Veraltete Erziehungsmaßnahmen
20.10.2011 23:40
Zitat von josy_at:
Zitat von Spielofant:
Zitat von josy_at:
Zitat von Spielofant:
Zitat von Pünktchennr3:
Ich glaube das es Josy gar nicht darum ging AKTUELLE Erziehungsmethoden auszudisskutieren sondern(man beachte Überschrift und eingangspost)VERALTETE ERziehungsmethoden, die heute bestimmt nicht mehr(oder zumindest in dem Mahße)praktiziert werden.
Wie das schlagen mit dem Rohrstock in der Schule!
Usw.usw.
Ich denke mal auch, das Josy das einfach so an sich ganz wissenswert findet.
Ich zum Beispiel habe mir das Buch damals gekauft, weil es mich interessiert hat. Und dieses Wissen, wie es damals eben gemacht wurde, hat mir bisher ganz gut geholfen etwas Verständnis für "aufdringliche, alte Omis" zu entwickeln.
Welches Buch hast du da gekauft?
Ein Original aus der NS-Zeit von Johanna Haarers "Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind". Das wird heute nicht mehr neu aufgelegt. Nach dem Krieg wurde das "deutsche" aus dem Buchtitel entfernt und die antisemitische Hetze ausgestrichen.
Falls es dich interessiert, kannst du ja mal nach einem neueren Exemplar suchen. Die Originale aus der NS-Zeit sind fast schon nicht mehr bezahlbar für mal eben reinschauen.
Ah, ja, der Titel sagt mir was. Werd ich mich nochmal schlau machen, danke!
Auf der Suche danch bin ich hier drüber gestolpert:
http://www.amazon.de/Die-Angst-vor-kindlichen-Tyra nnen/dp/3421044139/ref=sr_1_5?s=books&ie=UTF8& amp;qid=1319146626&sr=1-5
Klingt auch interessant.
21.10.2011 06:09
wah... thema gemerkt
Es interessiert mich einfach auch sehr, wie es bei anderen gewesen ist, denn ja... man kann durch erziehung einen Knacks wegbekommen... ganze generationen haben teilweise einen
Meine Mutter wurde zB systematisch kleingehalten... galt als vorlaut und wäre es nach ihren großeltern gegangen, hätte man ihren willen brechen müssen
das wirkt bis heute, dass sie sich kleiner macht, als sie ist und sich mühsam selbstbewusstsein in gewissen bereichen erkämpfen muss... kenne so einige aus den 50ern, denen es so geht, denn danach ging es ja langsam bergauf
Mein Vater wiederum konnte auch partout keine gefühle zeigen bzw. ausdrücken...
hab als kind schier drauf gegiert, dass er mir sagt, dass er stolz auf mich ist, was trotz einser oder erfolg im sport nicht so war...
inzwischen weiß ich, dass er das nicht konnte (ebenfalls 50er-jahre-kind), weil er es nicht gelernt hat... er hatte einen knacks und hat ihn unbewusst an mich weitergegeben, denn nun will ich lob um jeden preis
wenn mein chef mir sagt, dass ich leistungsträger der firma bin, fühl ich mich gut... wie das gegenteil wäre, will ich mir nicht vorstellen
das problem haben aber auch andere väter... hatte einmal das vergnügen mit einem vater (anfang 60er-jahre) tacheless zu reden, wie ich es mit meinem nicht konnte, und ihm mal zu verdeutlichen, was er seiner Tochter damit antut. Ihm war zwar bewusst, dass es nicht gut ist, aber die potentiellen schäden, die er anrichtet, haben ihn wohl doch verblüfft. Zumindest hat er ihr daraufhin einen brief geschrieben, indem er alles rausgelassen hat
die wirkung war auf beiden seiten sehr heilsam
generell kann ich aber dennoch nichts gegen die erziehung meiner eltern sagen, da sie es schon anders gemacht haben (gezwungener maßen, da mein bruder und ich mit standard gar nicht zu kriegen waren
) - liebevoll, aber mit klaren udn konsequenten regeln
