Mütter- und Schwangerenforum

Meine Situation erscheint ausweglos.. (ACHTUNG LANG)

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Anonym 1 (206041)
0 Beiträge
14.01.2021 20:46
Liebe Mamacommunity,

erstmal sorry, dass ich diesen Beitrag anonym verfasse. Ihr werdet später merken, warum.

Als ich 17 war, zog ich von der Schweiz alleine nach Deutschland, wegen der "Liebe", und weil ich eine schwierige Kindheit hatte, wollte ich weg vom Dorf und ab in die Stadt. Ich war ein lebensfroher Mensch, ständig am feiern, lachen usw. Ich lernte meinen (Ex) Partner kennen, und er war meine erste große Liebe. Wir gingen zusammen weg, hatten Spaß, es war eine sehr schöne Zeit. Das er aus Marokko kam, eine andere Mentalität und einen anderen Glauben hatte, störte mich bis dahin nicht, da er sehr offen war. Nachdem wir 5 Monate zusammen waren, wurde ich kurz vor meinem 18 Geburtstag ungeplant schwanger. Ich woltle anfangs abtreiben, habe es aber nicht übers Herz gebracht, auch wenn mir jeder dazu geraten hat (Gott sei dank habe ich es nicht getan!!). Mein Ex hat sich zu diesem Zeitpunkt mega über meine Schwangerschaft gefreut und alles war super. Bei mir fingen in der Schwangerschaft die ersten Anzeichen meiner Depression an; Weinattacken, Schlafstörungen, Zunkunftsängste.... Aber die Freude über das Baby hat überwogen. In der ganzen Schwangerschaft war er total nett, hat für mich geputzt, gekocht usw. da es mir nicht gut geht. Seit Beginn der Schwangerschaft hat er angefangen zu beten, und wir mussten auch islamisch heiraten. Gesagt getan, ich dachte mir, das bricht mir ja keinen Zacken aus meiner Krone. Nachdem mein Sohn geboren wurde, änderte sich plötzlich sein Verhalten. Er kam mich nur einmal im Krankenhaus besuchen (von 7 Tagen die wir dort waren), und zuhause ging es dann richtig los. Ich musste nur noch putzen, obwohl ich im Wochenbett lag, und keine Kraft hatte nach dem KS. Ich habe hier kein einziges Familienmitglied oder Freunde gehabt, die mir helfen hätten können. Ich habe nur noch geweint. Ich war 3 Jahre in Elternzeit, und oft in der Schweiz bei meiner Oma, die mich groß gezogen hat, sonst hätte ich es nicht ausgehalten. Im Laufe der Elternzeit radikalisierte er sich immer mehr, gestaltete sein und auch UNSER Leben immer mehr und mehr nach dem salafistischen Islam. Er wollte sich sogar mal dem Islamischen Staat in Syrien anschließen, aber ich konnte ihn davon abhalten. Sein bester Freund ging mit seiner Familie dort hin, und starb dort. Seine Ehefrau sitzt jetzt im Gefängnis als IS Rückkehrerin. Ich wusste, dass diese Ehe zum scheitern verurteilt war. Leider habe ich mich so manipulieren lassen über die Jahre, dass er mir das Gefühl gab ohne ihn kann ich nix, bin ich nix, schaffe ich nix, und mit Kind nimmt mich sowieso kein anderer. Mit meiner psychischen Erkrankung (die ich durch ihn habe, was er aber nicht zugibt) würde ich ohne ihn keine Zukunft haben. Es auch alleine mit Kind nicht schafen. So blieb ich 8 Jahre bei ihm. Er zwang mich, mich komplett zu verschleiern, ausser das Gesicht. Ich musste mich ihm komplett unterordnen und durfte niemals widerworte geben. Es kam auch zu übergriffen. Mein Sohn hat die ersten 6 Jahre seines Lebens alles mitbekommen. Er hat mich angespuckt, geohrfeigt, getreteten, usw. WARUM? Weil ich widerworte gab. Ich habe ihm gesagt, dass sich ein Mann in seinem Alter unter Kontrolle haben muss, und doch nicht so ausrasten darf. Er meinte immer nur, es ist meine Schuld, ich sei frech und höre nicht auf ihn. Für ihn bin an allem ich Schuld. Ich bin mir zu 100 % sicher, dass er ein Narzisst ist. Ich habe mich nie getraut, zur Polizei zu gehen, da sein Bruder bei den Hells Angels Mitglied ist und er mir gedroht hat, wenn ich zur Polizei gehe, nimmt er mir das Kind weg usw. Im November 2019 habe ich mich nun endlich von ihm getrennt. Leider haben wir noch bis November 2020 zusammengewohnt, da es in meiner Stadt schwierig ist, eine Wohnung zufinden. Seit dem er weg ist, genieße ich die Ruhe und Stille. Ich habe nach der Trennung die Bedeckung abgelegt und werde seit dem als Nutte bezeichnet. Zudem zwingt er mich, seinen Sohn islamisch zu erziehen, sonst würde er mir das Leben zur Hölle machen (und ja, das würde er, denn ich weiss wie seine kriminellen Verwandten sind). Mein Sohn darf von ihm aus keinen Geburtstag feiern (haben wir immer heimlich gemacht, er hat noch NIE mit seinem Sohn Geburtstag gefeiert), keine Musik hören, keine christlichen Feste mit zB meiner Familie in der Schweiz oder in der Schule feiern (wir haben immer heimlich in der Schweiz Ostern und Weihnachten gefeiert). Letztens gab es eine Schweigeminute wegen dem ermordeten Lehrer in Frankreich in der Schule meines Sohnes, mein Ex ist da einmarschiert, hat rumgeschrien, dass esin Sohn an so einer "schei* Schweigeminute" nicht teilnehmen wird, da der edle Prophet beleidigt wurde. Mein Sohn soll keine Gesichter zeichnen, wenn er malt, weil er damit die Schöpfung Allahs nachmachen würde etc. Meinem Sohn geht es leider schon so schlecht, dass wir so viele Geheimnisse vor Papa haben müssen, und er immer lügen muss. Ich weiss, dass das ein großer Fehler in der Erziehung war, aber was sollte ich in dieser Situation nur machen. Ich hatte seit der Geburt das alleinige Sorgerecht, darauf habe ich bestanden. Nun erpresst er mich, dass er dem Jungendamt sagt, dass ich eine Angststörung habe und depressiv bin. Er will das geteilte Sorgerecht. Ich habe aber Angst, weil ich dann im ERNSTFALL nicht mehr einfach so abhauen könnte, wenn das so weiter geht. Ich will nicht das mein Sohn salafistisch aufwächst, ich will das er offen aufwächst! Er zahlt keinen Unterhalt, obwohl er genug verdient. Er müsste 365 € p. M. zahlen, und droht mir, wenn ich dem Sozialrathaus sage, dass er nicht zahlt, dass er nicht mehr auf meinen Sohn aufpasst. Momentan bin ich darauf angewiesen, dass er aufpasst, da ich sehr krank bin und einfach keine Kraft mehr habe. Ich hab hier keine Familie die aufpassen könnte. Mich macht das alles noch wahnsinnig. Ich habe so Angst, dass ihm das Jugendamt bzw Gericht das halbe Sorgerecht gibt. Ich weiss nicht wohin ich mich wenden soll. Vielleicht wisst ihr mehr. Danke, dass ihr es gelesen habt!

