Mütter- und Schwangerenforum

Frühchen-Mama erzählt..

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yasmina93
18 Beiträge
24.06.2012 12:17
Hey,
Ich bin Yasmin, bin 19 Jahre jung und komme aus Dortmund.
Meine Tochter lebt. Gott sei Dank. Ich bin nun 5 Monate nach der Geburt endlich bereit zu schreiben.
Ich habe das Gefühl, ich muss es der Welt mitteilen. Zumal ich niemanden diese Zeit, dieses Gefühlschaos wünsche.
Also ich fang mal an..

Es war im August 2011. Ich bekam meine Tage nicht und war da schon besorgt. Ne Woche später war mein Test positiv.
Schock für mich und mein Freund. Wir wohnten zwar schon zusammen, liebten uns auch abgöttisch, aber ein Baby? Jetzt? Wir waren doch beide noch in der Ausbildung.
Wir endschieden uns dennoch für unser Würmchen, ohne weiter nach zudenken. Ich hatte im März 2011 eine Fehlgeburt. Wir dachten es wäre Gott gewesen, was uns mitteilen wollte das wir noch nicht bereit waren. Unser Sohn ging in der 20. SSW in den Himmel zurück. Ich trauere immernoch meinen Baby hinterher. Es vergeht kein Tag, wo ich meine Tochter anschaue und dabei an unseren Engel denken musste.
Nunja, die Zeit heilt Wunden, lässt sie aber nicht vergessen!
Aufjedenfall freute ich mich mehr als mein Freund über unser Baby. Ich glaube, er wusste was auf uns zu kam. Ich wurde immer zickiger. Wollte nicht das er am Wochende feiern ging (da ich es auch nicht konnte), wollte nichts schweres mehr tuen. Ich hatte einfach Angst! Mein 2. Baby könnte mich auch verlassen. Wir stritten uns öfters. In der 17. SSW erfuhren wir das wir eine Prinzessin bekommen würden.
Das erste mal seid langen das wir beide aufeinmal ein strahlen im Gesicht hatten. Die Zeit verlief weiter so. Ich arbeitete, kam nach Hause und kochte für mein Freund, da er immer 1-2 Stunden später nach Hause kam. Ab der 20-24SSW wurd ich fauler. ging kaum noch raus, da wir im 4. Stock wohnten (ohne Aufzug). Da hieß es nur noch Arbeit & nach Hause. Das passte mein Freund garnicht & es begann ein neuer Streitthema. Bis bei mir die Nerven so blank lagen & ich mich von ihm trennte. Es war die schlimmste Woche gewesen. Ich hatte solche Sehnsucht. 4 Jahre war ich nun mit ihm eins & nun sollten wir getrennte Wege gehen? Zum Glück fühlte er wie ich. Ich wohnte dann wieder bei meiner Mama. Er kam dorthin, machte mir Geschenke und bettelte, das wir wieder zu ihm zurück kommen. Was hinterher auch wieder geschah. & urplötzlich hatte ich kurz darauf, das war der 23.01.12 *eben nachgezählt* extrem starke Bauchschmerzen spät Abends. Ich dachte, nein nicht krank werden. Hätte doch niemals gedacht, dass das Wehen waren.. Die legten sich nach nen paar Stunden und konnte nun einschlafen. Am nächsten Tag passierte dann das unvorstellbare... Ich hatte nen Blasensprung. Ich kam direkt ins KH, da ich ja erst in der 28+5 SSW war. Da bekam ich Antibiotika, Wehenhemmer & die Lungenreife. 2 Tage später in der 29+0 wurde sie nun per KS geholt. Zarte 960gramm auf 36cm mit einen KU von 25cm erblickte Emily Sophie die Welt. Sie sah so klein aus, passte gerad mal auf die Hand meine Freundes.
Nunja, sie wurde mitgenommen, untersucht und versorgt. Erst hieß es sie bräuchte nur eine Atemunterstützung, bis sie knapp ne halbe Stunde dannach ihren ersten Herzstillstand hatte.. Dann wurde sie komplett künstlich beatmet. In den Augenblick, wo sie um meine Tochter kämpften starb ein Teil in mir. Ich weinte, weinte und weinte.
Ich musste sie nur anschauen und hätte gewünscht, ihr eine bessere schönere Zeit im Bauch geschenkt zu haben.
Nach 3 Wochen wo sie wieder die Atemunterstützung ausprobierten ging wieder die Herzfriquenz auf 8 runter. Beinahe wäre mein Baby zum 2. mal klinisch tod gewesen. Nach 2 Wochen bekam sie das 1. mal meine abgepumte MM. 1ml alle 2 Stunden. Jeden Tag versuchte sie ihr 1ml mehr pro Mahlzeit zu geben. Nach 9 Woch Perinatalintensiv wurde sie rüber in die Kinderklinik verlegt. Sie wog an den Tag 1120g und war 39cm klein. Da verlief dann alles toller. Sie besserte sich. Von Tag zu Tag nahm sie zu. Nach 3 Wochen weitere Intensivstation kam sie nun endlich auf die normale Station. Ganze 1680g wog sie da schon. Da wurde mir dann von den Ärzten mitgeteilt, das sie hier nurnoch zur Überwachung bleiben müsste, aber das sie ein echtes Wunderkind sei.
2 Wochen später war die Entlassung.
Seid April ist sie nun bei uns. Alles ist nun besser. Auch unsere Beziehung. Wir beide lieben sie für ihre Kraft & Willenskraft, die sie uns im Krankenhaus bewiesen hat.
Sie war ein Wunder. Sie hat all diese Hürden gemeistert. Sie brauchte keine Operationen.
Heute ist sie 5 Monate alt. Sie ist gerade am zahnen & seeehr quängelich. Sie lacht & grrrrt mir den ganzen Tag ein vor & meiner Meinung nach versucht sie schon zu robben.
Und alle sagen, sie kommt ganz nach Papi vom optischen.
Nächstes Jahr haben wir vor Emily taufen zulassen & am selben Tag zu heiraten.
Nun wird alles perfekt.
Mietzka
2866 Beiträge
24.06.2012 12:36
hallo,

