Werte/Überzeugung und Konsequenz
11.02.2013 15:39
Hi,
in den letzten Tagen gab es einige Themen, die genau darüber mich haben grübeln lassen: für welche Werte und Überzeugungen steht man und zieht man auch entsprechende Konsequenzen.
Die Beispiele sind willkürlich danach gewählt, wie es mich jetzt anspringt, nicht um persönlich nun hier jemanden anzugreifen:
Wenn ich von der Einrichtung Kirche nichts halte, diese sogar ablehne, finde ich es nicht in Ordnung, kirschlich zu heiraten, nur weil das ja so hübsch ist in so einem Haus. So was finde ich nicht in Ordnung. Das eine geht in dem Fall nicht ohne das andere: entweder ich stehe dahinter, dann paßt das auch. Oder ich kann mit dem Kram nichts anfangen, aber dann muß ich halt auf die kirchliche Trauung auch verzichten (gibt ja schöne Standesämter).
Oder auch in dem Beitrag über das Leben ohne Geld ... wieso hat man den Eindruck, daß Werte/überzeugungen nur so lange bestand haben, wie es nicht weh tut, es nicht schwer ist ...
So ... und nun mal los ... Bei welchen Überzeugungen gibt es bei Euch kein Abweichen auch auf die Gefahr hin, daß es eben auch Nachteile für Euch hat. Oder hört es eben da auf, wo der Nachteil beginnt? Oder wo wäre die Grenze, wo ihr davon abrücken würdet?
Ist es ein Grund, wenn Eure Überzeugungen nicht massenkompatibel sind, diese aufgeben, weil ihr Angst hättet, daß Eurer Kind, das mit diesen Werten groß wird, aneckt? Aber wie soll das dann funktionieren ... ein Erziehung, die nicht die eigenen WErtvorstellungen weitergibt.
Ich bin gespannt. Schießt los, aber nicht aufeinander
in den letzten Tagen gab es einige Themen, die genau darüber mich haben grübeln lassen: für welche Werte und Überzeugungen steht man und zieht man auch entsprechende Konsequenzen.
Die Beispiele sind willkürlich danach gewählt, wie es mich jetzt anspringt, nicht um persönlich nun hier jemanden anzugreifen:
Wenn ich von der Einrichtung Kirche nichts halte, diese sogar ablehne, finde ich es nicht in Ordnung, kirschlich zu heiraten, nur weil das ja so hübsch ist in so einem Haus. So was finde ich nicht in Ordnung. Das eine geht in dem Fall nicht ohne das andere: entweder ich stehe dahinter, dann paßt das auch. Oder ich kann mit dem Kram nichts anfangen, aber dann muß ich halt auf die kirchliche Trauung auch verzichten (gibt ja schöne Standesämter).
Oder auch in dem Beitrag über das Leben ohne Geld ... wieso hat man den Eindruck, daß Werte/überzeugungen nur so lange bestand haben, wie es nicht weh tut, es nicht schwer ist ...
So ... und nun mal los ... Bei welchen Überzeugungen gibt es bei Euch kein Abweichen auch auf die Gefahr hin, daß es eben auch Nachteile für Euch hat. Oder hört es eben da auf, wo der Nachteil beginnt? Oder wo wäre die Grenze, wo ihr davon abrücken würdet?
Ist es ein Grund, wenn Eure Überzeugungen nicht massenkompatibel sind, diese aufgeben, weil ihr Angst hättet, daß Eurer Kind, das mit diesen Werten groß wird, aneckt? Aber wie soll das dann funktionieren ... ein Erziehung, die nicht die eigenen WErtvorstellungen weitergibt.
Ich bin gespannt. Schießt los, aber nicht aufeinander
11.02.2013 15:42
Also wenn ich heirate (irgendwann) muss es keine Kirche sein, aber es sollte ihr schon ähneln Grössen mäßig!
