Mütter- und Schwangerenforum

Intoleranz ist ein Zeichen für ...

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Sommerlich
981 Beiträge
12.02.2013 14:24
Intoleranz hat mMn eindeutig was mit dem Bildungsstand zu tun. Was nicht heißt, dass ich individuelles Fehlverhalten einzelner tolerieren MUSS. Intoleranz gepaart mit Verallgemeinerungen sind meist Anzeichen für Uninformiertheit, Angst, oder auch der Wunsch, sich mit einfachen Erklärungen das Leben zu erleichtern.
Titania
5997 Beiträge
12.02.2013 14:28
Zitat von Sommerlich:

Intoleranz hat mMn eindeutig was mit dem Bildungsstand zu tun. Was nicht heißt, dass ich individuelles Fehlverhalten einzelner tolerieren MUSS. Intoleranz gepaart mit Verallgemeinerungen sind meist Anzeichen für Uninformiertheit, Angst, oder auch der Wunsch, sich mit einfachen Erklärungen das Leben zu erleichtern.


es gibt, insbesondere bei der älteren Generation sehr viele die Intolerant gegenüber Schwulen, lärmenden Kindern usw. sind. Das heisst nicht zwangsläufig, dass sie schlecht gebildet sind.
12.02.2013 14:31
Ich würde es einschränken ... Ich denke, wir brauchen uns nicht darüber unterhalten, ob es was mit Toleranz zu tun hat, andere zu schlagen oder Eigentum von jemanden mutwillig zu zerstören. Ich würde sowas gern ausgrenzen (ich nehme mir mal das Recht als Erstellerin)
Daniel79
2653 Beiträge
12.02.2013 14:34
Also reden wir jetzt über Toleranz? Also mein Kind tritt 30 mal gegen die Tür, das kann ich nicht mehr tolerieren.
----
oder reden wir über Ausländerfeindlichkeit?
12.02.2013 14:37
Warum sollte es da an irgendetwas mangeln? Warum muss ich denn Dinge tolerieren (kommt übrigens nicht von toll ) die ich mit meinen Emotionen oder meinem Wissen nicht vereinbaren kann. Da fallen mir auch ziemlich viele Dinge ein, die Gastarbeiter-Lüge z.B. Es wird immer behauptet, dass die Gastarbeiter Deutschland aufgebaut hätten, das ist aber in jedem Punkt falsch. Die Trümmerfrauen haben Deutschland nach dem Krieg aufgebaut und auch wirtschaftlich haben die Deutschen sich selbst gehoofen. Die ersten Gastarbeiter kamen Anfang/Mitte der sechziger, als in Deutschland so viel Arbeit war, dass die Deutschen es selbst nicht mehr wuppen konnten. Warum will man mich also zwingen, dieses Märchen, insbesondere wider besseren Wissens, zu glauben. Tue ich das nicht wirft man mir Intoleranz oder im besten Fall sogar noch Rassismus vor. Was intolerant ist und was nicht macht docb die öffentliche Meinung. Wenn man jetzt die Gesetze umschreibt, und das fordern die Grünen schon seit Mitte der achtziger, und sexuelle Handlungen zwischen Minderjährigen und Erwachsenen straffrei bleiben, so lange sie einvernehmlich geschehen und ich das nicht toleriere, was ich in hundert Jahren nicht tun würde, wäre ich doch auch intolerant.
Man kann das immer so schön und schnell sagen und mit dem Finger auf jemanden zeigen, das macht ja auch so viel Spaß und man fühlt sich ja auch so erhaben, wenn man von sich selbst sagen kann, dass man total tolerant allem gegenüber ist, aber Toleranz beschränkt sich eben nicht nur auf andere Kulturen, Völker und Religionen, sonder schließt auch Menschen wie Armin Meiwes, den Kannibalen von Rothenburg, mit ein, welcher, in gegensetigem Einvernehmen (!!!), von einem Menschen gegessen und diese ermordet hat.
Und gerade einige, die hier erzählen, wie wahnsinnig tolerant sie doch sind bekommen
einen Knoten im Höschen, wenn hier mal wieder ein Sexthema eröffnet wird. Da passt doch etwas nicht zusammen.

LG

die Skadi
Dieda
4625 Beiträge
12.02.2013 14:39
Zitat von Daniel79:

Also reden wir jetzt über Toleranz? Also mein Kind tritt 30 mal gegen die Tür, das kann ich nicht mehr tolerieren.
----
oder reden wir über Ausländerfeindlichkeit?


