Mütter- und Schwangerenforum

Ich bin nicht dein bester Freund, Kind!

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11.08.2016 19:15
Mein Sohn wird 17. Ich mache seit 17 Jahren das komplette Gegenteil von dem, was die Dame da von sich gibt.

Ergebnis: Ich bin noch immer die engste Vertraute meines Sohnes. Diejenige, der er alles erzählt. Seine Freuden, seine Sorgen, seine Ängste. Ich bin die, die als Erste um Hilfe gebeten wird, die als Erste nach Lösungsvorschlägen um Rat gefragt wird.. usw. Kurz: Ja, ich bin nicht nur Mutter, ich bin auch seine Freundin. Und das macht mich glücklich, stolz und bestätigt meine Erziehungsweise. Die aber eben das komplette Gegenteil von dem ist, was die Alte da redet. Und wenn ich mit einem so großen Pott Eis rumsitze, dann sitzt mein 17-jähriger Sohn mit seinem Löffel neben mir, wir löffeln gemeinsam und schauen uns eine DVD an oder reden, lesen jeder in einem Buch oder schweigen einfach nur.

Ich finde meine Mutterrolle so viel schöner und wärmer, als das, was sie beschreibt.
Allerdings würde ich mich Faerie nicht anschliessen, denn ich finde Ohrfeigen sind zu wenig. Sie ist bestraft genug, denn ihr entgeht eine ganz wunderbare Beziehung, die nur Mutter/ Eltern und Kind(er) hinbekommen. Sie hält sich für schlau und ist doch ziemlich dumm. Von daher... bestraft genug.

LG Zaubi
Annausdo
9281 Beiträge
11.08.2016 19:15
Zitat von Alaska:

Zitat von Obsidian:

Zitat von Alaska:

Zitat von Obsidian:

"Loving them does not mean making sure they´re always happy"

An dem Punkt steig ich schon aus.

Wegen? Kann man sein Kind in der Erziehung wirklich IMMER glücklich machen?
Ich denk da jetzt spontan an Situationen, die gefährlich werden könnten und man unterbinden muss... oder je nach Kind Zähne putzen, waschen, Zimmer aufräumen...

@Manuki: Ich übersetz es gleich...


Ob man es KANN, darf bezweifelt werden. Ob ich es als meinen Wunsch und Teil meines Elterndaseins betrachte, immer alles zu tun, was möglich ist, damit mein Kind glücklich ist, nicht.

Die Sache, die du aufzählst kann man mit Einfühlungsvermögen, Diplomatie, Gleichberechtigung, Ablenkung, Hilfestellung in Kooperation mit dem Kind fast immer lösen, ohne dass das Kind unglücklich dabei wird.
Das ist Aufgabe der Eltern, jedenfalls seh ich das so.
Es ist einfacher, die Wünsche und Anfordernungen knallhart durchzudrücken und sich dann hinterher auf einem "Das Kind muss das lernen und ich bin dafür zuständig" auszuruhen, ja.
Aber das ist eben das: Der einfache Weg.
So seh ich das.


Da bin ich ganz bei dir. Für mich ist es selbstverständlich, dass ich mir sehr wünsche, dass mein Kind immer glücklich wäre und doch bin ich es, die manchmal dafür sorgt, dass er es nicht ist.
Und ja, das sind ja meist so kleinere Alltagssituationen . Z.B. hab ich ihn heute sehr unglücklich gemacht, weil er nicht die Zwiebel essen durfte , die er aus dem Gemüsefach im Kühlschrank "gestohlen" hat.
Die Alternative Apfel hat ihn nicht interessiert. Es ging ums Prinzip.

ja aber warum denn nicht? kosten wäre doch kein problem oder verstehe ich da irgendwas falsch?
11.08.2016 19:18
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Mein Sohn wird 17. Ich mache seit 17 Jahren das komplette Gegenteil von dem, was die Dame da von sich gibt.

