Unsere neuen Nachbarn, die Flüchtlinge...
27.07.2015 13:49
Zitat von zetten:
Meiner Meinung nach ist mit das größte Problem, dass alle in ein Heim gestopft werden und sich dann da zusammenrotten. Dadurch machen die viel Mist.
Ich habe bisher leider auch nur negative Sachen aus dem Wohnheim gehört hier um die Ecke. Polizei ist regelmäßig da (hab da auch mal mit Polizisten geredet, die meinten, abends traut sich selbst die Polizei nicht mehr zu zweit da rein) und wir hatten auch schon einige unnatürliche Todesfälle.
Das Problem würde sich denk ich minimieren, wenn die nicht alle auf einem Haufen untergebracht werden würden, sondern eher in kleinen Wohngemeinschaften, wo jeder auch was mit machen muss. (bei uns im Asylheim putzen deutsche ihnen hinterher!?) so ließe sich eine bessere Integration bewerkstelligen.
Ich finde aber, dass der Staat ihnen die Möglichkeit geben sollte, arbeiten zu gehen, bzw sogar als Pflicht. Immerhin wird davon geredet, dass es teilweise Fachkräfte sind, also kann man das doch als deutscher Staat auch nutzen?
Und dann stell ich mir aber auch immer wieder die Frage, warum müssen Asylbewerber mit den neuesten Handys und Markenklamotten rumlaufen und Taxifreifahrten geschenkt bekommen?
Und das mit den Deutschkursen wird hier zum Beispiel auch angeboten, aber was nützen die, wenn sich die jungen Herren lieber in der Stadt nach hübschen deutschen Mädchen umsehen?
Hab den Überblick über den Text verloren. Aber ich freue mich, dass du so positive Erfahrungen machen konntest. Und hoffe, dass ich die auch mal machen darf.
Definitiv! Wir haben hier in unserem Heim alles an Arbeitern dabei. Vom Herzchirurgen bis zum Gärtner. Sie können und wollen arbeiten! Das sind keine Hinterwäldler, die nichts können.
Gebrauchte Smartphones werden übrigens oft gespendet. Taxifahrten gibt es nicht gratis, sondern nur z.B. ärztlich verordnet. Das gibt es aber für uns Deutsche auch.
27.07.2015 13:51
Mein Erlebnis hatte ich im November des letzten Jahres. Ich kam irgendwann um 0 Uhr mit dem Zug in der Nachbarstadt an und es fuhr kein Bus mehr zu mir nach Hause so dass ich die 4 Km halt zu Fuß gelaufen bin.
Irgendwann als ich so über das Wald lief kam ein Auto und dieses hielt auch direkt neben mir an.
Ein Türkischer Mann mit seiner Frau fragten ob sie mich mitnehmen sollen.
Eigentlich steige ich ungern in fremde Autos aber es war arschkalt, so dunkel dass ich kaum die Hand vor Augen sehen konnte und nach 9 Stunden Arbeit wollte ich auch mal zuhause ankommen also sagte ich ja.
Auf der doch recht kurzen Fahrt erfuhr ich dass sie vor 1 Jahr herkamen und sogar nur 2 Straßen weiter wohnen. Am nächsten Tag hab ich dann als Dankeschön Kuchen vorbei gebracht und mich mit ihnen unterhalten. Das sind wirklich nette Menschen und ihre 14 jährige Tochter ist im Gegensatz zu vielen anderen aus der Umgebung hier sogar sehr gut erzogen!
Treffe mich auch heute noch alle 1-2 Monate mit ihnen zum Kuchen essen und die Idee mit diesem Thread finde ich wirklich toll!
Irgendwann als ich so über das Wald lief kam ein Auto und dieses hielt auch direkt neben mir an.
Ein Türkischer Mann mit seiner Frau fragten ob sie mich mitnehmen sollen.
Eigentlich steige ich ungern in fremde Autos aber es war arschkalt, so dunkel dass ich kaum die Hand vor Augen sehen konnte und nach 9 Stunden Arbeit wollte ich auch mal zuhause ankommen also sagte ich ja.
Auf der doch recht kurzen Fahrt erfuhr ich dass sie vor 1 Jahr herkamen und sogar nur 2 Straßen weiter wohnen. Am nächsten Tag hab ich dann als Dankeschön Kuchen vorbei gebracht und mich mit ihnen unterhalten. Das sind wirklich nette Menschen und ihre 14 jährige Tochter ist im Gegensatz zu vielen anderen aus der Umgebung hier sogar sehr gut erzogen!
Treffe mich auch heute noch alle 1-2 Monate mit ihnen zum Kuchen essen und die Idee mit diesem Thread finde ich wirklich toll!
27.07.2015 14:06
Huhu
Ich habe ja eine Zeitlang ein wenig in der Arbeitsintegration gearbeitet, als Studentenjob (das klingt seltsam
) und moechte auch meine Erfahrungen teilen. Mein Job dort war es vor allem, Fluechtlingen, die kaum ein Wort Deutsch verstanden zu helfen, sich zu bewerben. Ich spreche 5 Sprachen, deshalb war das hilfreich. Aber eben nicht in jedem Fall. Mit Hand und Fuss schafft man es auch, wenn es noetig ist und man wirklich will. Auch wenn ich es manchmal lustig fand, dass man Menschen, die kaum deutsch sprachen sagte, sie sollen eine Bewerbung schreiben.
Ich faende es wichtiger, ihnen einen Deutschkurs zu bezahlen.
Aber gut, zu meinem Erlebnis:
Mir wurde irgendwann aufgetragen, einem Nigerianer ein paar Basics auf deutsch beizubringen. Sein Deutschkurs wuerde erst spaeter anfangen. Fakt ist, wir haben uns fast nur auf Enflisch unterhalten, weil ich es einfach interessant gefunden habe, mehr zu erfahren. Wer ist die Person, mit der ich spreche? Wie fuehlt es sich an, Fluechtling zu sein? Generell waren das immer Gespreachspunkte, die mir gefallen hatten. Den Fluechtlingen auch, jeder Einzelne, mit dem ich sprach, sagte, dass er es super findet, dass sich endlich mal jemand fuer ihre Geschichte interessiert und ihnen nicht nur sagt: Du musst jetzt arbeiten! Du musst dies und jenes. Auch wenn sie natuerlich arbeiten wollten.
Der Nigerianer lebte noch in einem Asylheim. 70 Euro im Monat. Fuer Essen, etc. Leute, die ihm nicht antworten, wenn er nach dem Weg fragte. Leute, die die Strassenseite wechselten etc. Ich fand das traurig. Er war offen, er strahlte das auch aus. Gepflegt. Er sagte immer, er habe es nicht vor, jemanden zu ueberfallen...aber staendig gaebe man ihm das Gefuehl, er sei Kriminell.
Kurz darauf lernte ich eine Dame kennen, die nur 4 Jahre juenger als ich selbst zu dieser Zeit war (ich, 24, sie 20). Sie lebte seit einem Jahr in Deutschland, sprach aber hervorragend Deutsch. Und Spanisch. Und Englisch. Sie selbst kam aus Rumaenien, alo auch rumaenisch. Wir verstanden uns so gut, dass wir sogar ein paar mal zusammen Cocktails trinken gingen etc. Sie sagte immer: Du bist meine beste, deutsche Freundin. Die liebste, die ich je kennenlernte.
Ich habe, dank meiner Arbeit sehr viele Fluechtlinge kennengelernt, und habe das immer als Bereicherung angesehen. Keiner war je respektlos zu den Mitarbeitern, obwohl diese Fremde Kultur, die einem Sagte: Wenn du dies und jenes nicht machst, dann bekommst du kein Geld. Ich weiss, dass man etwas tun muss um an Geld zu bekommen. Aber fuer Fremde Kulturen ist unser System vielleicht seltsam. Geld, aber keine Freiheit. Aber es ist nunmal Geld, dass sie brauchen. Ich verstehe es nicht, dass viele Leute sagen: Die muessen uns dankbar sein. Dankbar waeren diese Menschen vielmehr, wenn sie jemanden haetten, der sich nicht verurteilt. Es muss sich schlimm anfuehlen, von jemandem dermassen abhaengig zu sein und sich dank mancher Menschen wie werlos vorzukommen. Es wird immer vergessen, dass jede Person Gefuehle hat!
Und nun zu mir, ich bin zwar kein Fluechtling, aber ausgewandert und weiss somit aus erster Hand, dass Integration kein Kinderspiel ist. Vor allem, wenn man schon Erwachsen ist.
Danke fuers lesen.
Ich habe ja eine Zeitlang ein wenig in der Arbeitsintegration gearbeitet, als Studentenjob (das klingt seltsam
) und moechte auch meine Erfahrungen teilen. Mein Job dort war es vor allem, Fluechtlingen, die kaum ein Wort Deutsch verstanden zu helfen, sich zu bewerben. Ich spreche 5 Sprachen, deshalb war das hilfreich. Aber eben nicht in jedem Fall. Mit Hand und Fuss schafft man es auch, wenn es noetig ist und man wirklich will. Auch wenn ich es manchmal lustig fand, dass man Menschen, die kaum deutsch sprachen sagte, sie sollen eine Bewerbung schreiben.
