Mütter- und Schwangerenforum

familienfreundliche Berufe

Gehe zu Seite:
Baluga2011
729 Beiträge
10.05.2016 19:49
Zitat von MiramitLionel:

Zitat von Baluga2011:

Hab Industriekauffrau gelernt. Da hab ich nach der Ausbildung leider nur was über Zeitarbeit bekommen.
War dann 4 Jahre über zeitarbeit bei dem selben Kunden. Nach der Elternzeit bin ich für 6 Monate an den Platz zurück. Wollte aber schon lange woanders hin.

Hab dann den Glücksgriff gemacht. Bin jetzt seit längerem in einem Familienunternehmen nur 700m entfernt von unserem Haus in Festanstellung. Meine Arbeitszeiten konnte ich mir aussuchen: hab 8-14 Uhr jeden Tag genommen. Unsere Tochter und die vom Chef gehen zusammen in den Kindergarten. Andere Kinder von Mitarbeitern sind auch im selben. Über Weihnachten/Silvester haben wir Betriebsferien. In den Sommerferien wenn der Kiga zu hat, haben die entsprechenden Eltern automatisch Urlaub.

Wenn man wegen dem Kind mal zuhause bleiben muss, ist das kein Problem und keiner guckt komisch. Auch kann man die Kinder einfach mal mitbringen. Halt alles sehr familärisch. Besser gehts nicht. Denke des kommt auf viieeelll auf den Arbeitgeber an


Bei meinem Freund ist es auch so familiär. Mein Freund musste schon mal wegen einer Platzwunde oder wegen mir, weil ich krank war, heimkommen und nach dem Kleinen gucken, aber ist alles kein Problem, weil der Chef selber Kinder hat. Er arbeitet auch nur 200 m von mir weg Sehr praktisch.
Meine Schwester hat immer gemeckert, in einem größeren Betrieb würde er aufgrund seiner Qualifikation viel mehr verdienen, aber er verdient so schon sehr gut und das passt doch auch, wenn er zufrieden ist so. Man kann ja alles noch steigern irgendwann


Jaaaa so ein Arbeitgeber ist echt Goldwert kann mich auch nicht beschweren. Auch Gehaltsmässig nicht für das Geld hab ich schon mal Vollzeit gearbeitet "lach"

Ach ja:
30 Tage Urlaub
Urlaubs- und Weihnachtsgeld
Überstünden wird nicht gern gesehen
Einmal im Jahr Gehaltserhöhung
MiramitLionel
7544 Beiträge
10.05.2016 19:53
Zitat von Baluga2011:

Zitat von MiramitLionel:

Zitat von Baluga2011:

Hab Industriekauffrau gelernt. Da hab ich nach der Ausbildung leider nur was über Zeitarbeit bekommen.
War dann 4 Jahre über zeitarbeit bei dem selben Kunden. Nach der Elternzeit bin ich für 6 Monate an den Platz zurück. Wollte aber schon lange woanders hin.

Hab dann den Glücksgriff gemacht. Bin jetzt seit längerem in einem Familienunternehmen nur 700m entfernt von unserem Haus in Festanstellung. Meine Arbeitszeiten konnte ich mir aussuchen: hab 8-14 Uhr jeden Tag genommen. Unsere Tochter und die vom Chef gehen zusammen in den Kindergarten. Andere Kinder von Mitarbeitern sind auch im selben. Über Weihnachten/Silvester haben wir Betriebsferien. In den Sommerferien wenn der Kiga zu hat, haben die entsprechenden Eltern automatisch Urlaub.

Wenn man wegen dem Kind mal zuhause bleiben muss, ist das kein Problem und keiner guckt komisch. Auch kann man die Kinder einfach mal mitbringen. Halt alles sehr familärisch. Besser gehts nicht. Denke des kommt auf viieeelll auf den Arbeitgeber an


Bei meinem Freund ist es auch so familiär. Mein Freund musste schon mal wegen einer Platzwunde oder wegen mir, weil ich krank war, heimkommen und nach dem Kleinen gucken, aber ist alles kein Problem, weil der Chef selber Kinder hat. Er arbeitet auch nur 200 m von mir weg Sehr praktisch.
Meine Schwester hat immer gemeckert, in einem größeren Betrieb würde er aufgrund seiner Qualifikation viel mehr verdienen, aber er verdient so schon sehr gut und das passt doch auch, wenn er zufrieden ist so. Man kann ja alles noch steigern irgendwann


Jaaaa so ein Arbeitgeber ist echt Goldwert kann mich auch nicht beschweren. Auch Gehaltsmässig nicht für das Geld hab ich schon mal Vollzeit gearbeitet "lach"

Ach ja:
30 Tage Urlaub
Urlaubs- und Weihnachtsgeld
Überstünden wird nicht gern gesehen
Einmal im Jahr Gehaltserhöhung


Sowas wünsche ich mir nach meiner Schule dann auch
10.05.2016 22:12
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Ich bin u.a. Erzieherin. Wenn du schon einen Beruf gelernt hats, egal welchen, dann kannst du direkt Erzieher werden. Ansonsten müsstest du 2 Jahre Kinderpfleger, bzw. Sozialassistent voraussetzen.
Familienfreundlich ist der Beruf nicht immer, aber man muss ja nicht in einem Kinderheim anfangen, oder eben Jugendclub o.ä. Kindergarten oder Hort oder in der Jugendhilfe tätig sein, ist mehr als familienfreundlich, wird super gut bezahlt und ich möchte es nicht missen.

