Mütter- und Schwangerenforum

Eure Kindheit

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08.07.2017 10:01
Ich habe gemischt angeklickt..Meine Eltern haben sich getrennt als ich ungefähr 7 war, meine Mutter war einfach überfordert mit mir und meinem Bruder. Ich habe immer wieder Schläge mit dem Kochlöffel oder ähnlichem bekommen, sie hat uns wenn mein Bruder und ich und gestritten haben lange allein gelassen ist einfach mit dem Auto weg gefahren, und das ist für ein Kind sehr schlimm.
Mit 14 habe ich Depressionen bekommen wegen ihrer Alkoholsucht bis ich dann ins Internat ziehen musste.
Das war dann eine sehr schöne Zeit.Es gab aber auch sehr schöne Momente. Zumindest bis zur trennung
mädchenMama2015
1379 Beiträge
08.07.2017 11:01
Ich hatte eine schöne Kindheit.
Ich bin auf dem Dorf aufgewachsen, war so ziemlich jeden Tag draussen unterwegs ,es gab viele Kinder zum Spielen.
meine Eltern haben uns versucht möglichst alles zu bieten was sie für wichtig gehalten haben. Wir haben uns noch über Kleinigkeiten gefreut. Konnten in den Urlaub fahren usw.
Meine Eltern waren immer für uns Kinder da und wenn mein Papa am Wochenende dann frei hatte war immer Familien zeit.
Ich fand meine Kindheit toll und Versuch es meinen Kindern genauso zu bieten.
-M-Y-A-
23605 Beiträge
08.07.2017 11:54
Meine Kindheit war durchwachsen.
Meine Mutter hat mich als Säugling zu meinen Großeltern gegeben. Meine Oma ist, wie ich jetzt im Nachhinein verstand, eine narzisstische Person. Ich war ihr goldenes Kind. Mir fehlte es materiell an nichts, dennoch wurde ich zeit meines Lebens klein gehalten.
Meine Mutter hätte eigentlich nie Kinder haben dürfen. Sie ist seit ich denken kann eine Alkoholikerin. Allerdings trinkt sie nur abends. An den Wochenenden war ich bei ihr, wenn sie frei hatte. Sie wusste nichts mit mir anzufangen. Selbst bei bombenwetter waren wir nur drinnen und sie lag auf dem Sofa und schlief oder spielte den ganzen tag an der Konsole.
Einen Monat, nachdem ich 9 Jahre alt wurde, kam meine Schwester. Meine Oma gab mich an meine Mutter zurück, denn "sie ist jetzt zu Hause und kann sich um dich kümmern".
Ganz blöde Idee.
Angefangen von Schlägen oder massiven Quälereien, wenn ich nicht schlafen wollte. Dann gab es nur bestimmte Lebensmittel (die billigen), die für mich bestimmt waren und die teuren "leckeren" für sie.
Dann war sie fast jeden Abend in der Kneipe. Zunächst beaufsichtigte mein Onkel uns. Er kann aber nicht gut mit Kindern und so kam es oft vor, dass ich die halbe Nacht nur in Unterwäsche im Treppenhaus saß, weil er mich rauswarf. Irgendwann bat ich meine Mutter, ihn nicht mehr aufpassen zu lassen. Sie willigte ein und ich war ab dem Zeitpunkt alleine für mich und meine babyschwester verantwortlich, wenn meine Mutter saufen war.
Die Kneipengaenfe wurden irgendwann weniger, weil sie einen typen kennenlernte der bier wie Wasser trank. Der war perfekt für sie. Sie hatten eine sauffreundschaft und so war er fast jeden Abend bei uns oder sie bei ihm.
Auch kam. Meine Mutter irgendwann (ich glaube meine Schwester war 3) mit einem Kerl zusammen, der mal der Freund unserer Nachbarin war und einen Sohn im Alter meiner Schwester hatte. Ich kam schon immer gut mit ihm klar, daher freute ich mich nach langer Zeit mal wieder über einen ihrer Freunde. (und es gab verdammt viele).
Der Sohn von ihm lebte zunächst noch bei der Mutter, wurde aber in einer Nacht und nebelaktion bei dem Mann vor die Tür gestellt. Irgendwann wohnten die beiden dann bei uns. Zunächst waren wir wirklich so etwas, wie eine Familie. Aber der junge musste schlimme Quälereien seitens der Freunde der Eltern aushalten (einer der "babysitter" hat den jungen regelmäßig unter die eisdusche gestellt, nur so zum Spaß), dass er anfing sicj immer auffälliger zu verhalten. Er verweigerte irgendwann komplett das essen und erbrach sich am Tisch. Das motivierte meine Mutter ihn wie ein baby mit der Flasche zu füttern, später mit Gläschen. Er war zu dem Zeitpunkt 4. Er war ihr kleines Sorgenkind. Ihr Sohn.
Ich war abermals abgeschrieben.
Es wurden wunderbare Unternehmungen gemacht, nur leider ohne mich. Wenn ich vormittags irgendwann wach wurde, war keiner zu Hause.
Ich lernte über meine beste Freunde Menschen kennen, die mir swhr sympathisch erschienen. Und so bat ich meine Mutter dort in den Sommerferien zu bleiben, mit meiner Freundin zusammen. Meine Mutter kannte diese auch schon Menschen nicht, aber sie willigte ein. Ich war 14. Nachdem ich mehr oder weniger regelmäßig gekifft hatte, fing ich dort das saufen an. Ich wae wahnsinnig verknallt in jemanden und wollte "dazu gehören" und er trank nunmal.

