Mütter- und Schwangerenforum

Schwanger am Anfang der schulischen Ausbildung

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21.08.2014 14:20
Ich bin auch völlig unvorhergesehen und ungewollt schwanger geworden. Und das auch nicht grad von dem, den ich mir als Vater meiner Kinder erträumt hätte.
Trotzdem gab's da für mich keine Entscheidung zu treffen, vor allem nicht mit solchen Gründen. Mit Traummutter hat das nichts zu tun, sondern einfach mit gesundem Menschenverstand.
Ich bin mir ganz sicher, dass du deine Entscheidung bitter bereuen wirst. Aber bitte sag deinem Kind nie die Wahrheit über deine Gründe, nie. Sowas kann eine Seele zerstören, auch wenn sie vorher durch liebevolle Adoptiveltern noch so gefestigt war.
Anonym 169859
56 Beiträge
21.08.2014 14:26
Zitat von silbermarie:

Ich bin auch völlig unvorhergesehen und ungewollt schwanger geworden. Und das auch nicht grad von dem, den ich mir als Vater meiner Kinder erträumt hätte.
Trotzdem gab's da für mich keine Entscheidung zu treffen, vor allem nicht mit solchen Gründen. Mit Traummutter hat das nichts zu tun, sondern einfach mit gesundem Menschenverstand.
Ich bin mir ganz sicher, dass du deine Entscheidung bitter bereuen wirst. Aber bitte sag deinem Kind nie die Wahrheit über deine Gründe, nie. Sowas kann eine Seele zerstören, auch wenn sie vorher durch liebevolle Adoptiveltern noch so gefestigt war.


Tut mir leid, wenn ich eben etwas gereizt reagiert habe.
Ich habe nicht vor, ihr, wenn sie mich mal suchen sollte, die ganze Geschichte zu erzählen. Mir ist das durchaus bewusst, dass das wirklich heftig ist. Und mir selber fällt das auch nicht leicht. Und ja, vielleicht werde ich es irgendwann bereuen. Vielleicht aber auch nicht. Dran denken werde ich aber wohl immer und damit muss ich leben.
Ich bin mir einfach sicher, dass es bei den Adoptiveltern besser aufgehoben ist.
ice.tea
3903 Beiträge
21.08.2014 14:57
Wie vielte Woche bist du? Magst du wissen, was es wird?
Anonym 169859
56 Beiträge
21.08.2014 15:08
Zitat von ice.tea:

Wie vielte Woche bist du? Magst du wissen, was es wird?


Ich bin jetzt in der 32. SSW und ich weiß, was es wird.
FraBu
3018 Beiträge
21.08.2014 18:37
Zitat von ice.tea:

Wie vielte Woche bist du? Magst du wissen, was es wird?


Sie hat schon geschrieben, dass es eine Sie wird

Ich war auch in derselben Situation. Mein Zwergi ist 9 Monate, ich bin allein erziehend mit zwei Kindern, der Vater vom Zwergi hat sich als Vollpfosten entpuppt und nebenbei meine Abschlussprüfung mit einem 3 Wochen alten Baby machen müssen.

Ich richte nicht darüber. Im Gegenteil: Eigentlich finde ich deine Schreibweise schon sehr vernünftig und überlegt. Dennoch wundere ich mich, dass drei erwachsene Menschen kein Interesse daran haben, ihr (potenzielles) Kind aufwachsen zu sehen.

Ich hoffe vor allem für dich, dass du mit der Entscheidung wirklich gut leben kannst. Wenn ich dich hier nämlich manchmal lese, glaube ich, dass es dich schon sehr schmerzt. Ich hoffe auch, dass der Mann, für den du das tust, es wert ist.
21.08.2014 19:19
Das ist das, was mich immer aufmerken lässt: meines Erachtens ist das kein Mann der Welt wert. Bzw. ein Mann, der das möchte, ist für mich nichts mehr wert als Partner.... Ich hoffe auch, dass Du das nicht bereuen wirst.
FraBu
3018 Beiträge
21.08.2014 19:30
Ich bin da ganz bei dir. Zumal es für mich persönlich auch eine billige Ausrede ist, dass man das Kind nicht will, "weil man sich von Anfang an darauf freuen will". Ich kann das kein Stück nachvollziehen, dass man ggf. sein eigenes Kind aus dem Leben haben will, nur weil man sich nicht von Anfang an darauf einstellen und freuen konnte.

