Bedingungsloses Grundeinkommen- eure Meinungen
27.06.2015 09:12
Schwieriges Thema. An sich finde ich die Idee sehr gut und löblich. Aber ich glaube auch, dass es sich - zumindest hier - absolut nicht realistisch durchsetzen könnte. Es hört sich böse an, aber dafür leben viel zu viele Schmarotzer in Deutschland (Und ich rede NICHT von Immigranten. Es gibt auf jeder "Länderseite" Leute, die sagen - boah nee - ich und arbeiten?? Ich krieg doch fast das selbe vom Staat, wenn ich daheim bleibe)
Und genau das ist der Punkt. Der Mindestlohn von 8,50 € ist ja auch eine gute und löbliche Idee gewesen. Aber - sind wir mal ehrlich - er reicht für die Meisten einfach nicht. Zumal er brutto ist. Wären die 8,50 € netto, sähe das alles wieder anders aus (hier wieder zurück zur Idee der Steuerreform). Aber mit Steuerklasse 1 für 8,50 € brutto arbeiten.. hm. Ich bin gelernte Fachkraft (Restaurantfachfrau) und wir haben uns über den Mindestlohn gefreut, da wir im Durchschnitt 7-8 € bekommen hatten. Als gelernte Kräfte. Aber im Endeffekt kommt nicht wirklich mehr bei rum, weil dennoch die Abzüge so hoch sind. Im Durchschnitt sind wir bei 900 netto. Und ich kenne (logischerweise) EINIGE Gastros.. und nicht wenige sind auf unterstützendes Geld vom Staat angewiesen (sei es jetzt Wohngeld oder was es da noch so gibt). Und dabei schieben wir Stunden ohne Ende.. die aber recht "geschickt" als Überstunden per Zeitkonto "verarbeitet" werden..
Als ich arbeitslos wurde, durfte ich erst mal knapp 150 Überstunden abfeiern. Und ich war da erst seit einem halben Jahr beschäftigt.
/edit: bevor ICH hier als "Schmarotzer" angefeindet werde.. ich könnte und wollte nicht auf einen Job verzichten.. mir fällt sehr schnell die Decke daheim auf den Kopf. Aber jetzt genieße ich erst mal eineinhalb bis zwei Jahre Elternzeit.. will nebenbei einen 450 €-Job machen und gehe danach in eine gesegnete Teilzeit. Vielleicht tut sich bis dahin finanziell was bei uns in Deutschland
Und genau das ist der Punkt. Der Mindestlohn von 8,50 € ist ja auch eine gute und löbliche Idee gewesen. Aber - sind wir mal ehrlich - er reicht für die Meisten einfach nicht. Zumal er brutto ist. Wären die 8,50 € netto, sähe das alles wieder anders aus (hier wieder zurück zur Idee der Steuerreform). Aber mit Steuerklasse 1 für 8,50 € brutto arbeiten.. hm. Ich bin gelernte Fachkraft (Restaurantfachfrau) und wir haben uns über den Mindestlohn gefreut, da wir im Durchschnitt 7-8 € bekommen hatten. Als gelernte Kräfte. Aber im Endeffekt kommt nicht wirklich mehr bei rum, weil dennoch die Abzüge so hoch sind. Im Durchschnitt sind wir bei 900 netto. Und ich kenne (logischerweise) EINIGE Gastros.. und nicht wenige sind auf unterstützendes Geld vom Staat angewiesen (sei es jetzt Wohngeld oder was es da noch so gibt). Und dabei schieben wir Stunden ohne Ende.. die aber recht "geschickt" als Überstunden per Zeitkonto "verarbeitet" werden..
Als ich arbeitslos wurde, durfte ich erst mal knapp 150 Überstunden abfeiern. Und ich war da erst seit einem halben Jahr beschäftigt.
/edit: bevor ICH hier als "Schmarotzer" angefeindet werde.. ich könnte und wollte nicht auf einen Job verzichten.. mir fällt sehr schnell die Decke daheim auf den Kopf. Aber jetzt genieße ich erst mal eineinhalb bis zwei Jahre Elternzeit.. will nebenbei einen 450 €-Job machen und gehe danach in eine gesegnete Teilzeit. Vielleicht tut sich bis dahin finanziell was bei uns in Deutschland
27.06.2015 09:18
Grundsätzlich ein netter Gedanke. Aber gerade kleinere Unternehmen würden dann wohl ehr die Arbeit auf die bereits Angestellten verteilen, als noch jemanden einzustellen. Das kann der Geiz sein, aber - und das vergessen die meisten AN gern - auch der Mangel an Gewinn. Manche Unternehmen können sich nunmal schlichtweg nicht mehr Lohnkosten leisten. Am Ende würde vermutlich die Arbeitslosigkeit ansteigen. Gewonnen wäre nichts. Dann würden die Angestellten zwar mehr verdienen, aber es würden weniger Stellen geben und die Überstunden steigen.
