Mütter- und Schwangerenforum

18 Monate und der Brei...

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Pauline13
2080 Beiträge
29.03.2016 13:50
Hallo!
Meist lese ich hier nur still mit, jetzt habe ich aber doch mal ein "Problem" und hoffe, ein paar Tips von Euch ergattern zu können.

Unsere Tochter ist knapp 18 Monate alt und wir kommen einfach nicht vom Brei weg. Sie hatte Probleme mit stückigem Essen, hat ständig gewürgt, sodaß wir erst nach dem 1. Geburtstag mit "richtigem" Essen starten konnten. Momentan sieht es so aus :

- Frühstück: Müsli mit Milch und Obst
- Zwischenmahlzeit :Unterschiedlich,Obst,Joghurt,Reiswaffeln...
- Mittagessen: Gemüse-Kartoffel-Brei (2-3x mit Fleisch)
- Zwischenmahlzeit: s.o.
- Abendessen: ein paar Happen von unserem Essen, dann Milchbrei

Wir essen abends warm, 1-2x die Woche gibt es Brot. Sie mag grundsätzlich alles, aber erstens ißt sie nur kleine Mengen und braucht danach noch den Milchbrei, um satt zu werden, und zweitens läßt sie sich grundsätzlich füttern...

Anfangs hat sie alles selbst in die Hand genommen und abgebissen, dann musste ich es ihr "hinhalten", inzwischen nimmt sie es nur, wenn wir es kleinschneiden und sie mit der Gabel füttern... also eher Rückschritt als Vorankommen. Mit Löffel oder Gabel matscht sie nur herum.

Ich bin etwas planlos, wie ich weitermachen soll. Abends dreht sie sich dann irgendwann weg und nimmt nichts mehr, fordert dann aber lautstark ihren Milchbrei ein. Testweise haben wir den mal weggelassen, nachdem sie ganz ordentlich gegessen hatte, das ging dann ein paar Stunden gut...dann wacht sie auf und weint so lange, bis sie eine Flasche bekommt (die eigentlich seit 3 -4 Monaten nicht mehr erforderlich ist) Also hatte sie ja noch Hunger.
Zugegebenerweise bekommt sie mittags daher weiterhin ihren Brei, da meine Versuche, ihr etwas anderes zu geben, ähnlich wie abends endeten und ich dann doch wieder "nachfüttern" musste.

Brot ißt sie nicht ganz so gerne, lieber gekochtes Essen, was mir zusätzlich die Frage aufwirft, wie ihr zukünftiges Mittagessen am besten aussehen sollte. Auch warm, wie abends?

Vielleicht habt Ihr ja den ein oder anderen Ratschlag für mich, oder Erfahrungsberichte, wie es bei euren Kindern geklappt hat.
Ich versuche ja eigentlich, mich nicht zu stressen, wie heißt es so schön, kein Kind ißt mit 18 Jahren noch Brei aber nach 6 Monaten Herumgehampel bin ich eben doch etwas ratlos..

Liebe Grüße
pauline

Herzensfee
408 Beiträge
29.03.2016 13:59
Huhu

bei mir sieht es so ähnlich aus.

Meine Tochter kommt mit Brei,weich gekochten Sachen und generell alles was leicht zu schlucken ist am besten klar.

Sonst muss auch sie würgen,was bis zum Spucken gehen kann.
Sie hat aber eine leichte Muskelschwäche,welches sich auch auf das Kauen auswirkt.
shelyra
69259 Beiträge
29.03.2016 14:07
ich würde erstmal dazu übergehen, dass sie abends bei euch mit isst. kinder ahmen gerne nach udn wenn sie sieht ihr esst das gleiche wie sie, dann klappt es oft besser.
dazu könnte man ja die erste zeit so kochen dass für sie etwas dabei ist. also etwas mit weichen nudeln oder kartoffelbrei, ne suppe usw

und dann fällt mir eigentlich nur noch eins ein: eure tochter hat euch gut erzogen
sie will gefüttert werden, ihr macht das auch brav mit obwohl ihr wisst dass sie es auch alleine kann.