wenn sie noch mit sich selbst im reinen gewesen wären, gäbe es vielleicht auch gar nichts negatives mehr... wer weiß
zumindest werde ich davon mitnehmen, mich auf meine intuition zu verlassen
Denn das hat letztlich ja auch dazu geführt, dass meine Eltern anders erzogen haben als ihre Eltern
die erziehung war auf die besonderheiten meines Bruders und von mir selbst ausgerichtet... und das kann kein Erziehungsratgeber
Es interessiert mich einfach auch sehr, wie es bei anderen gewesen ist, denn ja... man kann durch erziehung einen Knacks wegbekommen... ganze generationen haben teilweise einen
Meine Mutter wurde zB systematisch kleingehalten... galt als vorlaut und wäre es nach ihren großeltern gegangen, hätte man ihren willen brechen müssen
das wirkt bis heute, dass sie sich kleiner macht, als sie ist und sich mühsam selbstbewusstsein in gewissen bereichen erkämpfen muss... kenne so einige aus den 50ern, denen es so geht, denn danach ging es ja langsam bergauf
Mein Vater wiederum konnte auch partout keine gefühle zeigen bzw. ausdrücken...
hab als kind schier drauf gegiert, dass er mir sagt, dass er stolz auf mich ist, was trotz einser oder erfolg im sport nicht so war...
inzwischen weiß ich, dass er das nicht konnte (ebenfalls 50er-jahre-kind), weil er es nicht gelernt hat... er hatte einen knacks und hat ihn unbewusst an mich weitergegeben, denn nun will ich lob um jeden preis
wenn mein chef mir sagt, dass ich leistungsträger der firma bin, fühl ich mich gut... wie das gegenteil wäre, will ich mir nicht vorstellen
das problem haben aber auch andere väter... hatte einmal das vergnügen mit einem vater (anfang 60er-jahre) tacheless zu reden, wie ich es mit meinem nicht konnte, und ihm mal zu verdeutlichen, was er seiner Tochter damit antut. Ihm war zwar bewusst, dass es nicht gut ist, aber die potentiellen schäden, die er anrichtet, haben ihn wohl doch verblüfft. Zumindest hat er ihr daraufhin einen brief geschrieben, indem er alles rausgelassen hat
die wirkung war auf beiden seiten sehr heilsam
generell kann ich aber dennoch nichts gegen die erziehung meiner eltern sagen, da sie es schon anders gemacht haben (gezwungener maßen, da mein bruder und ich mit standard gar nicht zu kriegen waren
) - liebevoll, aber mit klaren udn konsequenten regeln
wenn sie noch mit sich selbst im reinen gewesen wären, gäbe es vielleicht auch gar nichts negatives mehr... wer weiß
zumindest werde ich davon mitnehmen, mich auf meine intuition zu verlassen
Denn das hat letztlich ja auch dazu geführt, dass meine Eltern anders erzogen haben als ihre Eltern
die erziehung war auf die besonderheiten meines Bruders und von mir selbst ausgerichtet... und das kann kein Erziehungsratgeber
21.10.2011 06:33
Josy, wenn du noch Anti-Lektüre aus der Neuzeit lesen möchtest, da soll Winterhoff eine wahre Bereicherung sein. Den wollte ich mir als Nächstes holen, wenn ich wieder Muse zum Lesen finde.
21.10.2011 09:47
Ja, die Methoden damals waren sicher nicht wirklich richtig.
Wenn ich mir aber im Gegensatz dazu ansehe, wie die Ansichten heutzutage zu einer guten Erziehung aussehen, dann schüttel ich da teilweise genau so den Kopf wie bei der Erziehung von damals.
Damals waren sie total hart und wollten bloß keine große Nähe oder Bindung aufbauen. Die Kinder mussten funktionieren. Das kann und hat bleibende Schäden in der Psyche hinterlassen.