Von meiner schulischen Laufbahn brauch ich glaub ich gar nicht sprechen. Nur kurz Empfehlung fürs Gymnasium - nach der 9. Klasse realschule ohne Abschluss geflogen.

Meine Kindheit war wirklich alles andere als schön. Dennoch gab es meine Großeltern und meine Tante, die alles versucht haben mir liebe zu geben.

Meine Mutter säuft immer noch. Sie hat ebenso narzisstische Störungen. Allerdings ist meine Schwester das goldene Kind und genießt es.

Ich hab mittlerweile den Kontakt zu meiner Schwester und Mutter komplett abgebrochen. Ich hab regelmäßig Kontakt zu meinen Großeltern und meine Tante ist meine Mama geworden. Sie liebt mich und meine Kinder, als wären wir ihr Fleisch und Blut.

Is n bisschen lang geworden, wobei das noch lange nicht alles war.
Alaska
19439 Beiträge
08.07.2017 12:13
Ich hatte eine nahezu perfekte Kindheit. Muss ich echt sagen.

Ich bin in einer ruhigen, ländlichen Wohngegend aufgewachse, meine Familie war liebevoll, ich hatte einen kleinen Bruder, den ich ärgern konnte.
Direkt neben unserem Haus ging ein großes Waldstück los, mit Seen, der Donau direkt nebenan. Das war unser Abenteuerspielplatz.
Ich hatte auf beiden Seiten sehr guten Kontakt zu den Großeltern, die einen hatten sogar einen Bauernhof im Nachbarort. Für ein Kind ein herrliches Aufwachsen.
Es gab nie Probleme in der Schule, die mich seelisch hätten belasten können, alles ging mir leicht von der Hand, ich hatte immer viele Freundschaften (zwei davon sind bis heute ganz innig), wurde nie gemobbt.