erst mal alles gute zu deinem grossen Wunder Dein sohn(der ja leider fürh gehen musste) das seiner kleiner schwester geholfen und viel kraft gegeben die ganzen hürden zu überstehen .er war sicher immer bei ihr gewesen.
die kleine ist echte eine kämpferin da kan man als eltern einfach nur glücklich sein.
Ich wünsche euch dreinen ein glückliches und zufriedenes Zusammen sein.

aber ich denke ihr habt schon sovie durch gemacht das werden ihr auch alles andere überstehen.

Syr ich weiss garnicht was ich schreiben soll mir laufen die tränen

aber alles alles alles liebe
Sweet_Mama
2165 Beiträge
24.06.2012 12:37
Sehr schöne Geschichte, ich freue mich für euch das es alles gut geworden ist !!!
übrigens komme ich auch aus dortmund
24.06.2012 12:37
Es freut mich sehr dass deine anfänglich so traurige Geschichte ein so schönes Ende gefunden hat ich Wünsche euch dreien alles Glück der Welt
urmelausdemeis
22621 Beiträge
24.06.2012 13:04
Kleine, tapfere Maus!!!!

Meine Kleine kam zwar zeitgerecht war aber auch in der Kinderklink. Sie lag auf der (da nannte man sie so= "Päppelstation" und sie war natürlich die größte und schwerste dort.

Ich weiss nich, wie Dein aufenthalt in der Kinderklinik war, aber meiner war nicht schön und von daher freu mich mich gerade tierisch mit, dass sie doch relativ schnell nach Hause durfte!!!!