Heute sind sie total weichgespült und betüddeln die Babys 24 Stunden am Tag. Die Nähe und die Bindung müssen so groß wie möglich sein, die Kinder können tun und lassen was sie wollen. Auch das wird Folgen haben, denn durch das ständige weichgespüle und Dauerbetüdeln werden viele Kinder daran gehindert früh selbstständig zu werden.
Meiner Meinung nach ist ein gesunder Mittelweg aus Damals und Heute eine gute Basis für eine anständige Erziehung, in der die Kinder nicht zu kurz kommen und die Eltern sich nicht völlig aufgeben.
Aber über Erziehung lässt sich ja streiten.
Wenn ich mir aber im Gegensatz dazu ansehe, wie die Ansichten heutzutage zu einer guten Erziehung aussehen, dann schüttel ich da teilweise genau so den Kopf wie bei der Erziehung von damals.
Damals waren sie total hart und wollten bloß keine große Nähe oder Bindung aufbauen. Die Kinder mussten funktionieren. Das kann und hat bleibende Schäden in der Psyche hinterlassen.
Heute sind sie total weichgespült und betüddeln die Babys 24 Stunden am Tag. Die Nähe und die Bindung müssen so groß wie möglich sein, die Kinder können tun und lassen was sie wollen. Auch das wird Folgen haben, denn durch das ständige weichgespüle und Dauerbetüdeln werden viele Kinder daran gehindert früh selbstständig zu werden.
Meiner Meinung nach ist ein gesunder Mittelweg aus Damals und Heute eine gute Basis für eine anständige Erziehung, in der die Kinder nicht zu kurz kommen und die Eltern sich nicht völlig aufgeben.
Aber über Erziehung lässt sich ja streiten.
21.10.2011 09:52
Zitat von Spielofant:
Josy, wenn du noch Anti-Lektüre aus der Neuzeit lesen möchtest, da soll Winterhoff eine wahre Bereicherung sein. Den wollte ich mir als Nächstes holen, wenn ich wieder Muse zum Lesen finde.
Danke dir!
21.10.2011 09:59
Ich habe von meinem Vater auch nie oder sehr selten Lob erhalten. Ich habe EINMAL in meinem Problemfach einen 2er mit nach Hause gebracht... mein Vater sagte, als ich ihm freudestrahlend die Schularbeit unter die Nase hielt: "Warum ist es kein 1er?". Ich konnte mich daraufhin über meinen Erfolg nicht mehr freuen! Damals war ich nur wahnsinnig enttäuscht - heute verstehe ich ihn. Natürlich war das nicht die richtige - kindgerechte - Reaktion, aber ich weiß heute, dass mein Vater als jüngstes von 9 Kindern als einziges davon etwas erreicht hat. Er hat sich bis zum Prokuristen hochgearbeitet, ist ein hohes Tier in einer großen Firma und das alles "nur" mit einem Hauptschulabschluss in der Provinz.
Ich konnte ihm seine Reaktionen in meiner Kindheit und Jugend aber auch erst nach einem Gespräch verzeihen, bei dem wir beide geweint haben. Ich glaube, ich habe meinen Vater davor und danach nie wieder weinen sehen.
Ich konnte ihm seine Reaktionen in meiner Kindheit und Jugend aber auch erst nach einem Gespräch verzeihen, bei dem wir beide geweint haben. Ich glaube, ich habe meinen Vater davor und danach nie wieder weinen sehen.
21.10.2011 10:11
Zitat von Jaden:
Zitat von kathi714:
Es ist nicht alles schlecht was früher gemacht wurde. Ich finde das die Erziehung früher konsequenter war. Damit meine ich jetzt nicht das Schlagen, sonder eher das die Erwachsenen früher zusammen gehalten haben.
**
Wenn ich früher Ärger vom Lehrer bekommen habe, dann gabs den Ärger auch zu Hause. Ich denke das viele Eltern heute parteiisch sind, bei Problemen doch eher den Lehrern die Schuld in die Schuhe schieben, als die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, das das eigene Kind vlt. Schuld hat. Das macht den Lehrerberuf nicht einfach und andere Erwachsene verlieren mit solchem Verhalten irgendwo den Respekt, denn wenn was ist stehen die Eltern ja eh immer hinterm Kind. Kinder sind ja nicht blöd, die wissen das.