Aber gut. So ist ihr Freund ja anscheinend. Und ich kann verstehen, dass es für sie auch eine schwierige Entscheidung ist, weil sie mit einer Entscheidung fürs Kind evtl. ihrem großen Kind den Papa nimmt.
21.08.2014 19:32
Zitat von FraBu:

Ich bin da ganz bei dir. Zumal es für mich persönlich auch eine billige Ausrede ist, dass man das Kind nicht will, "weil man sich von Anfang an darauf freuen will". Ich kann das kein Stück nachvollziehen, dass man ggf. sein eigenes Kind aus dem Leben haben will, nur weil man sich nicht von Anfang an darauf einstellen und freuen konnte.

Aber gut. So ist ihr Freund ja anscheinend. Und ich kann verstehen, dass es für sie auch eine schwierige Entscheidung ist, weil sie mit einer Entscheidung fürs Kind evtl. ihrem großen Kind den Papa nimmt.


Ja, miese Situation, keine Frage.

Ich bin mir - ohne zu richten - dennoch 100% sicher, wie oder für wen ich mich in dem Fall entscheiden würde, um für mich danach noch in den Spiegel sehen zu können.
shelyra
69259 Beiträge
21.08.2014 19:45
Zitat von FraBu:

Ich bin da ganz bei dir. Zumal es für mich persönlich auch eine billige Ausrede ist, dass man das Kind nicht will, "weil man sich von Anfang an darauf freuen will". Ich kann das kein Stück nachvollziehen, dass man ggf. sein eigenes Kind aus dem Leben haben will, nur weil man sich nicht von Anfang an darauf einstellen und freuen konnte.

Aber gut. So ist ihr Freund ja anscheinend. Und ich kann verstehen, dass es für sie auch eine schwierige Entscheidung ist, weil sie mit einer Entscheidung fürs Kind evtl. ihrem großen Kind den Papa nimmt.


aber daran ist doch das kind nicht schuld!
das hat sie sich ganz allein zu zuschieben - denn so groß kann die liebe zu ihrem partner und dem papa vom großen kind ja nicht sein - sonst wär sie nie fremd gegangen!!!

und wer sagt, dass er jetzt bei ihr bleibt? die zweifel werden immer da sein. geht sie nochmal fremd? warum ging sie fremd? ist das kind nicht doch von mir? usw

ich finde die aussagen der ts einfach nur "billig" denn das arme kind kann nix dafür! und mir tut auch ihr großes kind leid - es ist mit 4 alt genug um mitzubekommen dass mama schwanger ist, versteht dass da ein baby im bauch heran wächst und dann? bekommt es dieses geschwisterchen einfach genommen und irgendeine "billige" ausrede wird erfunden!

kein mann der welt ist sowas wert!!!! männer kommen und gehen, aber kinder sind das eigen fleisch und blut!
FraBu
3018 Beiträge
21.08.2014 20:01
Ich kann mir halt nur vorstellen, wenn der Freund von ihr sich jetzt schon nicht auf sein evtl. ungeborenes Kind einlassen kann (will), weil "er sich nicht von Anfang an darauf freuen kann", dann ist er vielleicht auch so drauf zu sagen, wenn sie sich für ihr ungeborenen Kind entscheidet, dass er dann weg ist und auch zukünftig ihr gemeinsames Kind ignorieren wird.

Ferndiagnosen sind immer schwierig, aber wer ein evtl.-Kind ablehnt wegen einem völlig nichtigen Grund, der wird sich wahrscheinlich auch von einem vorhandenen Kind leicht trennen können.

