Mütter- und Schwangerenforum

Rollenverteilung!?

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little_prinzess
11 Beiträge
20.11.2020 10:36
Hallo

Ich würde gerne mal von euch wissen, wie bei euch die Rollenverteilung aussieht. Geht euer Mann arbeiten und ihr seid zu Hause? Oder geht die Frau arbeiten und der Mann ist zu Hause? Wer kümmert sich um die Erziehung der Kinder? Beide Elternteile, oder der eine mehr, der andere weniger?

Ich muss sagen, bei uns ist es leider so, das mein Freund sich sehr auf seine Arbeit konzentriert. Ob ich arbeiten gehe oder nicht, interessiert ihn nicht wirklich. Wenn ich etwas erzähle, hört er sich das zwar an, aber unterstützen tut er mich nicht. Ich hätte es gerne, das ich die Kinder morgens in den Kindergarten bringe (da er früh auf die Arbeit muss) und nachmittags holt er sie ab, sodass ich vormittags bis in den Nachmittag hinein arbeiten kann. Seine Begeisterung hielt sich in Grenzen. Auch wenn mal ein Kind krank ist, bin ich diejenige die mit dem Kind zum Arzt muss. Noch bin ich zu Hause, aber wenn ich arbeiten gehe, müsste auch ich das in so einem Fall machen und zu Hause bleiben.

Wie sieht das bei euch aus? Bekommt ihr Unterstützung von eurem Partner?

Viele liebe Grüße
Luni
31676 Beiträge
20.11.2020 10:57
Im Normalfall kaum. Ich gehe 19 Stunden arbeiten, mein Mann ist meist von 7.15 bis 18.30 Uhr aus dem Haus. Da ist auch wenig Platz für Unterstützung.

Als die Kinder noch im Kindergarten waren hat er sie morgens in den Kindergarten gebracht vor er zur Arbeit los ist.

Da er im Moment in Homeoffice ist, kann er leichter zwischendurch Mal einen Arzt Termin wahrnehmen. Oder das Kind betreuen wenn es krank ist. Das hat Corona zum positiven verändert.
Skorpi
10316 Beiträge
20.11.2020 10:58
Mein Partner unterstützt mich sehr, sehr viel. Vor allem aktuell übernimmt er die Kinder fast allein, weil ich aktuell viel arbeite. Berufstätig sind wir aber beide. Für ihn ist das auch selbstverständlich und ich merke immer wieder, wie froh ich bin, ihn zu haben, wenn ich so Dinge lese, wie deinen Text. Mir tut es wirklich leid, dass du da kaum Unterstützung von deinem Partner bekommst. So sollte es eigentlich nicht sein. Als Eltern muss man einfach im Team arbeiten und nicht dem anderen alles machen lassen...

Benutzername
1131 Beiträge
20.11.2020 11:02
Ich würde nicht sagen, dass mein Mann "mich unterstützt", sondern er übernimmt seinen Teil der Verantwortung

Mein Mann arbeitet 35h (Vollzeit) ich arbeite 18h (Teilzeit in Spätschicht). Während mein Mann arbeitet, betreue ich die Kinder, da wir noch keinen KiGa-Platz für dieses Jahr bekommen haben. Wenn ich dann zur Arbeit muss (16 Uhr gehe ich aus dem Haus), kümmert sich mein Mann um die Kinder, macht Abendbrot, spielt mit ihnen, bringt sie ins Bett. Bis ich dann zurückkomme hat er meist die Wäsche zusammengelegt, die Küche und das Spielzimmer aufgeräumt und mir noch was zum Essen (warm) gemacht. Am Wochenende beschäftigt er sich dann tagsüber gerne mal für ein paar Stunden mit den Kindern, damit ich Zeit für mein Hobby (Nähen) habe. Er kann sein Hobby (PC) auch abends noch ausüben, nur bin ich meist abends zu müde zum Nähen und so haben wir das dann gelöst, damit ich auch etwas Zeit für mich habe.

