Mütter- und Schwangerenforum

Meine Weisheitszahn OP lief übel. Kann ich klagen?

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unique_sugerpie
269 Beiträge
04.11.2013 14:20
Ich habe noch nie so etwas grauenvolles erlebt.
In meinen Augen Ärztepfusch. Sie hätten vorsichtiger sein können.

Ich ging zu meiner Zahnärztin. Mir wurde Zahnstein entfernt und ein Beratungsgespräch bei einer Zahnklinik empfohlen , da meine unteren Weisheitszähne noch drin waren. Da diese mir aber absolut keine Beschwerden bereiteten, außer dass es manchmal lästig ist, die Speisereste aus dieser hintersten Lücke zu bekommen, wurde mir nur ein simple Beratung empfohlen. Ich nahm auch an, dass mein Fall ein ganz spezieller Fall ist und im nachhinein merkte ich, nachdem ich etwas recherchiert hatte, dass fast jeder so eine Weisheitszahn Op durchführt.

Auf jeden fall kam ich zu dem Termin in der Zahnklinik und schon am Empfang sagten sie mir, dass schon alles für die OP vorbereitet wurde und der Chefarzt in wenigen Minuten Anfangen würde.
Ich war überrascht und sagte erstmal, ne ne ... Ich möchte mich erstmal Beraten lassen, weil ich ja keine Zahnbeschwerden habe! Sie guckte mich nur ungläubig an und meinte noch , ja okay... schade... alles wäre schon heute für Sie vorbereitet gewesen, aber wenn sie wollen, dann machen wir nochmal einen anderen Termin und die Ärztin wird sich mit ihnen nur kurz darüber unterhalten.
Okay, ich ging also rein ins Behandlungszimmer. Die Ärztin betrat nach wenigen Minuten lächelnd und freundlich Wirkend das Zimmer mit den Worten:
Und Sie Angsthase wollen erstmal ein Beratungsgespräch anstelle sich der Op zu stellen"
Ich : " Ja, hehe, schließlich hat man nicht jeden Tag so ne OP und möchte vielleicht doch so ungefähr wissen, was als nächstes passiert, und was wieso gemacht werden muss" .
Sie erklärte mir alles Ausführlich. Sie sagte auch, dass es zu einer geringen Prozentzahl auch sein kann, dass für ein halbes Jahr , die Unterlippe Taub werden kann. Das ist das einzige Risiko der OP.
Ich musste noch eine Unterschrift auf ein Belehrungsblatt mit 4 Seiten setzen und gebe somit mein Einverständnis , trotz der möglichen Risiken , die OP stattfinden zu lassen. Ich hatte nicht recht viel Zeit diese 4 Seiten durchzulesen. Ich wollte sie durchlesen, dann man sagte mir ja auch, dass ich sie durchlesen soll und ungefähr bei der Hälfte kam aber die Assistierende rein und sagte, dass ich kaum Zeit hätte mir das alles ganz durchzulesen und ich einfach unterschreiben soll. Also tat ich das kurzerhand und sagte mir: Wird schon schief gehen. Und so schief ist es dann auch gegangen.

Ich willigte schließlich ein.

Der Chefarzt kam und machte sich an den ersten Weisheitszahn. Die Betäubung war stark und ich spürte nur das Drücken und Ziehen.
Später aber sagte er, mein Zahn wäre ziemlig hart und man müsse ihn erstmal mit dem Bohrer in kleine Stücke zertrümmern bis man ihn ziehen kann und so bohrte und bohrte er. Irgendwann wurde es mir zu heavy und ich hob meine Hand, da ich das Gefühl hatte der bricht mir jetzt ohne es zu merken, den Unterkiefer. Auch schmerzte es an der gebohrten Stelle. Als ob er zu tief Bohren würde und das einfach nicht wahr sein kann. Ich dachte ich müsste Sterben. Aber anstelle von einer Pause , schleuderte er meine Hand auf mich zurück und schimpfte: "Mensch, nehmen Sie ihre Hand da weg und lassen sie mich meine Arbeit machen. Jetzt bleiben sie mit ihrem Kopf mal ruhig , anstelle immer gleich abzuhauen.!" Und hinerher sofort " Entschuldigung, das machen Sie gut" Was aber vom Tonfall her eindeutig nicht ernst gemeint war.

