Sozialpädagogen hier die mir helfen könnten? Thema Jugendamt
07.03.2018 21:04
Hallo, ich arbeite nun ja auch im Jugendamt, zwar nicht im Bereich Allgemeiner Sozialer Dienst sondern in den Vormundschaften tätig, bekomme aber täglich die verschiedenen Fälle mit.
Also es ist schon so, dass auch jüngere Kinder durch einen Rechtspfleger befragt werden und auch in ihren Äußerungen ernst genommen werden, jedoch muss man immer die Gesamtsituation betrachten. Kinder lassen sich von Eltern oder auch anderen Personen schnell beeinflussen und erzählen dann vielleicht auch nicht das, worauf so eine Entscheidung aufgebaut werden kann.
Bei uns ist gerade ein Fall, da sagt der 9-jährige Junge, er will nun beim Papa wohnen. Klar, die Umgänge mit dem Papa laufen gut, er hat in der Zeit die volle Aufmerksamkeit und wird mit Geschenken überschüttet. Er kann noch gar nicht überblicken, dass dies nicht der Alltag sein wird, wenn er zu ihm zieht. Der Papa ist sehr gut darin, den Jungen zu manipulieren und schlecht über die Mutter zu reden. All das muss das Jugendamt im Blick haben und solche Entscheidungen auf einen langen Zeitraum ansetzen. Nur weil der Junge das jetzt will, wird nicht sofort dahingehend gehandelt.
Ich weiß nicht, was bei euch so vorgefallen ist, wieso er in einer Pflegefamilie ist und wie die Umgänge gestaltet werden.
Man kann einfach keine Prognose abgeben. Wenn ihr euch sicher seid, das Jugendamt handelt hier falsch und gegen das KIndeswohl, dann ab zum Anwalt. Leider ist es oft so, dass die Eltern dann nur ihren Wunsch im Blick haben und nicht das Wohl des Kindes betrachten. Fühlt der Junge sich in der Pflegefamilie wohl, ist er dort gut angekommen, wie sehen seine sozialen Kontakte aus. Was würde sich für ihn verändern, wenn er wieder zu euch zieht? All das sind ja Fragen, die für das Kind entscheidend sind. Klar wollt ihr euer Kind zurück, das ist ja verständlich, aber was bedeutet das für ihn?
Lasst euch beraten und kämpft, wenn ihr euch sicher seid, dass euch Unrecht geschieht.
Also es ist schon so, dass auch jüngere Kinder durch einen Rechtspfleger befragt werden und auch in ihren Äußerungen ernst genommen werden, jedoch muss man immer die Gesamtsituation betrachten. Kinder lassen sich von Eltern oder auch anderen Personen schnell beeinflussen und erzählen dann vielleicht auch nicht das, worauf so eine Entscheidung aufgebaut werden kann.
Bei uns ist gerade ein Fall, da sagt der 9-jährige Junge, er will nun beim Papa wohnen. Klar, die Umgänge mit dem Papa laufen gut, er hat in der Zeit die volle Aufmerksamkeit und wird mit Geschenken überschüttet. Er kann noch gar nicht überblicken, dass dies nicht der Alltag sein wird, wenn er zu ihm zieht. Der Papa ist sehr gut darin, den Jungen zu manipulieren und schlecht über die Mutter zu reden. All das muss das Jugendamt im Blick haben und solche Entscheidungen auf einen langen Zeitraum ansetzen. Nur weil der Junge das jetzt will, wird nicht sofort dahingehend gehandelt.
Ich weiß nicht, was bei euch so vorgefallen ist, wieso er in einer Pflegefamilie ist und wie die Umgänge gestaltet werden.
Man kann einfach keine Prognose abgeben. Wenn ihr euch sicher seid, das Jugendamt handelt hier falsch und gegen das KIndeswohl, dann ab zum Anwalt. Leider ist es oft so, dass die Eltern dann nur ihren Wunsch im Blick haben und nicht das Wohl des Kindes betrachten. Fühlt der Junge sich in der Pflegefamilie wohl, ist er dort gut angekommen, wie sehen seine sozialen Kontakte aus. Was würde sich für ihn verändern, wenn er wieder zu euch zieht? All das sind ja Fragen, die für das Kind entscheidend sind. Klar wollt ihr euer Kind zurück, das ist ja verständlich, aber was bedeutet das für ihn?
Lasst euch beraten und kämpft, wenn ihr euch sicher seid, dass euch Unrecht geschieht.
07.03.2018 21:14
Zitat von Zelda86:
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:
Das Jugendamt kann das aber vorschlagen. Lehnen die Eltern ab, geht es nicht. Aber es gibt auch Eltern, die dann zustimmen.
