Mütter- und Schwangerenforum

Alltags-Wehwehchen / Menschen empfindlicher als früher?

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Titania
5979 Beiträge
30.10.2013 14:23
ich glaube das liegt daran, dass die Menschen früher körperlich hart gearbeitet haben, aber diesen psyschischen Stress nicht hatten.

Sie mussten nicht multitask fähig sein. Sie haben ihre Arbeit angefangen und zuende gebracht und mussten zwischendurch nicht wegen Termindruck noch 10 andere Dinge verrichten. Ich denke das ist das, was die Menschen so fertig macht.
30.10.2013 14:23
Zitat von Laurasmami:

Hab ich auch immer belächelt bis es mir körperlich immer schlechter ging. Ich habe mich dennoch täglich zu Schule und Terminen geschleppt. Nach einem halben Jahr hatte ich dann einen kompletten Zusammenbruch. Mein Körper wollte nicht mehr. Hatte keine Kraft, da keine Reserven da waren. Es dauert nun schon zwei Jahre und ist immernoch nicht ganz weg.

Also Burnout habe ich am eigenen Leib erlebt, obwohl ich diese MODEkrankheit immer für Unsinn abgestempelt habe.

Ich habe daraus gelernt. Wenn auch bitter.

Jammern finde ich in Maßen schon ok -man muss dann aber auch etwas ändern damit die Gründe verschwinden

Das ist natürlich heftig, aber wenn man dann Menschen nimmt die gleich sagen: Ich hab Burnout weil ich Überstunden machen muss, weil ich alleine arbeite oder so was, da kann einem die Hutschnur gehen.
Gute Besserung auf jeden Fall
30.10.2013 14:24
ich denke generell ist es die Art und Weise wie gejammert wird. Heute jammert der Großteil schon bei nen bissl Husten und Schnupfen.
Wenn jemand natürlich ne richtig dicke Grippe hat oder sowas, ist das was anderes.
Mein Bruder ist da ein sehr tolles Beispiel, sobald der nur ein Mini Wewechen hat, ist der gleich krank geschrieben, und als Mutter interessiert es keinen in dem Sinne. Ist sie krank muss sie trotzdem Leistung bringen
khaleesi
3596 Beiträge
30.10.2013 14:27
Zitat von Mocca:

Zitat von khaleesi:

Zitat von MamaMarfusu:

Jammern ist legitim.Wenn man dabei nicht vergisst zuzuhören ,wenn jemand mit wirklichen Problemen kommt.Wenn man diese dann ignoriert und nicht darauf eingeht zeigt das Kaltschneuzigkeit.
Jeder hat mal übers Wetter,den Rücken oder dem blöden Fahrer vor sich gemault.Ist ja auch ok.
Wer aber immer auf Mitleid baut wird bald merken das man so nicht weiterkommt.Ebenso auch nicht wenn man sich jede Form von Schmerz und Trauer untersagt.
Ein gesundes Mittelmass und dabei trotzdem ein offenes Ohr/Auge für die wahren Sorgen.
Übrigens klingeln in Afrika auch Handys und in Indien haben sie auch BurnOuts....das sind keine Buschvölker mehr....

na aber wenn man die burnout fälle von deutschland und indien vergleichen würde, gäbe es mit sicherheit einen riesen unterschied ich jammer auch mal, ganz klar. aber ich habe halt auch gäste die jeden tag den gleichen scheiß runterleiern und es geht mir echt auf die nerven...was interressiert es mich ob die rücken haben? ob die schon wieder kopfschmerzen haben? nimmt ne tablette und gut ist. und gerade beim wetter, ist es doch eh immer alles scheiße zu heiß, zu warm, zu nass, zu dunkel...tja das ist halt deutschland... 25 grad und sonnenschein ist seeehr rar

Na aber wenn man es mal streng nimmt, ist das hier ein Thread in dem darüber gejammert wird, dass die Leute so viel jammern.
Ich find's ja auch nicht prickelnd, wenn mir ständig der gleiche erzählt, welche schlimmeschlimme Krankheit er jetzt schon wieder hat, aber ich bin nicht derjenige - ich weiß nicht, wie es ihm geht und ob er übertreibt oder nicht.
Die Belastungen sind hat in jeder Zeit und in jedem Land unterschiedlich.
Klar ist ein verknackster Knöchel ein Fliegenpups gegen verhungernde Kinder in Afrika - aber sind wir ehrlich: Dagegen ist ALLES ein Fliegenpups.
Also nehme ich mir einfach mal das Recht auch eine "harmlose" Krankheit doof zu finden und mich zu freuen, wie Bolle, dass gerade die Sonne zwischen den Wolken her schaut.
näää ich jammer garnicht, ich reg mich auf das ist ein unterschied
Ostseekind09
10425 Beiträge
30.10.2013 14:32
Lol, da Burnout sich in Stufen aufbaut und immer schlimmer wird sollte man das ja irgendwann nachvollziehen können.