Ich komme zum Punkt.
Sie brauchten fast 3 Stunden für die gesamte OP. Teilweise wurde es sogar aufgegeben , weil meine Zähne so fest saßen und sich einfach weigerten gezogen zu werden.
Sie zerrten und die Verzweiflung lag in ihren Augen, aber sie setzten immer neu an bis es schließlich geschafft war.
Ich soll in einer Woche zum Fäden ziehen wieder kommen

Jetzt ist es Zwei Wochen her.
Ich habe an der linken Hälfte meiner Unterlippe und meines Kinns kein Gefühl mehr. Ich bin wie betäubt. Außerdem ist die ganze linke Hälfte meines unteren Gebisses immernoch wie betäubt. Ich habe ein permanentes ziehen und kribbeln in dieser Region. Meine Psyche macht das auf dauer nicht mehr mit . Ich habe seit der OP jeden Tag geweint und könnte immernoch , wenn ich nicht mit meinen zwei kleinen Kindern davon abgelenkt wäre. Meine Lebensfreude sankt von 100% auf gerade mal 10% , da ich kein essen mehr genießen, keine Küsse mehr spüren kann und einen ekelhaften Schmerz habe der einfach nicht verschwindet.
Den Zeitraum für die Heilung lassen sie offen. Von 3 Wochen bis 6 Monaten soll ich einfach abwarten und Tabletten für die Heilung des mit in Leidenschaft gezogenen Nervs nehmen.

Ich bin fix und fertig. Würde am liebsten Schmerzensgeld verlangen, da mir ja gesagt wurde, dass es nur Taub sein könnte , aber nicht dass ich Wochenlang -Monatelang schmerzen habe, und das ununterbrochen. Außer wenn ich im Tiefschlaf bin, bin ich davon befreit. Aber nach jedem aufwachen ist der schmerz in einer nicht zu unterschätzenden Intensität wieder da. Kann ich da nicht irgendwie Schmerzensgeld klagen oder sowas? Ich trauere so meinem alten Leben hinterher
Mutterdingsi
18238 Beiträge
04.11.2013 14:42
puh .... das ist echt hart. Meine OPs waren net toll, aber das war ja echt heftig. Ich hatte vier Kieferops wegen Weisheitszähnen und noch wegen was anderem.
Geh auf jeden Fall zu nem anderen Arzt. Der kann Dir auch sagen, was genau schief gelaufen ist.
julia580
123 Beiträge
04.11.2013 14:47
Zitat von unique_sugerpie:

Ich habe noch nie so etwas grauenvolles erlebt.
In meinen Augen Ärztepfusch. Sie hätten vorsichtiger sein können.

Ich ging zu meiner Zahnärztin. Mir wurde Zahnstein entfernt und ein Beratungsgespräch bei einer Zahnklinik empfohlen , da meine unteren Weisheitszähne noch drin waren. Da diese mir aber absolut keine Beschwerden bereiteten, außer dass es manchmal lästig ist, die Speisereste aus dieser hintersten Lücke zu bekommen, wurde mir nur ein simple Beratung empfohlen. Ich nahm auch an, dass mein Fall ein ganz spezieller Fall ist und im nachhinein merkte ich, nachdem ich etwas recherchiert hatte, dass fast jeder so eine Weisheitszahn Op durchführt.