Ich faende es wichtiger, ihnen einen Deutschkurs zu bezahlen. Aber gut, zu meinem Erlebnis:
Mir wurde irgendwann aufgetragen, einem Nigerianer ein paar Basics auf deutsch beizubringen. Sein Deutschkurs wuerde erst spaeter anfangen. Fakt ist, wir haben uns fast nur auf Enflisch unterhalten, weil ich es einfach interessant gefunden habe, mehr zu erfahren. Wer ist die Person, mit der ich spreche? Wie fuehlt es sich an, Fluechtling zu sein? Generell waren das immer Gespreachspunkte, die mir gefallen hatten. Den Fluechtlingen auch, jeder Einzelne, mit dem ich sprach, sagte, dass er es super findet, dass sich endlich mal jemand fuer ihre Geschichte interessiert und ihnen nicht nur sagt: Du musst jetzt arbeiten! Du musst dies und jenes. Auch wenn sie natuerlich arbeiten wollten.
Der Nigerianer lebte noch in einem Asylheim. 70 Euro im Monat. Fuer Essen, etc. Leute, die ihm nicht antworten, wenn er nach dem Weg fragte. Leute, die die Strassenseite wechselten etc. Ich fand das traurig. Er war offen, er strahlte das auch aus. Gepflegt. Er sagte immer, er habe es nicht vor, jemanden zu ueberfallen...aber staendig gaebe man ihm das Gefuehl, er sei Kriminell.
Kurz darauf lernte ich eine Dame kennen, die nur 4 Jahre juenger als ich selbst zu dieser Zeit war (ich, 24, sie 20). Sie lebte seit einem Jahr in Deutschland, sprach aber hervorragend Deutsch. Und Spanisch. Und Englisch. Sie selbst kam aus Rumaenien, alo auch rumaenisch. Wir verstanden uns so gut, dass wir sogar ein paar mal zusammen Cocktails trinken gingen etc. Sie sagte immer: Du bist meine beste, deutsche Freundin. Die liebste, die ich je kennenlernte.
Ich habe, dank meiner Arbeit sehr viele Fluechtlinge kennengelernt, und habe das immer als Bereicherung angesehen. Keiner war je respektlos zu den Mitarbeitern, obwohl diese Fremde Kultur, die einem Sagte: Wenn du dies und jenes nicht machst, dann bekommst du kein Geld. Ich weiss, dass man etwas tun muss um an Geld zu bekommen. Aber fuer Fremde Kulturen ist unser System vielleicht seltsam. Geld, aber keine Freiheit. Aber es ist nunmal Geld, dass sie brauchen. Ich verstehe es nicht, dass viele Leute sagen: Die muessen uns dankbar sein. Dankbar waeren diese Menschen vielmehr, wenn sie jemanden haetten, der sich nicht verurteilt. Es muss sich schlimm anfuehlen, von jemandem dermassen abhaengig zu sein und sich dank mancher Menschen wie werlos vorzukommen. Es wird immer vergessen, dass jede Person Gefuehle hat!
Und nun zu mir, ich bin zwar kein Fluechtling, aber ausgewandert und weiss somit aus erster Hand, dass Integration kein Kinderspiel ist. Vor allem, wenn man schon Erwachsen ist.
Danke fuers lesen.
27.07.2015 14:18
Zitat von Putsch:
Zitat von cooky:
Zitat:
Bis auf "Hallo und Tschüß" habe ich dort mit niemandem Kontakt gehabt. Allgemein kann ich sagen, dass sie sich unauffällig verhielten. Gingen mal spazieren, die Kinder sah man auf dem Spielplatz und sonst war da nichts.
Das kann ich weitesgehend so teilen. Meine Tochter hat zudem einen "Freund". Also einen Mann um die 20, den wir beim spazierengehen öfter sehen, der immer wieder an der Kasse vor uns stand und die beiden grinsen sich immer an. Mittlerweile grüßen wir uns und redet mal miteinander.
Meistens sieht man nur wie viele zum Einkaufen in größeren Gruppen hier herumlaufen oder wie die Jugendlichen hier in der kleinen Parkanlage "abhängen". Alles ganz problemlos.
Leider sind die Zustände in dem Heim wohl sehr schlimm. Meine Hebamme betreut dort auch eine andere Mutter und erzählte mir, dass dort leider wirklich Chaos herrscht. Es ist ein Hinterhaus und ich bin einmal hin. Ich weiß garnicht genau wieso. War so ein innrer Drang, ob man da nicht mal was helfen kann. Allerdings haben mich zwei Männer die davor saßen angeschrien. Was sie genau agten verstand ich nicht, aber meine Aktion war nun auch wenig durchdacht ^^ und eben eine Mishcung aus Lage mal sehen, Hallo sagen, schauen was man tun kann. Da vor dem Haus selbst mehrmals im Monat Polizei und Krankenwagen stehen, bin ich auch schnell gegangen. So alleine war das nun auch eine sinnlose Aktion. Von außen war alles halt sehr zugemüllt.
Es gab wohl auch einen Vorfall, bei dem ein Mann nachts blutüberströmd in der Nachbarschaft an vielen Häusern klingelte.
Die Probleme herrschen also unter den Menschen. Kein Wunder, wenn man so zusammengefercht miteinander leben muss. Man benennt sie immer als Kollektiv, aber das viele vielleicht aus so verschiedenen Gebieten kommen und null miteinander anfangen können....
Eine Freundin kennt in ihrer Funktion als Sozialarbeiterin auch die Zustände im Haus. Es ist in der Umgebung auch wohl sehr bekannt. Aber eben weil intern viel passiert und nicht weil nun die Nachbarschaft großartig beklaut wird o.ä.
Ja, das kann ich so bestätigen.
Ich hab ja nun mehrere Heime von innen gesehen. Zwar war alles sauber, bescheiden und ausreichend eingerichtet, aber eben doch sehr beengt.
Dass 3 Männer sich dauerhaft ein Zimmer teilen war ganz normal. Männer, die sich zuvor nie gesehen hatten...
Dazu die emotionale Anspannung und die Tatsache nichts tun zu können. Sie dürfen sich nicht um Arbeit bemühen, nichts...Sie warten ab und wissen nicht wann sich was ändert.
Das schweißt einerseits zusammen, andererseits kracht es auch mal gewaltig. Ich kann das verstehen. Ich bin schon genervt, wenn ich mir 3 Tage mit jemand anderem ein Krankenhauszimmer teilen muss...
Das hat sich übrigens in dem Heim, in dem ich mithelfe verbessert seit der große Garten für die Bewohner freigegeben wurde und man ihnen Gartenwerkzeuge und Baumaterialien zur Verfügung gestellt hat. Sie haben Beete gepflanzt, bunte Wege aus Betongartenplatten gebaut, einen Sandkasten angelegt und planen noch weiteres.
Seitdem gibt es was zu tun, sie haben halt wieder irgendeinen Sinn und sind deutlich entspannter.
Hier gibt es auch einen interkulturelle Garten. War da im letzten Jahr zum Sommerfest. Und die einzelnen Stücke sind sehr begehrt. Da kommen auch viele aus den verschiedenen Nationen ins Gespräch. Aber der Garten hat halt auch keinen Platz für Massen an Interessierten.
27.07.2015 14:24
Ich finde man kann richtig deine Freude über eure neuen Nachbarn rauslesen!
Gefällt mir sehr gut!
Wir haben selber 2 Flüchtlingsheime in der Nähe bzw ein Heim und eine Art Verteilstation (hört sich böse an, ist aber nix anderes).
In der Verteilstation kommen alle ca 2 Wochen neue Leute an ohne medzinischen Erstcheck und wenn sie untersucht wurden etc werden sie in ihr neues "Heim" geschickt. Da mitten in einem Wohngebiet haben die Anwohner Angst vor ansteckenden Krankheiten.
Das andere Heim ist recht unauffällig. Allerdings lungern immer jede Menge Bewohner auf dem Gehweg vor dem Haus und ich bin ehrlich: ich vermeide es da entlang zu gehen. Ich finde es bedrohlich dass immer Gruppen von 5-20 meist Männern da zusammenstehen.
Gefällt mir sehr gut! Wir haben selber 2 Flüchtlingsheime in der Nähe bzw ein Heim und eine Art Verteilstation (hört sich böse an, ist aber nix anderes).
In der Verteilstation kommen alle ca 2 Wochen neue Leute an ohne medzinischen Erstcheck und wenn sie untersucht wurden etc werden sie in ihr neues "Heim" geschickt. Da mitten in einem Wohngebiet haben die Anwohner Angst vor ansteckenden Krankheiten.
Das andere Heim ist recht unauffällig. Allerdings lungern immer jede Menge Bewohner auf dem Gehweg vor dem Haus und ich bin ehrlich: ich vermeide es da entlang zu gehen. Ich finde es bedrohlich dass immer Gruppen von 5-20 meist Männern da zusammenstehen.
