Mütter- und Schwangerenforum

Kind und/oder Karriere?

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Niji
32929 Beiträge
07.10.2016 21:04
Zitat von Mathelenlu:

Zitat von Niji:

definiere karriere...

meine definition von karriere ist es nicht auf der stelle zu treten., sich fachlich und auch im gehalt weiterentwickeln, weiter bilden und ja auch aufsteigen.

das ist an sich ja doch recht tief gegriffen und mein ziel wäre es nicht mit 30 massiv leute unter mir zu haben.

für mich ist es karriere mit 2 kindern mein studium geschafft zu haben. nun im anschluss ohne probleme und "dämliche" nachfragen eine stelle zu bekommen. von dieser ist der nächste "aufstieg" bereits geplant und nur eine frage der "genehmigung". dann wird die promotion angestrebt wenn alles so bleibt. vielleicht mal irgendwann irgendwo forschungsgruppenleiter oder dann "hoch" in der industrie einsteigen als projektleiter. denn das ist dann das "geringste" wofür mann/frau qualifiziert ist.
das ist meine definition von karriere für mich.

und stellt euch vor für diese art aufstieg ist es nicht nötig 50h die woche zu arbeiten. aber ja es ist nötig einen partner zu haben, der voll udn ganz hinter einem steht und sein "ich arbeite mehr studnen als du" nicht als ausrede nimmt kinde rund haushalt zu ignorieren.

wenn das als karriere zählt ist es wohl ziemlich sicher möglich

(ich werde nun im übrigen deutlich weniger arbeitsaufwand haben als das letzte halbe jahr, denn nun richtig arbeiten ist viel entspannter als ne diplomarbeit mit 2 kids und shk stelle )


Okay, dann ist das Definitionssache - das definiere ich nicht als Karriere, sondern als erfolgreiches Berufsleben . Ist vielleicht wirklich eine sprachliche Sache .

geau das meine ich ja es komtm drauf an wie karriere für jeden selbst definiert ist. und ich denke die allermeisten hier die schreiben, dass es für sie beides geht definieren es wie ich.

udn wer sagt da leiden imemr die kinder, deer denkt einfach an eine andere karriere
07.10.2016 21:07
Zitat von Mathelenlu:

Zitat von Iljuschka:

Unsere Verteidigungsministerin hat sieben Kinder. Es scheint also beides zu gehen. Die Frage ist halt einfach, welche Opfer man bringen möchte. Und ganz bestimmt macht es einen Unterschied, ob man z.B. von zu hause aus arbeitet mit einigermaßen freier Zeiteinteilung, oder ob man 5 Tage die Woche wegen Überstunden nicht beim Abendessen dabei sein kann.


Die ist eins der Beispiele, die für MICH wirklich nicht in Fragen kämen. Denn hier war einfach viel Nanny im Einsatz, das wäre niemals mein Weg. Es ist auch die Frage, wer in dem Fall das Opfer bringen musste .

Für mich auch nicht. Allein die vielen Reisen/Auslandsaufenthalte ohne Kinder...
Aber es ist ein Beispiel dafür, dass es geht- ohne Blick auf das Wie.
shelyra
69263 Beiträge
07.10.2016 21:24
Zitat von Iljuschka:

Unsere Verteidigungsministerin hat sieben Kinder. Es scheint also beides zu gehen. Die Frage ist halt einfach, welche Opfer man bringen möchte. Und ganz bestimmt macht es einen Unterschied, ob man z.B. von zu hause aus arbeitet mit einigermaßen freier Zeiteinteilung, oder ob man 5 Tage die Woche wegen Überstunden nicht beim Abendessen dabei sein kann.

naja, die kids sehen ihre mama sicher mehr im tv als in realität.
da muss man sich gar nicht die frage stellen wer da zu kurz kommt. familienleben gibt es da sicher kaum...