Auf jeden fall kam ich zu dem Termin in der Zahnklinik und schon am Empfang sagten sie mir, dass schon alles für die OP vorbereitet wurde und der Chefarzt in wenigen Minuten Anfangen würde.
Ich war überrascht und sagte erstmal, ne ne ... Ich möchte mich erstmal Beraten lassen, weil ich ja keine Zahnbeschwerden habe! Sie guckte mich nur ungläubig an und meinte noch , ja okay... schade... alles wäre schon heute für Sie vorbereitet gewesen, aber wenn sie wollen, dann machen wir nochmal einen anderen Termin und die Ärztin wird sich mit ihnen nur kurz darüber unterhalten.
Okay, ich ging also rein ins Behandlungszimmer. Die Ärztin betrat nach wenigen Minuten lächelnd und freundlich Wirkend das Zimmer mit den Worten:
Und Sie Angsthase wollen erstmal ein Beratungsgespräch anstelle sich der Op zu stellen"
Ich : " Ja, hehe, schließlich hat man nicht jeden Tag so ne OP und möchte vielleicht doch so ungefähr wissen, was als nächstes passiert, und was wieso gemacht werden muss" .
Sie erklärte mir alles Ausführlich. Sie sagte auch, dass es zu einer geringen Prozentzahl auch sein kann, dass für ein halbes Jahr , die Unterlippe Taub werden kann. Das ist das einzige Risiko der OP.
Ich musste noch eine Unterschrift auf ein Belehrungsblatt mit 4 Seiten setzen und gebe somit mein Einverständnis , trotz der möglichen Risiken , die OP stattfinden zu lassen. Ich hatte nicht recht viel Zeit diese 4 Seiten durchzulesen. Ich wollte sie durchlesen, dann man sagte mir ja auch, dass ich sie durchlesen soll und ungefähr bei der Hälfte kam aber die Assistierende rein und sagte, dass ich kaum Zeit hätte mir das alles ganz durchzulesen und ich einfach unterschreiben soll. Also tat ich das kurzerhand und sagte mir: Wird schon schief gehen. Und so schief ist es dann auch gegangen.

Ich willigte schließlich ein.

Der Chefarzt kam und machte sich an den ersten Weisheitszahn. Die Betäubung war stark und ich spürte nur das Drücken und Ziehen.
Später aber sagte er, mein Zahn wäre ziemlig hart und man müsse ihn erstmal mit dem Bohrer in kleine Stücke zertrümmern bis man ihn ziehen kann und so bohrte und bohrte er. Irgendwann wurde es mir zu heavy und ich hob meine Hand, da ich das Gefühl hatte der bricht mir jetzt ohne es zu merken, den Unterkiefer. Auch schmerzte es an der gebohrten Stelle. Als ob er zu tief Bohren würde und das einfach nicht wahr sein kann. Ich dachte ich müsste Sterben. Aber anstelle von einer Pause , schleuderte er meine Hand auf mich zurück und schimpfte: "Mensch, nehmen Sie ihre Hand da weg und lassen sie mich meine Arbeit machen. Jetzt bleiben sie mit ihrem Kopf mal ruhig , anstelle immer gleich abzuhauen.!" Und hinerher sofort " Entschuldigung, das machen Sie gut" Was aber vom Tonfall her eindeutig nicht ernst gemeint war.

Ich komme zum Punkt.
Sie brauchten fast 3 Stunden für die gesamte OP. Teilweise wurde es sogar aufgegeben , weil meine Zähne so fest saßen und sich einfach weigerten gezogen zu werden.
Sie zerrten und die Verzweiflung lag in ihren Augen, aber sie setzten immer neu an bis es schließlich geschafft war.
Ich soll in einer Woche zum Fäden ziehen wieder kommen