27.07.2015 15:34
hm. ich bin bei dem Thema noch sehr zwiegespalten.
an sich selbe Gegend wie Putsch. ein Heim gerade frisch eröffnet.
ich habe mich auf beiden Seiten informiert und komme noch nicht zu einem rechten Entschluss, ob ich es gut oder schlecht finden soll.
wir sind hier aufgewachsen mit vielen Russen und Vietnamesen. Letztere fielen so gut wie nie auf, erstere schon früher. mittlerweile kann man sie kaum von "normalen" Deutschen unterscheiden. für diese habe ich auch eine Eltern- Kind-Gruppe geleitet. Dort konnte ich russisch für Kinder lernen, wie man Wäsche im Winter trocknet und von den Eltern werde ich bis heute noch kontaktiert. alles super
Ich helfe auch draußen immer gerne jedem, der mich fragt und habe schon einige Kontakte schließen können, die mir wahnsinnig interessante Dinge aus fernen Ländern berichten konnten.
Andererseits werden mir Dinge erzählt und berichtet, die absolut nicht schön sind. Frauen werden auf der Straße gejagt (und ich glaube nach 20 Jahren kann ich denen schon glauben) und als dumme Deutsche beschimpft, sodass fremde Leute die Eingangstüren aufmachen um sie zu retten.
Ich wurde des öfteren gefragt ob ich Interesse an Armani und Co habe (in Hellersdorf eine total dusselige Idee, wie ich ihm sagte).
Dann, Laura und eine Freundin von ihr wurden letzte Woche an einem Spielbrunnen von einem Jungen getreten, der auch aus dem neuen Heim kam (habe sie dort hingehen sehen später). er war zw 8 und 10 und kickte nach den Beiden als sie auch mal an die große Fontäne wollten. Er trat aber nicht wie ein Kind, sondern wie ein Karatekämpfer. Beide konnten gerade noch zurückspringen. Das passierte zweimal. Dabei wollten sie mit ihm spielen und freuten sich, das er sie nass machte (was seinem Getue zufolge nicht auf gegenseitigem Spaß beruhte). Nach dem zweiten Mal machte ich mich auf dem Weg zur Mutter, die ihre Mühe hatte ihre drei Kinder bei sich zu behalten. Sie sah es aber und schimpfte den Jungen sofort aus. Danach war Ruhe.
Auch für mich, da niemand zu Schaden kam.
Mir ist es da auch sch* egal woher das Kind kommt und was es erlebt hat. Mein Kind ist kein Prügelknabe! Da hätte auch ein Hells Angels Kind stehen können. Ich hätte den Mund aufgemacht.
Wir haben aber auch schon geholfen und Spielzeig, Klamotten und Geld nach Syrien geschickt.
Dennoch würde ich hier aussortierte Kleidung definitiv eher einer armen einheimischen Familie schenken als ins Heim zu fahren.
Ich habe auch nicht viel und muss über die Runden kommen. Ich denke auch wir untereinander müssen uns helfen. Das tue ich auch mit gutem Gewissen.
an sich selbe Gegend wie Putsch. ein Heim gerade frisch eröffnet.
ich habe mich auf beiden Seiten informiert und komme noch nicht zu einem rechten Entschluss, ob ich es gut oder schlecht finden soll.
wir sind hier aufgewachsen mit vielen Russen und Vietnamesen. Letztere fielen so gut wie nie auf, erstere schon früher. mittlerweile kann man sie kaum von "normalen" Deutschen unterscheiden. für diese habe ich auch eine Eltern- Kind-Gruppe geleitet. Dort konnte ich russisch für Kinder lernen, wie man Wäsche im Winter trocknet und von den Eltern werde ich bis heute noch kontaktiert. alles super
Ich helfe auch draußen immer gerne jedem, der mich fragt und habe schon einige Kontakte schließen können, die mir wahnsinnig interessante Dinge aus fernen Ländern berichten konnten.
Andererseits werden mir Dinge erzählt und berichtet, die absolut nicht schön sind. Frauen werden auf der Straße gejagt (und ich glaube nach 20 Jahren kann ich denen schon glauben) und als dumme Deutsche beschimpft, sodass fremde Leute die Eingangstüren aufmachen um sie zu retten.
Ich wurde des öfteren gefragt ob ich Interesse an Armani und Co habe (in Hellersdorf eine total dusselige Idee, wie ich ihm sagte).
Dann, Laura und eine Freundin von ihr wurden letzte Woche an einem Spielbrunnen von einem Jungen getreten, der auch aus dem neuen Heim kam (habe sie dort hingehen sehen später). er war zw 8 und 10 und kickte nach den Beiden als sie auch mal an die große Fontäne wollten. Er trat aber nicht wie ein Kind, sondern wie ein Karatekämpfer. Beide konnten gerade noch zurückspringen. Das passierte zweimal. Dabei wollten sie mit ihm spielen und freuten sich, das er sie nass machte (was seinem Getue zufolge nicht auf gegenseitigem Spaß beruhte). Nach dem zweiten Mal machte ich mich auf dem Weg zur Mutter, die ihre Mühe hatte ihre drei Kinder bei sich zu behalten. Sie sah es aber und schimpfte den Jungen sofort aus. Danach war Ruhe.
Auch für mich, da niemand zu Schaden kam.
Mir ist es da auch sch* egal woher das Kind kommt und was es erlebt hat. Mein Kind ist kein Prügelknabe! Da hätte auch ein Hells Angels Kind stehen können. Ich hätte den Mund aufgemacht.
Wir haben aber auch schon geholfen und Spielzeig, Klamotten und Geld nach Syrien geschickt.
Dennoch würde ich hier aussortierte Kleidung definitiv eher einer armen einheimischen Familie schenken als ins Heim zu fahren.
Ich habe auch nicht viel und muss über die Runden kommen. Ich denke auch wir untereinander müssen uns helfen. Das tue ich auch mit gutem Gewissen.
27.07.2015 15:58
Super, dass ihr so offen dem Neuen gegenüber getreten seid!
Ich hatte auch mal Nachbarn im Haus, Ausländer - wir wussten nicht woher.
In der Wohnung lebte ein älteres Ehepaar. Ihre erwachsenen Söhne und die Enkelkinder waren oft zu Besuch.
Anfangs gab es keinen Kontakt, bis auf ein Hallo. Aber eines Nachmittags standen ein Teller und ein Topf mit Essen vor unserer Tür. Wir wussten zwar nicht was es war, aber es hat gut geschmeckt. Am nächsten Tag haben wir nebenan geklingelt, um uns zu bedanken und das Geschirr zurück zu bringen. Einer der Söhne war auch da. Wir wurden herein gebeten, es wurde Naschwerk gereicht und Tee angeboten. Die beiden "Alten" konnten kein Deutsch und kaum Englisch - aber der Sohn konnte für uns ins Englische übersetzen. Sie erzählten uns, dass sie aus dem Irak kommen und dem jesidischen Glauben angehören. Der "Alte" war soetwas wie ein Priester. Die Familie ist aus dem Irak nach Deutschland gekommen, weil sie dort als religiöse Minderheit zu viele Repressalien fürchten mussten.
Das Essen haben wir bekommen, weil die einen Feiertag hatten.
Das Leben mit den Nachbarn war sehr angenehm. Wir haben gegenseitig viel voneinander gelernt.
Natürlich gab es auch Dinge, die unsere Nachbarn erst lernen mussten. Aber nicht, weil sie dreckig, kriminell oder sonstwas waren. Sondern einfach, weil sie es im Irak nicht kannten. Zum Beispiel Mülltrennung, nicht 20 Paar Schuhe im Hausflur "verteilen" oder nicht ungefragt unseren Garten benutzen. Aber das waren immer nur Kleinigkeiten, die nicht nochmal vorgekommen sind, wenn man es ihnen erklärt hat. Da war nichts dabei, was mutwillig stattfand, sie kannten die "deutschen Gepflogenheiten" einfach nicht.
Ich hatte auch mal Nachbarn im Haus, Ausländer - wir wussten nicht woher.
In der Wohnung lebte ein älteres Ehepaar. Ihre erwachsenen Söhne und die Enkelkinder waren oft zu Besuch.
Anfangs gab es keinen Kontakt, bis auf ein Hallo. Aber eines Nachmittags standen ein Teller und ein Topf mit Essen vor unserer Tür. Wir wussten zwar nicht was es war, aber es hat gut geschmeckt. Am nächsten Tag haben wir nebenan geklingelt, um uns zu bedanken und das Geschirr zurück zu bringen. Einer der Söhne war auch da. Wir wurden herein gebeten, es wurde Naschwerk gereicht und Tee angeboten. Die beiden "Alten" konnten kein Deutsch und kaum Englisch - aber der Sohn konnte für uns ins Englische übersetzen. Sie erzählten uns, dass sie aus dem Irak kommen und dem jesidischen Glauben angehören. Der "Alte" war soetwas wie ein Priester. Die Familie ist aus dem Irak nach Deutschland gekommen, weil sie dort als religiöse Minderheit zu viele Repressalien fürchten mussten.