Ich bin jetzt als Familienhelferin tätig (das geht auch als Erzieherin) und habe Gleitzeit. Heißt: ich kann mich so einteilen, wie ich lustig bin, wichtig ist nur, was am Ende dabei herauskommt. Momentan mache ich es, dass ich 2 Tage die Woche richtig durchkloppe und ca. 12 Stunden arbeiten gehe, einen Tag gehe ich normal, so ca. 8-9 Stunden und den 4. Tag die Woche gehe ich nur halb. Bürozeiten darf ich zu Hause erledigen, daher gehe ich meist schon Donnerstag Mittag ins Wochenende, das, bis auch ganz seltene Krisensituationen, auch frei ist. Somit habe ich immer 3 Tage WE und gehe 4 Tage arbeiten. Für mich absolut perfekt und bezahlt wird es inzwischen eben auch ganz gut. Erzieherinnen in staatlichen Einrichtungen haben ja eine Erhöhung bekommen... Ich arbeite jedoch bei der AWO, die ihren eigenen Haustarif hat, der mehr als fair ist und ich als FRau in VZ deutlich mehr verdiene, als mein Mann als Zimmermann in einer 50-Stunden Woche. In 5 Jahren, wenn unser Hauskredit abbezahlt ist, kann er theoretisch halbtags gehen.
Also ja, familienfreundlich. Und, wenn man Kinder und Menschen mag, absolut empfehlenswert. Inzwischen. Habe das lange nicht empfohlen, aber man muss ein bisschen suchen, bis man einen perfekten AG gefunden hat und den habe ich nun.

LG Zaubi

Wie meinst du man kann direkt Erzieher werden? Ich hab Hotelkauffrau gelernt - wie bin ich denn da Erzieher?
cooky
12597 Beiträge
10.05.2016 22:29
Ich kenne ungelogen acht(?) Erzieher im engeren Feundes und Familienkreis und von denen ist jeder ohne anderen Beruf direkt Erzieher geworden
Mel-Ann
5658 Beiträge
10.05.2016 22:39
Zitat von maman91:

ich find Lehrerin ist total familienfreundlich besser gehts kaum


Najaaaa... Grundschullehrer vielleicht? Am Gymnasium ist es sicherlich sehr gut, dass man meist frei hat, wenn die Kinder es auch haben (Ferien), aber mit einer vollen Stelle bin ich mind. 2, oft 3 Nachmittage bis 16 Uhr. Unser KiGa hätte da schon zu. 2x im Monat Konferenz bis 18 Uhr mit anschließendem Elternsprechabend bis 20 Uhr. Dazu Zeugniskonferenzen, Fachkonferenzen etc., Klassen- und Kursfahrten, Exkursionen, Tag der Offenen Tür, Sommerfest, Weihnachtsbasar, Sportfest... es gibt sooooo viele Termine, an denen man auch mal außer der Reihe nachmittags oder am Wochenende oder sogar abends ran muss. Dann am Wochenende korrigieren bis die Finger rauchen. Und dann natürlich totale Unflexibilität. Ich kann nicht mal sagen, ach, ich bring mein Kind um 7.45 zur Schule und tauche dann halt um 8.10 auf der Arbeit auf. Nee, ich muss spätestens 7.50 mit fliegenden Fahnen auf den Parkplatz hecheln. Ich kann auch nicht mal um 15.30 gehen, weil der Kiga um 15.45 zumacht. Die Stunde geht bis 16.00, Punkt. Meinen Stundenplan, also wann ich wie lange arbeiten muss, bekomme ich id. Regel zwei Tage, bevor ich ran muss. Da schlägt jede Tagesmutter nur die Hände über dem Kopf zusammen. Und es ist bisher noch JEDES einzelne Schuljahr passiert, dass irgendwann der Chef mit betretenem Gesicht vor mir stand und ich spontan irgendeine Klasse übernehmen musste, so ab übermorgen dann eben montags bis 16 Uhr statt bis 14 Uhr.
Mitsprache bei den Arbeitszeiten? Null.
Dafür so tolle Sachen wie für 4 Stunden Unterricht von 8-16 Uhr in der Schule. Ganz toll. Sowas passiert in einem Bürojob einfach nicht.
In den Pausen arbeiten? Nicht ganz einfach in einem "Großraumbüro" mit 120 Mitarbeitern, dafür ohne eigenen Schreibtisch...
Und nach einem Jahr Elternzeit ist die Stelle weg, wenn man nicht wieder kommt. Also nix mal eben 3 Jahre Elternzeit!
Ganz ehrlich - wäre mein Mann nicht selbstständig und somit ultraflexibel, und wären meine Eltern nicht in Rente und würden immer wieder einspringen - ich hätte massiv Probleme, Lehrerjob und Kinder unter einen Hut zu bringen.
Und nicht zu vergessen: Wenn man stundenlang dauerbeschallt wurde von einer Horde von 30 und mehr Kids und kommt dann nach Hause, will man eigentlich nur Ruhe. Und dann wird man noch ein paar Stunden von der eigenen Horde zuhause beschallt und muss wieder endlos Geduld, Ruhe und gute Laune mitbringen - Lächeln und Winken... das ist auch nicht immer so leicht, finde ich.