Jetzt ist es Zwei Wochen her.
Ich habe an der linken Hälfte meiner Unterlippe und meines Kinns kein Gefühl mehr. Ich bin wie betäubt. Außerdem ist die ganze linke Hälfte meines unteren Gebisses immernoch wie betäubt. Ich habe ein permanentes ziehen und kribbeln in dieser Region. Meine Psyche macht das auf dauer nicht mehr mit . Ich habe seit der OP jeden Tag geweint und könnte immernoch , wenn ich nicht mit meinen zwei kleinen Kindern davon abgelenkt wäre. Meine Lebensfreude sankt von 100% auf gerade mal 10% , da ich kein essen mehr genießen, keine Küsse mehr spüren kann und einen ekelhaften Schmerz habe der einfach nicht verschwindet.
Den Zeitraum für die Heilung lassen sie offen. Von 3 Wochen bis 6 Monaten soll ich einfach abwarten und Tabletten für die Heilung des mit in Leidenschaft gezogenen Nervs nehmen.

Ich bin fix und fertig. Würde am liebsten Schmerzensgeld verlangen, da mir ja gesagt wurde, dass es nur Taub sein könnte , aber nicht dass ich Wochenlang -Monatelang schmerzen habe, und das ununterbrochen. Außer wenn ich im Tiefschlaf bin, bin ich davon befreit. Aber nach jedem aufwachen ist der schmerz in einer nicht zu unterschätzenden Intensität wieder da. Kann ich da nicht irgendwie Schmerzensgeld klagen oder sowas? Ich trauere so meinem alten Leben hinterher



Oh man, das ist wirklich heftig!
Ich kann dir da leider nicht helfen. Das beste ist du suchst einen Anwalt, der kann dir am besten sagen wie du da vorgehen kannst.
Ich bin so froh das ich meine Weisheitszähne nicht entfernen lassen habe.
Ich wünsche dir gute Besserung und alles gute!
04.11.2013 14:50
Das tut mir natürlich Leid.

Leider verlaufen im Gesicht und im Kiefer viele Nerven. Wo genau, weiß man immer erst hinter und jeder Mensch nimmt Schmerz ander wahr. Damit sage ich nicht, dass du dich anstellst, sondern dass du Pech hast und leider sehr empfindlich bist. Mir muss man auch immer sehr hoch dosiertes Schmerzmittel beim Zahnarzt geben,ich spüre es noch immer sehr lange...

Nerven regenerieren sich wieder, aber es dauert. Von meinem KS hatte ich Blasenprobleme. Jetzt nach 6 Monaten kommt das Gefühl für eine volle Blase wieder. Im Gesicht ist es genauso. Die Nerven werden sich beruhigen. Gehe zu deinem Zahnarzt und mache dich schlau welche Schmerzmittel du nehmen kannst und sollst. Lange Ibuprofen zu nehmen, ist zB für den Magen nicht gesund. Trotzdem solltest du keine Schmerzen haben. Kann dir der Zahnarzt nicht helfen, gehe zum Hausarzt, der hat mehr Ahnung von der allgemeinen Schmerzbehandlung.

Klagen wird wahrscheinlich schwer. Du hättest drauf bestehen müssen den Lappen durch zu lesen und Probleme und Komplikationen können leider bei jeder OP auftreten...
butterfly1987w
18602 Beiträge
04.11.2013 15:02
ich hatte auch eine weißheitszahn-op bei meinem zahnarzt in der praxis der gleichzeitig kieferorthopäde ist.
seid dem ist meine zunge auf der linken seite taub, ebenso mein unterkiefer auf der seite. lippe zum glück nicht. ich habe reizstrom bekommen doch ohne erfolg.

machen kannst du da nix. denn mit deiner unterschrift hast du eigewilligt und bestätigt alles gelesen zu haben und genug aufgeklärt worden zu sein.

aber wie das gelaufen ist ist nicht ok. im nachhinein kann man viel sagen von wegen wärst du doch wieder gegangen usw, da hilft dir auch nicht.
aber die schmerzen werden weniger! das dauert bissl aber es wird. die taubheit kann bleiben. bei mir bleibt sie für immer.

geh zu einem anderen arzt und lass nachschaun. eventuel hilft bei dir reizstrom.
Quinya
3110 Beiträge
04.11.2013 15:57
Bist du rechtschutzversichert? Wenn ja dann ab zum Anwalt. Versuchen kann mans ja?! Lass dich am besten von ihm beraten was für Chancen du hast. Interessant wäre halt, was auf den restlichen 2 Seiten stand, die du nicht gelesen aber unterschrieben hast. Kann natürlich sein, das da genau das drauf stand: Schmerzen, kribbeln etc.

