Altersgemäße Makel
14.01.2017 13:31
Hmmm na wenn du das meinst...
In meinen Augen tust du doch genau das, was von dir erwartet wird und machst dich zum Accessoire...
In meinen Augen tust du doch genau das, was von dir erwartet wird und machst dich zum Accessoire...
14.01.2017 13:36
Zitat von Schnecke510:
Zitat von Mamota:
Ich glaube, dass es in einigen Gesellschaftsschichten einfach üblich ist, den menschlichen Körper so unrealistisch wahrzunehmen wie die Sorgen und Nöte der ärmeren Leute. In dieser Welt erfüllst du die Standards oder bist raus. Gerade als Frau.
Diese Welt habe ich als Kind kennen lernen müssen. Meine Eltern wollten da immer krampfhaft dazugehören, meine Tanten haben es durch Heirat geschafft. Für mich ist das nichts. Wirklich nicht. Ich genieße es sogar etwas, wenn sie mich mit abschätzigen Blicken bedenken, weil ich weiß, dass weder das Ferienhaus in Naples noch der sprechende Kühlschrank glücklich machen, wenn man sich niemals richtig gehen lassen kann. Diese komischen Regeln, nach denen sie leben, machen jedes gefühlte Glück kaputt.
Schnecke, du solltest vielleicht auch lernen, nach deinen eignen Regeln zu spielen. Mach mal was Unangepasstes. Du wirst sehen, dass es Spaß macht.![]()
Ich sage mal so: Ich komme aus sehr bescheidenen Verhältnissen. Und ich habe meinen Mann kennen und lieben gelernt ohne jegliche Hintergedanken. Aber klar, seine Eltern sind reicher als meine Mutter und mein Mann bewegt sich in anderen Schichten als ich das im Alltag tue. Man wird schnell herabgewürdigt als Austrägerin der Kinder für den ach so tollen Mann, für den man immer bereitsteht und ihm den Rücken freihält. Zu Repräsentationszwecken in den "anständigen Kreisen" ist die Ehefrau allerdings gut genug; aber sonst lacht man sich eine jüngere Frau an. Mein Mann ist wirklich nicht so, er denkt ganz anders, aber bei vielen Gelegenheiten wird einem diese Attitüde eben vor Augen geführt. Und da will ich einfach hübsch sein und nicht reduziert werden auf "Frau von"...
Das würde in mir ja einen gänzlich anderen Reflex auslösen.
Ich würde (und ja, das wäre Trotz) gänzlich das Gegenteil von dem machen, was mich in irgendeiner Weise angepasst erscheinen lässt. Und wenn solche Attitüden zum Vorschein kommen, dann würde ich sie mit Worten und Wissen mundtot machen. Und das in "Jogginghose und Schlabbershirt" (nicht wirklich, aber ich würde mich eben auffallend anders kleiden, als es alle erwarten).
14.01.2017 13:36
Zitat von Schnecke510:
Zitat von TweeDwargen:
Aber reduziert du dich durch diese Fixierung aus äußere nicht gerade auf ein Dasein als hübsches Frauchen, das ihrem Mann recht kleidsam ist?![]()
Dadurch bin ich Ehefrau und Geliebte gleichzeitig. Das hat nicht jeder in einer Person.![]()
Alter Schwede. Dein Leben möcht ich, glaub ich, nicht geschenkt
14.01.2017 13:37
Hmm.
Versteh mich nicht falsch, aber wenn ich deine Beiträge lese, habe ich immer so eine Familie vor Augen, wo alles mehr Schein als Sein ist.
Glitzi-Glitzi, viel geld, sieben wohlgeratene Sprösslinge, ein dufter Papa im maßgeschneiderten Anzug der zu seinen Geschäftsterminen mit dem Flugzeug anreist und das artige Vorzeigefrauchen, das mit 53 immer noch die gleiche Figur hat wie mit 16 (das alter, in dem man sich mutaßlich auch kennengelernt haben).
Die Kinder spielen bestimmt auch alle mindestens ein Instrument und gehen alle aufs Gymnasium. Eigentlich jedes Klischee irgendwie dabei.
