Lebenserhaltende Maßnahmen - Ja oder Nein?
13.08.2012 14:02
Ich bin übrigens der gleichen Meinung.....und wenn die Organe noch einigermaßen funktionieren würde ich diese auch spenden.....aber auch da gibts unterschiedliche Meinungen...aber ich könnte damit ein anderes Leben retten....
13.08.2012 14:04
Zitat von Kireinahanna:
Ich bin übrigens der gleichen Meinung.....und wenn die Organe noch einigermaßen funktionieren würde ich diese auch spenden.....aber auch da gibts unterschiedliche Meinungen...aber ich könnte damit ein anderes Leben retten....
Diese Meinung vertreten wir auch
13.08.2012 14:21
Manchmal wird aber auch trotz einer Patientenverfügung anders entschieden, dann wenn Angehörige da sind und eine andere Meinung haben und Angst haben nach der Verfügung zu gehen, auch wenn es besser wäre...
Das finde ich schlimm, was nützt dann alles?
Steht doch alles klar - schwarz auf weiß!
Aber los lassen ist hier das Zauberwort........
Das finde ich schlimm, was nützt dann alles?
Steht doch alles klar - schwarz auf weiß!
Aber los lassen ist hier das Zauberwort........
13.08.2012 14:21
Für mich jetzt da jung und gesund - ja
für alte, kranke menschen- nein
Wenn ich jetzt einen Motorradunfall habe und eine Patientenverfügung existiert auf der alle Lebenserhaltenden Maßnahmen verneint werden ist das in etwa so wie Selbstmord- mit hoher wahrscheinlichkeit würden mich diese maßnahmen retten aber leider habe ich ja abgelehnt....
Mit 80 sieht das aber alles anders aus
für alte, kranke menschen- nein
Wenn ich jetzt einen Motorradunfall habe und eine Patientenverfügung existiert auf der alle Lebenserhaltenden Maßnahmen verneint werden ist das in etwa so wie Selbstmord- mit hoher wahrscheinlichkeit würden mich diese maßnahmen retten aber leider habe ich ja abgelehnt....
Mit 80 sieht das aber alles anders aus
13.08.2012 14:34
Zitat von Izzylein:
Manchmal wird aber auch trotz einer Patientenverfügung anders entschieden, dann wenn Angehörige da sind und eine andere Meinung haben und Angst haben nach der Verfügung zu gehen, auch wenn es besser wäre...
Das finde ich schlimm, was nützt dann alles?
Steht doch alles klar - schwarz auf weiß!
Aber los lassen ist hier das Zauberwort........
Das kann ich so gar nicht glauben. Ausserdem kann man in der Patientenverfuegung ja genau so Personen ausschliessen, d.h. die duerfen auf keinen Fall eine Entscheidung treffen, ganz gleich welchen Verwandtheitsgrad diese zu mir haben.
13.08.2012 14:38
Zitat von Tigger90:
Zitat von Izzylein:
Manchmal wird aber auch trotz einer Patientenverfügung anders entschieden, dann wenn Angehörige da sind und eine andere Meinung haben und Angst haben nach der Verfügung zu gehen, auch wenn es besser wäre...
Das finde ich schlimm, was nützt dann alles?
Steht doch alles klar - schwarz auf weiß!
Aber los lassen ist hier das Zauberwort........
Das kann ich so gar nicht glauben. Ausserdem kann man in der Patientenverfuegung ja genau so Personen ausschliessen, d.h. die duerfen auf keinen Fall eine Entscheidung treffen, ganz gleich welchen Verwandtheitsgrad diese zu mir haben.
Eine Patientenverfügung, darf nicht anderst entschieden werden, da es der Wille des Patienten ist.
13.08.2012 14:52
Also ich möchte euch mal ein beispiel aus meiner Familie bringen:
Meine Nichte von Geburt an geistig und körperlich schwerstbehindert.
Trotzdem haben sich meine Schwester und mein Schwager für meine Nichte entschieden und sich aufopferungsvoll um sie gekümmert.
doch dann 15 Jahre später hatte meine Nicht mehr die kraft weiter zu leben.
Ständige Infekte, Lungenetzüngen, die dazugeführt haben, dass sie selbstsändig nicht mehr atmen konnte.
d.h. im KLartext: Entweder Geräte abschlaten und sie hört auf zu atmen, oder Beatmungsgerät und keine ahnung, den Tod evtl. noch ein paar Jahre überlisten.
Jedoch wäre der ständige Stationäre Aufenthalt ein MUSS gewesen.