Aber naja - da die TS ja eh nicht mit Kindern arbeiten will und auch nicht mehr studieren will, ist das ja eh eine eher hypothetische Debatte. Mich ärgert das nur immer wieder, wenn der Job ständig als der perfekte Familien-Job hingestellt wird. Klar, er hat viele Vorteile, aber auch verdammt viele Nachteile.
11.05.2016 03:34
Zitat von Cookie88:

Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Ich bin u.a. Erzieherin. Wenn du schon einen Beruf gelernt hats, egal welchen, dann kannst du direkt Erzieher werden. Ansonsten müsstest du 2 Jahre Kinderpfleger, bzw. Sozialassistent voraussetzen.
Familienfreundlich ist der Beruf nicht immer, aber man muss ja nicht in einem Kinderheim anfangen, oder eben Jugendclub o.ä. Kindergarten oder Hort oder in der Jugendhilfe tätig sein, ist mehr als familienfreundlich, wird super gut bezahlt und ich möchte es nicht missen.

Ich bin jetzt als Familienhelferin tätig (das geht auch als Erzieherin) und habe Gleitzeit. Heißt: ich kann mich so einteilen, wie ich lustig bin, wichtig ist nur, was am Ende dabei herauskommt. Momentan mache ich es, dass ich 2 Tage die Woche richtig durchkloppe und ca. 12 Stunden arbeiten gehe, einen Tag gehe ich normal, so ca. 8-9 Stunden und den 4. Tag die Woche gehe ich nur halb. Bürozeiten darf ich zu Hause erledigen, daher gehe ich meist schon Donnerstag Mittag ins Wochenende, das, bis auch ganz seltene Krisensituationen, auch frei ist. Somit habe ich immer 3 Tage WE und gehe 4 Tage arbeiten. Für mich absolut perfekt und bezahlt wird es inzwischen eben auch ganz gut. Erzieherinnen in staatlichen Einrichtungen haben ja eine Erhöhung bekommen... Ich arbeite jedoch bei der AWO, die ihren eigenen Haustarif hat, der mehr als fair ist und ich als FRau in VZ deutlich mehr verdiene, als mein Mann als Zimmermann in einer 50-Stunden Woche. In 5 Jahren, wenn unser Hauskredit abbezahlt ist, kann er theoretisch halbtags gehen.
Also ja, familienfreundlich. Und, wenn man Kinder und Menschen mag, absolut empfehlenswert. Inzwischen. Habe das lange nicht empfohlen, aber man muss ein bisschen suchen, bis man einen perfekten AG gefunden hat und den habe ich nun.

LG Zaubi

Wie meinst du man kann direkt Erzieher werden? Ich hab Hotelkauffrau gelernt - wie bin ich denn da Erzieher?


Lol, nein, da bist du kein Erzieher. Lernen musst du es schon noch, aber (zumindest ist es hier so, weiß nicht, ob es in anderen Bundesländern anders ist) bevor man Erzieher lernen kann, MUSS man vorher entweder Kinderpfleger oder Sozialassistent machen. Sich also 2 Jahre ans Bein binden, bevor man überhaupt zur Ausbildung zum Erzieher zugelassen wird. Kommt man aber als Quereinsteiger und lernt nochmal neu, entfällt diese vorweg und man kann direkt in die Ausbildung zum Erzieher gehen.
11.05.2016 03:38
Zitat von Mel-Ann:

Zitat von maman91:

ich find Lehrerin ist total familienfreundlich besser gehts kaum


Najaaaa... Grundschullehrer vielleicht? Am Gymnasium ist es sicherlich sehr gut, dass man meist frei hat, wenn die Kinder es auch haben (Ferien), aber mit einer vollen Stelle bin ich mind. 2, oft 3 Nachmittage bis 16 Uhr. Unser KiGa hätte da schon zu. 2x im Monat Konferenz bis 18 Uhr mit anschließendem Elternsprechabend bis 20 Uhr. Dazu Zeugniskonferenzen, Fachkonferenzen etc., Klassen- und Kursfahrten, Exkursionen, Tag der Offenen Tür, Sommerfest, Weihnachtsbasar, Sportfest... es gibt sooooo viele Termine, an denen man auch mal außer der Reihe nachmittags oder am Wochenende oder sogar abends ran muss. Dann am Wochenende korrigieren bis die Finger rauchen. Und dann natürlich totale Unflexibilität. Ich kann nicht mal sagen, ach, ich bring mein Kind um 7.45 zur Schule und tauche dann halt um 8.10 auf der Arbeit auf. Nee, ich muss spätestens 7.50 mit fliegenden Fahnen auf den Parkplatz hecheln. Ich kann auch nicht mal um 15.30 gehen, weil der Kiga um 15.45 zumacht. Die Stunde geht bis 16.00, Punkt. Meinen Stundenplan, also wann ich wie lange arbeiten muss, bekomme ich id. Regel zwei Tage, bevor ich ran muss. Da schlägt jede Tagesmutter nur die Hände über dem Kopf zusammen. Und es ist bisher noch JEDES einzelne Schuljahr passiert, dass irgendwann der Chef mit betretenem Gesicht vor mir stand und ich spontan irgendeine Klasse übernehmen musste, so ab übermorgen dann eben montags bis 16 Uhr statt bis 14 Uhr.
Mitsprache bei den Arbeitszeiten? Null.
Dafür so tolle Sachen wie für 4 Stunden Unterricht von 8-16 Uhr in der Schule. Ganz toll. Sowas passiert in einem Bürojob einfach nicht.
In den Pausen arbeiten? Nicht ganz einfach in einem "Großraumbüro" mit 120 Mitarbeitern, dafür ohne eigenen Schreibtisch...
Und nach einem Jahr Elternzeit ist die Stelle weg, wenn man nicht wieder kommt. Also nix mal eben 3 Jahre Elternzeit!
Ganz ehrlich - wäre mein Mann nicht selbstständig und somit ultraflexibel, und wären meine Eltern nicht in Rente und würden immer wieder einspringen - ich hätte massiv Probleme, Lehrerjob und Kinder unter einen Hut zu bringen.
Und nicht zu vergessen: Wenn man stundenlang dauerbeschallt wurde von einer Horde von 30 und mehr Kids und kommt dann nach Hause, will man eigentlich nur Ruhe. Und dann wird man noch ein paar Stunden von der eigenen Horde zuhause beschallt und muss wieder endlos Geduld, Ruhe und gute Laune mitbringen - Lächeln und Winken... das ist auch nicht immer so leicht, finde ich.