Aber aus deinen Beiträgen spricht ständig eine so große Verunsicherung, dass ich mich stellenweise frage, ob du das alles ernstmeinst, oder ob du wirklich selber nicht merkst, was für Oberflächlichkeiten dein Leben beherrschen. Es dreht sich alles irgendwie nur um Äußerlichkeiten und das Image.
Ist dir das nicht irgendwie zu wenig?
Versteh mich nicht falsch, aber wenn ich deine Beiträge lese, habe ich immer so eine Familie vor Augen, wo alles mehr Schein als Sein ist.
Glitzi-Glitzi, viel geld, sieben wohlgeratene Sprösslinge, ein dufter Papa im maßgeschneiderten Anzug der zu seinen Geschäftsterminen mit dem Flugzeug anreist und das artige Vorzeigefrauchen, das mit 53 immer noch die gleiche Figur hat wie mit 16 (das alter, in dem man sich mutaßlich auch kennengelernt haben).
Die Kinder spielen bestimmt auch alle mindestens ein Instrument und gehen alle aufs Gymnasium. Eigentlich jedes Klischee irgendwie dabei.
Aber aus deinen Beiträgen spricht ständig eine so große Verunsicherung, dass ich mich stellenweise frage, ob du das alles ernstmeinst, oder ob du wirklich selber nicht merkst, was für Oberflächlichkeiten dein Leben beherrschen. Es dreht sich alles irgendwie nur um Äußerlichkeiten und das Image.
Ist dir das nicht irgendwie zu wenig?
14.01.2017 13:39
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:
Zitat von Schnecke510:
Zitat von Mamota:
Ich glaube, dass es in einigen Gesellschaftsschichten einfach üblich ist, den menschlichen Körper so unrealistisch wahrzunehmen wie die Sorgen und Nöte der ärmeren Leute. In dieser Welt erfüllst du die Standards oder bist raus. Gerade als Frau.
Diese Welt habe ich als Kind kennen lernen müssen. Meine Eltern wollten da immer krampfhaft dazugehören, meine Tanten haben es durch Heirat geschafft. Für mich ist das nichts. Wirklich nicht. Ich genieße es sogar etwas, wenn sie mich mit abschätzigen Blicken bedenken, weil ich weiß, dass weder das Ferienhaus in Naples noch der sprechende Kühlschrank glücklich machen, wenn man sich niemals richtig gehen lassen kann. Diese komischen Regeln, nach denen sie leben, machen jedes gefühlte Glück kaputt.
Schnecke, du solltest vielleicht auch lernen, nach deinen eignen Regeln zu spielen. Mach mal was Unangepasstes. Du wirst sehen, dass es Spaß macht.![]()
Ich sage mal so: Ich komme aus sehr bescheidenen Verhältnissen. Und ich habe meinen Mann kennen und lieben gelernt ohne jegliche Hintergedanken. Aber klar, seine Eltern sind reicher als meine Mutter und mein Mann bewegt sich in anderen Schichten als ich das im Alltag tue. Man wird schnell herabgewürdigt als Austrägerin der Kinder für den ach so tollen Mann, für den man immer bereitsteht und ihm den Rücken freihält. Zu Repräsentationszwecken in den "anständigen Kreisen" ist die Ehefrau allerdings gut genug; aber sonst lacht man sich eine jüngere Frau an. Mein Mann ist wirklich nicht so, er denkt ganz anders, aber bei vielen Gelegenheiten wird einem diese Attitüde eben vor Augen geführt. Und da will ich einfach hübsch sein und nicht reduziert werden auf "Frau von"...
Das würde in mir ja einen gänzlich anderen Reflex auslösen.Ich würde (und ja, das wäre Trotz) gänzlich das Gegenteil von dem machen, was mich in irgendeiner Weise angepasst erscheinen lässt. Und wenn solche Attitüden zum Vorschein kommen, dann würde ich sie mit Worten und Wissen mundtot machen. Und das in "Jogginghose und Schlabbershirt" (nicht wirklich, aber ich würde mich eben auffallend anders kleiden, als es alle erwarten).