Ergebnis: Ich bin noch immer die engste Vertraute meines Sohnes. Diejenige, der er alles erzählt. Seine Freuden, seine Sorgen, seine Ängste. Ich bin die, die als Erste um Hilfe gebeten wird, die als Erste nach Lösungsvorschlägen um Rat gefragt wird.. usw. Kurz: Ja, ich bin nicht nur Mutter, ich bin auch seine Freundin. Und das macht mich glücklich, stolz und bestätigt meine Erziehungsweise. Die aber eben das komplette Gegenteil von dem ist, was die Alte da redet. Und wenn ich mit einem so großen Pott Eis rumsitze, dann sitzt mein 17-jähriger Sohn mit seinem Löffel neben mir, wir löffeln gemeinsam und schauen uns eine DVD an oder reden, lesen jeder in einem Buch oder schweigen einfach nur.

Ich finde meine Mutterrolle so viel schöner und wärmer, als das, was sie beschreibt.
Allerdings würde ich mich Faerie nicht anschliessen, denn ich finde Ohrfeigen sind zu wenig. Sie ist bestraft genug, denn ihr entgeht eine ganz wunderbare Beziehung, die nur Mutter/ Eltern und Kind(er) hinbekommen. Sie hält sich für schlau und ist doch ziemlich dumm. Von daher... bestraft genug.

LG Zaubi


Haste auch recht
Alaska
19519 Beiträge
11.08.2016 19:19
Achso, meine Meinung zum Video fehlt noch.

Ich bin hin und hergerissen. Sie bringt es sehr kalt rüber. Aber ganz unrecht find ich ihre Aussagen überhaupt nicht.
Ich kann mein Kind nicht immer glücklich machen.
Ich bin nicht sein Freund, dafür wird er sich selber Personen aussuchen. Ich hoffe aber inständig, dass ich immer die liebende Mama sein werde, die trotz mancher Erziehung die Person sein wird, zu der er 100% Vertrauen hat und mit jeglichem Problem zu mir kommt. Dass er nicht gerade sagt, ich sei seine beste Freundin, aber die beste Mama, die er sich wünschen könnte. Für mich ist er natürlich mein Ein und Alles und ich "erziehe" ja nicht, weil ich ihm weh tun möchte, sondern weil ich ein Ziel verfolge und sein Bestes im Sinn habe.

Ist es mir egal, wenn mein Sohn mich mal "nicht mag" (obwohl es diese Situation so noch nicht gab, das wird noch kommen). Nein, sicher nicht, ich könnte da nicht so sitzen und Eis essen. Es würd mir das Herz brechen. Aber "die Mama ist doof" wird vermutlich hier auch nicht ausbleiben.

Was war noch in dem Video? Konsequent bleiben? Ja, finde ich sehr wichtig. Ein Kind braucht Grenzen, ein Kind ist meiner Meinung nach noch nicht "reif" genug, alles selber zu entscheiden und abzuwägen. Das ist mit jedem Altersjahr wichtiger. Aber von Grund auf das Kind machen lassen, was es will. Nein, das ist der falsche Weg. Da bin ich mir sicher.

Im Groben mal meine Meinung zum Video.
Und ich glaube, dass sie nicht halb so kühl ist, wie sie rüber kommt.
11.08.2016 19:21
... ach herrje...
Alaska
19519 Beiträge
11.08.2016 19:23
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Mein Sohn wird 17. Ich mache seit 17 Jahren das komplette Gegenteil von dem, was die Dame da von sich gibt.

Ergebnis: Ich bin noch immer die engste Vertraute meines Sohnes. Diejenige, der er alles erzählt. Seine Freuden, seine Sorgen, seine Ängste. Ich bin die, die als Erste um Hilfe gebeten wird, die als Erste nach Lösungsvorschlägen um Rat gefragt wird.. usw. Kurz: Ja, ich bin nicht nur Mutter, ich bin auch seine Freundin. Und das macht mich glücklich, stolz und bestätigt meine Erziehungsweise. Die aber eben das komplette Gegenteil von dem ist, was die Alte da redet. Und wenn ich mit einem so großen Pott Eis rumsitze, dann sitzt mein 17-jähriger Sohn mit seinem Löffel neben mir, wir löffeln gemeinsam und schauen uns eine DVD an oder reden, lesen jeder in einem Buch oder schweigen einfach nur.

Ich finde meine Mutterrolle so viel schöner und wärmer, als das, was sie beschreibt.
Allerdings würde ich mich Faerie nicht anschliessen, denn ich finde Ohrfeigen sind zu wenig. Sie ist bestraft genug, denn ihr entgeht eine ganz wunderbare Beziehung, die nur Mutter/ Eltern und Kind(er) hinbekommen. Sie hält sich für schlau und ist doch ziemlich dumm. Von daher... bestraft genug.