Es ist eine ganz ganz schlimme Krankheit, die mir zwei Jahre des Aufwachsens meines Kindes genommen haben. Ich habe mir damals lieber Krebs gewünscht weil man gegen eine rein körperliche Krankheit etwas tun kann. Den Geist kann man aber nie komplett heilen. Schon gar nicht mit Medis.
Der Körper macht nur noch was er will.
Ich konnte weder essen noch schlafen. Mich zu waschen war zuviel.es kostete allein das Denken die Kraft, die andere für den Tag auf Arbeit haben.
Niemand,selbst ich konnte mein Verhalten verstehen. Ich habe Monate unter einer Glocke gelebt. Nennt sich Brainfog. Man bekommt nichts mehr mit. Reaktionszeit ist gleich Null und man kann nichts dagegen tun.

das zum wahren BO

vielen Dank. Ich mache mich jetzt fertig für die Arbeit. Auf ein paar h die Woche hab ich mich hochgearbeitet
khaleesi
3596 Beiträge
30.10.2013 14:37
Zitat von Laurasmami:

Lol, da Burnout sich in Stufen aufbaut und immer schlimmer wird sollte man das ja irgendwann nachvollziehen können.

Es ist eine ganz ganz schlimme Krankheit, die mir zwei Jahre des Aufwachsens meines Kindes genommen haben. Ich habe mir damals lieber Krebs gewünscht weil man gegen eine rein körperliche Krankheit etwas tun kann. Den Geist kann man aber nie komplett heilen. Schon gar nicht mit Medis.
Der Körper macht nur noch was er will.
Ich konnte weder essen noch schlafen. Mich zu waschen war zuviel.es kostete allein das Denken die Kraft, die andere für den Tag auf Arbeit haben.
Niemand,selbst ich konnte mein Verhalten verstehen. Ich habe Monate unter einer Glocke gelebt. Nennt sich Brainfog. Man bekommt nichts mehr mit. Reaktionszeit ist gleich Null und man kann nichts dagegen tun.

das zum wahren BO

vielen Dank. Ich mache mich jetzt fertig für die Arbeit. Auf ein paar h die Woche hab ich mich hochgearbeitet

ich glaube oft wird eine depression auch fälschlicherweise als burn out betitelt und dadurch belächelt. der mann einer bekannten hatte auch auf einmal burnout und sein tag sah so aus: aufstehen um 7, arbeiten um 8 bis 17 uhr, nachhause kommen, fressen, beine hochlegen und kiffen tut mir leid aber das konnte ich nur belächeln, er hat weder die kinder bespaßt noch sonst iwas, und auf einmal burnout? in seiner arbeit hatte er noch nichtmal verantwortung zu übernehmen oder sonstiges.... da musste ich echt lachen, mittlerweile denke ich das er einfach sehr unzufrieden mit sich selbst war, verständlicherweise und eine depression hat.
Pünktchennr3
41320 Beiträge
30.10.2013 14:43
Eigentlich zeigt es nur wie gut es uns heute geht , das wir uns über das wetter aufregen können.
Und jammern ist völlig legitim.
Es kommt nur darauf an wie man es tut.
Man kann natürlich so tun als sei das was man hat das schlimmste auf der welt oder eben auch nicht.
Dazu eine kleine anekdote: ich saß vor ca 2 jahren in einem warteraum.Eine frau kam herrein.Ca.40.Setzte sich und fing direkt an" Hallo! Warten sie auch?"
"Ja"
"Ja ich auch.mir geht es ja so schlecht!"
"Ok warum?"
" Ja ich bin zur bestrahlung hier!"
"ok und warum geht es ihnen schlecht?"
"Ja ich habe krebs!"
" gut das ist schlimm aber wie schlimm ist es?"
"Ja ganz schlimm.Es ist furchtbar.Erst diese 30 min op und jetzt 20 bestrahlungen.Das ist die hölle und es tut so weh."
"Aha und was haben sie für einen Krebs?"
" den schlimmsten von allen.Brust.Man hat mir tatsächlich einen kleinen teil meiner Brust entfernt!"
"aha einen kleinen teil?"
" jaaaaaaa schnief und diese schmerzen.das können sie sich nicht vorstellen!Die hölle sag ich ihnen!Und weswegen sind sie hier?"
"Krebs.Brust, aber gsd nur ganz leicht.Nur so leicht das es reichte mir in 6 stunden die ganze brust zu entfernen.So leicht das 4 Monate Chemotherapie reichten und gsd nur so leicht das ich heute die 15 von 30 bestrahlungen habe."
Der blick war göttlich.
Jeder bekommt das Päckchen zu tragen was er tragen kann.
Die einen können mehr tragen, die anderen weniger.
Klar gibt es durchaus momente wo ich mir dachte" scheiße das nennst du probleme?deine sorgen möchte ich haben!"
Heute quengel ich trotzdem über kleinigkeiten.Und ich bin verdammt froh drum das ich mich über das wetter beschwrren kann.Das zeigt das es mir so gut geht das ich dieses privileg habe!
Mocca
4470 Beiträge
30.10.2013 14:55
Zitat von khaleesi:

Zitat von Mocca:

Zitat von khaleesi:

Zitat von MamaMarfusu:

Jammern ist legitim.Wenn man dabei nicht vergisst zuzuhören ,wenn jemand mit wirklichen Problemen kommt.Wenn man diese dann ignoriert und nicht darauf eingeht zeigt das Kaltschneuzigkeit.
Jeder hat mal übers Wetter,den Rücken oder dem blöden Fahrer vor sich gemault.Ist ja auch ok.
Wer aber immer auf Mitleid baut wird bald merken das man so nicht weiterkommt.Ebenso auch nicht wenn man sich jede Form von Schmerz und Trauer untersagt.
Ein gesundes Mittelmass und dabei trotzdem ein offenes Ohr/Auge für die wahren Sorgen.
Übrigens klingeln in Afrika auch Handys und in Indien haben sie auch BurnOuts....das sind keine Buschvölker mehr....

na aber wenn man die burnout fälle von deutschland und indien vergleichen würde, gäbe es mit sicherheit einen riesen unterschied ich jammer auch mal, ganz klar. aber ich habe halt auch gäste die jeden tag den gleichen scheiß runterleiern und es geht mir echt auf die nerven...was interressiert es mich ob die rücken haben? ob die schon wieder kopfschmerzen haben? nimmt ne tablette und gut ist. und gerade beim wetter, ist es doch eh immer alles scheiße zu heiß, zu warm, zu nass, zu dunkel...tja das ist halt deutschland... 25 grad und sonnenschein ist seeehr rar

Na aber wenn man es mal streng nimmt, ist das hier ein Thread in dem darüber gejammert wird, dass die Leute so viel jammern.
Ich find's ja auch nicht prickelnd, wenn mir ständig der gleiche erzählt, welche schlimmeschlimme Krankheit er jetzt schon wieder hat, aber ich bin nicht derjenige - ich weiß nicht, wie es ihm geht und ob er übertreibt oder nicht.
Die Belastungen sind hat in jeder Zeit und in jedem Land unterschiedlich.
Klar ist ein verknackster Knöchel ein Fliegenpups gegen verhungernde Kinder in Afrika - aber sind wir ehrlich: Dagegen ist ALLES ein Fliegenpups.
Also nehme ich mir einfach mal das Recht auch eine "harmlose" Krankheit doof zu finden und mich zu freuen, wie Bolle, dass gerade die Sonne zwischen den Wolken her schaut.
näää ich jammer garnicht, ich reg mich auf das ist ein unterschied

Aaaach ssoooooooo sind die Grenzen zwischen Jammern und sich aufregen eigentlich fließend?
khaleesi
3596 Beiträge
30.10.2013 14:56
Zitat von Mocca:

Zitat von khaleesi:

Zitat von Mocca:

Zitat von khaleesi:

...

Na aber wenn man es mal streng nimmt, ist das hier ein Thread in dem darüber gejammert wird, dass die Leute so viel jammern.
Ich find's ja auch nicht prickelnd, wenn mir ständig der gleiche erzählt, welche schlimmeschlimme Krankheit er jetzt schon wieder hat, aber ich bin nicht derjenige - ich weiß nicht, wie es ihm geht und ob er übertreibt oder nicht.
Die Belastungen sind hat in jeder Zeit und in jedem Land unterschiedlich.
Klar ist ein verknackster Knöchel ein Fliegenpups gegen verhungernde Kinder in Afrika - aber sind wir ehrlich: Dagegen ist ALLES ein Fliegenpups.
Also nehme ich mir einfach mal das Recht auch eine "harmlose" Krankheit doof zu finden und mich zu freuen, wie Bolle, dass gerade die Sonne zwischen den Wolken her schaut.
näää ich jammer garnicht, ich reg mich auf das ist ein unterschied