ihr wollt sie nicht mehr füttert, dann zieht das durch. schneidet ihr essen so dass sie das selber essen kann. und dann lasst sie machen. das dauert vielleicht mal etwas länger und wird nicht ohen geklecker funktionieren, wird sicher auch mit geknatsche einher gehen - aber sie wird verstehen dass sie selber essen muss und dies auch kann.
kein kidn verhungert freiweilig vor einem vollen teller!
Pauline13
2080 Beiträge
29.03.2016 14:23
Oh ja, da ist was dran - sie hat uns erzogen. Ich gehe auch davon aus, daß sie zumindest was das "Selberessen" angeht einfach nur zu faul ist, weil Mama und Papa ja alles so schön vorschneiden und füttern...
Allerdings dauert es nicht länger, wenn sie alleine essen soll......sie ißt dann konsequent gar nichts! Daher greife ich natürlich schon mal eher zum Löffel.

Also abends ißt sie ja bei uns mit - das, was wir auch essen. Es ist immer etwas "weiches" dabei, oft Nudeln, Fisch, Kartoffeln, Suppe..... sie sieht ja, daß wir es auch essen. Sie bekommt einen eigenen Teller - hört dann aber irgendwann einfach auf, zeigt auf die Küche und sagt "Bei".

@ Herzensfee: Anfangs hatte ich auch mal über eine Muskelschwäche nachgedacht wegen dem Würgen, aber es ist alles in Ordnung. Inzwischen würgt sie nur noch ganz selten. Allerdings merke ich, daß sie selten kaut - meist schluckt sie auch Nudeln & Co. einfach herunter...

Liebe Grüße
pauline
Nanny86
2538 Beiträge
29.03.2016 14:52
Wie sieht es im Mund aus? Wieviele Zähne hat sie?
LIttleOne13
26290 Beiträge
29.03.2016 15:03
Zitat von Pauline13:

@ Herzensfee: Anfangs hatte ich auch mal über eine Muskelschwäche nachgedacht wegen dem Würgen, aber es ist alles in Ordnung. Inzwischen würgt sie nur noch ganz selten. Allerdings merke ich, daß sie selten kaut - meist schluckt sie auch Nudeln & Co. einfach herunter...


Sie kennt es ja auch nur so durch den Brei.
Herzensfee
408 Beiträge
29.03.2016 15:09
Zitat von Pauline13:

Oh ja, da ist was dran - sie hat uns erzogen. Ich gehe auch davon aus, daß sie zumindest was das "Selberessen" angeht einfach nur zu faul ist, weil Mama und Papa ja alles so schön vorschneiden und füttern...
Allerdings dauert es nicht länger, wenn sie alleine essen soll......sie ißt dann konsequent gar nichts! Daher greife ich natürlich schon mal eher zum Löffel.

Also abends ißt sie ja bei uns mit - das, was wir auch essen. Es ist immer etwas "weiches" dabei, oft Nudeln, Fisch, Kartoffeln, Suppe..... sie sieht ja, daß wir es auch essen. Sie bekommt einen eigenen Teller - hört dann aber irgendwann einfach auf, zeigt auf die Küche und sagt "Bei".

@ Herzensfee: Anfangs hatte ich auch mal über eine Muskelschwäche nachgedacht wegen dem Würgen, aber es ist alles in Ordnung. Inzwischen würgt sie nur noch ganz selten. Allerdings merke ich, daß sie selten kaut - meist schluckt sie auch Nudeln & Co. einfach herunter...

Liebe Grüße
pauline


Kauen ist auch nicht ihr Ding. Sie kann es zwar,aber auch sie schluckt lieber runter. Harte Sachen, wie Gurke,Paprika kann sie aber nicht kauen - wie ist denn bei euch?
Wir haben gerade erst 4 Zähne und 4 kommen durch.
Pauline13
2080 Beiträge
29.03.2016 16:07
12 Zähne hat sie. Abbeißen und kauen funktioniert auch. Aber anscheinend nur, wenn es gaaaar nicht anders geht.... sobald sie merkt, daß sie etwas nicht allzu hartes im Mund hat, lässt sie das Kauen gleich bleiben und schluckt einfach nur. Gurke zum Beispiel kaut sie schon. Oder Kekse. Das ist wohl nicht das Problem.
Ich habe eher das Gefühl, daß sie vor allem den Milchbrei abends so gerne mag, daß sie "noch Platz lässt". Sofern man das bei einem Kleinkind so sagen kann.... So nach dem Motto "Ich habe jetzt genug Nudeln gegessen, komm mal mit dem Nachtisch!"
Pauline13
2080 Beiträge
29.03.2016 16:09
Einige Dinge hat sie auch schon ab 7 oder 8 Monaten gegessen, Reiswaffeln, Hirsekringel, und auch Banane, das ging da schon und da hat sie auch gekaut. Es ist also nciht so, daß sie "nur" Brei kennt.
29.03.2016 18:54
Hmm dann liegt es vielleicht an der Uhrzeit oder Tageszeit? Babys lieben ja auch das Einschlaffläschchen und da ist der Abendbrei ja ähnlich vielleicht mag sie abends einfach nichts so wirklich festes.
Obsidian
15967 Beiträge
29.03.2016 19:02
Wenn du mal richtiges Essen statt des Kartoffel-Gemüse Breis machst und das nur schwach anpürierst? So haben wir es lange Zeit gemacht.

