Mütter- und Schwangerenforum

Hochschwanger zur Beerdigung?

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01.11.2014 16:05
Hallo Ihr Lieben,

Ich habe zur Zeit ein Thema das sehr an mir nagt. Letzten Freitag ist sehr plötzlich und unerwartet die Oma meines Mannes verstorben. Mein Mann und ich wohnen im selben Haus wie seine Großeltern und wir haben ein sehr enges Verhältnis zu beiden. Seine Oma war für mich wie meine eigene!

Ich habe schon seit längerem Probleme mit vorzeitigen Wehen und verkürzten Mumu. Es war jetzt einige Zeit lang Ruhe, aber am Tag als sie starb hatte ich wieder die ganze Zeit wehen da mich das alles emotional sehr belastet, auch jetzt habe ich noch Probleme mit Wehen

Jetzt raten mir alle davon ab, mit zur Trauerfeier zu gehen und das ich später mal zum Grab gehen soll, wegen den Wehen und weil es angeblich Unglück bringt wenn man schwanger zur Beerdigung geht. Aber ich würde mich so gerne bei der Trauerfeier von ihr verabschieden und ihr die letzte Ehre erweisen und ich weiß nich ob ich damit klar käme wenn ich zu Hause bleibe. Auf der anderen Seite habe ich Angst das ich es nicht schaffe und auf der Trauerfeier umkippe oder wieder schlimme Wehen bekommen.

Ich will mich so gerne verabschieden aber ich möchte auch kein Risiko für mein Baby eingehen....

Was würdet ihr tun? Oder habt ihr einen Rat für mich, was man vielleicht vorher zur Beruhigung tun kann um den Kreislauf zu stabilisieren?

Danke schonmal für eure Antworten...ö
01.11.2014 16:12
Ich hatte es nicht gemacht,mein Schw. ist 4 Wochen vor meinem ET verschieden,ich bin zur Trauerfeier gegangen aber nicht zur Beerdigung ,hatten auch alle verstanden und waren froh das ich zur Feier kam.
shelyra
68364 Beiträge
01.11.2014 16:12
ich würd das morgens am tag der beerdigung spontan entschieden. nix planen und alles offen lassen.

geht es mir gut würde ich mitgehen - aber nur zur beerdigung (die geht ja meist nicht zulange). die "trauerfeier" danach würde ich ausfallen lassen.
geht es mir schlecht, bleib ich zuhause
Tiggerle2
1456 Beiträge
01.11.2014 16:20
ich bin da etwas abergläubisch und würde nicht zur Beerdigung gehen. Veraschiede dich lieber alleine mal am Grab von ihr. Zur Trauerfeier würd ich wahrscheinlich gehen, da hast du eher die Möglichkeit jederzeit abzubrechen.
Zelda86
2456 Beiträge
01.11.2014 16:23
Als erstes wünsche ich euch mein Beileid.
Ich glaube, ich selber würde wohl gehen. Ich käme nicht damit klar, nicht an einer Trauerfeier/Beerdigung eines geliebten Menschen teilzunehmen. Es ist halt etwas ganz anderes später noch einmal den Friedhof zu besuchen. Aber ich kann mich natürlich nicht wirklich in deine Situation hineinversetzen.
Klar ist eine Trauerfeier aufregend, für dich und für das Baby. Zumindest müsstest du nicht die ganze Zeit stehen. Während der Kirche sitzt du ja hauptsächlich. Und am Grab selbst, seid ihr ja, als Enkel, relativ schnell dran mit Verabschiedung. Danach kannst du dir ja auch ein ruhigeres Plätzchen etwas abseits suchen, wo du dich setzten kannst.
Das der Besuch einer Beerdigung Unglück bringt ist nur ein Relikt von Anno dazumal.
So blöd es sich anhört, aber Wehen kannst du in deinem Zustand ja jetzt eigentlich immer bekommen. Auf der Beerdigung vielleicht ein wenig eher. Ich denke, du persönlich musst entscheiden, wie du damit klarkommen würdest, wenn du nicht gehst. Und du kannst dich ja auch spontan an dem Tag entscheiden und musst es nicht Tage vorher wissen, was du tust.
apfelkern81
1496 Beiträge
01.11.2014 16:24
Mein Beileid Es ist so schrecklich, wenn Freud und Leid so nah beieinander sind

Meine geliebte Oma starb kurz vor der Geburt unseres Sohnes. Auch ganz plötzlich. Auch ich hatte sehr lange überlegt, ob ich zur Beerdigung gehe. Es ging mir aber gar nicht gut und trotz des schlechten Gewissens bin ich daheim geblieben Aber ich habe mich auf meine Weise verabschiedet. Ich habe meiner Oma einen ganz langen Brief geschrieben. Diesen haben meine Eltern mitgenommen, als Oma am Vorabend der Beerdigung in der Kapelle aufgebahrt wurde. Er wurde Oma mit in dem Sarg gelegt.
Zum Zeitpunkt der Beerdigung habe ich eine Kerze angezündet und gebetet.
Wenige Tage später kam Paul zur Welt.
Am Sonntag nach der Beerdigung hat dann sogar der Pastor in den Abkündigungen kurz etwas dazu gesagt, dass Oma leider von uns gegangen ist, und aber den kleinen Paul geschickt hat!