Das Essen haben wir bekommen, weil die einen Feiertag hatten.
Das Leben mit den Nachbarn war sehr angenehm. Wir haben gegenseitig viel voneinander gelernt.
Natürlich gab es auch Dinge, die unsere Nachbarn erst lernen mussten. Aber nicht, weil sie dreckig, kriminell oder sonstwas waren. Sondern einfach, weil sie es im Irak nicht kannten. Zum Beispiel Mülltrennung, nicht 20 Paar Schuhe im Hausflur "verteilen" oder nicht ungefragt unseren Garten benutzen. Aber das waren immer nur Kleinigkeiten, die nicht nochmal vorgekommen sind, wenn man es ihnen erklärt hat. Da war nichts dabei, was mutwillig stattfand, sie kannten die "deutschen Gepflogenheiten" einfach nicht.
27.07.2015 16:02
Uah, wie schön! So viel positives! Ich freue mich sehr darüber
Was ist denn Juso?
Wow, wirklich toll, wie gut die Integration geklappt hat. Und cool, dass einer dein Onkel wurde!
Ich denke, das ist auch das was die meisten vergessen. Dass nicht alle Flüchtlinge in Armut leben und es für sie, wenn es kein Krieg oder kriegsähnliche Zustände in deren Ländern gäbe, auch so kein Anreiz wäre ihr Land, ihre Heimat nur wegen ein läppischen Euronen (Sozialleistungen) zu verlassen. Das ist doch völliger Humbug und irrsinnig meiner Meinung nach.
Genau! Besonders die jüngeren treffen sich draußen und laufen hier rum. Was sollen sie sonst anderes machen? Sollen sie sich einsperren und Wochen, Monate, Jahre dort verharren, bis sich jemand ihrer annimmt?
Ich kann mir gut vorstellen, was die Leute hier in der Gegend dazu sagen, aber ne, darüber mag ich mich jetzt gerade nicht ärgern.
'
Die Aktion mit der Lech war ja krass
Ich hoffe es hat den Gaffern zum Undenken angeregt und ihnen vielleicht ein "good job" entlockt?
Ich habe dann auch erfahren, dass im syrischen Bildungssystem wahlweise englisch oder französisch ebenfalls auf dem Lehrplan steht. Klingt zwar blöd, aber ich hatte tatsächlich nicht gedacht, dass es dort auch üblich ist..beschämenderweise.
Ja, die Integration fängt nicht nur bei ihnen an und hört auch nicht bei ihnen auf. Und auch die Beschäftigung gehört dazu und nein, es wäre nicht die Lösung sie für unbeliebte Arbeiten zu verdonnern (Feldarbeit, Reinigung, Müllabfuhr), denn auch diese Leute haben etwas gelernt und es wäre wirklich sinnig, diese Leute mit ihren Erfahrungen an unserem Arbeitsmarkt teilhaben zu lassen. Es ist die Einstellung der Bevölkerung gefragt eine Integration zu ermöglichen. Und wenn ich hier so die Vorurteile lese von manchen Userinnen im anderen Thread, da hoffe ich inständig, dass sie nur im Internet sich so das "Maul" zerreißen und die Leute im realen Leben in Frieden lassen.
'
Und wieder ein Beispiel: Unsere Nachbarn beginnen nach den Schulferien mit dem Deutschkurs, ich freue mich schon sehr darauf mich mit ihnen besser unterhalten zu können.
Puuuh. Ja, das ist wohl eine Kehrseite, die ich am liebsten gar nicht Wahr haben will. Aber auch in anderen Ländern gibt es ungehobeltes Volk, die sich nicht zu benehmen wissen... Solche Leute kommen eben auch hierher und das lässt sich auch nicht vermeiden. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass wenn die Sozialarbeiter sich eingehender mit den einzelnen Leuten beschäftigen könnten, sie für voll nehmen, sie beschäftigen und sie nicht in unwürdige Verhältnisse hausen lassen würde, wäre diese Problematik noch einmal um einiges geringer. Meinst du nicht? Man muss sich mal vorstellen, dass sie vorerst nichts an ihrer Situation ändern können, da kommt Frust hoch (auch wenn es nicht richtig ist, diese an andere auszulassen). In Kombination mit Alkohol wird das ganze noch brenzlicher. Und da wären ja auch noch die Jugendlichen, die sich außerhalb der elterlichen Fürsorge befinden und sich so richtig "rei" und "groß" fühlen und übermütig werden und sich zu Gruppen bilden + Ausgrenzung, unzulängliche Integration und schwubs hast du eine Clique die recht schnell beratungsresistent wird. (Letzter Satz ist eine reine Vermutung meinerseits!)
'
Ach, du hast auch so normale Nachbarn? Siehste, danke für deinen Beitrag!
Wie schön sich von einem "besorgtem Bürger" bespucken lassen zu müssen, nur weil man Menschlichkeit beweist
Na du bist mir ´ne mutige!
Vielleicht haben sie auch nur energisch "Hallo" gesagt?
Naja, was würdest du davon halten, wenn du mit sagen wir mal 10 anderen Menschen in einem Haushalt leben musst, mit unterschiedlichen Auffassungen, Glaubensrichtungen usw. usf. Dass die sich irgendwann an die Gurgel gehen, kann ich ihnen nicht mal vorwerfen
Gerade in solchen Heimen wird es über kurz oder lang sowieso eskalieren. Und die Kommunen täten gut daran, keine Heime zu bauen/besetzen, sondern einzelne Wohnungen zu organsieren, oder wie in unserem Fall Reihenendhäuser. Sie allesamt abzuschotten an einem Ort halte ich persönlich für grob fahrlässig. Auch diese Heime sind ein Grund, dass Integration mitunter nicht funktionieren kann.
Ist das eine reine Behauptung oder gibt es Einzelfälle oder ist es ein häufiges Problem?
Grundsätzlich teile ich aber gerne deine Meinung!
Und ich drücke dir die Daumen, dass auch du nette Nachbarn bekommst
Achso, und die Handys und Tablets haben sie von Zuhause mitgenommen in unserem Fall, sodass sie mit ihren Familien in Kontakt bleiben können. Sie sind wohl auch noch mit dem syrischen Netz (oder wie sagt man?) verbunden, sagte mein Mann.
Na das hätte auch böse ins Auge gehen können! Aber gut, dass du eine positive Erfahrung gemacht hast und diese auch weiterhin besteht!!
Gern gelesen...
Und dem gibt es eigentlich nichts hinzuzufügen würde ich meine...
Das mit der "Verteilstation" finde ich sehr interessant. Mich würde auch mal interessieren, wie es generell gehandhabt wird. Bekommt jede Kommune eine Anzahl willkürlich zusammengewürfelte (nationenbezogen) Menschen und muss diese dann irgendwie unterbringen? Oder bekommt jede Kommune immer nur eine Nation (sei es jetzt eine Gruppe Syrer oder Eriträer)? Weiß das jemand? Und wie ist es in den Heimen? Da wird sicherlich nicht nach deren Glaubensrichtungen, Herkunft oder so "sortiert"?
Wie reagiert denn die Gruppe Menschen auf dich? Wie reagierst du?
Da bei unseren Nachbarn auch immer eine Frau dabei war, hatte ich schnell keine angst mehr, dass sie mich körperlich bedrängen würden. Ob es anders gewesen wäre, wenn es nur Männer gewesen...
Bestimmt sogar. Ich kann da deine Sorge also ein bisschen verstehen.
Zitat von DieW:
Meine Erfahrungen mit Asylbewerbernist schon einige Zeit(25 Jahre) her.
Meine Mutter war Juso-Vorsitzende und aktiv in einer Asylinitiative tätig und ich immer dabei.
Wir wurden in dem Männerwohnheim sehr lieb aufgenommen,die Männer haben gekocht und waren weder aggressiv, noch irgendwie anders böse.Einer dieser Männer wurde später mein Onkel.Hat sich glatt meine Tante geschnappt und geheiratet.
Eine iranische Asylbewerberfamilie wurde wie eine Zweifamilienhäuser für mich.So liebe und gastfreundliche Menschen.
Diese iranische Familie musste politisches Asyl beantragen,da sie gegen Regime des Ayatollah Khomeini waren.
Ein harter Schlag-eine wohlhabende und gebildete iranische Familie lebte plötzlich in Armut und Ablehnung.
Mittlerweile sind sie deutsche Staatsbürger, die Frau(im Iran Lehrerin) hat hier nochmal studiert und ist Sozialpädagogin,der Mann hat ein Restaurant und die Mädchen haben beide studiert und arbeiten.
Ich kann also sagen,dass ich nur positive Erlebnisse hatte.
Was ist denn Juso?
Wow, wirklich toll, wie gut die Integration geklappt hat. Und cool, dass einer dein Onkel wurde!