Tut mir SO leid für dich!!! Ich würde noch mal einen anderen Arzt aufsuchen - vielleicht kann der dir helfen?
03Juni
10945 Beiträge
04.11.2013 16:35
hab so ziemlich das gleiche durch vor 3 Jahren. Meine Weisheitszähne wuchsen quer und die nerven waren ziemlich blöd durch die wurzel gewickelt. die op war die hölle und ich war danach 6 wochen im bett. aufstehen alleine hat schon höllische schmerzen verursacht und meine lippe war ewig taub, wie eingeschlafene füße hat sich das angefühlt. wurde aber nach und nach besser und auch die schmerzen wurden nach ner weile schlagartig besser.

ich hab nicht geklagt und ich denke auch nicht dass man deshalb klagen kann, denn du hast unterschrieben dass du verstanden und akzeptiert hast, dass es zu diesen komplikationen kommen kann.

natürlich ist es unter aller sau, dass die dir keine zeit gegeben haben, alles zu lesen und dass der doc dich so angeschnauzt hat noch viel mehr!! aber dass deine zähne bescheuert lagen, kann der arzt nichts dafür und du hast es unterschrieben, dass du alles gelesen hast, verstanden hast, und dass du die risiken hin nimmst. die haben sich da schon wasserdicht abgesichert.
es ist erst 2 wochen her, kopf hoch, bald wird es besser!
Laura2012
1962 Beiträge
04.11.2013 17:09
Ich finde es immer wieder traurig, wie aus reiner profitgier OPs durchgeführt werden, die unnötig sind und absolut gegen das Wohl des Patienten gehen.

Was du durchgemacht hast, ist echt krass, aber ich denke dass du mit einer Klage nicht weit kommst.
Wogegen willst du klagen? Du hast es unterschrieben. Ob gelesen, oder nicht.

Mein Mann hatte auch extreme Schmerzen nach der OP und 0815 Schmerzmittel halfen ihm gar nicht.
Bei meinem Mann wurde übrigens vorher ein Röntgenbild angefertigt, auf dem man sehen konnte wie die Nerven der Lippe verlaufen. Das mussten wir zwar privat bezahlen, aber es hat sich gelohnt, da der Nerv tatsächlich durch die Wurzel lief und der Arzt wusste was auf ihn zukommt.

Ich kann dir nur raten, dir anständige Schmerzmittel zu besorgen. Ich weiß nicht, ob ein normaler Zahnarzt sowas verschreibt. Wir haben damals Novaminsulfon nur in der Zahnklinik bekommen und damit war er schmerzfrei.

Ich wünsche dir schnelle Besserung und alles Gute.
03Juni
10945 Beiträge
04.11.2013 17:15
Zitat von Laura2012:

Ich finde es immer wieder traurig, wie aus reiner profitgier OPs durchgeführt werden, die unnötig sind und absolut gegen das Wohl des Patienten gehen.

Was du durchgemacht hast, ist echt krass, aber ich denke dass du mit einer Klage nicht weit kommst.
Wogegen willst du klagen? Du hast es unterschrieben. Ob gelesen, oder nicht.

