Mütter- und Schwangerenforum

Immer noch am Stillen / Kind schlechte Esserin

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Tanibanani
2 Beiträge
04.10.2016 20:59
Hallo,
Ich bin bald echt am Verzweifeln.. Meine Tochter ist 13 Monate.. Ich habe 7 Monate voll gestillt. Das war schon schlimm für mich da wir wirklich fast alle erdenklichen Stillprobleme durchgemacht haben.. Glaub jede Andere hätte an meiner Stelle aufgehört... Habe es trotzdem durchgezogen und nach vier Monaten hat auch endlich das Stillen geklappt.. und dann habe ich nach dem. Siebten Monat langsam mit Beikost angefangen. Was war.. Die totale Katastrophe.. Was ich auch gekocht habe, nix hat sie gegessen.. Alles immer in einer großen Sauerei geendet.. Die gekauften wollte sie erst recht nicht haben.. Irgendwann bin ich auf richtiges essen umgestiegen.. Auch das hat bis heute nicht geklappt.. Sie will hauptsächlich die brust.. Schlafen tut sie auch nicht gut.. Am Anfang sogar besser als jetzt.. Sie kommt ungelogen zwischen 10 bei guten nächten und 20 mal bei schlechten nächten und will die brust.. Tagsüber schläft sie nur noch 1 mal für max ne halbe stunde.. Ich kann echt nicht mehr.. Bin so ausgelaugt und dass es mit dem Essen nicht klappt frustet mich so sehr.. Es macht mich echt fertig.. Man soll ja nicht.. Tut es aber doch.. Ich Vergleiche mit anderen und bei allen gab es keine Probleme.. Ich verstehe es einfach nicht und mach mir voll die Vorwürfe.. Heute bin ich wieder in Tränen ausgebrochen weil ich einfach nicht mehr kann.. Es scheint sich einfach nicht zu bessern... Ich bin sogar soweit dass ich beim nächsten Kind nicht mehr stillen möchte.. So Bielefeld berichten dass das stillen so schön wäre.. Ich kann das überhaupt nicht unterzeichnen.. Für mich war es der Horror und jetzt nervt es nur noch.. Die Flasche oder Schnuller nimmt sie nicht.. Trinkt nicht mal muttermilch aus der Flasche.. Pre schon drei mal net.. Ich weiß mir nicht mehr zu helfen.. Alle sagen wenn es ihr doch gut geht dann ist es doch ok.. Ja genau ihr steckt auch nicht in meiner Lage.. Ich kann nix machen.. Ich muss nachts immer aufstehen und sie stillen anders lässt sie sich nicht beruhigen und von niemand anderem.. Sprich die ganze lädt liegt auf meinen Schultern.. Ist das normal? Ich denke nicht.. Manche beschweren sich dass sie noch 1 oder zwei mal nachts kommen.. Das wäre für mich ein Traum der so weit weg ist.. Ich habe jetzt für nächste Woche einen Termin beim gyn und lass mich über diese Spritze beraten damit die Milchproduktion aufhört.. Ich wollte wirklich nicht zu dieser radikalen Methode greifen aber ich weiß sonst keinen Ausweg aus dem Teufelskreis heraus.. Gibt es jemanden mit den gleichen Problemen oder der mir irgendwie einen Rat geben könnte?
04.10.2016 21:05
Bei meinem großen Sohn war das genauso, dass erste Jahr habe ich vollgestillt und die Nächte haben mich total fertig gemacht.
Halbwegs "normal" hat er so mit 18 Monaten dann gegessen. Für die Nacht hat mir das Buch "Schlafen statt Schreien" geholfen, dabei wesentlich, dass ich ihn nicht mehr an der Brust einschlafen lassen habe.

Auch eine Stillberaterin wäre eine Idee, die könnte mit dir auch über einen liebevollen Weg sprechen, wie du deine Tochter abstillen könntest.
shelyra
69260 Beiträge
04.10.2016 21:06
erstmal: du bist nicht alleine! es gibt viele kinder die in diesem alter noch viel gestillt werden!

wie ist denn eure schlafistuation in der nacht? liegt sie direkt neben dir?
wenn ja, dann soll sie mal auf papas seite wandern. oft reicht das schon, da die milchquelle nicht mehr in direkter reichweite ist und dadurch auch nicht mehr ganz so oft verlangt wird.
alternativ könnte man wirklich mal versuchen dass du dich ausquartierst und der papa das nächtliche beruhigen übernimmt. das wird sicher nicht auf anhieb klappen und auch ein paar tränchen mitbringen, aber er wird seinen weg finden um die maus zu beruhigen. mit pre oder abgepumpter mumi ausgestattet, dazu gute nerven und dann wird das schon - wenn man dahinter steht.