Ich denke, das ist auch das was die meisten vergessen. Dass nicht alle Flüchtlinge in Armut leben und es für sie, wenn es kein Krieg oder kriegsähnliche Zustände in deren Ländern gäbe, auch so kein Anreiz wäre ihr Land, ihre Heimat nur wegen ein läppischen Euronen (Sozialleistungen) zu verlassen. Das ist doch völliger Humbug und irrsinnig meiner Meinung nach.
Zitat von Ania88:
bei uns in der Stadt sind im moment auch 3 asylatenheime und ich habe bis jetzt noch nichts negatives mitbekommen außer dass sie auf der straße rumlunger müssen weil sie einfach nicht arbeiten dürfen! und DAS finde ich absolut verwerflich! Ich habe schon einige von den Menschen kennengelernt und von einbrüchen die sich gehäuft haben oder sonstwas mit gewalt, vergewaltigung die sich vermehrt haben habe ich noch nichts mitbekommen! hier hat sogar ein asylbewerber einem anderen das leben gerettet in dem er in den Lech gesprungen ist um ihn aus dem wasser zu holen! alle anderen die dort waren haben zugeschaut und der kerl wäre ersoffen wenn nicht dieser Asylbewerber gewesen wäre!
Genau! Besonders die jüngeren treffen sich draußen und laufen hier rum. Was sollen sie sonst anderes machen? Sollen sie sich einsperren und Wochen, Monate, Jahre dort verharren, bis sich jemand ihrer annimmt?
Ich kann mir gut vorstellen, was die Leute hier in der Gegend dazu sagen, aber ne, darüber mag ich mich jetzt gerade nicht ärgern.
'
Die Aktion mit der Lech war ja krass
Ich hoffe es hat den Gaffern zum Undenken angeregt und ihnen vielleicht ein "good job" entlockt? Zitat von Azzurra:
Ich hatte in eine meiner Klassen ein Mädchen aus dem Iran.
Die Familie ist vor 4 Jahren nach Deutschland geflüchtet und sprach kein Wort Deutsch. Das Mädchen ist dann in die Grundschule gekommen und geht mittlerweile in die 7. Klasse eines Gymnasiums. Sie spricht perfekt Deutsch, ohne Akzent und ist die Beste in ihrer Klasse. Sie ist ein total liebes Mädchen, sprachlich unheimlich begabt und Englisch und Französisch sind ihre Lieblingsfächer.
Ihre Mutter war beim letzten Elternsprechtag dabei und auch mit ihr kann man sich mittlerweile in gebrochenem Deutsch gut verständlich unterhalten.
Sie haben sich einfach super integriert, einfach toll.![]()
Ich habe dann auch erfahren, dass im syrischen Bildungssystem wahlweise englisch oder französisch ebenfalls auf dem Lehrplan steht. Klingt zwar blöd, aber ich hatte tatsächlich nicht gedacht, dass es dort auch üblich ist..beschämenderweise.
Zitat von Angi93:
Ich find deine Erfahrung echt super tollauch wenn meine Meinung teils teils ist, freu mich sowas zulesen.
Ich finde man könnte einiges besser machen, die Menschen müssten viel mehr hier integriert werde und nicht so abgeschottet Leben und vorallem Arbeiten dürfen, denke das wollen viele, deutsch Kurse damit sie sich hier verständigen können.
Ja, die Integration fängt nicht nur bei ihnen an und hört auch nicht bei ihnen auf. Und auch die Beschäftigung gehört dazu und nein, es wäre nicht die Lösung sie für unbeliebte Arbeiten zu verdonnern (Feldarbeit, Reinigung, Müllabfuhr), denn auch diese Leute haben etwas gelernt und es wäre wirklich sinnig, diese Leute mit ihren Erfahrungen an unserem Arbeitsmarkt teilhaben zu lassen. Es ist die Einstellung der Bevölkerung gefragt eine Integration zu ermöglichen. Und wenn ich hier so die Vorurteile lese von manchen Userinnen im anderen Thread, da hoffe ich inständig, dass sie nur im Internet sich so das "Maul" zerreißen und die Leute im realen Leben in Frieden lassen.
'
Und wieder ein Beispiel: Unsere Nachbarn beginnen nach den Schulferien mit dem Deutschkurs, ich freue mich schon sehr darauf mich mit ihnen besser unterhalten zu können.
Zitat von AliceWondering:
Mich freut es ja,das es auch positive eindruecke.gibt. aber leider,ist das wohl eher selten...
wir haben.letzte woche die dritte fluechtlingsunterkunft in.naechster naehe bekommen...
das man sich beim.spazieren gehen mit dem.hund.beschimpfen.lassen musste,war ja schon alltag. aber mittlerweile trauen ich und die anderen frauen.aus der nachbarschaft uns ohne.unsere maenner nicht mehr vor die.tuer.
ich schreibe mal.stichpunkt artig was jetzt innerhalb einer woche so.schoenes.vorgefallen.ist...
-beschimpfungen
-mit bierflaschen bewerfen lassen
-kinder und frauen bedraengt
haben.hier jeden tag die polizei.
ich finde es traurig,dass man sich in.einem land,das hilfe anbietet so.benehmen muss...
das zieht die menschen,die hier hin.kommen.und wirklich dankbar fier.diese hilfe sind und sich hier benehmen so.in.den.dreck...
Puuuh. Ja, das ist wohl eine Kehrseite, die ich am liebsten gar nicht Wahr haben will. Aber auch in anderen Ländern gibt es ungehobeltes Volk, die sich nicht zu benehmen wissen... Solche Leute kommen eben auch hierher und das lässt sich auch nicht vermeiden. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass wenn die Sozialarbeiter sich eingehender mit den einzelnen Leuten beschäftigen könnten, sie für voll nehmen, sie beschäftigen und sie nicht in unwürdige Verhältnisse hausen lassen würde, wäre diese Problematik noch einmal um einiges geringer. Meinst du nicht? Man muss sich mal vorstellen, dass sie vorerst nichts an ihrer Situation ändern können, da kommt Frust hoch (auch wenn es nicht richtig ist, diese an andere auszulassen). In Kombination mit Alkohol wird das ganze noch brenzlicher. Und da wären ja auch noch die Jugendlichen, die sich außerhalb der elterlichen Fürsorge befinden und sich so richtig "rei" und "groß" fühlen und übermütig werden und sich zu Gruppen bilden + Ausgrenzung, unzulängliche Integration und schwubs hast du eine Clique die recht schnell beratungsresistent wird. (Letzter Satz ist eine reine Vermutung meinerseits!)
'
Zitat von Putsch:
Ich kann da auch mitmachen.
Allgemein habe ich recht viel mit den Asylbewerbern zu tun, da wir in der Umgebung 3 Heime haben. In einem davon habe ich während meiner Elternzeit ehrenamtlich bei allem möglichen geholfen, jetzt leider aus Zeitgründen nur noch gelegentlich.
Bis Anfang des Jahres wohnten wir in einer recht sozial schwachen Wohngegend. In der Siedlung gab es viele Wohnungen für Flüchtlingsfamilien.
Bis auf "Hallo und Tschüß" habe ich dort mit niemandem Kontakt gehabt. Allgemein kann ich sagen, dass sie sich unauffällig verhielten. Gingen mal spazieren, die Kinder sah man auf dem Spielplatz und sonst war da nichts.
Jetzt wohnen wir in einer etwas teureren Gegend und dementsprechend gibt es weniger Flüchtlingswohnungen um uns herum.
Vor einigen Wochen zog nun eine Familie aus Syrien in die Nachbarschaft. Vater, Mutter, zwei Kinder (9 und 5). Die Eltern grüßen freundlich und wirken schüchtern und zurückhaltend. Die Kinder haben schnell Anschluss gefunden. Hier ist es so, dass die Kinder aus der Gegend sich alle auf dem Spielplatz treffen. Da spielen alle Nationalitäten friedlich miteinander. Der Sohn (9) ist jedenfalls ein sehr lieber und höflicher Junge. Hat sich sehr gut in die Gruppe der Kinder integriert. Seine Schwester hat er immer an der Hand und kümmert sich rührend um sie. Auch mit meinen Kindern spielen die beiden gern. Sie sind jetzt 8 Monate in Deutschland und der Junge spricht wirklich sehr gut deutsch. Klar, mit viel Akzent aber unheimlich gut. Seine Schwester hat geistig ein paar Probleme, ist aber auch sehr lieb. Die beiden lieben deutsche Kinderbücher und waren unendlich froh als ich ihnen letztens einen Karton voll alter Bücher von uns gab. Die Mutter wollte mir später 5€ dafür in die Hand drücken und wurde echt rot, als ich ihr verständlich gemacht habe, dass die Bücher geschenkt sind.
Zusammenfassen kann ich also: Die Familien, die ich erlebe, leben recht unauffällig. In der Nähe von Flüchtlingsheimen wurde ich noch nie doof von ihnen angemacht. Von deutschen "besorgten Bürgern" wurde ich dagegen tatsächlich mal bespuckt, als ich zum Zuckerfest ins Heim eingeladen war und eine Tüte voll Spenden dabeihatte.
