Mütter- und Schwangerenforum

Würdet ihr das Risiko eingehen? **Bitte abstimmen**

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Sommerkind
9169 Beiträge
02.03.2013 12:29
Hallo Mädels,
heute möchte ich auch mal eine Umfrage in eigener Sache eröffnen Ich hol mal ganz kurz ein wenig aus, worum es geht, versuche aber, es so kurz und knapp wie möglich zu formulieren

Wie vielleicht einige wissen, erkrankte ich nach der Geburt meines Sohnes im August 2010 an schweren Wochenbettdepressionen inkl. damit verbundener Angststörung. Bis vor kurzem waren mein Freund und ich uns einig, dass es ein 2. Kind definitiv nicht geben wird. Seit einiger Zeit beschleicht mich allerdings immer öfter das Gefühl bzw. der Wunsch, es vielleicht doch noch einmal zu wagen, allein schon damit Elia nicht "alleine" aufwächst. Das sagt zumindest mein Bauch, die Vernunft sagt "Lass es". Wir haben gerade noch einmal über das Thema gesprochen(auf dem Rückweg vom Einkaufen ) und mein Freund hat sich zu 100% dagegen ausgesprochen. Ihm ist das Risiko einfach zu hoch, das Ganze erneut erleben zu müssen Ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass "normalerweise" das Risiko daran zu erkranken, bei ca. 20% liegt. Hat man den Sch** schon mal gehabt, erhöht es sich auf ca.25-30%. Das Risiko wäre also schon recht hoch, erneut daran zu erkranken
Nicht dass mich jetzt jemand falsch versteht, ich würde NIEMALS meinem Freund ein Kind unterschieben wollen, aber nichts desto trotz darf man sich ja so seine Gedanken machen

Ich bin einfach hin- und hergerissen. Auf der einen Seite ist es gut so wie es jetzt ist, wir haben einen wundervollen Sohn, nagen nicht am Hungertuch und sind glücklich Aber andererseits wünschte ich, ich könnte alles noch einmal "normal" erleben, ohne Angst und Depressionen. Nur leider kann mir das niemand garantieren

Daher wollte ich einfach mal neutrale Meinungen dazu hören, oder vielleicht sogar von denjenigen, die in derselben Situation steckten

Also, wie seht ihr das? Würdet ihr´s wagen, auch wenn ein relativ großes Risiko besteht oder sagt ihr, es ist gut so wie es ist, ich würd´s lassen?

Bitte fleißig abstimmen
  • Ja, ich denke ich würde es wagen   74.76%

  • Nein, ich denke ich würde es lieber lassen   25.24%

Abgegebene Stimmen:
103

07Mami2011
1933 Beiträge
02.03.2013 12:35
Aber wenn ihr euch darauf geeinigt habt, dass es definitiv kein 2. Kind geben wird, weil es beim 1. mal so schlimm war... ich finde, du solltest das mit deinem Partner entscheiden und nicht mit der mamacommunity
Sommerkind
9169 Beiträge
02.03.2013 12:36
Ich habe doch extra geschrieben, dass ich meinem Partner definitiv kein 2. Kind unterjubeln würde

Mir geht es lediglich um NEUTRALE Meinungen, die mein Partner und ich ja nun mal nicht haben
Man könnte auch einfach sagen, eure Meinung dazu interessiert mich
02.03.2013 12:41
ich würde mich dahin gehend informieren bzw. auch vorher entsprechende Vorkehrungen treffen, daß ich sozusagen danach Unterstützung hätte.
Also wäre für mich der Weg: o.k., damals hatte ich es schlimm, habe ich vielleicht damals auch zu spät reagiert? Würde ich nun früher mitbekommen, wenn sich das anbahnt? Kann ich schon vor der Entbindung entsprechende Vorkehrungen treffen (über Hebamme, Therapeuten, Arzt), um dem danach entgegenzuwirken ...

das wäre meine Idee, mal sehr ins Blaue reingesprochen... Aber es schon mal erlebt zu haben, erhöht auch die Chance, daß man einen anderen Umgang damit hat, wenn es wieder passiert ...
02.03.2013 12:51
Ich schließ mich da Anja an, würde auch Vorkehrungen treffen und es
dann wahrscheinlich nochmal wagen. Wenn du jemanden hast der dir
hilft wenn es wirklich so kommen sollte muss es gar nicht erst so schlimm
werden. Bist du in Therapie gewesen nach der 1. Geburt?
Julikind
4733 Beiträge
02.03.2013 12:54
Ich würde es wahrscheinlich wagen.