karriere wie diese und gleichzeitig kinder, die man bewußt aufwachsen sieht, die man selber erzieht, - ne, das ist nicht zu vereinbaren!
karriere und kinder, die man kaum sieht, die von anderen betreut und erzogen werden - ja, sowas geht!
07.10.2016 22:21
Mein Vater hat "Karriere gemacht" (oder macht immer noch). Er kam und kommt regelmäßig nach 21.00 Uhr nach Hause nachdem er morgens um halb 8 außer Haus ist. Er sitzt am Wochenende manchmal den ganzen Tag vor seinem Laptop. Es klingelt regelmäßig das Telefon, wenn wir im Auto unterwegs sind oder gerade essen gehen. Er geht immer dran. Die letzten drei Jahre war er in Ungarn und kam am Wochenende heim. Ab nächstes Jahr geht er eventuell nach China (auch wieder alleine, weil meine Stiefmutter eine Arztpraxis hat und meine Schwester nächstes Jahr Abi macht).Klar bringt er mehr als genug Geld heim, aber das geht definitiv auf Kosten der Familie. Ich erinnere mich noch an manch unschöne Geburtstage oder Abende, die wir im Restaurant damit verbracht haben, zu warten, dass er endlich auflegt.

Wenn das Karriere ist, lässt sich das für mich definitiv nicht mit Familie vereinbaren.
07.10.2016 22:23
Zitat von shelyra:

Zitat von Iljuschka:

Unsere Verteidigungsministerin hat sieben Kinder. Es scheint also beides zu gehen. Die Frage ist halt einfach, welche Opfer man bringen möchte. Und ganz bestimmt macht es einen Unterschied, ob man z.B. von zu hause aus arbeitet mit einigermaßen freier Zeiteinteilung, oder ob man 5 Tage die Woche wegen Überstunden nicht beim Abendessen dabei sein kann.

naja, die kids sehen ihre mama sicher mehr im tv als in realität.
da muss man sich gar nicht die frage stellen wer da zu kurz kommt. familienleben gibt es da sicher kaum...

karriere wie diese und gleichzeitig kinder, die man bewußt aufwachsen sieht, die man selber erzieht, - ne, das ist nicht zu vereinbaren!
karriere und kinder, die man kaum sieht, die von anderen betreut und erzogen werden - ja, sowas geht!

Ja, so sagte ich doch.
scrittura
700 Beiträge
07.10.2016 22:40
Auch ich kann mich da nur in die Schiene "definiere Karriere" einordnen.
Aktuell bin ich noch Master Studentin.
Ich strebe meinen Doktor an, danach eine Dozentenstelle und einen Einstieg in die Literaturforschung mit Publikationen und Revolutionen *hust hust* und -wenn mein Schicksal mich mag- lehne ich sicher auch keine Berufung zur Professorin ab
DAS ist für mich persönlich Karriere, mein Lebensweg.
Ich stehe noch am Anfang, aber ich habe mir fest vorgenommen, dass mit Minimaus (und gerne später noch mit einn, zwei Wundern mehr) zu wuppen.
Ich denke, alles ist möglich, wennn man sich dahinter klemmt, diszipliniert ist und sich nicht Freude am Leben nehmen lässt
Kibazwerg
5493 Beiträge
07.10.2016 23:44
Ich habe gerade erst durch unseren Sohn meine berufliche Karriere gemacht...
Ja es geht und ja es kann auch anstrengend sein...
Als er 1Jahr wurde habe ich berufsbegleitend (auf 450,-) über 2Jahre 1xwöchentlich die Motopädieausbildung gemacht... als klar war, dass er einen Kigaplatz mit 3Jahren bekommt, habe ich eine Praxis eröffnet und mein Examen nachts erarbeitet... Er hat einen 45Std.-Platz, den wir aber nicht komplett ausnutzen... ich hole ihn spätestens um 16Uhr ab, oft auch früher... er geht Di zur musikalischen Früherziehung, Mi zum Bratschenunterricht und Do zum DLRG..., klar ist es manchmal stressig... ich habe in den letzten 4Wochen 3Abende als Referentin von 18-21Uhr verbracht... Das funktioniert nur, weil mein Mann mich unterstützt und ich meinen "Job" nicht als Beruf sehe, sondern als Berufung sehe... Ich arbeite unter der Woche bis max. 15-16Uhr und dafür samstags von 9-13Uhr... da ist dann auch Papazeit, weil unser Sohn meinen Mann unter der Woche wenig sieht...
Ich finde, dass eine kurze, intensive bzw. sinnvoll beschäftigte Zeit mit dem Kind immer wertvoller ist, als viel "sinnlose" Zeit...
Ich habe aber auch mit vielen Vorurteilenn zu kämpfen... jedem das Seine und mir das meine... oder Leben und Leben lassen... ich finde bei diesem Thema gehen die Meinungen soweit auseinander, das es echt eine schwierige Frage ist Ich für mich kann beides vereinen...
Schaf
12471 Beiträge
08.10.2016 07:26
Die Frage ist doch auch was der Mann beruflich macht, bzw. wie sehr er den Rücken frei hält.

