Februar 2010 Babys
15.02.2010 14:15
Danke Ihr zwei.
@Ela: ne, ich bin ja erstmal in der Praxis. Wenn das Fruchtwasser noch weniger geworden ist könnte es aber schon sein, dass sie mich dann gleich reinschickt in die Klinik und dann nachkommt.
@ew: Soll ich Dir was sagen, wir haben am Wochenende unser Möglichstes versucht, damit sie vielleicht von selber kommt. Wir sind so viel spazieren gegangen, dass ich schon nen Muskelkater habe. Zusätzlich Himbeerblättertee, heiß gebadet (Wii gespielt - Tipp von Kristina) und geherzelt. Hat alles nichts gebracht
Hinlegen würd ich mich so gerne, das wär so schön. Aber ich will heute Abend hier nichts mehr liegen haben. Nicht, dass ich doch heute Abend schon rein muss.
Danke fürs Daumendrücken. Soll ich Euch was sagen: soviel Bammel ich vor der Einleitung auch hätte/habe, so froh bin ich inzwischen auch, wenn die Maus dann endlich bei uns hier draußen ist.
@Ela: ne, ich bin ja erstmal in der Praxis. Wenn das Fruchtwasser noch weniger geworden ist könnte es aber schon sein, dass sie mich dann gleich reinschickt in die Klinik und dann nachkommt.
@ew: Soll ich Dir was sagen, wir haben am Wochenende unser Möglichstes versucht, damit sie vielleicht von selber kommt. Wir sind so viel spazieren gegangen, dass ich schon nen Muskelkater habe. Zusätzlich Himbeerblättertee, heiß gebadet (Wii gespielt - Tipp von Kristina) und geherzelt. Hat alles nichts gebracht
Hinlegen würd ich mich so gerne, das wär so schön. Aber ich will heute Abend hier nichts mehr liegen haben. Nicht, dass ich doch heute Abend schon rein muss.
Danke fürs Daumendrücken. Soll ich Euch was sagen: soviel Bammel ich vor der Einleitung auch hätte/habe, so froh bin ich inzwischen auch, wenn die Maus dann endlich bei uns hier draußen ist.
15.02.2010 14:35
Zitat von --kati--:Ich zahl gar nix
kristina musste bestimmt viel zahlen in der ss... du musstest doch so oft ins kh
die post ist immer zu meiner Mutter gegangen vom KH
aber die hat nur ein Bescheid vom letzten mal bekommen, wo ich die Wehenhemmer bekommen hab..
15.02.2010 14:44
Zitat von muenchnerkindl:
@ew: Soll ich Dir was sagen, wir haben am Wochenende unser Möglichstes versucht, damit sie vielleicht von selber kommt. Wir sind so viel spazieren gegangen, dass ich schon nen Muskelkater habe. Zusätzlich Himbeerblättertee, heiß gebadet (Wii gespielt - Tipp von Kristina) und geherzelt. Hat alles nichts gebracht![]()
Danke fürs Daumendrücken. Soll ich Euch was sagen: soviel Bammel ich vor der Einleitung auch hätte/habe, so froh bin ich inzwischen auch, wenn die Maus dann endlich bei uns hier draußen ist.![]()
bald ist es soweit. Auch wenn's totall blöd klingt genießt dein Kugelchen, ich vermisse meins wirklich sooo. kann schon fast alle meine alte Klamotten tragen (die ich von der SS hatte) und irgendwie werde ich immer traurig, vermisse meine SS Klamotten, ehrlich...
mach`s gut und ich wünsch dir viele Wehen
15.02.2010 14:51
Zitat von ew_85:Danke!
Zitat von muenchnerkindl:
@ew: Soll ich Dir was sagen, wir haben am Wochenende unser Möglichstes versucht, damit sie vielleicht von selber kommt. Wir sind so viel spazieren gegangen, dass ich schon nen Muskelkater habe. Zusätzlich Himbeerblättertee, heiß gebadet (Wii gespielt - Tipp von Kristina) und geherzelt. Hat alles nichts gebracht![]()
Danke fürs Daumendrücken. Soll ich Euch was sagen: soviel Bammel ich vor der Einleitung auch hätte/habe, so froh bin ich inzwischen auch, wenn die Maus dann endlich bei uns hier draußen ist.![]()
bald ist es soweit. Auch wenn's totall blöd klingt genießt dein Kugelchen, ich vermisse meins wirklich sooo. kann schon fast alle meine alte Klamotten tragen (die ich von der SS hatte) und irgendwie werde ich immer traurig, vermisse meine SS Klamotten, ehrlich...
mach`s gut und ich wünsch dir viele Wehen![]()
Einerseits will ich es ja genießen und ich habe auch ein schlechtes Gewissen, weil jetzt solche Gedanken aufkommen. Aber weißt Du, ich muss immer noch - weil mich ja meine 400-EUR-Kraft im Regen stehen hat lassen - jeden Tag am Schreibtisch arbeiten und langsam ist das wirklich nicht mehr schön... Und für die Maus ist es, so wie es aussieht, auch besser, wenn sie bald geholt wird. Ich werde Euch dann gleich berichten, wenn ich heute wieder zu Hause bin. Mach jetzt noch das eine Diktat fertig und um 16:30 gehe ich dann los (sind vielleicht 5 Min. zu Fuß zu laufen).
15.02.2010 15:39
Geburtsbericht
In der Nacht von Sonntag zu Montag musste ich -wie immer- stündlich auf die Toilette. Gegen 3 Uhr bekam ich leichte Bauchschmerzen, hatte mir aber nichts weiter dabei gedacht, da auch keine Abstände dazwischen waren. Ab 4 Uhr wurden die Bauchschmerzen aber doller und ich konnte nicht mehr liegen bleiben. Ich war mir nicht sicher ob das Wehen waren, da die Schmerzen dauerhaft waren, so wie Periodenschmerzen. Ich bin dann ins Wohnzimmer und hatte mit dem Angelsound gehört ob bei meiner kleinen alles in Ordnung war- bei ihr war alles bestens. Ich lief also nachts durch die Wohnung, das war das angenehmste, sitzen ging zu diesen Zeitpunkt nicht. Zwischendurch bin ich immer wieder auf die Toilette, da ich immer noch nicht an Wehen glaubte, aber großes musste ich auch nicht... Kurz vor 6 weckte ich dann Dirk „Schatz, wir müssen ins Krankenhaus“. Er glaubte bis zu diesen Zeitpunkt wohl nicht dass es ernst war, begeistert vom Wecken war er nämlich nicht. Wir uns also angezogen, Tasche geschnappt und ab ins Krankenhaus. Die Treppen bis runter waren der Horror und die nicht mal 5 minütige fahrt ins Krankenhaus war noch schlimmer: ich spürte jede verdammte Huckel. Im Kreißsaal angekommen war der erste Satz von mir: Ich muss sterben. Die Hebamme war ganz cool und meinte dass hier keiner stirbt...
Als erstes wurde ich ans CTG angeschlossen, ich krümmte mich schon vor Schmerzen aber dieses scheiß Gerät zeigte keine einzige Wehe an! Die Hebammenschülerin beruhigte mich und meinte das dass nur ein Gerät sei und sie das auf meinem Bauch spürt dass ich Wehen hab. Ich war voll erschrocken: ich hatte also doch Wehen! Wird es heut ernst?
Während das CTG geschrieben wurde, wurde ich stationär aufgenommen und mir wurden die üblichen Fragen gestellt und ich musste irgendwelche Sachen unterschreiben. Als das CTG fertig war schaute die Hebi nach meinen Muttermund, er war 2cm geöffnet.
2cm, 8cm fehlten also noch...