**
Ich finde es wirklich sehr schlimm, das man es heut zu Tage nicht mehr schafft den Kindern so wichtige Tugenden wie Respekt und Anstand zu vermitteln. Das Beispiel oben könnte eine Ursache davon sein.
Ich gebe dir in dem Punkt Recht das es heutzutage echt schlimme Kinder gibt die keine Erziehung genossen haben und keinerlei Respekt vor erwachsenen haben! Allerdings sind das immer die Kinder die sich den ganzen Tag alleine überlassen sind, keiner is Zuhause wenn sie aus der Schule kommen, gehen raus, treiben sich den ganzen Tag rum, tun und lassen was sie wollen. Das hat mit Erziehung nix zu tun!!!
Ich muss allerdings sagen, das ich es nur für ganz normal halte, wenn man hinter seinem Kind steht, das würde ich immer tun und alles andere wäre einfach grausam![]()
Das sehe ich anders, es hat sehr wohl was mit Erziehung zu tun wie man sich gegenüber Erwachsenen bzw. Mitmenschen verhält.
Natürlich steht man hinter seinem Kind. Aber, man sollte wenn eine Strafe vom Lehrer berechtigt ist, diese akzeptieren und dann eben nicht zum Kind halten, nur weils das Kind ist. Damit nimmt man dem Lehrer die Autorität, die in dem Beruf sehr wichtig ist. Und da genau wundert man sich, warum die Kinder keinen Respekt mehr vor Lehrern haben.
**
Die Kinder in dem Schulalter spielen das auch gerne aus, wenn sie das wissen. Und wenn man immer meint das eigene Kind ist ein Unschuldslamm ist das einfach naiv. Das heist nicht das man nicht hinter seinem Kind stehen soll, sondern abwegen muss was richtig und falsch ist. Dem Kind wird was wichtiges vermittelt und zwar: Das schlechtes Benehemen Konsequenzen hat und es gewisse Regeln und Grenzen gibt an die man sich halten muss.
Man kann doch als Erwachsener auch nicht machen alles was einem in den Sinn kommt. Für Erwachsene gibt es eben Gesetzt und für Kinder sollte es Regeln geben.
21.10.2011 10:14
Zitat von StarLight-2010:
Hallo,
was bringt es, darüber zu diskutieren und sich über solche Erziehungsmethoden aufzuregen?
Vielleicht war es damals Alltag, vllt ist es übertrieben...dennoch kann man daran nichts ändern. genausowenig wie man etwas daran ändern kann, dass die Erziehungsmethoden immer lascher werden und daher immer mehr Kids brutal werden, weil sie meinen, sie können sich alles erlauben.
Egal wie man sein Kind erzieht, irgendjemand hat immer an irgendwas etwas auszusetzen.
Ich z.B. stecke meine ganze Liebe in mein Kind. Sie bekommt alles, was sie möchte, sie darf FAST alles, was sie möchte und wenn man es genau betrachtet, gibt sie den Ton in der Familie an.
Was glaubst du, was ich immer zu hören bekomme: verzogene Göre wird das mal, großkotzig und arrogant, meint irgendwann, sie kann sich alles erlauben. Da steh ich drüber. Wer mein kind erlebt, sieht, dass es ein total braves und liebes Kind ist - trotz Mamis lascher erziehung.
Es ist mir egal, was andere sagen, denn ICH muss mit meinem kind klarkommen und selbst entscheiden was ICH für das Beste für mein Kind halte.
So denken wohl auch 99% aller Mütter. (Die, die ihre kinder misshandeln oder dergleichen lasse ich aussen vor, denn es geht hier nur um die, die das Beste wollen). Und egal wie du dein Kind erziehen willst, egal was du für dein kind tust - irgendjemand wird es dennoch doof finden.