Aber naja - da die TS ja eh nicht mit Kindern arbeiten will und auch nicht mehr studieren will, ist das ja eh eine eher hypothetische Debatte. Mich ärgert das nur immer wieder, wenn der Job ständig als der perfekte Familien-Job hingestellt wird. Klar, er hat viele Vorteile, aber auch verdammt viele Nachteile.


Trotzdem ist es kein Grund zum Meckern und er IST im Vergleich zu mind. 80% aller anderen Jobs sehr familienfreundlich. Also entweder hat man dann den Beruf verfehlt oder man jammert auf sehr hohen Niveau.
11.05.2016 03:39
Zitat von cooky:

Ich kenne ungelogen acht(?) Erzieher im engeren Feundes und Familienkreis und von denen ist jeder ohne anderen Beruf direkt Erzieher geworden


Wie alt sind die denn? "Früher" war das nämlich noch nicht so. Und noch früher war es ein Studium, so hab ich es noch gemacht. Und wie gesagt, das kann von BUndesland zu Bundesland verschieden sein, das weiß ich nicht.
LIttleOne13
26290 Beiträge
11.05.2016 06:29
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Zitat von cooky:

Ich kenne ungelogen acht(?) Erzieher im engeren Feundes und Familienkreis und von denen ist jeder ohne anderen Beruf direkt Erzieher geworden


Wie alt sind die denn? "Früher" war das nämlich noch nicht so. Und noch früher war es ein Studium, so hab ich es noch gemacht. Und wie gesagt, das kann von BUndesland zu Bundesland verschieden sein, das weiß ich nicht.


Hier (RLP) ist es eine 3jährige schulische Ausbildung mit Anerkennungsjahr hinterher, wenn ich mich jetzt nicht irre.
Seesternchen_2.0
10056 Beiträge
11.05.2016 06:33
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Zitat von Mel-Ann:

Zitat von maman91:

ich find Lehrerin ist total familienfreundlich besser gehts kaum


Najaaaa... Grundschullehrer vielleicht? Am Gymnasium ist es sicherlich sehr gut, dass man meist frei hat, wenn die Kinder es auch haben (Ferien), aber mit einer vollen Stelle bin ich mind. 2, oft 3 Nachmittage bis 16 Uhr. Unser KiGa hätte da schon zu. 2x im Monat Konferenz bis 18 Uhr mit anschließendem Elternsprechabend bis 20 Uhr. Dazu Zeugniskonferenzen, Fachkonferenzen etc., Klassen- und Kursfahrten, Exkursionen, Tag der Offenen Tür, Sommerfest, Weihnachtsbasar, Sportfest... es gibt sooooo viele Termine, an denen man auch mal außer der Reihe nachmittags oder am Wochenende oder sogar abends ran muss. Dann am Wochenende korrigieren bis die Finger rauchen. Und dann natürlich totale Unflexibilität. Ich kann nicht mal sagen, ach, ich bring mein Kind um 7.45 zur Schule und tauche dann halt um 8.10 auf der Arbeit auf. Nee, ich muss spätestens 7.50 mit fliegenden Fahnen auf den Parkplatz hecheln. Ich kann auch nicht mal um 15.30 gehen, weil der Kiga um 15.45 zumacht. Die Stunde geht bis 16.00, Punkt. Meinen Stundenplan, also wann ich wie lange arbeiten muss, bekomme ich id. Regel zwei Tage, bevor ich ran muss. Da schlägt jede Tagesmutter nur die Hände über dem Kopf zusammen. Und es ist bisher noch JEDES einzelne Schuljahr passiert, dass irgendwann der Chef mit betretenem Gesicht vor mir stand und ich spontan irgendeine Klasse übernehmen musste, so ab übermorgen dann eben montags bis 16 Uhr statt bis 14 Uhr.
Mitsprache bei den Arbeitszeiten? Null.
Dafür so tolle Sachen wie für 4 Stunden Unterricht von 8-16 Uhr in der Schule. Ganz toll. Sowas passiert in einem Bürojob einfach nicht.
In den Pausen arbeiten? Nicht ganz einfach in einem "Großraumbüro" mit 120 Mitarbeitern, dafür ohne eigenen Schreibtisch...
Und nach einem Jahr Elternzeit ist die Stelle weg, wenn man nicht wieder kommt. Also nix mal eben 3 Jahre Elternzeit!
Ganz ehrlich - wäre mein Mann nicht selbstständig und somit ultraflexibel, und wären meine Eltern nicht in Rente und würden immer wieder einspringen - ich hätte massiv Probleme, Lehrerjob und Kinder unter einen Hut zu bringen.
Und nicht zu vergessen: Wenn man stundenlang dauerbeschallt wurde von einer Horde von 30 und mehr Kids und kommt dann nach Hause, will man eigentlich nur Ruhe. Und dann wird man noch ein paar Stunden von der eigenen Horde zuhause beschallt und muss wieder endlos Geduld, Ruhe und gute Laune mitbringen - Lächeln und Winken... das ist auch nicht immer so leicht, finde ich.

