellungen dürfen einen mindestabstand von 15 m einhalten. Komm ich nicht mit klar und rege mich im Unterbewusstsein unglaublich darüber auf.
Es gibt immer Ausnahmen, aber dieses larifari....wääh ne. Man mag mir nun Oberflächlichkeit unterstellen, aber so bin ich und nein, es tut mir nicht leid. Ich bin gerne mit Müttern zusammen, mit denen ich auf einer Wellenlinie bin. Mit denen man Eis essen oder mal ein,zwei Tage weg fahren kann.
Also, ich bin im Moment auch daheim und lebe vom Geld meines Mannes. Ich habe im November meinen (Neben-)job hingeschmissen, da ich mein Studium beendet hatte und mich selbständig machen wollte. Das hab ich zu Anfang des Jahres dann auch getan - nur leider läuft es nicht so lukrativ, wie ich dachte. Tja nun, was solls - ALG1 bekomm ich nicht, da ich ja nur nen Nebenjob neben der Uni hatte und ich weigere mich beharrlich, H4 zu beantragen. Ich will nicht, dass ich da in diese Maschinerie reinrutsche. Mal abgesehen davon, dass ich eh kein H4 bekommen würde, da mein Mann zuviel verdient. Daher lebe ich jetzt auf Kosten meines Mannes und trage minimal zum Einkommen bei, indem ich ein paar Aufträge hier und da an Land ziehe. Wenn das Baby da ist, bleibe ich zu Hause, mache dann aber noch eine Ausbildung zur Tagesmutter - soweit der Plan![]()
Die Ausdrucksweise "Ach, ich bin auf Staatskosten zu Hause" finde ich auch krass. Kommt aber auch darauf an, was dahinter steht - ich habe genug Freunde, die ein gutes Diplom gemacht haben und direkt von der Uni ins Hartz4 gerutscht sind, weil einfach keine Stellen zur Verfügung stehen. Und die suchen teilweise nicht nur blandesweit, sondern sogar im Ausland... Das sind dann auch keine abgefahrenen Studiengänge, die die gemacht haben, sondern sowas wie Ernährungswissenschaft und so. Ich kann mich nicht gut über die stellen, ich weiß ja, dass die suchen wie doof und eben trotzdem nix finden - da distanziere ich mich nicht. Klar, es gibt genug Hartz4 Empfänger, die das machen, damit sie zu Hause bleiben können - aber es gibt mehr Hartz4 Empfänger, die tatsächlich nichts finden oder von einer unsinnigen Maßnahme in die nächste gesteckt werden (so erlebt bei meiner Freundin mit nem 2er Diplom - die sollte nur aufgrund ihres nicht deutsch klingenden Nachnamens dann erstmal einen Deutschkurs machen).
Da ist es schon schwer, rauszukriegen, was eigentlich dahinter steht und ob jemand faul zu Hause bleiben will oder vielleicht wirklich nichts findet...
Ich glaube es ist unglaublich schwer da wieder heraus zu kommen. Man sieht ja, dass auch ohne Arbeit Geld aufs Konto kommt. Warum sollte man so "dämlich" sein, um für teilweise weniger morgens das Haus zu verlassen? Ich kann die Mütter in so fern schon verstehen, aber halt nur bis zu diesem Grad "Wozu arbeiten,wenn bei arbeit weniger auf dem Konto ist".
Da kommt es dann auf die Lebenseinstellung und Moralvorstellungen drauf an. Ich würde lieber Schlüpfer verkaufen, oder wieder als Aktmodell arbeiten, anstatt mein innerstes Leben beim Amt offen zu legen.
23.04.2013 11:54
Zitat von Primadonna:
Zitat von Gnampf:
Zitat von Sommerkind:
Zitat von Gnampf:
...
Zum ersten Absatz: Das tut mir leid, wirklich. Aber dein Vergleich hinkt ein wenig wie ich finde. Dass du wenig Liebe und Wärme gespürt hast, lag doch sicher nicht nur daran, dass deine Eltern gearbeitet haben nehm ich an![]()
Und eins kannst du mir glauben: Ich sehe NICHTS im Leben als selbstverständlich an, aber ich tue etwas für mein Geld, welches am Monatsende bei mir auf dem Konto ist und darum geht es mir.