Hört sich wirklich perfekt an, wird mir grad wieder bewusst. Ich hatte echt Glück.
mädchenMama2015
1379 Beiträge
08.07.2017 12:37
Zitat von CrazyMya:

Meine Kindheit war durchwachsen.
Meine Mutter hat mich als Säugling zu meinen Großeltern gegeben. Meine Oma ist, wie ich jetzt im Nachhinein verstand, eine narzisstische Person. Ich war ihr goldenes Kind. Mir fehlte es materiell an nichts, dennoch wurde ich zeit meines Lebens klein gehalten.
Meine Mutter hätte eigentlich nie Kinder haben dürfen. Sie ist seit ich denken kann eine Alkoholikerin. Allerdings trinkt sie nur abends. An den Wochenenden war ich bei ihr, wenn sie frei hatte. Sie wusste nichts mit mir anzufangen. Selbst bei bombenwetter waren wir nur drinnen und sie lag auf dem Sofa und schlief oder spielte den ganzen tag an der Konsole.
Einen Monat, nachdem ich 9 Jahre alt wurde, kam meine Schwester. Meine Oma gab mich an meine Mutter zurück, denn "sie ist jetzt zu Hause und kann sich um dich kümmern".
Ganz blöde Idee.
Angefangen von Schlägen oder massiven Quälereien, wenn ich nicht schlafen wollte. Dann gab es nur bestimmte Lebensmittel (die billigen), die für mich bestimmt waren und die teuren "leckeren" für sie.
Dann war sie fast jeden Abend in der Kneipe. Zunächst beaufsichtigte mein Onkel uns. Er kann aber nicht gut mit Kindern und so kam es oft vor, dass ich die halbe Nacht nur in Unterwäsche im Treppenhaus saß, weil er mich rauswarf. Irgendwann bat ich meine Mutter, ihn nicht mehr aufpassen zu lassen. Sie willigte ein und ich war ab dem Zeitpunkt alleine für mich und meine babyschwester verantwortlich, wenn meine Mutter saufen war.
Die Kneipengaenfe wurden irgendwann weniger, weil sie einen typen kennenlernte der bier wie Wasser trank. Der war perfekt für sie. Sie hatten eine sauffreundschaft und so war er fast jeden Abend bei uns oder sie bei ihm.
Auch kam. Meine Mutter irgendwann (ich glaube meine Schwester war 3) mit einem Kerl zusammen, der mal der Freund unserer Nachbarin war und einen Sohn im Alter meiner Schwester hatte. Ich kam schon immer gut mit ihm klar, daher freute ich mich nach langer Zeit mal wieder über einen ihrer Freunde. (und es gab verdammt viele).
Der Sohn von ihm lebte zunächst noch bei der Mutter, wurde aber in einer Nacht und nebelaktion bei dem Mann vor die Tür gestellt. Irgendwann wohnten die beiden dann bei uns. Zunächst waren wir wirklich so etwas, wie eine Familie. Aber der junge musste schlimme Quälereien seitens der Freunde der Eltern aushalten (einer der "babysitter" hat den jungen regelmäßig unter die eisdusche gestellt, nur so zum Spaß), dass er anfing sicj immer auffälliger zu verhalten. Er verweigerte irgendwann komplett das essen und erbrach sich am Tisch. Das motivierte meine Mutter ihn wie ein baby mit der Flasche zu füttern, später mit Gläschen. Er war zu dem Zeitpunkt 4. Er war ihr kleines Sorgenkind. Ihr Sohn.
Ich war abermals abgeschrieben.
Es wurden wunderbare Unternehmungen gemacht, nur leider ohne mich. Wenn ich vormittags irgendwann wach wurde, war keiner zu Hause.
Ich lernte über meine beste Freunde Menschen kennen, die mir swhr sympathisch erschienen. Und so bat ich meine Mutter dort in den Sommerferien zu bleiben, mit meiner Freundin zusammen. Meine Mutter kannte diese auch schon Menschen nicht, aber sie willigte ein. Ich war 14. Nachdem ich mehr oder weniger regelmäßig gekifft hatte, fing ich dort das saufen an. Ich wae wahnsinnig verknallt in jemanden und wollte "dazu gehören" und er trank nunmal.