Das habe ich früher auch gesagt! Aber man will halt den Mann auch nicht blamieren. Klingt doof, aber es ist nicht so einfach, da auszubrechen.
Eigentlich bin ich eine sehr selbstbestimmte Frau, ich brauche mich - im Vergleich zu vielen, die einfach nur rumsitzen und der Putzfrau bei der Arbeit zuschauen - nicht verstecken; ich habe ein eigenes Leben, verdiene mein eigenes Geld usw. Aber da sagen die Leute eher noch "wie blöd ist das denn, müsste sie ja gar nicht".
14.01.2017 13:40
Zitat von CrazyMya:
Wie wäre es mit einem Foto? Vielleicht ist hier ja die ein oder andere, die dir tipps geben kann.
Ich hätt gern eher ein Foto von diesem Hengst von Ehemann, um zu sehen, ob der den ganzen Aufriss wert ist
14.01.2017 13:42
Zitat von faerie:
Hmm.
Versteh mich nicht falsch, aber wenn ich deine Beiträge lese, habe ich immer so eine Familie vor Augen, wo alles mehr Schein als Sein ist.
Glitzi-Glitzi, viel geld, sieben wohlgeratene Sprösslinge, ein dufter Papa im maßgeschneiderten Anzug der zu seinen Geschäftsterminen mit dem Flugzeug anreist und das artige Vorzeigefrauchen, das mit 53 immer noch die gleiche Figur hat wie mit 16 (das alter, in dem man sich mutaßlich auch kennengelernt haben).
Die Kinder spielen bestimmt auch alle mindestens ein Instrument und gehen alle aufs Gymnasium. Eigentlich jedes Klischee irgendwie dabei.
Aber aus deinen Beiträgen spricht ständig eine so große Verunsicherung, dass ich mich stellenweise frage, ob du das alles ernstmeinst, oder ob du wirklich selber nicht merkst, was für Oberflächlichkeiten dein Leben beherrschen. Es dreht sich alles irgendwie nur um Äußerlichkeiten und das Image.
Ist dir das nicht irgendwie zu wenig?
Soll ich dir was sagen? Es ist schlimmer! Soweit gehen tatsächlich alle aufs Gymnasium, nur eine hat es nicht geschafft - die geht jetzt auf eine Privatschule, wo wir fürs Abi bezahlen.
Und ja, jeder spielt ein Instrument, aber nur eins.
Ja, ich bin verunsichert! Und seit Kurzem stelle ich mir eben auch die Sinnfrage bei alldem. Ich weiß nicht, wo das hinführen soll? Es ist irgendwie so ziellos alles!
14.01.2017 13:44
Zitat von Schnecke510:
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:
Zitat von Schnecke510:
Zitat von Mamota:
Ich glaube, dass es in einigen Gesellschaftsschichten einfach üblich ist, den menschlichen Körper so unrealistisch wahrzunehmen wie die Sorgen und Nöte der ärmeren Leute. In dieser Welt erfüllst du die Standards oder bist raus. Gerade als Frau.
Diese Welt habe ich als Kind kennen lernen müssen. Meine Eltern wollten da immer krampfhaft dazugehören, meine Tanten haben es durch Heirat geschafft. Für mich ist das nichts. Wirklich nicht. Ich genieße es sogar etwas, wenn sie mich mit abschätzigen Blicken bedenken, weil ich weiß, dass weder das Ferienhaus in Naples noch der sprechende Kühlschrank glücklich machen, wenn man sich niemals richtig gehen lassen kann. Diese komischen Regeln, nach denen sie leben, machen jedes gefühlte Glück kaputt.