Nein,das lag nicht daran. Sie dachten mit Geld können sie das alles wieder "gutmachen".
Sie hatten ja auch mal frei in der Woche,aber da wurde nur gemeckert oder jeder hat Seins gemacht.
Und das lag dann am Geld/Arbeit oder wie kannst du mir das in dem Zusammenhang erklären? Dein Post las sich 1a so, als wenn du These aufstellst "Lieber weniger Geld-aber mein Kind wächst mit Liebe
Ich habe auch nie geschrieben,dass ich immer wenig Geld haben werde. Es ging in diesem Fred lediglich darum,dass ich evt.noch ein Jahr länger Zuhause bleiben möchte,um noch was von meinem Kind zuhaben.
Denn wenn ich bis um 5 arbeite,dann die Kids hole und nach 2 Stunden schon wieder ins Bett bringe,macht mich das jetzt schon traurig.
Bei dir klingt es so,als wöllte ich bis die Kinder 18 sind Zuhause bleiben. Punkt!
23.04.2013 11:54
Zitat von Mathelenlu:
Zitat von Sommerkind:
Zitat von Mathelenlu:
Zitat von Sommerkind:
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Inwiefern widerspricht sich das? Der Staat setzt seine Gelder nicht unbedingt immer sinnvoll ein. Und dass es für manche H4 Kinder durchaus nicht schlecht ist, fremdbetreut zu werden, ist auch klar. Aber Fakt ist, dass die Kitaplätze mehr kosten, als an Steuergeldern durch die arbeitenden Mütter (von Spitzenverdienerinnen abgesehen) wieder reinkommt. Sprich, deutlich formuliert, die arbeitenden Mütter kosten den Staat sehr viel Geld. Dann kann man den nicht arbeitenden Müttern aber nicht vorwerfen, dass sie kosten. Verstehst Du, was ich meine? Die betreuten H4 Kinder kosten doppelt, das ist richtig. Aber das ist ja nicht der Punkt der Diskussion.
Ich verstehe deine Denkweise schon irgendwie, bis zu einem gewissen Punkt gebe ich dir auch rechtAber wenn nun jede Mutter so denken und handeln würde, würden die doppelten Kosten doch irgendwann überwiegen oder?
Denn wenn die arbeitenden Mütter den Staat schon viel Geld kosten, wie wäre es dann erst, wenn es sie auch nicht mehr(ok, unwahrscheinlich, eher deutlich reduziert) geben würde?
![]()
Wenn alle Mütter zuhause blieben und H4 bekämen UND ihre Kinder in die Betreuung geben würden, dann ja. Aber es geht ja gerade darum, dass man sein Kind weiter von zuhause selbst betreuen möchte. Dann hätte der Staat nicht wirklich einen Nachteil, selbst wenn er diese Mütter finanziell unterstützt.![]()
Ok, da haste mich
ABER wenn man die Diskussion jetzt in die Tiefe gehend weiterführen würde(was wir natürlich nicht tun
), würde man zwangsläufig bei den fehlenden Einzahlungen in die Rentenkasse ankommen
23.04.2013 11:55
Zitat von Joanna1984:
Zitat von Primadonna:
Zitat von Gnampf:
Zitat von Primadonna:
...
Eigentlich is mir auch egal,was ihr denkt.
Nur noch kurz was zum Thema "dem Kind was bieten können"bzw.für euch sind teure Ausflüge normal...meine Eltern hatten auch immer gut verdient und ich war als Kind ständig in irgendwelchen tollen Urlauben usw. Aber das hat mir auch nichts genützt. Ich hätte lieber mal ein bisschen Wärme und Liebe gespürt als sowas.
Und wenn ihr das als selbstverständlich anseht,hoffe ich für euch ihr verliert mal nie euren Job. Denn mein Freund war früher auch sehr verwöhnt in der Hinsicht und auf einmal hat er viel weniger verdient und kam nicht mehr klar,weil er sich diesen Lebensstandard nicht mehr leisten konnte. Man hat lieber ein bisschen weniger als das man es nixht zu schätzen weiss!
Warum schwingst du jetzt die Keule "Wenn man sich was leisten kann, gibt man seinem Kind keine Liebe"?