Wir sind sehr froh, dass wir uns so die Aufgaben teilen und es klappt auch sehr gut.
Für meinen Mann ist es selbstverständlich, dass er seinen Teil zum Familienleben beiträgt.
Hummelbrummel
1253 Beiträge
20.11.2020 11:02
Bei uns ist es ziemlich ausgeglichen. Ansonsten gäbe es ein Donnerwetter meiner Seits. Kinder wollten wir beide also ist es unser Beider Aufgabe.

Freitag putzen ALLE die Bude. Unter der Woche mach es meistens ich weil ich weniger „Arbeit“ habe als er. Wenn ich mit der großen lerne hat er die anderen beiden. Wenn er draußen arbeitet hab ich sie. Wenn ich draußen bin er.

Er übernimmt in der Früh die gesamte Stallarbeit und arbeitet dann in seinem Job. Dafür kann ich „länger“ schlafen. Unter Tags hat er dafür meistens Ruhe zum arbeiten und ich wusel durch das Haus bzw spiele mit den Kindern.

Einkaufen gemeinsam. Um kranke Kinder - was aber Max 1 mal im Jahr vorkommt wird sich gemeinsam gekümmert.

Ich kann also so nicht klagen außer den Kleinigkeiten wie klamotten überall fallen lassen, klopapierrolle nicht tauschen etc. Aber rollen technisch ist es ausgeglichen.

Mach deinem Macker mal ne Ansage
Marf
23725 Beiträge
20.11.2020 11:03
Mich muss man nicht unterstützen.Er ist selten da und ich erledige alles hier.Und gehe auch arbeiten.
Am Wochenende macht er dann diverses ,was ich nicht kann oder will.
Es kommt immer der Zeitfaktor dazu,wann man daheim ist.
Abends um 20 Uhr braucht er sicherlich keine Wäsche hochholen - bis dahin hab ich das längst gemacht.
MiramitLionel
6936 Beiträge
20.11.2020 11:03
Mein Mann geht arbeiten, ich studiere und wir teilen uns Haushalt und Kindererziehung. Gehts mir mal nicht gut, ist mein Mann sofort zur Stelle und hilft - trotz sehr stressigen Job, genauso andersrum. Er ist mein Fels in der Brandung, generell immer ruhig und bedacht und sehr lösungsorientiert ich bin impulsiv, ängstlich und er holt mich da dann immer runter, wenn es nötig ist. Nächstes Jahr ist er in Elternzeit und ich studiere, da schauen wir, dass keiner zu kurz kommt und lassen es einfach auf uns zukommen. Ich kann es mir nicht besser vorstellen also überhaupt keine Rollenverteilung, er kann genauso Wäsche waschen und kochen etc.
brini88
7614 Beiträge
20.11.2020 11:08
Bei uns gibt es keine klassische Rollenverteilung, mein Mann arbeitet Vollzeit in Schichten und ich auf 450€. Wenn ich arbeiten bin, macht er die Kinder fertig, die Brotzeiten für Schule und Kindergarten und für mich Frühstück. Die große geht alleine zum Schulbus, die Jungs haben bring ich in die Kindergärten (sind in verschiedenen Kindergärten), wenn ich noch in der Arbeit bin macht mein Mann das.

Ist mein Mann in der Arbeit mache ich selbstverständlich morgens alles.

Nachmittags hol ich die Kinder, außer mein Mann kommt von der Frühschicht, dann hol ich mir den kleinen und mein Mann die beiden großen.

Haushalt wird von uns beiden gemacht, kochen übernimmt zur Zeit mein Mann, das hat er grad für sich entdeckt, die Wäsche ist meine Aufgabe, da er mir das eh nicht richtig machen kann

Bei der Kindererziehung sind wir uns meist einig mein Mann bringt sich bei den Kindern sehr ein, auch das zu Bett gehen übernimmt er ab und an mal, Hausaufgaben kontrollieren oder lernen.