Jan hat auch lange Zeit Stückchen eklig gefunden und wieder ausgespuckt. Wir haben uns rangetastet mit CousCous, Polenta etc und dann "richtige" Sachen erst fein und später immer weniger püriert.
Pauline13
2080 Beiträge
29.03.2016 20:00
Hm, also mittags war es beim Versuch ja genauso auch da hat sie sich am "normalen" Essen nicht satt gegessen und dann noch Gemüsebrei hinterher.

Die Stücke sind eigentlich nicht mehr das Problem. Wir hatten z.B. vorhin Nudeln. Sie hat einiges davon gegessen, sogar selbst mit ihrer Gabel (ein bisschen geführt, weil die Nudeln sich nicht aufspießen lassen wollten ). Es waren Fusilli - die sind ja nicht gerade klein. Hat sie so mehr oder weniger gekaut und man merkte, daß es ihr schmeckte, ging Ratz-Fatz. Aber noch bevor ihr Teller leer war hat sie aufgehört und auf die Küche gezeigt : "Bei!"

Ich denke doch, wenn sie immer noch Probleme mit den Stückchen hätte, oder diese nicht so gerne mag, würde sie nicht erst davon essen?
29.03.2016 20:10
Ich würde den Brei abends erstmal konsequent weglassen. Nach ein paar Tagen wird sie kapieren dass sie sich am Essen satt essen doll und nicht am Brei (was ist das für ein Brei genau?).
Wenn sie dann abends genug isst würde ich mittags angehen.
Was möchtest du denn langfristig dass es mittags gibt? Brot? Dann mach das. Verschiedene Brotsorten und Aufstriche/Wurdt/Käse probieren, sie gewöhnt sich schon dran.
shelyra
69259 Beiträge
29.03.2016 20:13
ich persönlich würde den brei einfach langsam reduzieren. anstatt ne volle portion nachdem essen gibt es in zukunft nur noch ne halbe. ein paar tage später ne viertel usw...

auch wenn sie dadurch vielleicht schneller mal wieder hunger bekommt so würde ich ihr dann einfach immer udn immer wieder etwas stückiges anbieten. dann gibt es halt mal ne banane oder nen zwieback als zwischenmahlzeit.

mit der zeit wird sie verstehen, dass sie keinen brei mehr bekommt udn "anderes essen" essen muss um satt zu werden

das essverhalten wird sich sicher nicht von heut auf morgen verändern. dazu muss man etwas geduld haben
saluki87w
3804 Beiträge
29.03.2016 20:22
Also wenn deine Maus organisch nix hat, dann wäre ich an deiner Stelle knallhart.

Ich würde ihr das anbieten, was du findest dass sie essen sollte (abends z.B. von eurem Essen) und fertig.
Vielleicht würde ich ihr den Milchbrei oder einen Joghurt noch in Miniportion anbieten, als Nachtisch quasi. Aber definitiv nicht mehr zum satt futtern. Dafür gibt es "richtiges Essen"...
Und wenn sie dann ein paar Tage (damit meine ich nicht nur 2-3 Tage) nachts nochmal Hunger bekommt, dann hat sie ein wenig Pech gehabt.
Dann würde ich höchstens nochmal Wasser anbieten.

Auch das Essen reichen würde ich ihr definitiv nicht. Sie kann allein essen, dann sollte sie das auch tun.

Eine meiner Vorschreiberinnen formulierte so treffend: sie hat euch echt gut erzogen.
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