Mütter- und Schwangerenforum

Keine Liebe mehr für das große Kind?

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Metalgoth
17463 Beiträge
18.06.2020 13:11
Zitat von Chrysopelea:

Zitat von Anonym 1 (20458 :

Zitat von nilou:

Zitat von Anonym 1 (20458 :

...


Da sehe ich deinen "Denkfehler". Du erwartest von deinem 5 jährigen das er ständig ohne murren zurücksteckt. Bist wahrscheinlich auch nicht besonders freundlich dann zu ihm. Ist doch klar das er dann rebelliert. Gerade 5/6 ist auch ein Alter wo viel "rebelliert" wird. Haben wir selber auch gerade. Und er steckt aufgrund von Corona + Geschwisterchen neu auch in einer neuen Situation die du meiner Meinung nach kaum für ihn berücksichtigst.

Nicht das Kind muss sein Verhalten ändern sondern ganz klar du!

Warum kann der Große nicht unten bleiben und derweil leise ein Buch lesen. Oder sich neben dich setzen und einfach zu schaun?


Weil das große Kind solche Ansagen absolut nicht akzeptiert. Die Alternative etwas leises zu tun stößt auf taube Ohren. Und zuschauen bei einem Baby das weint und einschlafen soll? Da ist keine Geduld da.
Ja heute hätte ich das Baby wirklich in die Trage packen können zum schlafen wie sonst auch oft. Wenn es schläft muss ich es aber ablegen weil den Haushalt kann ich nebenher damit nicht machen, da wacht es auf. Aber der Tag ist wirklich für den Allerwertesten. Ich habe keine Kraft ewig hin und her zu laufen. Ich weiß nicht was los ist. Wegen ein paar anderen Sachen stehe ich glaube ich unter Strom und unter Druck. Nächste Woche wollen wir etwas größeres am Haus machen und da ich das Baby habe werde ich kaum helfen können. Mein Mann wird fluchen und wir werden uns streiten. Wie jetzt schon weil er die Materialien alleine besorgen muss.

Mein Mann möchte nicht mehr im Haushalt tun. Weil ja keine Zeit ist neben der Arbeit. Und ja, mir ist es lieber er kümmert sich um das große Kind als um die Küche. Aber das ist ein anderes Thema.
Er versteht mein "Leid" nicht. Ich soll mich nicht so anstellen und einfach nicht überall dran rum meckern, ich bin selbst schuld. Er wird ja auch oft angefahren von mir weil er teilweise viele Sachen nicht nach meinen Vorstellungen macht bzw unzuverlässig ist. Ich darf mich auch nicht aufregen wenn er zum 4. Mal die falsche Milch vom Einkauf mitbringt oder statt dem günstigen Müsli das 3x so teure. Und einkaufen mag er sowieso nicht, ich soll froh sein er macht es. Wenn wir aber zu viert einkaufen gehen flucht er das es ja abartiger Stress ist mit Kindern einzukaufen, er macht es weiterhin solange das große Kind tagsüber noch nicht versorgt ist (Kindergarten) das ist ja zum Glück nur noch eine Frage der Zeit, hoffe ich.

Wenn ich das alles so lese meine ich inzwischen selbst ich bin der größte Hausdrache den es gibt.
Vielleicht überfordert mich auch einfach diese ganze Situation seit März. Wenn mein Mann Zuhause ist bin ich auch nicht so zickig zum großen Kind, bin entspannter. Und das dann natürlich auch.


Das finde ich von deinem Mann nicht in Ordnung. Ja, wenn er einkaufen geht, solltest du fünfe gerade sein lassen, wenn es nicht exakt das richtige ist. Aber wenn du in einer Situation leidest und das tust du ja ganz offensichtlich, dann hat er absolut kein Recht dir zu sagen du würdest "dich anstellen". Ein Partner sollte an dieser Stelle unterstützen und helfen, wenn du leidest. Gründe für leid sind sehr individuell und sollten immer ernst genommen werden!