Danke, so was in der Art wollt ich auch grad fragen.

Was hat Intoleranz mit mengelnder Bildung zu tun?!
12.02.2013 14:39
Zitat von Skadi:

Warum sollte es da an irgendetwas mangeln? Warum muss ich denn Dinge tolerieren (kommt übrigens nicht von toll ) die ich mit meinen Emotionen oder meinem Wissen nicht vereinbaren kann. Da fallen mir auch ziemlich viele Dinge ein, die Gastarbeiter-Lüge z.B. Es wird immer behauptet, dass die Gastarbeiter Deutschland aufgebaut hätten, das ist aber in jedem Punkt falsch. Die Trümmerfrauen haben Deutschland nach dem Krieg aufgebaut und auch wirtschaftlich haben die Deutschen sich selbst gehoofen. Die ersten Gastarbeiter kamen Anfang/Mitte der sechziger, als in Deutschland so viel Arbeit war, dass die Deutschen es selbst nicht mehr wuppen konnten. Warum will man mich also zwingen, dieses Märchen, insbesondere wider besseren Wissens, zu glauben. Tue ich das nicht wirft man mir Intoleranz oder im besten Fall sogar noch Rassismus vor. Was intolerant ist und was nicht macht docb die öffentliche Meinung. Wenn man jetzt die Gesetze umschreibt, und das fordern die Grünen schon seit Mitte der achtziger, und sexuelle Handlungen zwischen Minderjährigen und Erwachsenen straffrei bleiben, so lange sie einvernehmlich geschehen und ich das nicht toleriere, was ich in hundert Jahren nicht tun würde, wäre ich doch auch intolerant.
Man kann das immer so schön und schnell sagen und mit dem Finger auf jemanden zeigen, das macht ja auch so viel Spaß und man fühlt sich ja auch so erhaben, wenn man von sich selbst sagen kann, dass man total tolerant allem gegenüber ist, aber Toleranz beschränkt sich eben nicht nur auf andere Kulturen, Völker und Religionen, sonder schließt auch Menschen wie Armin Meiwes, den Kannibalen von Rothenburg, mit ein, welcher, in gegensetigem Einvernehmen (!!!), von einem Menschen gegessen und diese ermordet hat.
Und gerade einige, die hier erzählen, wie wahnsinnig tolerant sie doch sind bekommen
einen Knoten im Höschen, wenn hier mal wieder ein Sexthema eröffnet wird. Da passt doch etwas nicht zusammen.

LG

die Skadi


Dieda
4625 Beiträge
12.02.2013 14:40
Zitat von Dieda:

Zitat von Daniel79:

Also reden wir jetzt über Toleranz? Also mein Kind tritt 30 mal gegen die Tür, das kann ich nicht mehr tolerieren.
----
oder reden wir über Ausländerfeindlichkeit?


Danke, so was in der Art wollt ich auch grad fragen.

Was hat Intoleranz mit mengelnder Bildung zu tun?!


... mangelnder, natürlich.
12.02.2013 14:41
Zitat von Daniel79:

Also reden wir jetzt über Toleranz? Also mein Kind tritt 30 mal gegen die Tür, das kann ich nicht mehr tolerieren.
----
oder reden wir über Ausländerfeindlichkeit?

Nein, für mich geht es hier nicht um Ausländerfeindlichkeit, es geht um die Toleranz von anderen Meinungen, Lebensentwürfen, Überzeugungen ... für mich ausgenommen ist eben körperliche Gewalt und Zerstörung ... i
12.02.2013 14:56
Intolleranz kann so viele gründe haben mangelnde bildung ist nicht unbedingt eines davon... mein Vater hat in einem institut gearbeitet, mit doktoranden und professoren... meine mutter hat übers labor mit ärzten usw. zu tun... es gibt da so viel intolleranz... die als solche aber nicht einmal unbedingt gesehen wird, da es oft auch gesellschaftlich anerkannte intolleranz ist (ja, auch das gibt es )

Ich sage eher, dass es zum einen die erziehung bzw. das verhalten der eigenen eltern ist... zum anderen aber auch eigene erfahrung, eigener charakter bzw. die fähigkeit, empathie zu nutzen.
Wer in der lage ist, sich in andere Menschen hineinzuversetzen... und über grenzen hinauszublicken, wird sicher mehr toleranz zeigen können als jemand, der sich nicht einmal vorstellen kann, dass nicht alle menschen genauso ticken wie man selbst.