wenn sie noch soviel milch trinkt und so wenig isst würde ich, auch wenn es anstrengend ist, nicht sofort die milch versiegen lassen! daher auch keine abstill-spritze/tabletten nehmen. denn das kann nach hinten losgehen.
ich würde das stillen einfach reduzieren. ihr erklären, dass es ab sofort nur noch jede zweite "mahlzeit" gestillt wird. und dies dann auch durchziehen. nach und nach wird dann daraus jede 3. mahlzeit, dann jede 4. usw
Tanibanani
2 Beiträge
04.10.2016 21:18
Wenn ich sie schlafen lege liegt sie in ihrem Bett in ihrem oder unserem Zimmer.. Und wenns dann zu häufig wird mit dem stillen lass ich sie in unserem bett.. Sie liegt dann zwischen uns und lässt sich wirklich nur durch die brust beruhigen.. Papa hat es auch schön probiert aber dann steigert sie dich richtig rein und wird total hysterisch und wieder hell wach.. Dann mach es doch leider Eber ich aber das mit dem ausquartieren kann ich mal versuchen.. Allerdings hat mein Mann die Woche Frühschicht.. Wenn dann könnte ich es erst am Wochenende versuchen.. Wie gesagt Flasche nimmt sie nicht aber auch das werden wir dann versuchen.. Ich hab auch total das schlechte Gewissen dass ich soweit gehen würde.. Ist auch erst nur ne Beratung.. Oh gott bis 18 Monate?? Das ist echt lang gewesen.. Und wie war es dann.. Von heute auf morgen hat er das Essen dann doch akzeptiert? Einfach so?
Es tut gut zu lesen dass es nicht nur mir so geht..
Zwerginator
7890 Beiträge
04.10.2016 21:23
Läuft bei uns genauso, und sie wird diesen Monat schon zwei. Ich genieße das Stillen aber trotzdem, auch wenn ich nachts mal über zwei Stunden Schlaf am Stück froh wäre. Aber ich seh das einfach so, dass die Zeit in der sie so klein ist und mich so braucht eh schneller vorbei sein wird als mir lieb ist, also genieße ich jede Nähe die ich bekomme.
Zwerginator
7890 Beiträge
04.10.2016 21:27
Zitat von Tanibanani:

Wenn ich sie schlafen lege liegt sie in ihrem Bett in ihrem oder unserem Zimmer.. Und wenns dann zu häufig wird mit dem stillen lass ich sie in unserem bett.. Sie liegt dann zwischen uns und lässt sich wirklich nur durch die brust beruhigen.. Papa hat es auch schön probiert aber dann steigert sie dich richtig rein und wird total hysterisch und wieder hell wach.. Dann mach es doch leider Eber ich aber das mit dem ausquartieren kann ich mal versuchen.. Allerdings hat mein Mann die Woche Frühschicht.. Wenn dann könnte ich es erst am Wochenende versuchen.. Wie gesagt Flasche nimmt sie nicht aber auch das werden wir dann versuchen.. Ich hab auch total das schlechte Gewissen dass ich soweit gehen würde.. Ist auch erst nur ne Beratung.. Oh gott bis 18 Monate?? Das ist echt lang gewesen.. Und wie war es dann.. Von heute auf morgen hat er das Essen dann doch akzeptiert? Einfach so?
Es tut gut zu lesen dass es nicht nur mir so geht..


Papa darf sie nachts auch erst seit zwei Wochen beruhigen, aber auch nur wenn ich nicht da bin. Ansonsten hilft nur stillen.
Wir haben ein Familienbett, die Stillfrequenz wäre anders auf Dauer auch nicht zu ertragen gewesen.
cooky
12602 Beiträge
04.10.2016 21:27
Ich kann dir nur sagen, dass zumindest die Nächte hier ähnlich aussehen. Sie akzeptiert nichts anderes. Seit dem zu Bett gehen gegen 19.45 Uhr stille ich gerade zum fünften Mal .....