Getroffene Hunde bellen? Ich weiß mein Leben zu schätzen, danke der Nachfrage. Mein Sohn wurde 8 Monate lang gestillt, schlief 8 Monate im Familienbett und ich liebe ihn mehr als mein Leben und DAS ist der Grund, warum ich ihm alles ermöglichen möchte. Er soll eine unbeschwerte Kindheit haben. Mein Sohn sagt mit 2 Jahren bitte und danke und er wird nicht mit Schwierigkeiten übers Geld aufwachsen, dass er später in seinem Leben selbst zu schaffen hat.
Warum ist es schlecht seinem Kind eine unbeschwerte Kindheit zu bieten? Wir sind nicht jeden Tag essen, im Freizeitpark, Kino oder wo auch immer, aber wir KÖNNEN und müssen nicht erst aufs Konto gucken, um dann zu sagen "Och ne, wir müssen noch sparen".
Ich wusste, dass so eine Antwort kommt. Weil das das Standardargument ist, was ich fast täglich zu hören bekomme und das stimmt mich traurig. Das klingt für mich nach einer Ausrede, nach einem allrounder Argument, um bloß etwas positives aus der abhängigkeit gegen über dem Staat zu ziehen.
Primadonna, also in meinen Augen hast du teilweise Recht.... Klar ist es schön seinem kind (Kindern )was bieten zu können... Und weil das jemand ohne Probleme kann heisst das natürlich nicht das es deswegen an Liebe mangelt...
Aber die meisten Familien, MÜSSEN auf iheren Kontostand achten, das heisst ja aber nicht das die von dir genannten Sachen nicht möglich sind.
Kann ja nur von mir bzw uns sprechen. ICh bin die ersten 2 Jahre zuhause geblieben. (kein Hart V.....Elterngeld und das Geld von meinem Mann, was ausreichen war) Seitdem arbeite ich wieder... Unser Sohn hat alles was er braucht. Ich denke wir können ihm sehr voiel bieten, aber wir müssen schon auf unser Geld achten... Wir überlegen uns genau wie wir was investieren...
Das kennt doch jeder oder? Anfang des Jahres gehen die Autoversicherungen ab die KFZ Steuer, evt Strom und Nebenkosten NAchzahlungen. und und und. Also das schütteln wir auch nicht aus dem Ärmel. Da wird genau überlegt bzw /(früh genug) zurückgelegt. Oder auch mal einen Monat nicht das geld "zum Fenster rausgeschmissen"
Aber das heisst nicht das wir auf Ausflüge und mal essen gehen verzichten müssen Hmmmm![]()
CIh galube man darf sich gegenseitig nicht so schnell verurteilen...
Man muss für die Zukunft leben und nicht für heute. Das ist richtig. Ich habe eben die Steuern für unseren Diesel ans Finanzamt überwiesen. Sowas geht natürlich nur, wenn man sein Geld im Blick hat. Aber ich möchte nicht, jeden Cent umdrehen WEIL ich zu Hause bin. Ich glaube so kann ich das am besten erklären. Verstehst du was ich meine? Würde ich nicht arbeiten, dann würde das hier auch so aussehen, aber will ich das? Untätig zu Hause sitzen, obwohl wir mit ein bisschen mitarbeit von mir ein wesentlich unbeschwerteres Leben führen können?
23.04.2013 11:58
Zitat von Sommerkind:
Zitat von Mathelenlu:
Zitat von Sommerkind:
Zitat von Mathelenlu:
...
Ich verstehe deine Denkweise schon irgendwie, bis zu einem gewissen Punkt gebe ich dir auch rechtAber wenn nun jede Mutter so denken und handeln würde, würden die doppelten Kosten doch irgendwann überwiegen oder?
Denn wenn die arbeitenden Mütter den Staat schon viel Geld kosten, wie wäre es dann erst, wenn es sie auch nicht mehr(ok, unwahrscheinlich, eher deutlich reduziert) geben würde?
