Mütter- und Schwangerenforum

Nach Fehlgeburten Wiedereingliederung im alten Beruf

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Anonym 1 (200313)
20 Beiträge
15.01.2019 15:25
Hey ihr Lieben,
nach meinen Fehlgeburten und der langen Zeit der psychischen Genesung bin ich nun bereit wieder in meinem alten Beruf in der Kita zu arbeiten.
Ein tolles Stellenangebot eines örtlichen Trägers fand ich sehr ansprechend und hab auch gleich meine Bewerbung geschrieben.

Nun zum Thema: Ich gehe eigentlich relativ offen mit meinen Fehlgeburten um. Nun habe ich ein wenig Angst/Bedenken, dass meine Fehlgeburten in meinem beruflichen Vorankommen mir zum Nachteil werden könnten. Wir wohnen in einer Kleinstadt, wo jeder jeden kennt.

Vielleicht könnt ihr mich ein wenig beruhigen.

Dieses Thema wurde anonym erstellt, weil:

... meine damaligen psychischen Probleme niemand etwas angehen.

15.01.2019 15:34
Erstmal: Mein herzliches Beileid zu deinen Sternchen und dazu, dass es gleich mehrere sind. Es freut mich zu lesen, dass dir eine Therapie (ebenfalls) geholfen hat!

Zur Arbeit kann ich dir nur aus eigener Erfahrung sagen, dass es gut ist, offen damit umzugehen und zumindest 1-2 Vertraute auszuwählen, denen du deine Geschichte anvertraust. Damit lebt und arbeitet es sich tatsächlich leichter, finde ich (ganz persönliche Meinung). Ich hätte es nicht lange ausgehalten, irgendwo zu arbeiten, wo ich mein Sternchen permanent "totschweigen" muss und auf Baby- oder Kinderthemen nicht reagieren "darf". Meine Therapeutin und mein privates Umfeld haben mich dann darin bekräftigt und somit habe ich mittlerweile mehrere enge Kollegen und meine direkte Chefin eingeweiht - alle haben Verständnis und sehr viel Mitgefühl für meine Situation. Ich habe damit allerdings mehrere Monate gewartet, da ich - wie du - Angst hatte, dass mich jemand in so einem professionellen Umfeld als "labil" ansehen könnte. Diese Angst blieb unbegründet.

Übrigens meinen größten Respekt, dass du in einer Kita arbeiten möchtest bzw. dorthin zurückkehrst. Ich finde, das ist nochmal ein anderes "Kaliber", da man so jeden Tag mit so kleinen Wesen zu tun hat und ständig mit dem Kinderthema konfrontiert wird. Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft weiterhin!
15.01.2019 16:26
Was haben deine Fehlgeburten mit einem Job zu tun?
Das interessiert doch einen Arbeitgeber nicht. Und die Kollegen geht es schlicht nichts an.
Anonym 1 (200313)
20 Beiträge
15.01.2019 16:33
Zitat von Pantoufle27:

Erstmal: Mein herzliches Beileid zu deinen Sternchen und dazu, dass es gleich mehrere sind. Es freut mich zu lesen, dass dir eine Therapie (ebenfalls) geholfen hat!

Zur Arbeit kann ich dir nur aus eigener Erfahrung sagen, dass es gut ist, offen damit umzugehen und zumindest 1-2 Vertraute auszuwählen, denen du deine Geschichte anvertraust. Damit lebt und arbeitet es sich tatsächlich leichter, finde ich (ganz persönliche Meinung). Ich hätte es nicht lange ausgehalten, irgendwo zu arbeiten, wo ich mein Sternchen permanent "totschweigen" muss und auf Baby- oder Kinderthemen nicht reagieren "darf". Meine Therapeutin und mein privates Umfeld haben mich dann darin bekräftigt und somit habe ich mittlerweile mehrere enge Kollegen und meine direkte Chefin eingeweiht - alle haben Verständnis und sehr viel Mitgefühl für meine Situation. Ich habe damit allerdings mehrere Monate gewartet, da ich - wie du - Angst hatte, dass mich jemand in so einem professionellen Umfeld als "labil" ansehen könnte. Diese Angst blieb unbegründet.

Übrigens meinen größten Respekt, dass du in einer Kita arbeiten möchtest bzw. dorthin zurückkehrst. Ich finde, das ist nochmal ein anderes "Kaliber", da man so jeden Tag mit so kleinen Wesen zu tun hat und ständig mit dem Kinderthema konfrontiert wird. Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft weiterhin!

Vielen lieben Dank für deine lieben Worte!
Ich hoffe und wünsche mir so sehr, daß so klappt wie ich mir das vorstelle.
zwei92
1047 Beiträge
15.01.2019 16:35
Ich würde auch nicht im Bewerbungsgespräch was von den fg‘s sagen ... wieso sollte das jemanden interessieren ?
Zumal dein Chef nur deine eignung für den Job sehen will...
Nuya
10741 Beiträge
15.01.2019 16:40
Tut mir leid mit den fehlgeburen.

Aber ehrlichgesagt versteh ich den gedankengang nicht wirklich.
Was hat das mit deinem beruf zu tun?
Das interessiert doch deinen potentiellen chef nicht. Der will wissen, ob du für den job, den er besetzen will geeignet bist. Nicht ob/wie viele fehlgeburten du hattest.
Also keine ahnung, vielleicht steh ich auf dem schlauch, aber ich versteh den zusammenhang absolut nicht. Woher soll dein chef überhaupt von deinen fehlgeburten wissen? Und selbst wenn, sollte er es doch irgendwoher wissen, wieso sollte ihn das in seiner eigenschaft als dein (potentieller) chef interessieren?

