Mütter- und Schwangerenforum

Meine Tochter trauert um unseren Hund

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16.11.2015 10:58
Hallo ihr lieben,
Wie oben schon steht trauern wir alle sehr um unsere Hund. Wir Erwachsene haben schon wirklich damit zu kämpfern, wie kann ich es meiner Tochter erleichtern wir reden ganz viel mit ihr und versuchen Sie auf andere Gedanken zu bringen, das gelingt für ne halbe Stunde und dann höre ich sie wieder weinen und schreien. Natürlich gehe ich direkt zu ihr und beruhige sie, aber ich mache mir Sorgen das die es nicht richtig verarbeitet. Unser Hund wurde überfahren und die war dabei, sie hat ihn ganz kurz gesehen, er sah so furchtbar aus sie hatte eine ganz starke Bindung zu ihn, er war halt ein Familienmitglied für uns. Was kann ich tun damit sie kein Schaden davon trägt? Klar soll sie trauen und weinen, aber ich habe Angst das sie diese Bilder nicht verarbeiten kann. Sorry alles etwas wirr geschrieben, mir geht es momentan nicht gut.
shelyra
69263 Beiträge
16.11.2015 11:16
es gibt einige schöne kinderbücher zum thema tod. vielleicht wäre dies ein ansatz für die trauerarbeit.

außerdem würde ich dem kind einen richtigen abschied vom hund ermöglichen. beerdigt ihr ihn? wenn ja, lasst sie dabei sein, die "feier" mitgestalten (zb holzkreuz gemeinsam gestalten).
wenn nicht dann bemalt vielleicht trotzdem ein kreuz und stellt es irgendwo auf. pflanzt dort blumen oder einen baum an.
16.11.2015 11:20
Wir haben ihn gestern zusammen beerdigt. Heute wollte sie zu Oma um mit ihr Blumen zu kaufen für das Grab. Es ist so furchtbar traurig
Bücher sind ne klasse Idee, danke. Werde direkt ein bestellen.
shelyra
69263 Beiträge
16.11.2015 11:25
schön ist es auch wenn man zusammen eine erinnerungskiste gestaltet. dort kann man dann erinnerungsstücke lagern, zb die lieblingsdecke (wenn sie hinein passt) oder das lieblingsspielzeug. dazu dann noch einige schöne fotos vom hund.
wenn man dann bedarf hat kann man sich die ksite heraus holen und in erinnerungen schwelgen.
16.11.2015 11:27
Das tut mir sehr leid

Der eine Wauzi von meiner Mama wurde im Januar auch angefahren
und ist leider auch daran verstorben. Ich war nicht dabei, aber hab
genug Kopfkino, ich kann mir vorstellen wie er aussah, wie schwer
muss es für deine Maus dann erst sein wenn sie dabei war.

Gibt es vll ein schönes Bild von ihr mit eurem Hund? Vll möchte sie
das aufhängen wenn sie es etwas verarbeitet hat?

Kennst du den Text über die Regenbogenbrücke? Vll kann man den
irgendwie kindgerecht in die Trauerarbeit mit einbinden?
http://www.eurasierhunde.de/bilder/Hundetrauer.jpg

Wie lang ist es denn jetzt her? Es wird sicher noch eine Weile dauern
bis sie das halbwegs verdaut hat, aber die Bilder wird sie vermutlich
erstmal nur schwer los werden. Wie alt ist sie denn?
16.11.2015 12:12
Danke. Werde ich mir gleich durchlesen. Es ist noch ganz frisch, gestern wurde er aus unsere Familie gerissen, habe mein Kind noch nie so gesehen. Meinst du ihr ein schönes Bild einzurahmen wäre jetzt schon möglich oder soll ich lieber 2 Wochen warten? Meine Maus ist 6 Jahre alt und sehr sentimental.
16.11.2015 13:14
Frag sie einfach mal, mit 6 kann sie das ja schon beurteilen ob es ihr "gut tun"
würde ein Bild von ihrem geliebten Wauzi vll überm Bett hängen zu haben.
16.11.2015 13:36
Ich Erde ihr ein schönes Bild aufhängen, ich hoffe sie verarbeitet alles gut. Die KIA meinte ich soll ihr sagen das sie sich so erschrocken hat und dadurch sah der Hund so schlimm für sie aus, eigentlich hätte er nicht so schlimm ausgesehen. Ich weiß nicht was ich daon halten soll
LIttleOne13
26290 Beiträge
16.11.2015 13:39
Oh Nein, ihr Armen!
Eine meiner Katzen wurde angefahren und später wegen der Verletzungen eingeschläfert, da war ich 15. An die Bilder erinnere ich mich immer noch, aber sie sind inzwischen nicht mehr so präsent. Ich erinnere mich noch, dass ich in den Tagen danach wahnsinnig viel geweint habe und immer wenn ich dachte, die Tränen sind leer, ging es doch noch weiter. Ich denke, das viele Weinen ist wichtig zum Verarbeiten, vor allem wenn sie das alles mitbekommen hat... Dass sie den seelischen Stress so abbauen kann. Gib ihr den Freiraum zum Trauern, das ist ganz wichtig! Lass sie weinen und sei für sie da... ich hätte mir damals gewünscht, meine Mutter hätte sich einfach nur zu mir gesetzt, mir zugehört und nicht irgendwie versucht, mich zu trösten.
16.11.2015 13:45
Danke little, ich halte sie und höre ihr zu, weine mit ihr und versuche sie zu trösten. Bin nur iirgendwie so überfordert mit der Situation, habe angst was falsc zu machen. Eben sagte sie, mama ist er vielleicht nicht überfahren worden? Aber woher kam dann das Blut und er sah so gruselig aus, ich habe angst das er wieder erwacht und böse wird. Ach mensch alles Mist. Ich vermisse unseren Hund auch so fürchterlich und dann meine Tochter so zu sehen zerbricht mir noch mehr mein Herz
Fresh_easy
516 Beiträge
16.11.2015 17:26
Hallo,