Wir sind beide nicht gläubig
Wir sind beide nicht gläubig
11.02.2013 15:48
wow, anja, echt ein tolles thema!!! gleich mal gemerkt
...........
so, zum thema...
also um auf deine beispiele einzugehen - kirche... naja, für mich ist kirche mittlerweile eine kommerzielle geschichte, deswegen hätte ich keine skrupel ungläubig, kirchlich zu heiraten - da mein freund aber nun auch austreten will, wird das dann eh nicht gehen.
zum thema - werte haben nur solange bestand, bis es schwierig wird. naja, im grunde bin ich schon so orientiert, dass ich gerne den weg des geringsten widerstands gehe. warum? weil ich nur dieses eine leben hab
somit will ich meine zeit nicht mit streit, verzicht, unnötiges verteidigen irgendwelcher ideale, die mir nichts bringen, vergeuden. ist es ego-style? sicherlich... ich hab auch prinzipien, die ich nicht breche - ich esse bestimmte tiere nicht, ich unterstütze tierheime (je nachdem, wie es zeitlich ausgeht, entweder tatkräftig oder finanziell)... all das ist klar, aber bewusst und absichtlich sich das leben schwer machen? seh ich keinen grund dazu.
um es mit den worten der hosen zu sagen:
"ich will nicht ins paradies.. wenn der weg dorthin so schwierig ist! ich stelle keinen antrag auf asyl! meinetwegen bleib ich hier..."
...........
so, zum thema...
also um auf deine beispiele einzugehen - kirche... naja, für mich ist kirche mittlerweile eine kommerzielle geschichte, deswegen hätte ich keine skrupel ungläubig, kirchlich zu heiraten - da mein freund aber nun auch austreten will, wird das dann eh nicht gehen.
zum thema - werte haben nur solange bestand, bis es schwierig wird. naja, im grunde bin ich schon so orientiert, dass ich gerne den weg des geringsten widerstands gehe. warum? weil ich nur dieses eine leben hab
somit will ich meine zeit nicht mit streit, verzicht, unnötiges verteidigen irgendwelcher ideale, die mir nichts bringen, vergeuden. ist es ego-style? sicherlich... ich hab auch prinzipien, die ich nicht breche - ich esse bestimmte tiere nicht, ich unterstütze tierheime (je nachdem, wie es zeitlich ausgeht, entweder tatkräftig oder finanziell)... all das ist klar, aber bewusst und absichtlich sich das leben schwer machen? seh ich keinen grund dazu. um es mit den worten der hosen zu sagen:
"ich will nicht ins paradies.. wenn der weg dorthin so schwierig ist! ich stelle keinen antrag auf asyl! meinetwegen bleib ich hier..."
11.02.2013 15:49
Wir sind beide nicht gläubig, und werden desswegen auch nicht Kirchlich heiraten.
Und mini ist auch nicht getauft, ein zweites Baby wird auch nicht getauft.
Und mini ist auch nicht getauft, ein zweites Baby wird auch nicht getauft.
11.02.2013 15:50
Zitat von zartbitter:
wow, anja, echt ein tolles thema!!! gleich mal gemerkt![]()
...........
so, zum thema...
also um auf deine beispiele einzugehen - kirche... naja, für mich ist kirche mittlerweile eine kommerzielle geschichte, deswegen hätte ich keine skrupel ungläubig, kirchlich zu heiraten - da mein freund aber nun auch austreten will, wird das dann eh nicht gehen.
zum thema - werte haben nur solange bestand, bis es schwierig wird. naja, im grunde bin ich schon so orientiert, dass ich gerne den weg des geringsten widerstands gehe. warum? weil ich nur dieses eine leben habsomit will ich meine zeit nicht mit streit, verzicht, unnötiges verteidigen irgendwelcher ideale, die mir nichts bringen, vergeuden. ist es ego-style? sicherlich... ich hab auch prinzipien, die ich nicht breche - ich esse bestimmte tiere nicht, ich unterstütze tierheime (je nachdem, wie es zeitlich ausgeht, entweder tatkräftig oder finanziell)... all das ist klar, aber bewusst und absichtlich sich das leben schwer machen? seh ich keinen grund dazu.
um es mit den worten der hosen zu sagen:
"ich will nicht ins paradies.. wenn der weg dorthin so schwierig ist! ich stelle keinen antrag auf asyl! meinetwegen bleib ich hier..."
Ein Lob von der Queen of Philosophiethemen
11.02.2013 15:53
Wie in dem anderen Thread schon geschrieben, sind wir beide getauft,konfirmiert und evangelisch. Geheiratet haben wir standesamtlich in einem wunderschönen Wasserschloss.