Aber naja - da die TS ja eh nicht mit Kindern arbeiten will und auch nicht mehr studieren will, ist das ja eh eine eher hypothetische Debatte. Mich ärgert das nur immer wieder, wenn der Job ständig als der perfekte Familien-Job hingestellt wird. Klar, er hat viele Vorteile, aber auch verdammt viele Nachteile.


Trotzdem ist es kein Grund zum Meckern und er IST im Vergleich zu mind. 80% aller anderen Jobs sehr familienfreundlich. Also entweder hat man dann den Beruf verfehlt oder man jammert auf sehr hohen Niveau.


Deine volle Stelle sind 28 stunden Unterricht in der Woche!

Und wenn dir das zu viel ist, geh einfach in teilzeit. Und wenn du schon in der schule bist mit zig freistunden, dann korregiere da deine Arbeiten.

Ich kenne es so, dass man morgens immer da sein muss, aaaber ab 10 uhr, wenn man weiß wer fehlt, wer vetretung hat usw, man nach seinem Unterrichtsschluss nach hause kann. Stundenplanänderungen gibt es auch, was aber ganz klar nichts an deinen Kernzeiten und freien Tagen ändert.

Und wenn dir das beschallen von Gymnasiasten auf die nerven geht genauso wie zuhause deine Kinder, dann jammerst du echt auf hohem niveau!

Der Job ist mehr als familienfreundlich. Ist dein Kind krank, bleibst du mit ihm zu hause ohne dass dir der Kopp abgerissen wird. Bist du verbeamtet, brauchst du für die ersten drei Tage keine Krankmeldung.

Du arbeitest für verdammt viel geld, während andere frauen hier mit einem netto von unter 1000€ bei 40 stunden vollzeit arbeiten gehen (dem mindestlohn sei dank....)

Bei mir stößt dein jammern auf kein offenes ohr.

Ach und falls du denkst ich habe keine ahnung: ne freundin von mir ist Gymnasiallehrerin und ich arbeite in einem schulzentrum im Sekretariat. Dort bin ich für eine GS, und zwei weiterführende schulen (eine auslaufend, die andere aufbauend) zuständig.
11.05.2016 07:20
Zitat von Danii90:

Zitat von asliceofmom:

Zitat von Mama-u-Krümmel:

Job Wunsch mit 18 -> etwas mit Menschen
Job Wunsch mit 30 -> Steine sind toll

hängt bei uns im Büro, wegen deiner Aussage nix mit Menschen


finde ich super
ich persönlich fand da ja steine schon immer besser


dann hätte ich hier euer ideales Haustier
Guck mal

Oh wie geil! Den bekommt Schatz zum Geburtstag.
Seine Devise heißt übrigens: "Ich hasse Menschen, Tiere und Pflanzen. Steine sind ok." Daher ist er auch Baustoffprüfer geworden. Aber der Beruf ist nicht wirklich familienfreundlich.
11.05.2016 07:25
Zitat von cooky:

Ich kenne ungelogen acht(?) Erzieher im engeren Feundes und Familienkreis und von denen ist jeder ohne anderen Beruf direkt Erzieher geworden

Das ist Ländersache.
Aus Bayern kenne ich das auch, dass man eine fünfjährige Monsterausbildung machen muss.
Hier in NDS ist es wohl so, dass das gestaffelt ist mit Grundlagenausbildungen und du am Ende nach ungefähr der gleichen Zeit Erzieher bist, wenn du alles durchziehst. Jedenfalls habe ich das so verstanden.
11.05.2016 07:42
Zitat von Mel-Ann:

Zitat von maman91:

ich find Lehrerin ist total familienfreundlich besser gehts kaum


Najaaaa... Grundschullehrer vielleicht? Am Gymnasium ist es sicherlich sehr gut, dass man meist frei hat, wenn die Kinder es auch haben (Ferien), aber mit einer vollen Stelle bin ich mind. 2, oft 3 Nachmittage bis 16 Uhr. Unser KiGa hätte da schon zu. 2x im Monat Konferenz bis 18 Uhr mit anschließendem Elternsprechabend bis 20 Uhr. Dazu Zeugniskonferenzen, Fachkonferenzen etc., Klassen- und Kursfahrten, Exkursionen, Tag der Offenen Tür, Sommerfest, Weihnachtsbasar, Sportfest... es gibt sooooo viele Termine, an denen man auch mal außer der Reihe nachmittags oder am Wochenende oder sogar abends ran muss. Dann am Wochenende korrigieren bis die Finger rauchen. Und dann natürlich totale Unflexibilität. Ich kann nicht mal sagen, ach, ich bring mein Kind um 7.45 zur Schule und tauche dann halt um 8.10 auf der Arbeit auf. Nee, ich muss spätestens 7.50 mit fliegenden Fahnen auf den Parkplatz hecheln. Ich kann auch nicht mal um 15.30 gehen, weil der Kiga um 15.45 zumacht. Die Stunde geht bis 16.00, Punkt. Meinen Stundenplan, also wann ich wie lange arbeiten muss, bekomme ich id. Regel zwei Tage, bevor ich ran muss. Da schlägt jede Tagesmutter nur die Hände über dem Kopf zusammen. Und es ist bisher noch JEDES einzelne Schuljahr passiert, dass irgendwann der Chef mit betretenem Gesicht vor mir stand und ich spontan irgendeine Klasse übernehmen musste, so ab übermorgen dann eben montags bis 16 Uhr statt bis 14 Uhr.
Mitsprache bei den Arbeitszeiten? Null.
Dafür so tolle Sachen wie für 4 Stunden Unterricht von 8-16 Uhr in der Schule. Ganz toll. Sowas passiert in einem Bürojob einfach nicht.
In den Pausen arbeiten? Nicht ganz einfach in einem "Großraumbüro" mit 120 Mitarbeitern, dafür ohne eigenen Schreibtisch...
Und nach einem Jahr Elternzeit ist die Stelle weg, wenn man nicht wieder kommt. Also nix mal eben 3 Jahre Elternzeit!
Ganz ehrlich - wäre mein Mann nicht selbstständig und somit ultraflexibel, und wären meine Eltern nicht in Rente und würden immer wieder einspringen - ich hätte massiv Probleme, Lehrerjob und Kinder unter einen Hut zu bringen.
Und nicht zu vergessen: Wenn man stundenlang dauerbeschallt wurde von einer Horde von 30 und mehr Kids und kommt dann nach Hause, will man eigentlich nur Ruhe. Und dann wird man noch ein paar Stunden von der eigenen Horde zuhause beschallt und muss wieder endlos Geduld, Ruhe und gute Laune mitbringen - Lächeln und Winken... das ist auch nicht immer so leicht, finde ich.

Aber naja - da die TS ja eh nicht mit Kindern arbeiten will und auch nicht mehr studieren will, ist das ja eh eine eher hypothetische Debatte. Mich ärgert das nur immer wieder, wenn der Job ständig als der perfekte Familien-Job hingestellt wird. Klar, er hat viele Vorteile, aber auch verdammt viele Nachteile.

*hust*
An der Grundschule arbeitet man auch nicht weniger. Schau dir die Arbeitszeitstudien an.

Ansonsten bin ich ganz bei dir. Ich empfinde meinen Job auch nicht als besonders familienfreundlich. Ohne Oma wäre ich mitunter ganz schön aufgeschmissen. Ich denke, man muss ganz vehement unter die empfohlenen Stundenzahlen gehen, wenn man keine Unterstützung hat. Die Kolleginnen mit 8-12 Wochenstunden wirken tatsächlich entspannt. Die mit mehr Stunden plus Klassenleitung und Kindern zu Hause weniger.

Wobei man als Lehrer in den meisten Schulen auch mal die Kinder mitbringen kann im Notfall. Das ist der Vorteil daran, dass alle um einen herum sozial und kinderfreundlich eingestellt sind.

Was ich so belastend finde, ist die komprimierte Arbeitszeit vermischt mit der schleichenden Arbeitsverdichtung. Du hast in der Schule nicht mal 5 Minuten, um zwischendurch den Kopf freizubekommen (Als ich 2005 anfing, gab es noch ab und an nutzbare Stillarbeitsphasen, heute hüpfe ich von Inklusionskind zu Inklusionskind wie ein Gummiball und kann ohne mehrfache Differenzierung gar nicht arbeiten. Obendrein arbeiten auch die leistungsstarken Kinder oft erst nach einer harten Gewöhnungsphase halbwegs selbständig. Nebenbei bringe ich in den Pausen und nach dem Unterricht Kindern das Schnürselkelbinden und Fahrradfahren bei.), dann gleich nach Hause und Papierkram machen, bevor Schnappi von Oma kommt.

Seit ich meine Arbeitszeit aufschreibe, weiß ich auch, warum ich immer so erledigt bin: Bei 20 Unterrichtsstunden komme ich jede Woche auf mindestens 40 Realarbeitsstunden, phasenweise auch mehr.
Aufsätze schreibe ich schon grundsätzlich vor den Ferien, damit ich die Arbeit besser verteilen kann.