LG Zaubi


Ich hab zu meiner Mama auch eine unheimlich warme und innige Beziehung. Das streb ich natürlich bei meinen Kindern auch an.

Aber wenn ich deinen Text nun lese und mal die "beste Freundin" weglasse, könnte ich all das auch nur auf "Mama-sein" übertragen.
Schließt sich irgendwie nicht aus, finde ich.

Heute ist meine Mama defintiv Mutter und beste Freundin. Würd ich auch so sagen.
Aber als Kind war ich wirklich oft auch mal sauer auf sie. Als beste Freundin hätte ich sie damals nicht betitelt, obwohl die Beziehung schon immer extrem innig war. Meine beste Freundin war Bianca von der Straße nebenan. Mit der hab ich dann gebruddelt, wenn mal wieder was verboten wurde, was ich heute meinem Sohn auch verbieten würde.
BlödmannVomDienst
25934 Beiträge
11.08.2016 19:25
Zitat von faerie:

Zitat von MaNuKi:

Zitat von faerie:

Der würde ich gern links und rechts eine hauen in ihrer ekelhaften Selbstherrlichkeit.
So.


Ich verstehe nicht wirklich was sie sagt -schlechtes Englisch (kann das wer übersetzen )

Aber der Überschrift des Threads stimme ich im Großen und Ganzen schon zu.


Zusammengefasst sagt sie, dass es ihr sch...egal ist, dass ihre drei Kinder gerade sauer auf sie sind - denn sie hat sie "erzogen".
Sie ist der Ansicht, dass Kinder und Eltern sich nicht auf dem selben Level bewegen, dass Eltern über ihren Kindern stehen und die Autorität sind. Und dass Eltern nicht die Freunde ihrer Kinder sein sollten.
Im Prinzip möchte sie ihre Kinder im Sinne des gesellschaftlich normierten Umgangs erziehen, auch wenn das bedeutet, dass die Kinder damit nicht glücklich sind. Sie ruft Eltern dazu auf, genau wie sie, keinen müden Heller darauf zu geben, ob die Kinder unglücklich oder verärgert sind.
Ach, und sie findet es ziemlich schräg, wenn Eltern ihre Kinder als ihre Freunde bezeichnen, sie sollten sich lieber Freunde in ihrem Alter suchen.



Komisch, aber ich hab das ganz anders verstanden. Und eigentlich seh ich das auch so. Tatsächlich habe ich wortwörtlich zu meinem Mann schon gesagt: "Du bist nicht ihr (meine Tochter) bester Freund, du bist ihr Vater!"
BlödmannVomDienst
25934 Beiträge
11.08.2016 19:29
Zitat von Obsidian:

Zitat von Alaska:

Zitat von Obsidian:

"Loving them does not mean making sure they´re always happy"

An dem Punkt steig ich schon aus.

Wegen? Kann man sein Kind in der Erziehung wirklich IMMER glücklich machen?
Ich denk da jetzt spontan an Situationen, die gefährlich werden könnten und man unterbinden muss... oder je nach Kind Zähne putzen, waschen, Zimmer aufräumen...

@Manuki: Ich übersetz es gleich...


Ob man es KANN, darf bezweifelt werden. Ob ich es als meinen Wunsch und Teil meines Elterndaseins betrachte, immer alles zu tun, was möglich ist, damit mein Kind glücklich ist, nicht.

Die Sache, die du aufzählst kann man mit Einfühlungsvermögen, Diplomatie, Gleichberechtigung, Ablenkung, Hilfestellung in Kooperation mit dem Kind fast immer lösen, ohne dass das Kind unglücklich dabei wird.
Das ist Aufgabe der Eltern, jedenfalls seh ich das so.
Es ist einfacher, die Wünsche und Anfordernungen knallhart durchzudrücken und sich dann hinterher auf einem "Das Kind muss das lernen und ich bin dafür zuständig" auszuruhen, ja.
Aber das ist eben das: Der einfache Weg.
So seh ich das.