Von meiner schulischen Laufbahn brauch ich glaub ich gar nicht sprechen. Nur kurz Empfehlung fürs Gymnasium - nach der 9. Klasse realschule ohne Abschluss geflogen.

Meine Kindheit war wirklich alles andere als schön. Dennoch gab es meine Großeltern und meine Tante, die alles versucht haben mir liebe zu geben.

Meine Mutter säuft immer noch. Sie hat ebenso narzisstische Störungen. Allerdings ist meine Schwester das goldene Kind und genießt es.

Ich hab mittlerweile den Kontakt zu meiner Schwester und Mutter komplett abgebrochen. Ich hab regelmäßig Kontakt zu meinen Großeltern und meine Tante ist meine Mama geworden. Sie liebt mich und meine Kinder, als wären wir ihr Fleisch und Blut.

Is n bisschen lang geworden, wobei das noch lange nicht alles war.


Oh Gott, das hört sich an wie aus einem schlimmen Buch
Das tut mir richtig leid was du mitmachen musstest ,Fass sollte kein Kind
Aber es ist schön zu lesen dass du halt in anderen Familienmitgliedern hast und dein leben lebst.
08.07.2017 12:49
Wenn ich das alles so lese,dann bin ich doppelt und dreifach dankbar,dass ich in eine Familie geboren wurde,die "ungewöhnlich"war/ist,aber voller Liebe.

Und ich bin in der Lage zu sagen,dass zumindest ein Kind sagt:"Mama,war nicht alles einfach,aber ich wusste,dass Du und Papi mich immer geliebt habt und ich hatte eine schöne Kindheit!".

Es muss furchtbar sein,die Kindheit nicht als schönste und einfachste Zeit seines Lebens sehen zu müssen.
Katheryna
3072 Beiträge
08.07.2017 12:51
Meine Kindheit war so schön...
... jetzt lassen sich meine Eltern scheiden und mein Papa meint, die letzten Jahre (jedes Mal, wenn er davon anfängt, werden die "letzten Jahre" mehr) war er nicht glücklich. Da macht man sich schon seine Gedanken .
Trotzdem, nur meine Kindheit an sich war schön .
-M-Y-A-
23605 Beiträge
08.07.2017 13:30
Zitat von mädchenMama2015:

Zitat von CrazyMya:

Meine Kindheit war durchwachsen.
Meine Mutter hat mich als Säugling zu meinen Großeltern gegeben. Meine Oma ist, wie ich jetzt im Nachhinein verstand, eine narzisstische Person. Ich war ihr goldenes Kind. Mir fehlte es materiell an nichts, dennoch wurde ich zeit meines Lebens klein gehalten.
Meine Mutter hätte eigentlich nie Kinder haben dürfen. Sie ist seit ich denken kann eine Alkoholikerin. Allerdings trinkt sie nur abends. An den Wochenenden war ich bei ihr, wenn sie frei hatte. Sie wusste nichts mit mir anzufangen. Selbst bei bombenwetter waren wir nur drinnen und sie lag auf dem Sofa und schlief oder spielte den ganzen tag an der Konsole.
Einen Monat, nachdem ich 9 Jahre alt wurde, kam meine Schwester. Meine Oma gab mich an meine Mutter zurück, denn "sie ist jetzt zu Hause und kann sich um dich kümmern".
Ganz blöde Idee.
Angefangen von Schlägen oder massiven Quälereien, wenn ich nicht schlafen wollte. Dann gab es nur bestimmte Lebensmittel (die billigen), die für mich bestimmt waren und die teuren "leckeren" für sie.
Dann war sie fast jeden Abend in der Kneipe. Zunächst beaufsichtigte mein Onkel uns. Er kann aber nicht gut mit Kindern und so kam es oft vor, dass ich die halbe Nacht nur in Unterwäsche im Treppenhaus saß, weil er mich rauswarf. Irgendwann bat ich meine Mutter, ihn nicht mehr aufpassen zu lassen. Sie willigte ein und ich war ab dem Zeitpunkt alleine für mich und meine babyschwester verantwortlich, wenn meine Mutter saufen war.
Die Kneipengaenfe wurden irgendwann weniger, weil sie einen typen kennenlernte der bier wie Wasser trank. Der war perfekt für sie. Sie hatten eine sauffreundschaft und so war er fast jeden Abend bei uns oder sie bei ihm.
Auch kam. Meine Mutter irgendwann (ich glaube meine Schwester war 3) mit einem Kerl zusammen, der mal der Freund unserer Nachbarin war und einen Sohn im Alter meiner Schwester hatte. Ich kam schon immer gut mit ihm klar, daher freute ich mich nach langer Zeit mal wieder über einen ihrer Freunde. (und es gab verdammt viele).
Der Sohn von ihm lebte zunächst noch bei der Mutter, wurde aber in einer Nacht und nebelaktion bei dem Mann vor die Tür gestellt. Irgendwann wohnten die beiden dann bei uns. Zunächst waren wir wirklich so etwas, wie eine Familie. Aber der junge musste schlimme Quälereien seitens der Freunde der Eltern aushalten (einer der "babysitter" hat den jungen regelmäßig unter die eisdusche gestellt, nur so zum Spaß), dass er anfing sicj immer auffälliger zu verhalten. Er verweigerte irgendwann komplett das essen und erbrach sich am Tisch. Das motivierte meine Mutter ihn wie ein baby mit der Flasche zu füttern, später mit Gläschen. Er war zu dem Zeitpunkt 4. Er war ihr kleines Sorgenkind. Ihr Sohn.
Ich war abermals abgeschrieben.
Es wurden wunderbare Unternehmungen gemacht, nur leider ohne mich. Wenn ich vormittags irgendwann wach wurde, war keiner zu Hause.
Ich lernte über meine beste Freunde Menschen kennen, die mir swhr sympathisch erschienen. Und so bat ich meine Mutter dort in den Sommerferien zu bleiben, mit meiner Freundin zusammen. Meine Mutter kannte diese auch schon Menschen nicht, aber sie willigte ein. Ich war 14. Nachdem ich mehr oder weniger regelmäßig gekifft hatte, fing ich dort das saufen an. Ich wae wahnsinnig verknallt in jemanden und wollte "dazu gehören" und er trank nunmal.

Von meiner schulischen Laufbahn brauch ich glaub ich gar nicht sprechen. Nur kurz Empfehlung fürs Gymnasium - nach der 9. Klasse realschule ohne Abschluss geflogen.

Meine Kindheit war wirklich alles andere als schön. Dennoch gab es meine Großeltern und meine Tante, die alles versucht haben mir liebe zu geben.

Meine Mutter säuft immer noch. Sie hat ebenso narzisstische Störungen. Allerdings ist meine Schwester das goldene Kind und genießt es.

Ich hab mittlerweile den Kontakt zu meiner Schwester und Mutter komplett abgebrochen. Ich hab regelmäßig Kontakt zu meinen Großeltern und meine Tante ist meine Mama geworden. Sie liebt mich und meine Kinder, als wären wir ihr Fleisch und Blut.

Is n bisschen lang geworden, wobei das noch lange nicht alles war.


Oh Gott, das hört sich an wie aus einem schlimmen Buch
Das tut mir richtig leid was du mitmachen musstest ,Fass sollte kein Kind
Aber es ist schön zu lesen dass du halt in anderen Familienmitgliedern hast und dein leben lebst.
ach Weisst du, es gibt menschen, die es noch schlimmer getroffen haben... Meine große Angst ist, meine kinder unbewusst schlecht zu behandeln, weil ich es nie besser gelernt habe.
Nickitierchen
26636 Beiträge
08.07.2017 13:31
Ich hatte eine supertolle Kindheit und bin dankbar für die liebevolle Familie und die Freiheiten, die ich hatte
shelyra
69258 Beiträge
08.07.2017 13:44
meine kindheit war im großen und ganzen ok.
bin in einem dorf groß geworden, war jeden tag draußen unterwegs. durfte an sich viel machen und es gab wenig regeln.