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Wenn alle Mütter zuhause blieben und H4 bekämen UND ihre Kinder in die Betreuung geben würden, dann ja. Aber es geht ja gerade darum, dass man sein Kind weiter von zuhause selbst betreuen möchte. Dann hätte der Staat nicht wirklich einen Nachteil, selbst wenn er diese Mütter finanziell unterstützt.![]()
Ok, da haste mich![]()
ABER wenn man die Diskussion jetzt in die Tiefe gehend weiterführen würde(was wir natürlich nicht tun), würde man zwangsläufig bei den fehlenden Einzahlungen in die Rentenkasse ankommen
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Das find ich mal echt schön - oft wird hier extrem auf seiner Meinung beharrt, auch wenn die Argumente einfach das Gegenteil belegen. Schön, dass man noch "echt" diskutieren kann
. Richtig - um das Ganze komplett zu erfassen, müsste man quasi auch noch die Rente mit reinnehmen (die ja aber im Alter auch wieder vom Staat "eingespart" werden, weil diejenigen durch weniger Einzahljahre auch weniger Rente bekommen), und außerdem müsste man erforschen, wieviele Frauen durch drei Jahre Abstand vom Beruf tatsächlich danach KEINEN Fuß mehr in die Tür bekommen und daher danach in Hartz 4 und ähnliches rutschen. Da gibt es zahlreiche Faktoren, die noch in die Rechnung reinspielen, damit sie absolut stimmt.
Aber was einfach auffällt, ist, dass es absolut Usus ist, dass man denkt, arbeitende Mütter von Kleinkindern bringen dem Staat Geld, zuhause bleibende nicht. Das stimmt so einfach nicht, wie wir ja gerade schön ausdiskutiert haben
.
23.04.2013 11:58
Zitat von Primadonna:
Zitat von Joanna1984:
Zitat von Primadonna:
Zitat von Gnampf:
...
Warum schwingst du jetzt die Keule "Wenn man sich was leisten kann, gibt man seinem Kind keine Liebe"?
Getroffene Hunde bellen? Ich weiß mein Leben zu schätzen, danke der Nachfrage. Mein Sohn wurde 8 Monate lang gestillt, schlief 8 Monate im Familienbett und ich liebe ihn mehr als mein Leben und DAS ist der Grund, warum ich ihm alles ermöglichen möchte. Er soll eine unbeschwerte Kindheit haben. Mein Sohn sagt mit 2 Jahren bitte und danke und er wird nicht mit Schwierigkeiten übers Geld aufwachsen, dass er später in seinem Leben selbst zu schaffen hat.
Warum ist es schlecht seinem Kind eine unbeschwerte Kindheit zu bieten? Wir sind nicht jeden Tag essen, im Freizeitpark, Kino oder wo auch immer, aber wir KÖNNEN und müssen nicht erst aufs Konto gucken, um dann zu sagen "Och ne, wir müssen noch sparen".
Ich wusste, dass so eine Antwort kommt. Weil das das Standardargument ist, was ich fast täglich zu hören bekomme und das stimmt mich traurig. Das klingt für mich nach einer Ausrede, nach einem allrounder Argument, um bloß etwas positives aus der abhängigkeit gegen über dem Staat zu ziehen.
Primadonna, also in meinen Augen hast du teilweise Recht.... Klar ist es schön seinem kind (Kindern )was bieten zu können... Und weil das jemand ohne Probleme kann heisst das natürlich nicht das es deswegen an Liebe mangelt...
Aber die meisten Familien, MÜSSEN auf iheren Kontostand achten, das heisst ja aber nicht das die von dir genannten Sachen nicht möglich sind.
Kann ja nur von mir bzw uns sprechen. ICh bin die ersten 2 Jahre zuhause geblieben. (kein Hart V.....Elterngeld und das Geld von meinem Mann, was ausreichen war) Seitdem arbeite ich wieder... Unser Sohn hat alles was er braucht. Ich denke wir können ihm sehr voiel bieten, aber wir müssen schon auf unser Geld achten... Wir überlegen uns genau wie wir was investieren...
Das kennt doch jeder oder? Anfang des Jahres gehen die Autoversicherungen ab die KFZ Steuer, evt Strom und Nebenkosten NAchzahlungen. und und und. Also das schütteln wir auch nicht aus dem Ärmel. Da wird genau überlegt bzw /(früh genug) zurückgelegt. Oder auch mal einen Monat nicht das geld "zum Fenster rausgeschmissen"
Aber das heisst nicht das wir auf Ausflüge und mal essen gehen verzichten müssen Hmmmm![]()
CIh galube man darf sich gegenseitig nicht so schnell verurteilen...