Bei meinen Kindern funktioniert das aber eben auch nicht immer. Ganz ehrlich, wär schön, wenn es so wäre, denn DAS ist für mich der einfache Weg. Wenn dein Kind willensstark und selbstbewusst ist und sich auf Teufel komm raus durchsetzen will, dann ist das definitiv nicht einfach. Ich würde dir gern mal meine Jüngste für 2 Wochen vorbei bringen, mal sehen, ob du dann noch sagst, es bzw. sie ist einfach bzw. man kann es immer anders lösen.
11.08.2016 19:29
Zitat von BlödmannVomDienst:

Zitat von faerie:

Zitat von MaNuKi:

Zitat von faerie:

Der würde ich gern links und rechts eine hauen in ihrer ekelhaften Selbstherrlichkeit.
So.


Ich verstehe nicht wirklich was sie sagt -schlechtes Englisch (kann das wer übersetzen )

Aber der Überschrift des Threads stimme ich im Großen und Ganzen schon zu.


Zusammengefasst sagt sie, dass es ihr sch...egal ist, dass ihre drei Kinder gerade sauer auf sie sind - denn sie hat sie "erzogen".
Sie ist der Ansicht, dass Kinder und Eltern sich nicht auf dem selben Level bewegen, dass Eltern über ihren Kindern stehen und die Autorität sind. Und dass Eltern nicht die Freunde ihrer Kinder sein sollten.
Im Prinzip möchte sie ihre Kinder im Sinne des gesellschaftlich normierten Umgangs erziehen, auch wenn das bedeutet, dass die Kinder damit nicht glücklich sind. Sie ruft Eltern dazu auf, genau wie sie, keinen müden Heller darauf zu geben, ob die Kinder unglücklich oder verärgert sind.
Ach, und sie findet es ziemlich schräg, wenn Eltern ihre Kinder als ihre Freunde bezeichnen, sie sollten sich lieber Freunde in ihrem Alter suchen.



Komisch, aber ich hab das ganz anders verstanden. Und eigentlich seh ich das auch so. Tatsächlich habe ich wortwörtlich zu meinem Mann schon gesagt: "Du bist nicht ihr (meine Tochter) bester Freund, du bist ihr Vater!"


Also hast du es doch genau so verstanden
Alaska
19519 Beiträge
11.08.2016 19:30
Achja, was ich übrigens gar nicht unterschreibe, ist, dass ein Kind unter den Eltern steht. Das hört sich sehr abwertend an, meiner Meinung nach.

Ich würd eher sagen, es steht neben mir, an meiner Hand. Ich zeig ihm das Leben und wie es (nach meiner Vorstellung) funktioniert, wie er ein guter Mensch wird und wie er hoffentlich glücklich werden kann.
11.08.2016 19:33
Zitat von Alaska:

Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Mein Sohn wird 17. Ich mache seit 17 Jahren das komplette Gegenteil von dem, was die Dame da von sich gibt.

Ergebnis: Ich bin noch immer die engste Vertraute meines Sohnes. Diejenige, der er alles erzählt. Seine Freuden, seine Sorgen, seine Ängste. Ich bin die, die als Erste um Hilfe gebeten wird, die als Erste nach Lösungsvorschlägen um Rat gefragt wird.. usw. Kurz: Ja, ich bin nicht nur Mutter, ich bin auch seine Freundin. Und das macht mich glücklich, stolz und bestätigt meine Erziehungsweise. Die aber eben das komplette Gegenteil von dem ist, was die Alte da redet. Und wenn ich mit einem so großen Pott Eis rumsitze, dann sitzt mein 17-jähriger Sohn mit seinem Löffel neben mir, wir löffeln gemeinsam und schauen uns eine DVD an oder reden, lesen jeder in einem Buch oder schweigen einfach nur.

Ich finde meine Mutterrolle so viel schöner und wärmer, als das, was sie beschreibt.
Allerdings würde ich mich Faerie nicht anschliessen, denn ich finde Ohrfeigen sind zu wenig. Sie ist bestraft genug, denn ihr entgeht eine ganz wunderbare Beziehung, die nur Mutter/ Eltern und Kind(er) hinbekommen. Sie hält sich für schlau und ist doch ziemlich dumm. Von daher... bestraft genug.

LG Zaubi


Ich hab zu meiner Mama auch eine unheimlich warme und innige Beziehung. Das streb ich natürlich bei meinen Kindern auch an.

Aber wenn ich deinen Text nun lese und mal die "beste Freundin" weglasse, könnte ich all das auch nur auf "Mama-sein" übertragen.
Schließt sich irgendwie nicht aus, finde ich.