an materiellen dingen fehlte es uns auch nicht. dafür sah ich meinen vater aber eigentlich nie - er ging aus dem haus wenn wir schliefen und kam heim wenn wir schliefen. am we war er oft mit seinem hobby unterwegs udn hatte dann auch keine zeit. ich kann mich an keinen einzigen geburtstag erinnern wo er dabei. oder eine tanzaufführung, ein schulfest, ein handballspiel, usw... meist war ich alleine dort, selten mal meine mama dabei. wenn mein vater dann mal urlaub hatte versuchten mein bruder und ich den ganzen tag unterwegs zu sein, da er dachte in diesen wochen muss alles nach seiner pfeife tanzen und unser privatleben fiel dann flach. das waren für uns dann immer sehr stressige wochen, auf die wir gerne verzichtet hätten.
das verhältnis zu meinem vater ist bis heute nicht existent. ich habe seit 10 jahren keinen kontakt mehr zu ihm (da ist noch einiges anderes vorgefallen). seine enkel hat er nur ein einziges mal für 5min gesehen
Titania
5970 Beiträge
08.07.2017 13:49
furchtbar, wie manche "Eltern" mit ihren Kindern umgehen . Ich finde es aber schön, dass ihr es nun besser macht!

Bei mir war er so, dass ich einen recht ängstlichen Vater habe. Er steigert sich dann richtig rein, so dass ich oft viele Dinge nicht durfte. z. B. mit 12 Jahren Bus fahren. Wenn er es mir dann doch erlaubte, dann redete er so auf mich ein, dass ich selber ganz verunsichert war und natürlich in den falschen Bus stieg...

Aber ansonsten wohnten wir im Grünen und ich hatte viel Kontakt zu anderen Kindern und wir waren viel draußen unterwegs. Außerdem kann ich immer auf meine Eltern zählen, sie helfen auch oft aus mit den Kindern und sind tolle Großeltern.
Mehi08
37089 Beiträge
08.07.2017 13:55
Hier liest man wirklich schlimme Dinge

Mir wird dabei gerade klar was für ein Glück ich mit meiner Kindheit hatte. Mir fällt nichts schlechtes ein.
Mein Papa war Arbeiten, kam aber am Nachmittag heim, es wurden Dinge unternommen, zusammen gespielt etc. Meine Mutter ging erst arbeiten als wir auf der weiterführenden Schule waren, aber auch da nur am Abend.
Am Sonntag haben wir (meine 4 Jahre jüngere Schwester) am Vormittag oft Ausflüge mit unseren Papa gemacht, Schwimmbad, Spaziergänge...als wir heim kamen hatte meine Mutter das Essen fertig und es gab deftiges Sonntagsessen.
Am Samstag gab es meist "ungesundes" Pizza, Bagutte, etwas vom Lieferservice und dann durfte ausnahmesweise im wohnzimmer vor dem TV gegessen werden, dass war immer ein kleines Highlight.

In den Sommerferien sind wir für 1-2 Wochen in den Urlaub gefahren, oft auch mit Tanten, Onkel und Cousins.

Jeden Samstag Nachmittag waren wir mit meiner Mutter bei unseren Großeltern, auch da waren Tanten mit unseren Cousins und Cousines.

Aufgewachsen sind wir in einem Neubaugebiet mit vielen Kindern, im Sommer haben wir bis spät abends auf der Straße gespielt, kamen heim wenn es dunkel wurde. Jeder hat sich irgendwie um die anderen Kinder mitgekümmert, da wo man gerade war, da gab es essen und trinken.