Schnecke, du solltest vielleicht auch lernen, nach deinen eignen Regeln zu spielen. Mach mal was Unangepasstes. Du wirst sehen, dass es Spaß macht.![]()
Ich sage mal so: Ich komme aus sehr bescheidenen Verhältnissen. Und ich habe meinen Mann kennen und lieben gelernt ohne jegliche Hintergedanken. Aber klar, seine Eltern sind reicher als meine Mutter und mein Mann bewegt sich in anderen Schichten als ich das im Alltag tue. Man wird schnell herabgewürdigt als Austrägerin der Kinder für den ach so tollen Mann, für den man immer bereitsteht und ihm den Rücken freihält. Zu Repräsentationszwecken in den "anständigen Kreisen" ist die Ehefrau allerdings gut genug; aber sonst lacht man sich eine jüngere Frau an. Mein Mann ist wirklich nicht so, er denkt ganz anders, aber bei vielen Gelegenheiten wird einem diese Attitüde eben vor Augen geführt. Und da will ich einfach hübsch sein und nicht reduziert werden auf "Frau von"...
Das würde in mir ja einen gänzlich anderen Reflex auslösen.Ich würde (und ja, das wäre Trotz) gänzlich das Gegenteil von dem machen, was mich in irgendeiner Weise angepasst erscheinen lässt. Und wenn solche Attitüden zum Vorschein kommen, dann würde ich sie mit Worten und Wissen mundtot machen. Und das in "Jogginghose und Schlabbershirt" (nicht wirklich, aber ich würde mich eben auffallend anders kleiden, als es alle erwarten).
Das habe ich früher auch gesagt! Aber man will halt den Mann auch nicht blamieren. Klingt doof, aber es ist nicht so einfach, da auszubrechen.
Eigentlich bin ich eine sehr selbstbestimmte Frau, ich brauche mich - im Vergleich zu vielen, die einfach nur rumsitzen und der Putzfrau bei der Arbeit zuschauen - nicht verstecken; ich habe ein eigenes Leben, verdiene mein eigenes Geld usw. Aber da sagen die Leute eher noch "wie blöd ist das denn, müsste sie ja gar nicht".
Ähm, aber wenn der Mann mich liebt, dann kann ich ihn damit sicher nicht blamieren. Dann steht er zu mir, so wie ich bin. Dann liebt er mich dafür, was ich kann, nicht für das, was ich ihm zu Liebe darstellen will. Ich glaube, bei letzterem würde ich meinen Partner gar nicht mehr ernst nehmen können.
14.01.2017 13:44
Zitat von faerie:
Zitat von CrazyMya:
Wie wäre es mit einem Foto? Vielleicht ist hier ja die ein oder andere, die dir tipps geben kann.
Ich hätt gern eher ein Foto von diesem Hengst von Ehemann, um zu sehen, ob der den ganzen Aufriss wert ist![]()
Google mal George Clooney, dann hast du ein Vergleichsobjekt.
Nein, im Ernst, er sieht völlig unspektakulär aus, auf der Straße fällt er gar nicht auf. Uns beiden ist das als Paar (!) auch nicht wichtig. Ich sehe morgens nach dem Aufstehen auch nicht toll aus und trotzdem liebt er mich.
14.01.2017 13:51
Zitat von Schnecke510:
Zitat von faerie:
Zitat von CrazyMya:
Wie wäre es mit einem Foto? Vielleicht ist hier ja die ein oder andere, die dir tipps geben kann.
Ich hätt gern eher ein Foto von diesem Hengst von Ehemann, um zu sehen, ob der den ganzen Aufriss wert ist![]()
Google mal George Clooney, dann hast du ein Vergleichsobjekt.![]()
Nein, im Ernst, er sieht völlig unspektakulär aus, auf der Straße fällt er gar nicht auf. Uns beiden ist das als Paar (!) auch nicht wichtig. Ich sehe morgens nach dem Aufstehen auch nicht toll aus und trotzdem liebt er mich.
Und trotzdem bist du permanent von der Angst besessen, ihm und seinen feinen Freunden nicht (mehr) zu genügen.
14.01.2017 14:02
Zitat von Schnecke510:
Zitat von TweeDwargen:
Aber reduziert du dich durch diese Fixierung aus äußere nicht gerade auf ein Dasein als hübsches Frauchen, das ihrem Mann recht kleidsam ist?![]()
Dadurch bin ich Ehefrau und Geliebte gleichzeitig. Das hat nicht jeder in einer Person.![]()
Oh wei. Das ist aber echt eine arg reduzierte Sichtweise .... das sind viele Frauen hier, aber da spielen so viele Sachen eine Rolle. Du machst Dich selbst klein und reduzierst Dich selbst. Dafür brauchst Du gar keine anderen Leute mehr.