Aber: Wir sind alle groß geworden....und Charaktäre oder ein Knacks entwickelt sich nicht durch eine Erziehungsmethode (wie gesagt, Misshandlungen lasse ich aussen vor), sondern durch das Leben. Denn das Leben prägt einen Menschen, nicht die Erziehungsmethode!!!
LG
schön geschrieben und das unterzeichne ich hier mal.
21.10.2011 10:16
Zitat von Turboprinzessin:
Ja, die Methoden damals waren sicher nicht wirklich richtig.
Wenn ich mir aber im Gegensatz dazu ansehe, wie die Ansichten heutzutage zu einer guten Erziehung aussehen, dann schüttel ich da teilweise genau so den Kopf wie bei der Erziehung von damals.
Damals waren sie total hart und wollten bloß keine große Nähe oder Bindung aufbauen. Die Kinder mussten funktionieren. Das kann und hat bleibende Schäden in der Psyche hinterlassen.
Heute sind sie total weichgespült und betüddeln die Babys 24 Stunden am Tag. Die Nähe und die Bindung müssen so groß wie möglich sein, die Kinder können tun und lassen was sie wollen. Auch das wird Folgen haben, denn durch das ständige weichgespüle und Dauerbetüdeln werden viele Kinder daran gehindert früh selbstständig zu werden.
Meiner Meinung nach ist ein gesunder Mittelweg aus Damals und Heute eine gute Basis für eine anständige Erziehung, in der die Kinder nicht zu kurz kommen und die Eltern sich nicht völlig aufgeben.
Aber über Erziehung lässt sich ja streiten.
Sehe das genau so wie du.
21.10.2011 10:24
Zitat von josy_at:
Ich habe von meinem Vater auch nie oder sehr selten Lob erhalten. Ich habe EINMAL in meinem Problemfach einen 2er mit nach Hause gebracht... mein Vater sagte, als ich ihm freudestrahlend die Schularbeit unter die Nase hielt: "Warum ist es kein 1er?". Ich konnte mich daraufhin über meinen Erfolg nicht mehr freuen! Damals war ich nur wahnsinnig enttäuscht - heute verstehe ich ihn. Natürlich war das nicht die richtige - kindgerechte - Reaktion, aber ich weiß heute, dass mein Vater als jüngstes von 9 Kindern als einziges davon etwas erreicht hat. Er hat sich bis zum Prokuristen hochgearbeitet, ist ein hohes Tier in einer großen Firma und das alles "nur" mit einem Hauptschulabschluss in der Provinz.
Ich konnte ihm seine Reaktionen in meiner Kindheit und Jugend aber auch erst nach einem Gespräch verzeihen, bei dem wir beide geweint haben. Ich glaube, ich habe meinen Vater davor und danach nie wieder weinen sehen.
Genau das hatte ich auch als reaktion auf eine zwei: "Beim nächsten mal wird es eine 1, hm?"
zumal mein bruder noch deutlich schlechter stand und von meiner mutter für eine gute 3 schon lob bekam (war bei uns sehr getrennt, ich war halt das papa-kind
) Ich hätte so ein gespräch auch gern noch mit ihm gehabt, aber hab selbst auch zu lang gewartet
Aber ich glaube, es wäre ähnlich wie bei dir gelaufen... also freue ich mich sehr für dich, dass ihr euch aussprechen konntet
das sollte jeder für sich versuchen, um altes loszuwerden
21.10.2011 10:28
Zitat von Turboprinzessin:
Ja, die Methoden damals waren sicher nicht wirklich richtig.
Wenn ich mir aber im Gegensatz dazu ansehe, wie die Ansichten heutzutage zu einer guten Erziehung aussehen, dann schüttel ich da teilweise genau so den Kopf wie bei der Erziehung von damals.
Damals waren sie total hart und wollten bloß keine große Nähe oder Bindung aufbauen. Die Kinder mussten funktionieren. Das kann und hat bleibende Schäden in der Psyche hinterlassen.