Alles Gute Euch 3en für die Hochzeit und die Taufe!!!
kristin1787
5175 Beiträge
24.06.2012 13:14
Eine tolle und Herzzerreußende Geschichte... Die aber mit einem Happy End endete
Mein Baby kam auch zu früh... genau 6 wochen... eigenlich eher aber sie haben ihn noch etwas länger in meinem Bauch gelassen
Aber so schlimm wie bei euch war es nicht ...
Man entwickelt in der Zeit wo man denkt es gibt keinen ausweg mehr eine unheimlich starke kraft... Die Kraft hast du deiner kleinen gegeben um zu kämpfen und sie wollte bei euch bleiben... Sie ist soooo stark...
Das wird noch eine ganze Weile bei dir im Kopf bleiben... Du musst auch schön drüber reden, umso besser verarbeitest du es auch...
Ganz viel Kraft für euch und alles alles Gute
kati04.07.2011
241 Beiträge
24.06.2012 13:46
Zitat von yasmina93:

Hey,
Ich bin Yasmin, bin 19 Jahre jung und komme aus Dortmund.
Meine Tochter lebt. Gott sei Dank. Ich bin nun 5 Monate nach der Geburt endlich bereit zu schreiben.
Ich habe das Gefühl, ich muss es der Welt mitteilen. Zumal ich niemanden diese Zeit, dieses Gefühlschaos wünsche.
Also ich fang mal an..

