Mütter- und Schwangerenforum

Alleinerziehend, was soll ich tun?

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Anonym 132834
1 Beiträge
11.09.2012 10:23
Hallo Mamaforum Mitglieder!

Kurz zu mir, ich bin verheiratet und habe 1 Tochter (3 Jahre alt)
Nun ist es so das ich schon lange am überlegen bin ob ich mich von meinem Mann trennen soll.
Wir verstehen uns nicht mehr, ständig gibt es streit, er ist agressiv und nur noch am motzen.
Ich fühl mich nicht mehr wohl, fühl mich nicht geliebt und bin verzweifelt.
Meine Tochter bekommt zum Glück von dem allen meistens nichts mit, aber dennoch merkt sie sicherlich das es mir nicht gut geht.
Da ich selbst ein Scheidungskind bin, möchte ich nicht das meine Tochter auch mal so leiden muss wie ich es musste.
Unterbewusst geht sicherlich einiges in ihr vor.
Was ich eig. sagen will ist, ich hab keine Kraft mich zu trennen, hab Angst davor alleine zu sein, keinen Partner mehr zu finden.
Eine neue Wohnung zu finden, ich fühl mich so hilflos.
Wem geht es ähnlich? Oder wer hat diesen selben schritt schon einmal gewagt?
Falls ihr Fragen habt, einfach fragen... bin gerade selbst so durcheinander, das ich sicherlich einiges vergessen habe zu schreiben.

Liebste Grüße!
Jenny1986
11269 Beiträge
11.09.2012 10:29
Ich schieb mal hoch, mir geht es nämlich momentan ähnlich
11.09.2012 10:30
vielen Dank!
11.09.2012 10:30
vielen Dank!
ich schieb mal mit, mir gehts ähnlich!
Traenenfluch
599 Beiträge
11.09.2012 13:03
also ich war zwar nie verheiratet aber ich bin auch in der ss sitzen gelassen worden..
am besten gehst du zu einer beratungsstelle wie pro familia oder donum vitae.. die können dir gut bei fragen wie wohnung, geld usw helfen...
11.09.2012 13:57
Ich habe diesen Schritt im Oktober letzten Jahres gewagt. Ich war mit meinem Mann 10 Jahre zusammen und davon 4 Jahre verheiratet. Am 02.08.12 hätten wir unseren 5. Hochzeitstag gehabt. Unser Sohn wird im Januar 4 Jahre...

Ich habe mich getrennt, obwohl ich ihn noch liebe. Aber es ging nicht mehr. Er war nicht mehr für uns da. Er war nur noch mit seinen Autos beschäftigt. Es war/ist eine schwere Zeit, aber es war trotz allem der richtige Weg.

Heute, knapp 1 Jahr später, verstehen wir uns wieder besser. Wir reden miteinander und 1 mal die Woche holt er Tobi für einen Tag zu sich. Für unseren Sohn war es auch der richtige Weg. Er war eh schon immer sehr an mich gebunden und mit dem Tag der Trennung wurde er sichtbar ruhiger, weil ich ruhiger wurde.

Es gibt immer noch Momente, in denen ich die Familienzeit vermisse... aber um ehrlich zu sein, vermisse ich nicht mehr meinen Mann, sondern nur das geregelte Leben einer Familie. Denn mit der Geburt meines Sohnes sind wir keine Familie geworden - im Gegenteil, der Tag war das Ende unserer Beziehung. Und trotzdem bereue ich keinen meiner Schritte und Entscheidungen.
11.09.2012 14:00
Wie sieht es denn bei dir aus? Hast du einen Job? Ist die Kleine in der Kita? Hast du Familie in der Nähe, die dir helfen können?

Ich war damals gerade fertig mit meinem Abendstudium und hatte eh schon einen Job. Mein Sohn ging in die Kita und meine Eltern waren für mich da.

Ich habe - ja in Berlin!!! - innerhalb von 2 Wochen eine Wohnung in der Nähe meiner Eltern gefunden, habe einen Kitawechsel vorgenommen und bin ausgezogen. Das was wir gesparrt haben, haben wir aufgeteilt (ich mit meinem Sohn haben 1/3 bekommen und er hat 2/3 behalten). Er hat bis auf das Kinderzimmer und den Kühlschrank auch alles in der Wohnung behalten. Aber es war ok für mich. Ich wollte gar nichts haben. Außerdem habe ich meinen Smart mitgenommen.
Jenny1986
11269 Beiträge
11.09.2012 14:14
ich glaube, wenn man erstmal den Schritt gewagt hat, verschwendet man nicht gleich wieder nen Gedanken daran einen neuen Partner zu finden. Erstmal alles regeln und Ruhe reinbringen.
Ich muss immer daran denken, dass ich mir nicht vorstellen kann, meine Kinder zu erstens alleine mit ihrem Vater alleine zu lassen und zweitens wenn er ne Neue hat, kann ich da mein Kind hinbringen?
Mein Mann hat ja schon ein Kind aus voriger Beziehung und ich seh ja, wie oft er sie mit mir alleine lässt. Das will ich mit meinen Kindern nicht
11.09.2012 14:27
Zitat von Jenny1986:

ich glaube, wenn man erstmal den Schritt gewagt hat, verschwendet man nicht gleich wieder nen Gedanken daran einen neuen Partner zu finden. Erstmal alles regeln und Ruhe reinbringen.
Ich muss immer daran denken, dass ich mir nicht vorstellen kann, meine Kinder zu erstens alleine mit ihrem Vater alleine zu lassen und zweitens wenn er ne Neue hat, kann ich da mein Kind hinbringen?
Mein Mann hat ja schon ein Kind aus voriger Beziehung und ich seh ja, wie oft er sie mit mir alleine lässt. Das will ich mit meinen Kindern nicht


und deswegen auf ewig unglücklich in der Beziehung bleiben und seine Unruhe an die Kinder übertragen?