Heute sind sie total weichgespült und betüddeln die Babys 24 Stunden am Tag. Die Nähe und die Bindung müssen so groß wie möglich sein, die Kinder können tun und lassen was sie wollen. Auch das wird Folgen haben, denn durch das ständige weichgespüle und Dauerbetüdeln werden viele Kinder daran gehindert früh selbstständig zu werden.
Meiner Meinung nach ist ein gesunder Mittelweg aus Damals und Heute eine gute Basis für eine anständige Erziehung, in der die Kinder nicht zu kurz kommen und die Eltern sich nicht völlig aufgeben.
Aber über Erziehung lässt sich ja streiten.
Ja, das meinte ich ja auch
nicht alles ist schlecht, aber auch nicht alles gut gewesen
Ich denke nur, wenn man auf seine Intuition hört... findet man den fürs kind individuell richtigen weg
mit meinem bruder und mir musste man zB diskutieren... ohne ging es einfach nicht. andere kinder brauchen viel zuneigung und zärtlichkeit, während andere konsequenz einfach deutlich notwendiger haben als andere
Deswegen finde ich Erziehungsratgeber auch so verwirrend... denn... die, die so ein buch schreiben, wissen ja nicht, was für ein Kind die eltern vor sich haben
21.10.2011 12:59
Zitat von Viala:
Zitat von Turboprinzessin:
Ja, die Methoden damals waren sicher nicht wirklich richtig.
Wenn ich mir aber im Gegensatz dazu ansehe, wie die Ansichten heutzutage zu einer guten Erziehung aussehen, dann schüttel ich da teilweise genau so den Kopf wie bei der Erziehung von damals.
Damals waren sie total hart und wollten bloß keine große Nähe oder Bindung aufbauen. Die Kinder mussten funktionieren. Das kann und hat bleibende Schäden in der Psyche hinterlassen.
Heute sind sie total weichgespült und betüddeln die Babys 24 Stunden am Tag. Die Nähe und die Bindung müssen so groß wie möglich sein, die Kinder können tun und lassen was sie wollen. Auch das wird Folgen haben, denn durch das ständige weichgespüle und Dauerbetüdeln werden viele Kinder daran gehindert früh selbstständig zu werden.
Meiner Meinung nach ist ein gesunder Mittelweg aus Damals und Heute eine gute Basis für eine anständige Erziehung, in der die Kinder nicht zu kurz kommen und die Eltern sich nicht völlig aufgeben.
Aber über Erziehung lässt sich ja streiten.
Ja, das meinte ich ja auchnicht alles ist schlecht, aber auch nicht alles gut gewesen
![]()
Ich denke nur, wenn man auf seine Intuition hört... findet man den fürs kind individuell richtigen weg![]()
mit meinem bruder und mir musste man zB diskutieren... ohne ging es einfach nicht. andere kinder brauchen viel zuneigung und zärtlichkeit, während andere konsequenz einfach deutlich notwendiger haben als andere![]()
Deswegen finde ich Erziehungsratgeber auch so verwirrend... denn... die, die so ein buch schreiben, wissen ja nicht, was für ein Kind die eltern vor sich haben![]()
*beide daumen hoch* empathie ist ganz arg wichtig *find* und das eben nicht nur in der kindeserziehung!!
*
Ich als altenpflegerin habe sehr viel von alten menschen gehört, über ihre kindheit und ihr leben.
Die wenigstens können im alter, wenn sie ihr leben rückblickend angucken sagen "ja das war wirklich schön und liebevoll"
Im gegenteil, viele erzählen von der härte und von dem schon genannten "kleingehalten werden"
Gefühle waren tabu! Man hatte zu funktionieren oder eben unterzugehen. Die meisten sagen aber auch "ja so war das eben" und irgendwie hat es die damalige zeit wohl auch nötig gemacht. Denn sie war hat und voll von grausamkeit (krieg, Hunger, Tod und leid). Hätten die menschen damals ihr herz und gefühlsleben nicht weggeschlossen und aberzogen, so hätten wohl die wenigsten menschen von damals einfach weiter leben können...