Genau das!

Die Situation für das Kind ist nicht zumutbar. Aber, wenn man dann seinen Mann um Hilfe bittet, weil einem das bewusst ist, dann darf er das nicht klein reden!
Melly82
3548 Beiträge
18.06.2020 13:32
Zitat von Metalgoth:

Zitat von Anonym 1 (20458 :

Danke ihr seid toll.

Das Baby kann ich niemandem abgeben. Ich stille voll und es ist auch noch viel zu klein. Der Papa, eigentlich ein toller Papa, kriegt Schweißausbrüche wenn ich zb duschen gehen will. Er schiebt nichtmal den Kinderwagen wenn es schreit. Dann ist es mein Kind. Er hat Angst mit dem Baby überfordert zu sein weil es will ja eh nur Milch und Mama. Für das große Kind ist er ein toller Papa und das wird er beim kleinen auch. Derzeit ist aber wieder ein Schub oder sowas und auf den Arm nehmen geht nicht. Er ist ausser Haus von 6-17 Uhr und dementsprechend wenig sieht ihn das kleine. Aber ich weiß, die richtige Zeit wird da demnächst wieder kommen.
Sonst macht er im Haushalt wenig. Er geht seit März Einkaufen o.ä. macht Katzenklos, bringt den Müll raus. Kümmert sich abends um das große Kind. Aber oft auch immer mit dem Handy in der Hand. Mir ein Dorn im Auge, er sieht es aber nicht ein zu ändern weil er ja sonst nie Zeit hat für sich. Aber die Papa Zeit abends liebt das große trotzdem sehr. Auch am Wochenende nimmt er sich viel Zeit dafür.

Ich weiß nicht ob das bei mir so ein schief gelaufen Mutterinstinkt ist. Schon in der Schwangerschaft wurde ich als ziemlich bissig dem großen Kind gegenüber. Ähnlich einer Katze die die großen jungen irgendwann vertreibt. So fühl ich mich als. Als Menschenmama ist so ein Verhältnis total fehl am Platz.

Ich liebe ja mein großes Kind auch. Bin so stolz was es schon alles kann und wie selbstständig es ist. Oft fehlt mir aber auch der Überblick was kann ich von dem Alter erwarten und mit was überfordere ich es. Ich bin leider sehr perfektionistisch und mecker an allem rum.

Bei mir war es übrigens andersrum als Kind wie hier schonmal jemand geschrieben hat. Mein Bruder und ich haben 9 Jahre Abstand, ich bin eher jüngere. Und ich lief immer nebenher und wurde kaum beachtet und der große war immer das perfekte Vorzeigekind. Verstanden habe ich das ganze andere erst so ab 12-14.

Ich versuche auch ständig Dinge mit beiden Kindern zu machen, natürlich. Kuscheln mit beiden geht fast immer, ausser das kleine soll schlafen oder weint grad. Das kleine ist erst ein paar Monate und brauch noch viel Mama. Auch darf das große ständig helfen, Kleider raussuchen, Windel auf machen usw. oder im Haushalt ist es mir eine tolle Hilfe. Das klappt auch toll. Wenn dann aber so Szenen kommen wir es ist mein Baby, nein es soll jetzt nicht schlafen, mein ich will es jetzt im Arm haben, nein es hat keinen Hunger.... Da tick ich aus. Und sowas ist oft. Erklären bringt da nichts. Nein man stürzt sich in das größte Geheule dann und macht alles nur noch schlimmer und beide Kinder schreien sich in Rage. Und dann appelier ich an die Vernunft des großen Geschwisterkindes aber das benimmt sich ja dann auch wieder wie ein Baby um die Aufmerksamkeit zu bekommen.