Ich bekam ein schickes Nachthemd und einen tollen Einlauf. Dirk war in der Zeit die Tasche aus dem Auto holen. Ich war auf Toilette und lief danach 2-3 mal den Gang hin und her. Da wir die einzigen im Kreißsaal waren, durfte ich mir einen aussuchen. Ich nahm den Kreißsaal mit der Badewanne. Kaum im Kreißsaal angekommen wurden die Schmerzen schon unerträglicher. Es war mittlerweile gegen 7 Uhr. Im Kreißsaal probierte ich den Gymnastikball und das Seil aus, beides war aber nicht wirklich angenehm. Also bin ich aufs Bett. Zu diesem Zeitpunkt wollte ich schon eine PDA haben. Da Dirk um 8 Uhr einen Termin auf dem Arbeitsamt hatte, war ich für 1 Stunde ohne Ihn. Die Stunde kam mir aber vor wie nur 5 Minuten. Er ist also los und ich quälte mich ohne Ihn rum. Die Schülerin Anne blieb aber die ganze Zeit bei mir. Mir wurde auf einmal schlecht und ich musste mich zum ersten mal in der gesamten Schwangerschaft übergeben! Anne meinte das da der Muttermund schon 5cm offen sein könnte- die Hebi überprüfte nochmal meinen Muttermund und er war tatsächlich schon bei 5 cm! Ich hockte schon fast auf dem Bett, jede Position war total unangenehm und es tat nur noch weh. Ich wollte diese verdammte PDA, immer wieder sagte ich dass ich nicht mehr kann. Die Hebamme schlug mir dann aber erstmal die Badewanne vor. Da Anne bei mir blieb durfte ich auch ohne Dirk in die Badewanne. Das einsteigen in die Badewanne ist gar nicht so einfach unter Schmerzen. Kaum saß ich drin ging mir das Geräusch vom einlaufenden Wasser total auf die Nerven und so musste es abgestellt werden. Ja unter der Geburt nervt einen wohl so einiges...
Ich war vielleicht 40 Minuten in der Badewanne. Da die Schmerzen aber nicht wirklich erträglicher wurden und ich nicht mehr wusste wie ich nun sitzen sollte, wollte ich mal wieder nur noch eine PDA. Anne holte die Hebamme und ich sagte ihr nochmal meinen Wunsch: PDA!!! Dirk war zu dieser Zeit auch wieder da. Die Hebamme schaute nochmal nach meinen Muttermund, er war jetzt auf 7cm auf! Die Schmerzen wurden immer heftiger und so langsam setzten die Presswehen ein. Die Hebi ging mit mir die Atemübungen durch. Dirk blendete ich zu diesem Zeitpunkt schon völlig aus, ich konzentrierte mich nur noch auf die Hebamme und krallte mich an ihrem Unterarm fest. Entspannen konnte ich nicht, obwohl ich seitdem ich in der Badewanne war Wehenpausen merkte. Die Hebamme merkte, dass ich nun wirklich bald keine Kraft mehr hatte und schlug mir eine LMAA-Spritze vor. Ich kletterte irgendwie aus der Badewanne und krabbelte wieder ins Bett. Ich bekam die Spritze und es war herrlich. In den Wehenpausen konnte ich total entspannen, ich glaube, ich hatte ab diesen Zeitpunkt nur noch meine Augen geschlossen. Es wurde auch nochmal nach dem Muttermund geschaut, er war nun bereits auf 10cm auf. In der Badewanne muss auch die Fruchtblase geplatzt sein, beim aussteigen sah ich ein bisschen Blut im Wasser und nachher im Bett wurde nichts nass...
In den Wehenpausen gings mir total gut und in den Wehen selber wollte ich trotz der Spritze immer wieder eine PDA. Die Hebamme hat mich aber geschickt davon fern gehalten und im nach hinein bin ich stolz es ohne Schmerzmittel geschafft zu haben.
Irgendwann wurde nochmal nach dem Muttermund geschaut, nun war er 10cm auf. Jetzt wusste ich, es kann nicht mehr lang dauern bis ich meine Tochter im Arm halten kann. Die Presswehen setzten ein- ich hätte nicht gedacht dass die angenehmer sind. Die ersten Presswehen sollte ich noch verhecheln, das ist leichter gesagt als getan. Ich spürte einen unwahrscheinlichen Druck nach unten und das nicht pressen Dürfen fiel mir von Presswehe zu Presswehe schwerer.
Irgendwann durfte ich dann pressen-das tat soo gut. Während des Luft holens beim Pressen hatte ich das Gefühl mir zerreißt es mein Steiß, in den Wehenpausen selber war dieses Gefühl weg.
Immerwieder sollte ich aufhören zu Pressen und die Presswehen veratmen...Nach knapp 2 Stunden Presswehen war es dann soweit: ich durfte nun nur noch Pressen, aber auf einmal wurden meine Wehen immer schwächer! Die Hebammen handelten schnell und riefen den Chefarzt dazu da bei meinem Baby auch kurzzeitig die Herztöne schlecht wurden. Er erklärte mir irgendwas und ich bekam einen Wehenfördernden Tropf, ich empfand die Wehen dadurch aber nicht schlimmer.
Im Kreißsaal befanden sich Mittlerweile 2 Ärzte und 3 Hebammen. Nun musste alles schnell gehen. Ich sollte Pressen - ich hatte aber kaum noch Presswehen, nur noch unbeschreibliche Schmerzen.
Die 2 Hebammen lehnten sich auf meinen Bauch und wollten meine Tochter aus dem Bauch drücken. Aus Reflex hielt ich mich immer wieder an den armen der einen Hebamme fest, was sie nicht so toll fand... Ich sollte meine Beine anwinkeln zum Pressen, auch das tat weh. Immer wenn ich meine Beine bewegte tat das unbeschreiblich doll weh, die Hebamme musste mir helfen meine Beine hoch zu bekommen.
Dann war es so weit: ich presste mit all meiner letzten Kraft und minimaler Presswehen, Dirk hielt meinen Kopf, die Hebammen drückten auf den Bauch, 2-3 Presswehen ging das so, dann merkte ich wie ich geschnitten wurde. Den Schnitt an sich merkte ich nicht, aber das da was warmes an mir runter lief... Das Köpfchen meiner Tochter war da, ich hatte keine Presswehe mehr sollte aber trotzdem nochmal pressen damit der kleine Körper schnell raus kann...
Finja-Jolien war geboren!
Sie hatte die Nabelschnur 3 mal um den Hals gewickelt...Aber ihr ging es gut. Dirk hatte tränen in den Augen und durfte die Nabelschnur durchschneiden. Ich bekam Finja-Jolien kurz auf meine Brust gelegt, sie fühlte sich glitschig an und schaute sich schon mit ihren großen Augen um. Die schmerzen waren vergessen. Finja-Jolien musste dann kurz zum Kinderarzt, nach 10 Minuten bekam ich sie aber wieder zum kuscheln.
Da war sie nun, unsere Tochter.
Circa 1 Stunde nach der Geburt wurde ich in Vollnarkose gelegt. Meine Plazenta war festgewachsen und kam nicht von allein raus. Währen der OP wurde auch gleich mein Dammschnitt genäht...
Ich hatte 1100ml Blut verloren und bekam nach der OP eine Infusion nach der nächsten.
Mir war alles egal, ich hatte nur noch Augen für meine Tochter und ich war so froh das es ihr gut ging.