Mein Mann hatte auch extreme Schmerzen nach der OP und 0815 Schmerzmittel halfen ihm gar nicht.
Bei meinem Mann wurde übrigens vorher ein Röntgenbild angefertigt, auf dem man sehen konnte wie die Nerven der Lippe verlaufen. Das mussten wir zwar privat bezahlen, aber es hat sich gelohnt, da der Nerv tatsächlich durch die Wurzel lief und der Arzt wusste was auf ihn zukommt.

Ich kann dir nur raten, dir anständige Schmerzmittel zu besorgen. Ich weiß nicht, ob ein normaler Zahnarzt sowas verschreibt. Wir haben damals Novaminsulfon nur in der Zahnklinik bekommen und damit war er schmerzfrei.

Ich wünsche dir schnelle Besserung und alles Gute.


Novalgintropfen/Novaminsulfon kann jeder doc verschreiben

mir haben damals am besten die voltaren kapseln geholfen. paracetamol und ibuprofen waren selbst in einer pferdedosis wirkungslos (obwohl ich sonst gut drauf reagiere)

auf jeden fall musst du jetzt nicht den tapferen helden spielen, liebe TS, du darfst jetzt ruhig kräftig was nehmen, damit es dir besser geht! ist ja nicht für ewig, du wirst sehen, dass du schon bald nichtmehr so viel brauchst!
Soleil
9304 Beiträge
04.11.2013 18:12
Schließe mich den anderen an.

Finde es schwierig, zu klagen, denn du weißt ja nicht, was drinnen stand. (Es könnte ja auch drin stehen - Schmerzen und Taubheit bis zu 1 Jahr möglich..oder sowas... )

Aber wenn du nen guten Anwalt hast/kennst bzw ne Rechtsschutz hast, kannst du da ja mal anfragen.
Finde auf jeden Fall die Praktiken des Arztes nicht gut. (Kurzes Beratungsgespräch, in dem einem vermittelt wird, Beratung sei unnötig // Reaktionen/Tonfall des Arztes usw)
04.11.2013 18:17
Oh weia

Ich denke gegen das Resultat (der zerstörte Nerv, der sich jetzt langsam wieder aufbaut) kannst du nichts tun. Entsprechend auch nichts gegen das Taubheitsgefühl und die Schmerzen danach.

Was aber nicht geht und wo ich durchaus denke, dass du was dagegen tun kannst bzw. dagegen Klagen kannst, ist die Behandlung als solche!
Der Zahnarzt ist verpflichtet dich während der OP schmerzfrei zu halten, das hat er nicht getan. Er ist verpflichtet dir Pausen zu gönnen, auch das hat er nicht getan.
In dem er dir die Hand weggeschlagen, dich angeschnauzt und einfach weiter gemacht hat, hat er dir ja ganz offensichtlich in dem Moment nicht nur einen körperlichen Schaden, sondern auch einen seelischen Schaden zugefügt.

Und deswegen würde ich klagen.
Du hattest Schmerzen, die du nicht hättest haben müssen, wenn er dich zu Wort hätte kommen lassen und du hast ein Trauma erlitten, welches total unnötig und abwendbar gewesen wäre, wäre er auf dich eingegangen.

Ich finde, das ist Grund genug. Dafür würde ich zum Anwalt gehen.
Wegen der Nachwirkungen wird das nix geben Aber lass dich nicht entmutigen und dich bei einem Anwalt beraten. Ich würde den nicht so ungeschoren davon kommen lassen, schon gar nicht wo du wirklich so darunter leidest.

Ich wünsch dir alles Gute

P.S. Nach meiner Weisheitszahn-OP habe ich Dolomo Schmerztabletten bekommen. Die, zusammen mit Novalgin haben mich absolut schmerzfrei gehalten.
BayernMadl
1689 Beiträge
04.11.2013 18:23
Das tut mir voll leid für dich

Wenn du keine beschwerden hattest, hätte ich die Op niemals gemacht.