27.06.2015 11:19
Ich denk das das es nur bei dem Experiemtn bleiben wird und nicht komplett uebernommen wuerde.
Denn 440-1000e ist einfach hier zu wenig um Leben zu können. Wohnungen kosten mindestens , selbst eine Einzimmerwohnung, um die 500e.
Sicher ist das hier Hauptstadtgebiet aber trotzdem ist und bleibt Finnland einfach teuer. Ma "muesste" trotzdem arbeiten gehen oder anderes Geld beantragen. Dann tut sich da nicht viel zum Sozial und Arbeitslosengeld.
Theoretisch eine gute Idee aber ich denke kaum das etwas draus wird.
Denn 440-1000e ist einfach hier zu wenig um Leben zu können. Wohnungen kosten mindestens , selbst eine Einzimmerwohnung, um die 500e.
Sicher ist das hier Hauptstadtgebiet aber trotzdem ist und bleibt Finnland einfach teuer. Ma "muesste" trotzdem arbeiten gehen oder anderes Geld beantragen. Dann tut sich da nicht viel zum Sozial und Arbeitslosengeld.
Theoretisch eine gute Idee aber ich denke kaum das etwas draus wird.
27.06.2015 15:30
Zitat von CaféCortado:
Zitat von Lealein:
Rein aus bürokratischer Sicht finde ich die Idee gar nicht mal so doof.![]()
Wären dann das bedingungslose Grundeinkommen steuerfrei und nur das dazuverdiente steuerpflichtig, ja oder?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass alle sofort die Arbeit niederlegen würden, sondern vielmehr, dass sie dann eher Teilzeit arbeiten gehen werden, oder ihre Stunden etwas runterschrauben, sodass mehr Lebensqualität herrschen wird. Was ja auch gut ist. Im gleichen Zuge, wenn mehr AN ihre Stunden minimieren, so werden auch mehr Stunden frei.
Und wenn ich da an die vielen Alleinerziehenden denke, da wären die 1000,- € gut angelegt und wahrscheinlich mehr als Willkommen.
Die Kaufkraft steigt garantiert. Frei nach dem Motto, wer mehr hat, der gibt auch mehr aus. Also rein wirtschaftlich auch wieder top.
Und das mit der verbesserten Lebensqualität: Das wird def. steigen, die Leute können mehr reisen, mehr erleben und mehr am Leben teilnehmen, wenn er denn weniger arbeiten möchte. Das ist prima.
Die Verlierer wären demnach Großfamilien, sofern das Kindergeld wegfällt (Angenommen es ist eine reine Hausfrau, die nichts dazu verdient). Das wäre dann eher kontraproduktiv bei dem derzeitigen demografischen Wandel.![]()
Die Frage wäre dann, wie verhält es sich mit dem Elterngeld? Fällt es dann auch aus und der Mutter bleiben nur noch die 1000,- €? Oder kommen zu diesen noch 67% Elterngeld?
Die Kehrseite ist sicherlich, dass die Steuern angehoben würden und Mieten sehr wahrscheinlich auch (sie tun es ja auch jetzt schon, wie soll es also werden, wenn alle noch mehr Geld haben? Hier bestünde also bei einer solchen Reform noch gesetzliche Überlegungen um unnatürliche Erhöhung der Mieten zu verbieten.
Sorry, aber fast alle Deiner Argumente stimmen nicht.
Ich geh nur mal kurz aufs Gravierendste ein: wenn jeder nen 1000er mehr hat, ist dieser 1000er nullkommanix wert (Inflation durch erhöhte Geldmenge, dadurch sinkender Geldwert). Durch den sinkenden Geldwert ist dann im übrigen auch das, was Du zusätzlich verdienst, weniger wert. In Summe stehst Du nach ner Weile also schlechter da als vorher.
Das lässt sich im übrigen auch nicht durch "verbieten" von Preiserhöhungen vermeiden, denn das "Verbot" müsstest Du zwecks Wechselkursen jenseits der EWWU weltweit einführen.
Tatsächlich habe ich es etwas zu "romantisch" betrachtet und die Inflation hatte ich auch nicht bedacht.
Und dann fiel mir gestern Abend ein, dass es hier noch mehr Einwanderer herkommen und diese Gelder womöglich auch bekommen. Demnach würden die Arbeitslosenzahleb über kurz oder lang wieder auf dem gleichen Level sein, wenn nicht sogar steigen.
Okay. Ich finde die Idee doch doof
Das einzige was positiv bleibt ist der bürokratische Aufwand.
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