Wir glauben an eine Art Gott, aber nicht an die Kirche. Das ist für mich mittlerweile ein Verein wie die Zeugen Jehovas.
Unser Sohn wird im Sommer 2 Jahre alt und soll nun auch bald getauft werden. Alleine für den Gedanken, wenn ihm doch mal was zu stoßen sollte. Wir haben uns beide dafür entschieden und was er später daraus macht sehen wir dann.
Wir glauben an eine Art Gott, aber nicht an die Kirche. Das ist für mich mittlerweile ein Verein wie die Zeugen Jehovas.
Unser Sohn wird im Sommer 2 Jahre alt und soll nun auch bald getauft werden. Alleine für den Gedanken, wenn ihm doch mal was zu stoßen sollte. Wir haben uns beide dafür entschieden und was er später daraus macht sehen wir dann.
11.02.2013 15:57
Ich schreib mal so ein bißchen ... Ja, es gibt Werte für mich oder ÜBerzeugungen, wo ich sage, ich tue Dinge nicht, weil es dagegen spricht, was ich denke und fühle und sich das dann einfach falsch oder schlecht für mich anfühlt.
Ich hatte mal einen Job, wo es zu meinen Zielen gemacht wurde, Einsparungspotentiale an Köpfen zuermitteln und diese entsprechend durchzusetzen. Dem Unternehmen ging es aber sehr gut und wir reden also von reiner Gewinnmaximierung. Ich habe diesen Job aufgegeben, weil er meinen Wertvorstellungen und Überzeugungen widerspricht. Also habe ich mir einen neuen Job gesucht. Ich habe auf Arbeit sehr offen kommuniziert, wie ich dazu stehe, was in meiner Sicht an Einsparungen Sinn macht und was nicht und dann bin ich gegangen. Natürlich findet sich ein anderer, der das macht, aber ich ... ich kann so was nicht. Ich will morgens in den Spiegel schauen können.
Für mich gibt es Punkte im Leben, die sind mir wichtig und dafür setze ich mich auch ein, auch wenn es eben auch für mich unbequem sind. Wie weit ich dafür gehen würde, weiß ich nicht. Ich glaube, das weiß man erst, wenn es haarig wird, aber ich bin durchaus auch bereit da Nachteile einzustecken.
Ich hatte mal einen Job, wo es zu meinen Zielen gemacht wurde, Einsparungspotentiale an Köpfen zuermitteln und diese entsprechend durchzusetzen. Dem Unternehmen ging es aber sehr gut und wir reden also von reiner Gewinnmaximierung. Ich habe diesen Job aufgegeben, weil er meinen Wertvorstellungen und Überzeugungen widerspricht. Also habe ich mir einen neuen Job gesucht. Ich habe auf Arbeit sehr offen kommuniziert, wie ich dazu stehe, was in meiner Sicht an Einsparungen Sinn macht und was nicht und dann bin ich gegangen. Natürlich findet sich ein anderer, der das macht, aber ich ... ich kann so was nicht. Ich will morgens in den Spiegel schauen können.
Für mich gibt es Punkte im Leben, die sind mir wichtig und dafür setze ich mich auch ein, auch wenn es eben auch für mich unbequem sind. Wie weit ich dafür gehen würde, weiß ich nicht. Ich glaube, das weiß man erst, wenn es haarig wird, aber ich bin durchaus auch bereit da Nachteile einzustecken.
11.02.2013 16:01
aktuell stehe ich zb ein wenig im zwiespalt mit meinen werten... grundsätzlich will ich zeitarbeitsfirmen nicht unterstützen, ABER... ich hab ein gutes angebot für einen job als personaldisponentin (näheres erfahre ich morgen um 10uhr) bekommen. tja... wir reden hier von 10km arbeitsweg statt 60km, also spritverbrauch, ZEIT, etc.... aber es ist eben zeitarbeit
also für mich wärs keine, aber ich würde dieses system unterstützen. ich bin ehrlich - mir überfordert diese situation ein wenig.
also für mich wärs keine, aber ich würde dieses system unterstützen. ich bin ehrlich - mir überfordert diese situation ein wenig.
11.02.2013 16:01
Tolles Thema!!!!