14.01.2017 14:03
Wenn wir auf offizielles von meinem Mannes gehen brezel ich mich auch auf.Klaro....da ist endlich Gelegenheit die Klamotten auszuführen.
Aber mich da als 'Zubehör' darstellen köme mir nie in den Sinn.Ich hab selber genug zu bieten,ausser Tittis und Klimperaugen.
Aber mich da als 'Zubehör' darstellen köme mir nie in den Sinn.Ich hab selber genug zu bieten,ausser Tittis und Klimperaugen.
14.01.2017 14:04
Zitat von Schnecke510:
Zitat von faerie:
Zitat von CrazyMya:
Wie wäre es mit einem Foto? Vielleicht ist hier ja die ein oder andere, die dir tipps geben kann.
Ich hätt gern eher ein Foto von diesem Hengst von Ehemann, um zu sehen, ob der den ganzen Aufriss wert ist![]()
Google mal George Clooney, dann hast du ein Vergleichsobjekt.![]()
Nein, im Ernst, er sieht völlig unspektakulär aus, auf der Straße fällt er gar nicht auf. Uns beiden ist das als Paar (!) auch nicht wichtig. Ich sehe morgens nach dem Aufstehen auch nicht toll aus und trotzdem liebt er mich.
Was wäre das für eine Beziehung, wo man nicht geliebt wird, weil man morgens nicht gut aussieht. Ich find das echt traurig, dass Du so wenig Wert Dir selbst gibt
14.01.2017 14:12
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:
Zitat von Schnecke510:
Zitat von Mamota:
Ich glaube, dass es in einigen Gesellschaftsschichten einfach üblich ist, den menschlichen Körper so unrealistisch wahrzunehmen wie die Sorgen und Nöte der ärmeren Leute. In dieser Welt erfüllst du die Standards oder bist raus. Gerade als Frau.
Diese Welt habe ich als Kind kennen lernen müssen. Meine Eltern wollten da immer krampfhaft dazugehören, meine Tanten haben es durch Heirat geschafft. Für mich ist das nichts. Wirklich nicht. Ich genieße es sogar etwas, wenn sie mich mit abschätzigen Blicken bedenken, weil ich weiß, dass weder das Ferienhaus in Naples noch der sprechende Kühlschrank glücklich machen, wenn man sich niemals richtig gehen lassen kann. Diese komischen Regeln, nach denen sie leben, machen jedes gefühlte Glück kaputt.
Schnecke, du solltest vielleicht auch lernen, nach deinen eignen Regeln zu spielen. Mach mal was Unangepasstes. Du wirst sehen, dass es Spaß macht.![]()
Ich sage mal so: Ich komme aus sehr bescheidenen Verhältnissen. Und ich habe meinen Mann kennen und lieben gelernt ohne jegliche Hintergedanken. Aber klar, seine Eltern sind reicher als meine Mutter und mein Mann bewegt sich in anderen Schichten als ich das im Alltag tue. Man wird schnell herabgewürdigt als Austrägerin der Kinder für den ach so tollen Mann, für den man immer bereitsteht und ihm den Rücken freihält. Zu Repräsentationszwecken in den "anständigen Kreisen" ist die Ehefrau allerdings gut genug; aber sonst lacht man sich eine jüngere Frau an. Mein Mann ist wirklich nicht so, er denkt ganz anders, aber bei vielen Gelegenheiten wird einem diese Attitüde eben vor Augen geführt. Und da will ich einfach hübsch sein und nicht reduziert werden auf "Frau von"...