Ich kann mir vorstellen, dass schon einiges passiert sein muss und/oder die Eltern völlig desinteressiert, bis das JA eine Adoption vorschlägt. Oder liege ich da falsch?
Also wie gesagt, wir wissen nicht genug über den Vorgang ansich. Es kann sein, dass das Amt das vorschlägt, weil der Junge vll. schon sehr lange bei den Pflegeeltern lebt. Kann auch sein, dass wirklich triftige Gründe vorliegen und das Jugendamt das für die bessere Variante, das Kindeswohl betreffend, hält. Allerdings hätte das Gericht dann nicht so entschieden, wie es hier gesagt wurde. Und ich gehe vorerst vom Wahrheitsgehalt diesbezüglich aus.
Es KANN auch einfach eine übereifrige ASD beim Jugendamt sein, oder noch sehr jung (jemand der sich noch zu sehr an all die Bücher klammert, weil ihm die Erfahrung fehlt), oder besonders alt (jemand der mit den vielen eher neuen Erziehungsmodellen nicht zurecht kommt, kann schon beim Impfen losgehen. Das ist keine Pflicht, wird aber gern so suggeriert [hatte ich auch schon. Sollte eine Familie übernehmen und das erste, dass mir die ASD sagte, ich solle darauf achten, dann Muttern endlich impfen lässt.... auch wenn ich selbst pro Impfen bin, bin ich da eben professionell genug, um die Mutter erstmal anzuhören und ihren Willen dann auch zu respektieren]) oder die ASD ist befreundet mit den Pflegeeltern. Man baut als "Mitarbeiterin" (wenn man eben oft oder immer eng mit dem Amt zusammenarbeitet, beruflich gesehen, ist man zwar nicht direkte Mitarbeiterin des Jugendamtes, aber wird als gleichwertig gesehen) oft zu den ASD ein eher freundschaftliches Verhältnis auf. Und wenn die Pflegeeltern inzwischen so gut mit der JA-Mitarbeiterin befreundet sind, dann kann es schon sein, dass man einfach mal den Vorschlag bringt.
Also möglich ist vieles. Genau kann man aber eben nicht sagen, selbst wenn man alle Infos hätte. Das könnte in dem Fall nur die ASD und ggf. nicht mal sie selbst. Man weiß ja nicht, zu welchem Zeitpunkt es zu dem Vorschlag kam.
07.03.2018 22:08
Zitat von zwei92:
Zitat von DieEine2:
Wieso stand vom JA eine Adoption im Raum?
Das können die doch gar nicht bestimmen?!
Richtig,das selbe hatte ich gerade im Kopf
Ich habe sofort an den „Rabenmutter-Thread“ gedacht aus Juli. Da hat eine Userin erst anonym dann offensichtlich geschrsieben, das sie ihr Kind nicht liebt und abgegeben hat. Es war ein Junge und passt vom Alter. Auch vom schreiben, sie hat damals sehr gefühllos über ihren Sohn geschrieben und jetzt betont sie ja auch das der Wunsch vom Sohn kommt...also für mich ist es diese eine userin...
07.03.2018 22:14
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:
Zitat von Zelda86:
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:
Das Jugendamt kann das aber vorschlagen. Lehnen die Eltern ab, geht es nicht. Aber es gibt auch Eltern, die dann zustimmen.
Ich kann mir vorstellen, dass schon einiges passiert sein muss und/oder die Eltern völlig desinteressiert, bis das JA eine Adoption vorschlägt. Oder liege ich da falsch?
Also wie gesagt, wir wissen nicht genug über den Vorgang ansich. Es kann sein, dass das Amt das vorschlägt, weil der Junge vll. schon sehr lange bei den Pflegeeltern lebt. Kann auch sein, dass wirklich triftige Gründe vorliegen und das Jugendamt das für die bessere Variante, das Kindeswohl betreffend, hält. Allerdings hätte das Gericht dann nicht so entschieden, wie es hier gesagt wurde. Und ich gehe vorerst vom Wahrheitsgehalt diesbezüglich aus.
Es KANN auch einfach eine übereifrige ASD beim Jugendamt sein, oder noch sehr jung (jemand der sich noch zu sehr an all die Bücher klammert, weil ihm die Erfahrung fehlt), oder besonders alt (jemand der mit den vielen eher neuen Erziehungsmodellen nicht zurecht kommt, kann schon beim Impfen losgehen. Das ist keine Pflicht, wird aber gern so suggeriert [hatte ich auch schon. Sollte eine Familie übernehmen und das erste, dass mir die ASD sagte, ich solle darauf achten, dann Muttern endlich impfen lässt.... auch wenn ich selbst pro Impfen bin, bin ich da eben professionell genug, um die Mutter erstmal anzuhören und ihren Willen dann auch zu respektieren]) oder die ASD ist befreundet mit den Pflegeeltern. Man baut als "Mitarbeiterin" (wenn man eben oft oder immer eng mit dem Amt zusammenarbeitet, beruflich gesehen, ist man zwar nicht direkte Mitarbeiterin des Jugendamtes, aber wird als gleichwertig gesehen) oft zu den ASD ein eher freundschaftliches Verhältnis auf. Und wenn die Pflegeeltern inzwischen so gut mit der JA-Mitarbeiterin befreundet sind, dann kann es schon sein, dass man einfach mal den Vorschlag bringt.