Ich weiß auch, wie ich mich in so einem Fall entscheiden würde Nichtsdestotrotz denke ich eben, gibt es nicht nur schwarz/weiß.
CatCoke
821 Beiträge
21.08.2014 20:42
Mädels, ganz ehrlich: für die meisten, auch für mich ist die Entscheidung der TE nicht nachvollziehbar! Aber mal ehrlich, ohne solche Menschen gäbe es für Adoptiveltern kaum eine Chance auf ein Baby. Dieses Kind wird in eine Familie kommen, welche ein Kind sehnsüchtig erwartet, welche den "Wert" eines Kindes zu schätzen wissen. Ich finde es eine gute Entscheidung, wenn die TE das Kind doch nicht will. Sie möchte es nicht, der Erzeuger möchte es nicht....die Gründe sind doch eigentlich egal. Somit trifft sie doch eigentlich eine gute Entscheidung FÜR ihr Kind. Was nützt es, sie jetzt zu einer anderen Entscheidung zu überreden? Sie macht auf mich einen klaren und entschlossenen Eindruck, weder unreif noch naiv. Ich wünsche dem Kind eine tolle Familie, in dem es mit Liebe aufgenommen wird und ihm ein schönes Leben bieten können. Der TE wünsche ich, dass sie ihre Entscheidung nicht bereut, und dass eine 100% Verhütungsmethode wählt!
Obsidian
15967 Beiträge
21.08.2014 20:50
Zitat von CatCoke:

Mädels, ganz ehrlich: für die meisten, auch für mich ist die Entscheidung der TE nicht nachvollziehbar! Aber mal ehrlich, ohne solche Menschen gäbe es für Adoptiveltern kaum eine Chance auf ein Baby. Dieses Kind wird in eine Familie kommen, welche ein Kind sehnsüchtig erwartet, welche den "Wert" eines Kindes zu schätzen wissen. Ich finde es eine gute Entscheidung, wenn die TE das Kind doch nicht will. Sie möchte es nicht, der Erzeuger möchte es nicht....die Gründe sind doch eigentlich egal. Somit trifft sie doch eigentlich eine gute Entscheidung FÜR ihr Kind. Was nützt es, sie jetzt zu einer anderen Entscheidung zu überreden? Sie macht auf mich einen klaren und entschlossenen Eindruck, weder unreif noch naiv. Ich wünsche dem Kind eine tolle Familie, in dem es mit Liebe aufgenommen wird und ihm ein schönes Leben bieten können. Der TE wünsche ich, dass sie ihre Entscheidung nicht bereut, und dass eine 100% Verhütungsmethode wählt!


Grundsätzlich stimme ich dir zu. Schlimm finde ich hier aber, dass es nicht EINEN Erzeuger gibt sondern zwei potentielle Kandidaten und anscheinend nicht geplant ist, hier Klarheit zu schaffen, bevor das Baby in die Adoptivfamilie geht.
Was soll denn werden, wenn das Mädchen mit vielleicht 13,14 nach seinen biologischen Eltern fragt?
"Sorry, wurde nie getestet und zu dem einen hat deine Mutter auch gar keinen Kontakt mehr"? "Du wirst niemals wissen, wer dein Vater ist"?
shelyra
69259 Beiträge
21.08.2014 21:01
Zitat von Obsidian:

Zitat von CatCoke:

Mädels, ganz ehrlich: für die meisten, auch für mich ist die Entscheidung der TE nicht nachvollziehbar! Aber mal ehrlich, ohne solche Menschen gäbe es für Adoptiveltern kaum eine Chance auf ein Baby. Dieses Kind wird in eine Familie kommen, welche ein Kind sehnsüchtig erwartet, welche den "Wert" eines Kindes zu schätzen wissen. Ich finde es eine gute Entscheidung, wenn die TE das Kind doch nicht will. Sie möchte es nicht, der Erzeuger möchte es nicht....die Gründe sind doch eigentlich egal. Somit trifft sie doch eigentlich eine gute Entscheidung FÜR ihr Kind. Was nützt es, sie jetzt zu einer anderen Entscheidung zu überreden? Sie macht auf mich einen klaren und entschlossenen Eindruck, weder unreif noch naiv. Ich wünsche dem Kind eine tolle Familie, in dem es mit Liebe aufgenommen wird und ihm ein schönes Leben bieten können. Der TE wünsche ich, dass sie ihre Entscheidung nicht bereut, und dass eine 100% Verhütungsmethode wählt!