In der Nacht von Sonntag zu Montag musste ich -wie immer- stündlich auf die Toilette. Gegen 3 Uhr bekam ich leichte Bauchschmerzen, hatte mir aber nichts weiter dabei gedacht, da auch keine Abstände dazwischen waren. Ab 4 Uhr wurden die Bauchschmerzen aber doller und ich konnte nicht mehr liegen bleiben. Ich war mir nicht sicher ob das Wehen waren, da die Schmerzen dauerhaft waren, so wie Periodenschmerzen. Ich bin dann ins Wohnzimmer und hatte mit dem Angelsound gehört ob bei meiner kleinen alles in Ordnung war- bei ihr war alles bestens. Ich lief also nachts durch die Wohnung, das war das angenehmste, sitzen ging zu diesen Zeitpunkt nicht. Zwischendurch bin ich immer wieder auf die Toilette, da ich immer noch nicht an Wehen glaubte, aber großes musste ich auch nicht... Kurz vor 6 weckte ich dann Dirk „Schatz, wir müssen ins Krankenhaus“. Er glaubte bis zu diesen Zeitpunkt wohl nicht dass es ernst war, begeistert vom Wecken war er nämlich nicht. Wir uns also angezogen, Tasche geschnappt und ab ins Krankenhaus. Die Treppen bis runter waren der Horror und die nicht mal 5 minütige fahrt ins Krankenhaus war noch schlimmer: ich spürte jede verdammte Huckel. Im Kreißsaal angekommen war der erste Satz von mir: Ich muss sterben. Die Hebamme war ganz cool und meinte dass hier keiner stirbt...
Als erstes wurde ich ans CTG angeschlossen, ich krümmte mich schon vor Schmerzen aber dieses scheiß Gerät zeigte keine einzige Wehe an! Die Hebammenschülerin beruhigte mich und meinte das dass nur ein Gerät sei und sie das auf meinem Bauch spürt dass ich Wehen hab. Ich war voll erschrocken: ich hatte also doch Wehen! Wird es heut ernst?
Während das CTG geschrieben wurde, wurde ich stationär aufgenommen und mir wurden die üblichen Fragen gestellt und ich musste irgendwelche Sachen unterschreiben. Als das CTG fertig war schaute die Hebi nach meinen Muttermund, er war 2cm geöffnet.
2cm, 8cm fehlten also noch...
Ich bekam ein schickes Nachthemd und einen tollen Einlauf. Dirk war in der Zeit die Tasche aus dem Auto holen. Ich war auf Toilette und lief danach 2-3 mal den Gang hin und her. Da wir die einzigen im Kreißsaal waren, durfte ich mir einen aussuchen. Ich nahm den Kreißsaal mit der Badewanne. Kaum im Kreißsaal angekommen wurden die Schmerzen schon unerträglicher. Es war mittlerweile gegen 7 Uhr. Im Kreißsaal probierte ich den Gymnastikball und das Seil aus, beides war aber nicht wirklich angenehm. Also bin ich aufs Bett. Zu diesem Zeitpunkt wollte ich schon eine PDA haben. Da Dirk um 8 Uhr einen Termin auf dem Arbeitsamt hatte, war ich für 1 Stunde ohne Ihn. Die Stunde kam mir aber vor wie nur 5 Minuten. Er ist also los und ich quälte mich ohne Ihn rum. Die Schülerin Anne blieb aber die ganze Zeit bei mir. Mir wurde auf einmal schlecht und ich musste mich zum ersten mal in der gesamten Schwangerschaft übergeben! Anne meinte das da der Muttermund schon 5cm offen sein könnte- die Hebi überprüfte nochmal meinen Muttermund und er war tatsächlich schon bei 5 cm! Ich hockte schon fast auf dem Bett, jede Position war total unangenehm und es tat nur noch weh. Ich wollte diese verdammte PDA, immer wieder sagte ich dass ich nicht mehr kann. Die Hebamme schlug mir dann aber erstmal die Badewanne vor. Da Anne bei mir blieb durfte ich auch ohne Dirk in die Badewanne. Das einsteigen in die Badewanne ist gar nicht so einfach unter Schmerzen. Kaum saß ich drin ging mir das Geräusch vom einlaufenden Wasser total auf die Nerven und so musste es abgestellt werden. Ja unter der Geburt nervt einen wohl so einiges...
Ich war vielleicht 40 Minuten in der Badewanne. Da die Schmerzen aber nicht wirklich erträglicher wurden und ich nicht mehr wusste wie ich nun sitzen sollte, wollte ich mal wieder nur noch eine PDA. Anne holte die Hebamme und ich sagte ihr nochmal meinen Wunsch: PDA!!! Dirk war zu dieser Zeit auch wieder da. Die Hebamme schaute nochmal nach meinen Muttermund, er war jetzt auf 7cm auf! Die Schmerzen wurden immer heftiger und so langsam setzten die Presswehen ein. Die Hebi ging mit mir die Atemübungen durch. Dirk blendete ich zu diesem Zeitpunkt schon völlig aus, ich konzentrierte mich nur noch auf die Hebamme und krallte mich an ihrem Unterarm fest. Entspannen konnte ich nicht, obwohl ich seitdem ich in der Badewanne war Wehenpausen merkte. Die Hebamme merkte, dass ich nun wirklich bald keine Kraft mehr hatte und schlug mir eine LMAA-Spritze vor. Ich kletterte irgendwie aus der Badewanne und krabbelte wieder ins Bett. Ich bekam die Spritze und es war herrlich. In den Wehenpausen konnte ich total entspannen, ich glaube, ich hatte ab diesen Zeitpunkt nur noch meine Augen geschlossen. Es wurde auch nochmal nach dem Muttermund geschaut, er war nun bereits auf 10cm auf. In der Badewanne muss auch die Fruchtblase geplatzt sein, beim aussteigen sah ich ein bisschen Blut im Wasser und nachher im Bett wurde nichts nass...
In den Wehenpausen gings mir total gut und in den Wehen selber wollte ich trotz der Spritze immer wieder eine PDA. Die Hebamme hat mich aber geschickt davon fern gehalten und im nach hinein bin ich stolz es ohne Schmerzmittel geschafft zu haben.
Irgendwann wurde nochmal nach dem Muttermund geschaut, nun war er 10cm auf. Jetzt wusste ich, es kann nicht mehr lang dauern bis ich meine Tochter im Arm halten kann. Die Presswehen setzten ein- ich hätte nicht gedacht dass die angenehmer sind. Die ersten Presswehen sollte ich noch verhecheln, das ist leichter gesagt als getan. Ich spürte einen unwahrscheinlichen Druck nach unten und das nicht pressen Dürfen fiel mir von Presswehe zu Presswehe schwerer.
Irgendwann durfte ich dann pressen-das tat soo gut. Während des Luft holens beim Pressen hatte ich das Gefühl mir zerreißt es mein Steiß, in den Wehenpausen selber war dieses Gefühl weg.
Immerwieder sollte ich aufhören zu Pressen und die Presswehen veratmen...Nach knapp 2 Stunden Presswehen war es dann soweit: ich durfte nun nur noch Pressen, aber auf einmal wurden meine Wehen immer schwächer! Die Hebammen handelten schnell und riefen den Chefarzt dazu da bei meinem Baby auch kurzzeitig die Herztöne schlecht wurden. Er erklärte mir irgendwas und ich bekam einen Wehenfördernden Tropf, ich empfand die Wehen dadurch aber nicht schlimmer.
Im Kreißsaal befanden sich Mittlerweile 2 Ärzte und 3 Hebammen. Nun musste alles schnell gehen. Ich sollte Pressen - ich hatte aber kaum noch Presswehen, nur noch unbeschreibliche Schmerzen.
Die 2 Hebammen lehnten sich auf meinen Bauch und wollten meine Tochter aus dem Bauch drücken. Aus Reflex hielt ich mich immer wieder an den armen der einen Hebamme fest, was sie nicht so toll fand... Ich sollte meine Beine anwinkeln zum Pressen, auch das tat weh. Immer wenn ich meine Beine bewegte tat das unbeschreiblich doll weh, die Hebamme musste mir helfen meine Beine hoch zu bekommen.