Heute ist meine Mama defintiv Mutter und beste Freundin. Würd ich auch so sagen.
Aber als Kind war ich wirklich oft auch mal sauer auf sie. Als beste Freundin hätte ich sie damals nicht betitelt, obwohl die Beziehung schon immer extrem innig war. Meine beste Freundin war Bianca von der Straße nebenan. Mit der hab ich dann gebruddelt, wenn mal wieder was verboten wurde, was ich heute meinem Sohn auch verbieten würde.


Mich nervt in diesem Video aber das Scheißegal-Ding... denn das ist es mir nie. Es ist mir nicht egal, wenn er sauer auf mich ist. Denn sauer auf jemanden sein, bedeutet, dass einer zurückstecken muss. Und warum soll mein Kind denn zurückstecken, wenn er das Bedürfnis hat, z. Bsp. eine Zwiebel zu essen? Und ich wiederhole mich ja immer wieder gern: Hier gab es zu keinem Zeitpunkt im Leben meines Kindes irgendein Verbot oder eine Pflicht. Wir haben ALLES ausdiskutiert. Natürlich nicht die Dinge, die lebensgefährlich gewesen wären, aber die habe ich von vornherein vermieden und erklärt, warum er eben nicht auf die Strasse rennen kann, wie er will. Warum er da an meiner Hand bleibt, bzw. dicht bei mir, damit ich im Notfall zufassen kann, wenn er eben doch losrennt. Und klar hat er dann einen winzigen Moment gegnatzt, aber dann habe ich erklärt: Erinnerst du dich? Ich habe dir das mit der Strasse und den Autos erklärt. Deshalb muss ich dich nun festhalten, auch wenn es dir nicht gefällt. Ich hab dich nämlcih lieb und will nicht, dass dir etwas weh tut. ... Damit war die Gnatzattacke auch vorbei und mein Kind verstand. Auch mit 2 Jahren schon. Denn es verstand: Ich bin nicht böse nicht mir dir... ich liebe dich! Vieles, gerade als Kind, tat er einfach mir zu Liebe... und das ist ein Unterschied, ob ich das Zimmeraufräumen nun durchdrücke und es Theater gibt oder eben nicht. Er wollte nicht aufräumen? Okay... aber wir müssen wenigstens bis zum Bett durchkommen, ich hole den Schneeschieber. Und dann schob ich mir mit dem Ding einen freien Gang von der Tür bis zum Bett und das Zimmer blieb dann halt so... wen stört es denn? Kein Stress, kein Zwang, kein Ärger.. irgendwann räumte er dann auf.. mit meiner Hilfe, um die er mich bat. Aber so waren wir einfach alle zufrieden.
Und das höre ich in dem Video nicht. Sie ist die Mutter, si will, dass das Zimmer jetzt aufgeräumt wird und ob die Kinder dann sauer sind oder nicht... egal, sie ist die Mutter, sie hat das Sagen. Und so sehe ich es eben nicht. Ich habe nicht das Sagen, nur das nötige Wissen für bestimmt Dinge und das teile ich meinem Kind mit. Dann kann er aufräumen, muss aber nicht... allerdings kann er dann trotzdem nicht auf die Strasse rennen, aber er weiß, warum es nicht geht und in dem Moment, wo ich nicht einfahc nur verbiete, sondern betone, wie lieb ich ihn habe.. und eben nicht will, dass ihm etwas passiert... ist es kein Verbot, sondern ein Verständnisding auf Augenhöhe.
Und deswegen sehe ich klare Unterschiede.

LG Zaubi
BlödmannVomDienst
25934 Beiträge
11.08.2016 19:34
Zitat von faerie:

Zitat von BlödmannVomDienst:

Zitat von faerie:

Zitat von MaNuKi:

...


Zusammengefasst sagt sie, dass es ihr sch...egal ist, dass ihre drei Kinder gerade sauer auf sie sind - denn sie hat sie "erzogen".
Sie ist der Ansicht, dass Kinder und Eltern sich nicht auf dem selben Level bewegen, dass Eltern über ihren Kindern stehen und die Autorität sind. Und dass Eltern nicht die Freunde ihrer Kinder sein sollten.
Im Prinzip möchte sie ihre Kinder im Sinne des gesellschaftlich normierten Umgangs erziehen, auch wenn das bedeutet, dass die Kinder damit nicht glücklich sind. Sie ruft Eltern dazu auf, genau wie sie, keinen müden Heller darauf zu geben, ob die Kinder unglücklich oder verärgert sind.
Ach, und sie findet es ziemlich schräg, wenn Eltern ihre Kinder als ihre Freunde bezeichnen, sie sollten sich lieber Freunde in ihrem Alter suchen.