Dieses Thema wurde anonym erstellt, weil:

Ich auf Grund der Situation Angst habe, erkannt zu werden

Jaspina1
1276 Beiträge
14.01.2021 21:07
Was würde passieren, wenn du zur Polizei gehen würdest? Drohungen etc sind ja nicht ohne. Frauenhaus? Es gibt meines Wissens auch Vereine , für Frauen wie dich.
Sonce
6587 Beiträge
14.01.2021 21:08
Mein erster Gedanke ist auch ein Frauenhaus und zwar soooo weit weg wie möglich und anonym.
mamamachma
5826 Beiträge
14.01.2021 21:10
Ich würde dir auch das Frauenhaus ans Herz legen. Die kenne sich damit bestimmt aus und wissen, wie man da weiter vorgehen kann.

Der Mann ist gefährlich und ich hätte Angst, das er ihn einfach ins Ausland entführt.
Egal wie krank ich wäre, ob ich im sterben läge - dieser Mann dürfte nicht auf mein Kind aufpassen.
Anonym 1 (206041)
0 Beiträge
14.01.2021 21:11
Zitat von Jaspina1:

Was würde passieren, wenn du zur Polizei gehen würdest? Drohungen etc sind ja nicht ohne. Frauenhaus? Es gibt meines Wissens auch Vereine , für Frauen wie dich.


Vielleicht würde mir irgendjemand was antun. Ich habe schon mitbekommen, wie Personen ein Messer reinbekommen haben und das teilweise sogar die Polizei Angst vor dieser Gruppe hat
Jaspina1
1276 Beiträge
14.01.2021 21:12
https://staerker-als-gewalt.de/hilfe-finden/hilfe- fuer-frauen

Kuck doch mal hier durch. Ruf einfach mal an, schildere deine Situation anonym und frag was du tun kannst und wer dir weiterhelfen kann.
-M-Y-A-
22476 Beiträge
14.01.2021 21:15
Kind nehmen, in die Schweiz ziehen, Anwalt nehmen und ihn wegen der Vorkommnisse verklagen, Jugendamt vorher mit ins Boot holen.
Anonym 1 (206041)
0 Beiträge
14.01.2021 21:17
Zitat von -M-Y-A-:

Kind nehmen, in die Schweiz ziehen, Anwalt nehmen und ihn wegen der Vorkommnisse verklagen, Jugendamt vorher mit ins Boot holen.