Ich bin der Meinung, dass glückliches und erfolgreiches Arbeiten und Kinder sich vereinbaren lassen, wenn beide Partner an einem Strang ziehen und man ein Unfeld hat, das Turbulenzen (Kind krank vs Kundentermin) abdeckt.

Ich bin auch der Meinung dass "Karriere" mit Kindern nur funktioniert wenn der andere Partner zumindest fast Vollzeit die Kinder betreut.

2x Karriere + Kinder die man auch sieht (und eben nicht nur am Sonntag in der Kirche) funktioniert nicht.
Lade
9768 Beiträge
08.10.2016 08:12
Es kommt auch darauf an, wann man am oberen Ende der Leiter angekommen sein will. Wenn Karriere bedeutet, mit 35 schon in leitender Position zu sein, und dabei will man dann noch das Kinderkriegen einschieben, wird es sicher eher schwierig.
Ich will ab diesem Schuljahr die Fortbildung für Konrektor bzw. Rektor machen. Bis ich da an Bewerbungen denken kann ist auch die Kleine 6-7 Jahre alt. Ist es dann keine Karriere mehr, wenn ich einen entsprechenden Posten erst mit 50 antrete- wenn meine Kinder aus dem Haus sind?
Marf
30380 Beiträge
08.10.2016 08:28
Guten Morgäääähn!

Hier gehen die meisten auch von kleinen Kindern aus.Doch die werden schnell groß.Und warum sollte eine Frau,deren Kinder so 7,8....10 Jahre alt sind,nicht wieder im Beruf durchstarten können?
Deswegen erzieht man doch seine Kinder zu selbstständigen Wesen,damit sie auch mal alleine zurechtkommen.Und eine 'Karriere' kann auch per Minijob starten......ich schrieb ja schon gestern das jemand,der die Armanimama vor Augen hat,ein falsches Bild von all den Karrieremöglichkeiten hat.
mimi21
25 Beiträge
08.10.2016 10:34
Ein tolles Thema! 98% der Beiträge finde ich sehr motivierend und für mich ist es auch sehr wichtig, nach der Geburt unseres Kindes (jetzt 11. Woche - toi toi toi) wieder beruflich für mich aus meiner Sicht erfolgreich einzusteigen. Und auch für mich bedeutet das nicht Armanikostüm, 100.000 im Jahr oder unbedingt eine Vollzeitstelle

Und für mich gehören da auch zwei zu, das heißt, dass ich mit meinem Partner gemeinsam überlege, wie wir das organisieren und wie er sich bzw. seine Wochenstunden ggf. anpassen muss.

Äußerungen, dass man es schade fände, wenn man so viel arbeitet und "nichts" von seinem Kind mitbekommt während der Partner von 8 bis 18/20 Uhr arbeitet empfinde ich immer als etwas befremdlich. Was sagen die Männer dazu? Wie würde so ein Thema wohl in einem eher Männer-lastigen Forum besprochen werden..