Thema Kirche-wie schon schrieb sind meine Kinder getauft,weil ich an etwas Glaube,dem die Kirche den Namen GOTT gegeben hat.Es könnte auch GUTES heissen,oder ENGEL.Aber Glauben muss ich nicht in Form einer Firma aufziehen und unterstützen.
Thema Werte-ich habe Werte und die lebe ich auch und bringe sie meinen Kindern bei.Ob sie nun immer der breiten Masse gefallen weiss ich nicht.Ist mir auch egal,solange sie human,empathisch und "gut"sind.
Alles ist erlaubt,solange kein anderer Mensch dabei zu schaden kommt,es sei denn ich muss einen schwächern oder eine Minderheit schützen.
Thema Kirche-wie schon schrieb sind meine Kinder getauft,weil ich an etwas Glaube,dem die Kirche den Namen GOTT gegeben hat.Es könnte auch GUTES heissen,oder ENGEL.Aber Glauben muss ich nicht in Form einer Firma aufziehen und unterstützen.
Thema Werte-ich habe Werte und die lebe ich auch und bringe sie meinen Kindern bei.Ob sie nun immer der breiten Masse gefallen weiss ich nicht.Ist mir auch egal,solange sie human,empathisch und "gut"sind.
Alles ist erlaubt,solange kein anderer Mensch dabei zu schaden kommt,es sei denn ich muss einen schwächern oder eine Minderheit schützen.
11.02.2013 16:05
Zitat von Anja_MTK:
Ich schreib mal so ein bißchen ... Ja, es gibt Werte für mich oder ÜBerzeugungen, wo ich sage, ich tue Dinge nicht, weil es dagegen spricht, was ich denke und fühle und sich das dann einfach falsch oder schlecht für mich anfühlt.
Ich hatte mal einen Job, wo es zu meinen Zielen gemacht wurde, Einsparungspotentiale an Köpfen zuermitteln und diese entsprechend durchzusetzen. Dem Unternehmen ging es aber sehr gut und wir reden also von reiner Gewinnmaximierung. Ich habe diesen Job aufgegeben, weil er meinen Wertvorstellungen und Überzeugungen widerspricht. Also habe ich mir einen neuen Job gesucht. Ich habe auf Arbeit sehr offen kommuniziert, wie ich dazu stehe, was in meiner Sicht an Einsparungen Sinn macht und was nicht und dann bin ich gegangen. Natürlich findet sich ein anderer, der das macht, aber ich ... ich kann so was nicht. Ich will morgens in den Spiegel schauen können.
Für mich gibt es Punkte im Leben, die sind mir wichtig und dafür setze ich mich auch ein, auch wenn es eben auch für mich unbequem sind. Wie weit ich dafür gehen würde, weiß ich nicht. Ich glaube, das weiß man erst, wenn es haarig wird, aber ich bin durchaus auch bereit da Nachteile einzustecken.
Bei meinem Mann war es das gleiche. Er arbeitete in einer bekannt schlechten Kfz-Werkstatt. Wenn etwas repariert werden sollte wurden teilweise ohne Zustimmen sämtliche Sachen mit neu gemacht und die Kunden hatten dann das nachsehen. Dem Unternehmen geht es (oh Wunder) sehr schlecht und nun war der GF zu einer Schulung, er kam wieder und allen wurde der Kopf gewaschen. Sie sollen den Kunden noch mehr andrehen,mehr anbieten und wenn es richtiges aufzwingen ist. Ihr kennt das ja sicher beim Friseur: "Möchten Sie noch das super-teure Shampoo für 30€ die Flasche?".
Für ihn war das eine falsche Welt. Er hat sich zwei Wochen lang intensiv in anderen Firmen beworben und hat nun letzte Woche Freitag gekündigt und konnte direkt Montag in der neuen Firma anfangen, da es dem Unternehmen sehr recht kam, dass er und zuvor ein Kollege gekündigt haben. Nun sollen 3 kfz-mechatroniker die Arbeit von 5 machen. Bald geht die Umbereifungszeit los und wir lachen und jetzt schon schlapp, denn ersatz wird nicht eingestellt.
Wir sind sehr glücklich, dass er da nun endlich weg ist. Er isst wieder, er schläft nachts wieder uns gehts so definitv besser.
