"arm" und "reich"
21.03.2020 17:36
Zitat von Marf:
Dazu müsstest du ja zuerst die finanziellen Verhältnisse des anderen wissen.Schon um zu klären wer nun der Arme und wer der Reiche ist.
Weil ansosnten finden sich Freundschafte ja eher ohne Kontoauszüge....das so zu machen ist schräg.
Das natürlich nicht.
Mich hat das Thema nun einfach so beschäftigt und es ist schwierig zu greifen.
21.03.2020 17:37
Ich finde den Eingangspost etwas komisch. Wir haben Freunde, und uns interessiert da das Geld gar nicht. Klar von manchen weiß man, was die verdienen, wir kennen auch deren Berufe, ihr Zuhause und ihr Umfeld. Von vielen kennen wir sogar die Eltern. Aber das mache ich nicht an einem Gehalt fest, ob ich sie mag oder nicht. Wir sind nicht besser oder schlechter als andere. Wir halten uns für ganz normal, unabhängig von unserem Geld, das zur Verfügung steht.
21.03.2020 17:38
Zitat von Anja_FFM:
Dieses Schichtendenken finde ich irgendwie befremdlich. Was sagt das über mich aus oder über andere? Herzlich wenig.
Freunde teilen zum Großteil meine Wertvorstellungen, nicht den Kontostand.
Doch, das sagt schon was aus. Es geht ja nicht nur um die Finanzen, sondern gerade um geteilte Wertvorstellungen, Bildungshintergründe, Wohnorte, Einkaufsvorlieben, Lebensziele usw...das ist doch letztlich alles schichtenspezifisch (wie man es nennt, ist egal...vielleicht neutraler: gruppenspezifisch). Und natürlich gehört jeder gesellschaftlichen Gruppen an, über die er sich identifiziert. Das kann man doch nicht leugnen. Und das ist völlig wertfrei.
21.03.2020 17:39
Zitat von serap1981:
Zitat von Marf:
Dazu müsstest du ja zuerst die finanziellen Verhältnisse des anderen wissen.Schon um zu klären wer nun der Arme und wer der Reiche ist.
Weil ansosnten finden sich Freundschafte ja eher ohne Kontoauszüge....das so zu machen ist schräg.
Ich würde noch einen Schritt weiter gehen: wer ist denn reich und wer arm? Die Selbsteinschätzung ist an der Stelle ja ein wenig fehlerhaft.
Die einen fühlen sich arm, weil sie sich den zweiten Urlaub in der Karibik nicht leisten können, die anderen fühlen sich reich, weil sie eine Sozialwohnung haben und mit dem, was sie haben zurecht kommen.
Freundschaften finden bei mir auch ohne Kontoauszüge statt, aber ich weiß ungefähr, wer mehr Geld zur Verfügung hat als andere. Man merkt es am Auto, Urlaub, Freizeitaktivitäten etc.
Also ich wurde gerade bei letzterem schon überrascht.
21.03.2020 17:40
Zitat von MiramitLionel:
Ich finde den Eingangspost etwas komisch. Wir haben Freunde, und uns interessiert da das Geld gar nicht. Klar von manchen weiß man, was die verdienen, wir kennen auch deren Berufe, ihr Zuhause und ihr Umfeld. Von vielen kennen wir sogar die Eltern. Aber das mache ich nicht an einem Gehalt fest, ob ich sie mag oder nicht. Wir sind nicht besser oder schlechter als andere. Wir halten uns für ganz normal, unabhängig von unserem Geld, das zur Verfügung steht.
Dieses sich für "normal" halten ist oft das Gefährlichste.
21.03.2020 17:41
Zitat von Schnecke510:
Zitat von MiramitLionel:
Ich finde den Eingangspost etwas komisch. Wir haben Freunde, und uns interessiert da das Geld gar nicht. Klar von manchen weiß man, was die verdienen, wir kennen auch deren Berufe, ihr Zuhause und ihr Umfeld. Von vielen kennen wir sogar die Eltern. Aber das mache ich nicht an einem Gehalt fest, ob ich sie mag oder nicht. Wir sind nicht besser oder schlechter als andere. Wir halten uns für ganz normal, unabhängig von unserem Geld, das zur Verfügung steht.