Wir haben nie großartig Ärger bekommen, egal was war, sie habe immer sehr verständnisvoll reagiert.
Eig wünsche ich mir für meine Kinder genau so eine Kindheit.
08.07.2017 13:56
Ich hatte auch eine tolle und schöne Kindheit.
Wir haben mitten im Wald in einer Försterei gewohnt. In eimen schönen Haus mitt großen grundstück. Zur Familie gehörten Mama , Papa ich drei Geschwister , zwei hunde davon ein Schäferhund , zwei Hamster und ein paar Katzen.
Dort standen vielleicht 6 Häuser. Es gab dort natürlich auch Kinder. Wir haben viel zusammen draußen gespielt. Konnten bei den Nachbarn reiten gehen wann wir wollten.
Es gab einen schönen Bach wo wir immer Kaulquappen fangen waren. Im Winter fuhr mein Onkel ein kleinen Traktor wo alle Kinder ihre Schlitten hinten dran hingen. Meine Eltern haben immer alles für uns getan und waren sehr herzlich.bei Probleme konnte ich immer zu meiner Mutter gehen. Natürlich gab es auch mal Streit aber das kommt ja über all mal vor. Mein Vater war viel arbeiten aber meine Mama war immer zuhause. Ich kann sagen meine Kindheit war sehr schön.
08.07.2017 17:06
Zitat von CrazyMya:

Meine Kindheit war durchwachsen.
Meine Mutter hat mich als Säugling zu meinen Großeltern gegeben. Meine Oma ist, wie ich jetzt im Nachhinein verstand, eine narzisstische Person. Ich war ihr goldenes Kind. Mir fehlte es materiell an nichts, dennoch wurde ich zeit meines Lebens klein gehalten.
Meine Mutter hätte eigentlich nie Kinder haben dürfen. Sie ist seit ich denken kann eine Alkoholikerin. Allerdings trinkt sie nur abends. An den Wochenenden war ich bei ihr, wenn sie frei hatte. Sie wusste nichts mit mir anzufangen. Selbst bei bombenwetter waren wir nur drinnen und sie lag auf dem Sofa und schlief oder spielte den ganzen tag an der Konsole.
Einen Monat, nachdem ich 9 Jahre alt wurde, kam meine Schwester. Meine Oma gab mich an meine Mutter zurück, denn "sie ist jetzt zu Hause und kann sich um dich kümmern".
Ganz blöde Idee.
Angefangen von Schlägen oder massiven Quälereien, wenn ich nicht schlafen wollte. Dann gab es nur bestimmte Lebensmittel (die billigen), die für mich bestimmt waren und die teuren "leckeren" für sie.
Dann war sie fast jeden Abend in der Kneipe. Zunächst beaufsichtigte mein Onkel uns. Er kann aber nicht gut mit Kindern und so kam es oft vor, dass ich die halbe Nacht nur in Unterwäsche im Treppenhaus saß, weil er mich rauswarf. Irgendwann bat ich meine Mutter, ihn nicht mehr aufpassen zu lassen. Sie willigte ein und ich war ab dem Zeitpunkt alleine für mich und meine babyschwester verantwortlich, wenn meine Mutter saufen war.
Die Kneipengaenfe wurden irgendwann weniger, weil sie einen typen kennenlernte der bier wie Wasser trank. Der war perfekt für sie. Sie hatten eine sauffreundschaft und so war er fast jeden Abend bei uns oder sie bei ihm.
Auch kam. Meine Mutter irgendwann (ich glaube meine Schwester war 3) mit einem Kerl zusammen, der mal der Freund unserer Nachbarin war und einen Sohn im Alter meiner Schwester hatte. Ich kam schon immer gut mit ihm klar, daher freute ich mich nach langer Zeit mal wieder über einen ihrer Freunde. (und es gab verdammt viele).
Der Sohn von ihm lebte zunächst noch bei der Mutter, wurde aber in einer Nacht und nebelaktion bei dem Mann vor die Tür gestellt. Irgendwann wohnten die beiden dann bei uns. Zunächst waren wir wirklich so etwas, wie eine Familie. Aber der junge musste schlimme Quälereien seitens der Freunde der Eltern aushalten (einer der "babysitter" hat den jungen regelmäßig unter die eisdusche gestellt, nur so zum Spaß), dass er anfing sicj immer auffälliger zu verhalten. Er verweigerte irgendwann komplett das essen und erbrach sich am Tisch. Das motivierte meine Mutter ihn wie ein baby mit der Flasche zu füttern, später mit Gläschen. Er war zu dem Zeitpunkt 4. Er war ihr kleines Sorgenkind. Ihr Sohn.
Ich war abermals abgeschrieben.
Es wurden wunderbare Unternehmungen gemacht, nur leider ohne mich. Wenn ich vormittags irgendwann wach wurde, war keiner zu Hause.
Ich lernte über meine beste Freunde Menschen kennen, die mir swhr sympathisch erschienen. Und so bat ich meine Mutter dort in den Sommerferien zu bleiben, mit meiner Freundin zusammen. Meine Mutter kannte diese auch schon Menschen nicht, aber sie willigte ein. Ich war 14. Nachdem ich mehr oder weniger regelmäßig gekifft hatte, fing ich dort das saufen an. Ich wae wahnsinnig verknallt in jemanden und wollte "dazu gehören" und er trank nunmal.