Meine Große wurde bis etwa 19 Monate gestillt. Sie ließ es von heute auf morgen sein.
Es kommt....
zetten
14302 Beiträge
05.10.2016 00:04
Zeigt sie denn überhaupt kein Interesse am Essen? Wenn Junior sieht, wie wir was essen, dann kommt er. Mit Brei brauchte ich garnicht kommen. Er nahm nur Sachen, die er selbst festhalten und so essen konnte. Das richtige Interesse war aber auch erst mit 13 Monaten da. Jetzt stillen wir immernoch viel (nachts alle zwei Stunden, tagsüber vier bis fünf Mal).
Wie handhabst du das? Wie bietest du ihr Essen an?
daisydee
3282 Beiträge
05.10.2016 04:35
Ich fühle mit dir. Meine Tochter kam auch ziemlich oft bis Sie 18 Monate alt war ( alle 90 min-2h) allerdings hat sie im Gegensatz zu deiner Tochter recht gut gegessen. Abends gab es sogar Vollmilch vor dem Schlafengehen (Becher). Sie kam trotzdem bis Sie 2 1/2 war 3-5 mal pro Nacht. Vom Papa liess Sie sich nicht beruhigen und Wasser hat sie abgelehnt.
Ich habe das stillen aber trotzdem genossen und möchte beim nächsten wieder stillen.
Vor den Nächten habe ich schon jetzt einen Horror!
Nine85
6275 Beiträge
05.10.2016 07:08
Ziehe den Hut vor euch allen, bin aber für mich trotzdem froh das ich einen anderen Weg gewählt habe und das ganze bestätigt mich darin es wieder so zu machen.
05.10.2016 07:39
@Nine: das hilft der TS gerade wirklich weiter, klasse!

Liebe TS, erstmal möchte ich dir sagen das du damit nicht alleine bist und ich verstehe dich total das du gefrustet bist.

Verweigert sie wirklich alles an essen? Machst du ein großes Thema daraus? Oftmals ist es so das die Kindr jegliches Interesse daran verlieren wenn von den Eltern, oft auch unterbewusst, Druck ausgeübt wird. Hast du mal versucht den Abendbrotstisch zudecken, mit lecker Brot und Brötchen oder auch Filinchen oder Knäckebrot (das futtert NIklas z.B. super gerne) und dann bisschen Gemüse aufschneiden, frische Gurke, Tomate, Kohlrabi, Möhrchen. Ne leckere Wurst und Käse und dann setzt ihr euch einfach und sie kann sich bedienen wo sie möchte ohne das du ihr vorgibst was sie essen soll? Macht ein Spiel daraus, lass sie ihr Abendbrot selber zusammenstellen, macht aus Gemüsesticks ein lustiges Gesicht, vielleicht kommt so nach und nach das Interesse. Was bei uns auch immer geht ist Griesbrei mit Apfelmus Und ganz wichtig, lass sie matschen, auch wenn es oftmals eine riesen Sauerei gibt aber es ist so wichtig das sie die verschiedenen Konsistenzen von den Lebensmitteln wahrnimmt und außerdem ist es soooo toll wie das essen auf dem Boden landet, das macht Spaß und regt weiterhin zum probieren an und so nach und nach wird immer mehr im Kind landen.

Thema stillen, wir hatten ja auch einen sehr schweren Start und ich kann somit nachvollziehen das es sehr hart serin muss und du kannst unheimlich stolz sein so lange durchgehalten zu haben aber ich verstehe auch deinen Wunsch das du wieder mehr Zeit für dich haben möchtest. Deine kleine wird aber das stillen nicht kampflos aufgeben, sie liebt es und versteht nicht warum Mama das jetzt nicht mehr möchte. Wenn du aber deinen Entschluss fest getroffen hast dann zieh es durch, allerdings würde ich nicht mit solchen Spritzen rumhantieren sondern es eher noch auf die sanfte Methdoe probieren. Versuch doch erstmal die Stillmahlzeiten in der Nacht zu reduzieren, du sagst sie kommt 10 mal in einer guten Nacht, versuch doch erstmal auf 5 runter zu kommen. Lass immer eine Mahlzeit aus aber bereite dich darauf vor das es ein harter Kampf wird, sie protestieren und du musst sie dabei auffangen. Sei für sie da, halte sie fest, biete ihr z.B. wasser an und erkläre ihr deine Gründe warum es jetzt keine Brust gibt. Dieser Kampf wird ein paar Tage dauern aber irgendwann wird sie es akzeptieren und ihr habt das Stillproblem zumindest schonmal minimiert. Vielleicht ist das für euch ein guter Mittelweg, ganz abstillen finde ich sehr hart, denn deine Maus scheint es wirklich noch sehr zu brauchen. Mit dem reduzieren der Stillmahlzeiten komm vielleicht auch nach und nach das interesse am essen da die sattmachende Mumi weniger wird.