Aber letzten Endes müssen eh jedes Paar und alle single-Eltern ihren eigenen Weg finden - und dabei wünsche ich allen alles Gute
Paula410
583 Beiträge
08.10.2016 12:13
Kind und Job auf jeden Fall - bei uns zumindest!

Kind und Karriere eher nicht, denke ich... Job und Karriere ist für mich nähmlich schon ein Unterschied.
Mein Mann nimmt schon ab Fortbildungen etc. teil, ich in der Regel eher nicht, denn ich finde es schwer, wenn man schon 3 Kinder zuhause hat, auch noch im Job über sich hinauszuwachsen...
08.10.2016 13:50
Zitat von Schaf:

Die Frage ist doch auch was der Mann beruflich macht, bzw. wie sehr er den Rücken frei hält.

Ich bin der Meinung, dass glückliches und erfolgreiches Arbeiten und Kinder sich vereinbaren lassen, wenn beide Partner an einem Strang ziehen und man ein Unfeld hat, das Turbulenzen (Kind krank vs Kundentermin) abdeckt.

Ich bin auch der Meinung dass "Karriere" mit Kindern nur funktioniert wenn der andere Partner zumindest fast Vollzeit die Kinder betreut.

2x Karriere + Kinder die man auch sieht (und eben nicht nur am Sonntag in der Kirche) funktioniert nicht.


Ist doch Quatsch! Wir sind beide selbstständig und sehen unsere Kinder nicht nur Sonntags!

Ansonsten gebe ich dir schon recht, man muss sich als Eltern schon sehr einig sein und zusammenarbeiten, sonst klappt das nicht.

09.10.2016 10:59
Zitat von Skorpi:

Zitat von Schaf:

Die Frage ist doch auch was der Mann beruflich macht, bzw. wie sehr er den Rücken frei hält.

Ich bin der Meinung, dass glückliches und erfolgreiches Arbeiten und Kinder sich vereinbaren lassen, wenn beide Partner an einem Strang ziehen und man ein Unfeld hat, das Turbulenzen (Kind krank vs Kundentermin) abdeckt.

Ich bin auch der Meinung dass "Karriere" mit Kindern nur funktioniert wenn der andere Partner zumindest fast Vollzeit die Kinder betreut.

2x Karriere + Kinder die man auch sieht (und eben nicht nur am Sonntag in der Kirche) funktioniert nicht.


Ist doch Quatsch! Wir sind beide selbstständig und sehen unsere Kinder nicht nur Sonntags!

Ansonsten gebe ich dir schon recht, man muss sich als Eltern schon sehr einig sein und zusammenarbeiten, sonst klappt das nicht.


Seh ich genauso. Wenn man sich die Arbeitstage gut aufteilt und jeweils einer drei Tage die Woche lange arbeiten kann und der andere sehr früh beim Kind ist (15.30 z.B.) und das dann durch wechselt, verbringen beide regelmäßig Zeit mit dem Kind. Ja, es ist eine sehr individuelle Anlegenheit aber ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass es Mütter gibt, die den ganzen Tag zuhause sind, nie arbeiten und dennoch weniger qualitativ genutzte Zeit mit dem Kind verbringen, als wir. Genauso sehe ich aber auch ein, dass es sicher Mütter gibt, die es schaffen und wollen, 24/7 Qualitytime mt ihrem Kind zu verbringen. Das wäre nur nichts für mich. Ich wäre vermutlich genauso unzufrieden wie letztlich mein Sohn, der sicher merken würde, dass Mama nicht ausgeglichen ist.
Schnecke510
7207 Beiträge
09.10.2016 11:06
Es kommt darauf an.
Im Prinzip denke ich, dass man sich wirklich entscheiden muss, wenn es um die sehr hohen Positionen geht. Die sind nicht mit der Familie zu vereinbaren, denn die zeitliche und v.a. örtliche Flexibilität (ständige Umzüge, Auslandsaufenthalte usw...) überfordert einen total. Einen bodenständigen Job kann man sicherlich auch Vollzeit mit der Familie vereinbaren.
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