Und wie du schreibst, da kommen noch Konferenzen, Jahrgangsstufentreffen, Elterngespräche (die wenigsten können noch vormittags in den Freistunden kommen), Schulübernachtungen, Klassenfahrten, Weihnachtsfeiern usw. dazu. An Ganztagsschulen noch Nachmittagsunterricht. Das muss von der Betreuung her auch organisiert werden.
11.05.2016 07:51
Zitat von Seesternchen_2.0:

Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Zitat von Mel-Ann:

Zitat von maman91:

ich find Lehrerin ist total familienfreundlich besser gehts kaum


Najaaaa... Grundschullehrer vielleicht? Am Gymnasium ist es sicherlich sehr gut, dass man meist frei hat, wenn die Kinder es auch haben (Ferien), aber mit einer vollen Stelle bin ich mind. 2, oft 3 Nachmittage bis 16 Uhr. Unser KiGa hätte da schon zu. 2x im Monat Konferenz bis 18 Uhr mit anschließendem Elternsprechabend bis 20 Uhr. Dazu Zeugniskonferenzen, Fachkonferenzen etc., Klassen- und Kursfahrten, Exkursionen, Tag der Offenen Tür, Sommerfest, Weihnachtsbasar, Sportfest... es gibt sooooo viele Termine, an denen man auch mal außer der Reihe nachmittags oder am Wochenende oder sogar abends ran muss. Dann am Wochenende korrigieren bis die Finger rauchen. Und dann natürlich totale Unflexibilität. Ich kann nicht mal sagen, ach, ich bring mein Kind um 7.45 zur Schule und tauche dann halt um 8.10 auf der Arbeit auf. Nee, ich muss spätestens 7.50 mit fliegenden Fahnen auf den Parkplatz hecheln. Ich kann auch nicht mal um 15.30 gehen, weil der Kiga um 15.45 zumacht. Die Stunde geht bis 16.00, Punkt. Meinen Stundenplan, also wann ich wie lange arbeiten muss, bekomme ich id. Regel zwei Tage, bevor ich ran muss. Da schlägt jede Tagesmutter nur die Hände über dem Kopf zusammen. Und es ist bisher noch JEDES einzelne Schuljahr passiert, dass irgendwann der Chef mit betretenem Gesicht vor mir stand und ich spontan irgendeine Klasse übernehmen musste, so ab übermorgen dann eben montags bis 16 Uhr statt bis 14 Uhr.
Mitsprache bei den Arbeitszeiten? Null.
Dafür so tolle Sachen wie für 4 Stunden Unterricht von 8-16 Uhr in der Schule. Ganz toll. Sowas passiert in einem Bürojob einfach nicht.
In den Pausen arbeiten? Nicht ganz einfach in einem "Großraumbüro" mit 120 Mitarbeitern, dafür ohne eigenen Schreibtisch...
Und nach einem Jahr Elternzeit ist die Stelle weg, wenn man nicht wieder kommt. Also nix mal eben 3 Jahre Elternzeit!
Ganz ehrlich - wäre mein Mann nicht selbstständig und somit ultraflexibel, und wären meine Eltern nicht in Rente und würden immer wieder einspringen - ich hätte massiv Probleme, Lehrerjob und Kinder unter einen Hut zu bringen.
Und nicht zu vergessen: Wenn man stundenlang dauerbeschallt wurde von einer Horde von 30 und mehr Kids und kommt dann nach Hause, will man eigentlich nur Ruhe. Und dann wird man noch ein paar Stunden von der eigenen Horde zuhause beschallt und muss wieder endlos Geduld, Ruhe und gute Laune mitbringen - Lächeln und Winken... das ist auch nicht immer so leicht, finde ich.

Aber naja - da die TS ja eh nicht mit Kindern arbeiten will und auch nicht mehr studieren will, ist das ja eh eine eher hypothetische Debatte. Mich ärgert das nur immer wieder, wenn der Job ständig als der perfekte Familien-Job hingestellt wird. Klar, er hat viele Vorteile, aber auch verdammt viele Nachteile.


Trotzdem ist es kein Grund zum Meckern und er IST im Vergleich zu mind. 80% aller anderen Jobs sehr familienfreundlich. Also entweder hat man dann den Beruf verfehlt oder man jammert auf sehr hohen Niveau.


Deine volle Stelle sind 28 stunden Unterricht in der Woche!

Und wenn dir das zu viel ist, geh einfach in teilzeit. Und wenn du schon in der schule bist mit zig freistunden, dann korregiere da deine Arbeiten.

Ich kenne es so, dass man morgens immer da sein muss, aaaber ab 10 uhr, wenn man weiß wer fehlt, wer vetretung hat usw, man nach seinem Unterrichtsschluss nach hause kann. Stundenplanänderungen gibt es auch, was aber ganz klar nichts an deinen Kernzeiten und freien Tagen ändert.

Und wenn dir das beschallen von Gymnasiasten auf die nerven geht genauso wie zuhause deine Kinder, dann jammerst du echt auf hohem niveau!

Der Job ist mehr als familienfreundlich. Ist dein Kind krank, bleibst du mit ihm zu hause ohne dass dir der Kopp abgerissen wird. Bist du verbeamtet, brauchst du für die ersten drei Tage keine Krankmeldung.