Von meiner schulischen Laufbahn brauch ich glaub ich gar nicht sprechen. Nur kurz Empfehlung fürs Gymnasium - nach der 9. Klasse realschule ohne Abschluss geflogen.

Meine Kindheit war wirklich alles andere als schön. Dennoch gab es meine Großeltern und meine Tante, die alles versucht haben mir liebe zu geben.

Meine Mutter säuft immer noch. Sie hat ebenso narzisstische Störungen. Allerdings ist meine Schwester das goldene Kind und genießt es.

Ich hab mittlerweile den Kontakt zu meiner Schwester und Mutter komplett abgebrochen. Ich hab regelmäßig Kontakt zu meinen Großeltern und meine Tante ist meine Mama geworden. Sie liebt mich und meine Kinder, als wären wir ihr Fleisch und Blut.

Is n bisschen lang geworden, wobei das noch lange nicht alles war.


Wenn man so etwas liest, wird einem erstmal richtig klar, dass eine schöne Kindheit und ein liebevolles Elternhaus keineswegs so selbstverständlich sind,wie es einem oft vorkam.
Ich habe dich schon öfters gelesen und habe dich immer als witzig,resolut und als tolle Mama empfunden (soweit,wie man das online halt so beurteilen kann). Schön,dass du dich einigermaßen von dem Mist befreien konntest.
Lalej
203 Beiträge
08.07.2017 17:14
Meine Kindheit habe ich als Kind meistens als schön empfunden. Rückblickend eher nicht.
Bis ich etwa 8 Jahre alt war, war es schön, obwohl mein Vater uns zur Strafe, wenn wir etwas "angestellt" haben, geschlagen hat.
Als ich etwas 8,5 Jahre alt war, ging mein Vater meiner Mutter fremd und wir zogen kurz darauf nach Deutschland, danach ging es eigentlich Bergab. Wir beherrschten die Sprache kaum und hatten keiner Freunde. Meine Jugend habe ich zu Hause mit Sims spielen verbracht. Mit etwa 16 Jahren ging es langsam wieder Bergauf.
Ich führe zwar ein glückliches Leben und habe auch Kontakt zu meinen Eltern, bin aber sehr oft wütend und enttäuscht, wenn ich an die Vergangenheit denke und gebe Ihnen für vielen die Schuld, wenn es mir schlecht geht. Dennoch liebe ich meine Familie über alles, stehe zu Ihnen und verteidige sie.
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