Ach, du hast auch so normale Nachbarn? Siehste, danke für deinen Beitrag!
Wie schön sich von einem "besorgtem Bürger" bespucken lassen zu müssen, nur weil man Menschlichkeit beweist
Zitat von cooky:
Zitat:
Bis auf "Hallo und Tschüß" habe ich dort mit niemandem Kontakt gehabt. Allgemein kann ich sagen, dass sie sich unauffällig verhielten. Gingen mal spazieren, die Kinder sah man auf dem Spielplatz und sonst war da nichts.
Das kann ich weitesgehend so teilen. Meine Tochter hat zudem einen "Freund". Also einen Mann um die 20, den wir beim spazierengehen öfter sehen, der immer wieder an der Kasse vor uns stand und die beiden grinsen sich immer an. Mittlerweile grüßen wir uns und redet mal miteinander.
Meistens sieht man nur wie viele zum Einkaufen in größeren Gruppen hier herumlaufen oder wie die Jugendlichen hier in der kleinen Parkanlage "abhängen". Alles ganz problemlos.
Leider sind die Zustände in dem Heim wohl sehr schlimm. Meine Hebamme betreut dort auch eine andere Mutter und erzählte mir, dass dort leider wirklich Chaos herrscht. Es ist ein Hinterhaus und ich bin einmal hin. Ich weiß garnicht genau wieso. War so ein innrer Drang, ob man da nicht mal was helfen kann. Allerdings haben mich zwei Männer die davor saßen angeschrien. Was sie genau agten verstand ich nicht, aber meine Aktion war nun auch wenig durchdacht ^^ und eben eine Mishcung aus Lage mal sehen, Hallo sagen, schauen was man tun kann. Da vor dem Haus selbst mehrmals im Monat Polizei und Krankenwagen stehen, bin ich auch schnell gegangen. So alleine war das nun auch eine sinnlose Aktion. Von außen war alles halt sehr zugemüllt.
Es gab wohl auch einen Vorfall, bei dem ein Mann nachts blutüberströmd in der Nachbarschaft an vielen Häusern klingelte.
Die Probleme herrschen also unter den Menschen. Kein Wunder, wenn man so zusammengefercht miteinander leben muss. Man benennt sie immer als Kollektiv, aber das viele vielleicht aus so verschiedenen Gebieten kommen und null miteinander anfangen können....
Eine Freundin kennt in ihrer Funktion als Sozialarbeiterin auch die Zustände im Haus. Es ist in der Umgebung auch wohl sehr bekannt. Aber eben weil intern viel passiert und nicht weil nun die Nachbarschaft großartig beklaut wird o.ä.
Na du bist mir ´ne mutige!
Vielleicht haben sie auch nur energisch "Hallo" gesagt?
Naja, was würdest du davon halten, wenn du mit sagen wir mal 10 anderen Menschen in einem Haushalt leben musst, mit unterschiedlichen Auffassungen, Glaubensrichtungen usw. usf. Dass die sich irgendwann an die Gurgel gehen, kann ich ihnen nicht mal vorwerfen
Gerade in solchen Heimen wird es über kurz oder lang sowieso eskalieren. Und die Kommunen täten gut daran, keine Heime zu bauen/besetzen, sondern einzelne Wohnungen zu organsieren, oder wie in unserem Fall Reihenendhäuser. Sie allesamt abzuschotten an einem Ort halte ich persönlich für grob fahrlässig. Auch diese Heime sind ein Grund, dass Integration mitunter nicht funktionieren kann. Zitat von zetten:
Meiner Meinung nach ist mit das größte Problem, dass alle in ein Heim gestopft werden und sich dann da zusammenrotten. Dadurch machen die viel Mist.
Ich habe bisher leider auch nur negative Sachen aus dem Wohnheim gehört hier um die Ecke. Polizei ist regelmäßig da (hab da auch mal mit Polizisten geredet, die meinten, abends traut sich selbst die Polizei nicht mehr zu zweit da rein) und wir hatten auch schon einige unnatürliche Todesfälle.
Das Problem würde sich denk ich minimieren, wenn die nicht alle auf einem Haufen untergebracht werden würden, sondern eher in kleinen Wohngemeinschaften, wo jeder auch was mit machen muss. (bei uns im Asylheim putzen deutsche ihnen hinterher!?) so ließe sich eine bessere Integration bewerkstelligen.
Ich finde aber, dass der Staat ihnen die Möglichkeit geben sollte, arbeiten zu gehen, bzw sogar als Pflicht. Immerhin wird davon geredet, dass es teilweise Fachkräfte sind, also kann man das doch als deutscher Staat auch nutzen?
Und dann stell ich mir aber auch immer wieder die Frage, warum müssen Asylbewerber mit den neuesten Handys und Markenklamotten rumlaufen und Taxifreifahrten geschenkt bekommen?
Und das mit den Deutschkursen wird hier zum Beispiel auch angeboten, aber was nützen die, wenn sich die jungen Herren lieber in der Stadt nach hübschen deutschen Mädchen umsehen?
Hab den Überblick über den Text verloren. Aber ich freue mich, dass du so positive Erfahrungen machen konntest. Und hoffe, dass ich die auch mal machen darf.
Ist das eine reine Behauptung oder gibt es Einzelfälle oder ist es ein häufiges Problem?
Grundsätzlich teile ich aber gerne deine Meinung!
Und ich drücke dir die Daumen, dass auch du nette Nachbarn bekommst
Achso, und die Handys und Tablets haben sie von Zuhause mitgenommen in unserem Fall, sodass sie mit ihren Familien in Kontakt bleiben können. Sie sind wohl auch noch mit dem syrischen Netz (oder wie sagt man?) verbunden, sagte mein Mann.
Zitat von Joselia:
Mein Erlebnis hatte ich im November des letzten Jahres. Ich kam irgendwann um 0 Uhr mit dem Zug in der Nachbarstadt an und es fuhr kein Bus mehr zu mir nach Hause so dass ich die 4 Km halt zu Fuß gelaufen bin.
Irgendwann als ich so über das Wald lief kam ein Auto und dieses hielt auch direkt neben mir an.
Ein Türkischer Mann mit seiner Frau fragten ob sie mich mitnehmen sollen.
Eigentlich steige ich ungern in fremde Autos aber es war arschkalt, so dunkel dass ich kaum die Hand vor Augen sehen konnte und nach 9 Stunden Arbeit wollte ich auch mal zuhause ankommen also sagte ich ja.
Auf der doch recht kurzen Fahrt erfuhr ich dass sie vor 1 Jahr herkamen und sogar nur 2 Straßen weiter wohnen. Am nächsten Tag hab ich dann als Dankeschön Kuchen vorbei gebracht und mich mit ihnen unterhalten. Das sind wirklich nette Menschen und ihre 14 jährige Tochter ist im Gegensatz zu vielen anderen aus der Umgebung hier sogar sehr gut erzogen!![]()
Treffe mich auch heute noch alle 1-2 Monate mit ihnen zum Kuchen essen und die Idee mit diesem Thread finde ich wirklich toll!![]()
Na das hätte auch böse ins Auge gehen können! Aber gut, dass du eine positive Erfahrung gemacht hast und diese auch weiterhin besteht!!
Zitat von Blancanieves:
Huhu![]()
Ich habe ja eine Zeitlang ein wenig in der Arbeitsintegration gearbeitet, als Studentenjob (das klingt seltsam) und moechte auch meine Erfahrungen teilen. Mein Job dort war es vor allem, Fluechtlingen, die kaum ein Wort Deutsch verstanden zu helfen, sich zu bewerben. Ich spreche 5 Sprachen, deshalb war das hilfreich. Aber eben nicht in jedem Fall. Mit Hand und Fuss schafft man es auch, wenn es noetig ist und man wirklich will. Auch wenn ich es manchmal lustig fand, dass man Menschen, die kaum deutsch sprachen sagte, sie sollen eine Bewerbung schreiben.
Ich faende es wichtiger, ihnen einen Deutschkurs zu bezahlen.
Aber gut, zu meinem Erlebnis:
Mir wurde irgendwann aufgetragen, einem Nigerianer ein paar Basics auf deutsch beizubringen. Sein Deutschkurs wuerde erst spaeter anfangen. Fakt ist, wir haben uns fast nur auf Enflisch unterhalten, weil ich es einfach interessant gefunden habe, mehr zu erfahren. Wer ist die Person, mit der ich spreche? Wie fuehlt es sich an, Fluechtling zu sein? Generell waren das immer Gespreachspunkte, die mir gefallen hatten. Den Fluechtlingen auch, jeder Einzelne, mit dem ich sprach, sagte, dass er es super findet, dass sich endlich mal jemand fuer ihre Geschichte interessiert und ihnen nicht nur sagt: Du musst jetzt arbeiten! Du musst dies und jenes. Auch wenn sie natuerlich arbeiten wollten.