Ich habe meine Schwester bei der entscheidung begleitet
und sie hat sie fürs geräte abschalten entschieden, weil sie meine Nichte nciht länger quälen wollte, nur damit es uns besser geht.
Aber das sog. Loslassen fällt so schwer, unsere ganze familie war dabei als meine süße nichte im Oktober 2010 für immer die augen schloss.
und wir alle vermissen sie heute noch sehr, aber wir wissen da wo sie jetzt ist, gehts ihr super.
Meine Nichte von Geburt an geistig und körperlich schwerstbehindert.
Trotzdem haben sich meine Schwester und mein Schwager für meine Nichte entschieden und sich aufopferungsvoll um sie gekümmert.
doch dann 15 Jahre später hatte meine Nicht mehr die kraft weiter zu leben.
Ständige Infekte, Lungenetzüngen, die dazugeführt haben, dass sie selbstsändig nicht mehr atmen konnte.
d.h. im KLartext: Entweder Geräte abschlaten und sie hört auf zu atmen, oder Beatmungsgerät und keine ahnung, den Tod evtl. noch ein paar Jahre überlisten.
Jedoch wäre der ständige Stationäre Aufenthalt ein MUSS gewesen.
Ich habe meine Schwester bei der entscheidung begleitet
und sie hat sie fürs geräte abschalten entschieden, weil sie meine Nichte nciht länger quälen wollte, nur damit es uns besser geht.
Aber das sog. Loslassen fällt so schwer, unsere ganze familie war dabei als meine süße nichte im Oktober 2010 für immer die augen schloss.
und wir alle vermissen sie heute noch sehr, aber wir wissen da wo sie jetzt ist, gehts ihr super.
13.08.2012 14:57
Also ich werde definitiv in nächster Zukunft für mich selbst eine Patientenverfügung machen. Ich will das klar ist, was ich will und ich möchte Verwandten diese Entscheidung in dem Moment nicht zumuten.
Ich habe es letztes Jahr in der Familie miterlebt: der Mann hatte seinen Wunsch mündlich öfter geäußert und dann stand die Familie da, gefangen zwischen Trauer, Hoffnungsfunken und der Verpflichtung dem Mann gegenüber. Ich fand das ganz furchbar und möchte deshalb meinen Wunsch klar formulieren, so daß diesem auch anchgekommen wird.
Ich habe es letztes Jahr in der Familie miterlebt: der Mann hatte seinen Wunsch mündlich öfter geäußert und dann stand die Familie da, gefangen zwischen Trauer, Hoffnungsfunken und der Verpflichtung dem Mann gegenüber. Ich fand das ganz furchbar und möchte deshalb meinen Wunsch klar formulieren, so daß diesem auch anchgekommen wird.
13.08.2012 14:59
Zitat von Anja_MTK:
Also ich werde definitiv in nächster Zukunft für mich selbst eine Patientenverfügung machen. Ich will das klar ist, was ich will und ich möchte Verwandten diese Entscheidung in dem Moment nicht zumuten.
Ich habe es letztes Jahr in der Familie miterlebt: der Mann hatte seinen Wunsch mündlich öfter geäußert und dann stand die Familie da, gefangen zwischen Trauer, Hoffnungsfunken und der Verpflichtung dem Mann gegenüber. Ich fand das ganz furchbar und möchte deshalb meinen Wunsch klar formulieren, so daß diesem auch anchgekommen wird.
ja find ich gut.
kannste beim behindert bzw. kind kaum machen
13.08.2012 15:08
Zitat von Pusteblume13:
Da wir grad aktuell in einem anderen Thread auf dieses Thema gekommen sind, war ich mal so frei und hab dieses Thema eröffnet...
Seid ihr dafür oder dagegen? .... Haut in die Tasten![]()
grad gefunden und gespeichert! ein thread nach meinem geschmack
ich bin ganz klar GEGEN lebensverlängernde Maßnahmen.
13.08.2012 15:15
Zitat von lunalino:
Also ich möchte euch mal ein beispiel aus meiner Familie bringen:
Meine Nichte von Geburt an geistig und körperlich schwerstbehindert.
Trotzdem haben sich meine Schwester und mein Schwager für meine Nichte entschieden und sich aufopferungsvoll um sie gekümmert.
doch dann 15 Jahre später hatte meine Nicht mehr die kraft weiter zu leben.
Ständige Infekte, Lungenetzüngen, die dazugeführt haben, dass sie selbstsändig nicht mehr atmen konnte.
d.h. im KLartext: Entweder Geräte abschlaten und sie hört auf zu atmen, oder Beatmungsgerät und keine ahnung, den Tod evtl. noch ein paar Jahre überlisten.