Es war im August 2011. Ich bekam meine Tage nicht und war da schon besorgt. Ne Woche später war mein Test positiv.
Schock für mich und mein Freund. Wir wohnten zwar schon zusammen, liebten uns auch abgöttisch, aber ein Baby? Jetzt? Wir waren doch beide noch in der Ausbildung.
Wir endschieden uns dennoch für unser Würmchen, ohne weiter nach zudenken. Ich hatte im März 2011 eine Fehlgeburt. Wir dachten es wäre Gott gewesen, was uns mitteilen wollte das wir noch nicht bereit waren. Unser Sohn ging in der 20. SSW in den Himmel zurück. Ich trauere immernoch meinen Baby hinterher. Es vergeht kein Tag, wo ich meine Tochter anschaue und dabei an unseren Engel denken musste.
Nunja, die Zeit heilt Wunden, lässt sie aber nicht vergessen!
Aufjedenfall freute ich mich mehr als mein Freund über unser Baby. Ich glaube, er wusste was auf uns zu kam. Ich wurde immer zickiger. Wollte nicht das er am Wochende feiern ging (da ich es auch nicht konnte), wollte nichts schweres mehr tuen. Ich hatte einfach Angst! Mein 2. Baby könnte mich auch verlassen. Wir stritten uns öfters. In der 17. SSW erfuhren wir das wir eine Prinzessin bekommen würden.
Das erste mal seid langen das wir beide aufeinmal ein strahlen im Gesicht hatten. Die Zeit verlief weiter so. Ich arbeitete, kam nach Hause und kochte für mein Freund, da er immer 1-2 Stunden später nach Hause kam. Ab der 20-24SSW wurd ich fauler. ging kaum noch raus, da wir im 4. Stock wohnten (ohne Aufzug). Da hieß es nur noch Arbeit & nach Hause. Das passte mein Freund garnicht & es begann ein neuer Streitthema. Bis bei mir die Nerven so blank lagen & ich mich von ihm trennte. Es war die schlimmste Woche gewesen. Ich hatte solche Sehnsucht. 4 Jahre war ich nun mit ihm eins & nun sollten wir getrennte Wege gehen? Zum Glück fühlte er wie ich. Ich wohnte dann wieder bei meiner Mama. Er kam dorthin, machte mir Geschenke und bettelte, das wir wieder zu ihm zurück kommen. Was hinterher auch wieder geschah. & urplötzlich hatte ich kurz darauf, das war der 23.01.12 *eben nachgezählt* extrem starke Bauchschmerzen spät Abends. Ich dachte, nein nicht krank werden. Hätte doch niemals gedacht, dass das Wehen waren.. Die legten sich nach nen paar Stunden und konnte nun einschlafen. Am nächsten Tag passierte dann das unvorstellbare... Ich hatte nen Blasensprung. Ich kam direkt ins KH, da ich ja erst in der 28+5 SSW war. Da bekam ich Antibiotika, Wehenhemmer & die Lungenreife. 2 Tage später in der 29+0 wurde sie nun per KS geholt. Zarte 960gramm auf 36cm mit einen KU von 25cm erblickte Emily Sophie die Welt. Sie sah so klein aus, passte gerad mal auf die Hand meine Freundes.
Nunja, sie wurde mitgenommen, untersucht und versorgt. Erst hieß es sie bräuchte nur eine Atemunterstützung, bis sie knapp ne halbe Stunde dannach ihren ersten Herzstillstand hatte.. Dann wurde sie komplett künstlich beatmet. In den Augenblick, wo sie um meine Tochter kämpften starb ein Teil in mir. Ich weinte, weinte und weinte.
Ich musste sie nur anschauen und hätte gewünscht, ihr eine bessere schönere Zeit im Bauch geschenkt zu haben.
Nach 3 Wochen wo sie wieder die Atemunterstützung ausprobierten ging wieder die Herzfriquenz auf 8 runter. Beinahe wäre mein Baby zum 2. mal klinisch tod gewesen. Nach 2 Wochen bekam sie das 1. mal meine abgepumte MM. 1ml alle 2 Stunden. Jeden Tag versuchte sie ihr 1ml mehr pro Mahlzeit zu geben. Nach 9 Woch Perinatalintensiv wurde sie rüber in die Kinderklinik verlegt. Sie wog an den Tag 1120g und war 39cm klein. Da verlief dann alles toller. Sie besserte sich. Von Tag zu Tag nahm sie zu. Nach 3 Wochen weitere Intensivstation kam sie nun endlich auf die normale Station. Ganze 1680g wog sie da schon. Da wurde mir dann von den Ärzten mitgeteilt, das sie hier nurnoch zur Überwachung bleiben müsste, aber das sie ein echtes Wunderkind sei.
2 Wochen später war die Entlassung.
Seid April ist sie nun bei uns. Alles ist nun besser. Auch unsere Beziehung. Wir beide lieben sie für ihre Kraft & Willenskraft, die sie uns im Krankenhaus bewiesen hat.
Sie war ein Wunder. Sie hat all diese Hürden gemeistert. Sie brauchte keine Operationen.
Heute ist sie 5 Monate alt. Sie ist gerade am zahnen & seeehr quängelich. Sie lacht & grrrrt mir den ganzen Tag ein vor & meiner Meinung nach versucht sie schon zu robben.
Und alle sagen, sie kommt ganz nach Papi vom optischen.
Nächstes Jahr haben wir vor Emily taufen zulassen & am selben Tag zu heiraten.
Nun wird alles perfekt.



ich kenne das zu gut. meine maus kam bei 28+6 auf die welt. not ks mit vollnarkose. wir wussten die erste woche nicht ob sie es überleben wird. das war soo eine schlimme zeit. aber sie hat auch gekämpft!! sie musste 12 Wochen in der Kinderklinik bleiben. Jeden Tag bin ich zu ihr gefahren.Heute ist sie 14 monate (korr. 11 monate) alt. ihr geht es gut und sie ist kerngesund.

Mich freut es sehr das eure maus auch so eine kämpferin war/ist!!!!!!!
yasmina93
18 Beiträge
24.06.2012 18:50
Zitat von Mietzka:

hallo,

erst mal alles gute zu deinem grossen Wunder Dein sohn(der ja leider fürh gehen musste) das seiner kleiner schwester geholfen und viel kraft gegeben die ganzen hürden zu überstehen .er war sicher immer bei ihr gewesen.
die kleine ist echte eine kämpferin da kan man als eltern einfach nur glücklich sein.
Ich wünsche euch dreinen ein glückliches und zufriedenes Zusammen sein.

aber ich denke ihr habt schon sovie durch gemacht das werden ihr auch alles andere überstehen.