Das sind zumindest mal so meine beobachtungen und schlussfolgerungen.
Oft wenn die alten menschen dann aber dement werden, dann kommen die ganzen vergrabenen emotionen geballt raus.
Auf einmal werden liebe frauen zu fiesen dauerschimpfenden und sogar schlagenden drachen, oder manche weinen immer und immer und immer wieder und sind so voller angst und schmerz...
*
heute dürfen wir uns aber emotionen und individualität erlauben, wieso also nicht?
Ein empatischer, liebevoller mensch dem man seine gefühle anvertrauen kann, ist doch mittlerweile jedem lieb und recht oder nicht?
24.10.2011 22:04
Zitat von mütze:
@Star,
da widerspreche ich mal.....Man kann sehr wohl einen Knacks durch Erziehungsmethoden bekommen.
Ich mußte früher z.B. IMMER aufessen....ich durfte vorher nicht aufstehn und saß zum Teil bis zu 2 Stunden vor dem,inzwischen,kalten Essen.
Bestimmte Speisen kann ich bis Heute nicht mal riechen und ich muß daran zurückdenken.![]()
Oder Eltern die nur stolz auf ihr Kind sind wen es 1er Noten heimbringt...da werden zukünftige BurnOut Patienten rangezogen.
Daran erinner ich mich auch noch gut. Mir war immer so schlecht und ich konnte echt nicht mehr aber musst sitzen bleiben bis der Teller leer war. Ich kann bis heute nichts stehen lassen. Auch wenn ich satt bin.
24.10.2011 22:41
Meine Eltern sind ganz unterschiedlich aufgewachsen.
Die Eltern von meinem Papa hatten 6 Kinder, nicht viel Geld, die Kinder waren sehr viel allein. Meine Oma hat die Kleinkinder eingesperrt oder am Tisch fest gebunden damit ihnen nichts passiert wenn sie arbeiten war. wenn sie nicht gehorchten gabs Schläge und sie mussten sehr früh viel arbeiten. Hört sich brutal an aber meine Oma war der herzlichste Mensch den ich gekannt hab und aus ihren Kindern ist was geworden. Sie hat alles für ihre Familie gegeben. Meinen Opa kannte ich zu wenig, weil er sehr früh gestorben ist aber auch er war ein guter Mensch. Ich bewundere sie heut noch sehr und versuche immer ein bisschen wie sie zu sein.
Die Eltern meiner Mama hatten alles. Ein schönes Haus, gute Jobs, zwei gebildete Töchter, die ständig Preise in Leichtathletik heim gebracht haben. Aber der Druck hat sie krank gemacht. Meine Oma kann andere Menschen gut unter Druck setzen (macht sie heute noch) und emotional erpressen. Meine Tante wurde dadurch krank, war ständig in Kliniken und kann bis heute nicht alleine aus dem Haus gehen. Sie steht bei meiner Oma immer gut da und alles was sie macht ist richtig. Meine Mama macht immer alles falsch und bekommt nichts auf die Reihe. Das haben sie ihr immer eingeredet. Sie konnte uns keine Grenzen setzen weil sie immer Angst hat (heute noch), wir würden sie nicht mehr lieben wenn sie nicht das tut, was wir von ihr wollen.
Jetzt bin ich mit nem Vater aufgewachsen der erwartet hat dass wir funktionieren und nicht widersprechen und ner Mutter bei der wir tun und lassen konnten was wir wollten. Ich hab mir oft gewünscht ne Mutter zu haben, die mir sagt wann ich zuhause sein soll oder auch mal was sagt wenn ich ne schlechte Note schreib. Mein Vater hat dann versucht mit Strenge und oft auch Schlägen das nachzuholen was meine Mutter nicht hinbekommen hat.
Das hat mich und unsere Familie kaputt gemacht. Ich war in 2 Heimen und musste einige Therapien machen weil ich mit 12 dann total abgerutscht bin.
Meine Eltern sind nicht schlecht, sondern sie wussten/konnten es nicht besser. Heute kann ich es verstehen warum sie so waren. Aber ein Kind kann das nicht und fühlt sich falsch.