Dann war es so weit: ich presste mit all meiner letzten Kraft und minimaler Presswehen, Dirk hielt meinen Kopf, die Hebammen drückten auf den Bauch, 2-3 Presswehen ging das so, dann merkte ich wie ich geschnitten wurde. Den Schnitt an sich merkte ich nicht, aber das da was warmes an mir runter lief... Das Köpfchen meiner Tochter war da, ich hatte keine Presswehe mehr sollte aber trotzdem nochmal pressen damit der kleine Körper schnell raus kann...
Finja-Jolien war geboren!
Sie hatte die Nabelschnur 3 mal um den Hals gewickelt...Aber ihr ging es gut. Dirk hatte tränen in den Augen und durfte die Nabelschnur durchschneiden. Ich bekam Finja-Jolien kurz auf meine Brust gelegt, sie fühlte sich glitschig an und schaute sich schon mit ihren großen Augen um. Die schmerzen waren vergessen. Finja-Jolien musste dann kurz zum Kinderarzt, nach 10 Minuten bekam ich sie aber wieder zum kuscheln.
Da war sie nun, unsere Tochter.
Circa 1 Stunde nach der Geburt wurde ich in Vollnarkose gelegt. Meine Plazenta war festgewachsen und kam nicht von allein raus. Währen der OP wurde auch gleich mein Dammschnitt genäht...
Ich hatte 1100ml Blut verloren und bekam nach der OP eine Infusion nach der nächsten.
Mir war alles egal, ich hatte nur noch Augen für meine Tochter und ich war so froh das es ihr gut ging.
15.02.2010 15:50
Zitat von --kati--:
Geburtsbericht
In der Nacht von Sonntag zu Montag musste ich -wie immer- stündlich auf die Toilette. Gegen 3 Uhr bekam ich leichte Bauchschmerzen, hatte mir aber nichts weiter dabei gedacht, da auch keine Abstände dazwischen waren. Ab 4 Uhr wurden die Bauchschmerzen aber doller und ich konnte nicht mehr liegen bleiben. Ich war mir nicht sicher ob das Wehen waren, da die Schmerzen dauerhaft waren, so wie Periodenschmerzen. Ich bin dann ins Wohnzimmer und hatte mit dem Angelsound gehört ob bei meiner kleinen alles in Ordnung war- bei ihr war alles bestens. Ich lief also nachts durch die Wohnung, das war das angenehmste, sitzen ging zu diesen Zeitpunkt nicht. Zwischendurch bin ich immer wieder auf die Toilette, da ich immer noch nicht an Wehen glaubte, aber großes musste ich auch nicht... Kurz vor 6 weckte ich dann Dirk „Schatz, wir müssen ins Krankenhaus“. Er glaubte bis zu diesen Zeitpunkt wohl nicht dass es ernst war, begeistert vom Wecken war er nämlich nicht. Wir uns also angezogen, Tasche geschnappt und ab ins Krankenhaus. Die Treppen bis runter waren der Horror und die nicht mal 5 minütige fahrt ins Krankenhaus war noch schlimmer: ich spürte jede verdammte Huckel. Im Kreißsaal angekommen war der erste Satz von mir: Ich muss sterben. Die Hebamme war ganz cool und meinte dass hier keiner stirbt...
Als erstes wurde ich ans CTG angeschlossen, ich krümmte mich schon vor Schmerzen aber dieses scheiß Gerät zeigte keine einzige Wehe an! Die Hebammenschülerin beruhigte mich und meinte das dass nur ein Gerät sei und sie das auf meinem Bauch spürt dass ich Wehen hab. Ich war voll erschrocken: ich hatte also doch Wehen! Wird es heut ernst?
Während das CTG geschrieben wurde, wurde ich stationär aufgenommen und mir wurden die üblichen Fragen gestellt und ich musste irgendwelche Sachen unterschreiben. Als das CTG fertig war schaute die Hebi nach meinen Muttermund, er war 2cm geöffnet.
2cm, 8cm fehlten also noch...
Ich bekam ein schickes Nachthemd und einen tollen Einlauf. Dirk war in der Zeit die Tasche aus dem Auto holen. Ich war auf Toilette und lief danach 2-3 mal den Gang hin und her. Da wir die einzigen im Kreißsaal waren, durfte ich mir einen aussuchen. Ich nahm den Kreißsaal mit der Badewanne. Kaum im Kreißsaal angekommen wurden die Schmerzen schon unerträglicher. Es war mittlerweile gegen 7 Uhr. Im Kreißsaal probierte ich den Gymnastikball und das Seil aus, beides war aber nicht wirklich angenehm. Also bin ich aufs Bett. Zu diesem Zeitpunkt wollte ich schon eine PDA haben. Da Dirk um 8 Uhr einen Termin auf dem Arbeitsamt hatte, war ich für 1 Stunde ohne Ihn. Die Stunde kam mir aber vor wie nur 5 Minuten. Er ist also los und ich quälte mich ohne Ihn rum. Die Schülerin Anne blieb aber die ganze Zeit bei mir. Mir wurde auf einmal schlecht und ich musste mich zum ersten mal in der gesamten Schwangerschaft übergeben! Anne meinte das da der Muttermund schon 5cm offen sein könnte- die Hebi überprüfte nochmal meinen Muttermund und er war tatsächlich schon bei 5 cm! Ich hockte schon fast auf dem Bett, jede Position war total unangenehm und es tat nur noch weh. Ich wollte diese verdammte PDA, immer wieder sagte ich dass ich nicht mehr kann. Die Hebamme schlug mir dann aber erstmal die Badewanne vor. Da Anne bei mir blieb durfte ich auch ohne Dirk in die Badewanne. Das einsteigen in die Badewanne ist gar nicht so einfach unter Schmerzen. Kaum saß ich drin ging mir das Geräusch vom einlaufenden Wasser total auf die Nerven und so musste es abgestellt werden. Ja unter der Geburt nervt einen wohl so einiges...
Ich war vielleicht 40 Minuten in der Badewanne. Da die Schmerzen aber nicht wirklich erträglicher wurden und ich nicht mehr wusste wie ich nun sitzen sollte, wollte ich mal wieder nur noch eine PDA. Anne holte die Hebamme und ich sagte ihr nochmal meinen Wunsch: PDA!!! Dirk war zu dieser Zeit auch wieder da. Die Hebamme schaute nochmal nach meinen Muttermund, er war jetzt auf 7cm auf! Die Schmerzen wurden immer heftiger und so langsam setzten die Presswehen ein. Die Hebi ging mit mir die Atemübungen durch. Dirk blendete ich zu diesem Zeitpunkt schon völlig aus, ich konzentrierte mich nur noch auf die Hebamme und krallte mich an ihrem Unterarm fest. Entspannen konnte ich nicht, obwohl ich seitdem ich in der Badewanne war Wehenpausen merkte. Die Hebamme merkte, dass ich nun wirklich bald keine Kraft mehr hatte und schlug mir eine LMAA-Spritze vor. Ich kletterte irgendwie aus der Badewanne und krabbelte wieder ins Bett. Ich bekam die Spritze und es war herrlich. In den Wehenpausen konnte ich total entspannen, ich glaube, ich hatte ab diesen Zeitpunkt nur noch meine Augen geschlossen. Es wurde auch nochmal nach dem Muttermund geschaut, er war nun bereits auf 10cm auf. In der Badewanne muss auch die Fruchtblase geplatzt sein, beim aussteigen sah ich ein bisschen Blut im Wasser und nachher im Bett wurde nichts nass...
In den Wehenpausen gings mir total gut und in den Wehen selber wollte ich trotz der Spritze immer wieder eine PDA. Die Hebamme hat mich aber geschickt davon fern gehalten und im nach hinein bin ich stolz es ohne Schmerzmittel geschafft zu haben.