Der Nigerianer lebte noch in einem Asylheim. 70 Euro im Monat. Fuer Essen, etc. Leute, die ihm nicht antworten, wenn er nach dem Weg fragte. Leute, die die Strassenseite wechselten etc. Ich fand das traurig. Er war offen, er strahlte das auch aus. Gepflegt. Er sagte immer, er habe es nicht vor, jemanden zu ueberfallen...aber staendig gaebe man ihm das Gefuehl, er sei Kriminell.
Kurz darauf lernte ich eine Dame kennen, die nur 4 Jahre juenger als ich selbst zu dieser Zeit war (ich, 24, sie 20). Sie lebte seit einem Jahr in Deutschland, sprach aber hervorragend Deutsch. Und Spanisch. Und Englisch. Sie selbst kam aus Rumaenien, alo auch rumaenisch. Wir verstanden uns so gut, dass wir sogar ein paar mal zusammen Cocktails trinken gingen etc. Sie sagte immer: Du bist meine beste, deutsche Freundin. Die liebste, die ich je kennenlernte.
Ich habe, dank meiner Arbeit sehr viele Fluechtlinge kennengelernt, und habe das immer als Bereicherung angesehen. Keiner war je respektlos zu den Mitarbeitern, obwohl diese Fremde Kultur, die einem Sagte: Wenn du dies und jenes nicht machst, dann bekommst du kein Geld. Ich weiss, dass man etwas tun muss um an Geld zu bekommen. Aber fuer Fremde Kulturen ist unser System vielleicht seltsam. Geld, aber keine Freiheit. Aber es ist nunmal Geld, dass sie brauchen. Ich verstehe es nicht, dass viele Leute sagen: Die muessen uns dankbar sein. Dankbar waeren diese Menschen vielmehr, wenn sie jemanden haetten, der sich nicht verurteilt. Es muss sich schlimm anfuehlen, von jemandem dermassen abhaengig zu sein und sich dank mancher Menschen wie werlos vorzukommen. Es wird immer vergessen, dass jede Person Gefuehle hat!
Und nun zu mir, ich bin zwar kein Fluechtling, aber ausgewandert und weiss somit aus erster Hand, dass Integration kein Kinderspiel ist. Vor allem, wenn man schon Erwachsen ist.
Danke fuers lesen.
Gern gelesen...
Und dem gibt es eigentlich nichts hinzuzufügen würde ich meine...
Zitat von Cookie88:
Ich finde man kann richtig deine Freude über eure neuen Nachbarn rauslesen!Gefällt mir sehr gut!
Wir haben selber 2 Flüchtlingsheime in der Nähe bzw ein Heim und eine Art Verteilstation (hört sich böse an, ist aber nix anderes).
In der Verteilstation kommen alle ca 2 Wochen neue Leute an ohne medzinischen Erstcheck und wenn sie untersucht wurden etc werden sie in ihr neues "Heim" geschickt. Da mitten in einem Wohngebiet haben die Anwohner Angst vor ansteckenden Krankheiten.
Das andere Heim ist recht unauffällig. Allerdings lungern immer jede Menge Bewohner auf dem Gehweg vor dem Haus und ich bin ehrlich: ich vermeide es da entlang zu gehen. Ich finde es bedrohlich dass immer Gruppen von 5-20 meist Männern da zusammenstehen.
Das mit der "Verteilstation" finde ich sehr interessant. Mich würde auch mal interessieren, wie es generell gehandhabt wird. Bekommt jede Kommune eine Anzahl willkürlich zusammengewürfelte (nationenbezogen) Menschen und muss diese dann irgendwie unterbringen? Oder bekommt jede Kommune immer nur eine Nation (sei es jetzt eine Gruppe Syrer oder Eriträer)? Weiß das jemand? Und wie ist es in den Heimen? Da wird sicherlich nicht nach deren Glaubensrichtungen, Herkunft oder so "sortiert"?
Wie reagiert denn die Gruppe Menschen auf dich? Wie reagierst du?
Da bei unseren Nachbarn auch immer eine Frau dabei war, hatte ich schnell keine angst mehr, dass sie mich körperlich bedrängen würden. Ob es anders gewesen wäre, wenn es nur Männer gewesen...
Bestimmt sogar. Ich kann da deine Sorge also ein bisschen verstehen.
27.07.2015 16:08
Was Kleiderspenden angeht:
Kleidung schmeiße ich so gut wie nie in Container - da gibt es viele, die illegal aufgestellt sind. Die brauchbare Kleidung wird von denen dann oft nach Afrika verkauft. Und die Menschen dort können unsere Kleidung dann auf dem Markt kaufen.
Ich gebe unsere "Altkleider" zu den Maltesern. Dort wird sortiert. Einige Sachen werden geschreddert und für zb Malervlies verwendet. Andere Teile kommen in die Kleiderkammer und wieder anderes wird an Flüchtlinge, Obdachlose oder auch in Krisengebieten verteilt.
Wer von denen nun meine Kleidung bekommt? Mir egal, alle können sie gebrauchen.
Allerdings habe ich auch schon Kleidung direkt an Flüchtlinge gespendet.
Und zwar an ein Erstaufnahmelager. Dort herrscht enorm viel "Durchgangsverkehr", daher wird auch viel an Kleidung und Spielzeug benötigt. Schließlich kommen dort Flüchtlinge an, die oft wenig oder gar nichts dabei haben.
Kleidung schmeiße ich so gut wie nie in Container - da gibt es viele, die illegal aufgestellt sind. Die brauchbare Kleidung wird von denen dann oft nach Afrika verkauft. Und die Menschen dort können unsere Kleidung dann auf dem Markt kaufen.
Ich gebe unsere "Altkleider" zu den Maltesern. Dort wird sortiert. Einige Sachen werden geschreddert und für zb Malervlies verwendet. Andere Teile kommen in die Kleiderkammer und wieder anderes wird an Flüchtlinge, Obdachlose oder auch in Krisengebieten verteilt.
Wer von denen nun meine Kleidung bekommt? Mir egal, alle können sie gebrauchen.
Allerdings habe ich auch schon Kleidung direkt an Flüchtlinge gespendet.
Und zwar an ein Erstaufnahmelager. Dort herrscht enorm viel "Durchgangsverkehr", daher wird auch viel an Kleidung und Spielzeug benötigt. Schließlich kommen dort Flüchtlinge an, die oft wenig oder gar nichts dabei haben.
27.07.2015 16:18
Dein Titel passt perfekt zu unserer Situation. Wir haben auch neue Nachbarn und meineMädels haben sich so gefreut,über die kiKinder in ihrem alter.was soll ich sagen,letztes geschah es dann,dass sich meine beiden einfach mal total dreist bei deren Kinder Geburtstag unten auf unserer Wiese einfach so selbst eingeladen haben. Ich gab ihnen noch süsskram mit runter und ein neues,verpackt es puzzle,was wir noch im Schrank hatten,und schon war ich die lieben kleinen bis zehn!! Uhr abends los!Die feierten so tollmiteinander....als sie wieder hoch kamen konnten sie eine Menge neuer Wörter und meinten,das die mama der Kinder viel besser kochen kann als ich!da werde ich wohl bald mal nach Rezepten fragen gehen müssen....
27.07.2015 16:28
ich find es schön von euren erfahrungen zu hören!
wir haben hier in unserem ort (knappe 6000 einwohner) mehrere eriträer - alles alleintehende, aber männer und frauen! die wohnen in kleinen angemieteten wohnungen der stadt. aber verteilt über das ganze dorf.
auffällig sind sie in keinster weise. wenn man mal davon absieht dass sie sich immer mit den fahrrädern besuchen gehen und zu den unmöglichsten uhrzeiten durchs dorf radeln - aber was sollen die sonst machen? sie dürfen ja nicht arbeiten!
ansonten sieht man sie aber bei jedem dorffest. sie werden immer eingeladen und kommen auch jedesmal. sie sind freundlich, grüßen wenn man sie sieht und bedanken sich wenn man ihnen hilft! auch engagieren sie sich, soweit sie dürfen, in der dorfgemeinschaft. da es christen sind gab es erst vor kurzem einen "afrikanischen gottesdienst" mit anschließendem essen. sie halfen beim "ehrenamtlichen tag" mit und säuberten gemeinsam mit leuten von der stadt die spielplätze. sie gehen zum sportverein (die frauen spielen volleyball, die männer fußball).
ich kann über diese menschen nix negatives berichten! es gab weder vermehrte überalle noch einbrüche seitdme sie hier leben!
wir haben hier in unserem ort (knappe 6000 einwohner) mehrere eriträer - alles alleintehende, aber männer und frauen! die wohnen in kleinen angemieteten wohnungen der stadt. aber verteilt über das ganze dorf.
auffällig sind sie in keinster weise. wenn man mal davon absieht dass sie sich immer mit den fahrrädern besuchen gehen und zu den unmöglichsten uhrzeiten durchs dorf radeln - aber was sollen die sonst machen? sie dürfen ja nicht arbeiten!
ansonten sieht man sie aber bei jedem dorffest. sie werden immer eingeladen und kommen auch jedesmal. sie sind freundlich, grüßen wenn man sie sieht und bedanken sich wenn man ihnen hilft! auch engagieren sie sich, soweit sie dürfen, in der dorfgemeinschaft. da es christen sind gab es erst vor kurzem einen "afrikanischen gottesdienst" mit anschließendem essen. sie halfen beim "ehrenamtlichen tag" mit und säuberten gemeinsam mit leuten von der stadt die spielplätze. sie gehen zum sportverein (die frauen spielen volleyball, die männer fußball).
ich kann über diese menschen nix negatives berichten! es gab weder vermehrte überalle noch einbrüche seitdme sie hier leben!