Jenny1986
11269 Beiträge
11.09.2012 14:46
Zitat von anibaS:

Zitat von Jenny1986:

ich glaube, wenn man erstmal den Schritt gewagt hat, verschwendet man nicht gleich wieder nen Gedanken daran einen neuen Partner zu finden. Erstmal alles regeln und Ruhe reinbringen.
Ich muss immer daran denken, dass ich mir nicht vorstellen kann, meine Kinder zu erstens alleine mit ihrem Vater alleine zu lassen und zweitens wenn er ne Neue hat, kann ich da mein Kind hinbringen?
Mein Mann hat ja schon ein Kind aus voriger Beziehung und ich seh ja, wie oft er sie mit mir alleine lässt. Das will ich mit meinen Kindern nicht


und deswegen auf ewig unglücklich in der Beziehung bleiben und seine Unruhe an die Kinder übertragen?



Nee das sicher nicht.
11.09.2012 14:59
Ich habe damals zwei Jahre überlegt, mich unglaublich schwer getan, Dinge ertragen aus Pflichtgefühl meiner Tochter gegenüber..

Ich kann nur sagen, ich habe gelitten, ich dachte ich muss es aushalten, einen Mann finde ich so schnell nicht wieder der mich mit Kind nimmt, wie soll ich das mit der Betreuung der kleinen machen wenn ich arbeite?
Reicht das Geld?

Es war ein hartet Kampf, mit viel Streit, Vorwürfen und lautstarken Auseinandersetzungen!!

Aber.. Es war der absolut richtige Schritt, ich habe es nie bereut!!

Der Kopf sagt einem eigentlich schon früh was man will und machen sollte, man muss nur auf ihn hören und sich trauen!!
Julinska
1115 Beiträge
11.09.2012 21:51
Ich bin auch hin- und hergerissen. Muss mir das alles nur noch selber eingestehen und ne Lösung für mich und den Kleinen finden..
Jessicam1991
6 Beiträge
13.09.2012 13:23
Zitat von Anonym 132834:

Wir verstehen uns nicht mehr, ständig gibt es streit, er ist agressiv und nur noch am motzen.
Ich fühl mich nicht mehr wohl, fühl mich nicht geliebt und bin verzweifelt..... hab Angst davor alleine zu sein, keinen Partner mehr zu finden .
Eine neue Wohnung zu finden, ich fühl mich so hilflos.
Wem geht es ähnlich?
Liebste Grüße!


Also erstmal, schön dass du so offen darüber schreibst, ich denke es ist richtig dir darüber Gedanken zu machen, dich von deinem Partner zu trennen. Dass du Angst hast dich zu trennen kann ich gut verstehen, es kommt i Falle einer Trennung natürlich eine Menge auf dich zu, aber ist es diese Mühe nicht wert? Wenn es dir nciht gut geht und du darunter leidest dann trenne dich! Dein Mann wird (und muss) dich ja weiterhin unterstützen, und du kannst endlcih ein neues Leben beginnen. Grüße
mondjuwel
2598 Beiträge
13.09.2012 21:11
Ich bin seit Juni letzten Jahres getrennt, da war Leonard gerade mal 9 Monate.
Irgendwer hat hier schon geschrieben das durch das Kind die Beziehung endete, das war bei uns auch.
Bei uns war es dann noch ein hin und her.
Im Streit sagte er dann geht er, da ich kein Mensch bin der reisende aufhält und auch nur noch genervt war habe ich ihm abends seine sachen gepackt.
Ich habe Angeboten zu einer Partnerberatung zu gehen, was wir auch gemacht haben. Da der Vater meines Kindes kommunikationswissenschaften studiert hat, weiß er wie er reden muss.
So das er auch die Beraterin im glauben lassen konnte das alles meine Schuld sei, bei der letzten Sitzung bin ich auf gestanden und habe gesagt. Das ich ja eh anscheind an allem Schuld bin und ich darauf kein Bock mehr habe, bin ich aufgestanden und gegangen.
Lange rede ohne Sinn.

Also es war schon die richtige entscheidung bei der Trennung zu bleiben, von meiner Seite her. Bei ihm sieht das anderes aus, er wollte sehr gerne zurück, aber ich wollte das dann nicht mehr.
Gekränkter Stolz.

Ich sage immer;
Wie will man seinem Kind Glück zeigen und es ihm mit auf seinen Weg geben wenn man selbst nicht glücklich ist?
15.09.2012 17:34
Oh, das verstehe ich sehr gut. Du hast angst diesen großen Schritt zu tun aber wenn du nicht wagst, wirds dir warscheinlich nie besser gehen auch wenns leicht gesagt ist. Glaub mir, wenn du erst einmal diesen schritt getan hast und vorwärts kommst, wird es dir gleich viel besser gehen. ALLER ANFANG IST SCHWER! Wünsche dir viel kraft dafür!
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