Muss schon wieder weinen. Sie fehlt mir so sehr und es ist so schade, dass sie Paul und ihre Urenkelin nie persönlich kennenlernen darf.
01.11.2014 16:28
ich war auch wegen meines körperlichen zustands nicht mit auf der beerdigung selbst, war aber im anschluss auf der trauerfeier und habe da eben für die familie alles hergerichtet (Brötchen geschmierte, Kaffee gemacht, etc). Ich wollte der Witwe so auch meinen Respekt erweisen. Du kannst ja schauen, ob du zb mit zum Gottesdienst gehst, aber nicht mit ans Grab, sondern dich schon ins Auto setzt oder schon mal zum Cafe fährst oder nach Hause um alles herzurichten.
01.11.2014 16:30
Zitat von Tiggerle2:

ich bin da etwas abergläubisch und würde nicht zur Beerdigung gehen. Veraschiede dich lieber alleine mal am Grab von ihr. Zur Trauerfeier würd ich wahrscheinlich gehen, da hast du eher die Möglichkeit jederzeit abzubrechen.


Das Problem ist das sie auf der grünen Wiese beigesetzt wird und man da ja nicht wirklich die Möglichkeit hat direkt am Grab zu trauern
Tiggerle2
1456 Beiträge
01.11.2014 16:33
Zitat von nicole2104:

Zitat von Tiggerle2:

ich bin da etwas abergläubisch und würde nicht zur Beerdigung gehen. Veraschiede dich lieber alleine mal am Grab von ihr. Zur Trauerfeier würd ich wahrscheinlich gehen, da hast du eher die Möglichkeit jederzeit abzubrechen.


Das Problem ist das sie auf der grünen Wiese beigesetzt wird und man da ja nicht wirklich die Möglichkeit hat direkt am Grab zu trauern


Wie jetzt? Kein Friedhof oder so? Kenn das gar nicht Ist denn dann nicht trotzdem irgendwo ein Gedenkstein oder so für sie?
01.11.2014 16:44
Zitat von Tiggerle2:

Zitat von nicole2104:

Zitat von Tiggerle2:

ich bin da etwas abergläubisch und würde nicht zur Beerdigung gehen. Veraschiede dich lieber alleine mal am Grab von ihr. Zur Trauerfeier würd ich wahrscheinlich gehen, da hast du eher die Möglichkeit jederzeit abzubrechen.


Das Problem ist das sie auf der grünen Wiese beigesetzt wird und man da ja nicht wirklich die Möglichkeit hat direkt am Grab zu trauern


Wie jetzt? Kein Friedhof oder so? Kenn das gar nicht Ist denn dann nicht trotzdem irgendwo ein Gedenkstein oder so für sie?


Doch sie liegt schon auf dem Friedhof aber es gibt dann kein Grab mit Grabstein. Es ist eben eine anonyme Bestattung
Leek
1274 Beiträge
01.11.2014 16:54
An deiner Stelle würde ich hingehen.
Klar, es ist emotionaler Stress. Aber hat man den nicht auch, wenn man zu Hause genau weiß dass da gerade die Beerdigung der Oma ist?
Und während der Beerdigung hat man ja körperlich nicht allzusehr stress.

Und ob du danach an der Trauerfeier teilnimmst, kannst du ja entscheiden wie es dir geht
Lila17
11966 Beiträge
01.11.2014 16:55
Zitat von shelyra:

ich würd das morgens am tag der beerdigung spontan entschieden. nix planen und alles offen lassen.

geht es mir gut würde ich mitgehen - aber nur zur beerdigung (die geht ja meist nicht zulange). die "trauerfeier" danach würde ich ausfallen lassen.
geht es mir schlecht, bleib ich zuhause


So würde ich es auch machen bzw. hab es so gemacht. Ich war im achten Monat schwanger und habe bis zum Tag der Beisetzung gehadert, ob ich gehe oder nicht. Letztendlich wollte ich mich verabschieden und bin gegangen. Zur Teetafel bin ich aber nicht gegangen, weil ich mit meinem dicken Bauch nicht auffallen wollte dort.
Ich würde schauen, wie es dir körperlich geht und dann entscheiden.

Diese ganzen Aberglauben halte ich persönlich für Quatsch.
Verena84
448 Beiträge
01.11.2014 16:56
Wird sie in der Leichenhalle aufgebahrt? Sonst geh doch dahin und verabschiede dich ganz persönlich von ihr.
mamamone
31266 Beiträge
01.11.2014 17:03
Mach es wirklich davon abhängig wie du dich fühlst, was du an diesem Tag möchtest.
Daran das es Unglück bringt zum Friedhof, bzw. der Beerdigung beizuwohnen, glaube ich nicht.
Ich glaube, dass wir auf dem Friedhof nur die Hülle unsere Lieben lassen, dass was sie aus macht ist in uns und um uns, du kannst dich also auch ganz alleine daheim von ihr verabschieden. Vielleicht machst du dir eine Kerze an, schaust ein Bild an und denkst einfach an sie.
Krümel714
2489 Beiträge
01.11.2014 17:31
Ich würde es auch kurzfristig entscheiden. Aber ich glaube der Stress ist genauso groß, wenn du zu Hause bleibst und dran denkst, dass gerade die Beerdigung ist und du nicht dabei bist um dich zu verabschieden. Wie oben schon geschrieben wäre vielleicht das Verabschieden in der Leichenhalle eine Möglichkeit. War bei meinem Vater zwar nicht schwanger, aber es hat mir gut getan.
Wünsche euch viel Kraft und dass euer Baby wieder Fröhlichkeit in euer Haus bringt!
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