Für uns ist das so perfekt (sonst hätte ich auch keine bald vier Kinder mit ihm), für mich persönlich könnte ich zb nicht mit einem Mann zusammen sein, der sich null einbringt.
Katimini
2337 Beiträge
20.11.2020 11:10
Wir gehen beide arbeiten, er voll und ich teilzeit. Freitags hab ich frei , da tu ich was mir gefällt
Kind krank wechseln wir uns ab , ansonsten übernehmen ich schon mehr , bin aber auch mehr zu Hause.
Am Wochenende ist das aufgeteilt.
Ich finde auch, das sind nicht meine Kinder sondern UNSERE, ebenso wie Haushalt und co , also erwarte ich auch Hilfe bei all unseren Verpflichtungen.
Regenfass
364 Beiträge
20.11.2020 11:11
Mein Mann geht arbeiten, ich bin selbstständig Jungs arbeite von Zuhause aus. Für die Kinder sieht es ist so aus, als würde ich nicht arbeiten, da meine Arbeit sehr flexibel ist.
Bisher hing aufgrund der ungünstigen Arbeitsbedingungen meines Mannes auch fast alles andere an mir. Das ändert sich aber jetzt und es ist schon jetzt klar, dass sich dadurch einiges ändert und er sich mehr einbringt.
Ich bin bei uns dafür die Handwerkerin und renoviere, während mein Mann besser aufräumen und Haushalt machen kann. Ich koche besser, er backt besser... Mir war wichtig, dass sie Kinder wissen, dass grundsätzlich beide das gleiche können und das selbst vermeintlich alte Rollenverteilungen auf Augenhöhe und nach Stärken ausgerichtet sein können, dass es da kein besser oder schlechter gibt. Bisher ist das ganz gut gelungen, finde ich
Mauselle
15985 Beiträge
20.11.2020 11:13
Zitat von MiramitLionel:

Mein Mann geht arbeiten, ich studiere und wir teilen uns Haushalt und Kindererziehung. Gehts mir mal nicht gut, ist mein Mann sofort zur Stelle und hilft - trotz sehr stressigen Job, genauso andersrum. Er ist mein Fels in der Brandung, generell immer ruhig und bedacht und sehr lösungsorientiert ich bin impulsiv, ängstlich und er holt mich da dann immer runter, wenn es nötig ist. Nächstes Jahr ist er in Elternzeit und ich studiere, da schauen wir, dass keiner zu kurz kommt und lassen es einfach auf uns zukommen. Ich kann es mir nicht besser vorstellen also überhaupt keine Rollenverteilung, er kann genauso Wäsche waschen und kochen etc.

Unterschreib
mia85
1981 Beiträge
20.11.2020 11:14
Zwischen Kind 1 und 2 habe ich gearbeitet, seit dem dritten ( und vierten) Kind bin ich komplett zu Hause.
Allerdings sehr, sehr gern. Meine Elternzeit neigt sich dem Ende zu und ich muss ab März wieder arbeiten gehen. Ja, für mich fühlt es sich momentan tatsächlich wie ein "muss" an, ich bin total gern zu Hause, wir haben ja auch noch die Imkerei, dann vier Kinder, zwei davon noch nicht in der Schule- mir wird echt nicht langweilig.

Ich habe es auch jetzt während der Coronazeit gemerkt, wie gut unser traditionelles System trägt, keine Betreuungsprobleme, Zeit für Homeschooling, Zeit für die Kinder.

Es ist auch so, dass ich meinem Mann da echt dankbar bin, dass er nicht darauf bestanden hat über die jeweils zwei Vätermonate hinaus daheim zu bleiben - denn das würde er durchaus sofort tun, wenn ich es denn wollte.