Irgendwann wurde nochmal nach dem Muttermund geschaut, nun war er 10cm auf. Jetzt wusste ich, es kann nicht mehr lang dauern bis ich meine Tochter im Arm halten kann. Die Presswehen setzten ein- ich hätte nicht gedacht dass die angenehmer sind. Die ersten Presswehen sollte ich noch verhecheln, das ist leichter gesagt als getan. Ich spürte einen unwahrscheinlichen Druck nach unten und das nicht pressen Dürfen fiel mir von Presswehe zu Presswehe schwerer.
Irgendwann durfte ich dann pressen-das tat soo gut. Während des Luft holens beim Pressen hatte ich das Gefühl mir zerreißt es mein Steiß, in den Wehenpausen selber war dieses Gefühl weg.
Immerwieder sollte ich aufhören zu Pressen und die Presswehen veratmen...Nach knapp 2 Stunden Presswehen war es dann soweit: ich durfte nun nur noch Pressen, aber auf einmal wurden meine Wehen immer schwächer! Die Hebammen handelten schnell und riefen den Chefarzt dazu da bei meinem Baby auch kurzzeitig die Herztöne schlecht wurden. Er erklärte mir irgendwas und ich bekam einen Wehenfördernden Tropf, ich empfand die Wehen dadurch aber nicht schlimmer.
Im Kreißsaal befanden sich Mittlerweile 2 Ärzte und 3 Hebammen. Nun musste alles schnell gehen. Ich sollte Pressen - ich hatte aber kaum noch Presswehen, nur noch unbeschreibliche Schmerzen.
Die 2 Hebammen lehnten sich auf meinen Bauch und wollten meine Tochter aus dem Bauch drücken. Aus Reflex hielt ich mich immer wieder an den armen der einen Hebamme fest, was sie nicht so toll fand... Ich sollte meine Beine anwinkeln zum Pressen, auch das tat weh. Immer wenn ich meine Beine bewegte tat das unbeschreiblich doll weh, die Hebamme musste mir helfen meine Beine hoch zu bekommen.
Dann war es so weit: ich presste mit all meiner letzten Kraft und minimaler Presswehen, Dirk hielt meinen Kopf, die Hebammen drückten auf den Bauch, 2-3 Presswehen ging das so, dann merkte ich wie ich geschnitten wurde. Den Schnitt an sich merkte ich nicht, aber das da was warmes an mir runter lief... Das Köpfchen meiner Tochter war da, ich hatte keine Presswehe mehr sollte aber trotzdem nochmal pressen damit der kleine Körper schnell raus kann...
Finja-Jolien war geboren!
Sie hatte die Nabelschnur 3 mal um den Hals gewickelt...Aber ihr ging es gut. Dirk hatte tränen in den Augen und durfte die Nabelschnur durchschneiden. Ich bekam Finja-Jolien kurz auf meine Brust gelegt, sie fühlte sich glitschig an und schaute sich schon mit ihren großen Augen um. Die schmerzen waren vergessen. Finja-Jolien musste dann kurz zum Kinderarzt, nach 10 Minuten bekam ich sie aber wieder zum kuscheln.
Da war sie nun, unsere Tochter.
Circa 1 Stunde nach der Geburt wurde ich in Vollnarkose gelegt. Meine Plazenta war festgewachsen und kam nicht von allein raus. Währen der OP wurde auch gleich mein Dammschnitt genäht...
Ich hatte 1100ml Blut verloren und bekam nach der OP eine Infusion nach der nächsten.
Mir war alles egal, ich hatte nur noch Augen für meine Tochter und ich war so froh das es ihr gut ging.
Puhhh das ende lässt sich echt schauderhaft lesen!
Gut das am ende doch alles noch gut geworden ist!
Schon wahnsinn wie einen die kleinen dann all den schmerz vergessen lassen!
15.02.2010 16:09
@Kati: Da sind mir doch tatsächlich ein paar Tränen gekullert. Hast du so schön geschrieben,, wenn auch ein wenig scary. Aber Kompliment, dass du keine PDA genommen hast. Ich versuche mir alle Optionen offen zu halten und wenn es geht auch ohne PDA zu machen... Aber unter der Geburt ist man eben nicht ganz man sich selber... Gratulation zu deiner kleinen Tochter. Ich würde auch gern meine Kleine in den Armen halten...hab nämlich keine Lust mehr.. mir tut nur noch alles weh, kann nicht mehr schlafen und auch sonst fühl ich mich echt unwohl.
15.02.2010 16:27
Zitat von Kleinschnattchen:
@Kati: Da sind mir doch tatsächlich ein paar Tränen gekullert. Hast du so schön geschrieben,, wenn auch ein wenig scary. Aber Kompliment, dass du keine PDA genommen hast. Ich versuche mir alle Optionen offen zu halten und wenn es geht auch ohne PDA zu machen... Aber unter der Geburt ist man eben nicht ganz man sich selber... Gratulation zu deiner kleinen Tochter. Ich würde auch gern meine Kleine in den Armen halten...hab nämlich keine Lust mehr.. mir tut nur noch alles weh, kann nicht mehr schlafen und auch sonst fühl ich mich echt unwohl.
so ging es mir auch die letzten wochen, aber du hast es bald geschafft
15.02.2010 16:33
Zitat von --kati--:
Geburtsbericht
In der Nacht von Sonntag zu Montag musste ich -wie immer- stündlich auf die Toilette. Gegen 3 Uhr bekam ich leichte Bauchschmerzen, hatte mir aber nichts weiter dabei gedacht, da auch keine Abstände dazwischen waren. Ab 4 Uhr wurden die Bauchschmerzen aber doller und ich konnte nicht mehr liegen bleiben. Ich war mir nicht sicher ob das Wehen waren, da die Schmerzen dauerhaft waren, so wie Periodenschmerzen. Ich bin dann ins Wohnzimmer und hatte mit dem Angelsound gehört ob bei meiner kleinen alles in Ordnung war- bei ihr war alles bestens. Ich lief also nachts durch die Wohnung, das war das angenehmste, sitzen ging zu diesen Zeitpunkt nicht. Zwischendurch bin ich immer wieder auf die Toilette, da ich immer noch nicht an Wehen glaubte, aber großes musste ich auch nicht... Kurz vor 6 weckte ich dann Dirk „Schatz, wir müssen ins Krankenhaus“. Er glaubte bis zu diesen Zeitpunkt wohl nicht dass es ernst war, begeistert vom Wecken war er nämlich nicht. Wir uns also angezogen, Tasche geschnappt und ab ins Krankenhaus. Die Treppen bis runter waren der Horror und die nicht mal 5 minütige fahrt ins Krankenhaus war noch schlimmer: ich spürte jede verdammte Huckel. Im Kreißsaal angekommen war der erste Satz von mir: Ich muss sterben. Die Hebamme war ganz cool und meinte dass hier keiner stirbt...
Als erstes wurde ich ans CTG angeschlossen, ich krümmte mich schon vor Schmerzen aber dieses scheiß Gerät zeigte keine einzige Wehe an! Die Hebammenschülerin beruhigte mich und meinte das dass nur ein Gerät sei und sie das auf meinem Bauch spürt dass ich Wehen hab. Ich war voll erschrocken: ich hatte also doch Wehen! Wird es heut ernst?
Während das CTG geschrieben wurde, wurde ich stationär aufgenommen und mir wurden die üblichen Fragen gestellt und ich musste irgendwelche Sachen unterschreiben. Als das CTG fertig war schaute die Hebi nach meinen Muttermund, er war 2cm geöffnet.
2cm, 8cm fehlten also noch...