Du arbeitest für verdammt viel geld, während andere frauen hier mit einem netto von unter 1000€ bei 40 stunden vollzeit arbeiten gehen (dem mindestlohn sei dank....)

Bei mir stößt dein jammern auf kein offenes ohr.

Ach und falls du denkst ich habe keine ahnung: ne freundin von mir ist Gymnasiallehrerin und ich arbeite in einem schulzentrum im Sekretariat. Dort bin ich für eine GS, und zwei weiterführende schulen (eine auslaufend, die andere aufbauend) zuständig.

Da sieht man den Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Wenn der Lehrer krank ist, gibt es grundsätzlich Vertretungsengpässe, die Klasse dreht am Rad, im Lernstoff herrscht Stillstand. Die meisten Kollegen schleppen sich noch mit Fieber in die Schule, weil sie wissen, sonst müssen sie hinterher das Doppelte wieder aufholen.

Stimmt schon, dass wir (noch - denn die Tendenz geht zu unseren Ungunsten) auf hohem Niveau jammern, aber verklären und idealisieren braucht man das auch nicht. Schnappis Betreuung übernimmt bei uns z.B. grundsätzlich Schatz, weil er bei der Arbeit eher mal fehlen kann als ich.
Kleeflöckchen
36 Beiträge
11.05.2016 07:59
Zitat von asliceofmom:

Zitat von Danii90:

Zitat von asliceofmom:

Zitat von Danii90:

Huhu

Ich hab meine Ausbildung in der Steuerverwaltung beim Land Rlp gemacht und bin jetzt Finanzbeamtin auf Lebenszeit im mittleren Dienst. Okay, es ist nicht der spannendste Job und zw.durch war ich deswegen auch schon am hadern. Die Gesetze sind kompliziert und man muss wirklich viel lernen, aber:
* man verdient schon während der Ausbildung um die 800 €
* die Ausbildung dauert nur 2 Jahre
* 30 Urlaubstage pro Jahr + 1 Arbeitszeitverkürzungstag
* einen familienfreundlicheren Arbeitgeber kann man schwer finden! Bei uns gibt es Familienzuschläge (für Ehegatte und jedes Kind), Sonderurlaub bei Erkrankung naher Angehöriger bis hin zur Freistellung, Teilzeit in allen erdenklichen Umfängen / Modellen, Möglichkeit mit einer Boot CD im Homeoffice zu arbeiten / Telearbeit zu leisten
* Beamtenstatus heißt auch heute noch einen sicheren Job und jeden Monat pünktlich Gehalt zu haben und soo wenig ist das gar nicht mal (die Tabellen kann man ja online einsehen)
*Gleitzeit!

Als Nachteil würde ich sehen, dass man - wenn man den Übernahmeschnitt (um die 8 Punkte ca. entspricht Schulnote 3) nicht packt, man mit der Ausbildung nicht wirklich viel anfangen kann, da es doch sehr speziell ist . Außerdem findet der theoretische Unterricht in Form von zwei Blöcken an (in Rlp) der Landesfinanzschule in Edenkoben statt.

Achja, die Ausbildung startet immer zum 01.10., d.h. jetzt müsste der Bewerbungslauf für's neue Jahr starten, es sei denn für dieses Jahr springt noch einer ab.
Viel Glück bei deiner Suche!


und das heißt dann was genau?

Mit min. 5 Punkten (entspricht Schulnote 4 -) besteht man die Ausbildung, kann die also als erfolgreich beendete Ausbildung im Lebenslauf aufführen und kriegt ein entsprechendes Zeugnis. Es werden aber nur alle ab einer bestimmten jedes Jahr neu festgelegten aber immer so bei 3 - (7-8 Punkte) tendierenden Übernahmegrenze übernommen. Wenn man nicht übernommen wird, wird man halt wieder aus dem Beamtenverhältnis (während der Ausbildung ist man immer Beamtin auf Wideruf) entlassen. Und dadurch, dass die Ausbildung halt speziell für das Finanzamt vorbereitet, kannst du damit nicht einfach beim Steuerberater oder so anheuern, die nehmen zwar gerne ehemalige Beamte, aber nicht ohne Zusatzqualifikationen (bspweise DATEV und sowas lernen wir gar nicht).

Hoffe das einigermaßen verständlich zsm. gefasst zu haben


absolut danke

Das ist allerdings von Bundesland zu Bundesland verschieden. Ich bin im gehobenen Dienst in Bayern auch in der Finanzverwaltung und hier wird jeder der die Prüfung bestanden hat übernommen. Vorher findet allerdings eine Auswahl fürs Studium statt durch den LPA Test. Und im gehobenen Dienst wird noch durch eine Zwischenprüfung gefiltert. Allerdings ist das ein duales Studium und ich selbst hatte da zwar kein Kind aber hätte es mir mit auch echt nicht vorstellen können. Denn es ist schon sehr intensiv. Du kannst dadurch allerdings auch zur Steuerberaterprüfung antreten nach ein paar Jahren. Aber ich glaube mal dass ist definitiv nicht so Familienfreundlich.die Bewerbungsphase die bei uns aktuell stattfindet ist aber schon für Herbst 2017. Danii90s Vorteile kann ich alle unterschreiben.
Gehe zu Seite:
  • Dieses Thema wurde 12 mal gemerkt