Grundsätzlich stimme ich dir zu. Schlimm finde ich hier aber, dass es nicht EINEN Erzeuger gibt sondern zwei potentielle Kandidaten und anscheinend nicht geplant ist, hier Klarheit zu schaffen, bevor das Baby in die Adoptivfamilie geht.
Was soll denn werden, wenn das Mädchen mit vielleicht 13,14 nach seinen biologischen Eltern fragt?
"Sorry, wurde nie getestet und zu dem einen hat deine Mutter auch gar keinen Kontakt mehr"? "Du wirst niemals wissen, wer dein Vater ist"?

und was ist mit dem großen geschwisterkind?
wie erklärt man diesem die jetztige situation? wie später eine erneute schwangerschaft (es ist ja zu nem späteren zeitpunkt noch ein "wunschkind" in aussicht)?

wie reagiert der "ungewünschte" teenie, wenn er erfährt dass es noch weiter geschwister, sowohl älter als auch jünger hat? das stell ich mir auch sehr schwer vor - "ich war ungewünscht, aber wenige zeit später kam ein anderes kind das bleiben durfte?" "was hat es was ich nicht habe?"
Obsidian
15967 Beiträge
21.08.2014 21:09
Zitat von shelyra:

Zitat von Obsidian:

Zitat von CatCoke:

Mädels, ganz ehrlich: für die meisten, auch für mich ist die Entscheidung der TE nicht nachvollziehbar! Aber mal ehrlich, ohne solche Menschen gäbe es für Adoptiveltern kaum eine Chance auf ein Baby. Dieses Kind wird in eine Familie kommen, welche ein Kind sehnsüchtig erwartet, welche den "Wert" eines Kindes zu schätzen wissen. Ich finde es eine gute Entscheidung, wenn die TE das Kind doch nicht will. Sie möchte es nicht, der Erzeuger möchte es nicht....die Gründe sind doch eigentlich egal. Somit trifft sie doch eigentlich eine gute Entscheidung FÜR ihr Kind. Was nützt es, sie jetzt zu einer anderen Entscheidung zu überreden? Sie macht auf mich einen klaren und entschlossenen Eindruck, weder unreif noch naiv. Ich wünsche dem Kind eine tolle Familie, in dem es mit Liebe aufgenommen wird und ihm ein schönes Leben bieten können. Der TE wünsche ich, dass sie ihre Entscheidung nicht bereut, und dass eine 100% Verhütungsmethode wählt!


Grundsätzlich stimme ich dir zu. Schlimm finde ich hier aber, dass es nicht EINEN Erzeuger gibt sondern zwei potentielle Kandidaten und anscheinend nicht geplant ist, hier Klarheit zu schaffen, bevor das Baby in die Adoptivfamilie geht.
Was soll denn werden, wenn das Mädchen mit vielleicht 13,14 nach seinen biologischen Eltern fragt?
"Sorry, wurde nie getestet und zu dem einen hat deine Mutter auch gar keinen Kontakt mehr"? "Du wirst niemals wissen, wer dein Vater ist"?

und was ist mit dem großen geschwisterkind?
wie erklärt man diesem die jetztige situation? wie später eine erneute schwangerschaft (es ist ja zu nem späteren zeitpunkt noch ein "wunschkind" in aussicht)?

wie reagiert der "ungewünschte" teenie, wenn er erfährt dass es noch weiter geschwister, sowohl älter als auch jünger hat? das stell ich mir auch sehr schwer vor - "ich war ungewünscht, aber wenige zeit später kam ein anderes kind das bleiben durfte?" "was hat es was ich nicht habe?"


Ja. Ich denke auch, diese Fragen werden kommen.
Aber die TS wirkt im Moment nicht auf mich als wäre sie psychisch in der Lage, diese Tragweiten zu erkennen und zu kalkulieren.
Sie hat die Entscheidung getroffen, die im Moment für sie der leichteste Weg scheint - die Zukunft und der Langzeitschaden, den man verursacht, sind noch soooo weit weg - und so einfach wegzuschieben.
21.08.2014 21:52
Ich glaube ja, dass sie eigentlich das Kind sehr wohl behalten will, aber glaubt, mit dem Weggeben könne sie die Beziehung kitten...
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