Ich bekam ein schickes Nachthemd und einen tollen Einlauf. Dirk war in der Zeit die Tasche aus dem Auto holen. Ich war auf Toilette und lief danach 2-3 mal den Gang hin und her. Da wir die einzigen im Kreißsaal waren, durfte ich mir einen aussuchen. Ich nahm den Kreißsaal mit der Badewanne. Kaum im Kreißsaal angekommen wurden die Schmerzen schon unerträglicher. Es war mittlerweile gegen 7 Uhr. Im Kreißsaal probierte ich den Gymnastikball und das Seil aus, beides war aber nicht wirklich angenehm. Also bin ich aufs Bett. Zu diesem Zeitpunkt wollte ich schon eine PDA haben. Da Dirk um 8 Uhr einen Termin auf dem Arbeitsamt hatte, war ich für 1 Stunde ohne Ihn. Die Stunde kam mir aber vor wie nur 5 Minuten. Er ist also los und ich quälte mich ohne Ihn rum. Die Schülerin Anne blieb aber die ganze Zeit bei mir. Mir wurde auf einmal schlecht und ich musste mich zum ersten mal in der gesamten Schwangerschaft übergeben! Anne meinte das da der Muttermund schon 5cm offen sein könnte- die Hebi überprüfte nochmal meinen Muttermund und er war tatsächlich schon bei 5 cm! Ich hockte schon fast auf dem Bett, jede Position war total unangenehm und es tat nur noch weh. Ich wollte diese verdammte PDA, immer wieder sagte ich dass ich nicht mehr kann. Die Hebamme schlug mir dann aber erstmal die Badewanne vor. Da Anne bei mir blieb durfte ich auch ohne Dirk in die Badewanne. Das einsteigen in die Badewanne ist gar nicht so einfach unter Schmerzen. Kaum saß ich drin ging mir das Geräusch vom einlaufenden Wasser total auf die Nerven und so musste es abgestellt werden. Ja unter der Geburt nervt einen wohl so einiges...
Ich war vielleicht 40 Minuten in der Badewanne. Da die Schmerzen aber nicht wirklich erträglicher wurden und ich nicht mehr wusste wie ich nun sitzen sollte, wollte ich mal wieder nur noch eine PDA. Anne holte die Hebamme und ich sagte ihr nochmal meinen Wunsch: PDA!!! Dirk war zu dieser Zeit auch wieder da. Die Hebamme schaute nochmal nach meinen Muttermund, er war jetzt auf 7cm auf! Die Schmerzen wurden immer heftiger und so langsam setzten die Presswehen ein. Die Hebi ging mit mir die Atemübungen durch. Dirk blendete ich zu diesem Zeitpunkt schon völlig aus, ich konzentrierte mich nur noch auf die Hebamme und krallte mich an ihrem Unterarm fest. Entspannen konnte ich nicht, obwohl ich seitdem ich in der Badewanne war Wehenpausen merkte. Die Hebamme merkte, dass ich nun wirklich bald keine Kraft mehr hatte und schlug mir eine LMAA-Spritze vor. Ich kletterte irgendwie aus der Badewanne und krabbelte wieder ins Bett. Ich bekam die Spritze und es war herrlich. In den Wehenpausen konnte ich total entspannen, ich glaube, ich hatte ab diesen Zeitpunkt nur noch meine Augen geschlossen. Es wurde auch nochmal nach dem Muttermund geschaut, er war nun bereits auf 10cm auf. In der Badewanne muss auch die Fruchtblase geplatzt sein, beim aussteigen sah ich ein bisschen Blut im Wasser und nachher im Bett wurde nichts nass...
In den Wehenpausen gings mir total gut und in den Wehen selber wollte ich trotz der Spritze immer wieder eine PDA. Die Hebamme hat mich aber geschickt davon fern gehalten und im nach hinein bin ich stolz es ohne Schmerzmittel geschafft zu haben.
Irgendwann wurde nochmal nach dem Muttermund geschaut, nun war er 10cm auf. Jetzt wusste ich, es kann nicht mehr lang dauern bis ich meine Tochter im Arm halten kann. Die Presswehen setzten ein- ich hätte nicht gedacht dass die angenehmer sind. Die ersten Presswehen sollte ich noch verhecheln, das ist leichter gesagt als getan. Ich spürte einen unwahrscheinlichen Druck nach unten und das nicht pressen Dürfen fiel mir von Presswehe zu Presswehe schwerer.
Irgendwann durfte ich dann pressen-das tat soo gut. Während des Luft holens beim Pressen hatte ich das Gefühl mir zerreißt es mein Steiß, in den Wehenpausen selber war dieses Gefühl weg.
Immerwieder sollte ich aufhören zu Pressen und die Presswehen veratmen...Nach knapp 2 Stunden Presswehen war es dann soweit: ich durfte nun nur noch Pressen, aber auf einmal wurden meine Wehen immer schwächer! Die Hebammen handelten schnell und riefen den Chefarzt dazu da bei meinem Baby auch kurzzeitig die Herztöne schlecht wurden. Er erklärte mir irgendwas und ich bekam einen Wehenfördernden Tropf, ich empfand die Wehen dadurch aber nicht schlimmer.
Im Kreißsaal befanden sich Mittlerweile 2 Ärzte und 3 Hebammen. Nun musste alles schnell gehen. Ich sollte Pressen - ich hatte aber kaum noch Presswehen, nur noch unbeschreibliche Schmerzen.
Die 2 Hebammen lehnten sich auf meinen Bauch und wollten meine Tochter aus dem Bauch drücken. Aus Reflex hielt ich mich immer wieder an den armen der einen Hebamme fest, was sie nicht so toll fand... Ich sollte meine Beine anwinkeln zum Pressen, auch das tat weh. Immer wenn ich meine Beine bewegte tat das unbeschreiblich doll weh, die Hebamme musste mir helfen meine Beine hoch zu bekommen.
Dann war es so weit: ich presste mit all meiner letzten Kraft und minimaler Presswehen, Dirk hielt meinen Kopf, die Hebammen drückten auf den Bauch, 2-3 Presswehen ging das so, dann merkte ich wie ich geschnitten wurde. Den Schnitt an sich merkte ich nicht, aber das da was warmes an mir runter lief... Das Köpfchen meiner Tochter war da, ich hatte keine Presswehe mehr sollte aber trotzdem nochmal pressen damit der kleine Körper schnell raus kann...
Finja-Jolien war geboren!
Sie hatte die Nabelschnur 3 mal um den Hals gewickelt...Aber ihr ging es gut. Dirk hatte tränen in den Augen und durfte die Nabelschnur durchschneiden. Ich bekam Finja-Jolien kurz auf meine Brust gelegt, sie fühlte sich glitschig an und schaute sich schon mit ihren großen Augen um. Die schmerzen waren vergessen. Finja-Jolien musste dann kurz zum Kinderarzt, nach 10 Minuten bekam ich sie aber wieder zum kuscheln.
Da war sie nun, unsere Tochter.
Circa 1 Stunde nach der Geburt wurde ich in Vollnarkose gelegt. Meine Plazenta war festgewachsen und kam nicht von allein raus. Währen der OP wurde auch gleich mein Dammschnitt genäht...
Ich hatte 1100ml Blut verloren und bekam nach der OP eine Infusion nach der nächsten.
Mir war alles egal, ich hatte nur noch Augen für meine Tochter und ich war so froh das es ihr gut ging.
hammer geschrieben doch ist echt gut geworden musste gleich wieder an meine geburt denken
15.02.2010 16:46
Hat schon jemand was von Shigo gehört?