Syr ich weiss garnicht was ich schreiben soll mir laufen die tränen

aber alles alles alles liebe


Aii, Dankeschön.
yasmina93
18 Beiträge
24.06.2012 18:55
Zitat von Sweet_Mama:

Sehr schöne Geschichte, ich freue mich für euch das es alles gut geworden ist !!!
übrigens komme ich auch aus dortmund


Dankeschön. Woher aus Dortmund kommst du denn her?
yasmina93
18 Beiträge
24.06.2012 18:55
Zitat von wirrwarr:

Es freut mich sehr dass deine anfänglich so traurige Geschichte ein so schönes Ende gefunden hat ich Wünsche euch dreien alles Glück der Welt


DANKE DANKE DANKESCHÖN!
yasmina93
18 Beiträge
24.06.2012 19:00
Zitat von urmelausdemeis:

Kleine, tapfere Maus!!!!

Meine Kleine kam zwar zeitgerecht war aber auch in der Kinderklink. Sie lag auf der (da nannte man sie so= "Päppelstation" und sie war natürlich die größte und schwerste dort.

Ich weiss nich, wie Dein aufenthalt in der Kinderklinik war, aber meiner war nicht schön und von daher freu mich mich gerade tierisch mit, dass sie doch relativ schnell nach Hause durfte!!!!

Alles Gute Euch 3en für die Hochzeit und die Taufe!!!


Erstmal Dankeschön.
Warum war denn deine Maus in der Kinderklinik?
Ja, also von der Kinderklinik war ich auch nicht so begeistert. Vorallem weil sie meiner Meinung nach nicht steril genug waren. Staub flog darum etc. und höflich waren viele Schwestern auch nicht. Aber in der frauenklinik haben wir uns umso wohler gefühlt.
yasmina93
18 Beiträge
24.06.2012 19:03
Zitat von kristin1787:

Eine tolle und Herzzerreußende Geschichte... Die aber mit einem Happy End endete
Mein Baby kam auch zu früh... genau 6 wochen... eigenlich eher aber sie haben ihn noch etwas länger in meinem Bauch gelassen
Aber so schlimm wie bei euch war es nicht ...
Man entwickelt in der Zeit wo man denkt es gibt keinen ausweg mehr eine unheimlich starke kraft... Die Kraft hast du deiner kleinen gegeben um zu kämpfen und sie wollte bei euch bleiben... Sie ist soooo stark...
Das wird noch eine ganze Weile bei dir im Kopf bleiben... Du musst auch schön drüber reden, umso besser verarbeitest du es auch...
Ganz viel Kraft für euch und alles alles Gute


Danke für deine schöne Worte. Ich habe mein bestes gegeben, denn aufgeben kam bei mir nie in Frage. Hatte mir auf der Elternstation ein Zimmer genommen & war jeden Tag da.
yasmina93
18 Beiträge
24.06.2012 19:07
Zitat von kati04.07.2011:

Zitat von yasmina93:

Hey,
Ich bin Yasmin, bin 19 Jahre jung und komme aus Dortmund.
Meine Tochter lebt. Gott sei Dank. Ich bin nun 5 Monate nach der Geburt endlich bereit zu schreiben.
Ich habe das Gefühl, ich muss es der Welt mitteilen. Zumal ich niemanden diese Zeit, dieses Gefühlschaos wünsche.
Also ich fang mal an..