Ich weiß das große Kind hat keine Schuld. Es reagiert nur auf mich und mein Verhalten. Aber ich bin sehr reizbar teilweise und wenn ich keine Kontrolle über etwas habe dann ist bei mir Schluss mit lustig.
Vorhin beim Frühstück richten stand in der Küche ein kleiner Plastik Hocker. Ich Baby mit Bauchweh auf dem Arm, laufe zwischen Tisch und Küchenschränken. Seh den Hocker nicht den jemand wieder sehr ungünstig hat stehen lassen. Tja, wen mach ich zur Sau? Könnt ihr euch denken. Würde ich ohne Baby drüber stolpern wär es ok, er darf ja auch da "wo" stehen. Aber mit Baby - da geht alles mit mir durch. Ja ich lege das kleine auch mal ab und ja es muss auch mal kurz schreien wenn ich grad nicht kann weil ich dem großen Kind ein Brot schmiere oder sowas. Wenn es zufrieden spielt oder auch schläft mach ich aber dann lieber schnell den Haushalt weil das große Kind natürlich in dem Moment meistens auch zufrieden spielt! Die Antennen dass es Mama brauch sind ja nur dann an wenn es gerade nicht passt, das nennt man ja.

Das klingt für mich wirklich sehr nach Überforderung.
Kannst du dir wirklich keine Auszeiten nehmen?
Dein Baby ist noch so klein, es schläft bestimmt viel.
Kannst du dich mit ihm mal hinlegen, wenn der Papa da ist und den Großen übernimmt?

Ich war phasenweise auch ungeduldig und schnell mit den Nerven am Ende. Das erledigte sich, indem ich mir mehr Zeit für mich und zum Durchatmen verschaffen konnte.


Ich habe übrigens die Erfahrung gemacht, dass der große Bruder fast immer richtig liegt, wenn er sagt :" Milie ist müde " oder "Milie hat jetzt keinen Hunger " also wenn das nächste mal so eine Bemerkung von deinem großen kommt, ruhig mal nachgucken, ob es nicht schlicht und einfach recht hat. Geschwister haben oft einen besonderen Draht zueinander.

Und dann ruhig mal sagen:" ich glaube du hast recht" was meinst du, wie stolz dein großes dann ist?

Bei uns nimmt es allerdings momentan schräge Züge an. Der große versucht die kleine vor Brokkoli uns Co zu retten. Wenn ich sie zu füttern versuche und sie das Gesicht angeekelt verzieht, kommt sofort:" Mama, lass es! Sie mag das nicjt!" Du bringst dich und deine Kinder um so viele schöne und witzige Momente.
Melly82
3548 Beiträge
18.06.2020 13:37
Zitat von Anonym 1 (20458 :

Zitat von nilou:

Zitat von Anonym 1 (20458 :

Zitat von Bimbam:

Hast du eine Tragehilfe oder ein Tragetuch? Unser Baby hat die meiste Zeit an mir geschlafen und ich hatte jede Menge Zeit und Muse für das große Kind. Da war es vollkommen wumpe, ob laut oder leise.

Wenn dein großes Kind sich genug wahrgenommen fühlt, entstehen von ganz allein Zeiten, in denen du dich ganz auf das Kleine konzentrieren kannst.

Aber dass es so ist, wie beim ersten Baby/ Einzelkind, davon musst du dich verabschieden. Ohr müsst ein Dteier-/Viererteam werden


Ich habe eine Tragehilfe die auch sehr oft genutzt wird. Aber wie gesagt, sobald ich Möglichkeit habe kurz Babyfrei (also wenn es mich nicht aktiv Brauch) zu haben mache ich den Haushalt oder kurz etwas für mich. Das große Kind ist gewohnt viel selbstständig zu spielen. Fluch und Segen zugleich. Man liest raus, lieber mach ich den Haushalt als mit dem großen zu spielen.
Eben kommt das große Kind auch wieder runter, ich versuche das Baby zum schlafen zu bringen. Ich sage sei bitte leise. Und da kommt ein Krach zum nächsten.
Würde es einfach kurz das tun was ich sage "geh hoch ich komme gleich zu dir wenn Baby schläft" wäre es alles einfacher. Aber nein. Da kommt der Gegenwille. Es ist zum wahnsinnig werden.