11.02.2013 16:08
Also bei religioesen Fragen bin ich auch der Meinung, dass man es entweder ganz oder gar nicht lebt. In meinem Fall gar nicht
Leider kann ich auch an mir selbst erkennen, dass ich nicht immer zu 100% meinen Prinzipien treu bin. Zum Beispiel gibt es bei mir auf dr Arbeit ein neues Korrigierprinzip (bin Lehrerin). Ich finds voll daneben, habs auch auf einer Konferenz geaeussert, muss es aber trotzdem bei meinem Leistungskurs anwenden. Wenn ich jetzt meinen eigenen paedagogischen Prinzipien zu 100% treu waere, wuerde ich mich weigern das so zu machen und muesste dementsprechend mit den Konsequenzen leben...
Ich wage allerdings mal behaupten zu koennen, dass es den meisten Menschen so geht, dass sie zum eigenen Vorteil handeln und das kommt eben mit einem bestimmten Preis. Ich persoenlich wuerde nicht gerne meinen Leistungskurs abgeben, dafuer macht mir das Unterrichten in der Oberstufe zu viel Spass.
Leider kann ich auch an mir selbst erkennen, dass ich nicht immer zu 100% meinen Prinzipien treu bin. Zum Beispiel gibt es bei mir auf dr Arbeit ein neues Korrigierprinzip (bin Lehrerin). Ich finds voll daneben, habs auch auf einer Konferenz geaeussert, muss es aber trotzdem bei meinem Leistungskurs anwenden. Wenn ich jetzt meinen eigenen paedagogischen Prinzipien zu 100% treu waere, wuerde ich mich weigern das so zu machen und muesste dementsprechend mit den Konsequenzen leben...
Ich wage allerdings mal behaupten zu koennen, dass es den meisten Menschen so geht, dass sie zum eigenen Vorteil handeln und das kommt eben mit einem bestimmten Preis. Ich persoenlich wuerde nicht gerne meinen Leistungskurs abgeben, dafuer macht mir das Unterrichten in der Oberstufe zu viel Spass.
11.02.2013 16:09
Respektlosigkeit und Opportunismus lehne ich absolut ab und werde dies auch meinem Kind weitergeben.
Besagter Thread ist voll davon! Ganz erbärmliche Vorstellung ist das.
Besagter Thread ist voll davon! Ganz erbärmliche Vorstellung ist das.
11.02.2013 16:12
Zitat von zartbitter:
aktuell stehe ich zb ein wenig im zwiespalt mit meinen werten... grundsätzlich will ich zeitarbeitsfirmen nicht unterstützen, ABER... ich hab ein gutes angebot für einen job als personaldisponentin (näheres erfahre ich morgen um 10uhr) bekommen. tja... wir reden hier von 10km arbeitsweg statt 60km, also spritverbrauch, ZEIT, etc.... aber es ist eben zeitarbeitalso für mich wärs keine, aber ich würde dieses system unterstützen. ich bin ehrlich - mir überfordert diese situation ein wenig.
Wie schon gesagt, Menschen handeln zum eigenen Vorteil. Wenn fuer dich die Vorteile ueberwiegen, wuerde ich die neue Stelle antreten. Zeitarbeitsfirmen find ich auch mist, aber auch wenn du den Job nicht annimmst, macht ihn jemand anderes.
Ich denk mir manchmal auch, ob es wirklich einen Unterschied macht, ob ich mich gegen erwas auflehne, an dem ich rein prinzipiell nichts aendern kann. Sollten wir unsere Zeit und Bemuehungen vllt auf Missstaende konzentrieren, bei denen wir etwas veraendern und bewirken koennen?
11.02.2013 16:13
*gemerkt*
Unsere Werte zu erklären ist kompliziert.Daher nur einige Beispiele:
.
Wir versuchen unseren Kindern beizubringen das sie ihren eigenen Weg gehen sollen,unabhängig von unserem.Sie sollen selber Erfahrungen machen,auch schlechte,den da lernen sie auch mit Tiefschlägen umzugehn.
Sie sollen Zufrieden sein.Nicht angewiesen auf andere.
.
In meiner Küche gibt es nur wenige maschinelle Helfer.Ich hacke,schneide und schäle gerne...jeden Tag.Diese Zeit habe ich.
.
Wir brauchen nicht jeden Trend mitmachen damit es die Nachbarn freut...sei es was Wohnen,Autos oder Urlaub betrifft.
.