Es war im August 2011. Ich bekam meine Tage nicht und war da schon besorgt. Ne Woche später war mein Test positiv.
Schock für mich und mein Freund. Wir wohnten zwar schon zusammen, liebten uns auch abgöttisch, aber ein Baby? Jetzt? Wir waren doch beide noch in der Ausbildung.
Wir endschieden uns dennoch für unser Würmchen, ohne weiter nach zudenken. Ich hatte im März 2011 eine Fehlgeburt. Wir dachten es wäre Gott gewesen, was uns mitteilen wollte das wir noch nicht bereit waren. Unser Sohn ging in der 20. SSW in den Himmel zurück. Ich trauere immernoch meinen Baby hinterher. Es vergeht kein Tag, wo ich meine Tochter anschaue und dabei an unseren Engel denken musste.
Nunja, die Zeit heilt Wunden, lässt sie aber nicht vergessen!
Aufjedenfall freute ich mich mehr als mein Freund über unser Baby. Ich glaube, er wusste was auf uns zu kam. Ich wurde immer zickiger. Wollte nicht das er am Wochende feiern ging (da ich es auch nicht konnte), wollte nichts schweres mehr tuen. Ich hatte einfach Angst! Mein 2. Baby könnte mich auch verlassen. Wir stritten uns öfters. In der 17. SSW erfuhren wir das wir eine Prinzessin bekommen würden.
Das erste mal seid langen das wir beide aufeinmal ein strahlen im Gesicht hatten. Die Zeit verlief weiter so. Ich arbeitete, kam nach Hause und kochte für mein Freund, da er immer 1-2 Stunden später nach Hause kam. Ab der 20-24SSW wurd ich fauler. ging kaum noch raus, da wir im 4. Stock wohnten (ohne Aufzug). Da hieß es nur noch Arbeit & nach Hause. Das passte mein Freund garnicht & es begann ein neuer Streitthema. Bis bei mir die Nerven so blank lagen & ich mich von ihm trennte. Es war die schlimmste Woche gewesen. Ich hatte solche Sehnsucht. 4 Jahre war ich nun mit ihm eins & nun sollten wir getrennte Wege gehen? Zum Glück fühlte er wie ich. Ich wohnte dann wieder bei meiner Mama. Er kam dorthin, machte mir Geschenke und bettelte, das wir wieder zu ihm zurück kommen. Was hinterher auch wieder geschah. & urplötzlich hatte ich kurz darauf, das war der 23.01.12 *eben nachgezählt* extrem starke Bauchschmerzen spät Abends. Ich dachte, nein nicht krank werden. Hätte doch niemals gedacht, dass das Wehen waren.. Die legten sich nach nen paar Stunden und konnte nun einschlafen. Am nächsten Tag passierte dann das unvorstellbare... Ich hatte nen Blasensprung. Ich kam direkt ins KH, da ich ja erst in der 28+5 SSW war. Da bekam ich Antibiotika, Wehenhemmer & die Lungenreife. 2 Tage später in der 29+0 wurde sie nun per KS geholt. Zarte 960gramm auf 36cm mit einen KU von 25cm erblickte Emily Sophie die Welt. Sie sah so klein aus, passte gerad mal auf die Hand meine Freundes.
Nunja, sie wurde mitgenommen, untersucht und versorgt. Erst hieß es sie bräuchte nur eine Atemunterstützung, bis sie knapp ne halbe Stunde dannach ihren ersten Herzstillstand hatte.. Dann wurde sie komplett künstlich beatmet. In den Augenblick, wo sie um meine Tochter kämpften starb ein Teil in mir. Ich weinte, weinte und weinte.
Ich musste sie nur anschauen und hätte gewünscht, ihr eine bessere schönere Zeit im Bauch geschenkt zu haben.
Nach 3 Wochen wo sie wieder die Atemunterstützung ausprobierten ging wieder die Herzfriquenz auf 8 runter. Beinahe wäre mein Baby zum 2. mal klinisch tod gewesen. Nach 2 Wochen bekam sie das 1. mal meine abgepumte MM. 1ml alle 2 Stunden. Jeden Tag versuchte sie ihr 1ml mehr pro Mahlzeit zu geben. Nach 9 Woch Perinatalintensiv wurde sie rüber in die Kinderklinik verlegt. Sie wog an den Tag 1120g und war 39cm klein. Da verlief dann alles toller. Sie besserte sich. Von Tag zu Tag nahm sie zu. Nach 3 Wochen weitere Intensivstation kam sie nun endlich auf die normale Station. Ganze 1680g wog sie da schon. Da wurde mir dann von den Ärzten mitgeteilt, das sie hier nurnoch zur Überwachung bleiben müsste, aber das sie ein echtes Wunderkind sei.
2 Wochen später war die Entlassung.
Seid April ist sie nun bei uns. Alles ist nun besser. Auch unsere Beziehung. Wir beide lieben sie für ihre Kraft & Willenskraft, die sie uns im Krankenhaus bewiesen hat.
Sie war ein Wunder. Sie hat all diese Hürden gemeistert. Sie brauchte keine Operationen.
Heute ist sie 5 Monate alt. Sie ist gerade am zahnen & seeehr quängelich. Sie lacht & grrrrt mir den ganzen Tag ein vor & meiner Meinung nach versucht sie schon zu robben.
Und alle sagen, sie kommt ganz nach Papi vom optischen.
Nächstes Jahr haben wir vor Emily taufen zulassen & am selben Tag zu heiraten.
Nun wird alles perfekt.