Da sehe ich deinen "Denkfehler". Du erwartest von deinem 5 jährigen das er ständig ohne murren zurücksteckt. Bist wahrscheinlich auch nicht besonders freundlich dann zu ihm. Ist doch klar das er dann rebelliert. Gerade 5/6 ist auch ein Alter wo viel "rebelliert" wird. Haben wir selber auch gerade. Und er steckt aufgrund von Corona + Geschwisterchen neu auch in einer neuen Situation die du meiner Meinung nach kaum für ihn berücksichtigst.

Nicht das Kind muss sein Verhalten ändern sondern ganz klar du!

Warum kann der Große nicht unten bleiben und derweil leise ein Buch lesen. Oder sich neben dich setzen und einfach zu schaun?


Weil das große Kind solche Ansagen absolut nicht akzeptiert. Die Alternative etwas leises zu tun stößt auf taube Ohren. Und zuschauen bei einem Baby das weint und einschlafen soll? Da ist keine Geduld da.
Ja heute hätte ich das Baby wirklich in die Trage packen können zum schlafen wie sonst auch oft. Wenn es schläft muss ich es aber ablegen weil den Haushalt kann ich nebenher damit nicht machen, da wacht es auf. Aber der Tag ist wirklich für den Allerwertesten. Ich habe keine Kraft ewig hin und her zu laufen. Ich weiß nicht was los ist. Wegen ein paar anderen Sachen stehe ich glaube ich unter Strom und unter Druck. Nächste Woche wollen wir etwas größeres am Haus machen und da ich das Baby habe werde ich kaum helfen können. Mein Mann wird fluchen und wir werden uns streiten. Wie jetzt schon weil er die Materialien alleine besorgen muss.

Mein Mann möchte nicht mehr im Haushalt tun. Weil ja keine Zeit ist neben der Arbeit. Und ja, mir ist es lieber er kümmert sich um das große Kind als um die Küche. Aber das ist ein anderes Thema.
Er versteht mein "Leid" nicht. Ich soll mich nicht so anstellen und einfach nicht überall dran rum meckern, ich bin selbst schuld. Er wird ja auch oft angefahren von mir weil er teilweise viele Sachen nicht nach meinen Vorstellungen macht bzw unzuverlässig ist. Ich darf mich auch nicht aufregen wenn er zum 4. Mal die falsche Milch vom Einkauf mitbringt oder statt dem günstigen Müsli das 3x so teure. Und einkaufen mag er sowieso nicht, ich soll froh sein er macht es. Wenn wir aber zu viert einkaufen gehen flucht er das es ja abartiger Stress ist mit Kindern einzukaufen, er macht es weiterhin solange das große Kind tagsüber noch nicht versorgt ist (Kindergarten) das ist ja zum Glück nur noch eine Frage der Zeit, hoffe ich.

Wenn ich das alles so lese meine ich inzwischen selbst ich bin der größte Hausdrache den es gibt.
Vielleicht überfordert mich auch einfach diese ganze Situation seit März. Wenn mein Mann Zuhause ist bin ich auch nicht so zickig zum großen Kind, bin entspannter. Und das dann natürlich auch.


Einerseits schreibst du,dass das zweite Kind so unkompliziert sei, dann geht aber di3ses und jedes nicht,.was bei anderen völlig problemlos klappt. Google mal den Begriff maternal gatekeeping. Das scheint auf dich gut zuzutreffen.
Marf
24787 Beiträge
18.06.2020 13:59
Du hast eher Probleme mit deinem Mann.Er mault,flucht,meckert und du machst fröhlich mit.
Und wehe der Große meldet sich dann auch noch zu Wort! Dann maulst,meckerst du ihn an.
Super.