27.07.2015 16:45
Die Juso ist die Jugendorganisation der SPD.Ich hoffe ich irre mich nicht-ist die Abkürzung von Jungsozialisten.
Hier im Ort ist es auch grad sehr unruhig seit ein ehemaliges DRK-Kurheim Flüchtlinge beherbergt.
Egal ob ein Fahrrad gestohlen wurde,nachts randalierten wurde sind die Ausländer.
Auch dort ist meine Mutter aktiv unter den Helfern und alle sind freundlich.
Unter den Männer gibt es aber tatsächlich oft Ärger.Ein Haufen junger Männer,wahrscheinlich sehr unglücklich fern der Heimat und Familie, unterfordert und schon knallt es.
Hier haben die Helfer eine Art Tauschbasar organisiert.Man gibt seine Sachen ab und Hilfsbedürftige(nicht nur die Flüchtlinge) können dann gucken was sie brauchen und kostenlos mitnehmen.
Hier im Ort ist es auch grad sehr unruhig seit ein ehemaliges DRK-Kurheim Flüchtlinge beherbergt.
Egal ob ein Fahrrad gestohlen wurde,nachts randalierten wurde sind die Ausländer.
Auch dort ist meine Mutter aktiv unter den Helfern und alle sind freundlich.
Unter den Männer gibt es aber tatsächlich oft Ärger.Ein Haufen junger Männer,wahrscheinlich sehr unglücklich fern der Heimat und Familie, unterfordert und schon knallt es.
Hier haben die Helfer eine Art Tauschbasar organisiert.Man gibt seine Sachen ab und Hilfsbedürftige(nicht nur die Flüchtlinge) können dann gucken was sie brauchen und kostenlos mitnehmen.
27.07.2015 17:02
Zitat von DieW:
Die Juso ist die Jugendorganisation der SPD.Ich hoffe ich irre mich nicht-ist die Abkürzung von Jungsozialisten.
Hier im Ort ist es auch grad sehr unruhig seit ein ehemaliges DRK-Kurheim Flüchtlinge beherbergt.
Egal ob ein Fahrrad gestohlen wurde,nachts randalierten wurde sind die Ausländer.
Auch dort ist meine Mutter aktiv unter den Helfern und alle sind freundlich.
Unter den Männer gibt es aber tatsächlich oft Ärger.Ein Haufen junger Männer,wahrscheinlich sehr unglücklich fern der Heimat und Familie, unterfordert und schon knallt es.
Hier haben die Helfer eine Art Tauschbasar organisiert.Man gibt seine Sachen ab und Hilfsbedürftige(nicht nur die Flüchtlinge) können dann gucken was sie brauchen und kostenlos mitnehmen.
Dazu kommt vielleicht noch, dass die Männer aus verschiedenen Kulturen kommen, also auch verschiedene Ansichten zu bestimmen Dingen haben.
Und was ganz sicher zu Reibereien beiträgt: Beengte räumliche Verhältnisse und Langeweile. Soviel zu tun haben die jungen Männer ja nicht.
Und ich weiß noch, wie mies gelaunt ich war, als ich 1/2 Jahr arbeitslos war
27.07.2015 17:24
Wir wohnen hier sehr ländlich, haben dementprechend kein Wohnheim vor der Nase. Dafür sind im Dorf verteilt mehrere Familien untergebracht. Und bisher kann ich absolut nichts negatives erzählen. Genauergesagt haben wir uns letztens im Kiga unterhalten wie viele Familien es tatsächlich sind und ich war überrascht auf welche Zahl wir gekommen sind
Eine Familie möchte ich dabei besonders erwähnen. Eine alleinerziehende Mutter mit einer Tochter und Sohn ca. 5 Jahre. Die Tochter würde ich auf 10-12 Jahre schätzen. Sie ist diejenige, die Ihren Bruder immer in den Kiga bringt und wieder abholt. Sich im Grunde genommen komplett um ihn kümmert. Die Mutter habe ich selber noch nie gesehen. Aber als wir oben erwähntes Gespräch im Kiga hatten, erzählte ein Vater, dass die Mutter kaum vor die Haustüre geht und wohl traumatisiert ist. Auch der Sohn muss bei der Ankunft nur gebissen und geschrien haben, sobald ihm jemand zu Nahe kam. Mittlerweile ist er ein ganz aufgeweckter Junge der super Deutsch spricht.
Was mich wiederrum zu einem Thema bringt, dass mir die letzten Tage durch den Kopf geistert. Als ich letzte Woche das Mädchen im Kiga getroffen habe, hatte sie ein paar Ballerinas an. Damit die passten musste sie vorne 2 Löcher für die großen Zehen hereinschneiden.
Wisst ihr so in etwa, was solchen Familien zusteht?
Eine Familie möchte ich dabei besonders erwähnen. Eine alleinerziehende Mutter mit einer Tochter und Sohn ca. 5 Jahre. Die Tochter würde ich auf 10-12 Jahre schätzen. Sie ist diejenige, die Ihren Bruder immer in den Kiga bringt und wieder abholt. Sich im Grunde genommen komplett um ihn kümmert. Die Mutter habe ich selber noch nie gesehen. Aber als wir oben erwähntes Gespräch im Kiga hatten, erzählte ein Vater, dass die Mutter kaum vor die Haustüre geht und wohl traumatisiert ist. Auch der Sohn muss bei der Ankunft nur gebissen und geschrien haben, sobald ihm jemand zu Nahe kam. Mittlerweile ist er ein ganz aufgeweckter Junge der super Deutsch spricht.
Was mich wiederrum zu einem Thema bringt, dass mir die letzten Tage durch den Kopf geistert. Als ich letzte Woche das Mädchen im Kiga getroffen habe, hatte sie ein paar Ballerinas an. Damit die passten musste sie vorne 2 Löcher für die großen Zehen hereinschneiden.
Wisst ihr so in etwa, was solchen Familien zusteht?
27.07.2015 17:26
Das alles kommt dazu.Und dann ist der Frust menschlich.
Sicherlich gibt es auch schwarze Schafe,dass streitet sicher niemand ab,aber der Großteil ist dankbar hier aufgenommen zu sein und bemüht sich ein Teil unserer Gesellschaft(hört sich das doof an) zu werden.
Dass viele Menschen mit Angst und Vorurteilen reagieren,ist so typisch deutsch.
Meine Oma erzählte ganz oft,wie die Menschen hier auf sie reagierten-mit Ablehnung!!!Und das,obwohl sie Deutsche war.Aber ein Flüchtling aus Ostpreußen,als die Russen während des Krieges nach Westen marschierten.Das muss man sich mal vorstellen....gruselig.Und mein Opa wurde bemitleidet,weil er eine Flüchtlingsfrau geheiratet hat.Er hätte schließlich auch ne hiesige Witwe nehmen können.
Sicherlich gibt es auch schwarze Schafe,dass streitet sicher niemand ab,aber der Großteil ist dankbar hier aufgenommen zu sein und bemüht sich ein Teil unserer Gesellschaft(hört sich das doof an) zu werden.
Dass viele Menschen mit Angst und Vorurteilen reagieren,ist so typisch deutsch.
Meine Oma erzählte ganz oft,wie die Menschen hier auf sie reagierten-mit Ablehnung!!!Und das,obwohl sie Deutsche war.Aber ein Flüchtling aus Ostpreußen,als die Russen während des Krieges nach Westen marschierten.Das muss man sich mal vorstellen....gruselig.Und mein Opa wurde bemitleidet,weil er eine Flüchtlingsfrau geheiratet hat.Er hätte schließlich auch ne hiesige Witwe nehmen können.
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bei uns in der Stadt sind im moment auch 3 asylatenheime und ich habe bis jetzt noch nichts negatives mitbekommen außer dass sie auf der straße rumlunger müssen weil sie einfach nicht arbeiten dürfen! und DAS finde ich absolut verwerflich! Ich habe schon einige von den Menschen kennengelernt und von einbrüchen die sich gehäuft haben oder sonstwas mit gewalt, vergewaltigung die sich vermehrt haben habe ich noch nichts mitbekommen! hier hat sogar ein asylbewerber einem anderen das leben gerettet in dem er in den Lech gesprungen ist um ihn aus dem wasser zu holen! alle anderen die dort waren haben zugeschaut und der kerl wäre ersoffen wenn nicht dieser Asylbewerber gewesen wäre!