Komisch, aber ich hab das ganz anders verstanden. Und eigentlich seh ich das auch so. Tatsächlich habe ich wortwörtlich zu meinem Mann schon gesagt: "Du bist nicht ihr (meine Tochter) bester Freund, du bist ihr Vater!"


Also hast du es doch genau so verstanden


Nein ich habs so verstanden, wie es von Alaska??? übersetzt wurde. Du lässt deine eigenen persönlichen Gefühle einfließen und gibst dem Ganzen nen ganz anderen Anstrich!!
shelyra
69261 Beiträge
11.08.2016 19:36
mh, ich will gar nicht der beste freund meiner kinder sein

ich bin mutter. freundin auch gerne. aber bester freund ist doch etwas besonderes. mit dem teilt man dinge die die eltern nicht wissen sollen. daher hoffe ich dass meine kinder sich etwa gleichaltrige beste freunde suchen.

zum teil finde ich hat sie recht - bei mehreren kindern kann man gar nicht immer alle zufrieden stellen. da gibt es immer mal situationen wo man "die blöde mama" ist. die auf die man sauer ist... sie sagt ja nicht warum ihre kids auf sie sauer sind
andere dinge von ihr seh ich anders. da sind ihre ansichten schon etwas seltsam...
Alaska
19519 Beiträge
11.08.2016 19:38
Zitat von BlödmannVomDienst:

Zitat von faerie:

Zitat von BlödmannVomDienst:

Zitat von faerie:

...


Komisch, aber ich hab das ganz anders verstanden. Und eigentlich seh ich das auch so. Tatsächlich habe ich wortwörtlich zu meinem Mann schon gesagt: "Du bist nicht ihr (meine Tochter) bester Freund, du bist ihr Vater!"


Also hast du es doch genau so verstanden


Nein ich habs so verstanden, wie es von Alaska??? übersetzt wurde. Du lässt deine eigenen persönlichen Gefühle einfließen und gibst dem Ganzen nen ganz anderen Anstrich!!


Ich hab meinen Text übrigens auch vorhin nochmal gelesen und stellte fest, dass es beim lesen viel wärmer klingt, als im Video.
Was meine Meinung bestätigt, dass sie den eigentlich Sinn extrem kalt rüber bringt.

@Zaubi: Mal abgesehen davon, dass ich nicht sehe, wo die Liebe zu meinem Kind ist, wenn er mit 13 Monaten eine Zwiebel essen will, die ihn später furchtbar quälen könnte, versteh ich in deinem ganzen Text nicht, warum eine "reine" Mama nicht genau die gleichen Diskussionen führen kann und die selbe Bindung zum Kind herstellen kann. Warum der Beisatz "beste Freundin"?

Im Prinzip muss ich sogar sagen, dass der Begriff Mama bei mir über allem steht, keine beste Freundin der Welt rückt an die Bindung zwischen Mama und Tochter/Sohn - wenn sie gut ist und das hab schließlich ich in der Hand.
11.08.2016 19:43
Zitat von BlödmannVomDienst:

Zitat von faerie:

Zitat von BlödmannVomDienst:

Zitat von faerie:

...


Komisch, aber ich hab das ganz anders verstanden. Und eigentlich seh ich das auch so. Tatsächlich habe ich wortwörtlich zu meinem Mann schon gesagt: "Du bist nicht ihr (meine Tochter) bester Freund, du bist ihr Vater!"


Also hast du es doch genau so verstanden


Nein ich habs so verstanden, wie es von Alaska??? übersetzt wurde. Du lässt deine eigenen persönlichen Gefühle einfließen und gibst dem Ganzen nen ganz anderen Anstrich!!


Ich reflektiere die Gefühle, die von ihr im Video rüberkommen, und das ist eine eiskalte Attitüde. Tonfall, Mimik, Gestik ... ich bin da kein Profi drin, aber es wirkt sehr abgebrüht.
No good vibes from this one
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