Die Eltern von meinem Papa hatten 6 Kinder, nicht viel Geld, die Kinder waren sehr viel allein. Meine Oma hat die Kleinkinder eingesperrt oder am Tisch fest gebunden damit ihnen nichts passiert wenn sie arbeiten war. wenn sie nicht gehorchten gabs Schläge und sie mussten sehr früh viel arbeiten. Hört sich brutal an aber meine Oma war der herzlichste Mensch den ich gekannt hab und aus ihren Kindern ist was geworden. Sie hat alles für ihre Familie gegeben. Meinen Opa kannte ich zu wenig, weil er sehr früh gestorben ist aber auch er war ein guter Mensch. Ich bewundere sie heut noch sehr und versuche immer ein bisschen wie sie zu sein.
Die Eltern meiner Mama hatten alles. Ein schönes Haus, gute Jobs, zwei gebildete Töchter, die ständig Preise in Leichtathletik heim gebracht haben. Aber der Druck hat sie krank gemacht. Meine Oma kann andere Menschen gut unter Druck setzen (macht sie heute noch) und emotional erpressen. Meine Tante wurde dadurch krank, war ständig in Kliniken und kann bis heute nicht alleine aus dem Haus gehen. Sie steht bei meiner Oma immer gut da und alles was sie macht ist richtig. Meine Mama macht immer alles falsch und bekommt nichts auf die Reihe. Das haben sie ihr immer eingeredet. Sie konnte uns keine Grenzen setzen weil sie immer Angst hat (heute noch), wir würden sie nicht mehr lieben wenn sie nicht das tut, was wir von ihr wollen.
Jetzt bin ich mit nem Vater aufgewachsen der erwartet hat dass wir funktionieren und nicht widersprechen und ner Mutter bei der wir tun und lassen konnten was wir wollten. Ich hab mir oft gewünscht ne Mutter zu haben, die mir sagt wann ich zuhause sein soll oder auch mal was sagt wenn ich ne schlechte Note schreib. Mein Vater hat dann versucht mit Strenge und oft auch Schlägen das nachzuholen was meine Mutter nicht hinbekommen hat.
Das hat mich und unsere Familie kaputt gemacht. Ich war in 2 Heimen und musste einige Therapien machen weil ich mit 12 dann total abgerutscht bin.
Meine Eltern sind nicht schlecht, sondern sie wussten/konnten es nicht besser. Heute kann ich es verstehen warum sie so waren. Aber ein Kind kann das nicht und fühlt sich falsch.
25.10.2011 22:07
ich denke man kann hier vieles dikutieren und man sollte meinungen auch respektieren. punkt.
alte erziehungsmethoden... also ich höre immer wieder noch so welche methoden im jahr 2011. es gibt kindergärten, vorallem noch im osten deutschlands (jetzt soll sich bitte keiner aufregen, das ich nun den osten erwähne, ist aber da), das sie dort kinder aus der krippe, wenn die zu laut sind, ab ins laufgitter sperren, auch 2 jährige! jetzt kann jemand behaupten, das wäre okay, aber ich bitte diejenigen...
jeder bemängelt was am anderen, das ist wohl menschlich.
der film *baby`s* ist super, den muss man mal sehen! nur zu empfehlen! und zeigt einige ansichten klarer.
alte erziehungsmethoden... also ich höre immer wieder noch so welche methoden im jahr 2011. es gibt kindergärten, vorallem noch im osten deutschlands (jetzt soll sich bitte keiner aufregen, das ich nun den osten erwähne, ist aber da), das sie dort kinder aus der krippe, wenn die zu laut sind, ab ins laufgitter sperren, auch 2 jährige! jetzt kann jemand behaupten, das wäre okay, aber ich bitte diejenigen...
jeder bemängelt was am anderen, das ist wohl menschlich.
der film *baby`s* ist super, den muss man mal sehen! nur zu empfehlen! und zeigt einige ansichten klarer.
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