Man muss für die Zukunft leben und nicht für heute. Das ist richtig. Ich habe eben die Steuern für unseren Diesel ans Finanzamt überwiesen. Sowas geht natürlich nur, wenn man sein Geld im Blick hat. Aber ich möchte nicht, jeden Cent umdrehen WEIL ich zu Hause bin . Ich glaube so kann ich das am besten erklären. Verstehst du was ich meine? Würde ich nicht arbeiten, dann würde das hier auch so aussehen, aber will ich das? Untätig zu Hause sitzen, obwohl wir mit ein bisschen mitarbeit von mir ein wesentlich unbeschwerteres Leben führen können?
Perfekt formuliert, genauso seh ich´s auch
23.04.2013 11:59
Dann wäre doch eine Teilzeitstelle etwas passendes für dich. Ich weiß nicht in wie fern du überhaupt finanziell unterstützt wirst, wenn du die Maßname/Umschuldung cancelst. Da würde ich mich vorab erstmal mit dem Sachberater oder wie sie sich dort nennen hinsetzen.
Vielleicht suchst du dir einen Minijob, denn auch mit 450€ kann man monatlich was reißen. Vielleicht wäre Arbeit in den frühen Morgenstunden oder halt Abends wenn die Zwerge im Bett sind möglich. Ich betrachte irgendwie immer das drum herum und sehe dabei so viele möglichkeiten, ich weiß jetzt halt nicht in wie fern sich das bei dir umsetzen ließe. Es gibt für alles was man will wege.
Vielleicht suchst du dir einen Minijob, denn auch mit 450€ kann man monatlich was reißen. Vielleicht wäre Arbeit in den frühen Morgenstunden oder halt Abends wenn die Zwerge im Bett sind möglich. Ich betrachte irgendwie immer das drum herum und sehe dabei so viele möglichkeiten, ich weiß jetzt halt nicht in wie fern sich das bei dir umsetzen ließe. Es gibt für alles was man will wege.
23.04.2013 12:02
Zitat von Mathelenlu:
Zitat von Sommerkind:
Zitat von Mathelenlu:
Zitat von Sommerkind:
...
Wenn alle Mütter zuhause blieben und H4 bekämen UND ihre Kinder in die Betreuung geben würden, dann ja. Aber es geht ja gerade darum, dass man sein Kind weiter von zuhause selbst betreuen möchte. Dann hätte der Staat nicht wirklich einen Nachteil, selbst wenn er diese Mütter finanziell unterstützt.![]()
Ok, da haste mich![]()
ABER wenn man die Diskussion jetzt in die Tiefe gehend weiterführen würde(was wir natürlich nicht tun), würde man zwangsläufig bei den fehlenden Einzahlungen in die Rentenkasse ankommen
![]()
Das find ich mal echt schön - oft wird hier extrem auf seiner Meinung beharrt, auch wenn die Argumente einfach das Gegenteil belegen. Schön, dass man noch "echt" diskutieren kann.
Richtig - um das Ganze komplett zu erfassen, müsste man quasi auch noch die Rente mit reinnehmen (die ja aber im Alter auch wieder vom Staat "eingespart" werden, weil diejenigen durch weniger Einzahljahre auch weniger Rente bekommen), und außerdem müsste man erforschen, wieviele Frauen durch drei Jahre Abstand vom Beruf tatsächlich danach KEINEN Fuß mehr in die Tür bekommen und daher danach in Hartz 4 und ähnliches rutschen. Da gibt es zahlreiche Faktoren, die noch in die Rechnung reinspielen, damit sie absolut stimmt.![]()
Aber was einfach auffällt, ist, dass es absolut Usus ist, dass man denkt, arbeitende Mütter von Kleinkindern bringen dem Staat Geld, zuhause bleibende nicht. Das stimmt so einfach nicht, wie wir ja gerade schön ausdiskutiert haben.
Da geb ich dir recht, find´s auch klasse, dass man einfach mal "normal" diskutieren kann. Das kann man mit dir aber sowieso gut
Und wenn jemand stichhaltige Argumente liefert, die nachvollziehbar sind und vielleicht nochmal die andere Seite der Medaille beleuchten, lass ich mich auch gern mal eines Besseren belehren
Ich muss ehrlich gestehen, von der von dir genannten Seite aus hab ich das noch nie betrachtet
Nichtsdestotrotz könnte ich das mit MEINEM Moralempfinden wohl trotzdem nicht vereinbaren
23.04.2013 12:04
Zitat von Primadonna:
Zitat von schwarzgefieder:
Zitat von Primadonna:
Ganz normale gängige Situation auf dem Spielplatz. Gerade erst gestern wieder erlebt. Man sitzt auf der Bank, Kind spielt vor einem im Sand oder ist am Rutschen und man kommt automatisch mit anderen Müttern ins Gespräch.