Und wegen dem wenigen Schlafen, ja das ist hart aber nicht ungewöhnlich, Niklas war auch schon immer ein schlechter Schläfer, schlief selbst im ersten Lebensjahr oft nur 1x30 min. das änderte sich erst durch die Kita, weil er einfach so kaputt ist schafft er jetzt im Kita auch mal 1-2 Stunden Mittagsschlaf und schläft abends wie ein Stein (aber immer noch nicht 100pro durch und das ist auch ok)

Und hör nicht soviel auf die anderen Muttis, kaum eine stellt sich hin und erzählt wie es wirklich ist und das sie im Vorhof zur Hölle wohnt und die Kinder kleine Monster sind, das würde ja nach außen hin signalisieren das man Schäwchen hat und mit den Kindern/Haushalt/etc. nicht fertig wird, die Realität sieht aber oft anders aus. Mir haben zu Beginn auch alle gesagt das ihre Babys ja schon von anfang an soooo super schlafen, nur alle 4 stunden zum stillen kommen und überhaupt nur Einhörner pupsen - dann war ich mal zu Besuch und konnte mich vom Gegenteil überzeugen
05.10.2016 10:14
Mein Sohn war 1 zu 1 genau so!

Mein "Geheimtipp":

Nachts einfach nicht mehr stillen!
Stell direkt neben ihr/euer Bett einen Trinkbecher mit Wasser.
Und jedes mal, sobald sie die Brust möchte, gibst du ihr einen Schluck Wasser.
Egal ob sie meckert und protestiert und die Brust möchte.
Du bist da, du nimmst sie in den Arm, du lässt sie ja in dem Sinne nicht schreien!
Du gibst ihr lediglich Wasser statt Milch.
Das wird die erste Zeit sehr hart, aber bei uns hat es funktioniert.
Und dann würde ich zukünftig nicht mehr im Bett stillen.
Macht einen festen Stillplatz aus, und es wird nur noch ausschließlich da gestillt.
Überall anders, gibt es halt andere Nahrung/Wasser.
Versuche morgens nach dem aufstehen und abends vor dem schlafen euer Stillritual gemütlich zu gestalten.
Mach dir auf dem Sofa eine Ecke zum Stillplatz, stell dir einen Tee dahin, mach ein Teelicht an, leg das Kind an und widme ihr deine volle Aufmerksamkeit für die Zeit.
Qualität statt Quantität.
Nine85
6275 Beiträge
05.10.2016 10:25
Ja sorry das musste mal raus und sollte nicht böse rüber kommen. Meine Tochter hat bis ca 6 Monate Muttermilch mit der Flasche bekommen. Danach dann Pre. Die habe ich in der Nacht immer mehr verdünnt. Nächtliches trinken ist Durst und Gewohnheit. Ich würde ihr nachts wie e jemand hier schon schrieb nur noch Wasser oder Tee anbieten. Sicher wird es einige Nächte Drama geben, aber vielleicht isst sie dann auch mal besser? Meine Tochter war in dem Alter fast in der Krippe. Dass hatte bei uns gar nicht funktioniert. Ich wünsche dir viel Kraft
daisydee
3282 Beiträge
05.10.2016 10:27
Zitat von Nine85:

Ziehe den Hut vor euch allen, bin aber für mich trotzdem froh das ich einen anderen Weg gewählt habe und das ganze bestätigt mich darin es wieder so zu machen.


Eine garantie wirst du nie haben. Meine Freundin hat nachts die Flasche gegeben und das Kind kam trotzdem sehr oft und war zudem ein Schreikind. Schlecht gegessen hat der kleine bis er 1 Jahr alt war. Das eine Kind hat reflux das andere Kind
ein anderes Problem. Es gibt da einfach keine Zauberformel. Ich kenne Babies die gestillt werden und trotzdem durchschlafen oder Babies die fast nie weinen und ganz ruhig und gelassen sind.
05.10.2016 10:32
Zitat von Nine85:

Ja sorry das musste mal raus und sollte nicht böse rüber kommen. Meine Tochter hat bis ca 6 Monate Muttermilch mit der Flasche bekommen. Danach dann Pre. Die habe ich in der Nacht immer mehr verdünnt. Nächtliches trinken ist Durst und Gewohnheit . Ich würde ihr nachts wie e jemand hier schon schrieb nur noch Wasser oder Tee anbieten. Sicher wird es einige Nächte Drama geben, aber vielleicht isst sie dann auch mal besser? Meine Tochter war in dem Alter fast in der Krippe. Dass hatte bei uns gar nicht funktioniert. Ich wünsche dir viel Kraft


Sorry aber wo hast du das denn her? Mumi bzw. Pre ist auch im 2 Lebensjahr ein wichtiger Bestandteil der Kinderernährung und gerade in der Nacht werden die Reserven gerne aufgefüllt, weil man da zur Ruhe kommt, zudem ist stillen auch ein stillen des Nähebedrüfnisses uns nicht nur Mittel zum Zweck.
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