Wenn ich dann wieder zu arbeiten anfange, dann allerdings nur 2 Tage, einen davon von daheim aus.
Aber das ganze Thema "Rollenverteilung" ist sowieso eine Frage, wie man sich selbst definiert, denke ich und dass da die Sichtweise des Partners einigermaßen ähnlich ist.
Bei euch scheint es da Unterschiede zu geben.
Weiß dein Mann wie du dich fühlst? Hast du das klar kommuniziert oder erwartest du, dass er das von allein merkt?
Meiner Erfahrung nach muss man Dinge klar ansprechen, die Männer sehen die "Sprechblase" über uns nicht, können nicht Gedanken "lesen ".

Viel Erfolg und alles Gute
soev
7208 Beiträge
20.11.2020 11:21
Wir teilen tatsächlich 50/50.
Jeder arbeitet 75% Teilzeit und auch zu Hause teilen wir alle Aufgaben.
Lealein
9647 Beiträge
20.11.2020 11:24
Hier haben wir die klassische Rollenverteilung. Er macht, auf Anweisung, immer was. Zusätzlich geht er die Morgen- und Abendrunde mit dem Hund. Und er kümmert sich um Ida früh am Morgen, wenn sie meint um 5 Uhr sei die Nacht beendet (hat aber den Hintergrund, dass sie bei mir ganz genau weiß, dass um diese Uhrzeit Schlafenzeit ist. Bei Papa geht sie dann mit ihm baden).
Kochen tue ich, genauso wie ich für alles drumherum verantwortlich bin, dh Terminen, einkaufen, Geburtstage, kochen usw.
Bügeln muss er selbst. Das hasse ich leider.
Haushalt mache ich zu 99% selbst. Am Wochenende räumt er die Spülmaschine ein und aus, wenn er um 6 Uhr nicht mehr schlafen kann. Achso und die Brötchen holt er.

Ganz ehrlich? Es gibt Tage, da beneide ich ihn, dass er fast sorgenfrei das Haus verlassen kann ohne sich um Nervkram kümmern zu müssen. Er kann einfach mittags essen gehen, hat im Auto keine mittellauten Stimmen die immer mitreden wollen. Dann wiederum tut er mir leid, weil er so wenig vom Familienleben mitbekommt.

Schwierig ist es in puncto Erziehung. Ich habe festgestellt, dass er nicht wirklich den Dreh raus hat, wie man Kinder dazu zu bringen, genau das zu tun, was man möchte. Er verzweifelt an den einfachsten Sachen. Es hat sich zb eingeschlichen, dass wenn er Ida ins Bett bringt, sie rumplärrt, weil sie "noch Hunger hat" und deswegen nicht schlafen kann, er ihr eine Wurst gibt... Im Bett. Und auch sonst vermeidet er Konflikte. Das ist Mist, aber er hat auch einfach kein Händchen dafür
Chrysopelea
8741 Beiträge
20.11.2020 11:52
Der Vater meiner Tochter hat mich nie unterstützt. Er hatte mir das in der Schwangerschaft versprochen, aber nie getan. Hat sie nie zur Kita gebracht oder abgeholt, als die Kitas zu waren meinte er nur "ich muss arbeiten, du wolltest doch unbedingt ein kind" und ich konnte schauen, dass ich Home Office mache, wenn die Kleine schläft. Natürlich macht er auch keine Krankenbetreuung o. Ä. Inzwischen sind wir getrennt und er ist auch weiterhin keine Betreuung option, er will ein Child on demand, abholen wenn er Lust drauf hat und wieder zu mir bringen, wenns anstrengend wird. Ist bei mir angenehmerweise ja 24/7 gut betreut (bzw in der Kita wenn ich arbeite). Habe mich damit arrangiert, er wird sich nicht ändern, das ginge nur zu Lasten der Kleinen. Muss halt schauen, dass ich mich alleine organisiere. Ich versuche nur im Interesse der Kleinen einen verlässlichen, planbaren, strukturierten Umgang durchzusetzen. Das ist nicht leicht

Ich wünsche dir alles Gute und dass dein Mann einsieht, dass Vater sein mehr ist als einmal das Kondom weglassen...
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