Im Grunde bist du diesmal gewappnet, da du Vorkehrungen treffen kannst.
Sprich mit Experten, vielleicht gibt es die Möglichkeit durch verschiedenste Dinge das ganze einzudämmen.

Ich kenne mich damit wirklich überhaupt nicht und bin null in dem Thema drin.
Gibt es Ursachen dafür?
02.03.2013 13:07
Wenn ich in deiner Situaion ein zweites wollen würde dann auf alle Fälle ja!
1. selbst wenn die wahrscheinlichkeit 40% wäre, heißt es nicht dass du es auf alle Fälle wieder bekommst
2. wärst du, deine Familie, deine Hebamme, deine Ärzte jetzt darauf vorbereitet. Ihr wärt viel wachsamer und könntet schon beim kleinsten Anzeichen was machen

Klar ist das Risiko bei rechnerisch 30% schon hoch, aber die Chance mit 70%iger Wahrscheinlichkeit noch einmal eine Babyphase ohne Depression erleben zu dürfen viiiiiiiiiiel höher
mama2107
3667 Beiträge
02.03.2013 13:10
Ich habe für Nein gestimmt. Ich kann dich verstehen. Aber aus deinem Post habe ich gelesen das du ein zweites Kind möchtest weil du alles nochmal normal erleben willst....aber die frage ist, wenn es nicht so wird...war die Entscheidung dann richtig? Ich weiß nicht so recht wie ich es ausdrücken soll. Ich hoffe du verstehst trotzdem was ich versuche zu sagen^^
Amalia2011
149 Beiträge
02.03.2013 13:20
Hallo!
Ich habe genau das durch was du auch durchhast. bei mir war es sogar noch mit panikataken verbunden. ich kann zu gut verstehn das dein partner angst hat denn wenn ich jett auf die zeit nach der geburt zurückschaue gruselet es mich. wir sind alle drei durch die hölle gegangen. aber genauso kann ich deinen wunsch nach einem zweiten kind verstehen und der damit verbundenen hofnung das man dieses mal die ersten monate seines kindes geniessen kann.
bist du noch in terapie? wenn ja rede mit deinem arzt frag ihn was er dazu sagt und wenn er denkt das du stabiel genug bist nimm deinen partner mit und redet. so haben wir es zumindest gemacht und jetzt steht für uns fest wenn bis zum sommer alles passt werden wir das "risiko" eingehen und uns an krümel nummer zwei wagen . aber mich wird die ganze ss und auch nach der geburt meine ärztin begleiten somit ist mir die angst genommen das es wieder so schlim wird wenn ich nochmal abrutschen sollte.
02.03.2013 13:30
Ich hatte nach der ersten Geburt auch eine Wochenbettdepression und immer wieder Angststörungen und Panikattaken.
Wo ich komplett nicht ansprechbar war für mehrere Sekunden. Und seit der 2. Geburt sind sie weg!
Sie kamen bisher nicht wieder. Nicht einmal.
Hör auf dein Herz
Mich hat der geplante Kaiserschnitt versöhnt, den konnte ich planen. Das erste Geburtserlebnis war einfach ein komplettes Desaster.
02.03.2013 13:35
Ich hatte zwar nur einen Babyblues,aber der hat mich auch schon echt fertig gemacht,ging zum Glück nur so 2 Wochen und ich war froh,dass mein Mann auch in EZ war und mich so unterstützt hat,ich habe diesmal Vorkehrungen getroffen,auch schon mit meiner Hebi gesprochen,habe mir Bachblüten besorgt,die haben mir beim ersten Mal gut geholfen. Ich würde es,wenn dein Mann es dann doch noch will,nochmal wagen,es muss ja nicht nochmal vorkommen
Amalia2011
149 Beiträge
02.03.2013 13:36
@ funkentanz genau das geburtserlebnis scheint bei mir der auslöser gewesen zu sein und kind nummer zwei kommt auch mit geplantem ks sonst würde ich kein zweites kind bekommen
Sommerkind
9169 Beiträge
02.03.2013 14:43
Danke für eure lieben Antworten
Es wurde mehrmals gefragt, ob ich in Therapie war. Ja, war ich, knapp 3 Monate sogar stationär in einer Mutter-Kind-Abteilung mit Elia für Mütter mit Wochenbettdepris. Anschließend, als ich endgültig wieder nach Hause kam, ambulante Gesprächstherapie mit meinem Therapeuten, bis April letzten Jahres.
Unter anderem war bei mir die schwere, durchgehend von Angst begleitete Geburt ein Auslöser. Dazu kamen "normale" Zukunftsängste, die jedoch durch meine Erkrankung zum absoluten Ausnahmezustand wurden. Alles in allem möchte ich sowas niemals wieder erleben müssen, es war wirklich der Horror.
Die Gedanken, von vornherein bestimmte Vorkehrungen zu treffen, habe ich auch. So dass man im Fall der Fälle auf jeden Fall "abgesichert" wäre. Das Hauptargument meines Partner allerdings ist: "Was machen wir, wenn es uns nochmal trifft und du wieder in die Klinik musst? Was machen wir dann mit Elia? Ich kann mir ja schlecht über Monate frei nehmen." Womit er ja irgendwo auch recht hat. Aber mein Bauch sieht das irgendwie anders Klar ist aber auch, dass ich, wenn mein Freund nicht möchte, mich auf den Kopf stellen könnte, es würde wohl nichts an seiner Entscheidung ändern. Ist ja nicht so, dass seine Argumente aus der Luft gegriffen sind. Ach Mensch, alles nicht so einfach. Mein Partner meint, wir sollten es dabei belassen und unser Leben mit unserem Sohn genießen. Ich aber habe einfach Angst, dass ich´s irgendwann bereue.
Sommerkind
9169 Beiträge
02.03.2013 14:46
Zitat von Anja_MTK:

ich würde mich dahin gehend informieren bzw. auch vorher entsprechende Vorkehrungen treffen, daß ich sozusagen danach Unterstützung hätte.
Also wäre für mich der Weg: o.k., damals hatte ich es schlimm, habe ich vielleicht damals auch zu spät reagiert? Würde ich nun früher mitbekommen, wenn sich das anbahnt? Kann ich schon vor der Entbindung entsprechende Vorkehrungen treffen (über Hebamme, Therapeuten, Arzt), um dem danach entgegenzuwirken ...

das wäre meine Idee, mal sehr ins Blaue reingesprochen... Aber es schon mal erlebt zu haben, erhöht auch die Chance, daß man einen anderen Umgang damit hat, wenn es wieder passiert ...

Ich denke schon, dass ich es, sollte es mich wieder erwischen im Falle eines 2. Kindes, früher merken bzw. mir eingestehen würde. Das erste Mal hab ich mich 3 1/2 Monate herumgequält, bis ich mir letztendlich wirklich professionelle Hilfe geholt habe.
Sommerkind
9169 Beiträge
02.03.2013 14:48
Zitat von Julikind:

Ich würde es wahrscheinlich wagen.

Im Grunde bist du diesmal gewappnet, da du Vorkehrungen treffen kannst.
Sprich mit Experten, vielleicht gibt es die Möglichkeit durch verschiedenste Dinge das ganze einzudämmen.

Ich kenne mich damit wirklich überhaupt nicht und bin null in dem Thema drin.
Gibt es Ursachen dafür?

Ich glaube, ich werde demnächst mal mit meinem FA darüber sprechen, und mit der Hebamme, die mich damals in meiner schlimmsten Zeit betreut und mich unterstützt hat. Wobei das ja eigentlich auch alles Käse ist, wenn mein Partner von vornherein dagegen ist
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