Jedoch wäre der ständige Stationäre Aufenthalt ein MUSS gewesen.
Ich habe meine Schwester bei der entscheidung begleitet
und sie hat sie fürs geräte abschalten entschieden, weil sie meine Nichte nciht länger quälen wollte, nur damit es uns besser geht.
Aber das sog. Loslassen fällt so schwer, unsere ganze familie war dabei als meine süße nichte im Oktober 2010 für immer die augen schloss.
und wir alle vermissen sie heute noch sehr, aber wir wissen da wo sie jetzt ist, gehts ihr super.
Eine sehr mitreißende Geschichte!
Ich hätte mich sicherlich gleich entschieden! Und trotzdem macht es die Entscheidung und das Leben danach nicht einfacher! Hat deine Schwester noch andere Kinder? Oder kriegen sie noch welche?
13.08.2012 15:54
Zitat von Kireinahanna:
Man muss dazu sagen, dass wir auf das Thema gekommen sind, weil manche ja der Meinung sind, dass Abtreibung Mord ist......sind lebenserhaltende Maßnahmen abstellen auch Mord? Z.B. an Kindern, die keine Patientenverfügung unterschreiben können...
nein...
ich habe selber letztes jahr mit meinem mann zusammen entschieden das wir unseren kleinen Leo von den lebenserhaltenden maschinen abhängen...
Wir konnten dadurch die letzten stunden mit ihm verbringen! was sonst sicher schwiriger gewesen wär und wir ihn nicht unnötig weiter quälen wollten.... - seine lunge hatte aufgehört zu arbeiten, er wurde voll beatmet und dadurch aufgepumpt wie ein luftballon da er nicht mehr ausatmen konnte! hätten wir ihn da nicht raus geholt wär er irgendwann in den nächsten 1-3 tagen von alleine gegangen...
13.08.2012 19:39
ich möchte auch nicht an lebenserhaltenen maschinen hängen... ebenso möchte ich nicht 3 mal am tag reanimiert werden... wenn der körper hinüber ist,dann ist das so....alles andere ist quälerei... ich bin auch für euthanasie,bei menschen ,die krankheitsbedingt eh bald sterben und ihnen ein schmerzvolles und qualvolles ende prognostiziert wird! Ich habe keine patientenverfügung...muss ich die beim notar machen lassen?
13.08.2012 20:44
Man weiß nie, aus welchem Grund man lebenserhaltende Maßnahmen benötigt.
Ich selbst habe einige Tage welche benötigt und sitze hier heute putzmunter. Meine Mutter hatte vor kurzem auch das "Vergnügen" und das auch nur, weil niemand da war der den Ärzten belegen konnte, dass sie diese Maßnahmen nicht wünscht.
Und was soll ich sagen? Sie ist froh drum, denn auch sie hat noch etwas Zeit bekommen und sitzt zu Hause.
Man kann zwar sagen, dass man keine lebenserhaltende oder lebensverlängernde Maßnahmen möchte wenn man nur noch vor sich hinvegetiert, aber oft ist gar nicht abzusehen wie es danach weiter geht. Daher finde ich das beinahe unmöglich zu beantworten.
Ich selbst möchte keine weiteren Maßnahmen mehr, wenn klar wäre das ich ohne Geräte nicht mehr leben könnte oder das ich schwerst behindert wäre. Aber auch nur wenn es wirklich 100% sicher wäre. Solange Hoffnung auf ein menschenwürdiges Leben besteht, wäre ich immer fürs Leben.
Ich selbst habe einige Tage welche benötigt und sitze hier heute putzmunter. Meine Mutter hatte vor kurzem auch das "Vergnügen" und das auch nur, weil niemand da war der den Ärzten belegen konnte, dass sie diese Maßnahmen nicht wünscht.
Und was soll ich sagen? Sie ist froh drum, denn auch sie hat noch etwas Zeit bekommen und sitzt zu Hause.
Man kann zwar sagen, dass man keine lebenserhaltende oder lebensverlängernde Maßnahmen möchte wenn man nur noch vor sich hinvegetiert, aber oft ist gar nicht abzusehen wie es danach weiter geht. Daher finde ich das beinahe unmöglich zu beantworten.
Ich selbst möchte keine weiteren Maßnahmen mehr, wenn klar wäre das ich ohne Geräte nicht mehr leben könnte oder das ich schwerst behindert wäre. Aber auch nur wenn es wirklich 100% sicher wäre. Solange Hoffnung auf ein menschenwürdiges Leben besteht, wäre ich immer fürs Leben.
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