Emil hatte heute seinen ersten "Ausflug". Wir sind ja heute aus dem KH gekommen. Daheim hat mein Schatz dann für uns gekocht. Und er hat sich wirklich während der paar TAge super um alles gekümmert. Es war alles sauber, gesaugt, geschwischt, gewaschen, geputzt, sogar gebügelt. Allerdings musste er dann gestehen, dass er am Samstag vergessen hat einzukaufen, gestern war dann ja alles zu und heute hat er es auch nicht mehr geschafft, weil er uns ja geholt hat. Naja, und so sind wir dann alle fünf einkaufen gegangen.
Emil hatte heute seinen ersten "Ausflug". Wir sind ja heute aus dem KH gekommen. Daheim hat mein Schatz dann für uns gekocht. Und er hat sich wirklich während der paar TAge super um alles gekümmert. Es war alles sauber, gesaugt, geschwischt, gewaschen, geputzt, sogar gebügelt. Allerdings musste er dann gestehen, dass er am Samstag vergessen hat einzukaufen, gestern war dann ja alles zu und heute hat er es auch nicht mehr geschafft, weil er uns ja geholt hat. Naja, und so sind wir dann alle fünf einkaufen gegangen.
15.02.2010 17:20
Zitat von --kati--:
Geburtsbericht
In der Nacht von Sonntag zu Montag musste ich -wie immer- stündlich auf die Toilette. Gegen 3 Uhr bekam ich leichte Bauchschmerzen, hatte mir aber nichts weiter dabei gedacht, da auch keine Abstände dazwischen waren. Ab 4 Uhr wurden die Bauchschmerzen aber doller und ich konnte nicht mehr liegen bleiben. Ich war mir nicht sicher ob das Wehen waren, da die Schmerzen dauerhaft waren, so wie Periodenschmerzen. Ich bin dann ins Wohnzimmer und hatte mit dem Angelsound gehört ob bei meiner kleinen alles in Ordnung war- bei ihr war alles bestens. Ich lief also nachts durch die Wohnung, das war das angenehmste, sitzen ging zu diesen Zeitpunkt nicht. Zwischendurch bin ich immer wieder auf die Toilette, da ich immer noch nicht an Wehen glaubte, aber großes musste ich auch nicht... Kurz vor 6 weckte ich dann Dirk „Schatz, wir müssen ins Krankenhaus“. Er glaubte bis zu diesen Zeitpunkt wohl nicht dass es ernst war, begeistert vom Wecken war er nämlich nicht. Wir uns also angezogen, Tasche geschnappt und ab ins Krankenhaus. Die Treppen bis runter waren der Horror und die nicht mal 5 minütige fahrt ins Krankenhaus war noch schlimmer: ich spürte jede verdammte Huckel. Im Kreißsaal angekommen war der erste Satz von mir: Ich muss sterben. Die Hebamme war ganz cool und meinte dass hier keiner stirbt...
Als erstes wurde ich ans CTG angeschlossen, ich krümmte mich schon vor Schmerzen aber dieses scheiß Gerät zeigte keine einzige Wehe an! Die Hebammenschülerin beruhigte mich und meinte das dass nur ein Gerät sei und sie das auf meinem Bauch spürt dass ich Wehen hab. Ich war voll erschrocken: ich hatte also doch Wehen! Wird es heut ernst?
Während das CTG geschrieben wurde, wurde ich stationär aufgenommen und mir wurden die üblichen Fragen gestellt und ich musste irgendwelche Sachen unterschreiben. Als das CTG fertig war schaute die Hebi nach meinen Muttermund, er war 2cm geöffnet.
2cm, 8cm fehlten also noch...
Ich bekam ein schickes Nachthemd und einen tollen Einlauf. Dirk war in der Zeit die Tasche aus dem Auto holen. Ich war auf Toilette und lief danach 2-3 mal den Gang hin und her. Da wir die einzigen im Kreißsaal waren, durfte ich mir einen aussuchen. Ich nahm den Kreißsaal mit der Badewanne. Kaum im Kreißsaal angekommen wurden die Schmerzen schon unerträglicher. Es war mittlerweile gegen 7 Uhr. Im Kreißsaal probierte ich den Gymnastikball und das Seil aus, beides war aber nicht wirklich angenehm. Also bin ich aufs Bett. Zu diesem Zeitpunkt wollte ich schon eine PDA haben. Da Dirk um 8 Uhr einen Termin auf dem Arbeitsamt hatte, war ich für 1 Stunde ohne Ihn. Die Stunde kam mir aber vor wie nur 5 Minuten. Er ist also los und ich quälte mich ohne Ihn rum. Die Schülerin Anne blieb aber die ganze Zeit bei mir. Mir wurde auf einmal schlecht und ich musste mich zum ersten mal in der gesamten Schwangerschaft übergeben! Anne meinte das da der Muttermund schon 5cm offen sein könnte- die Hebi überprüfte nochmal meinen Muttermund und er war tatsächlich schon bei 5 cm! Ich hockte schon fast auf dem Bett, jede Position war total unangenehm und es tat nur noch weh. Ich wollte diese verdammte PDA, immer wieder sagte ich dass ich nicht mehr kann. Die Hebamme schlug mir dann aber erstmal die Badewanne vor. Da Anne bei mir blieb durfte ich auch ohne Dirk in die Badewanne. Das einsteigen in die Badewanne ist gar nicht so einfach unter Schmerzen. Kaum saß ich drin ging mir das Geräusch vom einlaufenden Wasser total auf die Nerven und so musste es abgestellt werden. Ja unter der Geburt nervt einen wohl so einiges...
Ich war vielleicht 40 Minuten in der Badewanne. Da die Schmerzen aber nicht wirklich erträglicher wurden und ich nicht mehr wusste wie ich nun sitzen sollte, wollte ich mal wieder nur noch eine PDA. Anne holte die Hebamme und ich sagte ihr nochmal meinen Wunsch: PDA!!! Dirk war zu dieser Zeit auch wieder da. Die Hebamme schaute nochmal nach meinen Muttermund, er war jetzt auf 7cm auf! Die Schmerzen wurden immer heftiger und so langsam setzten die Presswehen ein. Die Hebi ging mit mir die Atemübungen durch. Dirk blendete ich zu diesem Zeitpunkt schon völlig aus, ich konzentrierte mich nur noch auf die Hebamme und krallte mich an ihrem Unterarm fest. Entspannen konnte ich nicht, obwohl ich seitdem ich in der Badewanne war Wehenpausen merkte. Die Hebamme merkte, dass ich nun wirklich bald keine Kraft mehr hatte und schlug mir eine LMAA-Spritze vor. Ich kletterte irgendwie aus der Badewanne und krabbelte wieder ins Bett. Ich bekam die Spritze und es war herrlich. In den Wehenpausen konnte ich total entspannen, ich glaube, ich hatte ab diesen Zeitpunkt nur noch meine Augen geschlossen. Es wurde auch nochmal nach dem Muttermund geschaut, er war nun bereits auf 10cm auf. In der Badewanne muss auch die Fruchtblase geplatzt sein, beim aussteigen sah ich ein bisschen Blut im Wasser und nachher im Bett wurde nichts nass...
In den Wehenpausen gings mir total gut und in den Wehen selber wollte ich trotz der Spritze immer wieder eine PDA. Die Hebamme hat mich aber geschickt davon fern gehalten und im nach hinein bin ich stolz es ohne Schmerzmittel geschafft zu haben.
Irgendwann wurde nochmal nach dem Muttermund geschaut, nun war er 10cm auf. Jetzt wusste ich, es kann nicht mehr lang dauern bis ich meine Tochter im Arm halten kann. Die Presswehen setzten ein- ich hätte nicht gedacht dass die angenehmer sind. Die ersten Presswehen sollte ich noch verhecheln, das ist leichter gesagt als getan. Ich spürte einen unwahrscheinlichen Druck nach unten und das nicht pressen Dürfen fiel mir von Presswehe zu Presswehe schwerer.