erstmal tut es mir sehr leid, dass ihr euren Hund auf so grausame Weise verloren habt.

Das, was gerade bei deiner Tochter passiert, ist eine völlig normale und sehr gesunde Reaktion.
Ja, das klingt erstmal komisch - aber es ist wahr.

Schau mal: auf so einen Anblick, auf so ein Ereignis ist niemand vorbereitet, sowas kann man nicht "vorher lernen", wie man damit umgeht.
Es wäre also eher unnormal, wenn deine Tochter jetzt fröhlich und freudestrahlend durch die Welt gehen würde.

Ich ordne das Geschehene als Trauma ein.
Was deine Tochter grad zeigt, halte ich für eine posttraumatische Belastungsreaktion - was ebenso (siehe oben) völlig normal ist.
Sollte das nach einiger Zeit nicht besser werden, würde ich dir raten, einen Psychologen/Psychotherapeuten mit ihr aufzusuchen, damit es sich nicht zu einer manifesten Störung auswächst.
Doch dafür ist es noch viel zu früh - ihre Reaktion jetzt ist vollkommen normal.

Vielleicht hilft es ihr, wenn sie sich das Bild eures Hundes vorstellt, wie er jetzt an einem ganz schönen, warmen und sonnigen Ort ist.
Stichwort: Hundehimmel mit toller, grüner Wiese und ganz vielen Leckerchen.

Malt sie gerne?
Vielleicht kann sie die Situation des Unfalls malen, um es im wörtlichen Sinne "be-greifen" zu können.
Vielleicht malt sie auch ein Bild von dem Ort, wo euer Hund jetzt ist: Hundehimmel.
Vielleicht mag sie die Vorstellung, dass euer Hund jetzt - genau wie vorher auch - auf euch aufpasst.
Vielleicht sitzt euer Hund auf einer Wolke und schaut auf euch hinunter.

Ich denke, so zeitnah zum Unfall ist Weinen und Schreien vollkommen normal. Dass du sie tröstest, ist gut. Das wird ihr helfen.
Aber lass sie das ruhig rauslassen durch Weinen und Schreien - ich vergleiche eine seelische Wunde gern mit einer körperlichen: es muss bluten (alles rauslassen), damit es heilen kann.

Alles Liebe für euch,
Fresh

16.11.2015 18:28
Danke für deine Antwort, ich finde die Idee super mit dem Bild. Werde ich ihr morgen früh vorschlagen überhaupt finde ich alle Vorschläge super von eich, danke. Habe sie heute mit meiber Freundin ausreiten geschickt, ich hab das Gefühl das es ihr gut getan hat. Du hast recht sie muss erst begreifen was geschehen ist. Das schlimme ist, der Autofahrer hat fahrerflucht begangen und meine Maus denkt er hätte mit Absicht unseren Hund überfahren.
LIttleOne13
26290 Beiträge
16.11.2015 18:35
Toller Beitrag, Fresh! So hatte ich es im Kopf, habs aber nicht raus bekommen...
Fresh_easy
516 Beiträge
16.11.2015 19:19
Hallo, Sonnenschein und Little (ich kann mir die Namen nicht vollständig merken *schäm*),

es freut mich, wenn ich ein wenig helfen konnte.
Fahrerflucht ist wirklich ganz besonders schrecklich in dem Zusammenhang.
Ein Kennzeichen habt ihr euch nicht zufällig merken können, oder?

Ach Mensch... Das macht mich so traurig.

Liebe Grüße,
Fresh

Edit:

Vielleicht kannst du deiner Tochter das so erklären, dass sich der Fahrer so erschreckt hat, dass er das selbst gar nicht wahrhaben wollte und deshalb einfach weitergefahren ist? Dass sein Verhalten ganz falsch war, denn wenn man einen Fehler gemacht hat, muss man dazu stehen.
Das nimmt vielleicht ein wenig die Spitze des "absichtlich überfahren haben"?
Metalgoth
18144 Beiträge
16.11.2015 20:09
Mir tut das sehr leid für euch, das muss schrecklich sein.
Ich hab selbst ein paar Tränen in den Augen, weil ich mir automatisch vorstelle, wie meine Kinder in einer solchen Situation reagieren würden.
Das wünsche ich keinem.

Das mit dem Bild vom Hundehimmel finde ich eine total gute Idee : )

Ich hoffe, dass ihr das Ganze gut verarbeiten könnt.
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