ich glaube, Intoleranz ist ein zeichen von Angst... wenn man es komplett zurückverfolgt. Denn die abwesenheit von Liebe ist Angst... und somit der auslöser vieler augenscheinlich negativer eigenschaften. Und Angst ist ein großer Antrieb
wenn jemand euch anbrüllt oder wütend ist oder ähnliches... ist auch das angst... und die simple frage "wovor hast du angst"? bringt den da brennenden funken direkt zum erlöschen
schoko_keks1234
3558 Beiträge
12.02.2013 14:59
Also ich denke es hat nicht viel mit mangelnder Bildung zu tun. Eher mit der Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen, sprich Empathie und Verständnis für andere aufzubringen. Toleranz bedeutet für mich, andere Meinungen und Lebensstile akzeptieren zu können, auch wenn sie meinem eigenen Weg nicht entsprechen. Es hat ja auch nichts damit zu tun, dass man siche einer anderen Meinung beugen muss und diese komplett übernehmen (um mal auf das Beispiel mit dem Schokobrei für Kleinkinder zurückzukommen) Aber sofern man sich andere Meinungen anhört und diese den Leuten auch lässt, ohne ihnen die eigene Meinung aufzwängen zu wollen, oder sie dafür zu verurteilen, dass sie es eben anders sehen, ist man ja tolerant ihnen gegenüber.

Etwas nicht mehr tolerieren zu können im Sinne von: Mein Kind tritt 30 mal gegen die Tür, dagegen unternehme ich jetzt etwas. Ist ja was anderes.
Die Toleranz, um welche es hier wohl gehen soll, könnte man vielleicht besser mit Akzeptanz betiteln. Um Missverständnissen über die Bedeutung des Wortes vorzubeugen

Was Ausländerfeindlichkeit betrifft: Das hat mit Toleranz oder Akzeptanz nichts mehr zu tun. Warum muss man jemanden der aus einem anderen Land kommt deshalb tolerieren? Er ist ein ganz normaler Mensch und wer da Unterschiede macht, hat tatsächlich ein Problem mit mangelnder Bildung. Das selbe gilt für Menschen mit Einschränkung. Es gibt eben Unterschiede, die Welt ist kunterbunt und das macht sie ja auch so spannend.
Wenn irgendjemand diskriminiert und nicht toleriert gehört, dann sind es eben jene Menschen, die meinen etwas besseres zu sein, als sogenannte Ausländer oder Menschen mit Handicap.

Wobei hier tollerieren im Sinne von akzeptieren gemeint ist. Und Rassisten bzw Faschisten sind vollkommen inakzeptabel!
Dieda
4625 Beiträge
12.02.2013 15:02
Toleranz hat auch viel mit Freiheit zu tun. Wie heisst es so schön? Meine Freiheit endet da, wo deine beginnt. Oder anders: "Das Recht, meine Faust zu schwingen, endet, wo die Nase des anderen Mannes beginnt."
Hosenmatz
1608 Beiträge
12.02.2013 15:02
Zitat von Skadi:

Warum sollte es da an irgendetwas mangeln? Warum muss ich denn Dinge tolerieren (kommt übrigens nicht von toll ) die ich mit meinen Emotionen oder meinem Wissen nicht vereinbaren kann. Da fallen mir auch ziemlich viele Dinge ein, die Gastarbeiter-Lüge z.B. Es wird immer behauptet, dass die Gastarbeiter Deutschland aufgebaut hätten, das ist aber in jedem Punkt falsch. Die Trümmerfrauen haben Deutschland nach dem Krieg aufgebaut und auch wirtschaftlich haben die Deutschen sich selbst gehoofen. Die ersten Gastarbeiter kamen Anfang/Mitte der sechziger, als in Deutschland so viel Arbeit war, dass die Deutschen es selbst nicht mehr wuppen konnten. Warum will man mich also zwingen, dieses Märchen, insbesondere wider besseren Wissens, zu glauben. Tue ich das nicht wirft man mir Intoleranz oder im besten Fall sogar noch Rassismus vor. Was intolerant ist und was nicht macht docb die öffentliche Meinung. Wenn man jetzt die Gesetze umschreibt, und das fordern die Grünen schon seit Mitte der achtziger, und sexuelle Handlungen zwischen Minderjährigen und Erwachsenen straffrei bleiben, so lange sie einvernehmlich geschehen und ich das nicht toleriere, was ich in hundert Jahren nicht tun würde, wäre ich doch auch intolerant.
Man kann das immer so schön und schnell sagen und mit dem Finger auf jemanden zeigen, das macht ja auch so viel Spaß und man fühlt sich ja auch so erhaben, wenn man von sich selbst sagen kann, dass man total tolerant allem gegenüber ist, aber Toleranz beschränkt sich eben nicht nur auf andere Kulturen, Völker und Religionen, sonder schließt auch Menschen wie Armin Meiwes, den Kannibalen von Rothenburg, mit ein, welcher, in gegensetigem Einvernehmen (!!!), von einem Menschen gegessen und diese ermordet hat.
Und gerade einige, die hier erzählen, wie wahnsinnig tolerant sie doch sind bekommen
einen Knoten im Höschen, wenn hier mal wieder ein Sexthema eröffnet wird. Da passt doch etwas nicht zusammen.