Also möglich ist vieles. Genau kann man aber eben nicht sagen, selbst wenn man alle Infos hätte. Das könnte in dem Fall nur die ASD und ggf. nicht mal sie selbst. Man weiß ja nicht, zu welchem Zeitpunkt es zu dem Vorschlag kam.
Danke für deine Antwort. Meine Frage war nicht auf die TE bezogen, sondern nur allgemeines Interesse. Mir ist klar, dass solche und ähnliche Themen deutlich komplexer sind, als es nach außen bzw für Außenstehende oft wirkt. Daher finde ich es immer sehr nett, ein bisschen mehr über einige Vorgänge zu erfahren.
08.03.2018 11:04
Zitat von Julemaus:
Zitat von zwei92:
Zitat von DieEine2:
Wieso stand vom JA eine Adoption im Raum?
Das können die doch gar nicht bestimmen?!
Richtig,das selbe hatte ich gerade im Kopf
Ich habe sofort an den „Rabenmutter-Thread“ gedacht aus Juli. Da hat eine Userin erst anonym dann offensichtlich geschrsieben, das sie ihr Kind nicht liebt und abgegeben hat. Es war ein Junge und passt vom Alter. Auch vom schreiben, sie hat damals sehr gefühllos über ihren Sohn geschrieben und jetzt betont sie ja auch das der Wunsch vom Sohn kommt...also für mich ist es diese eine userin...
Das spielt doch absolut keine Rolle, wer die Userin ist.
Behaltet euren Verdacht doch bitte für euch.
Zum Thema ansich kamen ja schon sehr kompetente Aussagen.
08.03.2018 11:15
Na ja dann kennt man aber die Vorgeschichte und kann besser die Situation erkennen.
08.03.2018 11:45
Zitat von Julemaus:
Na ja dann kennt man aber die Vorgeschichte und kann besser die Situation erkennen.
Nein man kennt sie nicht, weil man nicht weiß ob es die Userin ist. Und aus irgendeinem Geschreibsel in einem Forum kann man mitnichten eine ganze Vorgeschichte ableiten und erst recht nicht eine Situation einschätzen.
08.03.2018 11:53
Zitat von zuppilini:
Zitat von Julemaus:
Na ja dann kennt man aber die Vorgeschichte und kann besser die Situation erkennen.
Nein man kennt sie nicht, weil man nicht weiß ob es die Userin ist. Und aus irgendeinem Geschreibsel in einem Forum kann man mitnichten eine ganze Vorgeschichte ableiten und erst recht nicht eine Situation einschätzen.
Muss man auch nicht. Um wirklich "helfen" zu können, müsste sie alle Schriftstücke, die sie hat, einscannen. Ein bisschen viel verlangt, oder? Selbst wenn sie das täte, bräuchte man halt Menschen vom Fach. Und da sind keine Sozialpädagogen gemeint, sondern eher Richter. Ich glaube, wir haben hier niemanden.
Und wenn sie uns alles erzählt, kommt am Ende auch nur bei raus, dass sie sich einen Anwalt nehmen muss. Selbst als Sozialpädagoge kann ich ihr nichts anderes raten, denn man liest nur die eine Seite von vielen Beteiligten. Und es bedarf einen Gesamtüberblick.
Es ist also wurscht, ob man weiß, wer sie ist und ob man die Vorgeschichte kennt. Wir nehmen das Gesagte mal als wahr hin. Dann ist da ein Gericht, dass entschieden hat, Rückführung jederzeit möglich. WIR können ihr nur sagen, dass es im Interesse des Kindes eben langsam von statten gehen muss und dauert. Vorgeschichte nicht nötig.
Wir lesen, dass das Jugendamt momentan eher gegen eine Rückführung arbeitet. Das mag Gründe haben, aber im Grunde ist das Gerichtsurteil auch für das Jugendamt bindend. Mehr kann man eh nicht sagen, also Vorgeschichte nicht nötig.
Usw.