Wir haben nur wenige,sehr seltsame Freunde...weil wir hinter die Fass ade der Menschen blicken und bisher nur interessantes entdeckt haben.Menschen die uns nicht guttun werden aussortiert oder seziert.
.
Ich bin getauft teile aber nicht alles was die Kirche vorgibt.Meine restliche Familie ist ungetauft.Wenn meine Kinder Fragen über Gott haben antworte ich kindgerecht aber ohne Rosa Anstrich - sie werden,wie ich,ihre eigene Glaubensvorstellung treffen wenn sie alt genug sind.
.
Ich empfinde das deutsche Schulsystem als Familienfeindlich und ungerecht.
In all diesen Dingen gibt es bei uns viele Disskusionen und wir analysieren immer wieder was zu ändern ist.Oft sind Männle und ich geteilter Meinung...aber wir versuchen immer konsequent zu sein,auch uns gegenüber.
Unsere Werte zu erklären ist kompliziert.Daher nur einige Beispiele:
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Wir versuchen unseren Kindern beizubringen das sie ihren eigenen Weg gehen sollen,unabhängig von unserem.Sie sollen selber Erfahrungen machen,auch schlechte,den da lernen sie auch mit Tiefschlägen umzugehn.
Sie sollen Zufrieden sein.Nicht angewiesen auf andere.
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In meiner Küche gibt es nur wenige maschinelle Helfer.Ich hacke,schneide und schäle gerne...jeden Tag.Diese Zeit habe ich.
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Wir brauchen nicht jeden Trend mitmachen damit es die Nachbarn freut...sei es was Wohnen,Autos oder Urlaub betrifft.
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Wir haben nur wenige,sehr seltsame Freunde...weil wir hinter die Fass ade der Menschen blicken und bisher nur interessantes entdeckt haben.Menschen die uns nicht guttun werden aussortiert oder seziert.
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Ich bin getauft teile aber nicht alles was die Kirche vorgibt.Meine restliche Familie ist ungetauft.Wenn meine Kinder Fragen über Gott haben antworte ich kindgerecht aber ohne Rosa Anstrich - sie werden,wie ich,ihre eigene Glaubensvorstellung treffen wenn sie alt genug sind.
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Ich empfinde das deutsche Schulsystem als Familienfeindlich und ungerecht.
In all diesen Dingen gibt es bei uns viele Disskusionen und wir analysieren immer wieder was zu ändern ist.Oft sind Männle und ich geteilter Meinung...aber wir versuchen immer konsequent zu sein,auch uns gegenüber.
11.02.2013 16:17
Zitat von June87:
Zitat von zartbitter:
aktuell stehe ich zb ein wenig im zwiespalt mit meinen werten... grundsätzlich will ich zeitarbeitsfirmen nicht unterstützen, ABER... ich hab ein gutes angebot für einen job als personaldisponentin (näheres erfahre ich morgen um 10uhr) bekommen. tja... wir reden hier von 10km arbeitsweg statt 60km, also spritverbrauch, ZEIT, etc.... aber es ist eben zeitarbeitalso für mich wärs keine, aber ich würde dieses system unterstützen. ich bin ehrlich - mir überfordert diese situation ein wenig.
Wie schon gesagt, Menschen handeln zum eigenen Vorteil. Wenn fuer dich die Vorteile ueberwiegen, wuerde ich die neue Stelle antreten. Zeitarbeitsfirmen find ich auch mist, aber auch wenn du den Job nicht annimmst, macht ihn jemand anderes.
Ich denk mir manchmal auch, ob es wirklich einen Unterschied macht, ob ich mich gegen erwas auflehne, an dem ich rein prinzipiell nichts aendern kann. Sollten wir unsere Zeit und Bemuehungen vllt auf Missstaende konzentrieren, bei denen wir etwas veraendern und bewirken koennen?
Zarti,
ich kann DEine Gründe sehr verstehen, wirklich. Aber ich wäre in dem Fall konsequent: keine Zeitarbeit ...
Aber es ist Deine Entscheidung, was Dir wichtig ist. Natürlich macht den Job jemand anderes wie June87 schrieb, genauso wie mein alter Job von jemand anderen gemacht wurde, aber ich für mich persönlich möchte das nicht und die Frage ist immer: wenn alle sich weigern würden... ach ja ...
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