LG

die Skadi

Jeder hat Grenzen in seinem Toleranzverständniss.Der eine enge,der andere weite.Ich,für mich,kann den Kannibalenfall tolerieren.Wenn ein Mensch unbedingt gefressen werden will,bitteschön.
Ohne das Erinverständniss aber wäre es Mord.
...jedoch würde ich z.B. den Mord an dem Sexualtäter eines Kindes,ausgeführt von der Mutter,tolerieren können....
Jeder Fall ist unterschiedlich und verlangt eine andere Art der Toleranz.Pauschalisieren aber würde ich Toleranz nie.
Daniel79
2653 Beiträge
12.02.2013 15:24
Zitat von Anja_MTK:

Zitat von Daniel79:

Also reden wir jetzt über Toleranz? Also mein Kind tritt 30 mal gegen die Tür, das kann ich nicht mehr tolerieren.
----
oder reden wir über Ausländerfeindlichkeit?

Nein, für mich geht es hier nicht um Ausländerfeindlichkeit, es geht um die Toleranz von anderen Meinungen, Lebensentwürfen, Überzeugungen ... für mich ausgenommen ist eben körperliche Gewalt und Zerstörung ... i


OK jetzt verstehe ich.
Ich bin eigentlich tolerant obwohl ich mich immer wieder dabei erwische mich über Vegetarier zu wundern.
In der Cafeteria kommen dann Bemerkungen wie: "Ihh du isst Füße und Beine von toten Lebewesen."
Dann sag ich immer: "Jaaa lecker und Herz, Leber und Lunge auch!"
12.02.2013 15:35
Zitat von schoko_keks1234:

Also ich denke es hat nicht viel mit mangelnder Bildung zu tun. Eher mit der Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen, sprich Empathie und Verständnis für andere aufzubringen. Toleranz bedeutet für mich, andere Meinungen und Lebensstile akzeptieren zu können, auch wenn sie meinem eigenen Weg nicht entsprechen. Es hat ja auch nichts damit zu tun, dass man siche einer anderen Meinung beugen muss und diese komplett übernehmen (um mal auf das Beispiel mit dem Schokobrei für Kleinkinder zurückzukommen) Aber sofern man sich andere Meinungen anhört und diese den Leuten auch lässt, ohne ihnen die eigene Meinung aufzwängen zu wollen, oder sie dafür zu verurteilen, dass sie es eben anders sehen, ist man ja tolerant ihnen gegenüber.

Etwas nicht mehr tolerieren zu können im Sinne von: Mein Kind tritt 30 mal gegen die Tür, dagegen unternehme ich jetzt etwas. Ist ja was anderes.
Die Toleranz, um welche es hier wohl gehen soll, könnte man vielleicht besser mit Akzeptanz betiteln. Um Missverständnissen über die Bedeutung des Wortes vorzubeugen

Was Ausländerfeindlichkeit betrifft: Das hat mit Toleranz oder Akzeptanz nichts mehr zu tun. Warum muss man jemanden der aus einem anderen Land kommt deshalb tolerieren? Er ist ein ganz normaler Mensch und wer da Unterschiede macht, hat tatsächlich ein Problem mit mangelnder Bildung. Das selbe gilt für Menschen mit Einschränkung. Es gibt eben Unterschiede, die Welt ist kunterbunt und das macht sie ja auch so spannend.
Wenn irgendjemand diskriminiert und nicht toleriert gehört, dann sind es eben jene Menschen, die meinen etwas besseres zu sein, als sogenannte Ausländer oder Menschen mit Handicap.

Wobei hier tollerieren im Sinne von akzeptieren gemeint ist. Und Rassisten bzw Faschisten sind vollkommen inakzeptabel!

sehr schön und sachlich erklärt
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