Ich wünsche dir jedenfalls viel erfolg für deine bewerbung!
Anonym 1 (200313)
20 Beiträge
15.01.2019 16:44
Ich geht nicht darum, dass ich es im Vorstellungsgespräch erwähne/sage. Unsere Kleinstadt ist wie ein Dorf, wo jeder tratscht und klatscht. Dann kommt dann sowas wie: "Ach, das ist doch die mit den vielen Fehlgeburten. Was will die den dann im Kindergarten. Die sollte sich besser einen anderen Job suchen."

Vielleicht gibts auch Eltern, die das stört. Deshalb mein Thread.
Anonym 1 (200313)
20 Beiträge
15.01.2019 16:45
Zitat von Nuya:

Tut mir leid mit den fehlgeburen.

Aber ehrlichgesagt versteh ich den gedankengang nicht wirklich.
Was hat das mit deinem beruf zu tun?
Das interessiert doch deinen potentiellen chef nicht. Der will wissen, ob du für den job, den er besetzen will geeignet bist. Nicht ob/wie viele fehlgeburten du hattest.
Also keine ahnung, vielleicht steh ich auf dem schlauch, aber ich versteh den zusammenhang absolut nicht. Woher soll dein chef überhaupt von deinen fehlgeburten wissen? Und selbst wenn, sollte er es doch irgendwoher wissen, wieso sollte ihn das in seiner eigenschaft als dein (potentieller) chef interessieren?

Ich wünsche dir jedenfalls viel erfolg für deine bewerbung!

Vielen lieben Dank!
nilou
14825 Beiträge
15.01.2019 16:46
Zitat von Anonym 1 (200313):

Ich geht nicht darum, dass ich es im Vorstellungsgespräch erwähne/sage. Unsere Kleinstadt ist wie ein Dorf, wo jeder tratscht und klatscht. Dann kommt dann sowas wie: "Ach, das ist doch die mit den vielen Fehlgeburten. Was will die den dann im Kindergarten. Die sollte sich besser einen anderen Job suchen."

Vielleicht gibts auch Eltern, die das stört. Deshalb mein Thread.


Verstehe es immer noch nicht. Warum soll es die Eltern stören wenn du in der Kita arbeitest obwohl du Fehlgeburten hattest?
Anonym 1 (200313)
20 Beiträge
15.01.2019 16:56
Ihr habt recht. Vielleicht mache ich mir auch viel zu viele Sorgen.
15.01.2019 17:12
Zitat von Anonym 1 (200313):

Ihr habt recht. Vielleicht mache ich mir auch viel zu viele Sorgen.


Ja, ich glaube schon! Verstehe das aber schon: für Dich ist das Thema so präsent, dass Du Dir einfach gar nicht vorstellen kannst, dass es für andere (Arbeitgeber, Eltern) keine Rolle spielt (außer, dass es natürlich jeder bedauern wird, dass Du das ertragen musstest). Das ist völlig normal, aber ganz bestimmt unbegründet! Viel Erfolg!
wolkenschaf
12073 Beiträge
15.01.2019 17:37
Ist durch die Fehlgeburten und die psychische Belastung eine Lücke im Lebenslauf entstanden, die du ggf. erklären musst? Falls nicht, würde ich auch sagen, dass das für deine Bewerbung gar keine Rolle spielt und ich würde es auch nicht in einem Bewerbungsgespräch ansprechen.
Anonym 1 (200313)
20 Beiträge
15.01.2019 17:51
Zitat von cogito_ergo_sum:

Zitat von Anonym 1 (200313):

Ihr habt recht. Vielleicht mache ich mir auch viel zu viele Sorgen.


Ja, ich glaube schon! Verstehe das aber schon: für Dich ist das Thema so präsent, dass Du Dir einfach gar nicht vorstellen kannst, dass es für andere (Arbeitgeber, Eltern) keine Rolle spielt (außer, dass es natürlich jeder bedauern wird, dass Du das ertragen musstest). Das ist völlig normal, aber ganz bestimmt unbegründet! Viel Erfolg!

Vielen lieben Dank!
Anonym 1 (200313)
20 Beiträge
15.01.2019 17:55
Zitat von wolkenschaf:

Ist durch die Fehlgeburten und die psychische Belastung eine Lücke im Lebenslauf entstanden, die du ggf. erklären musst? Falls nicht, würde ich auch sagen, dass das für deine Bewerbung gar keine Rolle spielt und ich würde es auch nicht in einem Bewerbungsgespräch ansprechen.

Indirekt. Ich hatte nebenbei kleine Helfertätigkeiten, die aber nicht mit dem Job in der Kita zu vergleichen sind. Es waren immer nur 2/3 Sunden am Tag. Gut vereinbar mit der Therapie.

Vielen lieben Dank!
Anonym 1 (200313)
20 Beiträge
15.01.2019 17:56
Zitat von Anonym 1 (200313):

Zitat von wolkenschaf:

Ist durch die Fehlgeburten und die psychische Belastung eine Lücke im Lebenslauf entstanden, die du ggf. erklären musst? Falls nicht, würde ich auch sagen, dass das für deine Bewerbung gar keine Rolle spielt und ich würde es auch nicht in einem Bewerbungsgespräch ansprechen.

Indirekt. Ich hatte nebenbei kleine Helfertätigkeiten, die aber nicht mit dem Job in der Kita zu vergleichen sind. Es waren immer nur 2/3 Sunden am Tag. Gut vereinbar mit der Therapie.

Vielen lieben Dank!

Stunden meinte ich.
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