Dieses sich für "normal" halten ist oft das Gefährlichste.![]()
Wir finden es gut für uns
wir sind glücklich mit dem, was wir haben und mein Mann verdient in meinen Augen nicht schlecht. Ich später sicher auch nicht. Nicht schlecht, aber eben auch nicht super gut. Normal eben. Wir waren mit Freunden schon im Urlaub, auch mit einigen, die weniger haben, als wir. Wobei ich diese Differenzierung eben nicht mag
21.03.2020 17:41
Zitat von Marf:
Zitat von serap1981:
Zitat von Marf:
Dazu müsstest du ja zuerst die finanziellen Verhältnisse des anderen wissen.Schon um zu klären wer nun der Arme und wer der Reiche ist.
Weil ansosnten finden sich Freundschafte ja eher ohne Kontoauszüge....das so zu machen ist schräg.
Ich würde noch einen Schritt weiter gehen: wer ist denn reich und wer arm? Die Selbsteinschätzung ist an der Stelle ja ein wenig fehlerhaft.
Die einen fühlen sich arm, weil sie sich den zweiten Urlaub in der Karibik nicht leisten können, die anderen fühlen sich reich, weil sie eine Sozialwohnung haben und mit dem, was sie haben zurecht kommen.
Freundschaften finden bei mir auch ohne Kontoauszüge statt, aber ich weiß ungefähr, wer mehr Geld zur Verfügung hat als andere. Man merkt es am Auto, Urlaub, Freizeitaktivitäten etc.
Also ich wurde gerade bei letzterem schon überrascht.
Also, ich auch: Die mit dem langweiligsten Freizeitverhalten sind oft diejenigen, mit dem dicksten Konto. Und dann gibt's die, die auf Pump in Freizeitparks fahren...
Und: "Von den Reichen lernt man das Sparen" - da ist was dran.
21.03.2020 17:42
Zitat von Happy90:
Zitat von Twinkle:
Geht es dir generell darum neue Kontakte zu knüpfen oder ist es dir wirklich wichtig dass die neuen Kontakte „ärmer“ sind als du? Soll nicht böse klingen ist eine reine interessensfrage![]()
Einfach neue Kontakte, Sympathien. Bei denen es keine Rolle spielt. Bei denen sich aber auch keiner zurückhält, weil es irgendeinen komischen Grund gibt.
Das erlebte beschäftigt mich vlt zu sehr und daher ist es mir so bewusst und ärgert mich, dass es diese Unterschiede gibt.
Das klingt doch gut so weit
Denke das was viele hier durcheinander gebracht hat ist dieses bewusste Suchen nach einer Freundschaft zwischen arm und reich. Aber einfach neue Freundschaften und Kontakte ist doch etwas was sich garantiert irgendwie realisieren lässt
21.03.2020 17:43
OK,mein Post hört sich wohl echt doof an. Das tut mir leid
So war das nicht gedacht.
Mir ist es egal, ob meine Freunde ärmer oder reicher sind. Ob sie mehr oder weniger verdienen. Ob schwarz oder weiß usw usw.
Ich fand einfach meine Erfahrung mit Sympathie und dann Kontaktabbruch, weil man unterschiedlich lebt, einfach blöd.
So war das nicht gedacht. Mir ist es egal, ob meine Freunde ärmer oder reicher sind. Ob sie mehr oder weniger verdienen. Ob schwarz oder weiß usw usw.
Ich fand einfach meine Erfahrung mit Sympathie und dann Kontaktabbruch, weil man unterschiedlich lebt, einfach blöd.
21.03.2020 17:44
Zitat von Schnecke510:
Zitat von Anja_FFM:
Dieses Schichtendenken finde ich irgendwie befremdlich. Was sagt das über mich aus oder über andere? Herzlich wenig.