ich kenne das zu gut. meine maus kam bei 28+6 auf die welt. not ks mit vollnarkose. wir wussten die erste woche nicht ob sie es überleben wird. das war soo eine schlimme zeit. aber sie hat auch gekämpft!! sie musste 12 Wochen in der Kinderklinik bleiben. Jeden Tag bin ich zu ihr gefahren.Heute ist sie 14 monate (korr. 11 monate) alt. ihr geht es gut und sie ist kerngesund.

Mich freut es sehr das eure maus auch so eine kämpferin war/ist!!!!!!!


Aii, dann kannst du von allem wohl am Besten wissen, wie man sich in der Zeit gefühlt hatte.. Wie war denn ihre Entwicklung? Ab wann robben/krabbeln? gezahnt? gesessen? hoch gezogen? gelaufen?
Kann ich ihr da i.wie bei helfen? Hat deine auch Krankengymnastik bekommen?
kristin1787
5175 Beiträge
24.06.2012 20:56
Zitat von yasmina93:

Zitat von kristin1787:

Eine tolle und Herzzerreußende Geschichte... Die aber mit einem Happy End endete
Mein Baby kam auch zu früh... genau 6 wochen... eigenlich eher aber sie haben ihn noch etwas länger in meinem Bauch gelassen
Aber so schlimm wie bei euch war es nicht ...
Man entwickelt in der Zeit wo man denkt es gibt keinen ausweg mehr eine unheimlich starke kraft... Die Kraft hast du deiner kleinen gegeben um zu kämpfen und sie wollte bei euch bleiben... Sie ist soooo stark...
Das wird noch eine ganze Weile bei dir im Kopf bleiben... Du musst auch schön drüber reden, umso besser verarbeitest du es auch...
Ganz viel Kraft für euch und alles alles Gute


Danke für deine schöne Worte. Ich habe mein bestes gegeben, denn aufgeben kam bei mir nie in Frage. Hatte mir auf der Elternstation ein Zimmer genommen & war jeden Tag da.

genau... er war auch 4 wochen noch auf intensiv weil es mit der atmung und seinem eisenwert nicht hingenahuen hat... sind dann danach auf die nachsorgestation gekommen warn da noch etwa zwei wochen...
also ich war auch jeden tag mit bei ihm...
kristin1787
5175 Beiträge
24.06.2012 20:57
weil ich gerade gelesen habe krankengymnastik...
hatten wir auch... 20 sitzungen insgesamt... er hatte einen zu hohen musekletonus....
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