Nochmal,rede mit deinem Mann und klärt eure Situation.Lass ihn auch mit den Kindern machen.Überdenke deinen Tagesablauf,deine Routinen.Sieh zu das du deine Probleme nicht zu denen deiner Kinder machst.Die können nix dafür ,das ihr 2 euch weder vernünftig organisieren könnt noch liebevollen Umgang miteinander habt.
Poca
42860 Beiträge
18.06.2020 14:03
Zitat von Anonym 2 (20458 :

Ich möchte gar nicht viel schreiben, aber ich war vor langer Zeit bei meiner Mutter das „große“ Kind als meine Schwester geboren ist (ich war fünf).
Ab der Geburt meiner Schwester war ich quasi unsichtbar für meine Mutter, außer es hatte jemand Schuld an etwas und wenn ich was für sich machen sollte.
Dieses Gefühl werde ich nie vergessen und seid dem kann ich meine Eltern auch nicht mehr richtig lieben. Mit ca. Sieben Jahren hatte ich jeden Tag Selbstmordgedanken und konnte mich nur nicht entscheiden wie ich es manchen soll.
Bitte lass es nicht so weit kommen und hole Dir Hilfe, falls du es nicht alleine hin bekommst!

oh man
Anonym 1 (204588)
6 Beiträge
18.06.2020 16:01
Zitat von Melly82:

Einerseits schreibst du,dass das zweite Kind so unkompliziert sei, dann geht aber di3ses und jedes nicht,.was bei anderen völlig problemlos klappt. Google mal den Begriff maternal gatekeeping. Das scheint auf dich gut zuzutreffen.


Also so wie ich den Begriff verstanden habe trifft es nicht zu.
Ich habe überhaupt kein Problem ihm das Kind zu geben. Er will nicht! Anfangs schlief das kleine stundenlang auf ihm. Aber sobald es quengelig wird oder gar schreit sieht man ihm die blanke Panik an, die sich natürlich auch überträgt auf das kleine.
Mit dem großen Kind ist er bis es so 2-3 Jahre alt war und verständlich reden konnte nicht alleine weg. Nie. Aus Angst er könnte es nicht beruhigen.
Ich hab das kleine auch schon bei ihm gelassen und bin in den Garten raus. Hab es jammern gehört, dann schreien. Bin dann doch mal rein, ich wusste aber Hunger kann es nicht sein. Dann krieg ich zu hören ach was die Mama hört dich auch mal.
Ja super. Tragen und etwas rumlaufen hilft oft. Ja ne, er will es nicht daran gewöhnen und ich hab es ja schon verwöhnt damit. Dass ich es 9 Monate getragen haben und es das nunmal so kennt möchte er nicht hören.

Ich werde jetzt schauen dass ich den Druck den ich nebenher noch hab, die To Dos die sich angesammelt haben, einfach zügig abzuarbeiten. Man kennt es ja, man schiebt unangenehme Dinge vor sich her aber hat immer diese unsichtbaren Fesseln angelegt bis die Aufgaben erledigt sind.

Wie ich mit meinem Mann Tacheles reden soll weiß ich nicht. Versuchen wir ständig aber mehr als paar Tage fruchtet es, wenn überhaupt, nicht. Weiß auch gar nicht was ich noch von ihm verlangen könnte wenn er 11 Stunden ausser Haus ist. Für jede zusätzliche Mini Tätigkeit im Haus erwartet er ja eine Medaille.
Chrysopelea
11483 Beiträge
18.06.2020 19:18
Zitat von Anonym 1 (20458 :

Zitat von Melly82:

Einerseits schreibst du,dass das zweite Kind so unkompliziert sei, dann geht aber di3ses und jedes nicht,.was bei anderen völlig problemlos klappt. Google mal den Begriff maternal gatekeeping. Das scheint auf dich gut zuzutreffen.