Man schnackt über die Kinder und das Leben und dann fragte ich irgendwann "Und? Als was bist du jobtechnisch angestellt?"
"Ach, ich bin auf Staatskosten zu Hause"
Nein. Ich habe den Wortverlauf nicht übertrieben dargestellt, sondern genauso wie es oben steht. Ich würde an ihrer Stelle Lügen, ich würde nieeeeeemals so von oben herab erwähnen, dass ich von h4 zu Hause sitze. Mir wärs unglaublich unangenehm und ich distanziere mich bewusst von solchen Leuten. Habe selbst im ehemaligen Bekanntenkreis solche Schoten erlebt. Ne, danke. Leute mit derartigen Lebenseinstellungen dürfen einen mindestabstand von 15 m einhalten. Komm ich nicht mit klar und rege mich im Unterbewusstsein unglaublich darüber auf.
Es gibt immer Ausnahmen, aber dieses larifari....wääh ne. Man mag mir nun Oberflächlichkeit unterstellen, aber so bin ich und nein, es tut mir nicht leid. Ich bin gerne mit Müttern zusammen, mit denen ich auf einer Wellenlinie bin. Mit denen man Eis essen oder mal ein,zwei Tage weg fahren kann.
Also, ich bin im Moment auch daheim und lebe vom Geld meines Mannes. Ich habe im November meinen (Neben-)job hingeschmissen, da ich mein Studium beendet hatte und mich selbständig machen wollte. Das hab ich zu Anfang des Jahres dann auch getan - nur leider läuft es nicht so lukrativ, wie ich dachte. Tja nun, was solls - ALG1 bekomm ich nicht, da ich ja nur nen Nebenjob neben der Uni hatte und ich weigere mich beharrlich, H4 zu beantragen. Ich will nicht, dass ich da in diese Maschinerie reinrutsche. Mal abgesehen davon, dass ich eh kein H4 bekommen würde, da mein Mann zuviel verdient. Daher lebe ich jetzt auf Kosten meines Mannes und trage minimal zum Einkommen bei, indem ich ein paar Aufträge hier und da an Land ziehe. Wenn das Baby da ist, bleibe ich zu Hause, mache dann aber noch eine Ausbildung zur Tagesmutter - soweit der Plan![]()
Die Ausdrucksweise "Ach, ich bin auf Staatskosten zu Hause" finde ich auch krass. Kommt aber auch darauf an, was dahinter steht - ich habe genug Freunde, die ein gutes Diplom gemacht haben und direkt von der Uni ins Hartz4 gerutscht sind, weil einfach keine Stellen zur Verfügung stehen. Und die suchen teilweise nicht nur blandesweit, sondern sogar im Ausland... Das sind dann auch keine abgefahrenen Studiengänge, die die gemacht haben, sondern sowas wie Ernährungswissenschaft und so. Ich kann mich nicht gut über die stellen, ich weiß ja, dass die suchen wie doof und eben trotzdem nix finden - da distanziere ich mich nicht. Klar, es gibt genug Hartz4 Empfänger, die das machen, damit sie zu Hause bleiben können - aber es gibt mehr Hartz4 Empfänger, die tatsächlich nichts finden oder von einer unsinnigen Maßnahme in die nächste gesteckt werden (so erlebt bei meiner Freundin mit nem 2er Diplom - die sollte nur aufgrund ihres nicht deutsch klingenden Nachnamens dann erstmal einen Deutschkurs machen).
Da ist es schon schwer, rauszukriegen, was eigentlich dahinter steht und ob jemand faul zu Hause bleiben will oder vielleicht wirklich nichts findet...
Ich glaube es ist unglaublich schwer da wieder heraus zu kommen. Man sieht ja, dass auch ohne Arbeit Geld aufs Konto kommt. Warum sollte man so "dämlich" sein, um für teilweise weniger morgens das Haus zu verlassen? Ich kann die Mütter in so fern schon verstehen, aber halt nur bis zu diesem Grad "Wozu arbeiten,wenn bei arbeit weniger auf dem Konto ist".