Irgendwann durfte ich dann pressen-das tat soo gut. Während des Luft holens beim Pressen hatte ich das Gefühl mir zerreißt es mein Steiß, in den Wehenpausen selber war dieses Gefühl weg.
Immerwieder sollte ich aufhören zu Pressen und die Presswehen veratmen...Nach knapp 2 Stunden Presswehen war es dann soweit: ich durfte nun nur noch Pressen, aber auf einmal wurden meine Wehen immer schwächer! Die Hebammen handelten schnell und riefen den Chefarzt dazu da bei meinem Baby auch kurzzeitig die Herztöne schlecht wurden. Er erklärte mir irgendwas und ich bekam einen Wehenfördernden Tropf, ich empfand die Wehen dadurch aber nicht schlimmer.
Im Kreißsaal befanden sich Mittlerweile 2 Ärzte und 3 Hebammen. Nun musste alles schnell gehen. Ich sollte Pressen - ich hatte aber kaum noch Presswehen, nur noch unbeschreibliche Schmerzen.
Die 2 Hebammen lehnten sich auf meinen Bauch und wollten meine Tochter aus dem Bauch drücken. Aus Reflex hielt ich mich immer wieder an den armen der einen Hebamme fest, was sie nicht so toll fand... Ich sollte meine Beine anwinkeln zum Pressen, auch das tat weh. Immer wenn ich meine Beine bewegte tat das unbeschreiblich doll weh, die Hebamme musste mir helfen meine Beine hoch zu bekommen.
Dann war es so weit: ich presste mit all meiner letzten Kraft und minimaler Presswehen, Dirk hielt meinen Kopf, die Hebammen drückten auf den Bauch, 2-3 Presswehen ging das so, dann merkte ich wie ich geschnitten wurde. Den Schnitt an sich merkte ich nicht, aber das da was warmes an mir runter lief... Das Köpfchen meiner Tochter war da, ich hatte keine Presswehe mehr sollte aber trotzdem nochmal pressen damit der kleine Körper schnell raus kann...
Finja-Jolien war geboren!
Sie hatte die Nabelschnur 3 mal um den Hals gewickelt...Aber ihr ging es gut. Dirk hatte tränen in den Augen und durfte die Nabelschnur durchschneiden. Ich bekam Finja-Jolien kurz auf meine Brust gelegt, sie fühlte sich glitschig an und schaute sich schon mit ihren großen Augen um. Die schmerzen waren vergessen. Finja-Jolien musste dann kurz zum Kinderarzt, nach 10 Minuten bekam ich sie aber wieder zum kuscheln.
Da war sie nun, unsere Tochter.
Circa 1 Stunde nach der Geburt wurde ich in Vollnarkose gelegt. Meine Plazenta war festgewachsen und kam nicht von allein raus. Währen der OP wurde auch gleich mein Dammschnitt genäht...
Ich hatte 1100ml Blut verloren und bekam nach der OP eine Infusion nach der nächsten.
Mir war alles egal, ich hatte nur noch Augen für meine Tochter und ich war so froh das es ihr gut ging.
ach Kati,
schön hast du deinen Beitrag geschrieben. Meine Geburt ist ja ganz ähnlich gelaufen. Ich war ca. 2 Stunden in der Badewanne, aber dann wurde mir plötzlich so schwindelig. Als ich dann PDA bekommen habe, hatte 2 Stunden fast schmerzlos, aber als ich Wehentropf bekam, dachte ich, dass ich sterben werde. Hab die Schmerzen nur noch links gespührt und rechts überhaupt nichts. Dann habe ich noch Homöphatische Kugelchen bekommen und durfte 30 Minuten nicht pressen
, obwohl alles was ich wollte war pressen, pressen, pressen! Am Ende war bei mir genauso wie bei dir 3 Hebammen und 2 Ärzte. Der eine Arzt ist zu mir gekommen und hat mir gesagt: "Ihr Kind hat zu viel Stress momentan, die Herztöne werden immer schlechter. Nun müssen Sie nochmal versuchen mit ihrer ganzen Kraft pressen und wenn's nicht klappt, dann hollen wir ihn mit der Saugglocke"...
Ich hab dann zu Alois geschaut und ganz viele Trenen fließen mir übers Gesicht. Ich habe immer wieder gesagt: "ich habe so viel Angst um ihn, geht es ihm gut". Dann eine der Hebammen ist auf meinen Bett hochgesprungen, die andere war neben mir und sagte mir immer wieder wie ich atmen soll, die dritte Hebamme und die beide Ärzte haben die Saugglocke vorbereitet. Ich musste dann pressen, aber es war schwierig die Wehe zu sühren, da die Saugglocke auch einen Druck übte und ich wusste nicht mehr was los ist. Ich fing zu zittern an, konnte kein Wort Deutsch mehr verstehen, habe geweint und gedacht mein Kleiner wird nie am Leben zur Welt kommen. Dann hat die Hebamme mich auf dem Bauch gedruckt, ich musste die Luft anhalten und pressen, pressen, pressen. Ich sührte jeden Muskel meines Körpers, mein Kopf wäre beinah explodiert, mir fließen die Tränen und endlich wars sowiet. Mein Schatz meinte der Kopf ist da. Dann noch ein kräftiges Pressen und er war da. Mittlerweile ist der Kinderarzt gekommen, dass habe ich nicht mitgekriegt und hat gleich den Nabelschnur geschnitten und den Kleinen untersucht. Ich hab nur noch geweint und fragte Alois geht´s ihm gut, geht`s ihm gut? Er sagte nur: hör zu, er weint, also es geht ihm gut. Dann hat der Arzt unseren kleinen Jungen gebracht und meinte der Kleine ist gesund. Der Kopf vom Hinten wird in den nächsten 24-48 St. ziemlich geschwollen sein, aber es ist nichts schlimmes. Sein Kopf ist ja immer noch ziemlich geschwollen und dies nicht wegen der PDA sondern wegen dem Pressen. naja, wollte eigentlich meine Geschichte nicht erzählen bis alles Feb. mamis entbunden haben, aber deine Geschichte Kati, hat mich so berührt... dass ich es los lassen musste.
Übrigens geschnitten und genäht wurde ich auch, ich habe aber gsd nichts gespührt. Hatte während der ganzen SS so viel Angst vor dem Dammschnitt/riss und im Endeffekt das war gar nicht so schlimm wie die Minuten mit der Saugglocke.
Tja, bin froh, dass es vorbei ist. Denke, dass wenn ich keine PDA hatte, alles viel glatter gelaufen wäre, aber die Schmerzen hätte ich nie aushalten können.
Ich bin so froh, dass mein Engel da ist und für ihn würde das Gleiche immer wieder durchmachen, wenn es sein muss, hauptsache es geht ihm gut!!!!!
15.02.2010 17:35
ich werde versuchen bis heute abend auch meinen geburtsbericht hier rein zu schreiben ich finde es sehr interesant zu lesen wie andere ihre geburt erlebt haben und wie sie es empfunden haben
15.02.2010 18:22
oh kati wahnsinn das hört sich soo ergreifend an ...Und mir laufen keine tränen sondern Ich heul grad komischer weise
da hast was hinter dir....
Aber im endeffekt haben sich ja alle schmerzen gelohnt...
da hast was hinter dir....
Aber im endeffekt haben sich ja alle schmerzen gelohnt...
15.02.2010 18:25
und helene du musst deinen noch ausführlich auf schreiben wir wollen alles wissen
Mich schrecken eh keine geburtsberichte ab.Hab schon viele horrorgeschichten gehört aber es ist ja bei jedem anders
Mich schrecken eh keine geburtsberichte ab.Hab schon viele horrorgeschichten gehört aber es ist ja bei jedem anders
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