Freunde teilen zum Großteil meine Wertvorstellungen, nicht den Kontostand.
Doch, das sagt schon was aus. Es geht ja nicht nur um die Finanzen, sondern gerade um geteilte Wertvorstellungen, Bildungshintergründe, Wohnorte, Einkaufsvorlieben, Lebensziele usw...das ist doch letztlich alles schichtenspezifisch (wie man es nennt, ist egal...vielleicht neutraler: gruppenspezifisch). Und natürlich gehört jeder gesellschaftlichen Gruppen an, über die er sich identifiziert. Das kann man doch nicht leugnen. Und das ist völlig wertfrei.
Wertvorstellungen hängen doch nicht an einer Schicht. Einkaufsvorlieben sind mir ehrlich scheiß egal.
Ehrlich? Welcher Schicht gehöre ich an, wenn ich die noch nicht mal definieren kann? Was macht es, wenn ich mich als Mittelschicht fühle, aber keine bin?
21.03.2020 17:44
Zitat von MiramitLionel:
Zitat von Schnecke510:
Zitat von MiramitLionel:
Ich finde den Eingangspost etwas komisch. Wir haben Freunde, und uns interessiert da das Geld gar nicht. Klar von manchen weiß man, was die verdienen, wir kennen auch deren Berufe, ihr Zuhause und ihr Umfeld. Von vielen kennen wir sogar die Eltern. Aber das mache ich nicht an einem Gehalt fest, ob ich sie mag oder nicht. Wir sind nicht besser oder schlechter als andere. Wir halten uns für ganz normal, unabhängig von unserem Geld, das zur Verfügung steht.
Dieses sich für "normal" halten ist oft das Gefährlichste.![]()
Wir finden es gut für unswir sind glücklich mit dem, was wir haben und mein Mann verdient in meinen Augen nicht schlecht. Ich später sicher auch nicht. Nicht schlecht, aber eben auch nicht super gut. Normal eben. Wir waren mit Freunden schon im Urlaub, auch mit einigen, die weniger haben, als wir. Wobei ich diese Differenzierung eben nicht mag
Ich finde, das ist keine Frage von mögen oder nicht mögen. Es ist ein Faktum.
Ich weiß genau, wer mehr hat als wir. Das ist mir auch "egal", ich bin nicht unglücklich in meiner Situation. Aber 3 Wochen Tahiti mit der ganzen Familie würden wir nicht machen, weil es finanziell zu herausfordernd wäre für uns, das wäre unvernünftig. Für manche ist es egal. Die feinen Unterschiede...
21.03.2020 17:45
Zitat von Happy90:
OK,mein Post hört sich wohl echt doof an. Das tut mir leidSo war das nicht gedacht.
Mir ist es egal, ob meine Freunde ärmer oder reicher sind. Ob sie mehr oder weniger verdienen. Ob schwarz oder weiß usw usw.
Ich fand einfach meine Erfahrung mit Sympathie und dann Kontaktabbruch, weil man unterschiedlich lebt, einfach blöd.
Das ist auch blöd. Ich glaube auch nicht, dass das so sein muss
21.03.2020 17:45
Geld spielt in einer Freundschaft doch absolut keine Rolle. Weder meine Freunde noch ich interessieren sich für das Gehalt des jeweils anderen. Die Sympathie ist das, was wirklich wichtig ist, gleiche Interessen, dass man ähnlich tickt. Wobei ich sogar so weit gehe und sage: Nicht jeder, der mir sympathisch ist, zählt immer zu meinem Freundeskreis. Man trifft so unterschiedliche Charaktere, bei den einen fühlt man sich wohler, bei den anderen vielleicht nicht so. Ist einfach so. Mit Geld hat das absolut rein gar nichts zu tun.
Wenn ihr euch auseinandergelebt habt, sie den Kontakt abgebrochen hat, liegt das vielleicht wirklich an den verschiedensten Interessen. Du schreibst außerdem, dass du ihr Weihnachten versüßt hast, eventuell hast du das Thema "arm" und "reich" vielleicht auch zu sehr thematisiert, was ihr einfach zu viel wurde. Vielleicht hat sie dich gern, so als Mensch, aber mehr auch nicht.