Würde zum anwalt gehen und mich beraten lassen
Britta
25259 Beiträge
04.11.2013 18:39
Erstmal tut es mir leid, wie das ganze gelaufen ist wirklich nicht schoen

Klagen wirst du nicht koennen, denn du hast den Aufklaerungsbogen unterschrieben. Das du ihn nicht komplett gelesen hast, ist deine Schuld, Sorry Klar darf dich keiner zwingen etwas zu unterschreiben, wenn du noch nicht fertig bist, aber Fakt ist, du hast unterschrieben, du haettest auch sagen koennen "Das ist mir egal, ich unterschreibe es nicht, wenn ich es nicht fertig gelesen habe"
Es steht da naemlich auch drin, was passieren kann, u.a. Nervenverletzungen, Taubheitsgefuehl usw.

Wenn Ibuprofen und Paracetamol nicht helfen, wuerde ich mir Novalminsulfon verschreiben lassen, das ist ein Opiat und wird nach OP's gegeben.

Wuensche dir gute Besserung
LOU09
3200 Beiträge
04.11.2013 18:47
Das tut mir leid für Dich
Erstmal da du die Einverständniserklärung unterschrieben hast und da auch drinnen steht das es passieren kann das man kein Gefühl in der Lippe Zunge haben kann, sehe ich es etwas schwierig an da zu Klagen. du hast unterschreiben also waren dir die Risiken bekannt. Und es interessiert dann keinen ob du alles gelesen hast oder nicht. Hättest sagen können NEIN ICH WILL DASS NOCH DURCHLESEN UND WENN SIE WAS DAGEGEN HABEN KANN ICH AUCH GEHEN.
Ich arbeite in einer Zahnarztpraxis und bei uns ist es auch einmal passiert. Die Patientin hast über einen Monat kein Gefühl gehabt, erst dann kam es so langsam wieder. Da der Nerv nur leicht verletzt war. Aber wenn der Nerv durchtrennt ist, dann ist es unwahrscheinlich das du da noch was merken wirst.
Es ist so wie eine PDA es kann gut gehen oder es gib Fälle wo es schief geht und man gelähmt ist. Aber auch da unterschreibt man so ein Wisch vorher. Eine bekannte hat auch zum Schluss ne PDA wollen und hat den Wisch unterschrieben bevor sie ihn zu Ende gelesen hat. Die PDA ging leider nicht so gut und die Frau sitzt jetzt im Rollstuhl. Und hat dagegen geklagt und verloren. Da sie es ja unterschrieben hat. Aus Kulanz vom kh hat die dann etwas Schmerzensgeld bekommen aber das wars auch.
Es ist sehr schwer ein Ärztepfusch nachzuweisen.

Du kannst gerne zum Anwalt gehen und dich beraten lassen aber ob du erfolg haben wirst ist eher fraglich.
-Chucky-
12034 Beiträge
04.11.2013 19:40
Ganz ehrlich? Für mich hört sich das an wie eine normale Weisheitszahn-OP mit einem Patienten, der nicht so still hält, wie er soll und einem Arzt, der davon genervt ist. Dass er dich so angeblafft hat, ist blöd, keine Frage. Alles andere, was die OP betrifft ist wohl normal. Man bekommt den Kiefer nicht immer schmerzfrei, man hat das Gefühl der Kiefer breche durch, wenn der Zahn herausgehebelt wird, manchmal müssen die Zähne eben zertrümmert oder zersägt werden. Das mit dem Nerv ist doof, aber das wird bestimmt wieder.

Was die Schmerzen angeht, so hatte ich sechs Wochen danach desöfteren noch Schmerzen. Das ist halt eine OP und auch wenn die oberflächige Wunde schnell verheilt, wird da doch am Knochen gewerkelt...

Halte durch und schluck deine Schmerzmittel. Es geht wohl bald besser. Grund für eine Klage sehe ich hier nicht, zumal du den Wisch unterschrieben hast und eben genau das eingetreten ist, worüber du aufgeklärt wurdest.

Gute Besserung...
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