Das Problem ist, die Schweiz ist zu offensichtlich. Die wissen wo ich dort wohne , und ich müsste auch dort in ständiger Angst leben
Mimiminime
1315 Beiträge
14.01.2021 21:36
Zitat von Anonym 1 (206041):

Zitat von -M-Y-A-:

Kind nehmen, in die Schweiz ziehen, Anwalt nehmen und ihn wegen der Vorkommnisse verklagen, Jugendamt vorher mit ins Boot holen.


Das Problem ist, die Schweiz ist zu offensichtlich. Die wissen wo ich dort wohne , und ich müsste auch dort in ständiger Angst leben


Kontakt zum weissen Ring, Jugendamt, Polizei aufnehmen und dir einen Ort suchen,wo du von vorne anfängst und er nicht auf die Idee kommen würde dich zu suchen.
Dort in ein Frauenhaus, dann Wohnung suchen und dann wenn du Fuss gefasst hast eine Mutter Kind Kur machen und im Anschluss eine Therapie.
Das wäre ein guter Weg, um aus dieser Abhängigkeit zu kommen für euch beide.
-M-Y-A-
22476 Beiträge
14.01.2021 21:42
Zitat von Anonym 1 (206041):

Zitat von -M-Y-A-:

Kind nehmen, in die Schweiz ziehen, Anwalt nehmen und ihn wegen der Vorkommnisse verklagen, Jugendamt vorher mit ins Boot holen.


Das Problem ist, die Schweiz ist zu offensichtlich. Die wissen wo ich dort wohne , und ich müsste auch dort in ständiger Angst leben
theoretisch musst du das überall. In den meisten Ländern besteht Meldepflicht, zudem hast du Konto, Sozialversicherung, Krankenkasse etc. Über all das kann man dich finden. Allerdings hast du, nach eigenen Aussagen, Verwandtschaft und somit Unterstützung.
Marf
24787 Beiträge
15.01.2021 07:56
Nimm deinen Sohn und geh.Es ist einfach...glaub mir.Vor schlechten Dingen soll man sich fernhalten.Er ist schlecht.
Lass dir irgendwo von deinen Verwandten ein Zimmer buchen und fahr dort hin.
Wenn du Angst hast zurück in die Schweiz zu gehen soll dort jemand kommen und dir Hilfestellung geben oder wenigstens etwas Geld zur Überbrückung.Ansonsten aber gibt es überall Frauenhäuser die genau für solche Situationen gerüstet sind.Dafür reicht es wenn du an jedem Bahnhof zur Mission gehst und deinen Fall schilderst.Die helfen.
Aber den ersten Schritt dieser Reise musst du selber wagen. Machs.Jetzt sofort und ihr werdet endlich frei leben können.
Jaspina1
1276 Beiträge
15.01.2021 08:28
Du könntest auch in der Schweiz in ein Frauenhaus gehen. Allerdings würde ich das vorher rechtlich klären - sonst gilt es als vielleicht als Kindesentführung, weil du im Ausland bist. Die Drohungen und Schläge würde ich unbedingt anzeigen, damit es dokumentiert ist, auch beim Jugendamt evt.
nilou
9927 Beiträge
15.01.2021 10:04
Zitat von Jaspina1:

Du könntest auch in der Schweiz in ein Frauenhaus gehen. Allerdings würde ich das vorher rechtlich klären - sonst gilt es als vielleicht als Kindesentführung, weil du im Ausland bist. Die Drohungen und Schläge würde ich unbedingt anzeigen, damit es dokumentiert ist, auch beim Jugendamt evt.


Hier ist von „Vorteil“ das sie aktuell das alleinige Sorgerecht und somit Aufenthaltsbestimmungsrecht hat.

Ich sehe es aktuell sehr kritisch das du ihn zur Kinderbetreuung „brauchst“. Das würde ich sofort abstellen. V.a. wenn er dir doch eh droht das einzustellen.
AniMaxi
13039 Beiträge
15.01.2021 10:17
Also ich würde mal mit dem weißen Ring telefonieren. Die können dich schützen. Und du musst da echt schnell weg
Cookie88
34253 Beiträge
15.01.2021 10:21
Definitiv ins Frauenhaus und zur Polizei.
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