Warum man als reicher Mensch nun unbedingt Freunde haben will, die ärmer sind, erschließt sich mir nicht so ganz. Eine Freundschaft passiert einfach, entwickelt sich.
Wenn ihr euch auseinandergelebt habt, sie den Kontakt abgebrochen hat, liegt das vielleicht wirklich an den verschiedensten Interessen. Du schreibst außerdem, dass du ihr Weihnachten versüßt hast, eventuell hast du das Thema "arm" und "reich" vielleicht auch zu sehr thematisiert, was ihr einfach zu viel wurde. Vielleicht hat sie dich gern, so als Mensch, aber mehr auch nicht.
Warum man als reicher Mensch nun unbedingt Freunde haben will, die ärmer sind, erschließt sich mir nicht so ganz. Eine Freundschaft passiert einfach, entwickelt sich.
21.03.2020 17:45
Zitat von Schnecke510:
Zitat von Anja_FFM:
Dieses Schichtendenken finde ich irgendwie befremdlich. Was sagt das über mich aus oder über andere? Herzlich wenig.
Freunde teilen zum Großteil meine Wertvorstellungen, nicht den Kontostand.
Doch, das sagt schon was aus. Es geht ja nicht nur um die Finanzen, sondern gerade um geteilte Wertvorstellungen, Bildungshintergründe, Wohnorte, Einkaufsvorlieben, Lebensziele usw...das ist doch letztlich alles schichtenspezifisch (wie man es nennt, ist egal...vielleicht neutraler: gruppenspezifisch). Und natürlich gehört jeder gesellschaftlichen Gruppen an, über die er sich identifiziert. Das kann man doch nicht leugnen. Und das ist völlig wertfrei.
Aber diese Gruppen müssen doch nichts mit den Finanzen zu tun haben... mit Freunden müssen mich doch nicht Einkaufsvorlieben verbinden!
21.03.2020 17:46
Zitat von Schnecke510:
Zitat von MiramitLionel:
Zitat von Schnecke510:
Zitat von MiramitLionel:
Ich finde den Eingangspost etwas komisch. Wir haben Freunde, und uns interessiert da das Geld gar nicht. Klar von manchen weiß man, was die verdienen, wir kennen auch deren Berufe, ihr Zuhause und ihr Umfeld. Von vielen kennen wir sogar die Eltern. Aber das mache ich nicht an einem Gehalt fest, ob ich sie mag oder nicht. Wir sind nicht besser oder schlechter als andere. Wir halten uns für ganz normal, unabhängig von unserem Geld, das zur Verfügung steht.
Dieses sich für "normal" halten ist oft das Gefährlichste.![]()
Wir finden es gut für unswir sind glücklich mit dem, was wir haben und mein Mann verdient in meinen Augen nicht schlecht. Ich später sicher auch nicht. Nicht schlecht, aber eben auch nicht super gut. Normal eben. Wir waren mit Freunden schon im Urlaub, auch mit einigen, die weniger haben, als wir. Wobei ich diese Differenzierung eben nicht mag
Ich finde, das ist keine Frage von mögen oder nicht mögen. Es ist ein Faktum.
Ich weiß genau, wer mehr hat als wir. Das ist mir auch "egal", ich bin nicht unglücklich in meiner Situation. Aber 3 Wochen Tahiti mit der ganzen Familie würden wir nicht machen, weil es finanziell zu herausfordernd wäre für uns, das wäre unvernünftig. Für manche ist es egal. Die feinen Unterschiede...![]()
Muss dann auch nicht Tahiti sein. Dort waren wir auch nicht. Wir waren gemeinsam mit mehreren Familien, anderen Kindern eben etc. War ein schöner Familienurlaub. Und man hat es so gestaltet, dass eben alle Spaß hatten. Aber da gehen Meinungen eben einfach auseinander.
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