Das würde in mir ja einen gänzlich anderen Reflex auslösen.Ich würde (und ja, das wäre Trotz) gänzlich das Gegenteil von dem machen, was mich in irgendeiner Weise angepasst erscheinen lässt. Und wenn solche Attitüden zum Vorschein kommen, dann würde ich sie mit Worten und Wissen mundtot machen. Und das in "Jogginghose und Schlabbershirt" (nicht wirklich, aber ich würde mich eben auffallend anders kleiden, als es alle erwarten).
Ich sehe, wir verstehen uns.
Es ist einfach ein geiles Gefühl.
14.01.2017 14:17
Zitat von Schnecke510:
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:
Zitat von Schnecke510:
Zitat von Mamota:
Ich glaube, dass es in einigen Gesellschaftsschichten einfach üblich ist, den menschlichen Körper so unrealistisch wahrzunehmen wie die Sorgen und Nöte der ärmeren Leute. In dieser Welt erfüllst du die Standards oder bist raus. Gerade als Frau.
Diese Welt habe ich als Kind kennen lernen müssen. Meine Eltern wollten da immer krampfhaft dazugehören, meine Tanten haben es durch Heirat geschafft. Für mich ist das nichts. Wirklich nicht. Ich genieße es sogar etwas, wenn sie mich mit abschätzigen Blicken bedenken, weil ich weiß, dass weder das Ferienhaus in Naples noch der sprechende Kühlschrank glücklich machen, wenn man sich niemals richtig gehen lassen kann. Diese komischen Regeln, nach denen sie leben, machen jedes gefühlte Glück kaputt.
Schnecke, du solltest vielleicht auch lernen, nach deinen eignen Regeln zu spielen. Mach mal was Unangepasstes. Du wirst sehen, dass es Spaß macht.![]()
Ich sage mal so: Ich komme aus sehr bescheidenen Verhältnissen. Und ich habe meinen Mann kennen und lieben gelernt ohne jegliche Hintergedanken. Aber klar, seine Eltern sind reicher als meine Mutter und mein Mann bewegt sich in anderen Schichten als ich das im Alltag tue. Man wird schnell herabgewürdigt als Austrägerin der Kinder für den ach so tollen Mann, für den man immer bereitsteht und ihm den Rücken freihält. Zu Repräsentationszwecken in den "anständigen Kreisen" ist die Ehefrau allerdings gut genug; aber sonst lacht man sich eine jüngere Frau an. Mein Mann ist wirklich nicht so, er denkt ganz anders, aber bei vielen Gelegenheiten wird einem diese Attitüde eben vor Augen geführt. Und da will ich einfach hübsch sein und nicht reduziert werden auf "Frau von"...
Das würde in mir ja einen gänzlich anderen Reflex auslösen.Ich würde (und ja, das wäre Trotz) gänzlich das Gegenteil von dem machen, was mich in irgendeiner Weise angepasst erscheinen lässt. Und wenn solche Attitüden zum Vorschein kommen, dann würde ich sie mit Worten und Wissen mundtot machen. Und das in "Jogginghose und Schlabbershirt" (nicht wirklich, aber ich würde mich eben auffallend anders kleiden, als es alle erwarten).
Das habe ich früher auch gesagt! Aber man will halt den Mann auch nicht blamieren. Klingt doof, aber es ist nicht so einfach, da auszubrechen.
Eigentlich bin ich eine sehr selbstbestimmte Frau, ich brauche mich - im Vergleich zu vielen, die einfach nur rumsitzen und der Putzfrau bei der Arbeit zuschauen - nicht verstecken; ich habe ein eigenes Leben, verdiene mein eigenes Geld usw. Aber da sagen die Leute eher noch "wie blöd ist das denn, müsste sie ja gar nicht".
Ich glaube dir, dass das schwierig ist. Dennoch musst du dir überlegen, wann es zur unerträglichen Belastung für dich wird und ob es wirklich das ist, was dein Mann will. Schließlich hat er sich ja in ein Mädel aus bescheidenen Verhältnissen mit eigenem Dickkopf verliebt, nicht in eine angepasste, perfekte Frau, die ihm nur alles recht machen will.
Such dir nicht nur ein Hobby, sondern eine geeignete Möglichkeit um mal "auszubrechen". Am besten mit ihm zusammen.
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