Da kommt es dann auf die Lebenseinstellung und Moralvorstellungen drauf an. Ich würde lieber Schlüpfer verkaufen, oder wieder als Aktmodell arbeiten, anstatt mein innerstes Leben beim Amt offen zu legen.
So sehe ich das auch - ich würde mir lieber die Hand abhacken, als eine Unterschrift unter einem H4 Antrag zu leisten. (Und, äh - das mit dem Schlüpfer verkaufen - also, die Überlegung hatte ich während des Studiums auch mehrfahch
) Ich denke auch, dass es echt schwer ist, aus Hartz4 wieder rauszukommen - aber nicht nur, weil man halt "Geld fürs nichtstun" kriegt und sich daran gewöhnt, sondern auch, weil die Vermittler teilweise nur auf Quote aus sind und sich eben nicht wirklich um ihre Schützlinge kümmern. Da werden sinnlose Maßnahmen angedacht, für alles muss man sich rechtfertigen und im Grunde genommen bist du als Hartz4'ler auch einfach ein Stück der Willkühr deines Vermittlers ausgesetzt - sieht man aktuell schön im Fall Inge Hannemann, einer Arbeitsvermittlerin in Hamburg, die jetzt suspendiert wurde, weil sie das System kritisierte...
Und genau das will ich eben nicht. Ich musste mich schon rechtfertigen, dass ich bei meinem ALG1 Antrag gesagt habe, mehr als 120 km pendel ich nicht und eine Wochenendehe kommt nicht für mich in Frage (mein Mann hatte grade eine neue Stelle angefangen, nach zwei Nervenzusammenbrüchen, die unter anderem genau im Pendeln und Wochenendbeziehung begründet waren) und wurde doof angeguggt, als ich sagte, diese Maßnahme kann ich nicht mitmachen, da arbeite ich nämlich noch. Auch da war schon klar, dass ich nicht vermittelt, sondern nur schnell in die nächste Maßnahme gesteckt werden sollte - wie das bei H4 ist, bekomm ich von meinen Freunden mit und da will ich ums Verrecken nicht hin.
23.04.2013 12:04
Zitat von Sommerkind:
Zitat von Mathelenlu:
Zitat von Sommerkind:
Zitat von Mathelenlu:
...
Ok, da haste mich![]()
ABER wenn man die Diskussion jetzt in die Tiefe gehend weiterführen würde(was wir natürlich nicht tun), würde man zwangsläufig bei den fehlenden Einzahlungen in die Rentenkasse ankommen
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Das find ich mal echt schön - oft wird hier extrem auf seiner Meinung beharrt, auch wenn die Argumente einfach das Gegenteil belegen. Schön, dass man noch "echt" diskutieren kann.
Richtig - um das Ganze komplett zu erfassen, müsste man quasi auch noch die Rente mit reinnehmen (die ja aber im Alter auch wieder vom Staat "eingespart" werden, weil diejenigen durch weniger Einzahljahre auch weniger Rente bekommen), und außerdem müsste man erforschen, wieviele Frauen durch drei Jahre Abstand vom Beruf tatsächlich danach KEINEN Fuß mehr in die Tür bekommen und daher danach in Hartz 4 und ähnliches rutschen. Da gibt es zahlreiche Faktoren, die noch in die Rechnung reinspielen, damit sie absolut stimmt.![]()
Aber was einfach auffällt, ist, dass es absolut Usus ist, dass man denkt, arbeitende Mütter von Kleinkindern bringen dem Staat Geld, zuhause bleibende nicht. Das stimmt so einfach nicht, wie wir ja gerade schön ausdiskutiert haben.
Da geb ich dir recht, find´s auch klasse, dass man einfach mal "normal" diskutieren kann. Das kann man mit dir aber sowieso gutUnd wenn jemand stichhaltige Argumente liefert, die nachvollziehbar sind und vielleicht nochmal die andere Seite der Medaille beleuchten, lass ich mich auch gern mal eines Besseren belehren
Ich muss ehrlich gestehen, von der von dir genannten Seite aus hab ich das noch nie betrachtet
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Nichtsdestotrotz könnte ich das mit MEINEM Moralempfinden wohl trotzdem nicht vereinbaren
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Unterschreib ich so
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