08.03.2018 12:06
Ich habe sofort an den „Rabenmutter-Thread“ gedacht aus Juli. Da hat eine Userin erst anonym dann offensichtlich geschrsieben, das sie ihr Kind nicht liebt und abgegeben hat. Es war ein Junge und passt vom Alter. Auch vom schreiben, sie hat damals sehr gefühllos über ihren Sohn geschrieben und jetzt betont sie ja auch das der Wunsch vom Sohn kommt...also für mich ist es diese eine userin...
Also ich bin das Definitiv nicht, denn ich habe meinen Sohn nicht freiwillig abgegeben. Aber schön das du Hellsehen kannst
Das spielt doch absolut keine Rolle, wer die Userin ist.
Behaltet euren Verdacht doch bitte für euch.
DANKE!!!
Zum Thema ansich kamen ja schon sehr kompetente Aussagen.
Ja und dafür bin ich euch sehr Dankbar.
08.03.2018 13:43
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:
Zitat von zuppilini:
Zitat von Julemaus:
Na ja dann kennt man aber die Vorgeschichte und kann besser die Situation erkennen.
Nein man kennt sie nicht, weil man nicht weiß ob es die Userin ist. Und aus irgendeinem Geschreibsel in einem Forum kann man mitnichten eine ganze Vorgeschichte ableiten und erst recht nicht eine Situation einschätzen.
Muss man auch nicht. Um wirklich "helfen" zu können, müsste sie alle Schriftstücke, die sie hat, einscannen. Ein bisschen viel verlangt, oder? Selbst wenn sie das täte, bräuchte man halt Menschen vom Fach. Und da sind keine Sozialpädagogen gemeint, sondern eher Richter. Ich glaube, wir haben hier niemanden.
Und wenn sie uns alles erzählt, kommt am Ende auch nur bei raus, dass sie sich einen Anwalt nehmen muss. Selbst als Sozialpädagoge kann ich ihr nichts anderes raten, denn man liest nur die eine Seite von vielen Beteiligten. Und es bedarf einen Gesamtüberblick.
Es ist also wurscht, ob man weiß, wer sie ist und ob man die Vorgeschichte kennt. Wir nehmen das Gesagte mal als wahr hin. Dann ist da ein Gericht, dass entschieden hat, Rückführung jederzeit möglich. WIR können ihr nur sagen, dass es im Interesse des Kindes eben langsam von statten gehen muss und dauert. Vorgeschichte nicht nötig.
Wir lesen, dass das Jugendamt momentan eher gegen eine Rückführung arbeitet. Das mag Gründe haben, aber im Grunde ist das Gerichtsurteil auch für das Jugendamt bindend. Mehr kann man eh nicht sagen, also Vorgeschichte nicht nötig.
Usw.
Doch haben wir schon
Es gibt hier schlicht nicht genügend Informationen um zu helfen. bzw weiter zu helfen als "such dir einen Anwalt".
08.03.2018 13:47
Zitat von zuppilini:
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:
Zitat von zuppilini:
Zitat von Julemaus:
Na ja dann kennt man aber die Vorgeschichte und kann besser die Situation erkennen.
Nein man kennt sie nicht, weil man nicht weiß ob es die Userin ist. Und aus irgendeinem Geschreibsel in einem Forum kann man mitnichten eine ganze Vorgeschichte ableiten und erst recht nicht eine Situation einschätzen.
Muss man auch nicht. Um wirklich "helfen" zu können, müsste sie alle Schriftstücke, die sie hat, einscannen. Ein bisschen viel verlangt, oder? Selbst wenn sie das täte, bräuchte man halt Menschen vom Fach. Und da sind keine Sozialpädagogen gemeint, sondern eher Richter. Ich glaube, wir haben hier niemanden.
Und wenn sie uns alles erzählt, kommt am Ende auch nur bei raus, dass sie sich einen Anwalt nehmen muss. Selbst als Sozialpädagoge kann ich ihr nichts anderes raten, denn man liest nur die eine Seite von vielen Beteiligten. Und es bedarf einen Gesamtüberblick.
Es ist also wurscht, ob man weiß, wer sie ist und ob man die Vorgeschichte kennt. Wir nehmen das Gesagte mal als wahr hin. Dann ist da ein Gericht, dass entschieden hat, Rückführung jederzeit möglich. WIR können ihr nur sagen, dass es im Interesse des Kindes eben langsam von statten gehen muss und dauert. Vorgeschichte nicht nötig.
Wir lesen, dass das Jugendamt momentan eher gegen eine Rückführung arbeitet. Das mag Gründe haben, aber im Grunde ist das Gerichtsurteil auch für das Jugendamt bindend. Mehr kann man eh nicht sagen, also Vorgeschichte nicht nötig.
Usw.
Ganz genau. Wobei auch ein Richter kann hier nicht helfen. Ich würde mich hier auch nicht zur Sache äußern. Das ist Richtern eigen, wenn sie die Sachlage nicht kennen
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