Also so wie ich den Begriff verstanden habe trifft es nicht zu.
Ich habe überhaupt kein Problem ihm das Kind zu geben. Er will nicht! Anfangs schlief das kleine stundenlang auf ihm. Aber sobald es quengelig wird oder gar schreit sieht man ihm die blanke Panik an, die sich natürlich auch überträgt auf das kleine.
Mit dem großen Kind ist er bis es so 2-3 Jahre alt war und verständlich reden konnte nicht alleine weg. Nie. Aus Angst er könnte es nicht beruhigen.
Ich hab das kleine auch schon bei ihm gelassen und bin in den Garten raus. Hab es jammern gehört, dann schreien. Bin dann doch mal rein, ich wusste aber Hunger kann es nicht sein. Dann krieg ich zu hören ach was die Mama hört dich auch mal.
Ja super. Tragen und etwas rumlaufen hilft oft. Ja ne, er will es nicht daran gewöhnen und ich hab es ja schon verwöhnt damit. Dass ich es 9 Monate getragen haben und es das nunmal so kennt möchte er nicht hören.

Ich werde jetzt schauen dass ich den Druck den ich nebenher noch hab, die To Dos die sich angesammelt haben, einfach zügig abzuarbeiten. Man kennt es ja, man schiebt unangenehme Dinge vor sich her aber hat immer diese unsichtbaren Fesseln angelegt bis die Aufgaben erledigt sind.

Wie ich mit meinem Mann Tacheles reden soll weiß ich nicht. Versuchen wir ständig aber mehr als paar Tage fruchtet es, wenn überhaupt, nicht. Weiß auch gar nicht was ich noch von ihm verlangen könnte wenn er 11 Stunden ausser Haus ist. Für jede zusätzliche Mini Tätigkeit im Haus erwartet er ja eine Medaille.


Oh je, das klingt nicht gut. Ich bekomme ehrlich gesagt ein bisschen das Gefühl, dass eure Beziehung das eigentliche Problem ist und zu deiner Überforderung beiträgt. Einen wirklichen Tipp hab ich aber nicht, wenn Gespräche nicht helfen und er es nicht einsieht. Kannst du vielleicht von jemand anderem (Oma, Freunde etc.) Hilfe bekommen? Dass jemand dir mal zumindest ein Kind abnimmt? Ein bisschen Exklusivzeit mit jedem der Kinder wäre vielleicht ganz gut
Zwergmaus83
1288 Beiträge
18.06.2020 20:55
Das klingt echt hart wie Du über Dein Kind schreibst. Such Dir Hilfe, ihr stürzt euch ins Unglück.
Ja es ist anstrengend mit zwei Kindern, aber man kann auch mit beiden Kindern kuscheln. Sucht euch einen Tag aus, wo Dein Partner auf euer Baby für ein paar Stunden aufpassen muss. Mach Deinem Mann klare Ansagen, z.B." Wenn das Baby schreit, nimm es in den Arm, dann bekommt es sein Fläschchen, nach/ vor dem Füttern wickeln etc."
Du steckst fest, du weißt das es nicht richtig ist, wie Du mit Deinem großen Schatz umgehst, schaffst es aber nicht, es zu ändern. Du brauchst also dringend Hilfe.
Anonym 1 (204588)
6 Beiträge
19.06.2020 15:11
Nachdem ich gestern das ganze hier mal so geschrieben hatte wurde mir einiges erst richtig bewusst. Auch eure Kommentare ließen mich nachdenken.
Heute war bisher ein toller Tag.
Als das Baby heute früh wieder schlief bin ich hoch zum großen Kind und wir haben zusammen aufgeräumt und gespielt. Wurde auch extra eingefordert und heute hab ich mich nicht in Ausflüchte gestürzt. Solange noch Geschirr in den Schränken ist geht's ja
So ging das immer weiter heute. Einmal bin ich etwas pampig geworden aber ich hab dann nochmal drüber nachgedacht und es dann doch anders gelöst.
Bin gespannt wie ich es weiter führen kann.
Bianca1980
5410 Beiträge
19.06.2020 17:56
Das freut mich für euch
Wünsche euch alles Gute
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