Aaaach ssoooooooo sind die Grenzen zwischen Jammern und sich aufregen eigentlich fließend?
nein...das holpert...ein bisschen
30.10.2013 15:43
Zitat von Pünktchennr3:

Eigentlich zeigt es nur wie gut es uns heute geht , das wir uns über das wetter aufregen können.
Und jammern ist völlig legitim.
Es kommt nur darauf an wie man es tut.
Man kann natürlich so tun als sei das was man hat das schlimmste auf der welt oder eben auch nicht.
Dazu eine kleine anekdote: ich saß vor ca 2 jahren in einem warteraum.Eine frau kam herrein.Ca.40.Setzte sich und fing direkt an" Hallo! Warten sie auch?"
"Ja"
"Ja ich auch.mir geht es ja so schlecht!"
"Ok warum?"
" Ja ich bin zur bestrahlung hier!"
"ok und warum geht es ihnen schlecht?"
"Ja ich habe krebs!"
" gut das ist schlimm aber wie schlimm ist es?"
"Ja ganz schlimm.Es ist furchtbar.Erst diese 30 min op und jetzt 20 bestrahlungen.Das ist die hölle und es tut so weh."
"Aha und was haben sie für einen Krebs?"
" den schlimmsten von allen.Brust.Man hat mir tatsächlich einen kleinen teil meiner Brust entfernt!"
"aha einen kleinen teil?"
" jaaaaaaa schnief und diese schmerzen.das können sie sich nicht vorstellen!Die hölle sag ich ihnen!Und weswegen sind sie hier?"
"Krebs.Brust, aber gsd nur ganz leicht.Nur so leicht das es reichte mir in 6 stunden die ganze brust zu entfernen.So leicht das 4 Monate Chemotherapie reichten und gsd nur so leicht das ich heute die 15 von 30 bestrahlungen habe."
Der blick war göttlich.
Jeder bekommt das Päckchen zu tragen was er tragen kann.
Die einen können mehr tragen, die anderen weniger.
Klar gibt es durchaus momente wo ich mir dachte" scheiße das nennst du probleme?deine sorgen möchte ich haben!"
Heute quengel ich trotzdem über kleinigkeiten.Und ich bin verdammt froh drum das ich mich über das wetter beschwrren kann.Das zeigt das es mir so gut geht das ich dieses privileg habe!


Den Blick der Dame hätte ich zu gerne gesehen
30.10.2013 20:02
ich dachte auch lange zeit" die stellen sich an" und jetzt?!?! ich bin am ende und weiß nicht weiter, 40std die woche betrieb und schule, 2 kinder,, keinen führerschein, keine hilfe, den haushalt, vieles was im letzten jahr geschehen ist und nicht verarbeitet werden konnte... und wenn ich dann sowas lese, "jammern auf hohem niveau", bekomm ich schon wieder zweifel, ob ich deswegen überhaupt zum arzt gehen sollte, oder ob mein mann doch vielleicht recht hat mit seiner aussage, ich "sei schwach" ich für meinen teil, weiß, das es nicht mehr lange bei mir dauern wird, bis ich ganz unten bin.... und sehe das nicht als modeerscheinung
Ostseekind09
10425 Beiträge
31.10.2013 00:37
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Ich kann dir nur raten es nicht soweit kommen zu lassen wie bei mir.
Der Weg daraus ist nämlich viel länger und steiniger als präventiv zu gehen
31.10.2013 08:01
Da habe ich interessanter Weise vor ein paar Tagen noch was drüber gesehen.
Da sprachen "Fachleute" davon, dass damals zum Beispiel zu Kriegszeiten einfach ganz andere Nöte im Vordergrund standen.

Da hat man versucht sein Heim wieder aufzubauen, statt sich um seine Schniefnase zu kümmern, da hat man versucht etwas zu essen aufzutreiben, statt sich über seine Magenschmerzen zu beklagen und da hat man eben auch schlicht versucht zu überleben, statt zu sagen "Ich fühle mich ausgebrannt."

Es ging den Menschen damals sicherlich ähnlich wie heute, nur damals hatten sie eben andere Sorgen und sind nicht wegen jedem Pups zum Arzt gerannt. Sie haben ihre Hausmittelchen benutzt und abgewartet. Wer ausgebrannt war, stand trotzdem auf und hat seine Sachen gemacht und wer es nicht alleine schaffte, bekam Hilfe von der Familie, Freunden, Nachbarn.....sowas ist heutzutage ja auch eher selten geworden, da Familie, Freunde und Nachbarn selbst genug zu tun haben.
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